Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Behälters für körniges oder pulveriges Schüttgut
aus einem nachgelegten Kunststoffschlauch, dsr auf einer Breitseite einen Füllschlitz aufweist, bei dem der
Kunststoffschlauch von einem Wickel abgezogen und in den Schlauch ein Widerlager eingeführt wird, in dessen
Bereich der Füllschlitz geschnitten und ein Foiienstreifen zugeführt wird, der im Bereich des Füllschlitzes mit
der Wandung des Kunststoffschlauches verschweißt wird und bei dem nach Weitertransport des Kunststoffschlauches
um eine Behalterlänge der Behälter durch Querschweißnähte komplettiert wird. Die Erfindung betrifft
auch Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens.
Mit einem Verfahren der beschriebenen Gattung (DE-OS 14 79 827) hergestellte Behälter sind bis auf den
Füllschlitz allseitig geschlossen. Der im Bereich des Füllschliizes
mit der Sackwandung verschweißte Folienstreifen dient als Ventilblatt, welches mit der zugeordneten
Wandung einen Ventilkanal definiert, in welchen der Füllschlitz mündet. Zum Befallet: des Behälters wird
ein Füllstutzen in den Füllschlitz eingeführt. Nach dem Befüilen des Behälters und nach dem Entfernen des
Füllstutzen soll der Behälter mit einer den Füllschlitz umgebenden Schweißnaht zwischen Ventilblatt und
Wandung verschlossen werden. Das führt jedoch zu einer Vielzahl von Problemen, insbesondere im Hinblick
auf staubfreie Abfüllung, einen staubfreien Verschluß und dergleichen, die offenbar nicht gelöst worden sind.
Deswegen hat der nach diesem Verfahren hergestellte Behälter keinen Eingang in die Praxis gefunden. — Beim
Verbinden der Ränder thermoplastischer Maleriallagen. insbesondere bei der Herstellung von Behältern
a'is derartigem Material ist bereits vorgeschlagen worden, die Verbindungsstellen nach dem Schweißen zu
kühlen, um eine sofortige Weiterverarbeitung zu ermöglichen (DE-OS 14 79 824).
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der eingangs
genannten Gattung so weiterzubilden, daß der danach hergestellte Behälter mch dem Befüllen mit
staubhaltigen Gütern zuverlässiger verschlossen werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der als Trennmittel dienende Folienstreifen flächig mit der
Wandung verschweißt wird und daß anschließend nach Einsetzen einer Kühlung der Füllschlitz in das Trennmittel
und die damit verbundene Wandung eingeschnitten wird.
Damit entsteht ein Behälter, bei dem die Umgebung
des Füllschlit/.es durch einen an der Wandung außen
befestigten Folienstreifen verstärkt ist. Der Folienstreifen besitzt einen mit dem Füllschlitz deckungsgleichen
Schlitz. Zwischen der Wandung und dem Folienstreifen ist keine Tasche mehr vorhanden, so daß ein in den
Füllschlitz eingeführter Füllstutzen direkt in den Behälter ragt. Nach dem Befüllen und nach dem Entfernen
des Füllstutzens kann der Behälter dadurch verschlossen werden, daß außen auf den Behälter ein Deckblatt
aufgebracht wird, welches den Füilschlitz verschließt. Gegebenenfalls kann die vom Deckblatt abgedeckte
Fläche der Wandung vorher gereinigt werden. Das Deckblatt wird dann mit der Außenseite der betreffenden
Wand des Behälters verschweißt. Dabei wirkt der Folienstreifen als ein Trennmittel, welches verhindert,
daß die Schweißhitze beim Aufschweißen des Deckblattes gleichzeitig auch die beiden Wandungen des Behälters
miteinander verschweißt. Infolgedessen kann man den Behälter mit verhältnismäßig einfachen Vorrichtungen
verschließen.
Zum flächigen Verschweißen des Folienstreifens mit der Wandung kann mit einem von außen aufgesetzten
-Schweißstempei gearbeitet werden, der genügend Schweißhitze auch auf eine größere Fläche üoertragen
kann. Da man in der Gestaltung des SchweiOstempels weitgehend frei ist, läßt sich die Verschweißung zwisehen
Trennmittel und Wandung des Behälters ohne Schwierigkeiten so gestalten, daß auch bei späterer Benutzung
des Behälters örtliche Spitzenbelastungen der Schweißnaht vermieden werden.
Ein weiterer Vorschlag der Erfindung geht dahin, daß
Trennmittel vor dem Auflegen vorzuwärmen. Dadurch läßt sich insbesondere bei der Herstellung von Behältern
aus einem dickwandigeren Kunststoffschlauch und/ oder bei Verwendung dickerer Folienstreifen bzw.
Trennmittel die Schweißzeit wesentlich reduzieren, so daß insgesamt auch die Zeit für die Herstellung des
Rehälters reduziert wird.
Ebenfalls zu einer Verkürzung der Schweißzeit gelangt man, wenn das Trennmittel aus mehreren Folienlagen
aufgebaut wird. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn mit der Wandung eine Folienlage verschweißt
wird, die eine wesentlich geringere Dicke als die anderen Folienlagen des Trennmittels besitzt, weil
auf diese Weise erreicht wird, daß die zuerst auf die Wandung aufgebrachte Folienlage sich sehr schnell mit
dieser verbindet und dabei die Schweißfläche aufheizt.
Eine andere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß in die
angehobene Wandung des Kunststoffschlauches ein Arbeitsschlitz geschnitten wird, durch den der als Trennmittel
dienende Folienstreifen eingeführt wird, daß das Trennmittel flächig mit de Wandung verschweißt und
anschließend nach Einsetzen einer Kühlung der rüllschlii/
in das Trennmittel und die damit verbundene Wandung eingeschnitten wird, und daß nach dem Kornplattieren
der Arbeitsschiit/ sich in einem Abschnitt /u isehen benachbarten Qtierschwcißnähten befindet.
Damit lassen sich Behälter herstellen, bei denen das
Trennmittel innenseitig angeordnet ist. Der Arbeitsschlitz wird nur eingeschnitten, damit das Trennmittel to
zwischen die Wandungen des Kunststoffschlauches eingeführt und gegen die Innenseite der betreifenden Wandung
gelegt werden kann. Nach Befestigung des Trennmittels wird der Behälter so aus dem Kunststoffschlauch
verein/eil, daß der Arbeitsschutz sich außerhalb der den b*>
Behälter begrenzenden Quersehweißnühtc befindet.
Auch in diesem Fall kann es vorteilhaft sein, das Trennmittel
vor'.lein Auflegen iiuf/im armen.
Eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, mit einer Transportbahn für den nachgelegten Kunststoffschlauch,
einem in den Kunststoffschlauch einführbaren Widerlager, einer Einrichtung zum Zuführen des
Folienstreifens, einem bewegbaren Schweißstempel und einem Trennmesser ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Trennmesser in einem durchgehenden Führungsschlitz des Kühlstempels angeordnet ist. Da das
Messer im Kühlstempel geführt und dementsprechend auch gekühlt ist, kann es sehr dünn sein. Ein dünnes
Messer übt eine geringere spezifische Belastung auf die zu schneidenden Folien aus. Die Folien können deshalb
bereits in einem Zustand geschnitten werden, in dem sie noch nicht vollständig abgekühlt sind. Praktisch kann
der Füilschlitz bereits nach Einsetzen der Kühlung geschnitten werden.
Das läßt sich konstruktiv einfach dadurch erreichen, daß der Kühlstempel über Federn am Messer oder an
einem damit verbundenen Gestänge abgestützt ist. Beim Betätigen eines dem Kühlstempel zugeordneten
Antriebs wird folglich zunächst der !·. !filstempel auf die Schweißfläche aufgesetzt, wobei auch dir Kühlwirkung
einsetzt. Bereits kurze Zeit später erreicht dann das Messer die Folien und schneidet den Füllschlitz, dessen
Umgebung in der Zwischenzeit weiter abgekühlt wird.
Zur Herstellung von Behältern mit innenseitig angeordnetem Trennmittel dient eine Vorrichtung mit einer
Transportbahn für den nachgelegten Kunststoffschlauch, einem in den Kunststoffschlauch einführbaren
Widerlager, einer Einrichtung zum Zuführen des Folienstreifens, einem bewegbaren Schweißstempel und einem
Trennmesser, die gekennzeichnet ist durch ein Messer zum Schneiden des Arbeitsschlitzes und durch
ein in den geöffneten Arbeitsschlitz einführbares Schwert, das einen Teller für das Trennmittel aufweist.
Nachdem der Arbeitsschutz geschnitten ist, kann das Schwert mit dem Teller ohne Schwierigkeiten zwischen
die Wandungen des Kunststoffschlauc-hcs eingeführt
werden, womit gleichzeitig auch das Trennmittel unter die betreffende Wandung gebracht wird. Da das
Schwert bzw. sein Teller gleichzeitig als Widerlager für die Stempel ausgebildet ist, erübrigt sich in diesem Fall
ein Innenläufer. Besondere Maßnahmen für die Kühlung des Schwertes bzw. des Tellers sind nicht erforderlich,
weil Schwert und Teller im Vergleich zu einem lnnenläufcr weniger Masse besitzen und im übrigen
nach jedem Schweißtakt auch eine hinreichende Kühlungerfahren.
Im folgenden werden in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert; es zeigt
Fig. 1 in schem<:tischer Darstellung verschiedene
Stadien der Herstellung von Behältern aus einem auf einer nicht dargestellter: Transportbahn befindlichen
K°inSi?u
<ff schlauch.
F i g. 2 eine gegenüber der Darstellung in F i g. I abgewandelte
Hersteiiungsweise,
Fig. 3 in schematischer Darstellung einen Vertikalschnitt
durch den Gegenstand nach Fig. I im Bereich
des SchweiEs'empels,
F i g. 4 in schematischer Darstellung einen Vertikalschnitt
durch den Gegenstand nach Fig, I im Bereich des Kühlstempels.
Aus einem flachgelegten Kunststoffschlauch 1 werden Behälter für körniges oder pulveriges Schüttgut
hergestellt, indem de- Kunststoffschlauch 1 in bestimmten
Abständen mit Qucrschweißnähten 3 versehen wird, die entweder so breit sind, daß im Bereich der Querschweißnaht
3 ein Trennschnitt durchgeführt oder eine
Perforation 4 vorgesehen werden kann, oder die doppelt ausgeführt sind, so daß zwischen zwei dicht nebeneinanderliegenden
Querschweißnähten 3 eine Trennung möglich ist. Jeder Behälter ? soll auf einer Breitseite,
d. h. im Bereich einer Seitenwandung, einen Füllschlitz 5 aufweisen, dessen Umgebung mit einem Folienstreifen 6
verstärkt ist, der außen oder innen auf die betreffende Seitenwandung des Behälters 2 aufgeschweißt und
ebenfalls geschlitzt ist. Der fertige Behälter 2 kann dann durch den Füllschlitz 5 gefüllt werden. Nach der Füllung
kann die Außenseite der Seitenwandung im Bereich des Füllschlitzcs 5 leicht gereinigt werden, so daß ein Deckblatt
über den Füllschlitz 5 gelegt werden kann, das sich mit dieser Außenseite dadurch verschweißen läßt, daß
Deckblatt und beide Seitenwandungen in eine Schweißvorrichtung eingespannt werden. Der die Umgebung
des Füllschlitzes 5 verstärkende Folienstreifen 6 verhindert dabei ein Durchschweißen und eine Verbindung
der beiden Seiienwandungen des Behälters 2. Anders
ausgedrückt, wirkt dieser Folienstreifen 6 beim Verschließen des Behälters 2 als Trennmittel.
Bei dem in Fig. I dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Kunststoffschlauch 1 von einem nicht dargestellten
Wickel abgezogen und über eine ebenfalls nicht dargestellte Transportbahn geführt, in deren Bereich an
sich bekannte Abzugsmittel und Führungen vorgesehen sind. Im Bereich der Transportbahn befindet sich ebenfalls
ein Innenläufer 7, der in an sich bekannter Weise an dem die Transportbahn bildenden Gestell abgestützt ist.
Der zunächst fi ehgelegte Kunststoffschlauch 1 wird derart über den Innenläufer geführt, daß die beiden
Wandungen des Kunststoffschlauches 1 voneinander abgehoben werden und die eine Wandung über sowie
die andere Wandung unter dem Inrienläufer 7 geführt wird.
Die eine Seite des Inneniäufers 7. bei der Darstellung
Schweißstempel 8 ausgebildet (F i g. 3). Dazu ist an der
Oberseite des Schweißstempels ein Schweißpolster 9 beispielsweise aus einem Moosgummi angeordnet.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Schweißpolster 9 versenkt angeordnet.
Das Schweißpolster 9 und/oder die unmittelbare Umgebung des Schweißpolstcrs 9 bestehen aus einem Material
mit schlechter Wärmeleitfähigkeit, während der Innenläufer 7 im übrigen aus einem Material mit hoher
Wärmeleitfähigkeit besteht. Dadurch wird erreicht, daß die vom Schweißstempel 8 bis auf den Innenläufer 7
bzw. das Schweißpolster 9 übertragene Wärme nur schlecht aus dem Schweißpolster 9 abfließt. Das
Schweißpolster J nimmt dementsprechend eine höhere Temperatur an und kann diese Wärme an den mit dem
Folienstreifen 6 zu verschweißenden Bereich der Seitenwandung des Behälters 2 abgeben. Dadurch erreicht
man eine Vorwärmung dieses zu verschweißenden Bereiches und infolgedessen eine Verkürzung der
Schweißzeit.
Damit im Laufe längerer Betriebszeiten der Innenläufer insgesamt keine unerwünscht hohen Temperaturen
annimmt, besteht er aus einem Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit und ist darüber hinaus unterhalb des Innenläufers
eine Kühlplatte 10 angeordnet, zwischen der und der Unterseite des Innenläufers 7 die andere Wandung
des Kunststoffschlauches 1 geführt ist
Der Kunststoffschlauch ! wird so weit über die Transportbahn
und den Innenläufer 7 gezogen, bis der mit dem Folieiistreifen 6 zu verschweißende Bereich der
Seitenwandung sich über dem Schweißpolster 9 des Innenläufers 7 befindet. Dann wird der Folicnstrcifcn 6
aufgelegt. Dazu gibt es grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Eine bevorzugte Einrichtung zum Auflegen
des Folienstreifens ist in den Fig. I und 3 dargestellt.
Die Einrichtung weist einen zweiarmigen Schwenkhebel 11 auf. der auf einer im wesentlichen
vertikalen Achse 12 drehbar im Bereich der Transportbahn angeordnet ist. An den Enden der Arme des
Schwenkhebels 11 befinden sich rahmenartige Träger 13, 14, die eint Bespannung aus PTFE aufweisen. Diese
Bespannung befindet sich beim dargestellten Ausiiihrungsbeispicl
an der Unterseite der Träger 13, 14. iilso
der der Oberseite des Kunststoffschlauches 1 /umwandten Seite.
Die Lage der Achse 12 und die Lange der Arme des
Schwenkhebels Il sind so eingerichtet, daß der über den
Kunststoffschlauch 1 geschwenkte Träger 13 sich gerade über dem als Widerlager für den Schweißstempel 8
dienenden Schwcißpoister 9 befindet. L)cr andere Träger 14 befindet sich dann über einer Auflegestation mit
einem Tisch 15, auf dem jeweils ein Folienstreifen 6 mit einer nicht dargestellten Einrichtung abgelegt worden
ist. Oberhalb des Tisches 15 befindet sich ein Vorheizstempel 16, der vertikal in Richtung des Doppelpfeils 17
beweglich ist. Beim Absenken des Vorheizstenipeis 16 auf den Tisch 15 wird die Bespannung des Trägers 14
gegen den auf dem Tisch 15 liegenden Folienstreifen 6 gedrückt. Der Folienstreifen 6 wird so weit vorgewärmt,
daß er an der Unterseite der Bespannung haftet. Nach ausreichender Vorwärmung kann der Schwenkhebel 11
dann um seine Achse 12 so verschwenkt werden, daß sich der Träger 14 über dem Schweißpolster 9 befindet.
Dabei wird der Folienstreifen 6 ohne weitere Hilfsmittel mitgenommen. Er kann nunmehr vor dem in Richtung
des Doppelpfeils 18 vertikal beweglichen Schweißstempel
8 auf die Außenseite des Kunststoffschlauches 1 ge-
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ßung erfolgt vollflächig, d. h. der Folienstreifen 6 wird
über seine gesamte Grundfläche mit der Außenseite des Kunststoffschlauches 1 verschweißt.
Wenn bei schnellem Arbeitstakt die Vorwärmung des mit dem Folienstreifen 6 zu verschweißenden Bereichs
der Wandung des Kunststoffschlauches 1 durch das warme Schweißpolster 9 nicht ausreicht, kann der Folienstreifen
6 auch mehrlagig aufgebaut sein. Beispielsweise kann die erste Folienlage eine sehr geringe Dicke
besitzen die in der Größenordnung zwischen V? und Vm
der Dicke der anderen Folienlagen liegt. Wenn als erstes die dünne Folienlage in der beschriebenen Weise auf die
Außenseite des Kunststoffschlauches 1 aufgeschweißt wird und ohne zwischenzeitliche Kühlung die weitere
Folienlage oder die weiteren Folienlagen aufgeschweißt werden, erwärmt sich zwischen den Schweißzeiten der
zu verschweißende Bereich des Kunststoffschlauches I so weit, daß die nachfolgenden Schweißzeiten erheblich
reduziert werden können.
Beim Verschweißen wird der Anpreßdruck des Schweißstempels 8 so eingestellt, daß der Druck für eine
ausreichende Schweißung genügt, eine Matcrialverfor-
bo mung des erreichten Materials jedoch vermieden wird.
Wenn der Folienstreifen 6 bzw. seine Lagen vollständig aufgeschweißt sind, wird die Schweißstelle gekühlt.
Die Kühlung kann erfolgen, ohne daß der Kunststoffschlauch 1 vorher weitertransportiert wird. Dann ist der
Kühlstcmpc! mit dem Schweißstempe! 8 beispielsweise
auf einem gemeinsamen Träger angeordnet und zusammen mit diesem relativ zum Kunststoffschlauch 1 bzw.
relativ zum Schweißpolster 9 beweglich. Beim darge-
siellien Ausführungsbeispiel erfolgen jedoch Schweillung
und Kühlung an unterschiedlichen Orten, und deswegen wird der Kunststoffschlauch I zwischen Schweillung
und Kühlung wcitcrlransporticrt. bis der Folienslieifen
6 sich im Bereich eines weiteren Widerlagers des Innenläufcrs 7 befindet, auf das der Kühlstempel 19
einwirkt. Gegebenenfalls kann dafür der Inncnläufcr 7 auch ,/-.'teilt sein.
Line besonders vorteilhafte Ausführung des Kühlstcmpels
ist in F i g. 4 dargestellt. Bei dieser Ausführung ist der Kühlstempel 19 mit einem Messer 20 für das
Schneiden des Füllschlitzes 5 kombiniert. Der Kühlstempel 19. der wenigstens die Grundfläche des Folicnstreifens
6 besitzt, weist außerdem einen mittigen Fühningsschlitz
21 für das Messer 20 auf. Das Messer 20 ist mit einem Antrieb gekoppelt, der bei der dargestellten
Ausführung als Hubzylinder 22 ausgebildet ist. An das Messer 20 ist ein Gestänge 23 gekoppelt, über das der
K;:h!',:crmc! !9 mit Federn 24 ;;b"cs;ü;/"t i»! Antrieb 22
und Federn 24 haben die gleiche Wirkungsrichtung, nämlich senkrecht zur Ebene des Folienstreifens 6.
Bei Betätigung des Hubzylinder 22 wird zunächst der Kühlstempel 19 auf den Foliensireifen 6 aufgesetzt.
In diesem Moment setzt bereits die Kühlung ein. und zxs.ir bei noch verhältnismäßig geringem Anpreßdruck.
Mit zunehmendem Vorschub des an den Kolben des Hubzylinders 22 gekoppeilen Messers 20 erhöht sich
auch der Anpreßdruck wegen der damit verbundenen höheren Vorspannung der Federn 24. Da aber inzwischen
die Kühlung der Schweißstelle weiter fortschrei- jo tet t:..d dementsprechend eine zunehmende Materialverfestigung
eintritt, kann auch der zunehmende Anpreßdruck des Kühlstempels 19 nicht zu einer Materialverdrängung
und damit zu einer Materialschwächung im Bereich der Schweißstelle führen. Im Ergebnis kann
der maximale Anpreßdruck des Kühlstempels 19 wesentlich höher sein als der Anpreßdruck des Schweißstempels
18.
Wie man aus der Fig.4 entnimmt, wird der F-"üllschlitz
5 erst nach Einsetzen der Kühlwirkung geschnitten. und zwar sowohl in den Folienstreifen 6 als auch in
die damit verbundene Wandung des Kunststoffschlauches
1.
Das Widerlager des Kühlstempels 19 wird von einem
Kühlpolster 25 gebildet, welches versenkt im Innenläufer 7 angeordnet ist und welches einen Schlitz 26 aufweist,
so daß das Messer 20 bei seiner Abwärtsbewegung nicht beschädigt wird. Das Messer kann im übrigen
sehr dünn sein, weil es im Führungsschlitz 21 des Kühlstempels 19 geführt ist. Im übrigen wird es durch
die Wandungen des Kühlschlitzes 21 ständig gekühlt.
Wenn Kühlstempel 19 und Messer 20 wieder abgehoben sind, wird der Kunststoffschlauch 1 weitertransportiert
und werden in an sich bekannter Weise die Querschweißnähtc 3 sowie die Perforationen 4 angebracht.
Die einzelnen Behälter 2 sind dann fertig, sie hängen
noch über die Perforationen 4 zusammen und können aufgewickelt werden. Wenn anstelle der Perforationen 4
Trennschnitte gemacht werden, sind die Behälter 2 bereits vereinzelt und können gestapelt werden.
Bei der in Fig. 2 skizzierten Herstellung wird der Folienstreifen 6 nicht außenseitig, sondern innenseitig
an der betreffenden Wandung des Kunststoffschlauches 1 durch Schweißen befestigt. Dazu werden die beiden
Wandungen des nachgelegten Kunststoffschlauches 1 mit Hilfe von Saugern 27 voneinander abgehoben und
wird mit einem nicht dargestellten Messer ein Arbeitsschlitz 28 in die beispielsweise obere Wandung des
Kunstsloffsehlauches I geschnitten. Der Arbeitsschiit/ 28 ist wesentlich langer als der Füllschlitz 5, so daß in
den geöffneten Arbeitsschutz 28 ein Schwert 29 eingeführt werden kann, das an seinem vorderen, abgewinkelten
Ende einen Teller 30 für den daraiifliegendeii
Folienstreifen 6 trägt. Der Folienstreifen 6 wird auf eine geeignete Weise außerhalb des Kunslstoffsclilauches 1
auf den Teller 30 aufgelegt und gegebenenfalls auch vorgewärmt. Nach dem Einführen des Tellers 30 in den
Arbeitsschiit/. 28 wird der oder werden die Sauger 27
entfernt, so daß nunmehr das Schwert 29 mit dem Teller 30 als Widerlager für den Schweißstempel 8 und den
Kühlstempel 19 dienen kann. Dazu weist der Teller entsprechende Polster auf. die jedoch nicht dargestellt sind.
Gegebenenfalls kann das Schwert 29 und/oder der Teller 30 an seiner Unterseite auch zusätzlich noch unterstützt
sein, beispielsweise in der Art der Kühlplatte 10. Jedenfalls ist das Schwert 29. wie mit Doppelpfeilen 31
Teller 30 in den Arbeitsschutz 28 einführbar ist und
gegebenenfalls auch mit dem Kunststoffschlauch I zu einer weiteren Arbeitsstation bewegbar ist, wenn Arbeitsstempcl
8 und Kühlstempel 19 an unterschiedlichen Stellen oberhalb der Transportbahn angeordnet sind.
Nach wie vor werden jedoch der Schweißstcmpcl 8 und der Kühlstcmpel !9 auf die Außenseite der betreffenden
Wandung des Kunststoffschlauches 1 gesetzt, um Schweißung bzw. Kühlung zu bewirken.
Wenn der Folienstreifen 6 innenscitig an der Wandung
des Kunststoffschlauches 1 befestigt ist und der Füllschlitz 5 geschnitten ist. werden die Behälter 2 wiederum
durch Querschwcißnähtc 3 komplettiert. Breite Querschweißnähte 3 werden so angeordnet, daß sie den
Arbeitsschlitz 28 überdecken, doppelt geführte Querschweißnähte
3 werden so angeordnet, daß der Arbeitsschlitz 28 sich zwischen den beiden benachbarten Querschweißnähten
befindet. Porfnniiioncn oder Trennschnitte
können dann wie üblich angeordnet bzw. durchgeführt werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen