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Verfahren zur Steuerung der Montagearbeiten
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von Kraftfahrzeugen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens Beschreibung
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf ein Verfahren zur Steuerung der Montage
eines Kraftfahrzeugs od.dgl., wobei verschiedenartige Ausführungen von Baueinheiten
mit unterschiedlichen technischen Einzelheiten von einem gemeinsamen Transportgerät
bewegt werden und jede der Baueinheiten aus einer Mehrzahl von sich unterscheidende
Bauteilen gebildet wird. Vor allem bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren
und eine Anlage zur Identifizierung eines jeden zu montierenden Bauteils und auf
den erforderlichen Montagevorgang in Übereinstimmung mit der bestimmten Art und
den technischen Einzelheiten der zusammenzustellenden Baueinheit.
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In der Kraftfahrzeugindustrie und ähnlichen Industrien werden Fahrzeuge
von bezüglich Modell sowie Typ unterschiedlicher Art und mit unterschiedlichen technischen
Einzelheiten (Spezifikationen) mit Hilfe eines Transportgeräts, z.B.
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eines Förderbandes, in einer gemeinsamen Montagestraße zusammengebaut.
Im allgemeinen werden die Fahrzeuge von unterschiedlicher Ausführung (Modell) und
Spezifikation aufs Geratewohl entsprechend einem Produktionsplan durch die Montagestraße
geführt.
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Im Bestreben nach einer Leistungssteigerung in der Fertigung wurden
verschiedenartige Systeme oder Anlagen zur Steuerung der Montagevorgänge entwickelt
und vorgeschlagen.
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So offenbart beispielsweise die US-PS 4 332 012 (Sekine et al) eine
Steueranordnung für eine Montagestraße von Kraftfahrzeugbauteilen, wobei ein Strichcode-Informationssystem
zur Anwendung gelangt. Bei diesem System werden alle auf das Modell oder die Ausführung
des Fahrzeugs, alle auf die technischen Einzelheiten des zusammenzubauenden Fahrzeugs
bezogenen und andere Informationen in eine Strichcodierung umgesetzt, die von einem
als ein Steuergerät arbeitenden digitalen Datenverarbeitungsgerät verwendbar sind.
Die Strichcodierung ist photoelektrisch zur Umsetzung in digitale Angaben (Daten)
ablesbar, und diese Daten werden seitens des digitalen Steuergeräts zur Steuerung
der Montagevorgänge sowie zur Identifizierung eines jeden anzubringenden Bauteils
benutzt.
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Die vorliegende Erfindung bringt eine Vervollkommnung oder Verfeinerung
des erwähnten Steuersystems, wodurch es für einen an der Montagestraße tätigen Arbeiter
(Bandarbeiter) ein leichtes ist, sich visuell über den erforderlichen Vorgang und
das zu montierende Bauteil zu vergewissern.
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Es ist deshalb ein Ziel der Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung
der Montage von Kraftfahrzeugen mit Hilfe eines visuell wahrnehmbaren Zeichens anzugeben,
so daß der Bandarbeiter die Möglichkeit hat, sich Gewjßheit über den notwendigen
Montagevorgang und das anzubauende Bauteil zu verschaffen.
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Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, eine Anlage zur Durchführung
des oben genannten Steuerverfahrens anzugeben, wobei in der Anlage ein visuell wahrnehmbares
Zeichen an der Baueinheit in einem Anfangsstadium des Montagevorgangs angebracht
wird.
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Erfindungsgemäß kommen Farbmarkierungen zur Kennzeichnung von Bauteilen,
die an einem Basisbauteil zu montieren sind, z.B. einem Karosseriebauteil, an dem
Türen, Kotflügel usw.
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anzubringen sind, zur Anwendung. Die Farbmarkierungen werden sowohl
am Basisbauteil wie an den an diesem anzubauenden Bauteilen angebracht und weisen
verschiedenartige Färbungen oder Farbtöne auf, so daß unterschiedliche Färbungen
jeweils die verschiedenartigen Ausführungen und technischen Einzelheiten der am
Basisbauteil anzubringenden Bauteile kennzeichnen. Die Farbmarkierungen werden auf
die Basisbauteile sowie die daran anzubauenden Bauteile an nach außen hin freiliegenden
Stellen angebracht, so daß ein Bandarbeiter in der Montagestraße die Markierungen
leicht erkennen kann, um sich zu vergewissern, daß die am Basisbauteil angebrachten
weiteren Bauteile auch diejenigen sind, die gemäß den Instruktionen und Spezifikationen
für die Baueinheit erforderlich sind.
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Gemäß einem ersten Gesichtspunkt der Erfindung sieht ein Verfahren
zur Steuerung der Montage von Baueinheiten unterschiedlicher Arten, Ausführungen
und mit unterschiedlichen technischen Einzelheiten (Spezifikationen) aus einer Mehrzahl
von weiteren Bauteilen, deren jedes entsprechend der Art, Ausführung und Spezifikation
der zu fertigenden Baueinheit von verschiedenartiger Ausbildung und im Detail unterschiedlich
ist, in einer einzelnen Montagestraße vor, daß ein Basisbauteil, an dem die weiteren
oder anderen Bauteile zur Ausbildung der Baueinheit anzubringen sind, gebildet wird,
daß an jedem der anderen Bauteile eine Farbmarkierung angebracht wird, die zur Kennzeichnung
der Art und Spezifikation des Bauteils in verschiedenartiger Farb-
tönung
gewählt ist, daß Farbmarkierungen an vorbestimmten Stellen des Basisbauteils angebracht
werden, von denen jede die Art und Spezifikation der anderen, am Basisbauteil anbauenden
Bauteile kennzeichnet, und daß Bauteile, die die gleiche Farbmarkierung tragen,
die sich an den entsprechenden Stellen des Basisbauteils befinden, ausgewählt und
am Basisbauteil montiert werden.
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Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt sieht die Erfindung ein Verfahren
zur Steuerung eines Montagevo-rgangs in einer Blechbauteil- Montagestraße einer
Karosserie- Montagestraße vor, das die folgenden Schritte umfaßt: Ausbilden verschiedenartig
gestalteter und spezifizierter vormontierter Karosserien und Zuführen dieser Karosserien
zur Blechbauteil-Montagestraße, Ausbilden von Türen, Kotflügeln und anderen Karosseriebauteilen
sowie Anbringen von Farbmarkierungen bestimmter Färbungen an den Türen, Kotflügeln
und anderen Karosseriebauteilen, um damit die Ausführung sowie Spezifikation des
jeweiligen Bauteils zu kennzeichnen, Ordnen der Türen, Kotflügel und anderen Karosseriebauteile
entsprechend ihren Ausführungen sowie Spezifikationen anhand der angebrachten Farbmarkierungen,
Anbringen von Farbmarkierungen, die jeweils die Ausführungen und Spezifikationen
der Türen, Kotflügel sowie weiteren Karosseriebauteile, die an der Karosserie anzubringen
sind, kennzeichnen, an den Teilen entsprechenden bestimmten Stellen auf der Karosserie
während ihrer Zuführung zur Blechbauteil- Montagestraße, wobei jede der Farbmarkierungen
das entsprechende sowie anzubauende Bauteil, das die gleichfarbige Markierung trägt,
identifiziert, und Auswählen der die gleichfarbigen Markierungen, wie sie an der
Karosserie vorhanden sind, tragenden Bauteile sowie Montieren dieser an der Karosserie
an den auf dieser farblich markierten Stellen.
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Erfindungsgemäß wird auch eine Anlage zur Steuerung der Montage von
Baueinheiten in verschiedenartigen Typen, Modellen und von unterschiedlicher Spezifikation,
d.h. Detaillierung, in einer einzelnen, durchlaufenden Montagestraße aus einer Vielzahl
von Bauteilen, deren jedes in einer Vielzahl von verschiedenartigen Ausführungen
sowie technischen Einzelheiten entsprechend den zu fertigenden Baueinheiten vorliegt,
angegeben, die umfaßt: eine erste Teil-Montagestraße in der durchlaufenden Montagestraße
zum Zusammenbau eines Basisbauteils, an dem eine Mehrzahl von weiteren Bauteilen
zur Bildung der Baueinheit anzubringen ist, eine zweite Teil-Montagestraße, die
in der durchlaufenden Montagestraße stromab von der ersten Teil-Montagestraße angeordnet
ist, dem Anbauen der weiteren Bauteile am Basisbauteil zur Vervollständigung der
Baueinheit dient und einen Lagerplatz zur geordneten Lagerung der anderen Bauteile
nach Ausführung sowie Spezifikation aufweist, eine Mehrzahl von Neben-oder Nachbar-Montagestraßen,
die jeweils der Ausbildung der anderen Bauteile dienen, je eine Station zur Anbringung
einer Farbmarkierung auf den in dieser Neben-Montagestraße gefertigten Bauteilen
zu deren Kennzeichnung nach Ausführung sowie Spezifikation aufweisen und die weiteren
Bauteile mit darauf befindlichen Farbmarkierungen zum Lagerplatz in der zweiten
Teil-Montagestraße befördern, eine zwischen der ersten sowie zweiten Teil-Montagestraße
in der durchlaufenden Montagestraße angeordnete Station zum Anbringen von Farbmarkierunyen
auf den die Station durchlaufenden Basisbauteilen zur Kennzeichnung der entsprechend
dem Modell, Typ und der Spezifikation der zu fertigenden Baueinheiten am Basisbauteil
anzubringenden weiteren Bauteile und eine in der zweiten Teil-Montagestraße angeordnete
Einrichtung, die jedes der weiteren anzubringenden Bauteile durch Auswahl solcher
weiteren Bauteile, die die gleichen Farbmarkierungen trägt, wie sie auf dem Basisbauteil
erscheinen, auswählt oder aufnimmt.
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Der Erfindungsgegenstand wird anhand der Zeichnungen in seiner bevorzugten
Ausführungsform, jedoch ohne Beschränkung hierauf, beschrieben, Es zeigen: Fig.
1 ein schematisches Blockbild einer Karosserie-Montagestraße in einem Kraftfahrzeug-Fertigungsprozeß,
wobei die bevorzugte Ausführungsform eines Montagesteuersystems gemäß der Erfindung
zur Anwendung kommt; Fig.. 2 ein in dem Steuersystem verwendetes Strichcodeetikett
oder -schild; Fig. 3 einen Abschnitt einer Blechbauteil-Montagestraße in der Karosserie-Montagestraße
von Fig. 1; Fig. 4 eine schematische Darstellung einer Farbmarkierungsstation in
dem System von Fig. 1; Fig. 5 eine Frontansicht der Farbmarkierungsstation von Fig.
4.
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Gemäß Fig. 1 und 3 umfaßt eine Kraftfahrzeugkarosserie-Montagestraße
eine Straße 10 zur Montage einer Motorraum-Baugruppe 12, die als "Motorraum-Montagestraße"
bezeichnet wird, eine Straße 20 zur Montage einer an der Motorraum-Baugruppe befestigten
Fahrzeugboden-Baugruppe 22, die als "Fahrzeugboden-Montagestraße" bezeichnet wird,
eine Straße 30 zur Montage einer Karosserie 32 auf der Fahrzeugboden-Baugruppe 22,
die als "Karosserie-Montagestraße" bezeichnet wird, eine Straße 40 zum Anbau der
Kotflügel 44, seitlichen Türen 43, Heckklappe 45 sowie anderer Karosseriebauteile,
die als "Blechbauteil- Montagestraße" bezeichnet wird, und eine Lackierstraße 60,
in der die vorher zusammengebaute Karosserie mit Farbe versehen wird. Die Motorraum-Montagestraße
10, Fahrzeugboden-Montagestraße 20, Karosserie-Montagestraße 30, Blechbauteil-Montagestraße
40 und Lackierstraße 60 sind mit Neben- oder Nechbarstraßen über ein übliches Transportsystem,
z.B. ein Förderband-, Fördergerätsystem od. dgl., verbunden.
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Die Motorraum-Baugruppe 12 umfaßt im allgemeinen einen Motorhaubenrahmen
13, eine Kühlerblocklagerung 14, einen Querträger 15 sowie weitere Teile, wobei
alle diese die Motorraum-Baugruppe bildenden Teile als "Motorraumbauteile" bezeichnet
werden.
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Die Fahrzeugboden-Baugruppe 22 umfaßt einen mit der Motorraum-Baugruppe
12 verbundenen vorderen Boden 23, einen rückwärtigen Boden 24 sowie Seitenholme
25, und diese genannten Teile, die zusammen mit noch weiteren Teilen die Boden-Baugruppe
bilden, werden als "Bodenbauteile" bezeichnet.
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In der Karosserie- Montagestraße 30 werden die Karosserieseitenteile
33, ein Dach 34 sowie eine Motorhaube 35 und noch andere Teile an der Boden-Baugruppe
22 angebracht, um die Fahrzeugkarosserie oder den Fahrzeugaufbau 32 zu bilden. Die
Seitenteile 33, das Dach 34, die Motorhaube 35 sowie weitere, die Karosserie bildenden
Teile werden als "Karosseriebauteile" bezeichnet. Die Türen 43, Kotflügel 44, Heckklappe
45 sowie weitere, an die Karosserie 32 in der Blechbauteil-Montagestraße 40 angebaute
Teil werden als "Blechbauteile" bezeichnet.
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In der Karosserie-Montagestraße gemäß der gezeigten Ausführungsform
werden die Montagearbeiten für die einzelnen Montagestraßen im allgemeinen in Abhängigkeit
von einem Strichcode, der für digitale Angaben kennzeichnend und von einem digitalen
Datenverarbeitungsgerät verwertbar ist, gesteuert. Ein Strichcodeetikett oder -schild
102 enthält eine ganz bestimmte Kombination von dicken und dünnen Strichen, die
binäre Einsen oder Nullen darstellen, welche die notwendige Information bezüglich
der Bauartausführung, Einzelangaben, Details usw. des fertigen Fahrzeugs übermitteln.
Diese Strichcodeetiketten 102 werden in einer Sektion 100 vorbereitet. Der Vorgang
für die Anfertigung der Strichcodeetiketten 102 ist in der bereits erwähnten
US-PS
4 332 012, deren Inhalt hiermit zum Gegenstand der Offenbarung der vorliegenden
Erfindung gemacht wird, beschrieben.
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Das Strichcodeetikett kann durch ein Metallschild mit einer Kombination
von breiten und schmalen Schlitzen 104 bzw.
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106 (s. Fig. 2) ersetzt werden, wobei dann anstelle des Druckers nach
der US-PS 4 332 012 eine Stanze zur Ausbildung der Schlitze dient. Wenn ein solches
Strichcodeschild aus Metall verwendet wird, dann kann eine Strichcodesteuerung auch
in der Lackierstraße zur Anwendung kommen, um den erforderlichen Lackiervorgang
in Übereinstimmung mit der bestimmten Karosseriefarbe usw. zu kennzeichnen.
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Das in der Sektion 100 vorbereitete Strichcodeetikett 102 wir-d an
der Motorraum-Baugruppe 12 angebracht, wobei es im gezeigten Beispiel innerhalb
eines Vorderradkastens 16 der Motorraum-Baugruppe befestigt ist. Obwohl die Anbringung
des Etiketts 102 im Vorderradkasten 16 am günstigsten ist, so ist es jedoch möglich,
das Etikett an irgendeiner Stelle der Motorraum-Baugruppe, an welcher es während
der Karosseriemontage und des Lackierens freiliegt, anzuordnen.
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Wie schon erwähnt wurde, werden in der Blechbauteil-Montagestraße
40 die rechte sowie linke Tür 43, der rechte sowie linke Kotflügel 44, die Heckklappe
45 und andere Teile an der Karosserie 32 angebracht, um den Fahrzeugaufbau zu bilden.
Obwohl hier von einem Fahrzeug die Rede ist, das nur vordere seitliche Türen sowie
eine hintere Klappe hat, ist das erfindungsgemäße Steuersystem nicht nur auf diese
spezielle Fahrzeugkonstruktion anwendbar, sondern auch auf andere Arten von Fahrzeugen,
wie Limousinen, Coupes usw.
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Es ist klar, daß in Abhängigkeit vom zu montierenden Modell und dessen
Einzelangaben oder Details jedes Blechbauteil, d.h. Türen, Kotflügel, Heckklappen
usw., die von jeweiligen
Lagerplätzen als vorgefertigte Teile zur
Verfügung gestellt werden, in der Blechbauteil-Montagestraße zu ihrer Aufnahme und
zum Anbau an der Karosserie ausgewählt werden, nachdem der Montagevorgang in der
Karosserie-Montagestraße 30 beendet ist.
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Die Fig. 1 zeigt die Lagerplätze 51, 52, 53 und 54, in denen jeweils
rechte vordere Kotflügel, rechte seitliche Türen, linke seitliche Türen, Heckklappen
usw. gelagert sind. Jedem der Lagerplätze 51, 52, 53, 54 werden die verschiedenen
Kotflügel, Türen und Heckklappen als vorgefertigte Bauteile von jeweiligen Vorfertigungsstraßen
zugeführt. Ferner hat jeder dieser Lagerplätze mehrere Bereiche, in denen Kotflügel,
Türen und Heckklappen nach Art und technischer Ausführung sortiert sind.
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Um die ganz bestimmten Blechbauteile, die am speziellen Karosserieaufbau
anzubringen sind, zu kennzeichnen und um dem Bandarbeiter die Bestätigung zu erleichtern,
ob die Blechbauteile mit den durch die Angaben auf dem Strichcodeetikett bestimmten
Bauteilen übereinstimmen, werden an jedem Kotflügel 44, an jeder Tür 43 und an jeder
Heckklappe 45 Farbmarkierungen 202, 204 bzw. 206 angebracht, die in Abhängigkeit
von der Art der Blechbauteile in der Farbe unterschieden sind. Die Farbmarkierungen
werden auf die Blechbauteile am Ende einer jeden Vorfertigungsstraße und vor dem
Transport zum entsprechenden Lagerplatz aufgetragen.
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Übereinstimmende Farbmarkierungen 36, 37 und 38 werden am vorderen
Ende des Dachs 34, an der Dachseitenkante der Karosserie 32 und am Vorderpfosten
39 angebracht. Die Farbmarkierung 36 am vorderen Ende des Dachs 34 bestimmt die
Art des anzufügenden Kotflügels 44, wobei die Markierung 36 die gleiche Farbe hat
wie die Markierung 202 am passenden Kotflügel, so daß bei Übereinstimmung der Farben
der benötigte Kotflügel an der Karosserie angebaut werden kann.
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Die Farbmarkierung 38 am Vorderpfosten 39 kennzeichnet die Art der
anzufügenden Seitentür 43. In gleicher Weise wie die Markierungen 36 und 202 hat
die Markierung 38 die gleiche Farbe wie die Markierung 204 an der anzubringenden
Tür. Die Farbmarkierung 37 an der Dachseitenkante kennzeichnet die Art der an der
Karosserie anzubringenden Heckklappe 45, wobei die Markierungen 37 und 206 zusammenpassen
müssen.
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Zum besseren Verständnis wird ein Beispiel für diese Kennzeichnung
gegeben.
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Es sei angenommen, daß die in der Folge der Straßen zusammenzubauenden
Fahrzeuge vom Typ A, B, C, D und E sind; die entsprechenden vorderen Kotflügel sind
vom Typ Fas Fb> Fc; die entsprechenden Seitentüren sind vom Typ Das Db und Dc;
die entsprechenden Heckklappen sind vom Typ Ba und Bb; die verschiedenen Fahrzeugtypen
werden gemäß der folgenden Tabelle montiert: Fahrzeugtyp Kotflügel Seitentür Heckklappe
A Fa Da B a B F b Db B a C Fc Dc 8a D Fb Da Bb E Fa Da Bb Wie aus dieser Tabelle
deutlich wird, sind bei der Montage des Fahrzeugs vom Typ A ein Kotflügel 44 vom
Typ Fas eine Tür 43 vom Typ Da und eine Heckklappe 45 vom Typ B zu verwenden. Ferner
ist zu sehen, daß ein Kotflügel vom Typ Fa gemeinsam für die Fahrzeuge vom Typ A
sowie E, eine Tür vom Typ Da für die Fahrzeuge vom Typ A, D sowie E zu verwenden
ist. Insofern kommen einige der Blechbauteile normalerweise bei verschiedenen Fahrzeugtypen
zur Anwendung.
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Um den Typ eines jeden Blechbauteils zu identifizieren, werden Farbmarkierungen
am Fahrzeug gemäß der folgenden Tabelle angewendet: Markierung 36 Fa: weiß F: gelb
Fc: orange Markierung 202 Markierung 38 Da: rot Db: blau Dc: rosa Markierung 204
Markierung 37 Ba grün Bb: braun Markierung 206 Demzufolge werden für Fahrzeuge vom
Typ A Kotflügel 44 mit der weißen Farbmarkierung 202, Seitentüren 43 mit der roten
Farbmarkierung 204 und Heckklappen 45 mit der grünen Farbmarkierung 206 verwendet.
In gleicher Weise werden zur Montage eines Fahrzeugs vom Typ C Kotflügel 44 vom
Typ Fc (die Farbmarkierungen 36 und 202 sind beide orange), Seitentüren 43 vom Typ
Dc (die Farbmarkierungen 38 und 204 sind beide rosa) und Heckklappen 45 vom Typ
B (die Farbmarkierungen 37 und 206 sind beide grün) an der Karosserie 32 angebaut.
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Um die Farbmarkierungen 36, 37 und 38 an der Karosserie anzubringen,
ist das als Ausführungsform gezeigte System mit einer Station 200 zum Auftragen
der Farbmarkierungen ausgestattet. Wie die Fig. 4 und 5 zeigen, ist die Farbmarkierungsstation
200 längs des Förderbandes 210 zwischen der Karosserie-Montagestraße 30 und der
Blechbauteil-Montagestraße 40 angeordnet.
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Beidseits des Förderbandes 210 ragen zwei vertikale Tragpfosten 212,
214 auf, die einen zwischen ihnen und über das Förderband sich erstreckenden Querbalken
216 tragen (s.Fig. 5).
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Am Querbalken 216 ist an einer der Vorderkante des Dachs 34 der auf
dem Förderband 210 sich befindenden Karosserie 32 zugewandten Stelle eine erste
Gruppe von Spritzdüsen 220, 222, 224, 226, 228 gehalten, die dazu dienen, die Farbmarkierung
36 für die Kennzeichnung des Typs und der Spezifizierung der anzubauenden vorderen
Kotflügel 44 aufzutragen. An einem vom Tragpfosten 214 vorragenden Querarm 218 ist
eine zweite
Gruppe von Spritzdüsen 230, 232, 234 so angebracht,
daß sie dem Vorderpfosten 39 zugewandt sind. Diese zweite Spritzdüsengruppe dient
dazu, die Farbmarkierung 38 an dem Vorderpfosten 39 der Karosserie 32 anzubringen,
um den Typ und die Spezifizierung der anzubringenden Tür 43 zu kennzeichnen.
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Eine dritte Gruppe von Spritzdüsen 240, 242, 244 ist gegenüber der
Dachseitenkante an einem vom Tragpfosten 214 getragenen Längsarm 219 befestigt.
Diese dritte Spritzdüsengruppe dient dem Anbringen der Farbmarkierung 37 an der
Seitenkante des Dachs 34, um den Typ und die Spezifizierung der anzubauenden Heckklappe
45 zu kennzeichnen.
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Jede der Spritzdüsen ist über ein elektromagnetisch betätigtes Steuerventil
260, z.B. ein Magnetventil, mit einem Farbbehälter 250 verbunden. Die in jedem Behälter
250 enthaltene Farbe steht unter einem vorbestimmten Druck, so daß, wann immer das
Steuerventil 260 öffnet, die Farbe durch die Spritzdüse ausgespritzt wird. Jedes
Steuerventil 260 ist an ein Steuergerät 270, das ein digitales Datenverarbeitungsgerät
enthält, angeschlossen und spricht auf ein Steuersignal vom Steuergerät an, um die
Zufuhr von Farbe zu ermöglichen oder abzusperren. Das Steuergerät 270 ist seinerseits
an ein optisches Lesegerät 272 angeschlossen, das die Strichcodierung auf dem Strichcodeetikett
102, das am Radkasten der Karosserie angebracht ist, lesen kann. Das Strichcode-Lesegerät
272 gibt an das Steuergerät 270 ein binärcodiertes Signal, das für die Angaben bezüglich
des Modells, der Einzelheiten (Spezifikation) usw. der zu montierenden Fahrzeugkarosserie
kennzeichnend ist.
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Das Steuergerät 270 kann ein Sichtgerät 274 zur Darstellung der vom
Strichcode-Lesegerät 272 abgelesenen Angaben zusätzlich zur Steuerung der Steuerventile
261, 262, 263, 264, 265, 266, 267 und 268, die in ausgewählter Weise die Farbmarkierungen
36, 37 und 38 auf der Karosserie entstehen lassen, umfassen.
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Die Farbbehälter 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257 und 258 enthalten
verschiedenartige Farben, die den Farben der Markierungen 36, 37 und 38 entsprechen.
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Im Betrieb hält das Förderband 210 vorübergehend an der Farbmarkierungsstation
200 für eine vorbestimmte Zeitspanne an.
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In dieser Stellung ist das Strichcodeetikett 102 am Radkasten 16 der
Karosserie 32 gegenüber dem Strichcode-Lesegerät 272 angeordnet, das optisch die
Str-ichcodeangaben abliest und die abgelesenen paten dem Steuergerät 270 zuführt.
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Dieses Steuergerät 270 entscheidet in der Farbmarkierungsstation auf
der Grundlage der vom Strichcode-Lesegerät eingegebenen Daten laufend über den Typ
und die Spezifizierung des Kotflügels 44, der Tür 43 sowie der Heckklappe 45, die
an die ganz bestimmte Karosserie anzubauen sind. In Übereinstimmung mit dieser Entscheidung
betätigt das Steuergerät eines der Steuerventile 261, 262 oder 263, um einer Spritzdüse
aus der ersten Gruppe von Spritzdüsen 220, 222, 224, 226 und 228 Farbe zum Auftrag
der Farbmarkierung 36 mit der bestimmten, dem Typ und der Spezifikation des benötigten
vorderen Kotflügels entsprechenden Färbung zuzuführen.
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Gemäß der Entscheidung gibt das Steuergerät 270 ebenfalls ein Steuersignal
an eines der Steuerventile 264, 265 oder 266 um einer bestimmten von den Düsen 230,
232 und 234 der zweiten Gruppe Farbe von ausgewählter Färbung zum Auftrag der Farbmarkierung
38 am Vorderpfosten 39 der Karosserie zuzuführen. In dieem Fall kennzeichnet die
Färbung der einer ausgewählten von den Spritzdüsen 230, 232, 234 zugeführten Farbe
den Typ und die Spezifizierung der Seitentür, die durch die Strichcodierung zum
Anbau an die Karosserie bestimmt worden ist.
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Ferner gibt das Steuergerät270 an eines der Steuerventile 267 oder
268 ein Steuersignal, demzufolge Farbe vom entsprechenden Farbbehälter 257 oder
258 mit einer den ausgewählten Typ und die Spezifizierung der Heckklappe 45 kennzeichnenden
Färbung einer der Spritzdüsen 240, 242, 244
zugeführt wird, um
die Farbmarkierung 37 an der Dachseitenkante anzubringen.
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Nach Ablauf der vorbestimmten Zeitspanne und Auftrag der Farbmarkierungen
36, 37 sowie 38 auf die Karosserie nimmt der Förderer wieder seinen Betrieb auf,
um die Karosserie 32 mit den darauf befindlichen Farbmarkierungen zur Blechbauteil-Montagestraße
40 zu bringen.
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In dieser Blechbauteil-Montagestraße werden die Kotflügel 44, die
Türen 43 und die Heckklappe 45 mit den den Farbmarkierungen 36, 38 und 37 entsprechenden
Farbmarkierungen 202, 204 und 206 vom jeweiligen Lagerplatz 51, 52, 53, 54 entnommen.
Wenn die Farbmarkierungen 202 und 36 übereinstimmen, werden die Kotflügel 44 an
der Karosserie angebracht; gleicherweise werden bei Übereinstimmung der Farbmarkierungen
204 und 38 die Seitentüren 43, bei übereinstimmenden Farbmarkierungen 206 und 37
die Heckklappe 45 an der Karosserie montiert.
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Es ist klar, daß die sowohl an der Karosserie wie an jedem der Blechbauteile
angebrachten Farbmarkierungen nicht so groß zu sein brauchen, daß die Produktionskosten
ansteigen, sie brauchen nur so groß zu sein, um vom Bandarbeiter leicht erfaßt zu
werden. Ferner ist es vorzuziehen, eine lösliche Farbe zu verwenden, so daß die
Markierungen leicht im ersten Arbeitsgang in der Lackierstraße gelöst und entfernt
werden können.
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Wie vorstehend erläutert wurde, kann erfindungsgemäß eine Kennzeichnung.
eines Blechbauteils, das an einer Fahrzeugkarosserie anzubringen ist, in einer visuell
wahrnehmbaren Weise angebracht werden, was dem jeweiligen Arbeiter die Entscheidung
oder Vergewisserung erleichtert. Damit wird die Produktivität in der Fertigungsstraße
für die Kraftfahrzeugkarosserie gesteigert.
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Obwohl eine spezielle Ausführungsform zur Darlegung der Erfindung
beschrieben wurde, ist die Erfindung auf jegliche Fertigung anwendbar, bei der verschiedenartige
Typen und besonders spezifizierte Gegenstände aus einer Mehrzahl von Bauteilen,
von denen jedes in seiner Konstruktion und/oder Spezifikation unterschiedlich sein
kann, erzeugt werden.
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Obwohl die spezielle Ausführungsform auf die Steuerung des Betriebs
der Blechbauteil-Montagestraße im Karosseriezusammenbau abgestellt ist, kann die
gleiche oder ähnliche Arbeitsweise auf jegliche Karosserie-Montagestraße angewendet
werden. Ferner können gleichartige Systeme dazu herangezogen werden, Bauteile, wie
Instrumentenbretter oder -tafeln, Sitze, Scheinwerfer od. dgl. Teile, in einer der
Fertigmontage des Fahrzeugs dienenden Straße zu kennzeichnen.