DE3235185A1 - Verfahren zur fluessigkeitsdichten auskleidung der wandungen von behaeltern mit flexiblen folien bzw. folienbahnen - Google Patents
Verfahren zur fluessigkeitsdichten auskleidung der wandungen von behaeltern mit flexiblen folien bzw. folienbahnenInfo
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Description
- Verfahren zur flüssigkeitsdichten Auskleidung der Wandungen
- von Behältern mit flexiblen Folien bzw. Folienbahnen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur flüssigkeitsdichten Auskleidung der Wandungen von Behältern mit flexiblen Folien bzw. Folienbahnen. Es ist bekannt, Behälter, Kanäle, Gruben und ähnliche Bauwerke aus Beton oder Stahl durch Aufkleben flexibler Folienbahnen aus Naturkautschuk oder Kunststoff auf die Wandungen flüssigkeitsdicht auszukleiden und damit gegen die Einwirkung aggressiver Stoffe zu schützen.
- Ebenso ist es bekannt, Auskleidungen dieser Art in Form eines flüssigen Kunststoffes mit oder ohne Verstärkungseinlagen aus Geweben oder Matten auf die auszukleidende Wandung aufzutragen und zu einer flexiblen Folie auszuhärten oder auszupolymerisieren.
- Auskleidungen dieser Art haben den Nachteil, daß eine meist nicht zu vermeidende Diffusion durch die Auskleidung hindurch auf einen chemisch nicht beständigen Träger zu Zerstörungen und ggfs. zu Gasbildung führt. Diese Gasbildung ruft Blasen zwischen dem Auskleidungswerkstoff und der Wandung hervor.
- Die Einsatzmöglichkeiten solcher bekannter Auskleidungen mit flexiblen Folien ist deshalb begrenzt.
- An Auskleidungen von Behältern mit flexiblen Folien wird ferner häufig die Anforderung einer Dichtigkeits-Prüfbarkeit während des Betriebes gestellt, um bspw. -das Austreten gefährdender Stoffe in das Grundwasser zu verhindern. Diese Anforderung suchte man durch Anordnung elektrischer Fühlkontakte zwischen zwei aufeinandergeklebten Folien zu genügen, die beim Eintritt von Flüssigkeit zwischen die Folien ein Leckanzeigesignal abgaben. Diese Anordnung setzt die Verwendung doppelter Folienauskleidungen voraus und ist auf die jeweilige Position der Fühl-Kontakte und deren nähere Umgebung beschränkt.
- Es wurde auch schon vorgeschlagen, zwischen dem Träger und der Folienauskleidung poröse, die Leckflüssigkeit ableitende Filterplatten einzubauen. Der Einbau solcher Filterplatten erfordert jedoch einen großen Herstellungsaufwand und bringt darüber hinaus die Gefahr mitsich, daß im Laufe der Zeit die Poren der Filterplatten durch eingeschwemmte Schwebstoffe zugesetzt werden.
- Beim Auftreten von Rissen in der Wandung des Trägers unter den flexiblen Folien ist die Möglichkeit solche Risse zu überbrücken dann gering und führt zu Dehnungen und Beschädigungen der Auskleidungsfolien, wenn diese vollständig auf die Wandung der Behälter aufgeklebt sind, da dann eine entsprechende Dehnstrecke fehlt oder nur geringe Ausmaße aufweist.
- Schließlich gestaltet sich die Reparatur beschädigter flexibler Folien dann schwierig, wenn diese auf die Wandung der Behälter vollflächig aufgeklebt ist, da es äußerst schwierig ist, solche Folien wieder von der Wandung zu entfernen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur flüssigkeitsdichten Auskleidung der Wandungen zu schaffen, bei dem diese Schwierigkeiten nicht auftreten und die Nachteile vermieden werden. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine plattenförmige Tragschicht mittels Abstandshaltern unter Einhaltung eines durch diese bestimmten Abstandes mit der Wandung verbunden und die flexiblen Folien bzw. Folienbahnen auf diese Tragschicht aufgebracht werden. Die flexiblen Folienbahnen können dabei auf die Tragschicht aufgelegt und anschließend mittels mechanischer Ankerelemente mit dieser verbunden werden. Die Ankerelemente können dabei lösbar ausgebildet sein und es ist möglich zwischen Tragschicht und flexiblen Folienbahnen eine Trennmittelschicht anzuordnen. Die flexible Folie kann in flüssiger Form mit oder ohne Verstärkungseinlagen auf die Tragschicht auf- und in Verankerungsausnehmungen eingebracht werden und anschließend aushärten bzw. auspolymerisieren. Es kann auch auf eine in flüssiger Form aufgebrachte flexible Folie eine weitere Schicht flexibler Folienbahnen aufgebracht werden. Statt dessen ist es auch möglich, die flexible Folienbahn auf die Tragschicht vollflächig aufzukleben. Für die Tragschicht kann ein poröser Werkstoff,der ggfs. chemisch beständig ist, und der eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen aufweisen kann, verwendet werden.
- Es lassen sich Ankerelemente verwenden, die aus in der Tragschicht vorgesehenen (hinterschnittenen), von dem Werkstoff der flexiblen Folien in flüssigem Zustand auszufüllenden Ausnehmungen oder aus der Tragschicht herausragenden von dem Werkstoff der flexiblen Folien zu umschließenden Ankernägeln besteht. Die Abstandshalter können aus dem Werkstoff der Tragschicht bestehen und ggfs. einstückig aus diesem herausfeformt sein; sie können aber auch aus verdübelten Kunststoffplatten oder Stäben bestehen, die mit derWandung des aus zu kleidenden Behälters verdübelt sind.
- Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens erlaubt den Einsatz von Folienwerkstoffen, die nicht völlig diffusionsdicht sind, und die Anzeige von aufgetretenen Lecks durch entsprechende in dem Freiraum zwischen der Rückseite der Tragschicht und der Wandung des Behälters angeordneten, ansich bekannten Fühl- und Meldeelementen. Die flexiblen Folien weisen eine ausreichende Dehnstrecke auf und lassen sich leicht-reparieren und ggfs. austauschen.
- Die Erfindung wird anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Der auszukleidende Behälter 1 ist auf seiner Wandung la mit einer Not-Isolierung 2 versehen. Auf dieser Isolierung 2 ist die Tragschicht 5 mittels der Distanzhalter 4 befestigt, so daß ein Leck-Spalt 6 entsteht, der ggfs. auch zusätzlich belüftet werden kann.
- Die Tragschicht 5 besteht aus einem chemisch beständigen Werkstoff, bspw. säurefestem, porösem Stein, der mit den Distanzhaltern 4 als Einheit hergestellt worden ist, und der auf der Wandung la mit der Not-Isolierung 2 mithilfe eines chemisch bzständigen Mörtels 3 befestigt und mit Stoßfugen 12 verlegt worden ist. Die Tragschicht kann auch aus anderen Werkstoffen bestehen bspw. KunststofSplatten, die auf nicht dargestellte Weise mit der Wandung la verdübelt sind.
- Auf der die flexiblen Folien bzw. flexiblen Folienbahnen 8 aufnehmenden Wandungsseite der Tragschicht 5 sind Ausnehmungen 7a vorgesehen, die unterschiedliche Formen (Zylinder, SchwaRbenschwanz, Gewinde) aufweisen können. Diese Ausnehmungen werden von den flexiblen Folien, wenn diese sich noch im flüssigen Zustand befinden ausgefüllt. Weitere Ankerelemente bestehen aus aus der Tragschicht 5 herausragenden Ankernägeln 14, die von dem Werkstoff der flexiblen Folien umhüllt werden. Die flexiblen Folie bildenden Kunststoffe werden in bekannter Weise zu einer Folie der gewünschten Stärke mit der Rolle oder oder dem Glättspan mit ohne Verstärkungseinlagen aufgetragen und stellen anschließend eine zusammenhängende fugenlose flexible Auskleidung dar.
- Statt dessen kann auch ein pastenförmiger Kleber in Form einer Folie 10 auf die Tragschicht 5 aufgetragen und flexible Kunststoffbahnen 11 auf diesen Kleber aufgebracht werden. Zwischen der Auflagefläche der Tragschicht 5 und der Kleberschicht 10 bzw. der flüssig aufgetragenen Folie 8 kann eine Trennmittelschicht 13 vorgesehen werden, bevor die Kleber- bzw. Auskleideschichten aufgebracht werden.
- Aggressive Stoffe, die durch die flexible Folie 8 hindurch diffundiert sind, werden von der porösen Tragschicht 5 aufgenommen und über den belüfteten Leckspalt 6 abgezogen und damit ein Angriff auf den Werkstoff des tragenden Behälters 1 ebenso verhindert wie die Bildung von Blasen zwischen der flexiblen Folie 8 und der Tragschicht 5.
- Risse, die sich bis in die Tragschicht 5 hindurch fortsetzen, können durch die flexible Folie, die zwischen den Ankerelementen frei dehnbar ist, überbrückt werden. Für Reparaturen kann die flexible Folie 8 aus den Ausnehmungen 7a bzw. von den Ankernägeln 14 abgezogen, -ausgebessert oder ausgewechselt werden.
Claims (14)
- Patentansprüche 1. Verfahren zur flüssigkeitsdichten Auskleidung der Wandungen von Behältern mit flexiblen Folien bzw. Folienbahnen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß eine plattenförmige Tragschicht (5) mittels Abstandes haltern (4) unter Einhaltung eines durch diese bestimmten Abstandes (d) mit der Wandung (la) verbunden und die flexiblen Folien bzw. Folienbahnen (8) auf diese Tragschicht (5) aufgebracht werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die flexiblen Folienbahnen (8) auf die Tragschicht (5) aufgelegt und anschließend mittels mechanischer AnkeSelemente (7 bzw. 14) mit dieser verbunden werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, g e k e n n z e i c h n e t durch die Verwendung lösbarer, mechanischer Ankerelemente (7bzw.14).
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch das Einbringen einer Trennmittelschicht (13) zwischen Tragschicht (5) und flexible Folienbahnen (8).
- 5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die flexible Folie (8) in flüssiger Form mit oder ohne Verstärkungseinlagen auf die Tragschicht (5) auf- und in Verankerungsausnehmungen (7a) eingebracht wird und anschließend aushärtet bzw. auspolymerisiert.
- 6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß auf eine in flüssiger Form aufgebrachte, flexible Folie (10) eine weitere Schicht flexibler Folienbahnen (11) aufgebracht wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h gek e n n z ei c h ne t, daß die flexible Folienbahn (8) auf die Tragschicht 45) aufgeklebt wird.
- 8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-7, g e k e n n z e i c h n e t durch Verwendung eines porösen Werkstoffs für die Tragschicht (5).
- 9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-8, g e k e n n z e i c h n e t durch Verwendung eines chemisch beständigen Werkstoffs für die Tragschicht (5).
- 10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-9, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h Verwendung einer mit einer Vielzahl von Durchgangsbohrungen (15) versehenen Tragschicht (5).
- 11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-10, g e k e n n z e i c h n e t durch die Verwendung von Ankerelementen aus in der Tragschicht (5) vorgesehenen (hinterschnittenen), von dem Werkstoff der flexiblen Folien in flüssigem Zustand auszufüllenden Ausnehmungen (7a) oder aus der Tragschicht (5) herausragenden, von dem Werkstoff der flexiblen Folien zu umschließenden Ankernägeln (14).
- 12. Verfahren nach einem oder meheren der Ansprüche 1-11, g e k e n n z e i c h n e t durch die Verwendung von Abstandhaltern (4) aus dem Werkstoff der Tragschicht (5).
- 13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-12, g e k e n n z e i c h n e t durch die Verwendung von Abstandshaltern (4), die einstückig aus dem Werkstoff der Tragschicht (5) herausgeformt sind.
- 14. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1-11, d a d u r c h gekennzeichnet> daß die Abstandshalter (4) aus mit der Wandung (la) des Behälters (1) verdübelten Kunststoffplatten oder Stäben bestehen.
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|---|---|---|---|
| DE19823235185 DE3235185A1 (de) | 1982-09-23 | 1982-09-23 | Verfahren zur fluessigkeitsdichten auskleidung der wandungen von behaeltern mit flexiblen folien bzw. folienbahnen |
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Publications (2)
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|---|---|
| DE3235185A1 true DE3235185A1 (de) | 1984-03-29 |
| DE3235185C2 DE3235185C2 (de) | 1991-10-24 |
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| DE19823235185 Granted DE3235185A1 (de) | 1982-09-23 | 1982-09-23 | Verfahren zur fluessigkeitsdichten auskleidung der wandungen von behaeltern mit flexiblen folien bzw. folienbahnen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE3235185A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3339345A1 (de) * | 1983-10-29 | 1985-05-23 | Jäger & Kuta GmbH & Co KG, 2321 Kleinmühlen | Bauelement zur auskleidung von behaeltern, kanaelen sowie allgemein wandflaechen |
| US4800128A (en) * | 1986-06-23 | 1989-01-24 | Keramchemie Gmbh | Chemical attack-resistant, liquid-tight lining |
| US5513474A (en) * | 1991-10-29 | 1996-05-07 | Steuler-Industriewerke Gmbh | Double-walled formwork element and process for manufacturing it |
| US5673528A (en) * | 1992-04-03 | 1997-10-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Safety wall for a building |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1958790U (de) * | 1966-03-19 | 1967-04-13 | Franz Koehler Fa | Lagerbehaelter fuer fluessigkeit. |
| DE6601871U (de) * | 1968-09-25 | 1969-04-17 | Ludwig Maurer | Behaelter zur aufnahme von feuchtem und/oder klebrigem koernigem gut |
-
1982
- 1982-09-23 DE DE19823235185 patent/DE3235185A1/de active Granted
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1958790U (de) * | 1966-03-19 | 1967-04-13 | Franz Koehler Fa | Lagerbehaelter fuer fluessigkeit. |
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| US5673528A (en) * | 1992-04-03 | 1997-10-07 | Siemens Aktiengesellschaft | Safety wall for a building |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3235185C2 (de) | 1991-10-24 |
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