DE3224189A1 - Hydraulisches system mit elektrischer proportionalsteuerung - Google Patents
Hydraulisches system mit elektrischer proportionalsteuerungInfo
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Description
Patentanwälte 322Λ189
Dipl. Ing. H. Weidmann, Dipl. Phys. Dr. K. Rod» 2 9. Jü ηΠ982
Dr.-Ing. H. Liska
Mßhlstrafc 22, MOO MHidien Se
CENTRO RICSROHS PIAT S.p.A.
Strada Torino 50 WA
Orbassano (Torino) / Italien
Hydraulisches System mit elektrischer Proportionalsteuerung
Die Erfindung betrifft ein hydraulisches System mit elektrischer Proportionalsteuerung
mit einem hydraulischen Servoventil, das eine Steuerkammer und ein hydraulisches Steuerventil für die Modulierung
des Druckes in der Steuerkammer beinhaltet, wobei das Steuerventil folgende Teile umfaßt
— einen Ventilkörper mit
— einer Leitung, die mit der Steuerkammer kommuniziert und über eine Drosselöffnung mit einer Fluiddruckquelle verbunden
ist,
— einer Auslaßöffnung, die mit einem Abflußbehälter verbindbar
ist
— und einem Durchgang zur Verbindung der genannten Leitung mit der Auslaßöffnung,
— ein Verschlußglied, das mit einem in dem Ventilkörper
im Bereich des genannten Durchganges ausgebildeten Sitz zusammenwirkt,
— einen Elektromagneten mit
— einem Anker, der mit dem Ventilkörper fest verbunden ist,
-- einer Wicklung
— und einem beweglichen Kern, der das Verschlußglied mit einer der Intensität des durch die Wicklung fließenden
Stromes proportionalen Kraft in seine Schließstellung gegen den Sitz drückt.
Solche Steuerventile werden in Geräten unterschiedlicher Art angewendet, z.B. in Pressen, Werkzeugmaschinen, Maschinen
zur Gummibearbeitung, metallurgischen Anlagen,Maschinen zur Kunststoffbearbeitung und allgemein in allen
Fällen, in denen eine Druckmodulation in einem hydraulischen Kreis gewünscht wird.
Mit Steuerventilen der beschriebenen Art läßt sich durch Änderung der Intensität des Speisestromes der Wicklung des
Elektromagneten eine porportionale Änderung des Druckes in der Steuerkammer des Servoventils erzielen. Die Änderung
der Stromintensität bewirkt nämlich eine proportionale Änderung der Kraft, mit welcher das Verschlußglied, das die
Verbindung der genannten Leitung mit dem Abflußbehälter
steuert, gegen seinen Sitz gedrückt wird.
Die bekannten Steuerventile zur Druckmodulation besitzen jedoch eine vergleichsweise komplizierte Konstruktion,sind
kostenaufwendig, schwer und sperrig. Sie eignen sich deshalb schlecht für die Verwendung in der Automobiltechnik
und insbesondere z.B. in Bremssystemen, in Kraftübertragungssystemen und in Speisesystemen für Fahrzeugmotoren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydraulisches System mit elektrischer Porportionalsteuerung zu schaffen,
bei welchem die vorgenannten Nachteile beseitigt sind.
Ausgehend von einem System der eingangs beschriebenen Art
wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
- daß der mit dem Verschlußglied zusammenwirkende Sitz in einer Zone des Ventilkörpers liegt, die sich im Innern
des Ankers des Elektromagneten befindet,
- und daß das Ventilglied unmittelbar von dem beweglichen Kern des Elektromagneten angetrieben ist.
Ein Ventil mit diesen Merkmalen besitzt'eine einfachere
Struktur, besteht aus weniger Einzelteilen, läßt sich ko-
stengünstiger herstellen, ist weniger sperrig und leichter im Vergleich zu bekannten Ventilen dieser Art. Bei diesen
bekannten Ventilen liegt nämlich der Sitz für das Verschlußglied, das die Verbindung mit dem Abflußbehälter
steuert,in einer Zone des Ventilkörpers, die sich außerhalb des Ankers des Elektromagneten befindet, und das mit
dem Sitz zusammenwirkende Verschlußglied wird von dem beweglichen Kern des Elektromagneten indirekt über Elemente
gesteuert, die axial zwischen dem beweglichen Kern und dem Verschlußglied angeordnet sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche, auf die hiermit
zur Verkürzung der Beschreibung ausdrücklich verwiesen wird.
Gemäß einer dieser Weiterbildungen befindet sich der Teil des Ventilkörpers, der aus dem Elektromagneten herausragt
in einem in dem Körper des hydraulischen Servoventils gebildeten Sitz und bildet somit die Verbindung des Servoventils
mit dem Steuerventil.
Infolge der genannten Eigenschaften erfüllt der Ventilkörper
des Steuerventils gleichzeitig mehrere Funktionen: Er bildet sowohl den eigentlichen Ventilkörper, (in dem die
genannte Leitung und der Sitz für das Verschlußglied ausgebildet sind), als auch das Verbindungselement mit dem
Servoventil. Außerdem besteht der Ventilkörper des Steuerventils vorzugsweise aus ferromagnetischem Material und
zieht damit den beweglichen Kern des Elektromagneten bei Erregung der Wicklung an.
Im folgenden sei die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert:
Fig. 1 zeigt einen Teilschnitt eines ersten Ausführungsbeispieles des hydraulischen Systems gemäß der Er-
findung,
Fig. 2 zeigt einen Teilschnitt eines zweiten Ausführungsbeispieles des Systems gemäß der Erfindung,
Fig. 3 zeigt ein Diagramm, welches die Druck-Strom-Kennlinie
eines praktischen Ausführungsbeispieles des Steuerventils wiedergibt.
In Fig. 1 ist der Körper eines hydraulischen Servoventils mit 1 bezeichnet. Er weist einen zylindrischen Sitz 2 auf,
in welchem ein Teil des Ventilkörpers 3 eines Steuerventils montiert ist. Der Ventilkörper 3 hat zylindrische Form
und besteht aus ferromagnetischem Material. Das Steuerventil umfaßt außerdem einen Elektromagneten k mit einer Wicklung
5, die von einem röhrenförmigen Spulenkörper 6 getragen ist. Dieser Spulenkörper 6, der aus nichtferromagnetischem
Material besteht, befindet sich im Innern eines Ankers aus ferromagnetischem Material, der ein becherförmiges
Element 8 mit einer Bodenwandung 8a umfaßt, welches im Bereich seiner offenen Seite mit einer Platte 9 versehen ist,
die eine zentrale Öffnung besitzt. Zwischen dem Ende des Spulenkörpers 6 und dem Boden 8a einerseits und der Platte
9 andererseits befinden sich ringförmige Platten 10.Sowohl
das becherförmige Element 8 als auch die Platten 9 und 10 bestehen aus ferromagnetischem Material.
Im Innern des Spulenkörpers 6 ist unter Zwischenfügung einer Buchse 11 aus niehtferromagnetisehem Material ein
ferromagnetischer Kern 12 gleitbar gelagert.
Derjenige Endbereich des Ventilkörpers 3, der dem in den Sitz 2 des Körpers 1 des Servoventils eingesetzten Endbereich
gegenüberliegt, ist im Innern der Platte 9, der ihr benachbarten Platte 10 und des entsprechenden Endbereiches
der Hülse 11 montiert.
Der Ventilkörper 3 des Steuerventils ist axial von einer Leitung 18 durchdrungen, die mit einem ihrer Enden mit
Λ-
einer Steuerkammer 14 in Verbindung steht, deren Druck mit Hilfe des Steuerventils moduliert werden soll. Die Leitung
18 steht über eine Öffnung 23 mit engem Querschnitt und geringer axialer Ausdehnung mit einer radialen Öffnung 21 in
Verbindung, die aus dem Ventilkörper 3 herausgearbeitet ist. Diese Öffnung 21 steht ihrerseits mit einer in dem Körper 1
des hydraulischen Servoventils ausgebildeten Öffnung 22 in Verbindung, die mit einer Fluiddruckquelle verbindbar ist.
Der Ventilkörper 3 besitzt ferner eine Öffnung 15, die
über eine ringförmige Kammer 16, welche im Innern des Sitzes 2 von einer umlaufenden Nut des Ventilkörpers 3 begrenzt
ist, mit einer Öffnung 17 des Körpers 1 des Servoventils in Verbindung, die ihrerseits mit einem Abflußbehälter
verbunden ist.
Der Ventilkörper 3 umfaßt außerdem einen Durchgang für die Verbindung der Leitung 17 mit der Auslaßöffnung 15. Dieser
Durchgang umfaßt eine Hauptkammer 19 (die im Innern der Buchse 11 von den beiden einander gegenüberliegenden Endbereichen
des Körpers 3 und des beweglichen Kernes 12 begrenzt ist), in deren Innenraum dasjenige Ende der Leitung
18 mündet, welches der Steuerkammer 14 abgewandt ist, sowie wenigstens eine Hilfsleitung 20, welche die Hauptkammer
19 mit der Auslaßöffnung 15 verbindet.
Der Ventilkörper 3 ist im Innern des Sitzes unter Zwischenfügung einer Reihe von ringförmigen Dichtungen 24 montiert,
die in gleichartigen peripheren Nuten des Ventilkörpers 3 eingesetzt sind. Letzterer besitzt ferner außerhalb des
Körpers 1 eine periphere Nut 25, in welche ein mit Schrauben 27 an dem Körper 1 befestigter Bügel 26 eingreift,der
den Ventilkörper 3 des Steuerventils an dem Körpers des Servoventils fixiert.
In demjenigen Endbereich der Leitung 18, der in die Hauptkammer 19 mündet, ist eine Dichtungsbuchse 28 montiert,die
mit ihrem der Kammer 19 zugewandten inneren Rand einen Sitz für ein Verschlußglied in Form einer Kugel 29 bildet. Das
Verschlußglied 29 wird von dem beweglichen Kern 12 des Elek tromagneten gegen seinen Sitz gedrückt, wenn die Wicklung
erregt ist.
In das dem Ventilkörper 3 gegenüberliegende Ende der Buchse 11 ist ein Verschlußpfropfen 30 mit Übermaß eingesetzt.
Dieser Verschlußpfropfen 30 ist mit einer peripheren Nut versehen, in welche ein Haltering 31 eingreift, der einen
Abstandsring 32 berührt.
Der Verschlußpfropfen 30 begrenzt zusammen mit dem ihm zugewandten
Ende des bewegbaren Kerns 12 eine Hilfskammer 33 im Innern der Buchse 11. Diese Hilfskammer 33 steht mit der
Hauptkammer 19 über eine Reihe von axialen Nuten 3^ in Verbindung,
die am Umfang desbeweglichen Kerns 12 ausgebildet sind. Letzterer besitzt außerdem einen mittleren Abschnitt
mit verringertem Durchmesser, der eine ringförmige Kammer
35 bestimmt. Infolge der vorangehend beschriebenen Struktur bildet sich während des Betriebes im Bereich der Kammer
35 ein Fluidfilm aus, der als Kissen wirkt und das Gleiten des Kerns 12 im Innern der Buchse 11 begünstigt.
Der Körper des beweglichen Kerns 12 ist von einer axialen Bohrung durchdrungen, in die ein Dorn 36 mit Übermaß eingesetzt
ist, der mit beiden Enden aus dem Körper des Kerns 12 herausragt. Derjenige Abschnitt des Dorns 36, der aus
dem der Kammer 33 zugewandten Ende des Kerns 12 herausragt, verhindert, daß die einander gegenüberliegenden Oberflächen
des Kerns 12 und des Verschlußpfropfens 30 einander berühren können, so daß die Gefahr eines hydraulischen Aneinanderklebens
dieser Oberflächen vermieden ist. Der Dorn
36 besteht aus nichtferromagnetischem Material mit einer
Härte, die wesentlich größer ist als diejenige des beweglichen Kerns 12.
Im Bereich demjenigen Endes des Dorns 36, das aus dem Körper
des beweglichen Kerns 12 in Richtung auf die Hauptkammer 19 herausragt, besitzt der Kern 12 eine Ausnehmung 37
für die Aufnahme des kugelförmigen Verschlußgliedes 29.
Zwischen den einander gegenüberliegenden Enden des Verschlußpfropfens
30 und des beweglichen Kerns 12 befindet sich eine Schraubenfeder 38, deren Funktion aus der späteren
Beschreibung hervorgeht.
Im Bereich des in die Steuerkammer 14 mündenden Endes der Leitung 18 befindet sich eine Lochblende 39, welche verhindert,
daß eventuelle Druckoszillationen in der Leitung 18 sich in die Kammer 14 übertragen und umgekehrt.
ist
Mit 40 ein mit dem beweglichen Organ des Servoventils fest verbundenes Element bezeichnet. Dieses Element 40 ist dem
in der Kammer 14 herrschenden Druck ausgesetzt, so daß seine Position sich ändert, wenn der Druck in dieser Kammer
14 variiert. In Fig. 1 ist ferner die mit 41 bezeichnete Einlaßöffnung des Servoventils dargestellt, die mit
einer (nicht dargestellten) Auslaßöffnung über einen von dem genannten beweglichen Organ des Servoventils gesteuerten
Durchgang in Verbindung steht.
Im folgenden sei die Funktion des in Fig. 1 dargestellten hydraulischen Systems erläutert:
Die Position des mit dem beweglichen Organ des Servoventils verbundenen Elementes 40 ist eine Funktion des in
der Steuerkammer 14 herrschenden Druckes. Dieser Druck wird über die in dem Körper 1 des Servoventils ausgebildete
Öffnung 22, den engen Querschnitt 23 der in dem Körper 3 des Steuerventils gebildeten Öffnung 21 und die Leitung
28 in die Kammer 14 übertragen.
Das als Kugel ausgebildete Verschlußglied 29 wird von dem
beweglichen Kern 12 des Elektromagneten 4 gegen seinen Sitz
gedruckt, wenn die Wicklung 5 erregt ist.
Falls der Druck in der Leitung 18 groß genug wird, um die
von dem beweglichen Kern 12 auf das Verschlußglied 29 ausgeübte Kraft zu überwinden, bewegt sich das Verschlußglied
29 zusammen mit dem beweglichen Kern 12 nach oben (in Bezug auf Fig. 1) und setzt die Leitung 18 über die Hauptkammer
19 und die Hilfsleitung 20 mit der zu dem Abflußbehälter führenden öffnung 15 in Verbindung.
Der in der Leitung 18 (und infolgedessen in der Kammer 14) herrschende Druck ist infolgedessen eine Funktion der von
dem beweglichen Kern 12 auf das Verschlußglied 29 ausgeübten Kraft.
Durch Veränderung der Intensität des der Wicklung 5 zugeführten Stromes läßt sich daher der in der Kammer 14 herrschende
Druck, (der eine Positionsänderung des beweglichen Organs des Servoventils bewirkt), modulieren.
Die vorangehend beschriebene Struktur und insbesondere die Tatsache, daß der Sitz für das als Kugel ausgebildete Verschlußglied
29 in einer Zone des Körpers des Steuerventils ausgebildet ist, die im Innern der Wicklung 5 des Elektromagneten
4 liegt, sowie die Tatsache, daß dieses Verschlußglied 29 direkt von dem beweglichen Kern 12 des Elektromagneten
ohne die Hilfe axial zwischen ihnen liegender Elemente gesteuert wird, ermöglichen die Schaffung eines Ventils,
das einfacher, preiswerter und weniger sperrig ist als bekannte Steuerventile mit elektrischer Proportionalsteuerung.
Fig. 2, (in der die mit Fig. 1 gemeinsamen Teile mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind wie dort), zeigt ein
zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, das sich von dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel nur da-
durch unterscheidet, daß die Drosselöffnung, über welche die Leitung 18 mit der Fluiddruekquelle in Verbindung steht,
nicht in dem Körper 3 des Steuerventils sondern in dem Servoventil ausgebildet ist. Außerdem entfällt bei diesem Ausführungsbeispiel
die Lochblende 39-
Die Drosselöffnung, die in Fig. 2 mit dem Bezugszeichen
42 versehen ist, ist in der Wandung des Elementes 40 in einem solchen Bereich ausgebildet, daß die Steuerkammer 14
sich zwischen der Öffnung 42 und der Leitung 18 befindet.
Die Öffnung 42 steht mit einer Öffnung 43 des Körpers 1
des Servoventils in Verbindung, an welche die Fluiddruekquelle anschließbar ist.
Die Funktion des in Fig. 2 dargestellten Ventils entspricht derjenigen des Ventils gemäß Fig. 1.
Eine theoretische Analyse der Funktion des hydraulischen Systems gemäß der Erfindung in der Ausführungsform gemäß
Fig. 1 erlaubt die Bestimmung der Kriterien für die Dimensionierung des Steuerventils, die eine umkehrbar eindeutige
Beziehung zwischen der Intensität des durch die Wicklung 5 fließenden Stromes und dem Druck in der Leitung 18
(jedem Stromwert muß ein eindeutiger Druckwert entsprechen) und die Stabilität des Systems sicherstellen.
Zunächst müssen folgende Parameter festgesetzt werden:
P = Speisedruck des Steuerventils (an der Einlaßöffnung 22),
Q = idealer Maximaldurchsatz für die Steuerung (Idealbedingung ergibt sich, wenn der Druck in der Leitung 18 zu
Null wird),
ξ = Dichte des Fluids,
ξ = Dichte des Fluids,
E = P' /P, worin P1 der beim Entwurf zugrunde gelegmax
max max
te maximale Druck im Bereich der Leitung 18 ist,
= pI m-n/pj worin P1 . der beim Entwurf zugrunde
te minimale Druck im Bereich der Leitung 18 ist,
I= Strom, der dem Druck P'ax entspricht (die Wirkung
der Feder 38 wird vernachlässigt),
R = Innenradius der Buchse 11,
t = Wandstärke der Buchse 11,
w = Wandstärke des Ankers in dem dem Kern 18 gegenüberliegenden Bereich (Stärke der Platte 10 + Stärke des Bodens 8a ),
/ 9 2
O= I/1 - d /D , worin d und D den Durchmesser der Öffs
s
nung der Buchse 28 bzw. den Durchmesser des als Kugel ausgebildeten Verschlußgliedes 29 bedeuten.
Außerdem werden die experimentell bestimmten Werte folgender Koeffizienten benötigt:
V = Streuungskoeffizient der Elektromagneten, μ - Permeabilität in Luft,
c = Ausflußkoeffizient für den engen Querschnitt 23,
c = Ausflußkoeffizient für den von dem Verschlußglied 29
gesteuerten Durchgang sowie
Ausflußkoe:
Buchse 28.
c' = Ausflußkoeffizient für den Durchgang im' Innern der
Wenn die vorangehend spezifizierten Parameter einmal fixiert sind lassen sieh die charakteristischen Dimensionen
des Ventils in folgender Weise bestimmen:
(d„ = Durchmesser der Öffnung 23)
D = ds/
s' ds
(1 - maximaler Abstand des Kerns 12 von
11 ' £
* s Ventilkörper 3),
NI R - 's · °* i/-JL . 1 +
I RjCtA V 32^
max S
worin N die Windungszahl der Wicklung 5 des Elektromagne ten 4 ist.
Die zuletzt angeschriebene Beziehung ist der Wert eines Produktes von drei Größen, so daß es stets möglicht ist,
zwei beliebige Werte dieser Größen auszuwählen und die dritte zu bestimmen.
1 + \l E
h Yw mift If max V Rt
h Yw mift If max V Rt
= H ' f - Vx " 2w '
worin h der Abstand zwischen dem beweglichen Kern des Elektromagneten und dem Ventilkörper ist, wenn das Verschlußglied
29 gegen seinen Sitz gedrückt wird.
Bei der zuletzt angeschriebenen Beziehung ist es selbstverständlich
erforderlich, solche Werte für t und w zu wählen, daß sich keine negativen Werte für h ergeben.
Schließlich gilt noch I_. =1
'.min " 'max »--■=- ... - E
(1 - l/E ) (1 - / E . ) v ι max ι mm'
min y1 " "max " 1 + \ΓΈ
max
worin I . der Wert des Stromes ist, der dem Druck P' .
mm min
entspricht.
In der Praxis empfiehlt es sich einen Wert für den maximalen Hub X des beweglichen Kerns des Elektromagneten zu wählen,
der größer ist als der durch die obengenannte Beziehung gegebene Wert, um den Arbeitstoleranzen Rechnung zu
tragen und eine größere Flexibilität beim Einsatz des Steuerventils für den Fall zu gewinnen, daß größere Speisedrücke
auftreten, als sie dem Entwurf zugrunde gelegt sind.
Die Annahme eines Wertes für den maximalen Hub X, der grös-
ser ist als der theoretische Wert, kann andererseits zu einer Verringerung der elektromagnetischen Kraft bei gegebenem
Strom, so daß die Gefahr besteht, daß der bewegliche Kern infolge der Reibung im System nicht in der Lage
ist, sich in Bewegung zu setzen. Es wäre ein Fehler, dieses Problem durch Vergrößerung der Intensität des Speisestromes
lösen zu wollen, da dies zu einem scharfen Anstieg führen würde, der von Druckoszillationen in der Leitung
18 begleitet ist.
Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe, der zwischen
dem Verschlußpfropfen 30 und dem beweglichen Kern 12 angeordneten Schraubenfeder 38. Wenn der Abstand zwischen dem
beweglichen Kern 12 und dem Körper 3 des Ventils am größten ist bildet diese Schraubenfeder eine genügend große
Last, um den minimalen Druck in der Leitung 18 auszugleichen.
Wenn in der Leitung 18 der minimale dem Entwurf zugrunde gelegte Druck herrscht, wird dieser infolgedessen von der
Feder 38 vollständig ausgeglichen und die Intensität der der Wicklung des Elektromagneten zugeführten Stromes ist
im wesentlichen gleich Null,
Die Verwendung der Feder 38 bewirkt außerdem kürzere Absprechzeiten
und vergrößert die Stabilität des Systems. Der Ventilkörper 3 kann auch aus nichtferromagnetischem
Material bestehen. In diesem Fall ist es jedoch unerläßlich, daß der bewegliche Kern 12 sich nicht in zentraler
Position im Innern der Wicklung 5 befindet, wenn das Verschlußglied 29 gegen den Sitz drückt.
Im folgenden sei ein Dimensionierungsbeispiel für das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel des Steuerventils
angegeben:
Entwurfsdaten:
Jmin
max
Επ R t w
max
200 Nw/cm 20 cm /sec ;
9.10"6 Nw sec2/cm4;
0.02; 0.99; 0.7 cm; 0.1 cm; 0.3; 1 Amp. ; 0.8.
Experimentell bestimmte Größen:
C s
1.26.106 Nw/(AW-Wert)2 1.3; 0.78; 0.55; 0.66.
Folgende charakteristische Größen ergeben sich:
ds D 1 N h
min
P' max
P' mm
0.07 cm; 0.2 cm; 0.33 cm; 0.075 cm; 554 0.063 cm; 0.094 Amp.;
198 Nw/cm2;
2 4 Nw/cm
Fig. 3 veranschaulicht die Druck-Strom-Kennlinie des prak tischen Ausführungsbeispieles des in Fig. 1 dargestellten
Ventils.
Leerseite
Claims (16)
- PatentansprücheO Hydraulisches System mit elektrischer Proportionalsteuerungmit einem hydraulischen Servoventil, das eine Steuerkammer (14) und ein hydraulisches Steuerventil für die Modulierung des Druckes in der Steuerkammer (14) beinhaltet, wobei das Steuerventil folgende Teile umfaßt- einen Ventilkörper (3) mit— einer Leitung (18) die mit der Steuerkammer (14) kommuniziert und über eine Drosselöffnung (23; 42) mit einer Fluiddruckquelle verbunden ist,-- einer Auslaßöffnung (15), die mit einem Abflußbehälter verbindbar ist,— und einem Durchgang (19, 20) zur Verbindung der genannten Leitung (18) mit der Auslaßöffnung (15),- ein Verschlußglied (29), das mit einem in dem Ventilkörper (3) im Bereich des genannten Durchganges (19, 20) ausgebildeten Sitz zusammenwirkt,- einen Elektromagneten (4) mit— einem Anker (7), der mit dem Ventilkörper (3) des Steuerventils fest verbunden ist,— einer Wicklung (5)— und einem beweglichen Kern (12), der das Verschlußglied (29) mit einer der Intensität des durch die Wicklung (5) fließenden Stromes proportionalen Kraft in seine Schließstellung gegen den Sitz drückt,dadurch gekennzeichnet,- daß der mit dem Verschlußglied (29) zusammenwirkende Sitz in einer Zone des Ventilkörpers (3) liegt, die sich im Innern des Ankers (7) des Elektromagneten (4) befindet- und daß das Verschlußglied (29) unmittelbar von dem beweglichen Kern (12) des Elektromagneten (4) angetrieben ist.
- 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,daß die für die Verbindung der Leitung (18) mit der Fluiddruckquelle vorgesehene Drosselöffnung (23) in dem Körper (3) des Steuerventils ausgebildet ist.
- 3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- daß die für die Verbindung der Leitung (18) mit der Fluiddruckquelle vorgesehene Drosselöffnung (42) in dem hydraulischen Servoventil ausgebildet ist- und daß die Steuerkammer (14) zwischen der genannten Leitung (18) und der Drosselöffnung (42) liegt.
- 4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselöffnung (23; 42) eine relativ begrenzte axiale Ausdehnung besitzt.
- 5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,- daß der bewegliche Kern (12) des Elektromagneten (4) gleitbar im Innern eines die Wicklung (5) tragenden röhrenförmigen Spulenkörpers (6) montiert ist,- daß der Körper (3) des Steuerventils im wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und sich mit einem Endbereich im Innern eines Endbereiches des Spulenkörpers (6) befindet,- daß dieser Endbereich des Körpers (3) des Steuerventils zusammen mit dem ihm gegenüberliegenden Ende des beweglichen Kerns (12) im Innern des Spulenkörpers (6) eine Hauptkammer (19) begrenzt,- daß die in dem Körper (3) des Steuerventils ausgebildete Leitung (18) in der Hauptkammer (19) mündet,- daß der genannte die Leitung (18) mit der Auslaßöffnung (15) verbindende Durchgang von der Hauptkammer (19) und wenigstens einer Hilfsleitung (20) gebildet ist, welche die Hauptkammer (19) mit der Auslaßöffnung (15) verbindet,- und daß der Sitz für das Verschlußglied von dem in die Hauptkammer (19) mündenden Endbereich der Leitung (18) gebildet ist.- 16 -
- 6. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (3) des Steuerventils aus ferromagnetisehem Material besteht.
- 7. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Kern (12) unter Zwischenfügung einer Buchse (11) im Innern des Spulenkörpers (6) der Wicklung (5) gleitbar gelagert ist.
- 8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,- daß das Ventil ein Verschlußelement (30) besitzt, das sich an dem dem Körper (3) des Steuerventils abgewandten Ende der Buchse (11) befindet und zusammen mit dem ihm gegenüberliegenden Ende des beweglichen Kerns (12) im Innern der Buchse (11) eine Hilfskammer (33) begrenzt,- und daß der bewegliche Kern (12) an seinem Umfang eine Reihe von axialen Nuten (34) besitzt, welche die Hauptkammer (19) mit der Hilfskammer (33) verbinden.
- 9. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem beweglichen Kern (12) ein mittlerer Abschnitt mit verringertem Durchmesser gebildet ist, der im Innern der Buchse (11) eine periphere ringförmige Kammer (35) begrenzt.
- 10. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verschlußelement (39) und dem ihm gegenüberliegenden Ende des beweglichen Kerns (12) elastische Mittel (38) angeordnet sind.
- 11. System nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Wegende bestimmende Mittel (36) zur Begrenzung der Endposition des beweglichen Kerns (12) bei seiner Bewegung in Richtung auf das Verschlußelement (30) vorgesehen sind und daß in dieser Endposition die einander geüberliegenden Enden des beweglichen Kerns (12) und des Verschlußelementes (30) Abstand voneinander haben.
- 12. System nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Wegbegrenzung aus einem axialen Dorn (36) bestehen, der mit Preßpassung in den beweglichen Kern (12) eingesetzt ist.
- 13. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz für das Verschlußglied (29) von dem inneren Rand einer Buchse (28) bestimmt ist, die an dem Körper (3) des Ventils in dem Endbereich der Leitung (18f montiert ist, der in die Hauptkammer (19) mündet.
- 14. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Teil des Körpers (3) des Steuerventils, der aus dem Elektromagneten (4) nach außen ragt, in einen Sitz (2) des Körpers (1) des hydraulischen Servoventils eingesetzt ist und damit eine Verbindung zwischen dem Servoventil und dem Steuerventil bildet.
- 15. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (18) aus einer Bohrung besteht, die den Körper (3) des Steuerventils axial durchdringt.
- 16. System nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Leitung (18) welches mit der Steuerkammer (14) verbunden ist,mit einer Lochblende (19) versehen ist, welche die Übertragung eventueller Druckschwingungen aus der Leitung (18) in die Steuerkammer (14) und umgekehrt verhindert.
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