DE3231739A1 - Zweirohr-schwingungsdaempfer oder federbein mit veraenderbarer daempfkraft - Google Patents
Zweirohr-schwingungsdaempfer oder federbein mit veraenderbarer daempfkraftInfo
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- F16F9/46—Means on or in the damper for manual or non-automatic adjustment; such means combined with temperature correction allowing control from a distance, i.e. location of means for control input being remote from site of valves, e.g. on damper external wall
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Description
w t. w I '
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FICHTEL & SACHS AG - SCHWEI N FURT
PATENT- UND GEBRAUCHSMUSTERHILFSANMELDUNG
ZWEIROHR-SCHWINGUNGSDÄMPFER ODER FEDERBEIN MIT VERÄNDERBARER DÄMPFKRAFT
Die Erfindung bezieht sich auf einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer oder ein Federbein mit veränderbarer Dämpfkraft, bestehend aus
einem mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Zylinder, welcher von einem
mit einer Kolbenstange verbundenen und Dämpfventile aufweisenden £~\ Kolben in zwei Arbeitsräume unterteilt ist, während vom Zylinder
und einem diesen mit Abstand umgebenden Behälter ein mit Dämpfflüssigkeit und Gas gefüllter Ausgleichsraum gebildet wird und
ein parallel zu den Dämpfventilen wirksames Bypassventil mit steuerbarer Querschnittsänderung vorgesehen ist.
Durch die DE-OS 2 911 768 ist die Anordnung eines Bypassventiles in der Kolbenstange bekannt, wobei im oberen Teil der Kolben^
stange eine Spule angeordnet ist, innerhalb der sich ein Anker bewegt. Mit den in der Kolbenstange befindlichen Bypassbohrungen
wirkt der elektromagnetisch, betätigbare Steuerschieber zusammen. ' Ebenso ist es für die lastabhängige Dämpfkraftänderung bekannt,
den mit der Beladung steigenden Druck einer Gasfeder zur Steue-W rung der Dämpfwirkung heranzuziehen. Hierzu sind die Schwingungsdämpfer
über Leitungen mit dem Luftfedersystem verbunden, wobei der Luftdruck über eine Membrane oder einen Trennkolben
auf einen Steuerstift wirkt, der in der hohlen Kolbenstange angeordnet ist und der auf das Kolbenventil oder eine Bypassbohrung
einwirkt. Gesteuert werden dabei die freien Durchlaßquerschnitte und/oder die Spannungen der Ventilfedern des Kolbenventiles.
Nachteilig bei diesen Konstruktionen ist der erforderliche hohe Bauaufwand für die Anschlußleitungen, Armaturen, die
Membrane und ihre Befestigung, üblicherweise müssen auch von der
Serie abweichende. Ventilsysteme verwendet werden und in der hohlen Kolbenstange wird ein langer Steuerstift erforderlich. Die
zur Anordnung des steuerbaren Bypassventiles in der Kolbenstange erforderlichen Bearbeitungsmaßnahmen bewirken eine Schwächung
ORIGINAL fNSPEC-TED
dieser Kolbenstange, was nachteilig ist, wenn die Kolbenstange Radführungskräfte aufzunehmen hat. Außerdem vergrößern sich üblicherweise
die Abmessungen des Dämpfers bei Anordnung des Bypassventiles in der Kolbenstange.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Konstruktionen zu vermeiden und einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer
mit veränderbarer Dämpfkraft zu schaffen, der einfach im Aufbau ist und ein preiswertes und leicht zu montierendes
Bypassventilsystem besitzt, das leicht im vorhandenen Bauraum des Schwingungsdämpfers unterzubringen ±st.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das im Querschnitt veränderliche Bypassventil am Zylinder oder einem
mit dem Zylinder verbundenen Bauteil angeordnet ist und die Querschnittsänderung druckabhängig oder elektromagnetisch erfolgt.
Durch, diese Anordnung des Bypassventiles ist eine gute Zugänglichkeit des Durchtrittsquerschnittes gewährleistet, so
daß eine einfache Herstellung möglich ist. Außerdem besteht kein zusätzlicher Platzbedarf für das Bypassventil sowie kein Hubverlust
des Schwingungsdämpfers und es wird kein tragendes Bauteil geschwächt.
Wie ein Merkmal der Erfindung zeigt, wird das Bypassventil durch eine in der Zylinderwand angeordnete öffnung gebildet, welche den
oberen Arbeitsraum mit dem Ausgleichsraum verbindet, während ein' druckabhängig oder elektromagnetisch gesteuertes Ventilteil die
Querschnittsänderung der öffnung bewirkt. Ebenso kann merkmalsgemäß
das Bypassventil auf einfache Weise durch eine in der Führung angeordnete Axialbohrung gebildet werden, die über einen
Kanal mit dem Ausgleichsraum in Verbindung steht, während ein in einer Radialbohrung angeordneter Ventilstift druckabhängig
oder elektromagnetisch gesteuert wird und die Querschnittsänderung der Axialbohrung bewirkt.
Das Ventilteil ist ein sehr einfaches Bauteil und besteht entweder
aus einem Ventilstift oder es wird, wie die Erfindung zeigt, durch einen drehbar oder axial verschiebbar auf dem Zylinder angeordneten
Steuerring gebildet. Dieses Ventilteil und dessen Betätigungseinrichtung können im ZvlindftHnnprwanm -ϊ™ π. ·:-ι- ■*—
ORIGINAL JNSPECTED
Kolbenstangenführung angeordnet sein oder sie befinden sich, wie ein weiteres Merkmal der Erfindung zeigt, vorteilhafterweise in
dem vom Zylinder und dem Behälter gebildeten Ausgleichsraum. Im Ausgleichsraum treten während des Dämpferbetriebes nur dynamische
Druckschwankungen auf, die wesentlich kleiner als die Drucksignale zur Ventilsteuerung sind.
'Die Druckzufuhr für die Betätigungseinrichtung erfolgt auf einfache Weise gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung entweder da- ·
durch, daß der Behälter einen Druckmittelanschluß aufweist, welcher entweder mit einem Luftfederraum oder eifoem Druckgeber in
Verbindung steht und in den Ausgleichsraum mündet, oder daß die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung selbst mit einem
/*"\ Druckmittelanschluß versehen ist.
Eine sehr einfache, druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung wird merkmalsgemäß dadurch erhalten, daß diese aus einem
Gummi- oder Kunststoffhohlkörper besteht. Dieser kann beispielsweise durch einen mit einer Gasfüllung versehenen Hohlring oder
einen mit einer dichten Haut überzogenen Schäumstoffring gebildet
sein. Wie Ausführungsbeispiele der Erfindung zeigen, ist zur Aufnahme des Gummi- oder Kunststoffhohlkörpers ein Aufnahmering
auf dem Zylinder befestigt, an welchem sich der Gummi- oder Kunststoffhohlkörper anlegt und mit einem axial auf dem Zylinder
beweglichen und unter Einwirkung einer Feder stehenden Steuerring zusammenwirkt, oder daß zur Aufnahme des Gummi- oder Kunst-
\J Stoffhohlkörpers ein Aufnahmering auf der Innenwand des Behälters
befestigt ist, während der Steuerring zur Anlage am Gummioder Kunststoffhohlkörper einen Ansatz mit größerem Durchmesser
aufweist.
Wie eine weitere Ausführungsform der Erfindung zeigt, ist die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung ein abgedichteter
Metallbalg, wobei merkmalsgemäß der Metallbalg mit seinem einen Ende auf dem Zylinder befestigt ist und an seinem anderen Ende
den Steuerring trägt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung durch einen Metallhohlkörper gebildet,
der erfindungsgemäß eine ringförmige Gestalt aufweist,
ORIGINAL DEFECT
DEFECTED
wobei dessen innere Wand membranförmig ausgebildet ist und damit
auf einen in radialer Richtung verschiebbaren Ventilstift wirkt. Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist der Metallhohlkörper durch
eine Bourdonfeder gebildet, welche einerseits auf einen Ventilstift wirkt und andererseits mit dem Zylinder oder dem Behälter
in Verbindung steht, oder daß diese Bourdonfeder auf einen Steuerring wirkt, der drehbar auf dem Zylinder angeordnet ist.
Zur elektromagnetischen Steuerung des Ventilteiles ist erfindungsgemäß
der Steuerring mit einem Hohlraum versehen, in welchem eine auf der Zylinderwand befestigte Spule angeordnet ist.
Zur Veränderung des Querschnittes des Bypassventiles kann die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung durch die Federkraft
der Fahrzeugfedern beeinflußbar sein, wobei sich, wie die Erfindung zeigt, ein besonders einfacher Aufbau ergibt, wenn
der Schwingungsdämpfer mit einer Luftfeder eine Baueinheit bildet und der Druckmittelanschluß durch einen in der Wand des Behälters
'angeordneten und den Federraum mit dem Ausgleichsraum verbindenden Durchtrittsquerschnitt gebildet wird.
Wie weitere Merkmale der Erfindung zeigen, ist es ohne weiteres
möglich, daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung willkürlich durch den Fahrer beeinflußbar ist oder daß die
lastabhängige oder elektromagnetische Steuerung fahrgeschwindigkeitsabhängig beeinflußbar ist. Ebenso kann diese druckabhängige
>■• oder elektromagnetische Steuerung durch die Bremskraft oder
durch mehrere physikalische Größen beeinflußbar sein.
Insbesondere bei der druckabhängigen oder elektromagnetischen Steuerung der Dämpfkraft durch die Fahrzeugfedern ist es vorteilhaft,
wenn diese druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung mit einem Zeitverzögerungsglied zusammenwirkt, wobei
im Falle der druckabhängigen Steuerung das Zeitverzögerungsglied auf einfache Weise durch eine Drosselbohrung gebildet wird.
An Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele wird nachfolgend die Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
W ·- W· I ·
Pig. 1 einen Längsschnitt durch einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer,
wobei das Bypassventil durch eine Rohr- oder Bourdonfeder gebildet istj
Fig. 2 einen Zweirohr-Schwingungsdämpfer mit in der Kolbenstangenführung
angeordnetem, querschnittsveränderlichem Bypassventil;
Fig. 3 die Steuerung des Bypassventiles mittels eines Metallbad
ges;
Fig, H die Verwendung einer Gummihohlfeder zur querschnittsveränderlichen
Steuerung des Bypassventiles;;
Fig. 5 einen an der Innenwand des Behälters angeordneten Gummihohlkörper,
dessen Innenraum über eine Leitung direkt mit einem Druckgeber in Verbindung stehtj -
Fig. 6 die Steuerung des Bypassventiles mittels eines Metall.» hohlkörpersj
Fig. 7 ein Bypassventil, bei welchem die öffnung in der Zylinderwand
mit einem druckabhängig wirkenden .Ventilteller gebildet wirdj
Fig. 8 eine Ausführungsform, bei welcher.der Schwingungsdämpfer
V^ mit einer Luftfeder eine Baueinheit bildet, und
Fig. 9 ein Bypassventil mit elektromagnetischer Steuerung,
Der in Fig, i dargestellte Zweirohr-Schwingungsdämpfer besteht aus einem mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Zylinder 1, dessen Innenraum von einem mit der Kolbenstange 2 verbundenen und Dämpfventile
aufweisenden Kolben 3 in die zwei Arbeitsräurae 8 und 9 unterteilt wird. Der Behälter 4 umgibt den Zylinder 1 mit Abstand,
wobei der dadurch gebildete Ringraum den Ausgleichsraum darstellt. Mittels des Bodenventiles 5 und der Kolbenstangenführung
6 ist der Zylinder 1 im Behälter 4 zentriert, während die Kolbenstangendichtung 7 den Innenraum des Schwingungsdämpfers
nach außen abdichtet. Zur Verbindung des oberen Arbeitsraumes 8
ORIGINAL INSPECTED
mit dem mit Dämpfflüssigkeit und Gas gefüllten Ausgleichsraum 10
ist im Zylinder 1 die öffnung 12 vorgesehen, welche mit einem druckabhängig wirkenden Steuerring 11 im Querschnitt verändert
wird. Als Betätigungseinrichtung für den Steuerring 11 dient hier eine Rohr- oder Bourdonfeder, welche mit dem einen Ende
fest mit dem Zylinder verbunden ist, während das andere Ende eine Aussparung 15 aufweist, in welche ein radial gerichteter Vorsprung
l6 des Steuerringes 11 eingreift. In Abhängigkeit des im
Ausgleichsraum 10 herrschenden Druckes wird durch die Bourdonfeder 14 der Steuerring 11 und damit auch die Bohrung 13 des
Steuerringes 11 gegenüber der öffnung 12 in oer Zylinderwand
verdreht und dadurch eine Änderung des Durchflußquerschnittes erzielt. Die Druckänderung im Ausgleichsraum 10 erfolgt durch
einen nicht eingezeichneten Druckgeber, welcher über den hier als Bohrung dargestellten Druckmittelanschluß 20 auf den Ausgleichsraum 10 und damit auch auf die Bourdonfeder Ik einwirkt.
Die Druckänderung im Ausgleichsraum 10 bewirkt eine Radiusänderung der Bourdonfeder 14, wodurch der Steuerring 11 mit der Bohrung
13 gegenüber der öffnung 12 verdreht wird und dadurch eine druckabhängige Dämpfkraftänderung eintritt, da das von Steuerring
11 und der öffnung 12 gebildete Bypassventil parallel zu den Dämpfvent ilen sowohl in der Zug- als auch in der Druckrichtung
der Kolbenstange 2 wirksam ist. Die über den. Druckmittelanschluß 20 dem Ausgleichsraum 10 zugeführte Druckänderung zur Bestätigung des Bypassventiles .ist wesentlich größer als die während
des Dämpferbetriebes auf den Ausgleichsraum 10 einwirkenden V-/ Druckschwankungen,
Die Ausführungsform nach Fig« 2 unterscheidet sich von der nach
Fig. 1 im wesentlichen, dadurch, daß das Bypassventil durch eine
in der Kolbenstangenführung 6 befindliche Axialbohrung. 18 gebildet ist, welche den Arbeitsraum 8 über einen Kanal'mit dem Ausgleichsraum
10 verbindet. In einer die Axialbohrung 18 kreuzenden Radialbohrung 19 ist ein Ventilstift 17 geführt, der mit dem
freien Ende der einseitig befestigten Bourdonfeder I1I in Wirkverbindung
steht und dadurch eine druckabhängig wirkende Querschnittsänderung der Axialbohrung 18 bewirkt. Das zur druckabhängigen
Steuerung der Dämpfkraft benötigte Druckmittel wird auch bei dieser Ausführungsform über den Druckmittelanschluß 20 dem
Ausgleichsraum 10 zugeführt und die druckabhängig veränderbare
mit Dämpfflüssigkeit gefüllten Ringraum wird ein Verschäumen der aus dem Arbeitsraum 8 austretenden Dämpfflüssigkeit weitgehend unterbunden.
Die Ausfuhrungsform nach Fig. 5 unterscheidet sich von der nach
Pig. H im wesentlichen dadurch, daß der Aufnahmering"27 auf der
Innenwand des Behälters U befestigt ist und der Gummihohlkörper
mit einem Druckmittelanschluß 28 versehen ist, der in den Innenraum des Gummihohlkörpers 23 mündet. Durch Druckänderung im Innenraum
des Gummihohlkörpers 23 wird die axiale Bewegung des Steuerringes 11 bewirkt, wobei die obere Kante des Steuerringes
11 mit der öffnung 12 in der Wand des Zylinders 1 zusammenwirkt.
Die Feder 25 bewirkt, daß der Steuerring 11 mit seinem im Durchmesser etwas größeren Ansatz 29 ständig an der Stirnfläche
des Gummihohlkörpers 23 anliegt. Um ein einwandfreies Abfließen der das Bypassventil passierenden Flüssigkeit vom Arbeitsraum 8 in den Ausgleichsraum 10 zu gewährleisten, ist der
Steuerring 11 mit mindestens einer Durchlaßöffnung 30 versehen.
Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform besteht die druckabhängig
wirkende Betätigungseinrichtung aus einem ringförmigen Metallhohlkörper 31>
dessen innere Wand als Membrane 32 ausgebildet ist. Das Bypassventil wird durch die in der Kolbenstangenführung
6 befindliche Axialbohrung 18 und den Ventilstift 17 gebildet, welcher in einer zur Axialbohrung 18 angeordneten
Querbohrung gleitet. Eine Zufuhr von Druckmedium über den Druckmittelanschluß 20 in den Ausgleichsraum'10 bewirkt, daß die Membrane
32 die gestrichelt eingezeichnete Stellung einnimmt und
dadurch der Ventilstift 17 den Querschnitt der Bohrung 18 verringert, so daß ein Anstieg der Dämpfkräfte eintritt.
Fig, 7 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Gummihohlkörper
23 einen Ventilteller 33 trägt, der durch den Innendruck im Gummihohlkörper 23 gegen die im Zylinder 1 befindliche öffnung
gedrückt wird. Dem Innenraum des Gummihohlkörpers 23 wird der Druck über den in der Wand des Behälters 4 -befestigten Druckmittelanschluß
28 das Druckmittel zugeführt. Auf diese Weise wird eine druckabhängige Querschnittsänderung zwischen der öffnung 12
und dem Ventilteller 33 geschaffen·,
Dämpfkraft ergibt sich durch Verschieben des Ventilstiftes 17 in der Radialbohrung 19 infolge druckabhängiger'Durchmesseränderung
der Bourdonfeder 14.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist der Metallbalg 21 mit dem
unteren Ende fest mit der Außenwand des Zylinders 1 verbunden. Auch der Steuerring 11 ist im Metallbalg 21 befestigt, wobei sowohl
die Befestigungsstelle mit dem Zylinder 1 als auch die mit dem Steuerring 11 dicht ausgeführt ist und der Steuerring 11 zusätzlich
eine Dichtung aufweist, mit welcher dieser gegenüber der Außenwand des Zylinders 1 abgedichtet wirM. Die Druckänderung
im Ausgleichsraum 10, welche über den mit der Druckquelle verbundenen Druckmittelanschluß 20 erfolgt, bewirkt eine axiale
Bewegung des Metallbalges 21, wodurch der Steuerring 11 axial auf der Außenwand des Zylinders.1 verschoben wird und dadurch der
Durchflußquerschnitt zwischen der öffnung 12 in der Wand des Zylinders
1 und der im Steuerring 11 befindlichen Bohrung 13 druckabhängig verändert wird,
r.
In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform für die druckabhän-«*
gige Veränderung der Dämpfkraft gezeigt. Hierbei ist.auf der Außenwand
des Zylinders 1 ein Aufnahmering 26 befestigt, der zur Aufnahme des in der linken Hälfte der Zeichnung dargestellten
Gummihohlkörpers 23 bzw, zur Aufnahme des in der.rechten Hälfte
dargestellten, mit einer undurchlässigen Haut umgebenen Schaumstoffringes
24 und des Steuerringes 11 dient. Da durch den Gummihohlkörper 23 bzw, durch den Schaumstoffring 24 lediglich eine
Kraft in einer Richtung auf den Steuerring 11 ausgeübt werden kann, ist dieser andererseits von der Feder 25 beaufschlagt. Zum *
Einführen des Steuerdruckes in den Arbeitsraum 10 ist im Behälter
der Druckmittelanschluß 20 vorgesehen, wobei -eine Druckerhöhung ein axiales Zusammenpressen des Gummihohlkörpers 23 bzw.
des Schaumstoffringes 24 bewirkt und dementsprechend der Durchflußquerschnitt des durch die Bohrung 13 und die öffnung 12 gebildeten
Bypassventiles verringert wird. Beim Durchströmen der Dämpfflüssigkeit vom Arbeitsraum 8 in den Ausgleichsraum 10 gelangt
diese über den von der öffnung 12 und der Bohrung 13 gebildeten Durchlaßquerschnitt in einen mit Dämpfflüssigkeit gefüllten
Ringraum, der von der Außenwand des Steuerringes 11 und der Innenwand des Aufnahmeringes 26 gebildet wird. Durch diesen
ORIGINAL INSPECTEQDOPY
Eine sehr einfache Veränderung der Dämpfkraft in Abhängigkeit
der Radlast erhält man, wie Fig. 8 zeigt, dadurch, daß der Schwingungsdämpfer mit einer Luftfeder eine Baueinheit bildet.
Der Federbalg 34 ist einerseits auf dem Behälter 1J und andererseits
auf dem Schutzrohr des Schwingungsdämpfers befestigt und schließt den Federraum 35 nach außen ab. über den Druckluftanschluß
36 wird dem Federraum 35 je nach Beladungszustand des
Fahrzeuges Druckluft zugeführt bzw. abgelassen. Die Druckluftsteuerung erfolgt entsprechend der Niveaulage des Fahrzeuges,
d. h., bei Zuladung wird um eine mittlere Stellung des Kolbens im Schwingungsdämpfer zu erzielen, Druckluft übdr den Druckluftanschluß
36 so lange zugeführt, bis diese Stellung erreicht ist.
Die Druckerhöhung im Federraum 35 wirkt über den Druckmittelan-/~s
Schluß 20 in den hier nicht eingezeichneten Ausgleichsraum des Schwingungsdämpfers und bewirkt auf diese Weise eine lastabhängige
Steuerung für die Dämpfkraft, indem, wie in den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, das Bypassventil durch die
Druckänderung gesteuert wird. Um die Betätigungseinrichtung des Bypassventiles im Schwingungsdämpfer von den Druckschwankungen,
die während der Fahrt im Federraum 35 auftreten, nicht oder nicht wesentlich zu beeinflussen, ist ein Verzögerungsglied zwischen
dem Federraum 35 und dem Ausgleichsraum des Schwingungsdämpfers vorgesehen, welches darin besteht, daß die Bohrung 20 als kleine
Drosselbohrung ausgeführt wird.
In Fig, 9 ist eine elektromagnetische Steuerung des Bypassventi-V-/
les gezeigt.'Hierbei ist auf der Außenwand des Zylinders 1 der
Steuerring 11 angeordnet, welcher den Hohlraum 37 aufweist. In diesem Hohlraum 37 befindet sich die auf dem Zylinder 1 befestigte
Spule 38. Zur magnetischen Steuerung eignet sich.insbesondere ein sog, Linearmagnet, welcher entsprechend der angelegten
Spannung eine lineare Verschiebung des Steuerringes 11 bewirkt, so daß die öffnung 12 in der Zylinderwand durch den
Steuerring 11 eine stufenlose Veränderung des Durchlaßquerschnittes aufweist.
Außer der in Fig. 8 beschriebenen, vom Druck im Federraum einer den Schwingungsdämpfer umgebenden Luftfeder gesteuerten, lastabhängigen
Veränderung der Dämpfwirkung kann eine solche veränderliche Dämpfwirkung auch dann erzielt werden, wenn der Druckmit-
ORIGINAL INSPECTeO
telanschluß über eine Leitung mit der getrennt von den Schwingungsdämpfern
angeordneten Fahrzeugfederung in Verbindung steht. Die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung der Dämpfkraft
kann ohne Schwierigkeit auch vom Fahrer willkürlich gewählt werden, indem über eine am Armaturenbrett angeordnete Schalteinrichtung
bei druckabhängig wirkender Dämpfwirkung der Druck im Ausgleichsraum verändert wird oder bei elektromagnetischer Steuerung
die Spannung für den Elektromagneten verändert wird.
Zur druckabhängigen oder elektromagnetischen Steuerung der Dämpfkraft
ist es ohne weiteres möglich, über eineh Geschwindigkeitssensor die Dämpfung in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit zu
verändern. Eine weitere Möglichkeit wird darin gesehen, daß die Dämpfung in Abhängigkeit der Bremskraft verändert wird, um eine
Verringerung des Bremsnickens zu erzielen. Eine weitere Möglichkeit ist, die Dämpfkraft durch mehrere der vorstehend angegebenen
physikalischen Größen zu beeinflussen.
09.08.1982
FRP-I Be/whm·
FRP-I Be/whm·
Leerseite
Claims (26)
1. Zweirohrschwingungsdämpfer oder Federbein mit veränderbarer
Dämpfkraft, bestehend aus einem mit Dämpfflüssigkeit gefüllten
Zylinder, welcher von einem mit einer Kolbenstange verbundenen und Dämpfventile aufweisenden Kolben in zwei Arbeitsräume unterteilt wird, während vom Zylinder und einem diesen
mit Abstand umgebenden Behälter ein mit Dämpfflüssigkeit und Gas gefüllter Ausgleichsraum gebildet wird und ein parallel
zu den Dämpfventilen wirksames Bypassventil· mit steuerbarer Querschnittsänderung vorgesehen ist, dad. gek,, daß das im
Querschnitt veränderliche Bypassventil am Zylinder CD oder· einem mit dem Zylinder CD verbundenen Bauteil (Kolbenstangenführung
(6) angeordnet ist und die Querschnittsänderung druckabhängig oder elektromagnetisch erfolgt.
2. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dad. gek., daß das Bypassventil durch eine in der Wand des Zylinders (1) angeordnete
öffnung (12) gebildet ist, welche den oberen Arbeitsraum (8) mit dem Ausgleichsraum (10) verbindet, während
ein druckabhängig oder elektromagnetisch gesteuertes Ventilteil die Querschnittsänderung der öffnung (12) bewirkt.
3. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dad. gek., daß.,
das Bypassventil durch eine in der Kolbenstangenführung (6) angeordnete Axialbohrung (18) gebildet ist, die über einen
Kanal mit dem Ausgleichsraum (10) in Verbindung steht, während ein in einer Radialbohrung (19) angeordneter Ventilstift
(17) druckabhängig oder elektromagnetisch gesteuert wird und die Querschnittsänderung der Axialbohrung (18) bewirkt.
W «. V I
4. Zweirohrschwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dad. gek., daß
da3 Bypassventil durch eine den Zylinderinnenraum (Arbeitsraum 8) mit dem Ausgleichsraum (10) verbindende öffnung (12)
und einen druckabhängig diese öffnung (12) verschließbaren Ventilteller (33) gebildet wird.
5. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den- Ansprüchen 1 bis 3»
dad. gek., daß das Ventilteil durch einen drehbar oder axial verschiebbar auf dem Zylinder (1) angeordneten Steuerring (11)
gebildet ist.
6. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 5, dad. gek., daß das Ventilteil und dessen Betätigungseinrichtung im
Ausgleichsraum (10) angeordnet sind.
7. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 6, dad,
gek., daß der Behälter (4) einen Druckmittelanschluß (Bohrung 20) aufweist, welcher entweder mit einem Luftfederraum
oder einem Druckgeber in Verbindung steht und in den Aus·:
gleichsraum (10) mündet.
8. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den -Ansprüchen 1 bis 6, dad.
gek., daß die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung (Gummihohlkörper 23) mit einem DruckmittelanschluB (28) versehen
ist. . ·
9. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8, dad. gek., daß die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung
ein Gummi- oder Kunststoffhohlkörper (23, 24) ist.
10. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 9» dad.
gek., daß zur Aufnahme des Gummi- oder Kunststoffhohlkörpers
(23, 24) ein Aufnahmering (26) auf dem Zylinder (1) befestigt ist, an welchem sich der Gummi- oder_Kunststoffhohlkörper
(23, 24) anlegt und mit einem axial auf dem Zylinder (1) beweglichen und unter Einwirkung einer Feder (25) stehenden
Steuerring (11) zusammenwirkt.
ORIGINAL INSPECTED
11. Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 9, dad.
gek., daß zur Aufnahme des Gummi- oder Kunststoffhohlkörpers (23, 24) ein Aufnahmering (27) auf der Innenwand des Behälters
(4) befestigt ist, während der Steuerring (11) zur Anlage am Gummi- oder Kunststoffhohlkörper (23, 24) einen Ansatz
(.29) mit größerem Durchmesser aufweist,
12, Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8, dad.
gek., daß die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung ein abgedichteter Metallbalg (21) j,st.
13· Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8 und
12, dad. gek., daß der Metallbalg (21) mit seinem einen Ende auf dem Zylinder (1) befestigt ist und an seinem anderen Ende
den Steuerring (11) trägt,
14, Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8, dad.
gek., daß die druckabhängig wirkende Betätigungseinrichtung ein Metallhohlkörper ist.
15. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8 und 14, dad. gek., daß der Metallhohlkörper (31) eine ringförmige
Gestalt aufweist, wobei dessen innere Wand membranförmig (Membrane 32) ausgebildet ist und damit auf einen in radialer
Richtung verschiebbaren Ventilstift (17) wirkt,
16. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 8 und 14, dad. gek., daß der Metallhohlkörper durch eine Rohr- oder
Bourdonfeder (14) gebildet ist, welche einerseits auf einen Steuerring (11) wirkt und andererseits mit dem Zylinder (1)
oder dem Behälter (.4) in Verbindung steht.
17, Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den.Ansprüchen 1 bis 8 und
14, dad, gek,, daß der Metallhohlkörper durch eine. Rohr- oder Bourdonfeder (14) gebildet ist, weiche einerseits auf einen
Ventilstift (.17) wirkt und andererseits mit dem Zylinder (1) oder dem Behälter (4) in Verbindung steht.
W *. W I I
l8. Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1,2 'und 6,
dad. gek., daß das elektromagnetisch gesteuerte Ventilteil durch einen Steuerring (11) gebildet, welcher einen Hohlraum
(37) aufweist, in welchem eine auf der Wand des Zylinders (1) befestigte Spule (38) angeordnet ist.
19· Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 18, dad,
gek., daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung der Dämpfkraft durch die Federkraft der Fahrzeugfedern
beeinflußbar ist.
20. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 19, dad,
gek., daß der Schwingungsdämpfer (Behälter 4) mit einer Luft-
ζ"\ feder (Federraum 35) eine Baueinheit bildet und der Druckmittelanschluß
durch, einen in der Wand des Behälters (4) angeordneten und den Federraum (35) mit dem Ausgleichsraum verbindenden
Durchtrittsquerschnitt (Bohrung 20) gebildet wird,
21. Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 18, dad.
gek., daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung willkürlich durch den Fahrer beeinflußbar ist,
22. Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 18, dad.
gek., daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung der Dämpfkraft fahrgeschwindigkeitsabhängig beeinflußbar
ist.
23· Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis l8, dad.
gek., daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung der Dämpfkraft bremskraftabhängig beeinflußbar ist,
24. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 23, dad,
gek., daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung der Dämpfkraft von mehreren physikalischen Größen beeinflußbar
ist, ■ ' "
25, Zweirohrschwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 24, dad. gek,, daß die druckabhängige oder elektromagnetische Steuerung
mit einem Zeitverzögerungsglied zusammenwirkt.
ORIGINAL INSPECTED
"S"
26. Zweirohr-Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 bis 25>
dad, gek., daß bei der druckabhängigen Steuerung das Zeitverzögerungsglied durch eine Drosselbohrung (Bohrung 20) gebildet
ist.
09.08.1982
FRP-I Be/whm-
FRP-I Be/whm-
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8125 | Change of the main classification |
Ipc: B60G 17/08 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |