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DE3344945A1 - Verfahren und vorrichtung zur erdlosen aufzucht und kultivierung von pflanzen auf schiefen ebenen, vorzugsweise im freien - Google Patents

Verfahren und vorrichtung zur erdlosen aufzucht und kultivierung von pflanzen auf schiefen ebenen, vorzugsweise im freien

Info

Publication number
DE3344945A1
DE3344945A1 DE19833344945 DE3344945A DE3344945A1 DE 3344945 A1 DE3344945 A1 DE 3344945A1 DE 19833344945 DE19833344945 DE 19833344945 DE 3344945 A DE3344945 A DE 3344945A DE 3344945 A1 DE3344945 A1 DE 3344945A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
irrigation
plant
plants
basin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19833344945
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Dr. Wien Gruber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GRAF VON WOLKENSTEIN PATENTVER
Original Assignee
GRAF VON WOLKENSTEIN PATENTVER
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GRAF VON WOLKENSTEIN PATENTVER filed Critical GRAF VON WOLKENSTEIN PATENTVER
Priority to DE19833344945 priority Critical patent/DE3344945A1/de
Publication of DE3344945A1 publication Critical patent/DE3344945A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G31/00Soilless cultivation, e.g. hydroponics
    • A01G31/02Special apparatus therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P60/00Technologies relating to agriculture, livestock or agroalimentary industries
    • Y02P60/20Reduction of greenhouse gas [GHG] emissions in agriculture, e.g. CO2
    • Y02P60/21Dinitrogen oxide [N2O], e.g. using aquaponics, hydroponics or efficiency measures

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description

  • I. GENERELLE KENNZEICHNUNG
  • Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtung zur erdlosen Aufzucht und Kultivierung von Pflanzen, vorzugsweise im Freien, auf schiefen Ebenen, welche durch befestigern und Versiegeln der Bodenoberfläche entstehen und uei den, den Wurzeln der Pflanzen in einen. fließenden wtasserstrom gelöste Nährstoffe zugeführt werden.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzflächen, das Wasserrücklaufsystem samt Wasserbecken sowie die Maschinenfahrstreifen wasserdicht vorgeformt werden können, Das Verfahren trägt den Namen Desert Plantation System, abgekürzt DPS.
  • Da es in den heißen Trockenzonen der Erde keine oder nur ungenügende Niederschläge gibt, werden anderwärtig verfügbare Wasservorräte hinzugezogen und auf Trockenböden verteilt.
  • Fast durchwegs wird hochgepumptes Grundwasser verwendet, welches einen vielfach höheren Salzgehalt aufweist als Regenwasser.
  • Da die meisten Pflanzen aber nur relativ wenig Salz aufnehmen können, führt die erdgebundene künstliche 3ewässerung mit salinem Wasser nahezu zwangsläufig zur Versalzung aes Bodens, und zwar umso schneller, je salzhältiger des verwendete Wasserist.
  • Die bisherige Praxis besteht darin, das man nach einiger Zeit, wenn der boden zu stark versalzen woraen ist, den Standort wechselt. Auf die Dauer gesehen, führt diese Praxis zur Salzwüste, wie dei bisherigen Erfahrungen lehren.
  • Aufgabe dieser Erfindung ist es, die bekannten Nachteile der bisher praktizierten Bodennutzung und Pflanzenaufzuchtverfahren - insbesondere die Bodenversalzung - zu verhindern und eine höchstmögliche Wachstumskapazität zu erreichen.
  • Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht darin, daß unabhängig von der Qualität des Bodens und von der Qualität des verfügbaren Wassers der Pflanze ideale Bewasserungs- und Ernährungsbedingungen geboten werden.
  • Auf diese Weise ist es möglich, in dem Wüstengürtel der Erde -ca 35 Grad nördlich und südlich des Äquators - brach liegende Flächen und Sonnenenergie für die Erzeugung pflanzlicher Biomassen zu nutzen, und zwar dergestalt, daß die Aufgaben aeL fruchtbaren Erde so ersetzt werden, daß ein dauerhaftes Feuchtbiotop entsteht, welches in heißen, ariden Zonen auch mit saliner Bewässerung funktionsfähig ist.
  • WO es die topografischen Verhältnisse erlauben, können im freien Gelände befestigte, schiefe Ebenen hergestellt, mit einem hydraulischen Bindemittel - vornehmlich bestehend aus einem Zementgemisch mit Oo- oder terpolymeren Dispersionen -versiegelt oder mit einer Folie, aber auch mit einer Spritzmasse aus Bitumen, wasserdicht abgedeckt und zur Aufnahme einem Pflanzenträgerschicht aus organischen oder anorganischen Material benutzt werden, z.B. Kies, Kapillarmatten oder Sägespäne.
  • Diese iiflanzenträgerschicht dient der Kultivierung von Pflanzen alier Art. Sie wird durch Ober- oder Unterflurbewässerung mit Wasser, mit Nährlösung, d.h. im Wasser gelöster Dünger, und - falls erforderlich - mit Pflanzenschutzmitteln versorgt.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht darin, daß die auf die oben beschriebene Weise geschaffene Pflanzenträgerschicht vier Grundfunktionen zu erfüllen vermag.
  • 1. Pflanzenträger 2. Pflanzenernäherungsbasis 3. Luftspeicher 4. Wasserspeicher Das Anlegen und Errichten von schiefen Ebenen und deren dauerhafte wasserundurchlässige Abdichtung gegeüber dem Erdreich wird erfindungsgemäß dadurch gelöst aaß die Vorrichtung aus einem uem Boden aufsetzbaren holz- oder Kunststoffgerüst besteht. Dieses wird aus Einzelteilen zusammengesteckt, die in zueinander aufstrebenden schiefen bienen angeordnet sina.
  • Das Gerüst weist in der Querrichtung auf beiden Seiten eine Neigung von etwa 7 bis 12% auf.
  • Die Gerüsthohlräume werden vornehmlich mit Sand, aber auch mit Steinen oder sonstigen verfügbaren Schüttgut ausgefüllt und mit einer netzartigen Plastikmatte zum Schutz gegen unerwünschte Erdbewegungen stabilisiert.
  • Die aufgeschüttete schiefe Ebene wird - sie oben erwähnt - mit einem hydraulischen Bindemittel dauerhaft und wasserdicht versiegelt oder mit einer Folie oder aber auch mit einer Spritzmasse aus Bitumen wasserdicht abgedeckt.
  • Auf die versiegelte oder wasserdicht abgedeckte schiefe Ebene wird alsdann die ausspülbare Pflanzenträgerschicht aufgeschüttet bzw. aufgetragen.
  • Ein weiteres Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Pflanzenträgerschicht entlang einer wirksamen Wasserspülvorrichtung anggeordnet ist. Bei jedem Bewässerungsvorgang wird ein Breitflächen-Wasserstrom erzeugt, der die Trägerschicht durchströmt und dabei folgende Aufgaben erfüllt: 1. Er bewirkt ein Überflußangebot an Wasser und Nährstoffen im Wurzelbereich der Pflanzen.
  • 2. Er sorgt für ständige Belüftung des Wurzelbereiches durch sauerstoffhaltiges fliessendes Wasser und verhindert auf diese Weise einen Wurzeltod durch Ersticken.
  • 3. Das Ausspülen von Schadstoffen dient der Reinhaltung und dem Schutz des Wurzelbereiches und ermöglicht eine Desinfektion durch Biozide.
  • 4. Der Wasserstrom verhindert eine Versalzung der Pflanzenträgerschicht auch bei hochgradig saliner Bewässerung.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen maßnahmen ist darin zu sehen9 daß mit diesem "rwaning water system" hochsalin bewässert werden kanne da fließendes Salzwasser auch Salzrückstände auszuspülen vermag. Salzwasser, welches über eine schiefe Ebene rinnt, wird diese nicht versalzen sondern reinigen. Ein Bewässern durch Gravitation in Form der erfindungsgemäß verwendeteten schiefen Ebenen macht ein solches Spülsystem zugleich äußerst wirtschaftlich, da es energiesparend ist.
  • Mit einer Kombination dieser Art: erdlose Pflanzenzucht mit hochsaliner Bewässerungstecknik können Pflanzen in fast allen Klimazonen und auf jedem Standort dieser Erde mit dem Fruchtbarkeitskomponenten "Wasser und Dünger" so versehen werden, daß die Wurzeln weder versalzen noch ersticken, auch dann nicht, wenn entsprechend salzresistente Pflanzen mit Meereswasser bewässert werdel:l O II. DIE DESERT PLANTATION SYSTEM BEWÄSSERUNGSTECHNIK Ein wesentlicher Verfahrensabschnitt besteht darin, daß der fließende Wasserstrom durch die Pflanzenwurzeln entweder durch Gravitation oder durch Druckanwendung geschickt und gegebenenfalls wasserfallartig zugeführt wird. Im ersten Fall rieselt der Wasserstrom von selbst9 d.h. ohne Fremdenergiezufuhr spülend durch die Wurzeln und fuhrt diesen die erforderlichen Nährstoffe zu, wogegen beim zweiten Falle eine intensive Spülung der Wurzeln durch den Wasserstrom erfolgt, sodaß das an den Wurzeln haftende Salz von diesen weggespült wird Die mit den eingangs erwähnten Merkmalen gekennzeichnete erfindungsgemäße Vorrichtung für die Erzeugung eines Breitflächen-Kurzstrecken-Durchflußstromes kann mit einer stufenlos dosierbaren Regelsteuerung ergänzt werden..Dadurch entsteht ein Hochleistungsspülsystem, welches je nach Art der Pflanze, Wasserqualität, Jahreszeit, Standort etc. die bereits erwähnten Grundaufgaben zu erfüllen vermag.
  • 1. Aus spülung der Salzablagerungen im Wurzelverband und in der Pflanzenträgerschicht.
  • 2. Reinigung des Wurzelverbandes von Schadstoffen, Verunreinigung gungen und Verstopfungen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich ferner dadurch aus, daß den Pflanzenwurzeln luftangereichertes Wasser zugeführt wird und daß die Wasser- und Nährstoffzufuhr in Abhängigkeit von für den optimalen Wuchs der Pflanzen erforderlichen Faktoren geregelt werden kann. Dadurch wird nicht nur für eine hinreichende Belüftung der Pflanzenwurzeln gesorgt, sondern auch in rationeller Weise, d.h. in kürzestmöglichen Zeiten der optimale Pflanzenwuchs bis zur Ernte erreicht.
  • Von wesentlicher Bedeutung für die Qualität der gezüchteten Pflanzen ist der weitere erfindungsgemäße Verfahrensabschnitt, daß der fließende Wasserstrom allen Pflanzenwurzeln fast gleichzeitig und gleichmäßig zugeführt wird, derart, daß er auf der Breitseite des generell rechteckigen Pflanzenbereiches zugeführt und nach Durchlaufen einer relativ kurzen geneigten Strecke auf der anderen Breit seite der Pflanzenträgerschicht abgeführt wird Durch diese Kurzstreckenbewässerung erhalten alle Pflanzen eine Nährlösung mit gleicher Konzentration und damit nahezu gleiche Wachstumsbedingungen Erfindungsgemäß ist es auch möglich, daß durch dosierte Beimischung der Nährstoffe im zugeführten und abgeführten Wasserstrom die erforderlichen Werte zur Ergänzung des jeweils umgewälzten Wassers mit Nährstoffen bestimmt und beeinflußt werden können. Auf diese Weise wird auch eine mehrmalige Umwälzung und funktionsgerechte Wiederverwendung des Wasserstromes mit den Nährstoffen ermöglicht, was als weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen anzusehen ist.
  • Nach Darlegung der erfindungsgemäßen Verfahrensabschnitte der DPS-Bewässerungstechnik bleibt festzuhalten, daß mit den gekennzeichneten Maßnahmen ein maximales Nährstoffangebot und eine gleichmäßig-einheitliche Bildung einer Wurzelgemeinschaft erreicht werden kann, die dadurch einen gleichförmigen Pflanzenbestand auf der gesamten Pflanzenfläche hervorbringt.
  • Überdies ergibt sich durch die erfindungsgemäße Vorrichtung und die erwähnten Verfahrensabschnitte eine optimale Pflanzendichte, die Mehrfach-Kurzzeiternten erlaubt und damit maximale Ernteerträge pro Flächeneinheit.
  • Die täglich mehrmaligen Durch- und Überflutungen des Wurzelbereiches erfordern abrufbereitesWassermengen, welche sich - möglichst schnell - gleichzeitig, d.h. vom Anfang bis zum Ende des Bewässerungsrohres - gleichmäßig pro Flächeneinheit - mit zunehmenden Druckanstieg entlang der gesamten Bewässerungsanlage über die geneigten Pflanz-flächen so zu ergießen haben, daß die Pflanzenkulturen in einem fließenden, flächendeckenden Nährstrom stehen.
  • Dabei ist unabdingbar für jede saline oder nichtsaline Bewässerung, daß jeder einzelne Bewässerungsvorgang aus zwei Phasen besteht: - Ernährungs- und Versorgungsphase, in der die Flüssignahrung, angereichert mit Wuchs- und Wirkstoffen, die Pflanzenträgerschicht und damit die Wurzelbereiche durchfließend befeuchtet und versorgt; - Reinigungs- und Belüftungsphase, in welcher die Wasserzugabe so erhöht wird, daß ein reinigender Spülstrom die Trägerschicht durch- und überflutet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren erfüllt diese Anforderungen in optimaler Weise.
  • Mit dieser Zweiphasenspülbewässerung wird zusätzlich etwas erreicht, was in der Natur nur sehr selten vorkommt: ein maximales Nahrungsangebot ohne Uberbewässerung, die bei stehenden Gewässern die Folge ist. Der Konkurrenzkampf der Wurzeln entfällt; die volle Wurzelkraft kann für das Wachstum verwendet werden.
  • Das erfindungsgemäße Flächenspülsystem arbeitet wie folgt: 1. Ein Zubringerrohr oder ein Zubringerschlauch, der als Innenrohr fungiert, wird in ein größerdimensioniertes und waagrecht verlegtes Bewässerungsrohr, das als Außenrohr dient, eingeführt und mit einer Pumpe im Wasserbecken verbunden.
  • 2. Das Innenrohr ist mit Löchern gleicher Dimension bei verschiedenen Abständen oder bei gleichen Abständen mit verschiedenen Lochdimensionen so zu versehen, daß bei Wasserzufuhr der Wasserspiegel innerhalb des Außenrohres gleichmäßig auf der gesamten Länge angehoben wird.
  • 3. Das Außenrohr hat seinerseits an der Unterseite - ca. 60 Grad links und rechts vom tiefsten Punkt m Wasseraustrittslöcher oder -schlitze.
  • 4. Da die Wasserzufuhr durch das Innenrohr größer ist als der Wasserabfluß durch die Bewässerungsschlitze des Außenrohres, steigt der Wasserspiegel innerhalb des Außenrohres. Der Wasseraustritt erfolgt drucklos durch Gravitation.
  • Diesem erfindungsgemäßen Verfahren liegt folgende physikalische Erkenntnis zugrunde: Wird einem Bewässerungsrohr durch ein Innenrohr mehr Wasser zugeführt als durch die Ablaufschlitze abrinnen kann, wirkt das Bewässerungsrohr wie ein Wassertank, der sich auf der Gesamtlänge gleichmäßig und gleichzeitig durch Gravitation entleert. Ist das Bewässerungsrohr innen soll, wird um den Anteil der bisherigen Tankauffüllung mehr bewässert. Dergleiche Effekt kann mittels einer Wasserpumpe mit mehreren Geschwindigkeiten erreicht werden, wobei die Dimensionen des Bewässerungsrohres wesentlich kleiner gehalten werden können. Letzteres Verfahren ist jedoch mit einem höheren Energieaufwand verbunden.
  • Je länger oder je schneller mehr Wasser zugeführt wird als ablaufen kann, je stärker baut sich innerhalb des Außenrohres ein Druck auf. Das Wasser rinnt nicht mehr durch die Schwerkraft aus den Bewässerungsschlitzen, sondern wird durch Druck zunehmend schneller herausgepresst, was zu dem erwünschten Spülstrom führt.
  • Durch vorgewählten Wasserdruck im Innenrohr kann das Zeitverhältnis von Gravitationsbewässerung zur Druckbewässerung beliebig, auf Dauer und weitgehend wartungsfrei festgelegt werden.
  • Damit entspricht die erfindungsgemäße Vorrichtung für die Wasserzufuhr und Wasserverteilung den eingangs formulierten Erfordernissen: - rasche, gleichzeitige und gleichmäßige Flächenbewässerung mit Nachspülung: ein sogenanntes "running water system" mit einem wasch out effect".
  • - Verstopfungsfreie Wasserabgabe durch großdimensionierte Zu- und Abflußlöcher.
  • - Wartungsfreie Zweiphasenbewässerung durch Druckautomatik im Bewässerungsrohr - Energiegünstig: Niederdrucksystem durch Benützung der Gravitationskraft infolga erfindungsgemäßer Verwendung eines Bewässerungsrohres oberhalb einer schiefen Ebene.
  • - Das Zweirohrbewässerungssystem arbeitet vom Verfahren her der Länge nach unbegrenzt.
  • - hohe Betriebssicherheit durch Wegfall der sonst üblichen beweglichen Teile, wie Düsen, Ventile, rotierende Sprühvorrichtung, Druckausgleich- und Steuergeräte etc.
  • Diese Bewässerungsvorrichtung ist neu und nicht Stand der Technik.
  • Schließlich zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren auch dadurch aus, daß alle für den optimalen Pflanzenwuchs maßgeblichen Faktoren, wie pH-Wert, Wasserverdunstung, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Salzkonzentration, Temperatur aller versorgungstechnischen Anlageteile usw. gemessen und berücksichtigt werden können, wobei durch eine elektronische mit den Meßdaten beschickte Steuerschaltung entsprechende zyklische Korrekturen beim Umlauf des Wasserstromes vorgenommen werden.
  • In den versorgungstechnischen Anlageteilen und auch im Wurzelbereich befinden sich zur Teniperaturmessung entsprechende Temperaturfuhler. Erfindungsgemäß ist auch von Bedeutung, daß die Wasserzuführungsrohre unmittelbar zur Ergänzung und Aufbereitung einem der Nährstoffe im Wasserstrom dienen können indem sie mit/eigenen, vom Wassertank unabhängigen Nährstoffvorratsbehälter verbunden sind.
  • Das erlaubt eine noch gezieltere Dosierung der Nährstoffmenge und Nährstoffzusammensetzung gegenüber einer diesbezüglichen Beimischung im zentralen Wassertank.
  • Auch diese Bewässerungsvorrichtung ist neu und nicht Stand der Technik.
  • Ein weiteres wesentliches Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Neigung der schiefen Ebene so gewählt werden kann, daß sie in Kombination mit dem beschriebenen Spülsystem die entscheidende Voraussetzung für eine otimale Salzausspülung und eine Reinigung des Wurzelverbandes darstellt.
  • Ein zusätzlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen besteht darin, daß beim Erfindungsgegenstand ein Niederdruck-Pumpsystem geringen Energiebedarfs mit einem Wasserverteilungssystem ohne Energiebedarf - infolge Ausnutzung der Gravitation - so ökonoP misch kombiniert wird, daß sich ein Mehrfachrecycling für die zunehmend salzhaltigere Nährlösung anbietet.
  • Auf diese Weise liegt der Auswertungsgrad des zugeführten Frischwassers höher als bei allen bisher bekannten Bewässerungsverfahren.
  • III. DIE BODENVERSIEGELUNG Ein wesentlicher Unterschied des Erfindungsgegenstandes zu den erdgebundenen Kultivierungsverfahren ist die Tatsache, daß der Boden als Pflanzenernährungsbasis und als Pflanzenträger völlig ausgeschaltet ist. Der Boden dient nur als Auflagefläche, unabhängig von seiner Qualität.
  • Statt dessen wird auf dieser gegenüber dem Erdreich wasserdichten Auflagefläche eine Pflanzenträgerschicht lose aufgelegt die als Pflanzenträger dient und einen Wasser-, Luft- und Nährstoffspeicher mit Verdunstungsschutz darstellt.
  • Damit wird der grenzziehende Störfaktor Erde ausgeschaltet. Die Wurzeln der Pflanzen können sich mühelos in und unter der auf geschütteten organischen oder anorganischen Pflanzenträgerschicht ausbreiten, ineinanderwachsen und voll auf die Aufnahme von Wasser und Nahrung konzentrieren.
  • Ein Raterials welches dazu bestimmt ist, weite Bodenflächen, die landwirtschaftlich genutzt werden sollen, in gemäßigten und heißen Klimazonen gleichmäßig gut abzudecken und wasserdicht zu versiegeln, muß sich unter anderem durch hohe Druck- und Biegezugsfähigkeit auszeichnen.
  • Eine erfindungsgemäße Sonderherstellung - vornehmlich bestehend aus einem Zementgemisch mit Co- oder Terpolymeren Dispersionen -wird den Ansprüchen des hier beschriebenen Bewässerungssystems gerecht, besonders in Gebieten mit extrem hohen Temperaturen, in denen die eingangs erwähnten Spritzmassen aus Bitumen nur bedingt eingesetzt werden können.
  • Als Name für dieses Spritzmaterial wird die Silbenfolge Biolit verwendet. Es hat folgende Eigenschaften: - hart - gieß- und sprühbar - weder Spannungsrisse noch Verwerfungen - belastbar für den Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen - wartungsfrei - in allen Klimazonen einsetzbar - UV-resistent - und in grüner Farbe Diese Materialeigenschaften erlauben es, daß die gesamte Bodenfläche einer Desert Plantation System - Plantage lückenlos flächendeckend so versiegelt wird, daß je zwei Plantagenstraßen durch einen Rückflußkanal verbunden sind. Alle Kanäle sind so ausgelegt und statisch geformt, daß sie als Fahrspuren für Landwirtschaftliche Maschinen verwendet werden können.
  • Durch diese Art der Versiegelung wird eine dauerhafte Basis für erdlose Kulturen geschaffen, wobei Wasserbecken mit gesteuerten Wasserrücklauf, Verlegungsraum für Verbindungsrohre nach Außen sowohl für den Wasseraußenanschluß als auch für den Salzauswurf sowie Xaschinenfahrstreifen funktional integriert eingebaut sind.
  • Gleichzeitig wird sichergestellt, daß alle wasserführenden Teile der Vorrichtung gegenüber dem Boden abgedichtet sind und dieser gegen Versalzung geschützt ist.
  • Eine solche Form der Landwirtschaftlichen Bodenvorbereitung ist nicht Stand der Technik.
  • IV. DIE BBFÄSSERUNGSEINHEIT Eine Bewässerungseinheit besteht aus mehreren Plantagenstraßen, die - wie bereits erwähnt - durch ein System von Wasserrücklaufkanälen verbunden sind und von einem zentralen Wasserbecken aus bewässert werden.
  • Dies erfolgt nach folgendem Schema: - In dem Wasserbecken oder am oberen Beckenrand befindet sich eine Unterwasserdruckpumpe bzw. Wassersaugpumpe.
  • - Die Pumpe ist mit einem Wasserzuleitungsrohr verbunden, welches im Wasserrücklaufsammelkanal verlegt wird. Von diesem Zuleitungsrohr führen Wasseranschlüsse zu den Bewässerungsrohren.
  • Jeder dieser Wasseranschlüsse ist mit einem Magnetventil versehen. Die Motorpumpe und die Magnetventile sind gemeinsam, über eine Zeitschaltuhr, elektrisch verbunden. In der bewässerungsfreien Zeit sind die Magnetventile geschlossen.
  • Bei Beginn der Bewässerung öffnet sich ein Magnetventil und die Wasserpumpe beginnt zu arbeiten. Nachdem die erste Plantagenstraße bewässert ist öffnet sich ein anderes Magnetventil und das erste Magnetventil schließt sich. So werden nacheinander alle Plantagenstraßen bewässsert, jede mehrmals am Tag.
  • Der Wasserrücklauf erfolgt über drei Arten von Gefälle: + zuerst über die geneigten Pflanzflächen, dann in den + Rückflußkanälen und schließlich im + Rückflußsammelkanal, welcher im Wasserbecken mündet.
  • Die Rückflußkanäle der Plantagenstraßen münden direkt im Wasserbecken. Das zurückgeführte Wasser kann - wie bereits mehrmals erwähnt - mehrmals verwendet werden.
  • Die benötigte Wassermenge wird vom Wasserbecken in das Bewässerungsrohr gehoben und leicht angestaut; der Rückfluß ist in der Bodenversiegelung dauerhaft vorgeformt.
  • Diese Art der Wasserführung ist nicht Stand der Technik.
  • Die Zuleitung von frischem Wasser in das Wasserbecken, z.B.
  • als Ersatz für Transpirationsverluste und die Ableitung für Salzauswurf werden im Rückfluß-Sammelkanal verlegt.
  • Die Größe des Wasserbeckens kann den lokalen Erfordernissen und Gegebenheiten angepaßt werden.
  • In erster Linie hängt die relative Größe des Wasserbeckens: das ist die Wasserkapazität im Verhältnis zur Pflanzfläche, vom Salzgehalt und von der Salzresistenz der zu bewässernden Pflanzen ab.
  • Die Wassereserve muß umso höher sein, je salzhältiger das Wasser ist, da dieses welliger oft verwendet werden kann, als Wasser mit geringem Salzgehalt. Je kleiner die relative Größe des Wasserbeckens dimensioniert ist, umso häufiger muß, - insbesondere bei hochsalinem Wasser - das Wasserbecken ausgepumpt oder/und mit Neuwasser ergänzt werden.
  • Des weiteren sind Klima und Standortfragen zu berücksichtigen.
  • Jede Bewässerungseinheit dient gleichzeitig als Regenspeicher.
  • Soll Regenwasser, welches bis zu 20 der jährlich benötigten Wassermenge ausmachen kann, gespeichert werden, muß das Wasserbecken zusätzliche Reserven haben.
  • Ist Wasser vnbeschränkt verfügbar, wird nur ein kleines Wasserbecken benötigt, das in erster Linie einer Regulierung der Wasserzufuhr dient, so z.B. bei Plantagen in Nahe eines Flusses in den Tropen.
  • Jede Bevfässerungseinheit ist an allen vier Seiten durch eine Wasserscheide begrenzt, deren tiefster Punkt das Wasserbecken ist. Die Wasserscheide dient als Schutz gegen Seuchen und Vermischung mit andersartiger Nährlösung.
  • Die Bewässerungseinheiten können nahtlos aneinander gereiht werden und ergeben dadurch eine Gesamtplantage. Das Aneinanderreihen von Bewässerungseinheiten bedingt eine gleiche Breite der aneinander dergereihten Pflanzstraßen. Für Flächenkulturen ist eine Plantagenbreite von 6-8m - von einem Rückflußkanal zum anderen gemessenausreichend, z.B. für Grunfutter und Getreide.
  • Für Reihenkulturen, Wein, Spalierobst etc. kann mehr als die doppelte Breite gewählt werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich ferner durch folgende Möglichkeit aus: Damit auch die Pflanzen am unteren Ende der schiefen Ebene gleich gut ernährt werden, können die Pflanzflächen - parallel zum Bewässerungsrohr - weitere Bewässerungsrohre unterhalb des oberen Bewässerungsrohres mit einem Abstand von 3-4m eingelassen werden. Dieses Verfahren ist dann anzuwenden, wenn größere natürliche Hanglagen nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bewässert werden sollen, z.B. für Grünanlagen in Wüstenstädten, Hotelgrünflächen, Obstplantagen etc.
  • Diese Bewässerungsvorrichtung ist neu und nicht Stand der Technik.
  • In sandsturmgefährdeten Gebieten werden die Rückflußkanäle und sammelkanäle sowie das Wasserbecken mir sickergrubenartigen Sieb- und Reinigungsvorichtungen versehen, damit die aus der Trägerschicht ausgewaschenen Sandmengen nicht die Wasserpumpen und deren Filteranlagen verschmutzen. Das Wasserbecken ist zwecks Vermeidung von Verdunstung und Verschmutzung abzudecken.
  • Wird in einem Wasserbecken die Flüssi ahrung zu salzhältig, gibt es zwei Möglichkeiten entweder - auspumpen und mit frischem, Ersatzwasser neu auffüllen und wieder neu Nährstoff beigeben oder -- umpumpen in ein danebenliegendes Wasserbecken, aus welchen eine Bewässerungseinheit mit Pflanzen höherer Salzresistenz bewässert wird.
  • Von der Letzten Wasserverwertungsstufe wird das hochkonzentrierte Salzwasser zum Endlagerplatz gepumpt. Die dort austrocknenden Halden enthalten wertvolle Kineralien, vorallem unverbrauchte Nährstoffe.
  • Ein industrielles Recycling bietet sich an. Mit dieser Verwertung wird die DPS-Recyclingkette geschlossen: vom Wassereinsatz bis zur Wiederverwertung der Wasserfeststoffe mit zwischengeschalteter Gewinnung pflanzlicher Biomassen.
  • Diese Art der Wasserführung und Wasserverwertung nach dem Recyclingsystem ist nicht Stand der Technik.
  • V. DER AGROCAR Sinn und Zweck der DPS-Plantagen ist die Produktion pflanzlicher Biomassen. Ob Grünfutter- oder Getreideanbau, ob Gemüse-, Obst- oder Baumwollplantagen, alle diese Produktionsarten sind mit Transport verbunden. Wenn z.B. Grünfutter angebaut wird, sind pro Jahr und Hektar über 300 Tonnen Erntegewicht zu mähen, aufzuheben und zu transportieren. Nach der DPS-Methode wird diese Transportfrage bereits bei der Bodenversiegelung Rechnung getragen.
  • Durch die Verbindung zweier Pflanzflächen durch einen gemeinsamen schmalen Kanal - dem Wasserrücklaufkanal - wird eine Felddichte erreicht, welche aus Platz- und Formgründen - die Verbindung von Kanal und schiefer Ebene - eilen haschineneinsatz notwendig nacht, zumindest aber eine fahrbare Arbeitsplattform erfordert, z.3. für den Erntetransport.
  • Ein wesentliches Erfindungsmerkmal besteht darin, daß die Seitenwände der Abflußkanale statisch so ausgelegt sind, daß sie mit dem Gewicht selbstfahrender Bearbeitungs- und Transportmaschinen belastet werden können.
  • Eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung besteht darin, daß ein Fahrzeug, genannt Agrocar, das aus einer in der Höhe verstellbaren Arbeits- und Kaschinenplattform besteht, z.B 20m mal 7m, welches mit 4, 6 oder 8 Niederdruckreifen so auf den Rückflußkanälen rollt, daß die Plantage unterhalb der Plattform in beliebiger Art und Höhe bearbeitbar ist.
  • Da die Oberseiten der Abflußkanäle über die Gesamtplantage hindurch waagrecht und glatt sind, ist nur geringer Rollwiderstand vorhanden. Ein weiterer Vorteil dieser erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht deshalb darin, daß ein Agrocar erforderlichenfalls durch menschliche oder tierische Kraft bewegt werden kann.
  • Unerläßlich ist der Agrocar für die industrielle landwirtschaftliche Hochleistungsproduktion.
  • Mit seiner ferngesteuerten Hilfe können in der Landwirtschaft genauso Roboterstraßen eingeführt werden9 wie sie heute in der Autoindustrie üblich sind. Eine derart abgestimmte Einheit von Landwirtschaftsfläche und Maschine ist nicht Stand der Technik.
  • VI. RESUMEE 40.000 km lang grenzen Wüsten an Meereswasser. Küstennabe Brunnen, betrieben durch Wind- oder Solarpumpen, können gefiltertes Meereswasser mit verminderten Salzgehalt liefern. Diese unerschöpfliche Meereswasserquelle kann, in Pipelines gefaßt, die Wüste grün machen. Selbst wenn alle verfügbaren Grundwasserreserven ausgeschöpft werden, würde mit den bekannten Bewässerungsmethoden nur ein Bruchteil aller ariden Flächen dieser Erde bewässert werden können.
  • Was langfristig verfügbar bleiben wird, ist Fluß- und Regenwasser in den Tropen und Keereswasser für die würsten. Um diese natürlichen Reserven nutzen zu können bedarf es künstlicher Böden und einer salinen Bewässerungstechnik. Das erfindungsgemäße Verfahren - das DESERT PLANTATION SYSTEM - verfügt über beide Erfordernisse. Die diesbezüglich beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen des Erfindungsgegenstandes sind nicht Stand der Technik.
  • Ergänzungsblatt 1 Beschreibung der einzelnen Figuren 1.
  • Fig. 1 zeigt die nach den Ansprüchen 1 und 6 erwähnten schiefen Ebenen, die durch Befestigen und Versiegeln der Bodenflächen entstanden sind sowie die Wasserabflußkanäle, die sich am unteren Ende der schiefen Ebene befinden.
  • Ferner zeigt Figur 1; daß auf dem oberen Ende der schiefen Ebene nach Anspruch 15 auf der Gesamtlänge ein Bewässerungsrohr waagrecht verlegt wird und daß das Bewässerungsrohr mit einem kleiner dimensionierten Innenrohr versehen ist, wie in Anspruch 16 erwähnt.
  • 2.
  • Fig. 2 zeigt das in Anspruch 16 gekennzeichnete Bewässerungsrohr.
  • Die Zeichnung verdeutlicht, daß ein Außenrohr - das erfindungsgemäß als Bewässerungsrohr dient - mit einem kleiner dimensionierten Innenrohr versehen ist.
  • Ferner zeigt die Fig. 2, daß das Außenrohr links und rechts von der Senkrechten Wasseraustrittsschlitze besitzt, wie in Anspruch 17 erwähnt.
  • Schließlich soll Fig. 2 andeuten, daß das Innenrohr so gelöscht ist, daß die Wasserverteilung innerhalb des Bewässerungsrohres gleichmäßig und gleichzeitig erfolgt (gemäß Anspruch 18) Ergänzungsblatt 2 3.
  • Fig. 3 veranschaulicht das Wasserführungssystem. Dieses ist gemäß Anspruch 22 dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Streifen schiefer Ebenen von einem zentralen Wasserbecken versorgt werdem, wobei die geneigten Pflanzflächen durch einen gemeinsamen Wasserrückflußkanal verbunden sind und eine Bewässerungseinheit bilden.
  • Außerdem zeigt Fig. 3, daß - wie in Anspruch 25 erwähnt -die Magnetventile einer Bewässerungseinheit über eine Zeitschaltuhr mit der Pumpe des Wasserbeckens verbunden sind, was eine seperate, aufeinanderfolgende Bewässerung pro Bewässerungsstreifen ermöglicht.

Claims (34)

  1. PATENTANSPRÜCHE 0 Verfahren zur erdlosen Aufzticht und Kultivierung von Pflanzen vorzugsweise im Freien auf schiefen Ebenen, welche durch Befestigen und Versiegeln der Bodenoberfläche entstehen, dadurch gekennzeichnet, daß den Wurzeln der Pflanzen in einem fließenden Wasserstrom gelöste Nährstoffe zugeführt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der fließende Wasserstrom durch die Pflanzenwurzeln entweder durch Gravitation oder durch Druckanwendung geschickt und gegebenenfalls wasserfallartig zugeführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß der fließende Wasserstrom allen Pflanzenwurzeln nahezu gleichzeitig und gleichmäßig zugeführt wird, derart, daß er auf der Breitseite des generell rechteckigen Pflanzbereiches zugeführt wird, und nach Durchlaufen einer 3 bis 12 Meter breiten, geneigten Strecke auf der anderen Breitseite des Pflanzbereiches abgeführt wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet9 daß durch Messung der Konzentration der Nährstoffe im zugeführten und abgeführten Wasserstrom die Werte zur Ergänzung des jeweils umgewälzten Wassers mit Nährstoffen-festgestellt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle für den optimalen Pflanzenwuchs maßgeblichen Faktoren, wie pH-Wert, Wasserverdunstung, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur, Salzkonzentration, Temperatur aller versorgungstechnischen Anlagenteile in die Messung mit einbezogen und berücksichtigt werden, um Korrekturen bzw. Veränderungen bei der Zusammensetzung und dem Umlauf des Wasserstromes vornehmen zu können.
  6. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß auf einer gegebenen Bodenfläche befestigte schiefe Ebenen hergestellt, mit einem hydraulischen Bindemittel - vornehmlich bestehend aus einem Zementgemisch mit Co- oder terpolymeren Dispersionen - versiegelt oder mit einer Folie oder mit einer Spritzmasse aus Bitumen wasserdicht abgedeckt und zur Aufnahme einer Pflanzenträgerschicht, bestehend aus organischen oder anorganischen Material, z.B.
    Kies, Kapillarmatten oder Sägespäne, benutzt werden.
  7. 7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer gegebenen Bodenfläche sowohl streifenförmige schiefe Ebenen als auch die Wasserkanäle samt Wasserbecken sowie Maschinenfahrireifen vorgeformt werden: F.
  8. Vorrichtung nach-Anspruch 6 und 7 dadurch gekennzeichnet, daß alle wasserführenden Flächen, das sind die schiefen Pflanzenebenen, geneigte Rückflußkanäle sowie Wasserbecken, gegenüber dem Erdreich wasserdicht versiegelt werden.
  9. 9 Vorrichtung nach Ansprüchen 1 29 3 6 und 7 dadurch gekennzeichnet, daß die dachförmig zueinander geneigten Flächen der Länge nach waagrecht ausgerichtet sind, wobei die Rückflußkanäle, die sich am unteren Ende der schiefen Ebene befinden, zum Wasserbecken hin ein Gefälle haben.
  10. 10.Vorrichtung nach Ansprüchen 1, 2 sowie 6 bis 9 dadurch gekennzeichnetR daß die streifenförmigen schiefen Ebenen der Lange und der Breite nach begrenzt sind und in der Längsmitte ein Wasserbecken haben.
  11. 11.Vorrichtung nach Ansprüchen 7, 9 8, 9 und 10 dadurch gekennzeichnet, daß sich in jedes Wasserbecken bis zu vier Abflußkanäle ergießen.
  12. 12.Vorrichtung nach Ansprüchen 7 bis 11 dadurch gekennzeichnet, daß der obere Rand der Rückflußkanäle und die beiden Außenränder des Wasserbeckens als Maschinenfahrstreifen ausgebildet sind.
  13. 13.Verfahren nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, daß ein für Kaschineneinsatz belastbares Material, wie in Anspruch 6 beschrieben, in wasserdichter Form verwendet wird.
  14. 14.Verfahren nach den Ansprüchen 6 bis 13 dadurch gekennzeichnet, daß die wasserdichte Boden und Formversiegelung am Einsatzort oder/und durch vorfabrizierte Normteile erfolgt.
  15. 15. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 6, 7, 9 und 10 dadurch gekennzeichnet, daß auf dem oberen Ende der schiefen Ebenen auf der Gesamtlänge ein Bewässerungsrohr waagrecht verlegt wird.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, daß das Bewässerungsrohr mit einem kleiner dimensionierten Innenrohr versehen ist.
  17. 17. Vorrichtung nach den Ansprüchen 15 und 16 dadurch gekennzeichnet, daß das Bewässerungsrohr in der unteren Rohrhälfte - links und rechts von der Senkrechten -Wasseraustrittsschlitze oder Wasseraustrittslöcher besitzt.
  18. 18. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 15 und 16 dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr so gelocht ist, daS die Wasserverteilung innerhalb des Bewässerungsrohres gleichmäßig und gleichzeitig erfolgt. Diese Wirkung wird erreicht, durch gleiche Lochgröße bei verschiedenem Abstand oder gleichen Lochabstand bei unterschiedlichen Lochdimensionen
  19. 19. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 15, 16 und 18 dadurch gekennzeichnet, daß dem Innenrohr mehr Wasser zugefuhrt wird, als durch die Wasseraustrittsochlitze im Bevässerungsrohr entweichen können.
  20. 20. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2 und 15 dadurch gekennzeichnet, daß durch die Regulierung der Wasserzufuhr im Innenrohr und durch die Wahl der Dimension des Bewässerungsrohres eine Ein- oder Mehrphasenbewässerung - durch weniger oder mehr Wasser = möglich ist.
  21. 21. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 15, 16, 18, 19 und 20 dadurch gekennzeichnet daß dem Innenrohr durch eine mehrstufig regulierbare Wasserpumpe mehr oder weniger Wasser zugeführt wird.
  22. 22. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 7, 9, 10 und 15 dadurch gekennzeichnet9 daß mehrere Streifen schiefer Ebenen - die Plantagenstraßen - von einem zentralen Wasserbecken versorgt werden, wobei die geneigten Pflanzflächen durch einen gemeinsamen Wasserrückflußkanal -eine Ausnahme hievon bilden lediglich die beiden äußeren Kanäle - verbunden sind. Alle Plantagenstraßen, d.h. mindestens zwei zueinander geneigte oder zueinander aufstrebende schiefe Ebenen, die von einem Wasserbecken versorgt werden, bilden eine Bewässerungseinheit.
  23. 23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 7, 9, 10, 15 und 22 dadurch gekennzeichnet 9 daß alle Wasserrückflußkanäle in einen Sammelkanal münden, ausgenommen die Wasserrückflußkanäle der Plantagenstraßes in deren Mitte sich das Wasserbecken befindet.
  24. 24. Vorrichtung nach den Ansprüchen 22 und 23 dadurch gekennzeichnet, daß im Sammelkanal ein Wasserleitungsrohr verlegt ist, welches jedes Bewässerungsrohr über ein Magnetventil mit Wasser versorgt.
  25. 25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22 und 24 dadurch gekennzeichnet, daß alle Magnetventile einer Bewässerungseinheit über einen Timer mit der Wasserpumpe verbunden sind, wodurch die Bewässerung nicht auf einmal erfolgt, sondern pro Plsntagenstraße einzeln und nacheinander.
  26. 26. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1, 2, 22 und 23 dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserkanäle und das Wasserbecken als Regenwassersammelvorrichtung und als Regenwasserspeicher dienen.
  27. 27. Vorrichtung nach den Ansprüchen 22 und 25 dadurch gekennzeichnet, daß eine rohrartige Unterführung unterhalb der Wasserscheide zweier Sammelkanäle verschiedener Bewässerungseinheiten die elektrische Versorgungsleitung für Pumpe, Magnetventile und Timer, sowie die beiden Rohre für Wasserversore gung und Wasserentsorgung des Wasserbeckens aufnimmt.
  28. 28. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9, 22, 23 und 26 dadurch gekennzeichnet, daß die Wasserrückflußkanäle vor 3inmundung in das Wasserbecken bzw. in einen Sammelkanal sowie das Wasserbecken mit derartigen sickergrubenartigen Vorrichtungen, Sieben und Filtern versehen sind, die einer Versandung bzw.
    Verschmutzung der Pumpanlagen vorbeugen, um eine gravierende Beeinträchtigung der Pumpenleistung und Wasserzuführung zu vermeiden.
  29. 29. Vorrichtung nach einem der Anspruche 12 und 13 dadurch gekennzeichnet, daß eine den Kanalabständen angepaßte, fahrbare und in der Höhe verstellbare Plattform oberhalb der Plantagenstraßen rollt. Diese landwirtschaftliche Spezialmaschine kann je nach Ausführung durch technische oder tierische Energie bewegt werden.
  30. 30. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 22, 23 und 28 dadurch gekennzeichnet, daß das saline Wasser nach mehrfacher Verwendung in jene Wasserbecken umgepumpt wird, von welchen Pflanzen höherer Salzresistenz bewässert werden.
  31. 31. Vorrichtung nach Anspruch 30 dadurch gekennzeichnet, daß die wertvollen Kineralstoffe, welche sich in den ausgetrockneten Halden der Salzlacke befinden, durch Recyclinganlagen wiedergewonnen werden.
  32. 32 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2 sowie 6 bis 10 dadurch gekennzeichnet9 daß die Neigung der schiefen Ebene veranderbar ist.
  33. 33. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, daß die Pflanzenträgerschicht (6) auch zur Aufnahme des Samens oder von Stecklingen dient.
  34. 34. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 sowie 15 bis 22 dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Wasserbecken in die Pflanzenträgerschicht gepumpte Wasser mehrfach verwendet werden kann.
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