DE3218368C2 - Halter für Endotrachealtubuse mit Beißblock - Google Patents
Halter für Endotrachealtubuse mit BeißblockInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Halter für Endotrachealtubusse mit Beißblock, die bei einer künstlichen Beatmung zur Befestigung eines Endotrachealtubus dienen. Erfindungsgemäß ist der Halter zweiteilig ausgebildet. Dabei bildet der Beißblock (1) ein separates Teil, welches aus verhältnismäßig hartem Kunststoff gefertigt ist. Der andere Teil des Halters ist dagegen aus weicherem Material gefertigt, damit die seitlichen Befestigungsflügel (3, 4) auf der Haut des Patienten keine Hautirritationen hervorrufen. Die Befestigungsflügel (3, 4) passen sich der Gesichtsform des jeweiligen Patienten an. Zusätzliche Zwischenlagen aus weichem Material sind nicht mehr erforderlich.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Halter, wie er im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegeben ist.
Die künstliche Beatmung eines Patienten kann über einen in dessen Luftröhre eingesetzten Tubus, der an ein
65 Beatmungsgerät angeschlossen ist, erfolgen. Für die Fixierung
des Tubus sind Tubushalter bekannt, die vor dem Mund am Patienten befestigt werden. Der Tubus
wird am Halter mittels Klebe- oder Pflasterstreifen befestigt Damit der Patient den eingesetzten Tubus nicht
mit den Zähnen zusammendrücken kann, ist am Halter ein sich in die Mundhöhle erstreckender Beißblock eingesetzt
der den Tubus wenigstens teilweise umschließt.
Die bekannten Halter für Endotrachealtubuse sind als einstückige Kunststoffteile gefertigt Damit der angeformte
Beißblock einen ausreichenden Schutz für den Tubus bietet, sind die bekannten Halter aus verhältnismäßig
festem Material gefertigt Dies hat zur Folge, daß die seitlichen Befestigungsflügel, mit denen der Halter
am Patienten befestigt wird, so unelastisch sind, daß sie sich der Gesichtsform des Patienten nicht anpassen können
und insbesondere bei direktem Hautkontakt Hautirritationen hervoi rufen. Aus diesem Grunde können
diese bekannten Halter praktisch nur in Verbindung mit einer weichen Zwischenlage verwendet werden, die eine
direkte Berührung der Befestigungsfiüge! und der Haut verhindern. Durch die Verwendung der zusätzlichen
elastischen Zwischenlage ergibt sich ein höherer Arbeits- und Materialaufwand. Die aus Schaumstoff bestehenden
Zwischenlagen können Speichel, Schleim und Blut aufsaugen, wodurch sich auch hygienische Probleme
ergeben.
Aus der US-PS 42 70 529 ist ein Halter für Endotrachealtubuse bekannt, der aus einem Befestigungsteg besteht,
der zusammen mit dem Beißblock ein einstückiges Teil bildet. Dieses einstückige Teil wird in einen an den
Flügeln des Halters vorgesehenen Schlitz eingesetzt, dessen öffnungsweite an den Durchmesser des genannten
Teils angepaßt ist. Wegen dieser Anpassung ist es nicht möglich, an einem bestimmten Bsfestigungsflügel
unterschiedliche Beißblöcke zu befestigen. Der Befestigungsflügel muß außerdem so ausgebildet sein, daß er
das zu befestigende Beißblockelement umschließt, wodurch der Mund des Patienten völlig überdeckt wird.
Der Rachenraum ist dadurch für Absaugeinrichtungen nicht mehr zugänglich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Halter für Endotrachealtubuse zu schaffen, der auf einfache
Weise zur Befestigung von unterschiedlichen Tubusgrößen umgerüstet werden kann. Außerdem soll ein Bißschutz
vorgesehen sein, der den jeweils befestigten Endotrachealtubus vor Beschädigungen sdiützt und der
gleichzeitig die Verletzungsgefahr für den Patienten vermindert.
Die Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Halter der eingangs genannten Gattung dadurch erhalten, daß die
Befestigungsflügel und der Befestigungssteg ein einstückiges Teil bilden; daß dieses Teil aus einem weicheren
Material besteht als der Beißblock, der auswechselbar befestigt ist; und daß der Beißblock den jeweils zu
befestigenden Endotrachealtubus teilweise umschließt. Da der Beißblock ein separates Teil darstellt und der in
seiner Verlängerung angeordnete Befestigungssteg als Steg und nicht als Röhre ausgebildet ist, genügt es zur
Anpassung an unterschiedliche Tubusgrößen den Beißblock auszutauschen. Besonders vorteilhaft ist es, daß
der Beißblock den jeweils zu befestigenden Endotrachealtubus nur teilweise umschließt. Dadurch braucht der
Endotrachealtubus nicht in den Beißblock eingefädelt zu werden, sondern wird lediglich von oben in den Beißblock
an der gewünschten Stella eingesetzt. Man erhält somit einen Beißblock, dessen seitliche Befestigungsflügel
aus weichem, hautverträglichem Material bestehen.
während der Beißblock die erforderliche Stabilität aufweist, um einen guten Schutz für den Tubus zu gewährleisten.
Der erfindungsgemäße Halter kann ohne zusätzliche Schaumstoff-Zwischenlage verwendet werden,
wodurch sich eine einfachere und hygienischere Handhabung
ergibt Es können auch unterschiedliche, an die jeweiligen Anforderungen angepaßte Beißblöcke verwendet
werden, während die übrigen Teile des Halters stets gleich ausgebildet sind. Da die Befestigungsflügel
zusammen mit dem angeformten Befestigungssteg ein verhältnisiri>ßig kompliziertes Kunststoffteil darstellen,
fallen die dafür erforderlichen Werkzeugkosten bei der Herstellung nur einmal an. Die Werkzeugkosten für den
Beißblock sind dagegen wesentlich geringer, so daß hier
eine kostengünstige Herstellung unterschiedlicher Ausführungsform möglich ist
Für eine einfache Montage des Beißblockes ist weiterhin vorgesehen, daß Beißblock und Halter mittels
eiiier Steckverbindung miteinander verbunden sind.
Die Steckverbindung kann so ausgebiHet sein, daß am Beißblock eine langgestreckte Zunge ausgebildet ist,
an deren abstehendem Ende sich ein Rastelement befindet, und daß im Befestigungssteg ein im Querschnitt
rechteckiger, an die äußeren Abmessungen dieser Zunge angepaßter Kanal ausgebildet ist, in den die Zunge
des Beißblockes einsteckbar ist.
Damit der Beißblock gegen Herausrutschen gesichert ist, sieht eine Weiterbildung vor, daß in dem Kanal eine
Vertiefung oder ein Absatz vorgesehen ist, wo das an der Zunge befindliche Rastelement einrastet. Bei der
Montage des Beißblockes wird dessen Zunge vollständig in den Befestigungssteg eingeschoben, so daß der
Beißblock die der Mundhöhle zugewandte Seite der Befestigungsflügel berührt.
Für die Aufnahme des Tubus ist vorgesehen, daß die Oberseite des Befestigungssteges und des in dessen Verlängerung
angeordneten Beißblockes, die als Auflageflächen für den zu befestigenden Endotrachealtubus
dienen, im Querschnitt in etwa kreisbogenförmig ausgebildet sind. Auf diese Weise erhält man eine exakte Seitenführung
für den zu befestigenden Tubus. Um eine feste Verbindung zwischen Halter und Tubus "zu erreichen,
kann der Befestigungssteg und der auf ihm aufliegende Tubus mit Klebeband cder Pflasterstreifen umwickelt
werden.
Für eine künstliche Beatmung ist es erforderlich, daß der eingeführte Tubus gegenüber dem Trachialwall abgedichtet
wird. Zu diesem Zweck ist der Tubus an seinem unteren Ende von einem Ballon umgeben, der über
eine Belüftungszuleitung aufblasbar ist. Damit die Belüftungszuleitung geschützt zwischen Tubus und den genannten
Auflageflächen aus der Mundöffnung herausgeführt werden kann, sieht eine Weiterbildung der Erfindung
vor, daß am tiefsten Punkt dieser gebogenen Flächen eine schmale, sich über die gesamte Länge von
Befestigungssteg und Beißblock erstreckende Rinne ausgebildet ist. Die Beiüftungszuleitung verläuft somit
zwischen Halter und Tubus.
Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß der Radius der in etwa kreisbogenförmig
gebogenen Fläche des Beißblocks an den jeweiligen Radius des zu befestigenden Endotrachealtubus
angepaßt ist. Dadurch kann ein exakter Sitz für Tubuse mit verschiedenen Durchmessern erreicht werden.
Eine andere Weiterbildung sieht vor, daß der jeweils
zu befestigende Endotrachealtubus an der Oberseite des Beißblocks geHnglligig über den Beißblock hinausragt
Dies hat den Vorteil, daß der Patient beim Zusammenbeißen zuerst den Tubus geringfügig deformiert bevor
er mit den Zähnen am Beißblock anstößt Die Gefahr von Zahnbeschädigungen wird dadurch vermindert
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen
näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Halters mit Endotrachealtubus
F i g. 2 die Vorderansicht des Halters ohne Beißblock, F i g. 3 die Rückseite des Halters ohne ßeißblock,
F i g. 4 eine Seitenansicht des Halters vor der Montage des Beißblockes.
F i g. 2 die Vorderansicht des Halters ohne Beißblock, F i g. 3 die Rückseite des Halters ohne ßeißblock,
F i g. 4 eine Seitenansicht des Halters vor der Montage des Beißblockes.
Fig.5 eine mögliche Ausführungsform eines Beißb'ockesund
F i g. 6 eine weitere Ausführungsform des Beißblokkes.
Der in Fig. 1 dargestellte Halter besteht aus einem Beißblock 1, einem Befestigungssteg 2 und zwei seitlich
abstehenden Befestigungsflügeln 3 und 4. Die Befestigungsflügel 3 und 4 sind einstückig mit dem Befestigungssteg
2 verbunden. Der Beißblock 1 ist dagegen ein separates Teil, welches vorzugsweise mittels einer
Steckverbindung am Befestigungssteg 2 befestigt ist.
Beißblock 1 und Befestigungssteg 2 sind an die Form des zu befestigenden Endotrachealtubus 5 angepaßt. Am unteren Ende besitzt der Endotrachealtubus 5 einen Ballon 6, der über eine Belüftungszuleitung 7 aufgeblasen werden kann.
Beißblock 1 und Befestigungssteg 2 sind an die Form des zu befestigenden Endotrachealtubus 5 angepaßt. Am unteren Ende besitzt der Endotrachealtubus 5 einen Ballon 6, der über eine Belüftungszuleitung 7 aufgeblasen werden kann.
In F i g. 2 ist insbesondere die Form der Befestigungsflügel 3 und 4 sowie die Form der Oberseite 8 des Befestigungssteges
2 erkennbar. Die beiden großflächigen Aussparungen 9 und 10 geben die Mundöffnung des
Patienten frei, so daß durch diese Aussparungen 9, 10 hindurch eine Mundpflege möglich ist An den beiden
Enden 11 und 12 besitzten die beiden Befestigungsflügel
3 und 4 jeweils eine kleinere Aussparung 13 bzw. 14 und Einschnitte 15, 16, die zur Befestigung des Halters am
Kopf des Patienten dienen.
Die Oberseite 8 des Befestigungssteges 2 ist im Querschnitt in etwa halbkreisförmig ausgebildet, wodurch
eine Anpassung an die äußere Form des jeweils zu befestigenden Tubuses 5 erreicht wird. Die Oberseite 8 bildet
somit eine gekrümmte Auflagefläche. Am untersten Punkt dieser Auflagefläche ist eine Rinne 17 angebracht,
in der die Belüftungszuleitung 7 (F i g. t) verläuft. Unterhalb der Rinne 17 befindet sich ein im Querschnitt rechteckig
ausgebildeter Kanal 18, in den von der Rückseite her ein Beißblock mit seinem Befestigungselement einsteckbar
ist.
F i g. 3 zeigt die Rückseite des in F i g. 2 dargestellten Teils. Diese Seite ist die dem Patienten zugewandte Seite,
an der der Beißblock befestigt wird. Die Bedeutung der eingetragenen Bezugszahlen stimmt mit denen der
übrigen Figuren überein.
F i g. 4 zeigt eine Seitenansicht, die insbesondere eine mögliche Befestigungsart für den Beißblock 1 verdeutlicht.
Die am Beißblock 1 angeformte Zunge 19 hat an ihrem äußeren Ende ein Rastelement 20, welches an
einem im Befestigungssteg befindlichen Absatz 21 einrasten kann. Zu diesem Zweck wird die Zunge 19 in der
angegebenen Pfeilrichtung 22 in den.Kanal 18 vollständigeingeschoben.
In Fig. 5 ist eine Ansicht des Beißblockes 1 angegeben.
Wie bereits erwähnt, besteht der Beißblock aus einem härteren Material als das andere Teil des Halters.
Die einfache Form des Beißblockes gestattet es. daß verschiedene Beißblöcke mit insbesondere unterschied-
lieh geformten Auflageflächen 8 mit geringem Aufwand
zur Verfügung gestellt werden können.
zur Verfügung gestellt werden können.
Fig. 6 zeigt eine weitere Ausfiihrungsform eines
Beißblockes von der der Zunge abgewandten Seite.
Beißblockes von der der Zunge abgewandten Seite.
Es wird noch angemerkt, daß der Halter beispielswei- 5
se aus unterschiedlichen PVC-Kunststoffen hergestellt
werden kann.
werden kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
10
15
20
30
35
40
45
50
55
60
cc A~
65 sy
Claims (9)
1. Halter für Endotrachealtubuse mit einem Beißblock und einem in Verlängerung zu diesem angeordneten
Befestigungssteg, an dem der jeweilige Endotrachealtubus befestigt wird, und mit zwei Befestigungsflügeln,
die zwischen Beißblock und Befestigungssteg angeordnet sind und in etwa senkrecht zu
diesen seitlich abstehen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Befestigungsflügel (3, 4) und der Befestigungssteg (2) ein einstückiges Teil bilden;
daß dieses Teil aus einem weicheren Material besteht als der Beißblock (1), der auswechselbar befestigt ist; und
daß dieses Teil aus einem weicheren Material besteht als der Beißblock (1), der auswechselbar befestigt ist; und
daß der Beißblock (1) den jeweils zu befestigenden Endotrachealtubus (5) teilweise umschließt
2. Halter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Beißblock (1) und Halter mittels einer
Steckverbindung miteinander verbunden sind.
3. Halter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Beißblock (1) eine
langgestreckte Zunge (19) ausgebildet ist, an deren abstehendem Ende sich ein Rastelement (20) befindet,
und daß im Befestigungssteg (2) ein im Querschnitt rechteckiger, an die äußeren Abmessungen
dieser Zunge (19) angepaßter Kanal (18) ausgebildet ist, in den die Zunge (19) des Beißblockes (1) einsteckbar
ist.
4. Halter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kanal (18) eine Vertiefung oder ein
Absatz (21) vorgesehen ist, wo das an der Zunge 19 befindliche Rastelement (20) einrastet.
5. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüehe, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberseite (8)
des Befestigungsteges (2) und des in dessen Verlängerung angeordneten Beißblockes (1), die als Auflageflächen
für den zu befestigenden Endotrachealtubus (5) dienen, im Querschnitt in etwa kreisbogenförmig
ausgebildet sind.
6. Halter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß am tiefsten Punkt dieser gebogenen Flächen
(8) eine schmale, sich über die gesamte Länge von Befestigungssteg (2) und Beißblock (1) ersteckende
Rinne (17) ausgebildet ist.
7. Halter nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Radius der in etwa
kreisbogenförmig gebogenen Fläche des Beißblokkes (1) an den jeweiligen Radius des zu befestigenden
Endotrachealtubus (5) angepaßt ist.
8. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der jeweils zu befestigende
Endoirachealtubus (5) an der Oberseite des Beißblockes (1) geringfügig über den Beißblock
(1) hinausragt.
9. Halter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsflügel (3,4) großflächige Aussparungen (9,10) haben,
durch die eine Mundpflege möglich ist. eo
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823218368 DE3218368C2 (de) | 1982-05-15 | 1982-05-15 | Halter für Endotrachealtubuse mit Beißblock |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19823218368 DE3218368C2 (de) | 1982-05-15 | 1982-05-15 | Halter für Endotrachealtubuse mit Beißblock |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3218368A1 DE3218368A1 (de) | 1983-11-24 |
| DE3218368C2 true DE3218368C2 (de) | 1984-08-23 |
Family
ID=6163711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19823218368 Expired DE3218368C2 (de) | 1982-05-15 | 1982-05-15 | Halter für Endotrachealtubuse mit Beißblock |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3218368C2 (de) |
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