DE3321170A1 - Kupplungsanordnung, insbesondere fuer eine gelenkwelle - Google Patents
Kupplungsanordnung, insbesondere fuer eine gelenkwelleInfo
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Description
VOLKSWAGE N W ERK 3321
AKTIENGESELLSCHAFT
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Kupplungsanordnung, insbesondere für eine Gelenkwelle
Die Erfindung betrifft eine Kupplungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs. Der bevorzugte Einsatz bei der erfindungsgemäßen Kupplungsanordnung ist die Anordnung im Zuge der Antriebs-Gelenkwellen von Kraftfahrzeugen
mit Vorderradantrieb.
Zwecks Vermeidung der übertragung von Stoßen und Geräuschen hat man elastische
Kupplungen geschaffen, die die Drehmomente über in tangentialen Richtungen beaufschlagte,und angeordnete Schraubenfedern oder über ringförmige Körper
aus elastischem Material übertragen. Insbesondere bei Verwendung von Körpern aus elastischem, gummiartigem Material besitzen derartige elastische Kupplungen
auch eine elastische Nachgiebigkeit in Richtung der Achse der Kupplung, die in der Regel mit der Achse der Gelenkwelle zusammenfällt.
Betrachtet man den eingangs beschriebenen bevorzugten Einsatzfall der
Erfindung, so hat die Kupplung Drehmomente sehr unterschiedlicher Größe zu übertragen. Besonders hoch sind die Anfahrmomente, die zu einer sehr
starken Verformung der nachgiebigen Kupplungsteile und damit zu einer großen Relatiwerdrehung zwischen den beiden Kupplungshälften führen.
Grundsätzlich ist es bereits bekannt - vgl. die US-PS 4 351 167, F 16 D 3/80 -,
zur Begrenzung dieser Relativverdrehung einer elastischen Kupplung, die bei diesem Stand der Technik jedoch nur in Umfangsrichtung nachgiebig
ist, eine starre Kupplung parallel zu schalten, bei der starre Zähne an einer der Kupplungshälften in im Hinblick auf die zulässige Relatiwerdrehung
bemessene Ausnehmungen in der anderen Kupplungshälfte hineinragen.-OOPY
Ist der vorgegebene Wert der Relatiwerdrehung erreicht, kommen einander
gegenüberliegende Anschlagflächen an den Zähnen und den Begrenzungen der
Ausnehmungen in Eingriff.
Die zitierte bekannte Konstruktion für eine Kupplungsanordnung mit einer
, nachgiebigen Kupplung und einer die starren Anschlagflächen aufweisenden
' starren Kupplung baut jedoch in radialen Richtungen so groß, daß sie in
vielen Fällen, darunter auch für den Einsatz in Antriebs-Gelenkwellen
- von Kraftfahrzeugen, nicht untergebracht werden kann.
Der Erfindung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine Kupplungsanordnung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs zu schaffen, bei der die Relativverdrehung
zwischen den Kupplungshälften unter Wahrung eines kleinen Durchmessers der Kupplungsanordnung auf einen zulässigen Wert begrenzt ist.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs.
Die Erfindung erschöpft sich also nicht in dem Vorsehen einer starren
Klauenkupplung schlechthin, sondern betrifft auch eine besondere Ausge^-
staltung dieser Klauenkupplung. Je kleiner der Durchmesser der Kupplungsanordnung ist, desto größer sind die durch die Klauen der Klauenkupplung
zu übertragenden Kräfte. Kritischen Beanspruchungen unterliegen dabei in erster Linie die parallel zur Achse der Kupplung ausgerichteten ersten
Klauen, da die zweiten Klauen im Hinblick auf Herstellungstoleranzen insbesondere
im Bereich des elastischen Kupplungsteils der elastischen Kupplung einen gewissen Abstand von der Wurzel der ersten Klauen wahren müssen.
Würden daher die Anschlagflächen und die zu ihnen parallelen Gegenanschlagflächen
über ihren gesamten Bereich parallel zur Kupplungsachse verlaufen, wobei der eben definierte Abstand (Hebelarm) auch bei Berührung zwischen
den Anschlagflächen und den Gegenanschlagflächen erhalten bliebe, so müßten die ersten Klauen relativ große Momente, bezogen auf ihre Wurzeln, übertragen,
wofür sie insbesondere bei kleinen Durchmessern der Kupplungsanordnung nur schwer ausgelegt werden können. Diese Schwierigkeit wird durch die
erfindungsgemäß vorgesehene zumindest bereichsweise Neigung der Gegenanschlagflächen
- und damit auch der zu ihnen bei Berührung parallelen Anschlagflächen - beseitigt. Solange also nur die elastische Kupplung an
der Drehmomentübertragung durch die Kupplungsanordnung beteiligt ist,
befinden sich die zweiten Klauen in einer axialen Lage, die den Toleranzen
in der elastischen Kupplung Rechnung trägt. Sobald aber eine Berührung zwischen den AnsQhlägen und den Gegenanschlägen erfolgt, ziehen die zweiten
Klauen über ihre geneigten Anschlagflächen und die in gleicher Weise geneigten - Gegenanschlagflächen an den ersten Klauen diese unter Ausnutzung der axialen
, elastischen Nachgiebigkeit des elastischen Kupplungsteils in eine Stellung,
in der die Gegenanschlagflächen im Bereich ihrer Wurzeln durch die Anschlagflächen
kraftmäßig beaufschlagt werden. Dann sind also die Hebelarme für die auf die Gegenanschlagflächen der ersten Klauen von den zweiten
Klauen ausgeübten Kräfte so klein, daß auch bei kleinen radialen Abmessungen der Kupplungsanordnung keine kritischen Momente in den ersten Klauen auftreten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung
erläutert. Es zeigen:
Figur 1 die Kupplungsanordnung im Längsschnitt, Figur 2 die starre Kupplung in Seitenansicht und
Figur 3 die in Figur 1 mit III bezeichnete Ansicht.
Die zur Verbindung der Wellenteile 1 und 2 einer Gelenkwelle dienende
Kupplungsanordnung setzt sich aus der elastischen Kupplung 3 und der starren Kupplung 4 zusammen. Betrachtet man zunächst die elastische Kupplung 3,
so besitzt sie die mit dem Wellenteil 1 starr verbundene äußere Kupplungshülse 5 und die mit dem Wellenteil 2 verbundene innere Kupplungshülse 5T; zwischen
beiden erkennt man das zylinderförmige Kupplungsteil 6 aus elastischem, gummiartigem Material, das sowohl in Umfangsrichtung als auch in Richtung
der Kupplungsachse 7 elastisch nachgiebig ist. Nur erwähnt sei die Tatsache, daß sich beim Einsatz in einer Gelenkwelle - die Gelenke schließen
sich an die einander abgekehrten Enden der Wellenteile 1 und 2 an - auch eine Biegeelastizität der elastischen Kupplung 3 günstig auswirkt.
Zur Begrenzung der aus den elastischen Eigenschaften des Kupplungsteils
resultierenden Relatiwerdrehung zwischen den Kupplungshülsen 5 und 5T
dient die starre Klauenkupplung h. Sie enthält an der Außenhülse 5 starr
befestigte erste Klauen 8, die relativ große Abstände 9 zwischen sich
«5T
einschließen; in diese Abstände ragen zweite Klauen 10 an dem scheibenförmigen
Grundkörper 11 hinein, der starr mit dem Wellenteil 2 verbunden ist. Solange die Drehmomentübertragung durch die Kupplungsanordnung lediglich
elastisch über das elastische Kupplungsteil 6 erfolgt, ist aus Toleranz- -gründen ein Abstand 12 zwischen der Scheibe 11 und damit den von ihre
getragenen Klauen 10 einerseits sowie dem in Figur 1 rechten Rand der inneren Hülse 5' der elastischen Kupplung 3 andererseits gewahrt. Würde
dieser Abstand 12 auch bei Wirksamwerden der starren Kupplung 4 erhalten
bleiben, so wurden die dann über die Klauen 8 und 10 zu übertragenden.
Kräfte einen relativ großen Hebelarm bezüglich der in Figur 1 rechten
Kante der äußeren Hülse 5 besitzen und demgemäß in den Klauen 8 ein relativ großes Moment erzeugen.
Dem wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der sich gegenüberstehenden
Anschlagflächen 13 der Klauen 10 und Gegenanschlagflachen 14 der Klauen
8 entgegengewirkt. Wie am besten aus Figur 2 ersichtlich, besitzen diese Flächen Flächenbereiche 13' und 14', die parallel zueinander verlaufen
und so geneigt sind, daß die Flächennormalen auf den Flächenbereichen 14' in Richtung auf die elastische Kupplung 3 weisen. Sobald also die
geneigten Flächenbereiche 13' und 14' miteinander in Eingriff kommen,
ziehen die Klauen 10 die Klauen 8 unter Ausnutzung der axialen Elastizität des elastischen Kupplungskörpers 6 in Figur 1 etwas nach rechts, wodurch
der Abstand 12 verschwindet und demgemäß die Krafteinleitung in die Klauen
8 am Grunde derselben und damit mit minimalem Biegemoment erfolgt. Dadurch wird es möglich, auch bei kleinen Fußquerschnitten der Klauen 8, wie sie
bei kleinen Kupplungsdurchmessern zwangsläufig auftreten, große Kräfte zu übertragen.
Claims (1)
- ANSPRUCHKupplungsanordnung, insbesondere zur elastischen Verbindung von zwei Wellenteilen einer Gelenkwelle, mit einer elastischen Kupplung mit zumindest einem sowohl in Ümfangsrichtung als auch in Achsrichtung der Kupplung elastisch nachgiebigen Kupplungsteil, dadurch gekennzeichnet, daß zur Begrenzung der Nachgiebigkeit des Kupplungsteils (6) in Ümfangsrichtung parallel zu diesem eine starre Klauenkupplung (4) mit parallel zur Achse (7) der Kupplung weisenden ersten Klauen (8) an der elastischen Kupplung (3) und radial sternförmig ausgerichteten zweiten Klauen (10) angeordnet ist, die in Abstände (9) zwischen den ersten Klauen (8) hineinragen und mit Anschlagflächen (13) zu diesen bei Berührung parallelen Gegenanschlagflachen (14) an den ersten Klauen (8) gegenüberstehen, wobei die Gegenanschlagflachen (14) zumindest bereichsweise (141) derart geneigt sind, daß die Flächennormalen auf diesen Flächenbereichen (14f) eine Komponente in Richtung auf die elastische Kupplung (3) besitzen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833321170 DE3321170A1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Kupplungsanordnung, insbesondere fuer eine gelenkwelle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19833321170 DE3321170A1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Kupplungsanordnung, insbesondere fuer eine gelenkwelle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3321170A1 true DE3321170A1 (de) | 1984-12-13 |
Family
ID=6201262
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19833321170 Withdrawn DE3321170A1 (de) | 1983-06-11 | 1983-06-11 | Kupplungsanordnung, insbesondere fuer eine gelenkwelle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3321170A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1965952B1 (de) * | 2005-12-12 | 2012-06-13 | Robert Bosch Gmbh | Handwerkzeugmaschine mit einem antriebsstrang und einer entkopplungseinheit |
-
1983
- 1983-06-11 DE DE19833321170 patent/DE3321170A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1965952B1 (de) * | 2005-12-12 | 2012-06-13 | Robert Bosch Gmbh | Handwerkzeugmaschine mit einem antriebsstrang und einer entkopplungseinheit |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VOLKSWAGEN AG, 3180 WOLFSBURG, DE |
|
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |