DE3319030A1 - Vorrichtung zum verdichten von giessereiformsand im gasdruckverfahren - Google Patents
Vorrichtung zum verdichten von giessereiformsand im gasdruckverfahrenInfo
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Description
DR. ING. HANS LICHTI · DIPL."ING. HEINER LICHTI
DIPL.-PHYS. DR. JOST LEMPERT
PATENTANWÄLTE 3 31 9 U J U
TELEFON (0721) 48511
6812/83 Lj
BMD „v
Badische Maschinenfabrik ^ " "~* -
DurIach GmbH
Pf inztal straße 90
Pf inztal straße 90
D-7500 Karlsruhe 41
Vorrichtung zum Verdichten von Gießereiformsand im Gasdruckverfahren
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verdichten von Gießerei formsand
im Gasdruckverfahren, bestehend aus einem unten durch eine Modellplatte mit Modell abgeschlossenen Formkasten mit aufgesetztem
Füllrahmen und einem darüber bzw. über dem eingefüllten Formsand angeordneten Raum, der im Bereich von Millisekunden unter Überdruck gesetzt
wird derart, daß der Formsand bei gleichzeitigem Gasdruckabfall
verdichtet wird.
In neuerer Zeit sind vielfach Versuche unternommen worden, um die herkömmlichen
Rüttel-, Preß- und Schießverfahren, die sich in reiner oder kombinierter Form für das Verdichten von Formsand bewährt haben, durch
reine Gasdruckformverfahren zu ersetzen, bei denen der Formsand über das Modell aufgeschüttet und durch einen schlagartigen Gasdruckstoß
auf seine freie Oberfläche verdichtet wird. Dabei sind für die Verdichtung
im wesentlichen zwei Effekte verantwortlich, nämlich einerseits die
Übertragung der kinetischen Energie der Gasdruckwelle auf das Formsandpaket, dessen Beschleunigung durch Impulsaustausch zwischen
den Formsandpartikeln und die Abbremsung der Partikel auf der Modellplatte und am Modell, andererseits das Eindringen des Gases in das
freie Porenvolumen zwischen den Formsandpartikeln, das zum Fluidisieren führt und damit die innere Reibung herabsetzt. Wenngleich die
physikalischen Gesetzmäßigkeiten dieser Art der Verdichtung noch nicht
restlos geklärt sind, geht die Grundforderung jedoch dahin, einen größtmöglichen
Druckgradienten, der das Verhältnis des zur Verfügung stehenden Entspannungsdrucks und der Entspannungszeit wiedergibt, zu erhalten.
Ferner muß ein die freie Formsandoberfläche und die Formsandmasse berücksichtigender
Gasmassendurchsatz erreicht werden. Bei Einhaltung optimaler Verfahrensparameter zeigt die fertige Form die höchste Verdichtung
(Härte) im modellnahen Bereich, die auf die schlagartige Verzögerung
der beschleunigten Sandpartikel auf dem Modell und der Modellplatte zurückzuführen ist. Die Verdichtung nimmt dann im allgemeinen
zum Formrücken hin ab, wobei der Formrücken selbst meist nicht oder nur mangelhaft verdichtet ist, so daß der Formsand dort bis zu einer
gewissen Tiefe abgestreift werden muß.
In der konstruktiven Ausführung dieser Verfahren sind im wesentlichen
zwei Wege beschritten worden, die sich durch die Art der Erzeugung des Gasdruckstoßes unterscheiden. Im ersten Fall (DE-OS 1 961 234,
3 202 395) wird ein unter Druck gesetztes Gas, vorzugsweise Luft, aus einem Druckspeicher über ein Ventil schlagartig in den Raum oberhalb
der Formsandfüllung entspannt, im zweiten Fall (US-PS 3 170 202, DE-OS 2 949 340) wird dieser Raum mit einem explosionsfähigen Gasgemisch
gefüllt und dieses anschließend zur Zündung gebracht. Bei der
ersten Variante lassen sich ferner Hochdruck- und Niederdruckverfahren unterscheiden, wobei die Hochdruckverfahren (DE-AS 1 961 234) mit
Speicherdrucken von mehr als 20 bar, die Niederdruckverfahren mit solchen unterhalb 10 bar arbeiten. Eine Realisierung des Hochdruckverfahrens
ist bisher an dem erheblichen Maschinenaufwand zur Erzeugung derart hoher Drucke und dem konstruktiven Aufwand zur Beherrschung
dieser Drucke gescheitert. Bei dem kostenmäßig wesentlich günstigeren
N iederdruckvef fahren ergeben sich vor allem Probleme bei der Erzielung
eines ausreichend hohen Druckgradienten und Gasmassendurchsatzes, die große Venti!querschnitte und extrem kleine Öffnungszeiten erfordern.
Von Vorteil ist bei diesem Verfahren die Reproduzierbarkeit der Druckverhältnisse
und des erzielbaren Verdichtungsergebnisses.
Bei der zweiten Verfahrensvariante ergeben sich zwangsläufig Probleme
bei der Handhabung der explosionsfähigen Gasgemische und der Ableitung der Verbrennungsgase. Weitere Schwierigkeiten resultieren aus der
Temperaturentwicklung, die zur Austrocknung des Formsandes vor allem im Bereich des Formrückens führt. Schließlich hängt das Verdichtungsergebnis
und dessen Reproduzierbarkeit maßgeblich von einer exakten Mengenkontrolle und der Qualität der Gasmischung ab. Gerade die letztgenannten
Parameter lassen sich kaum exakt einhalten. Ein Teil dieser Probleme ist dadurch zu beseitigen versucht worden, daß das explosionsfähige
Gasgemisch nicht unmittelbar oberhalb der Formsandoberfläche, sondern in einem gesonderten Raum annähernd drucklos erzeugt und
gezündet wird. Die Druckwelle breitet sich dann über eine offene Leitung
entsprechenden Querschnittes in den Formraum unter Beschleunigung der dort vorhandenen Luftmassen aus. Indes führt auch diese Modifikation
des Exp I os ions Verfahrens zu keinen endgültig befriedigenden Ergebnissen.
Beiden Verfahren ist der Nachteil gemeinsam, daß oberhalb der Formsandoberfläche
ein relativ großes Tot raum volumen vorhanden ist und das ausfüllende
Gas (Luft) einen Teil der freigesetzten Energie absorbiert.
Beim reinen Druckgasverfahren im Niederdruckbereich kommen die genannten
Schwierigkeiten bei der Ventilkonstruktion, beim Explosionsverfahren die sich aus der thermischen Reaktion für den Formsand ergebenden
Probleme hinzu.
Ausgehend von der eingangs genannten Vorrichtung, die aus einem unten
durch eine Modellplatte mit Modell abgeschlossenem Formkasten mit
aufgesetztem Füllrahmen und einem darüber bzw. über dem eingefüllten
Formsand angeordneten Raum besteht, der im Bereich von Millisekunden unter Überdruck gesetzt wird, so daß der Formsand bei gleichzeitigem
Gasdruckabfall verdichtet wird, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Ausführung zu schaffen, die bei geringem konstruktiven Aufwand zu gleichbleibenden und reproduzierbaren Verdichtungsergebnissen führt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß wenig oberhalb
der Oberfläche der Formsandfüllung eine zumindest zu Beginn der Gasdruckeinwirkung
den Formsand von dem Druckgasraum trennende, während der Druckentspannung frei bewegliche Kolbenplatte angeordnet ist, deren
Umriß etwa dem freien Querschnitt von Füllrahmen bzw. Formkasten entspricht und die nach der Verdichtung des Formsandes in ihre Ausgangslage
rückführbar ist.
Der Abstand zwischen der Oberfläche des Formsandes und der Unterseite
der Kolbenplatte läßt sich definiert einstellen, um einerseits das dazwischen befindliche To träum volumen so gering als möglich zu halten,
andererseits sicherzustellen, daß in dem Totraumvolumen ausreichend
Gas bzw. Luft vorhanden ist, um eine Gasdruckverdichtung und nicht eine reine Preßverdichtung durch die Kolbenplatte zu erhalten. In dem
wenn auch geringen To träum volumen steht ausreichend Gas bzw. Luft
zur Verfügung um den beschriebenen Fluidisierungseffekt zu erreichen.
Für das reine Druckgasverfahren ergibt sich der Vorteil, daß keine aufwendigen
VentiIkonstruktionen erforderlich sind, da das Druckgas unmittelbar
auf die Kolbenplatte zur Wirkung gebracht wird. Für das Explosionsverfahren ergibt sich der Vorteil, daß die Brenngase mit
ihren nachteiligen Folgen nicht unmittelbar auf den Formsand, sondern
lediglich auf die Kolbenplatte einwirken. Gleichwohl handelt es sich auch hier aufgrund des Abstandes zwischen Kolbenplatte und Formsandoberfläche
um eine Gasdruckverdichtung. Gegenüber dem bekannten Verfahren wird der weitere Vorteil erreicht, daß die Kolbenplatte ihre kinetische
Energie dem Gaspolster in gleichmäßiger Verteilung über den Formkastenquerschnitt mitteilt, so daß die bei dem bekannten Verfahren
festzusteifenden Unregelmäßigkeiten in Form von Kraterbildungen auf der
Formsandoberfläche nicht eintreten, insbesondere weist der Formrücken auch keine weichen Stellen mehr auf. Die Energieeinsparung gegenüber
den bekannten Verfahren liegt aufgrund der Reduzierung des Tbtraumvolumens
in der Größenordnung von 50#>. In ihrer Ausgangslage befindet
sich die Kolbenplatte vorzugsweise in einer Lage unmittelbar oberhalb der Oberkante des Füllrahmens, so daß sie dessen Bewegungen zusammen
mit dem Formkasten nicht behindert. Damit ist es auch möglich, Formkasten
und Füllrahmen mit Formsand zu füllen, sei es daß dieses Aggregat nach außerhalb der Vorrichtung verfahren und dort befüllt oder
aber der oberhalb des Füllrahmens befindliche Teil der Vorrichtung zusammen mit der Kolbenplatte für den Füll Vorgang verfahren wird, bis
Füllrahmen und Formkasten frei liegen. Ferner ist die Kolbenplatte mit einer Rückhol mechanik verbindbar, mittels der sie nach einem Verdichtungsvorgang
aus dem Füll rahmen heraus wieder in ihre Ausgangs lage
zurückgeführt wird.
Beim Verdichten mittels eines Explosionsdrucks ist es zwar bekannt,
(US-PS 3 170 202) zwischen dem Formkasten mit der Sandfüllung und dem Explosionsraum einen Einsatz anzuordnen, der eine Vielzahl von
kolbenartigen Stempeln aufweist, die in der Ausgangslage dem Formsand
aufliegen und die an ihrer Oberseite der Explosionsdruckwelle ausgesetzt
sind, doch handelt es sich hier einerseits nicht mehr um eine Gasdruck verdichtung, da sich zwischen den Stempeln und dem Formsand
kein Gaspolster befindet, andererseits läßt sich eine solche Ausbildung mit mehreren kleinen Preßkolben praktisch nicht realisieren.
Auch ist schon versucht worden (DE-AS 1 242 802), ein herkömmliches
Vi el stempel preßhaupt nicht mechanisch oder über ein Druckmittel, sondern durch eine Gasexplosion anzutreiben, doch sind hierbei
so erhebliche Massen zu beschleunigen, daß entweder entsprechend brisante Gasladungen oder aber bei geringerer Brisanz entsprechend
große Gasvolumina eingesetzt werden müssen, die zu einem entsprechend großen Bauaufwand und Platzbedarf führen. Schließlich ist im Labormaßstab
versucht worden ("LITEJNOE PROIZVODSTVO in DEUTSCH" Jg. 1963, Heft 3, S. 6-9), die Formsandoberfläche durch eine Metallplatte abzudecken, auf die ein AufIschlagkolben wirkt, der durch die
Explosion einer Ladung beschleunigt wird. Hier wird also die kinetische Energie des Aufschlagkolbens auf die Kolbenplatte übertragen, wobei es
sich wiederum nicht um eine Gasverdichtung, sondern eine Art Preßverdichtung handelt. Auch diese Ausführung läßt sich bei Formkasten üblicher
Baugröße nicht realisieren.
In bevorzugter Ausführung ist die Kolbenplatte als Freiflugkolben ausgebildet
und in ihrer Ausgangslage lösbar arretiert. Dabei kann die Arretierung durch einen Antrieb oder auch durch den oberhalb der Kolbenplatte
einwirkenden Gasdruck freigegeben werden.
Diese Ausführungsform eignet sich insbesondere für das Druckgasverfahren,
indem der Raum oberhalb der Kolbenplatte mit Gas, z.B. Luft, bis zum Erreichen des geforderten Drucks, der wesentlich unter 20 bar
liegen kann, gefüllt und anschließend die Arretierung gelöst wird, so daß die Kolbenplatte unter Entspannung des Gasdrucks beschleunigt wird und
zugleich das zwischen ihr und der Formsandoberfläche befindliche Gaspolster
auf dem ersten Teil ihrer Bewegung bis auf etwa gleichen Druck komprimiert ,wobei sich dieser Druck auf die Formsandfüllung überträgt
und den Formsand verdichtet. Es hat sich gezeigt, daß hierdurch nicht nur eine gleichmäßige und reproduzierbare Formhärte erreicht wird, sondern
insbesondere auch der stets erwünschte Formhärtenverlauf über die Höhe der Form, indem nämlich die Formhärte im modellnahen Bereich
am größten ist und zum Formrücken hin allmählich abnimmt, um für den
Gießvorgang die erwünschte zunehmende Gasdurchlässigkeit nach pben zu erhalten.
Der Verlauf der Formhärte läßt sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
weiterhin dadurch günstig beeinflussen und steuern, daß der Koibenplatte Dämpfer zugeordnet sind, die sie bei Erreichen eines bestimmten
Verdichtungshubs abbremsen, wobei die Dämpfer gegebenenfalls einstellbar sind.
Auf diese Weise läßt sich die Masse der Kolbenplatte nach einem bestimmten
Hub von der Formsandmasse entkoppeln, so daß ihre kinetische Energie am Ende des Verdichtungshubs nicht durch Abbremsen
auf dem schon verdichteten Formsand in Verdichtungsenergie umgewandelt wird, die möglicherweise zu einer zu großen Härte am Formrücken
führt.
Mit Vorteil weist die Kolbenplatte einen nach unten gezogenen Umfangsrand
auf, so daß an der Unterseite der Platte stets ein Luftpolster vorhanden
ist und vermieden wird, daß die gesamte, vor der Kolbenplatte befindliche Luft während des Verdichtungsvorgangs seitlich abströmen kann.
Die gleiche Wirkung läßt sich dadurch erreichen, daß die Unterseite der Kolbenplatte zum Zentrum hin eingezogen ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus,
daß die Kolbenplatte Überströmquerschnitte aufweist, die während des Verdichtungshubs geöffnet werden. Dadurch kann einerseits die Beschleunigung
der Kolbenplatte im Sinne einer Verringerung beeinflußt werden, indem Druckgas in den Raum vor die Kolbenplatte überströmen
kann. Auch läßt sich die Fluidisierungswirkung auf den Formsand beeinflussen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die Überströmquerschnitte zwischen
der Kolbenplatte und der Innenwandung des Füllrahmens vorgesehen
und durch übergreifende Dichtungen am Füllrahmen unter der Einwirkung des Druckgases geschlossen. Erst in dem Augenblick, in
welchem die Arretierung gelöst und die Kolbenplatte freigegeben wird, kommt diese auch von den Dichtungen frei, so daß auch die randseitigen
Überströmquerschnitte freigegeben werden.
Statt dessen ist es auch möglich, die Überströmquerschnitte in der
Kolbenplatte anzuordnen und zumindest in deren Ausgangslage durch Verschlüsse abzudecken, so daß in der Ausgangslage der volle Druck
auf die Kolbenplatte zur Wirkung kommt. Die Verschlüsse können entweder ortsfest sein, so daß sich die Kolbenplatte nach ihrer Beschleunigung
von ihnen abhebt und der weitere Verdichtungshub im wesentlichen nur noch aufgrund ihrer kinetischen Energie erfolgt. Es ist aber
auch möglich, die Verschlüsse auf einem Teil des Verdichtungshubs mitzuführen und erst später abzufangen, so daß sich der Zeitpunkt, zu
dem das Druckgas in den Raum vor die Kolbenplatte überströmen kann, steuern läßt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Kolbenplatte mit
einem Führungskolben versehen sein, der sich in den Gasdruckraum erstreckt,
wobei dieser Führungskolben vorzugsweise hohl, z.B. als
Führungszylinder ausgebildet ist und selbst einen Teil des Gasdruckraums
bildet.
Der Führungszylinder kann entweder die Querschnittsform der Kolbenplatte und damit des Füllrahmens oder aber auch kreiszylindrisch ausgebildet
sein, wobei er dann zweckmäßigerweise mit Überströmquerschnitten versehen ist, die nach dem Beginn des Verdichtungshubs
eine Verbindung zwischen dem Innenraum des Führungszylinders und dem außerhalb desselben und oberhalb der Kolbenplatte noch freien
Raum herstellen, um den Druck auf die gesamte Kolbenplatte zur Wirkung
zu bringen.
Die vorgenannten Ausführungsformen sind mit gleichbleibenden Vorteilen
sowohl bei Verwendung von Druckgas, als auch bei Verwendung eines explosionsfähigen Gasgemisches verwendbar.
Gemäß einem weiteren zweckmäßigen Ausführungsbeispiel ist die Kolbenplatte
austauschbar derart, daß ihre Masse und/oder ihre Form an unterschiedliche Modelle und/oder Formkastenquerschnitte anpaßbar
ist. Die Kolbenplatte kann zu diesem Zweck in einem gesonderten Einsatz angeordnet sein, der zugleich evtl. Arretierungen aufweist und bei
Modell- bzw. Formkastenwechsel durch einen Einsatz mit anderer Kolbenplatte ersetzt wird.
Wie bereits eingangs angedeutet, ist bei einem Explosions verfahren die
Gleichmäßigkeit und Reproduzierbarkeit der Verdichtung vor allem von der Qualität der Mischung der Brenngase, die aus Sicherheitsgründen
erst im Bereich der Vorrichtung erfolgt, abhängig= Bei dem bekannten
Verfahren (DE-OS 2 949 340) ist zu diesem Zweck in der Explosionskammer ein Ventilator angeordnet, der für eine intensive Mischung
sorgen soll. Hierbei hängt jedoch die Intensität und Qualität der Mischung
nicht nur von der Auslegung des Ventilators, sondern auch von der Geometrie der Explosionskammer, der Art der verwendeten Gase etc.
ab. Die Erfindung gibt die Möglichkeit, das explosionsfähige Gemisch unmittelbar oberhalb der Kolbenplatte zu erzeugen und auch zu zünden,
ohne daß dadurch irgendwelche negativen Erscheinungen beim Verdichten des Formsandes auftreten. Als besonders effizient und kostengünstig
hat sich ein Mischverfahren erwiesen, bei dem die Gaskomponenten in den Raum oberhalb der Kolbenplatte jeweils in einer Drallströmung
eingedüst und durch frei turbulente Strömung gemischt werden. Dieses an sich bekannte Mischverfahren (DE-OS 1 557 215) hat den Vorteil.,
daß es ohne bewegte Mischwerkzeuge mit einem Minimum an Energieverbrauch auskommt, indem die für die Mischung erforderliche
Bewegungsenergie ausschließlich aus einem extern erzeugten Druckgefälle
der unter geringem Überdruck stehenden Brenngase gezogen wird.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel dieser Alternative der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist in dem Raum oberhalb der Kolbenplatte ein Freiturbulenzmischer angeordnet, dar aus einem unten offenen, sich konisch
nach unten erweiternden und im Bereich der Öffnung eingezogenen Rohr gebildet ist, das in seinem oberen abgeschlossenen Bereich ringförmig
erweitert ist, wobei die Eintrittsöffnung für wenigstens eine Gaskomponente tangential in den Ringraum einmündet. Die andere Gaskomponente
kann entweder von unten her axial oder aber im oberen ringförmigen Bereich des Mischrohrs tangential, und zwar mit Vorteil entgegen der
Richtung der anderen Gaskomponente eingeblasen werden.
Hierbei ist es möglich, in einem Raum oberhalb des Freiturbulenzmischers
eine Vormischung vorzunehmen und diese dann in den Freiturbulenzmischer zu entspannen oder aber auch nur eine der Gaskomponenten
in der für die Explosion notwendigen Menge unter Überdruck zu speichern und während der Einleitung der anderen Komponente in den
Ringraum des Mischers in diesen überströmen zu lassen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand einiger in der Zeichnung jeweils
im Längsschnitt dargestellte Ausführungsformen beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 zwei Ausführungsformen mit einer lösbaren Arretierung
der Kolbenplatte;
Fig. 2 die Äusführungsformen gemäß Fig. 1 mit Überstrom -
querschnitten in der Kolbenplatte;
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform der Kolbenplatte
mit Führungszylinder;
"Fig. 4 eine Ausführungsform der Vorrichtung für das
Explosionsverfahren und
Fig. 5 eine Variante zu Fig. 4 ohne Darstellung der
Kolbenplatte.
In den Zeichnungen ist in schematischer Darstellung eine Modellplatte 1
mit Modell 2 und auf die Modellplatte 1 augesetztem Formkasten 3 sowie ein darauf aufgesetzter Füllrahmen 4 wiedergegeben. Die Modellplatte 1
sitzt auf einem nicht gezeigten Hubtisch, mittels dessen der Formkasten
3 und der Füllrahmen 4 nach dem Aufschütten von Formsand auf das Modell
2 dicht gegen das eigentliche Verdichtungsaggregat 6 gefahren werden kann. Die Oberfläche der Formsandfüllung ist in Fig. 1 mit 5 bezeichnet.
Das Verdichtungsaggregat 6 besteht aus einem druckfesten Behälter 7, an
dessen Boden 8 ein Rahmen 9 angeflanscht ist, gegen den der Füllrahmen
4 in der Verdichtungsposition angefahren wird. Innerhalb des Rahmens 9
ist eine Kolbenplatte 10 angeordnet, die an ihrer Unterseite 12 einen
nach unten gezogenen Rand 11 aufweist. Auch an der Oberseite der Kolbenplatte 10 erstreckt sich ein Rand 13 nach oben. Der Umriß der Kolbenplatte 10 bzw. ihres Randes 13 entspricht etwa dem freien Querschnitt
des Füllrahmens 4 und des Formkastens 3.
Die Kolbenplatte 10 istin ihrer in Fig. 1 gezeigten Ausgangslage arretiert.
Die Arretierung kann beispielsweise (rechte Hälfte der Darstellung) aus
einer Rolle 14 oder einer Kugel bestehen, die unter Wirkung einer Feder oder aber mittels eines Pneumatikzylinders 15 in eine entsprechende
Ausnehmung am Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 eingreift. Der Spalt zwischen dem Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 und dem Rahmen 9
ist durch eine Dichtleiste 16 geschlossen, die zwischen dem Rahmen 9 und dem Boden 8 des Druckbehälters 7 befestigt ist und der oberen
Stirnseite des Umfangsrandes 13 aufliegt.
Eine andere Ausführungsform der Arretierung und Abdichtung ist in der
linken Hälfte der Darstellung gemäße Fig. 1 gezeigt. Hier handelt es
sich um einen elastischen Wulst 17, der am Rahmen 9 befestigt ist und eine Druckkammer 18 abschließt. Durch Aufgabe von Druckmittel in die
Kammer 18 wird der elastische Wulst 17 in eine entsprechende Ausnehmung am Umfangsrand 13 der Kolbenplatte 10 hineingedrückt und
dichtet dabei zugleich den Spalt ab.
In Fig. 1 ist ferner eine Rückhol mechanik 19 gezeigt, die ein Druckmittelzylinder
20 aufweist, dessen Kolbenstange vor dem Verdichtungshub ausgefahren ist und an ihrem Ende eine Platte 21 mit Stoßdämpfern
22 trägt. An der Kolbenplatte 10 des Verdichtungsaggregates 6 sind mehrere Stangen 23 befestigt, die an ihrem oberen Ende wiederum durch
einen Rahmen 24 verbunden sind. An dem Rahmen 24 befinden sich Anschlagprofile 25, die mit den Dämpfern 22 auf der Platte 21 zusammenwirken.
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Die in.Rg. 1 gezeigte Ausführungsform dient in erster Linie für die Verdichtung
mittels eines Druckgases, d.h. der Druckbehälter 7 wird bei der in Fig. 1 gezeigten Ausgangslage der Kolbenplatte 10 mit einem Druckgas,
2.B. Druckluft, bis maximal 20 bar, vorzugsweise weniger als 8 bar (Betriebsdruck eines Druckluftnetzes) gefüllt. Nach dem Füllvorgang wird
die Arretierung 14, 15 bzw. 17, 18 gelöst und die Kolbenplatte 10 unter gleichzeitiger Druckentspannung im Druckbehälter 7 schlagartig beschleunigt.
Sie komprimiert dabei die zwischen ihrer Unterseite 12 und der Formsandoberfläche
5 befindliche Luft auf das gleiche Druckniveau. Dies wiederum führt zur Verdichtung des Formsandes. Der Verdichtungshub der Kolbenplatte
10 wird durch die Dämpfer 22 begrenzt, gegen die die Anschlagprofile 25 des Rahmens 24 anlaufen. Anschließend wird die KoI-benplatte
10 durch Anheben der Platte 21 mittels des Druckmittelzylinders 20 wieder in ihre Ausgangsposition angehoben und arretiert.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 sind zwischen dem Umfangsrand
13 und dem Rahmen 9 Überströmquerschnitte 26 vorhanden, die in dem Augenblick geöffnet werden, wenn die Kolbenplatte 10 ihren
Verdichtungshub beginnt, da dann die Dichtung 16 oder 17 wirkungslos werden. Es findet also nach einem gewissen Hub ein Druckausgleich
zwischen dem Raum vor und hinter der Kolbenplatte 10 statt. Dadurch wird die Kolbenplatte 10 vor allem auf dem letzten Teil des Verdichtungshubs
nicht weiter beschleunigt. Durch entsprechende Einstellung der Dämpfer 22 kann insbesondere vermieden werden, daß die Kolbenplatte 10 gegen Ende des Verdichtungshubs ausschließlich durch den
Formsand abgebremst wird, was in bestimmten Anwendungsfällen zu einer unerwünschten Härte am Formrücken führt.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 2 unterscheidet sich von der gemäß
Fig. 1 nur dadurch, daß die Überströmquerschnitte 26 in anderer Weise
ausgebildet sind. Die Kolbenplatte 10 weist nämlich in ihrem mittleren
Bereich eine Aussparung 27 auf, in die eine Lochplatte 28 eingesetzt ist.
Das Lochblech 20 ist in der in Fig. 2 gezeigten Ausgangslage durch die Platte 21 der Rückhol mechanik 19 abgedeckt, so daß im Augenblick des
Lösens der Arretierung 14, 15 bzw. 17 zunächst der volle Druck des im Druckbehälter 7 befindlichen Gases auf die Kolbenplatte wirkt. Nach dem
Abheben von der Rückholplatte 21 findet dann ein Druckausgleich zwischen dem Druckbehälter 7 und dem vor der Kolbenplatte 10 befindlichen Gaspolster
statt, so daß der Beschleunigungsverlauf der Kolbenplatte 10 etwas schwächer ist und die Kolbenplatte mit geringerer kinetischer Energie auf
den Formsand aufprallt, sofern sie nicht vorher durch die Dämpfer 22 abgefangen
wird.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist in der linken Hälfte der Darstellung
zunächst eine Variante der Kolbenplatte 10 erkennbar, indem ihre Unterseite 12 von außen her zum Zentrum hin eingezogen ist. Im
übrigen liegen bei dieser Ausführungsform die Dichtungen 16 gleichfalls
der Unterseite der Kolbenplatte 10 an. In der linken Hälfte der Darstellung
ist eine Arretierung 14, 15 analog der in den Fig. 1 und 2 wiedergegeben, während die Rückhol mechanik 19 lediglich aus einem Druckmittelzylinder
29, z.B. einem Pneumatikzylinder besteht. Dieser greift entweder
unmittelbar an der Kolbenplatte 10 an (linke Hälfte der Darstellung) oder weist an seiner Kolbenstange einen Magnetkopf 30 auf, der der Oberseite
der Kolbenplatte 10 anliegt.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 weist die Kolbenplatte 10 einen
Hohlzylinder 31 mit kreisförmigem Querschnitt als Führungszylinder
auf, der in dem zumindest im unteren Bereich entsprechend kreiszylindrischen Druckbehälter 7 geführt ist. Der Innenraum des Führungszylinders
31 bildet somit zugleich einen Teil des Druckgasraums. Ferner ist der Führungszylinder 31 mit einer Aussparung 32 versehen, die als Überströmquerschnitt
wirkt, sobald sie die Unterkante des Druckbehälters 7 erreicht.
In diesem Augenblick ist eine Verbindung zwischen dem Druckgasraum
bzw. dem Innenraum des Führungszylinders 31 und dem äußeren Raum
32 i.m Rahmen 9, der sich oberhalb des äußeren Bereichs der Kolbenplatte 10 befindet, hergestellt.
Bei der Ausführungsform in der rechten Hälfte der Darstellung gemäß
Fig. 3 wird nach Füllen des Druckbehälters 7 der Magnet 30 entregt, so
daß die Kolbenplatte ΙΟ beschleunigt wird. Nach Abschluß des Verdichtungshubs
wird die Kolbenstange des Druckmittelzylinders 29 nachgefahren, bis der erregte Magnet 30 die Kolbenplatte 10 hält und diese
wieder zurückgeholt werden kann. In der links dargestellten Ausführungsform wird nach Füllen des Druckbehälters 7 die Arretierung 14, 15 (wie
bei Fig. 1 und 2) gelöst. Der Druckmittel zylinder 29 kann hierbei gleichzeitig
als Dämpfer eingesetzt werden, indem sich darin mit zunehmendem Verdichtungshub ein Druckpolster aufbaut, das die Kolbenplatte
abbremst. Zum Zurückführen der Kolbenplatte 10 wird der Druckmittelzylinder 29 in umgekehrter Richtung beaufschlagt.
In Fig. 4 ist eine Ausführungsform der Vorrichtung bei Anwendung
eines explosionsfähigen Gasgemischs gezeigt. Die Kolbenplatte 10 weist wiederum einen Führungszylinder 31 auf, dessen Innenraum Teile
der von dem Druckbehälter 7 umschlossenen Explosionskammer 33 bildet. Die Exp I os ions kammer 33 weist ferner eine Abblasöffnung 34 und eine
Zündeinrichtung 35 auf. Auf den Druckbehälter 7 ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel ein kleinerer Speicherbehälter 36 aufgesetzt, in
den über die Anschlüsse 37, 38 die für einen Verdichtungshub notwendigen Mengen der Gaskomponenten unter geringem Überdruck getrennt
eingeführt werden. In der Explosionskammer 33 ist ein Freiturbulenzmischer
39 angeordnet, der im wesentlichen aus einem sich zunächst konisch erweiternden Mischrohr 40 großen Durchmessers gesteht. Das
Mischrohr 40 ist im Bereich der unteren Öffnung 41 auf einem kurzen
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Abschnitt 42 nach innen eingezogen. Im oberen Bereich erweitert sich das
Mischrohr 40 zu einem zylindirschen Ring 43, in den ein oder mehr Leitungen 44 tangential und ggfls. einander entgegengerichtet einmünden.
Diese Leitungen 44 sind über eine Ringleitung und eine Sammelleitung 45 mit dem Speicher 36 verbunden und durch ein Ventil 46 gegenüber
diesem abgeschlossen. Nach Öffnen des Ventils 46 strömt das vorgemischte Gas aus dem Speicher 36 und die Leitungen 44 in einer Drallströmung in den oberen Bereich 43 des Freiturbu I enzm ischers 39 ein. Es
bildet sich eine nach unten verlaufende Spiral strömung entlang der Wandung des Mischrohrs 40 aus, während zugleich im Zentrum der Öffnung
41 ein Teil des Gases zurückströmt. Ein bestimmter Anteil des Gases tritt aus der Öffnung 41 in die Explosionskammer 33 aus. Nach Erreichen
des Druckausgleichs zwischen Speicher 36 und Explosionskammer 33 wird das Gemisch gezündet.,und die Kolbenplatte 10 beschleunigt.
Eine Variante des Freiturbu I enzm ischers 39 ist in Fig. 5 gezeigt. Hier ist
der FreiturbuIenzmischer 39 in einem neben dem eigentlichen Formraum
angeordneten Druckbehälter 47 untergebracht. Die Zuführung der Gase kann ähnlich wie in Fig. 4 geschehen. Hiefür sind die Anschlüsse 37, 38 vorhanden.
Statt dessen kann aber auch die Verbrennungsluft über den Anschluß 37 und das explosionsfähige Brenngas über die Leitung 48 zugeführt
werden. Auch können beide Varianten miteinander kombiniert werden. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sitzt die Zündung 49 im
unteren Teil des Druckbehälters 47. Bei diesem Ausführungsbeispiel pflanzt sich die Explosionsdruckwelle über eine Leitung 50 großen Querschnitts
in den Raum oberhalb der nicht gezeigten "^olbenplatte fort und
beschleunigt diese in der zuvor beschriebenen Weise.
Claims (19)
1. Vorrichtung zum Verdichten von Gießerei formsand im Gasdruckverfahren,
bestehend aus einem unten durch eine Modellplatte mit Modell abgeschlossenen Formkasten mit aufgesetztem Füllrahmen
und einem über dem eingefüllten Formsand angeordneten Raum, der im Bereich von Millisekunden unter Überdruck gesetzt wird derart,
daß der Formsand bei gleichzeitigem Gasdruckabfall verdichtet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß wenig oberhalb der Oberfläche (5) der Formsandfüllung eine zumindest zu Beginn der Gasdruckeinwirkung den Formsand von
dem Druckgasraum (7) trennende, während der Druckentspannung frei bewegliche Kolbenplatte (10) angeordnet ist, deren Umriß
etwa dem freien Querschnitt von Füllrahmen (4) bzw. Formkasten (3) entspricht und die nach der Verdichtung des Formsandes in
ihre Ausgangs I age rückführbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenplatte (10) in ihrer Ausgangs I age unmittelbar oberhalb der
Oberkante des Füllrahmens (4) angeordnet und mit einer Rückholmechanik
(19) verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolbenplatte (10) als Freiflugkolben ausgebildet und in ihrer Ausgangslage lösbar arretiert ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung (14) der Kolbenplatte (10) durch einen Antrieb (15) freigegeben wird.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 , dadurch gekennzeichnet,
daß die Arretierung der Kolbenplatte (10) durch den oberhalb derselben einwirkenden Gasdruck arretiert wird.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenplatte (10) Dämpfer (22, 29) zugeordnet sind, die sie bei Erreichen eines bestimmten Verdichtungshubs
abbremsen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfer (22, 29) zur Änderung des von der Kolbenplatte (10)
durchzuführenden Verdichtungshubs einstellbar sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenplatte (10) an ihrer Unterseite (12) einen nach unten gezogenen Umfangsrand (11) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Unterseite (12), der Kolbenplatte (10) zum Zentrum hin eingezogen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenplatte (10) Überströmquerschnitte (26) aufweist, die während des Verdichtungshubs geöffnet werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überströmquerschnitte (26) zwischen der Kolbenplatte (10) und der Innenwandung des Füllrahmens (4) vorgesehen
und durch übergreifende Dichtungen (16) unter der Einwirkung des Druckgases geschlossen sind.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Überströmquerschnitte (26) in der Kolbenplatte (10) angeordnet und zumindest in deren Ausgangslage durch Verschlüsse
(21) abgedeckt sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenplatte (10) mit einem Führungskolben (31) versehen ist, der sich in den Gasdruckraum (7) erstreckt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskolben (31) als Führungszylinder ausgebildet ist und
selbst einen Teil des Gasdruckraums (7) bildet.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungszylinder (31) kreiszylindrisch ausgebildet und mit Überströmquerschnitten (32) versehen ist, die nach
dem Beginn des Verdichtungshubs eine Verbindung zwischen dem Innenraum des Führungszylinders (31) und dem außerhalb desselben
und oberhalb der Kolbenplatte (10) noch freien Raum (32) herstellen.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kolbenplatte (10) austauschbar ist derart, daß ihre Masse und/oder ihre Form an unterschiedliche Modelle (2)
und/oder Form kastenquer schnitte anpaßbar ist.
17. Vorrichtung, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei der Gasdruck durch ein in dem Raum oberhalb des Füllcahmens
gezündetes, explosionsfähiges Gasgemisch erzeugt wird, dessen Komponenten in dem Raum gemischt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gaskomponenten in den Raum (33) oberhalb der Kolbenplatte (10) Jeweils in einer Drallströmung
eingedüst und durch frei turbulente Strömung, gemischt
werden.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Raum (33) oberhalb der Kolbenplatte (10) ein Freiturbulenzmischer
(39) angeordnet ist, der aus einem unten offenen, sich konisch nach unten erweiternden und im Bereich
der Öffnung eingezogenen Mischrohr (40, 41, 42) gebildet ist, das in seinem oberen abgeschlossenen Bereich ringförmig (43)
erweitert ist, wobei die Eintrittsöffnung (44) für wenigstens eine Gaskomponente tangential in den Ringraum einmündet.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß in einem Raum (36) oberhalb des FreiturbuIenzmischers (39)
wenigstens eine der Gaskomponenten in der für die Explosion notwendigen Menge unter Überdruck gespeichert ist und während
der Einleitung der anderen Komponente in den Ringraum (43) des Mischers (39) in diesen überströmt.
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