DE3231879A1 - Presse zur herstellung eines keramischen formkoerpers und keramischer formkoerper - Google Patents
Presse zur herstellung eines keramischen formkoerpers und keramischer formkoerperInfo
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Description
-
- Presse zur Herstellung eines keramischen Formkörpers und keramischer
- Formkörper.
- Die Erfindung betrifft eine Presse zur Herstellung eines keramischen-Formkörpers der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen Art. Die Erfindung betrifft ferner einen-durch die Presse hergestellten keramischen Formkörper nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 2.
- In der europäischen Patentanmeldung oo 57 423 wird eine Presse der angegebenen Art beschrieben, bei der durch eine Beschickungsöffnung eine normale Tonmischung in einen Preßzylinder gegeben wird, in welchem eine Schnecke die normale Tonmischung zu einem Mundstück transportiert. Für die Zufuhr einer porosierten Leichttonmischung sind zwei weitere Beschickungsöffnungen vorgesehen, deren-Mündungen in den Preßzylinder einmünden und die soweit in den Bereich der Schnecke vorstehen, daß die Schnecke im Bereich der vorstehenden Mündungen Aussparungen aufweisen-müssen. Vor den Mündungen ist jeweils eine Zuführeinrichtung mit einer Mischeinrichtung zum Vormischen von Brennstoff oder Porosierungsmittel mit Ton angeordnet, die entgegen dem im Preßzylinder herrschenden Druck den Brennstoff oder die porosierte Leichttonmischung in den Preßzylinder einfiihren müssen. Da der Druck, mit dem-der Brennstoff oder die porosierte Leichttonmischung in den Preßzylinder eingeführt wird, immer höher sein muß als der Druck im Preßzylinder selbst, müssen besonders druckstarke Zuführeinrichtungen in Form von Pressen-verwendet werden. Dies ist jedoch mit einem enormen fertigungstechnischen Au-fwand verbunden, der sich auf die Herstellungskosten der Presse nachteilig auswirkt, zumal auch die in dem Preßzylinder hineinragenden Mündunge auch der Preßzylinder selbst wegen des auf die Mündun-gen einwirkenden Druckes aufwendig ausgeführt sein müssen. Auch die Schnecke muß zusätzlich bearbeitet werden, da für die in den Bereich der Schnecken befindlichen Mündungen Aussparungen in der Schnecke vorhanden sein müssen. Außerdem wird durch die MOndungen die Tonmischung zerteilt und auseinandergerissen, wodurch die Neigung zur Bildung von Grenzflächen (Strukturen) in der Tonmischung gefördert wird.
- Bekannt ist aus der europäischen Patentanmeldung 00 57 423 ein Ziegelformling, der aus einer normalen Tonmischung besteht und dem eine Brennstoff-bzw. Leichttonmischung so zugegeben wird, daß diese im Zentrum des Ziegelformlings am stärksten ist. Die Brennstoff- bzw.
- porosierte Leichttonmischung nimmt also zum Rande des Formlings hin immer mehr ab, so daß der Isolierwert des aus dem Ziegelformling entstehenden Ziegelsteins nicht sehr hoch ist.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Presse zur Herstellung eines keramischen Formkörpers zu schaffen, die einfach gestaltet ist und wobei die Neigung von Grenzflächenbildung gemindert ist. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, einen keramischen Formkörper herzustellen, der im Isolierwert höher liegt.
- Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei der Presse durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 aufgeführten Merkmale gelöst.
- Die gestellte Aufgabe wird ferner beim keramischen Formkörper durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 2 aufgeführten Merkmale gelöst.
- Durch die Anordnung einer zweiten, im Durchmesser kleineren Schnecke ist der Aufwand wesentlich geringer gehalten. In den Pressenzylinder hineinragende Maschinenteile, die dem Preßdruck entgegegengesetzt wirken, sind nicht vorhanden, so daß die Neigung zur Bildung von Grenzflächen gemindert wird. Außerdem befördert die kleinere Schnecke bereits durch den dieser Schnecke im Durchmesser angepaßten kleineren Preßzylinder eine vordimensionierte porosierte Leichttonmischung in den Bereich der größeren Schnecke, die die Leichttonmischung übernimmt und unter Zufuhr von einer normalen Tonmischung weitertransportiert. Dadurch ist gewährleistet, daß das Innere des herzustellenden Formkörpers ganz aus einer porosierten Leichttonmischung besteht, während die Außenhaut von der normalen Tonmischung gebildet wird.
- Der aus dem Formkörper nach dem Brennen entstehende Formstein ist leicht und im Isolierwert größer.
- In der Zeichnung ist ein keramischer Formkörper und eine Presse zur Herstellung des Formkörpers dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 den keramischen Formkörper in perspektivischer Ansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Presse.
- Ein keramischer Formkörper 1 besteht aus einem Mantel 2 aus einer normalen Tonmischung N, der das Innere 3 aus einer porosierten Leichttonmischung P vollständig umschließt. Der Formkörper hat also an dem von der normalen Tonmischung N gebildeten Mantel 2 glatte und saubere Oberflächen, während das Innere 3 aus einer porosierten Leichttonmischung P dem Formkörper 1 ein leichteres Gewicht und einen besseren Isoliereffekt verleiht. Der Formkörper 1 ist deshalb auch für die äußere Schale von Bauten als Verblender bzw. Klinker zu verwenden; er gibt den Bauten zusätzlich einen größeren Isolierwert und hilft dadurch Energie einsparen.
- Die Presse 4 zur Herstellung der Formkörper 1 besteht aus einem Preßzylinder 5 mit einem dahinterliegenden Mundstück 6, einer im Preßyzlinder 5 umlaufenden Schnecke 7 und einer der Schnecke 7 zugeordneten Beschickungsöffnung 8 für die normale Tonmischung N.
- Vor der Schnecke 7 ist eine weitere, im Durchmesser kleinere Schnecke 9 mit einem im Durchmesser kleineren, der kleineren Schnecke 9 angepaßten Preßzylinder 10 angeordnet. Der kleineren Schnecke 9 ist eine Beschickungsöffnung 11 für die Zufuhr der porosierten Leichttonmischung P zugeordnet. Die kleinere Schnecke 9 transportiert die über die Beschickungsöffnung 11 zugeführte porosierte Leichttonmischung P nach vorne in den Bereich der größeren Schnecke 7, die die porosierte Leichttonmischung P in Richtung auf das Mundstück 6 befördert. Die durch die Beschickungsöffnung 8 der Schnecke 7 zugeführte normale Tonmischung N wird von der Schnecke 7 ebenfalls in Richtung auf das Mundstück 6 zutransportiert, wobei die normale Tonmischung N von der porosierten Leichttonmischung nach außen gedrängt wird und die porosierte Leichttonmischung P vollständig in Form eines Mantels umschließt, so daß das Innere 3 nur aus einer porosierten Leichttonmisdung besteht, während die Außenhaut des Formkörpers 1 aus der normalen Tonmischung N gebildet ist. Der Formkörper 1 besteht also aus zwei getrennt voneinander angeordneten unterschiedlichen Tonmischungen, die jedoch im Grenzbereich ineinander übergehen.
- Leerseite
Claims (2)
- Presse zur Herstellung eines keramischen Fonmkörpers und keramischer Formkörper.Patentansprüche 1.) Presse zur Herstellung eines keramischen Formkörpers, mit einer in einem Preßzylinder (5) angeordneten Schnecke (7), der eine Beschickungsöffnung (8) für eine normale Tonmischung (N) zugeordnet ist und mit einer zweiten Beschickungsöffnung (11) für eine porosierte Leichttonmischung (P), gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) in Förderrichtung vor der Schnecke (7) ist eine weitere, im Durchmesser kleinere Schnecke (9) angeordnet, b) der kleineren Schnecke (9) ist die zweite Beschickungsöffnung (11) zugeordnet.
- 2.) Keramischer Formkörper, hergestellt mit der Presse nach Anspruch 1, bestehend aus einer normalen Tonmischung (N) und einer porosierten Leichttonmischung (P), dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mischungen ( N und P ) getrennt voneinander sind und lediglich im Grenzbereich beider Mischungen ineinander über gehen und, daß über das Innere (3) des Formkörpers (1) gleichmäßig verteilt dieser aus der porosierten Leichttonmischung (P) besteht, während die normale Tonmischung (N) die Leichttonmischung (P) in Form eines Mantels (2) vollständig umschließt.
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Publications (2)
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0315208A3 (de) * | 1987-11-06 | 1990-08-01 | Norton Company | Verfahren zum Herstellen von keramischen Körpern mit Durchgangskanälen |
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