DE3305867C2 - Verfahren zur Messung der Partikelkonzentration in einem Gasstrom durch radiometrische Bestimmung - Google Patents
Verfahren zur Messung der Partikelkonzentration in einem Gasstrom durch radiometrische BestimmungInfo
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Abstract
Es wird ein quasi kontinuierliches radiometrisches Verfahren zur Bestimmung der Partikelkonzentration in einem Gasstrom beschrieben, bei dem dem Gasstrom ein Teilstrom entnommen, dieser Teilstrom fixiert und die auf dem Filter niedergeschlagene Partikelmasse radiometrisch bestimmt wird und bei dem wechselweise zwei Filter in Betrieb sind, um die durch den Filterwechsel entstehende Totzeit zu beseitigen und damit die zeitliche Auflösung der Bestimmung zu verbessern.
Description
dadurch gekennzeichnet, daß
h) zwei Filterbandeinrichtungen verwendet werden die,
i) in vorgegebenen Zeitabständen wechselweise mit dem Teilgasstrom beaufschlagt werden,
j) wobei das Filter der einen Filterbandeinrichtung gewechselt wird, während das Filter der
anderen Filterbandeinrichtung mit dem Teilgasstrom beaufschlagt wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Messung der Partikelkonzentration in einem Gasstrom
durch radiometrische Bestimmung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs !.
Verfahren zur Bestimmung der Partikelkonzentration bzw. des Partikelgehalts in Gasen, z. B. der Staubemission
oder der Staubimmission sind in verschiedenen Ausführungsfoi men bekannt. Für die laufende Aufzeichnung
der Partikelkonzentration hat sich das Teilgasstromverfahren in Verbindung mit der radiometrischen
Massenbestimmung bewährt. Hierzu wird dem Gasstrom ein repräsentativer Teilgasstrom entnommen,
und die in ihm enthaltenen Partikel werden auf einem hochwirksamen Filter abgeschieden. Die auf dem Filter
abgeschiedenen Feststoffmasse wird durch radiometrische Differenzmessung aus einem unbelegten und einem
belegten Filterfleck bestimmt, d. h., vor der Abscheidung der Partikel muß zunächst die Durchlässigkeit
des unbelegten Filters gemessen werden (Nullmessung), dann erst kann die Abscheidung der Partikel auf
dem Filter beginnen. Weiterhin muß in bestimmten Zeitabständen das Filter gewechselt werden, da durch
die abgeschiedenen Partikel die Gasdurchlässigkeit des Filters abnimmt und somit bei längeren Betriebszeiten
keine repräsentative Abscheidung mehr möglich wäre. Aus der pro Zeiteinheit auf dem Filter abgeschiedenen
Partikelmenge läßt sich die Partikelkonzentration (mg · m~3) berechnen, wenn das Volumen des Teilgas-Stroms
z. B. durch Differenzdruckmessung an einer Blende gemessen wurde, ebenso läßt sich der Partikelmassenstrom
(kg · h-') errechnen, wenn dem Gasstrom ein proDortionaler Teilgasstrom entnommen wird oder
das Volumen des Gasstroms durch einen Geschwindigkeitsmeßwertaufnehmer, z. B. Prandtl-Staurohr bestimmt
und mit der Partikelkonzentration multipliziert wird.
Ein solches Verfahren ist aus Staub-ReinhaluLuft, 42
(1982). Nr. 12, S. 493-496 bekannt. Bei diesem Verfahren kommt ein Bandfilter zur Anwendung, das schrittweise
weitertransportiert wird. Während der Beaufschlagung eines Filterbandabschnittes mit dem Gasstrom
wird an einem anderen Bandabschnitt, der bereits belegt ist, die abgeschiedene Masse bestimmt und an
einem weiteren, noch unbelegten Bandabschnitt die Nullmessung vorgenommen. Anschließend wird das
Band weitertransportiert, auf dem belegten Abschnitt die Masse bestimmt, der im vorhergehenden Schritt der
Nullmessung unterzogene Bandabschnitt mit Gas beaufschlagt und ein neuer Bandabschnitt der Nullmessung
unterzogen.
Aus dem oben Gesagten ergibt sich somit, daß die bisher bekannten Verfahren nicht kontinuierlich arbeiten
können, da Totzeiten entstehen, in denen das Filter gewechselt bzw. das Filterband transportiert und die
Nullmessung bei unbelegtem Filter durchgeführt wird. Durch diese Totzeiten ergibt sich eine nur geringe zeitliche
Auflösung der Messung und Ungenauigkeiten bei stark schwankender Partikelkonzentration in dem zu
AO messenden Gas.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, das gattungsgemäße Verfahren zur Messung der Partikelkonzentration
in einem Gasstrom auf der Grundlage der radiometrischen Bestimmung so weiterzubilden,
daß es sich kontinuierlich oder quasi kontinuierlich durchführen läßt und somit die sich aus den Totzeiten
der bekannten Verfahren ergebenden Nachteile vermeidet.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst.
Das Verfahren beruht somit darauf, daß zwei Filterbandvorrichtungen
vorhanden sind, durch die jeweils wechselweise der Teilgasstrom gesaugt wird. Während
durch das Filter der einen Filterbandeinrichtung der Teilgasstrom gesaugt wird, wird das Filter der anderen
Filterbandeinrichtung gewechselt und an ihm die Nullmessung durchgeführt. Filtriert wird in einer an sich
bekannten Bandfiltereinrichtung, bei der das Filtermaterial, im allgemeinen Papier in Bandform, von einer
Rolle abgewickelt, durch die Filtereinrichtung geführt und hinter der Filtereinrichtung wieder aufgerollt wird.
Der Filterwechsel erfolgt durch schrittweises Weitertransportieren des Filterbandes durch die Filtervorrichtung.
Für die zwei Filter sind somit zwei Filtervorrichtungen erforderlich. Die Massenbestimmung der abgeschiedenen
Partikel erfolgt durch radiometrische Flächengewichtsmessung (d. h. Messung der Durchlässigkeit
des Filters für radioaktive Strahlen) vor und nach
der Beaufschlagung. Als Quelle der radioaktiven Strahlen wird vorzugsweise ein Be;a-Radionuklid eingesetzt,
als Strahlendetektor benutzt man vorwiegend ein Geiger-Müller-Endfenster-Zählrohr.
In der Zeit, in der das Filter der einen Filterbandeinrichtung
mit dem Teilgasstrom beaufschlagt wird, werden auf dem Filter der jeweils anderen Filterbandeinrichtung
die auf ihm niedergeschlagenen Partikel gemessen sowie die Nullmessung und der Filterwechsel
für die nächste Beaufschlagung durchgeführt Die Nullmessung an dem neuen Filter erfolgt dabei im allgemeinen
während der Zeit, in der die Messung der Panikelmasse auf dem belegten Filter erfolgt. Infolge der durch
den Übergang auf die andere Filterbandeinheit entfallenden Totzeit kann eine sehr gute zeitliche Auflösung
der Messung erreicht werden. Das Wechseln der Filter sowie die Auswertung der Messung kann sowohl von
Hand als auch durch eine automatische Programmsteuerung erfolgen, wobei die automatische Programmsteuerung
und Auswertung der Messung, insbesondere durch einen Mikroprozessor, bevorzugt wird.
In der Absaugleitung, in Strömungsrichtung gesehen hinter den Filtern, wird der dort herrschende Druck
gemessen. Ein plötzliches Nachlassen der Gasdurchlässigkeit infolge starker Filterbelegung, hervorgerufen
durch einen plötzlichen Anstieg in der Partikelkonzentration in dem zu messenden Abgas wird durch eine
Veränderung des Drucks in der Absaugleitung erkannt. Dadurch ist es möglich, bereits vor dem an sich vorgesehenen
Zeitpunkt auf das andere Filter zu wechseln und dadurch eine Verstopfung des ersten Filters und damit
verbunden eine Meßungenauigkeit zu vermeiden. Die Druckänderung bei der das Wechsel» auf das andere
Filter erfolgt, hängt von den jeweiligen apparativen Gegebenheiten,
z. B. Filterfläche, Filterdurchlässigkeit, normalerweise in der Absaugleitung herrschender Unterdruck
usw, ab. Die Umschaltung auf das andere Filter kann sowohl manuell erfolgen, als uuch bevorzugt
automatisch, was eine besondere Überwachung überflüssig macht. Damit passen sich die Zeitabstände zwisehen
den Filterwechseln automatisch auch wechselnden Gegebenheiten an.
Zur Vermeidung von Taupunktunterschreitungen und Kondensatbildung im Entnahme- und Filtersystem
kann es mitunter erforderlich werden, das Entnahmesystern sowie die Filter in an sich bekannter Weise zu
beheizen. Bei stark feuchtigkeitshaltigen Gasen und bei hohen Partikelkonzentrationen ist es mitunter von Vorteil,
wenn der dem Gasstrom entnommene Teilgasstrom noch einmal in einer an sich bekannten Gasverdünnungseinrichtung
verdünnt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere für solche Anwendungsfälle,
wo die mit diesem Verfahren entfallende Totzeit einen in das Gewicht fallenden Anteil an der
Gesamtmeßzeit einnehmen würde.
Die mit dem Verfahren erzielbaren Vorteile liegen in erster Linie in dem Wegfall der bisher unvermeidbaren
Totzeit Es lassen sich dadurch Messungen mit sehr guter zeitlicher Auflösung durchführen. Durch die Messung
des Drucks hinter den Filtern und einer dadurch möglichen Anpassung der Meßzykluszeit an die Filterbelegung
können keine Meßfehler, hervorgerufen durch verstopfte oder schwergängige Filter mehr auftreten.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Messung der Partikelkonzentration in einem Gasstrom ciirch radiometrische Bestimmung, bei dema) dem Gasstrom ein bestimmter Teilgasstrom entnommen wirdb) dieser Teilgasstrom durch ein Filter eines Filterbandes gesaugt wird,c) dessen Durchlässigkeit für radioaktive Strahlen, insbesondere /?-Strahlen zuvor in unbelegtem Zustand gemessen wird (Nullmessung),d) die Durchlässigkeit des mit abgeschiedenen Partikeln belegten Filters für radioaktive Strahlen gemessen wird,e) aus der Differenz der Durchlässigkeiten des belegten und unbelegten Filters die abgeschiedene Feststoffmasse bestimmt und daraus die Partikelmasse pro Zeiteinheit oder pro Gasvolumen errechnet wird,f) in vorgegebenen Zeitabständen der Teilgasstrom abgestellt, das Filter durch Weitertransportieren des Filterbandes gewechselt und während der Beaufschlagung des neuen Filters die Messung des belegten Filters und gleichzeitig die Nulimessung an einem weiteren Filter vorgenommen wird undg) in Strömungsrichtung gesehen hinter dem Filter der Druck gemessen wird und bei einem durch starke Filterbelegung hervorgerufenen vorgegebenen Druckabfall der vorgegebene Zeitabstand zum Filterwechsel verkürzt wird,
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Publications (2)
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Cited By (2)
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| WO1991005994A1 (de) * | 1989-10-21 | 1991-05-02 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren und messanordnung zur bestimmung des russgehaltes in abgasen |
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-
1983
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