DE3239018C2 - - Google Patents
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Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierlich
arbeitendes Brennaggregat und insbesondere einen Ofen
zum kontinuierlichen Brennen von Keramiken und ähnli
chen Produkten.
Die AT 2 20 060 offenbart einen Ofen zum Brennen von
keramischem Gut, mit gerader Brennzone und beiderseits
quer anschließenden Abschnitten sowie mit einem end
losen, parallel zur Brennzone in der Brennkammer zu
rücklaufenden Förderorgan.
Allerdings wird durch die Kombination der Wagen und der
Brennkapseln gemäß der vorliegenden Erfindung sowohl
eine erhebliche Reduzierung des Energieverbrauchs als
auch eine Erhöhung der Aufheizgeschwindigkeiten mög
lich. So wird durch die erfindungsgemäßen Wagen aus
nichtrostendem Stahl im Vergleich zu Keramikböden in
einem konventionellen Tunnelofen nur ungefähr die Hälf
te der Wärme freigesetzt (7172 kJ/h/m2 bzw. 13632
kJ/h/m2). Der Wärmeinhalt des Bodens in dem konven
tionellen Tunnelofen beträgt 185 542 kJ/m2, wohingegen
der Wärmeinhalt des Wagens in dem Aggregat gemäß der
vorliegenden Erfindung 14 189 kJ/m2 ist. Das bedeutet
eine Verminderung auf etwa 1/11.
Da die von den Wagen aufgenommene Wärmemenge gering
ist, können Aufheiz- und Abkühlgeschwindigkeiten bis zu
800°C/h erreicht werden, wodurch es möglich ist, das
Brennen etwa viermal so schnell wie in einem konventio
nellen Tunnelofen durchzuführen.
Bei der Herstellung von Keramiken und ähnlichen Produk
ten werden weit verbreitet Tunnelöfen einer Bauart ver
wendet, wie sie in der Fig. 1 dargestellt ist. Hierbei
wird eine eine Brennkapsel (Muffel), in die das zu brennende
Geschirr hineingestellt wurde, auf einen Keramik-Boden
1 geladen und dann auf einer Fahrbahn 7 vom Punkt der
Einführung durch eine Kammer 5 des Ofens 4 mit Hilfe
einer Schiebevorrichtung 3 zu dem Punkt des Austragens
hin bewegt. Der Keramik-Boden 1, der bei einem solchen
Brennverfahren verwendet wird, muß stark genug sein, um
den durch die Schiebevorrichtung 3 ausgeübten Druck
auszuhalten; hierfür ist es erforderlich, daß der Boden
eine hohe mechanische Festigkeit besitzt. Zu diesem
Zweck muß der Keramik-Boden dicker gemacht werden. Dem
zufolge erreicht die Wärmekapazität des Bodens einen
beträchtlichen hohen Wert, und die Wärmemenge, die zum
Erhitzen des Bodens 1 benötigt wird, wird groß im Ver
gleich zu derjenigen Wärmemenge, die zum Erhitzen des
zu brennenden Geschirrs aufzuwenden ist. Dies hat eine
erhebliche Vergrößerung der durch die Böden verloren
gehenden Wärmemenge und eine Erniedrigung des Tempera
turgradienten in dem Ofen zur Folge. Hierdurch wiederum
wird die Erhöhung der Länge des Ofens und der Brenn
dauer bedingt. Außerdem werden die Böden im allgemeinen
aus einem keramischen Material wie Aluminiumoxid, Zir
coniumoxid, Schamottestein, Isolierziegeln und derglei
chen hergestellt, und diese Materialien sind nur wenig
beständig gegen Wärmestöße, so daß sie der Beheizungs
geschwindigkeit und der Abkühlungsgeschwindigkeit des
Geschirrs Grenzen auferlegen und es damit unmöglich
machen, mit derartigen Böden solches Geschirr zu bren
nen, das ein rasches Aufheizen und ein rasches Abkühlen
erfordert. Da die Böden periodisch (intermittierend)
bewegt werden, ist es unmöglich, ein kontinuierliches
Brennen der zu brennenden Ware durchzuführen. Wegen der
vorgenannten Gründe dauert das Brennen der Keramikware
lange. Beispielsweise dauert das Brennen der Keramik
ware etwa 16 h, da die Aufheizungsgeschwindigkeit und
die Abkühlungsgeschwindigkeit auf etwa maximal 200°C/h
begrenzt sind.
Auf der anderen Seite wird die Entwicklung neuer Brenn
aggregate für die Tunnelöfen angestrebt, um den in
letzter Zeit beträchtlich gestiegenen Energiekosten und
einem wachsenden Bedürfnis nach einer Verminderung der
Brenndauer Rechnung zu tragen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist deshalb, ein kon
tinuierlich arbeitendes Brennaggregat verfügbar zu
machen, das ein Brennen mit hoher Geschwindigkeit er
möglicht.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist weiterhin, ein kon
tinuierlich arbeitendes Brennaggregat verfügbar zu ma
chen, das ein Brennen des Geschirrs unter kontinuierli
cher Bewegung ermöglicht.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist außerdem, ein kon
tinuierlich arbeitendes Brennaggregat verfügbar zu
machen, das eine Einsparung von Energiekosten ermög
licht.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein kontinuier
lich arbeitendes Brennaggregat zum Brennen von kera
mischem Gut verfügbar gemacht, umfassend einen mit
einer elektrischen Heizvorrichtung ausgerüsteten Ofen
körper, eine durch diesen Ofenkörper horizontal schlei
fenförmig verlaufende Fahrbahn, eine Vielzahl von Wa
gen, die längs der gesamten Fahrbahn für die Bewegung
auf dieser Fahrbahn angeordnet sind, sowie eine Vor
richtung zur Fortbewegung dieser Wagen, die ein schlei
fenartiges Antriebsglied umfaßt, das längs des Umfangs
der Fahrbahn angeordnet und an die Wagen angekuppelt
ist, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Wagen aus
einem metallischen Material mit geringer Wärmekapazität
und hoher Beständigkeit gegen thermische Schocks herge
stellt und für eine Beladung mit Brennkapseln (Muf
feln), die das zu brennende Geschirr tragen und aus
einem keramischen Woll-Material hergestellt sind, aus
gebildet sind.
In der vorliegenden Erfindung ist die in einer Schleife
verlaufende Fahrbahn mit ebener Oberfläche so ausge
führt, daß sie parallele lineare Teile aufweist, deren
einer sich durch den Ofen hindurch erstreckt. Außerdem
sind benachbart zu dem anderen linearen Teil oder einem
gekrümmten Teil der Fahrbahn, die sich außerhalb des
Ofenraums befinden, Stationen zum Beladen der Wagen mit
dem zu brennenden Geschirr und zum Entladen des ge
brannten Geschirrs von den Wagen angeordnet.
Die Brennkapseln, die aus einem keramischen Woll-Mate
rial hergestellt sind, werden eingesetzt, um ein Bren
nen des Geschirrs mit hoher Geschwindigkeit zu errei
chen.
Bei dem kontinuierlich arbeitenden Brennaggregat gemäß
der vorliegenden Erfindung werden die Wagen, die mit
dem zu brennenden Geschirr beladen sind, gezogen und
kontinuierlich durch das Antriebsglied über der schlei
fenförmigen Fahrbahn bewegt, ohne daß ein mechanischer
Stoß auftritt, so daß es möglich ist, Wagen mit gerin
ger Wärmekapazität einzusetzen. Der Einsatz derartiger
Wagen ermöglicht die Durchführung des Brennens mit ho
her Geschwindigkeit und eine Einsparung im Energiever
brauch, da die durch die Wagen aus dem Ofen ausgebrach
te Wärme beträchtlich vermindert werden kann.
Die angegebenen und andere Zielsetzungen, Merkmale und
Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen weiterhin aus
der folgenden Beschreibung unter Bezug auf die
Zeichnungen hervor, die in Form von Beispielen
eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfin
dung darstellen.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen her
kömmlichen Tunnelofen.
Fig. 2 zeigt einen diagrammartigen Grundriß eines kon
tinuierlich arbeitenden Brennaggregats gemäß der vor
liegenden Erfindung.
Fig. 3 zeigt eine diagrammartige Seitenansicht eines
Teils des in der Fig. 2 dargestellten kontinuierlich
arbeitenden Brennaggregats.
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte diagrammartige Seiten
ansicht eines Teils des in der Fig. 2 dargestellten
Aggregats, die die Kupplung zwischen dem Wagen und der
Antriebsvorrichtung deutlich macht.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 2 bis 4 umfaßt ein kon
tinuierlich arbeitendes Brennaggregat gemäß der vorlie
genden Erfindung eine in einer Schleife geführte Fahr
bahn 11 mit einer waagerechten ebenen Oberfläche 12,
eine Anzahl Wagen 13, die auf der Fahrbahn 11 angeord
net sind sowie eine Antriebsvorrichtung und einen Ofen
körper 25.
Die in einer Schleife geführte Fahrbahn 11 umfaßt par
allele geradlinige Teile und zwei gekrümmte Teile, die
eine horizontale ebene Oberfläche bilden. Einer der
linearen Teile erstreckt sich durch den Ofenkörper 25
hindurch. Der Ofenkörper 25 ist mit einer Anzahl von
Widerstandsheizungselementen 27 ausgerüstet, die über
die Länge des Ofens hinweg über der Fahrbahn angeordnet
sind. Die Heizelemente können auch an beiden Seiten der
Fahrbahn über die Länge des Ofens hinweg angeordnet
sein. Da der Ofenkörper 25 im allgemeinen in linearer
Form konstruiert ist, wird vorzugsweise der Ofenkörper
um den linearen Teil der Fahrbahn 11 angeordnet, wie
dies in der Fig. 2 dargestellt ist.
Damit die Fig. 2 nicht unnötig kompliziert wird, zeigt
sie nur einige Wagen 13. Die Wagen sind sämtlich längs
der Fahrbahn 11 angeordnet. Die Zahl und die Anordnung
der Wagen können beliebig gewählt werden. Jeder Wagen
13 ist aus einem Material mit geringer Wärmekapazität
und hoher Beständigkeit gegen thermische Stöße herge
stellt, etwa, beispielsweise, aus nichtrostendem Stahl,
Aluminium und ähnlichen Metallen, und mit drei oder
vier Rädern 14 ausgerüstet, die unabhängig voneinander
von Gehäusen 29 gehalten werden. Jedes Gehäuse ist um
eine Welle 15 drehbar gehaltert, so daß das Rad durch
Rotation des Gehäuses 29 um die durch die Achse der
Welle 15 verlaufende Achse in alle Richtungen gedreht
werden kann. Die Vorrichtung zum Antrieb der Wagen um
faßt eine Kette 17, die längs des inneren Umfangs 19
der Fahrbahn 11 angeordnet ist und an Kettenrädern 22,
22′ anliegt. Die Kette 17 wird durch ein Antriebs-Ket
tenrad 22 angetrieben, das wiederum durch einen Motor
20 über Kettenräder 30, 31, eine Kette 21 und ein Ke
gelrad-Getriebe (nicht eingezeichnet) aangetrieben wird.
Wie aus der Fig. 4 zu ersehen ist, ist die Kette 17 an
jeden der Wagen 13 mittels eines L-förmigen Kupplungs
gliedes 18 angekuppelt. Wenn die Kette durch das An
triebs-Kettenrad 22 angetrieben wird, werden die Wagen
13 über die Fahrbahn 11 bewegt. Der Wagen kann eine
ebene Oberfläche mit einer Größe gleich derjenigen der
Bodenfläche der Brennkapsel (Muffel) haben. Die Brenn
kapsel ist aus einem Material hergestellt, das gegen
die Brennhitze beständig ist, vorzugsweise aus einem
keramischen Woll-Material, das eine niedrige Wärmekapa
zität und eine hohe Beständigkeit gegen Wärme-Stöße
besitzt. Der Einsatz von Keramik-Wolle, beispielsweise
aus Aluminiumoxid, ermöglicht die Durchführung des
Brennvorgangs mit hoher Geschwindigkeit.
Beim Betrieb wird die zu brennende Ware in eine Brenn
kapsel 16 gegeben und in dieser an einer Ladestation
28 A auf den Wagen 13 geladen. In der Fig. 2 werden zwei
Brennkapseln auf jeden Wagen 13 geladen, jedoch ist die
untere Brennkapsel leer und nur zu Regulierung der auf die
Ware einwirkenden Wärme zwischen die obere Brenn
kapsel und die ebene Oberfläche des Wagens gestellt.
Der mit einer oder mehreren Brennkapseln 16 beladene
Wagen 13 wird durch die Kette 17 angetrieben und kon
tinuierlich von der Station 28 A zu dem Ofenkörper 25,
durch diesen hindurch und dann zu der Station 28 B be
wegt. Während des Durchgangs durch die Kammer 26 des
Ofens 25 wird die Ware in der Brennkapsel 16 mit einer
bestimmten Aufheizgeschwindigkeit, beispielsweise mit
800°C/h, auf die Brenntemperaur erhitzt, bei dieser
Temperatur durch die von den Widerstandsheizelementen
27 kommende Hitze gebrannt und dann mit einer bestimm
ten Abkühlungsgeschwindigkeit, beispielsweise mit
800°C/h, abgekühlt. Die Ware und die Brennkapsel kommen
aus dem Ofen heraus und werden rasch durch Luft abge
kühlt, ohne daß Bruchgefahr der Brennkapsel besteht.
Wenn die Brennkapsel dann die Station 28 B erreicht hat,
wird sie von dem Wagen 13 abgeladen, und eine neue, die
mit der zu brennenden Ware beschickt wurde, wird an der
Ladestation 28 A auf diesen aufgeladen.
In der vorstehenden Ausführungsform umfaßt die Vorrich
tung zum Antrieb der Wagen eine Kette, jedoch kann auch
ein beliebiges anderes Glied wie beispielsweise eine
Bandschleife an Stelle der Kette 17 verwendet werden.
In gleicher Weise kann statt der Kombination aus Motor,
Kette und Zahnrädern auch ein anderer Antriebsmechanis
mus verwendet werden.
In dem solchermaßen konstruierten Aggregat werden die
Wagen kontinuierlich durch den Ofenkörper hindurch be
wegt, wodurch es möglich wird, das Brennen der Ware mit
hoher Geschwindigkeit zu erreichen. Beispielsweise läßt
sich das Brennen der Ware in etwa 4 bis 5 Stunden
durchführen. Da die Wagen mittels der Kette gezogen
werden und kein mechanischer Schock oder Stoß zur Ein
wirkung gelangt, besteht keinerlei Notwendigkeit zum
Einsatz von Wagen mit einer mechanischen Festigkeit,
die groß genug ist, um den durch die Schiebevorrichtung
ausgeübten Druck auszuhalten, wie dies bei den konven
tionellen Tunnelöfen der Fall ist. Es ist auch möglich,
leichtgewichtige Brennkapseln mit niedriger Wärmekapa
zität und hoher Beständigkeit gegen Wärmeschocks, bei
spielsweise aus einem Keramik-Wollmaterial, zu verwen
den. Auf diese Weise ist es gemäß der vorliegenden Er
findung möglich, die zum Brennen der Ware erforderliche
Wärmemenge zu senken, woraus sich eine Reduzierung des
Energieverbrauchs ergibt.
Wenn die Wagen aus nichtrostendem Stahl sind und eine
Größe von 321 × 321 mm besitzen, beträgt die von dem
Wagen freigesetzte Wärme 7172 kJ/h · m2,
was ungefähr der Hälfte der von den Keramik-Böden mit
einer Dicke von 165 mm in dem konventionellen Tunnel
ofen freigesetzten Wärme, d. h. 13632 kJ/h · m2,
entspricht. Der Wärmeinhalt des Bodens in
dem Tunnelofen beträgt 158542 kJ/m2,
wohingegen der Wärmeinhalt des Wagens in dem Aggregat
gemäß der vorliegenden Erfindung 14189 kJ/m2
ist, was einer Verminderung auf etwa
1/11 gleichkommt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Wärmemenge,
die zum Erhitzen der Ware und der Wagen auf die Brenn
temperatur benötigt wird, im Vergleich zu derjenigen,
die bei dem konventionellen Tunnelofen erforderlich ist
beträchtlich vermindert, wodurch eine Senkung des Ener
gieverbrauchs ermöglicht wird. Da die von den Wagen
aufgenommene Wärme gering ist, ist es möglich, hohe
Aufheizungs- und Abkühlungsgeschwindigkeiten bis zu
800°C/h zu erreichen, wodurch es möglich ist das Bren
nen mit hoher Geschwindigkeit durchzuführen, nämlich
etwa viermal so schnell wie in einem konventionellen
Tunnelofen, bei dem die Aufheizungs- und Abkühlungs
geschwindigkeiten 200°C/h betragen.
Claims (4)
1. Kontinuierlich arbeitendes Brennaggregat zum Brennen
von keramischem Gut, umfassend einen mit einer elek
trischen Heizvorrichtung ausgerüsteten Ofenkörper, eine
durch diesen Ofenkörper horizontal schleifenförmig ver
laufende Fahrbahn, eine Vielzahl von Wagen, die längs
der gesamten Fahrbahn für die Bewegung auf dieser Fahr
bahn angeordnet sind, sowie eine Vorrichtung zur Fort
bewegung dieser Wagen, die ein schleifenartiges An
triebsglied umfaßt, das längs des Umfangs der Fahrbahn
angeordnet und an die Wagen angekuppelt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wagen aus einem metallischen
Material mit geringer Wärmekapazität und hoher Bestän
digkeit gegen thermische Schocks hergestellt und für
eine Beladung mit Brennkapseln (Muffeln), die das zu
brennende Geschirr tragen und aus einem keramischen
Woll-Material hergestellt sind, ausgebildet sind.
2. Kontinuierlich arbeitendes Brennaggregat nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wagen aus nicht
rostendem Stahl oder Aluminium hergestellt sind und
eine ebene Oberfläche aufweisen.
3. Kontinuierlich arbeitendes Brennaggregat nach Anspruch
2, dadurch gekennzeichnet, daß die ebene Oberfläche
eines jeden Wagens die gleiche Größe wie die Boden
fläche der Brennkapsel (Muffel) aufweist.
4. Kontinuierlich arbeitendes Brennaggregat nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Heiz
elemente über der Fahrbahn angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823239018 DE3239018A1 (de) | 1982-10-21 | 1982-10-21 | Kontinuierlich arbeitendes brennaggregat |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19823239018 DE3239018A1 (de) | 1982-10-21 | 1982-10-21 | Kontinuierlich arbeitendes brennaggregat |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3239018A1 DE3239018A1 (de) | 1984-04-26 |
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ID=6176266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19823239018 Granted DE3239018A1 (de) | 1982-10-21 | 1982-10-21 | Kontinuierlich arbeitendes brennaggregat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3239018A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3806520A1 (de) * | 1988-03-01 | 1989-09-14 | Munzert Karl Heinz | Waermebehandlungsanlage mit einem durchlaufofen |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3616087A1 (de) * | 1986-01-24 | 1987-11-19 | Lingl Anlagenbau | Vorrichtung zum be- oder entladen von einen brennofen fuer keramikteile auf einer umlaufbahn durchlaufenden ofenwagen |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT220060B (de) * | 1957-10-11 | 1962-03-12 | Ofu Ofenbau Union Ges Mit Besc | Ofen zum Brennen keramischen Gutes |
-
1982
- 1982-10-21 DE DE19823239018 patent/DE3239018A1/de active Granted
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3806520A1 (de) * | 1988-03-01 | 1989-09-14 | Munzert Karl Heinz | Waermebehandlungsanlage mit einem durchlaufofen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3239018A1 (de) | 1984-04-26 |
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Legal Events
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