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Verfahren zum Verankern von Wandbekleidungsplatten
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an und vor tragenden Bauwerkswänden und danach hergestellte Verankerung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verankern von Wandverkleidungsplatten
an und vor tragenden Bauwerkswänden, bei dem die Wandverkleidungsplatten mit sich
im Bereich der seitlichen Plattenstirnkanten seitlich forterstreckenden Ankerdornen
versehen und mittels dieser an Konsolträgern, die an der Bauwerkswand lagerichtig
versetzt sind und in die Fugen zwischen benachbarten Wandverkleidungsplatten hineinragen,
befestigt werden, ferner auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Verankerung.
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Beim Verankern von Wandverkleidungsplatten ist es bekannt, in den
einander gegenüberliegenden, in der Montage vertikal verlaufenden Stirnkanten der
Platten
Ankerdorne mit seitlich über die Stirnkanten vorstehenden
Abschnitten zu verankern und letztere in mit entsprechenden Aufnahmen versehene
Konsolträger, die an der zu verkleidenden Bauwerkswand lagerichtig versetzt sind
und in die vertikalen Fugen zwischen benachbarten Platten hineinragen, einzuhängen.
Dabei dienen jeweils zwei an voneinander entfernten Stirnkanten der Platten angeordnete
Ankerdorne, die auf Auflagern der entsprechenden Konsolträger ruhen, als Traganker,
hingegen zwei in vertikalen Abständen von diesen Tragankern angeordnete Ankerdorne,
die mit vertikalem Spiel, jedoch im wesentlichen spielfrei in einer Richtung senkrecht
zur Plattenerstreckung, in Aufnahmen der entsprechenden Konsolträger gehalten sind,
als Halteanker.
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Das genaue Verankern derartiger Wandverkleidungsplatten an und vor
tragenden Bauwerkswänden ist außerordnetlich schwierig, weil beim Versetzen der
Tragkonsolen an der Bauwerkswand unvermeidbar Maßabweichungen vorkommen, desgleichen
aber auch beim Versetzen der Ankerdorne an den Platten. Wenn sich im Bereich einer
Plattenstirnkante die an den Tragkonsolen und den in die Platten eingelassenen Ankerdornen
zu beobachtenden Maßabweichungen addieren, führt dies zu nicht parallel verlaufenden
Stirnkanten benachbarter Platten und mithin insbesondere dann zu äußerst störenden
Fugenbildern, wenn die Breite der Fugen zwischen benachbarten Platten gering ist.
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Zwar ist es möglich, jede Platte nach dem Versetzen auszurichten und
in der ausgerichteten Lage zu sichern, aber dafür bedarf es erheblicher Zusatzarbeiten,
weil
die durch Maßungenauigkeiten der Konsolträger und/oder Ankerdorne
-bedingten Versetzungenauigkeiten nur dadurch ausgeglichen werden können, daß eine
Nachbearbeitung der versetzten Konsolträger bzw. der Konsolträgeraufnahmen für die
Ankerdorne vorgenommen wird.
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Demgemäß besteht die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe in der
Schaffung eines verbesserten Verfahrens zum Verankern von Wandverkleidungsplatten
an und vor tragenden Bauwerkswänden, mit dem es gelingt, Wandverkleidungsplatten
mit im Bereich der Plattenstirnkanten angeordneten Ankerdornen unabhängig von etwaigen
Versetzungenauigkeiten der an der Bauwerkswand befestigten Konsolträger und/oder
etwaig vormontierter Ankerdorne präzise zu versetzen.
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Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 dadurch gelöst, daß jede Wandverkleidungsplatte zunächst auf einer Seite mittels
eines in einem Auflager eines der entsprechenden Plattenstirnkante zugeordneten
Konsolträgers aufgenommenen ersten Ankerdorns an diesem Konsolträger befestigt und
dann ausgerichtet wird, und daß danach im Bereich der von dem genannten ersten Ankerdorn
entfernten Plattenstirnkante ein zweiter Ankerdorn lagerichtig zu einem Auflager
eines dieser anderen Plattenstirnkante zugeordnenten Konsolträgers an der Wandverkleidungsplatte
befestigt wird.
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Das erfindungsgemäße Verfahren stützt sich auf die Erkenntnis, daß
zwischen benachbarten Platten Fugen gleichbleibender Breite nur verwirklichbar sind,
wenn eine Plattenkante lagerichtig ausgerichtet
wird und daß die
insoweit erforderliche Ausrichtlage einer Platte durch die die Lastaufnahme vermittelnden
Traganker bildenden Ankerdorne bestimmt ist. Demgemäß wird erfindungsgemäß der an
einer der seitlichen Kanten einer zu versetzenden Platte vorgesehene Tragankerdorn
an dem zugeordneten Konsolträger befestigt, beispielsweise in ein Auflager dieses
Konsolträgers eingehängt, und danach die Wandverkleidungsplatte durch Kippen um
den so verwirklichten Anlenkpunkt in eine einen gleichmäßigen Fugenverlauf gewährleistende
Lage ausgerichtet, worauf der den zweiten Traganker bildende Ankerdorn an der anderen
Plattenstirnkante lagerichtig in bezug auf das Auflager des dieser Plattenstirnkante
zugeordneten Konsolträgers an der Plattenstirnkante befestigt wird.
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Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, daß nach dem Ausrichten der bereits im Bereich einer seitlichen Plattenstirnkante
an einem Konsolträger befestigten Wandverkleidungsplatte im Bereich der anderen
seitlichen Plattenstirnkante ein Aufnahmeloch für den zweiten Ankerdorn lage richtig
zum Auflager des dieser Plattenstirnkante zugeordneten Konsolträgers in die Platte
eingebohrt und dann in dieses Aufnahmeloch der Ankerdorn so eingebracht wird, daß
ein seitlich von der Wandverkleidungsplatte fortstehender Dornabschnitt auf dem
Auflager des Konsolträgers ruht und mithin ein Absenken der genannten Plattenstirnkante
ausschließt. Wenn nach einem weiteren Ausgestaltungsmerkmal das Aufnahme loch für
den zweiten Ankerdorn mit dem Auflager des entsprechenden Konsolträgers als Bohrlehre
gebohrt wird, ist ein äußerst präzises Versetzen dieses Ankerdorns
und
damit der Fassadenplatte gewährleistet. Dies insbesondere dann, wenn zur Bildung
eines Auflagers für den zweiten Ankerdorn ein Auflagerabschnitt des entsprechenden
Konsolträgers durchbohrt wird und die so gewonnene Bohrung dann als Bohrlehre beim
Einbohren des für den zweiten Ankerdorn bestimmten Aufnahmelochs in die Wandverkleidungsplatte
dient.
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Angesichts des erfindungsgemäß verwirklichten präzisen Versetzens
des erst an der Baustelle lagerichtig an der einen Plattenstirnkante anzubringenden
zweiten Ankerdorns entfällt naturgemäß jede Nachbearbeitung zwecks nachträglichen
Ausrichtens einer versetzten Wandverkleidungsplatte.
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Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
sieht vor, daß zum Befestigen der Wandverkleidungsplatte auf zunächst einer Seite
an einem zugeordneten Konsolträger der erste Ankerdorn in ein im Bereich der entsprechenden
Plattenstirnkante vorgesehenes Aufnahmeloch eingeführt wird urddanach mit seinem
von der Wandverkleidungsplatte fortstehenden Abschnitt auf dem Auflager des genannten
Konsolträgers ruht. Selbstverständliche Voraussetzung ist dabei natürlich, daß beim
Einführen des ersten Ankerdorns in das vorgefertigte Aufnahmeloch letzteres und
das Auflager des zugeordneten Konsolträgers entsprechend miteinander fluchten.
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Im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens können in herkömmlicher
Weise den Plattenstirnkanten in
vertikalem Abstand von den als
Traganker dienenden Ankerdornenzugeordnete Ankerdorne, die als Halteanker dienen,
in entsprechend versetzte Tragkonsolen mit vertikalem Spiel, jedoch senkrecht zur
Plattenebene im wesentlichen spielfrei, eingehängt werden.
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ach einer weiteren Verfahrensvariante ist es jedoch zweckmäßig, wenn
nachdem Setzen des ersten und/oder zweiten -als Traganker dienenden- Ankerdorns
wenigstens ein als Halteanker dienender weiterer Ankerdorn in eine in vertikalem
Abstand von einem der Traganker im Bereich einer Plattenstirnkante vorgesehenes
Aufnahmeloch eingeführt und mit einem sich von der Plattenstirnkante seitlich forterstreckenden
Abschnitt in einer Halterung eines in entsprechender Lage an der Bauwerkswand befestigten
Konsolträgers mit vertikalem Spiel, senkrecht zur Plattenebene jedoch im wesentlichen
spielfrei, aufgenommen wird. Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht es, nach oben
geschlossene Aufnahmen an den entsprechenden Konsolträgern vorzusehen, weil angesichts
vorgefertigter Aufnahmelöcher für die als Halte anker bestimmten Ankerdorne letztere
zumindest auf einer Seite der Wandverkleidungsplatte von der Stirnseite aus durch
eine beispielsweise als vertikales Langloch ausgebildete Aufnahme des Konsolträgers
hindurch in ihre Verankerungsposition eingeschoben werden können.
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Eine nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Verankerung
kann dadurch gekennzeichnet sein, daß wenigstens die im Bereich einer Plattenstirnkante
einer jeden Wandverkleidungsplatte verankerten Abschnitte der Ankerdorne in Gleithülsen,
etwa Kunststoffhülsen, aufgenommen sind.
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Ein anderes wichtiges Ausgestaltungsmerkmal einer derartigen Verankerung
besteht darin, daß der durch Bohren eines Aufnahmelochs nach dem lagerichtigen Ausrichten
der Wandverkleidungsplatte zu setzende Ankerdorn in einem seinerseits in einer Ausnehmung
der Wandverkleidungsplatte verankerten Dübel, der aus leicht spanend bearbeitbarem
Material, wie Kunststoff, besteht und gegenüber dem Aufnahmeloch für den Ankerdorn
Übermaß besitzt, aufgenommen ist.
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Bei dieser Ausgestaltung handelt es sich mithin darum, daß im Bereich
des durch Verbohren an der Baustelle zu setzenden Ankerdorns, der als Traganker
dienen soll, in der Wandverkleidungsplatte ein Dübel vorgesehen ist, der das Einbohren
des Aufnahmelochs für den betreffenden Ankerdorn in einfacher Weise ermöglicht.
Da dieser Dübel Übermaß gegenüber dem an der Baustelle zu bohrenden Aufnahmeloch
für den Ankerdorn aufweist, gelingt auch nach einem entsprechenden Ausrichten der
an der entfernten Plattenstirnkante bereits befestigten Verkleidungsplatte in einfacher
Weise das Setzen des zweiten Ankerdorns, indem das entsprechende Aufnahmeloch außermittig
in den Dübel eingebohrt wird. Selbst wenn dabei Versetzfehler vorkommen sollten,
können diese schnell und einfach dadurch beseitigt werden, daß ein versehentlich
abweichend von der gewünschten Lage gebohrtes Ankerloch durch einen weiteren Dübel
entsprechender Größe und tunlichst aus dem gleichen Dübelmaterial verschlossen und
danach das erforderliche Aufnahmeloch durch eine erneute Bohrung lagerichtig eingebracht
wird.
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Der im Interesse eines einfachen und schnellen Einbohrens des Aufnahmelochs
für den Ankerdorn vorgesehene Dübel kann in der entsprechenden Ausnehmung der Wandverkleidungsplatte
eingepreßt oder auch durch Klebung in dieser Ausnehmung verankert sein. Zweckmäßigerweise
ist die Ausnehmung i-n der Wandverkleidungsplatte ein Bohrloch und der Dübel besitzt
dementsprechend Kreisquerschnitt. Je nach dem Werkstoff der zu verankernden Wandverkleidungsplatten
kann das den Dübel aufnehmende Bohrloch auch mit Gewinde versehen und der Dübel
in letzteres eingeschraubt sein.
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Verschiedene Möglichkeiten der Erfindung sollen nachstehend anhand
der beigefügten Zeichnung erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigen: Fig.
1 in einer perspektivischen Ansicht mit teilweiser Explosivdarstellung den Aufbau
einer Wandverkleidung aus an und vor einer tragenden Bauwerkswand zu befestigenden
Wandverkleidungsplatten, Fig. 2 einen Vertikalschnitt gemäß der Schnittlinie II-II
in Fig. 1 durch eine zwischen benachbarten Wandverkleidungsplatten im Bereich einer
an der Bauwerkswand befestigten Tragkonsole und der damit zusammenwirkenden Ankerdorne,
die als Halteanker dienen,
Fig. 3 eine Ansicht wie in Fig. 2, jedoch
mit benachbarten Fassadenplatten zugeordneten Ankerdornen, die als Traganker dienen,
Fig. 4 in einer Msicht wie in Fig. 3 eine alternative Ausbildung mit einem Auflager
des Konsolträgers für den der einen Wandverkleidungsplatte zugeordneten, als Traganker
dienenden Ankerdorn in Form eines Bohrlochs, Fig. 5 eine perspektivische Detailansicht
einer ausgerichteten Wandverkleidungsplatte unmittelbar vor dem Bohren eines Aufnahmelochs
für einen als Traganker dienenden Ankerdorn, wobei das Auflager des zugeordneten
Konsolträgers als Bohrlehre dient, Fig. 6 in einer perspektivischen Ansicht einen
Ausschnitt aus einer Wandverkleidungsplatte mit einem im Bereich einer Plattenstirnkante
plattenrückseitig angeordneten Lagerauge und Fig. 7 eine Ansicht auf eine Plattenstirnkante
mit einem gebohrten Aufnahmeloch für einen Ankerdorn.
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Bei der aus Fig. 1 schematisch ersichtlichen Wandverkleidung 10 handelt
es sich um eine Vorhangfassade mit schweren Wandverkleidungsplatten 11, aus Naturstein,
Beton od. dgl., die beispielsweise ein durchlaufendes
Band zwischen
übereinanderliegenden Bauwerksgeschossen zugeordneten Fenstern bilden können.
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An der bei 12 nur schematisch angedeuteten Bauwerkswand sind in einem
von der Breite der Wandverkleidungsplatten 11 bestimmten Abstand voneinander Konsolträger
13, 14 in Form hochkant stehender Flachstähle versetzt, die sich bei der fertig
montierten Wandverkleidung 10 in die Fugen 15 zwischen jeweils benachbarten Wandverkleidungsplatten
11 hineinerstrecken, und zwar ragen im Bereich der Vertikalerstreckung einer jeden
Wandverkleidungsplatte zwei in vertikalem Abstande voneinander angeordnete Konsolträger
in die Fugen zwischen benachbarten Platten 11 hinein. An den von der Bauwerkswand
entfernten Enden sind die Konsolträger 13, 14 mit jeweils zwei übereinanderliegenden
Aufnahmen 16, 17 versehen. Die jeweils doere Aufnahme 17 eines Konsolträgers ist
als nach oben offenes Langloch ausgebildet, hingegen die jeweils untere Aufnahme
als Langloch einer vorbestimmten Vertikalerstreckung mit einem oberseitigen, nach
der vorderen Stirnkante des Konsolträgers offenen Einführschlitz 18. In die Plattenstirnkanten
20, 21 sind Ankerdorne 22, 23 bzw. 24, 25 eingelassen, deren seitlich über diese
Stirnkanten vorstehende Abschnitte in den Aufnahmen 16, 17 der Konsolträger aufgenommen
sind. Die von den Plattenstirnkanten entfernten Enden der Konsolträger sind mit
Köpfen 26 versehen, die gegenüber den als Langlöcher ausgebildeten Aufnahmen der
Konsolträger 13, 14 Übermaß aufweisen.
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Die in vertikalem Abstande voneinander in die seitlichen Plattenstirnkanten
eingelassenen Ankerdorne 22, 23 einerseits und 24, 25 andererseits sind so angeordnet,
daß die der in Fig. 1 jeweils rechten Plattenstirnkante 20 zugeordneten Ankerdorne
22, 24 in die jeweils unteren Aufnahmen 16 der Konsolträger 13, 14 eingreifen, hingegen
die der jeweils linken Plattenstirnkante 21 der Wandverkleidungsplatten 11 zugeordneten
Ankerdorne 23, 25 in die oberen Aufnahmen 17 der Konsolträger. Die jeweils oberen
Ankerdorne 24, 25 benachbarter Wandverkleidungsplatten sind in den Aufnahmen der
oberen Konsolträger 14 mit vertikalem Spiel, senkrecht zur Plattenebene jedoch im
wesentlichen spielfrei aufgenommen. Diese Ankerdorne bilden Halteanker, die keinerlei
Tragfunktion haben, sondern lediglich ein Kippen der Wandverkleidungsplatten 11
aus der Fassadenebene heraus verhindern. Die jeweils unteren Ankerdorne 22, 23 benachbarter
Wandverkleidungsplatten ruhen hingegen auf dem Grund der aus Langlöchern bestehenden
Aufnahmen der unterenKonsolträger 13, also auf Auflagern, stellen mithin die die
auftretenden Lasten aufnehmenden Traganker dar. Dies zeigen die Fig. 2 und 3, in
denen die beiden jeweils benachbarten Wandverkleidungsplatten zugeordneten Ankerdorne
geschnitten, die sich zwischen den Plattenstirnkanten 20, 21 in die Fugen 15 hineinerstreckenden
Konsolträger 13, 14 hingegen in einer seitlichen Ansicht gezeigt sind.
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Bei bekannten Wandverkleidungen dieser Art sind die Wandverkleidungsplatten
mit lagerichtig versetzten
oberen und unteren Ankerdornen im Bereich
ihrer seitlichen Plattenstirnkanten ausgerüstet.
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Nach dem lagerichtigen Versetzen der Konsolträger werden die mit Ankerdornen
bestückten Wandverkleidungsplatten mittels eines Kran oder in sonstiger Weise so
an die Bauwerkswand heran-und zwischen die sich von letzterer forterstreckenden
Konsolträger eingeführt, daß die dir in Fig. 1 rechten Plattenstirnkante 20 zugeordneten
Ankerdorne 22, 24 in die horizontal verlaufenden Einführschlitze 18 eingreifen und
die der jeweils linken Plattenstirnkante 21 zugeordneten Ankerdorne 23, 25 über
den aus Langlächern bestehenden Aufnahmen stehen. Durch Absenken der Wandverkleidungsplatten
werden dann die über die Plattenstirnkanten vorstehenden Abschnitte der Ankerdorne
in die Aufnahmen der Konsolträger eingehängt.
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Erfindungsgemäß kommen demgegenüber Wandverkleidungsplatten zur Montage,
bei denen mindestens einer der unteren Ankerdorne 22, 23, die als Traganker dienen,
nicht vormontiert ist. Dies veranschaulicht die in Fig. 1 in einer Explosivansicht
gezeigte Wandverkleidungsplatte, bei der beide seitlichen Plattenstirnkanten mit
den doeren, als Halteanker dienenden Ankerdornen 24, 25 ausgerüstet sind, jedoch
lediglich die in der Fig. rechte Plattenstirnkante 20 mit einem unteren Traganker
22, der nach der Montage einen Traganker bildet. Eine so mit drei Ankerdornen ausgerüstete
Wandverkleidungsplatte wird in der oben erläuterten Weise mit den über die Plattenstirnkanten
hinausragenden Dornabschnitten in die Aufnahmen der entsprechenden Konsolträger
eingehängt.
Nach dieser Teilmontage wird die Wandverkleidungsplatte durch Verschwenken gemäß
Doppelpfeil 28 von den in einer Aufnahme des zugeordneten Konsolträgers ruhenden
Ankerdorn 22 lagerichtig so ausgerichtet, daß über die gesamte Längenerstreckung
der Plattenstirnkanten Fugen 15 gleichbleibender Breite gegenüber angrenzenden Wandverkleidungsplatten
auftreten. Nachdem die Wandverkleidungsplatte in dieser Ausrichtlage gesichert ist,
wird der noch fehlende untere Ankerdorn 23 im Bereich der linken Plattenstirnkante
21 lagerichtig in bezug auf das Auflager des entsprechenden Konsolträgers 13 versetzt,
indem mit dem Auflager als Bohrlehre von der Plattenstirnseite aus ein Aufnahmeloch
für den Ankerdorn in die Wandverkleidungsplatte eingebohrt und dann der Ankerdorn
23 in dieses Aufnahmeloch eingeführt wird, so daß der danach aus der Plattenstirnkante
herausragende Dornabschnitt auf dem Auflager ruht.Danach kann die die Ausrichtlage
sichernde Plattenfestlegung entfernt werden und die Wandverkleidungsplatte ist angesichts
des präzisen Versetzens des zweiten Ankerdorns durch letzteren in der Ausrichtlage
gesichert.
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Das Bohren des Aufnahmelochs für den an der Baustelle zu versetzenden
Ankerdorn 23 veranschaulicht insbesondere Fig. 5. Zum Führen des Bohrers 30 dient
dabei als Bohrlehre die untere Begrenzung des Langloches des Konsolträgers 13, also
das spätere Auflager für den zu versetzenden Ankerdorn.
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Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist in dem Bereich
der Plattenstirnkante 21, in den
das Aufnahmeloch für den an der
Baustelle zu versetzenden Ankerdorn 23 gebohrt werden muß, ein Dübel 32 aus Kunststoff
oder einem anderen Material eingelassen, das in einfacher Weise spanend zu bearbeiten,
also auch zu verbohren ist. In Fig. 5 handelt es sich um einen Kunststoffdübel,
der in einem von der fraglichen Plattenstirnkante aus in die Wandverkleidungsplatte
eingebrachten-Bohrloch 33 aufgenomr.ien und ebenso wie die übrigen Ankerdorne beispielsweise.im
Herstellerwerk der Wandverkleidungsplatten vormontiert ist. Dieser Kunststoffdübel
32 besitzt merkliches Übermaß gegenüber dem an der Baustelle einzubohrenden Aufnahmeloch
für den Ankerdorn. Insoweit können innerhalb vorbestimmter Grenzen unvermeidbar
auftretende Versetzungenauigkeiten beispielsweise der Konsolträger ausgeglichen
werden, indem nach dem Ausrichten der bereits an einer Seite von einem als Traganker
wirkenden Ankerdorn gehaltenen Wandverkleidungsplatte das dann zu bohrende Aufnahmeloch
34 für den Ankerdorn in der aus Fig. 7 ersichtlichen Weise außermittig in den Kunststoffdübel
32 eingebracht wird. Selbst wenn beim Verbohren dieses Aufnahmelochs Ungenauigkeiten
auftreten sollten, können diese in einfacher Weise durch nachträgliches Verschließen
des gesetzten Bohrlochs mittels eines weiteren Dübels entsprechender Stärke und
erneutes lagerichtiges Bohren dieses Aufnahmelochs korrigiert werden.
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Bei der in Fig. 6 gezeigten Wandverkleidungsplatte 11' erstreckt sich
im Bereich einer Plattenstirnkante
21' ein mit einem Gewindeloch
33 versehenes Auge 35 nach hinten fort, das zum Einschrauben eines Dübels bestimmt
ist, der seinerseits dann zum Verbohren einer Aufnahme für den an der Baustelle
zu setzenden Ankerdorn dient.
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Eine besonders präzise Verankerung gelingt, wenn gemäß Fig. 4 das
Auflager für den an der Baustelle zu setzenden Ankerdorn 23 nicht vorgefertigt ist,
sondern nach dem lagerichtigen Ausrichten der Wandverkleidungsplatten gebohrt wird,
um dann in Gestalt eines Bohrlochs 17' eine präzise Bohrlehre für das nachträgliche
Einbohren des Aufnahmelochs für den an der Baustelle zu versetzenden Ankerdorn zu
bilden.
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Im Rahmen der Erfindung können auch selbstverständlich Wandverkleidungsplatten
versetzt werden, bei denen anstelle vormontierter Ankerdorne lediglich Aufnahmelöcher
für diese Ankerdorne vorgesehen und letztere unmittelbar vor der Montage in die
vorbereiteten Aufnahmelöcher eingeschoben werden.
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Auch können diese Aufnahmelöcher mit Gleitröhrchen 36 beispielsweise
aus Kunststoff ausgerüstet sein, wie in Fig. 1 angedeutet ist. Desgleichen ist auch
die Verwendung von Wandverkleidungsplatten möglich, bei denen die Aufnahmelöcher
insgesamt an der Baustelle zu bohren sind.