Die Erfindung betrifft eine Verschlußeinrichtung, die anstelle eines Schlüssels oder eines schlüsselbetätigten
Schließzylinders mit Bestromung eines Elektromagneten die manuelle Verschiebung eines Riegels und/oder
einer Falle herkömmlicher Schlösser ermöglicht und die in diese Schlösser ein- oder angebaut werden kann.
Verschlußeinrichtungen, die auf Grund der Bestromung eines Elektromagneten die Verschiebung eines
Sperriegels bewirken oder ermöglichen, sind bekannt Üblicherweise ist in diesen Verschlußeinrichtungen der
Elektromagnet als Hubmagnet ausgebildet, der einen Bolzen. Hebel oder ähnliche mechanische Elemente verschiebt
die der Sperre des Sperriegels dienen. Nach Aufhebung dieser Sperre durch den Hubmagneten wird
der Riegel von Hand verschiebbar oder durch die mit Schließen des Schlosses in einer Feder gespeicherte
Energie verschoben. Beispiele dieser Ausführungsform
sind in den Schriften DE-AS 29 22 890, DE-OS 27 27 882
und US-PS 41 48 092 angegeben.
Nachteile dieser Ausführungsform sind die erforderliche hohe elektrische Leistung für die Betätigung des
Hubmagneten sowie die Möglichkeit der Beschädigung der Verschlußeinrichtung durch Abscheren des Sperrboizens
bei Gewalteinwirkung von außen.
In der DE-AS 26 30 019 ist eine Lösungsmöglichkeit für ein elektrisch betätigbares Schloß angegeben, mit
welcher eine Beschädigung der Verschlußeinrichtung durch Gewalteinwirkung von außen vermieden wird.
Die Lösung beruht darauf, daß ein topfförrrirg ausgebildeter
und in der Eingangsachse angeordneter Elektromagnet in dem von außen über die Eingangsachse
zugänglichen Teil frei durchdrehbar ist daß mit Bestromung des Elektromagneten beide — den Magnetkreis
bildende — Teile miteinander verbunden werden und daß auf Grund dieser Verbindung der Riegel direkt
durch den Topfmagneten in Richtung »öffnen« verschoben werden kann.
Diese Lösung weist einen deutlichen Unterschied auf gegenüber Lösungen, die einen Elektromagneten als
Hubmagnet verwenden. Es bleibt jedoch der Nachteil bestehen, daß zur Funktion des Elektromagneten in dieser
Anordnung eine relativ große Bauform des Magneten auf eine hohe elektrische Leistungsaufnahme erfor- 3s
derIich sind.
Die Baugröße des Magneten sowie die hohe elektrische die mechanische Verkopplung durch Leistungsaufnahme
durch den Magneten erklären sich einfach daraus, daß diesen Magnet die nicht geringen Kräfte übertragen
muß, die zur Riegelverschiebung erforderlich sind. Würde man nach dem vorliegenden Prinzip auch
noch die Falle üblicher Haustürschlösser betätigen wollen, was die Überwindung starker Federkräfte erforderlich
machte, so ergäben sich für den Magneten Baugrößen und nötige elektrische Leistungen, die unrealistische
Werte annähmen.
Die bisher bekannten magnetisch betätigten Verschlußeinrichtungen sind wegen ihres hohen Leistungsbedarfs daher in aller Regel an die zentrale Stromver-
sorgung des Hauses angeschlossen und müssen neben Umsetzern auch Akkumulatoren aufweisen, damit bei
Ausfall der Netzversorgung die Türbetätigung sichergestellt ist. Ein Beispiel hierfür ist in der DE-OS
27 27 882 anschaulich dargestellt. Bei der alleinigen Ver-Wendung von Batterien sind diese ihrer Kapazität entsprechend
groß dimensioniert und müssen in kurzen Intervallen ausgetauscht bzw. aufgeladen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Verschlußeinrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, zu
deren Funktion der Elektromagnet eine gegenüber dem Stand der Technik wesentlich verminderte Leistungsaufnahme hat und die eine Baugröße ermöglicht welche
den auch nachträglichen Einbau in existierende Türen und dergleichen mit ihren Schlössern gestattet und die
darüber hinaus so viel K;-eiraum im Schloßbereich belaßt,
daß auch die elektronische Steuereinheit mit den zur Stromversorgung erforderlichen nunmehr sehr kleinen
Batterien dort angebracht werden kann.
Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, daß eine Zahnradkupplung
eingesetzt wird, die eine von außen kommende Antriebsachse mit einer — einen Nocken tragenden
und der Riegelverschiebung dienenden — Abtriebsachse verbindet Diese Verbindung wird hergestellt durch
ein mit der Antriebsachse verbundenes Blech aus weichmagnetischem Material, welches einen bestromten Magneten
aufgrund der Anziehung des Magneten an dieses Blech uni einen bestimmten Winkelbetrag mitdreht wobei
durch diese Drehung des Magneten ein Kuppelzahnrad mit den Zahnrädern der Antriebsachse und der
Abtriebsachse zum Eingriff gebracht wird.
Die Verwendung eines zuschaltbaren Kopplungszahnrads in der Anwendung für Kombinationsschlösser
ist in der DE-OS 16 53 959 vorgeschlagen worden, dient dort aber zur mechanischen Einstellung der manuellen
Steuerung, nicht der Kraftübertragung. Darüber hinaus besteht ein Unterschied zur Lösun/ in der DE-OS
16 53 S59 darin, daB das Einrücken dk Schaltzahnrads
durch Verwendung eines Hubmagneten geschieht ein Funktionsprinzip, das notwendigerweise mit einer großen
Bauform des Magneten und einer hohen elektrischen Leistungsaufnahme verbunden ist
Vorteilhafterweise wird der Elektromagnet in vorliegender Anmeldung nicht mehr dazu benutzt selbst die
Riegelorgane oder Teile davon zu bewegen, sondern lediglich dazu, indirekt eine Zahnradkupplung einzulegen,
wodurch dann die Übertragung beliebig großer Kräfte von der manuell betätigten Antriebsachse auf die
der Riegel- und Fallenbetätigung dienende Abtriebsachse ohne Kraftrückwirkung auf den Magneten möglich
wird.
Die Baugröße des Magneten sowie seine elektrische Leistungaufnahme sind abhängig von der Bewegungsarbeit
die der Magnet in der Ausbildung als Hubmagnet zu leisten hat oder von der zu übertragenden Kraft
durch den Magneten im Falle der Ausbildung als Magnetkupplung.
D;. letztere Ausführungsform in vorliegender Erfindung
Anwendung findet und nur sehr geringe Kräfte durch den Magneten übertragen werden brauchen, sind
seine elektrische Leistungsaufnahme und seine Baugröße bezogen auf den bekannten Stand der Technik sehr
klein.
Die Vorteile der Erfindung sind äußerst vielfältig und bestehen insbesondere darin, daß an die Kapazität der
elektrischen Versorgungsquelle keine hohen Anforderungen gestellt werden müssen, mithin normale Knopfbatterien
(Typ Lithium) für eine mittlere Einbau- und Betriebszeit von 5 und mehr Jahren ausreichend sind.
Auch ^ie Baugröße des Elektromagneten ist erheblich
reduziert gegenüber dem bekannten Stand der Technik, so daß sich insgesamt die Möglichkeit zum Hinbau aller
Einrichtungen unmittelbar im Bereich des mechanischen Schlosses ergibt. Nach dem Stand der Technik
dagegen war es bisher erforderlich, die großbauenden Einrichtungen außerhalb der bereits vorhandenen Verschlußeinriciitungen
anzuordnen und mittels elektrischer Leitungen die Signal- oder Stromzuführung zu
besorgen. Hierdurch ergab sich nicht nur das Problem der Eingreifbarkeit in den elektrischen Kreis, sondern
auch die Notwendigkeit, größere Umbauarbeiten sowohl an der Tür wie auch an der Innenwand des Hauses
vornehmen zu müssen.
Die gefundene Lösung erlaubt also nicht nur, wie bereits ausgeführt, eine äußerst kompakte Bauweise, mithin
Unterbringungdernotwendigen Bauteileunmittelbarauf
oder in dem bereits vorhandenen Schloß, sondern auch
den nachträglichen Einbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung in bereits bestehende Schlösser, da auch die
verwendete Zahnradkupplung derart klein gebaut werden kann, daß ihre Unterbringung in den vorhandenen
Leerräumen der Schlösser realisiert werden kann. Last but not least ist einer der Hauptvorteile der Erfindung die
Möglichkeit, die Verschlußeinrichtung als selbständige Einheit in Form eines Schließzylinders auszubilden, wodurch diese in allen existierenden Schlössern anstelle des
bisher benutzten Schließzylinders einsetzbar ist, so daß herkömmliche bestehende Schlösser ohne Änderung am
Schloßselbst Verwendung finden können.
Bei dieser Ausführung findet im vorderen Teil, welches ins Schloß eingefügt wird, das genormte Zylinderprofil Verwendung, während der rückwärtige Teil als
Kasten geformt ist, in den hinein die Zahnradkupplung und die zum Kuppein dienenden Teile wie Kuppcirsd,
Elektromagnet usw. eingebaut sind.
Die Erfindung ist anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigt
Fig. I äußere Installationen an einem Türschloß für
eine Haustür nach herkömmlicher Bauweise,
F i g. 2a, 2b eine erste Ausführung einer Verschlußeinrichtung in der Vorder- (F i g. 2a) und in der Draufsicht
(Fig. 2b).
F i g. 3a, 3b eine weitere Ausführung sowohl in Vorder- (Fig. 3a) als auch Draufsicht (F i g. 3b),
Fig.4 eine Weiterbildung der in Fig.3a, 3b dargestellten Ausführung.
In Fig. 1 ist ein Türschloß 10 herkömmlicher Bauart
wie es in Haustüren aller Art Verwendung findet, dargestellt. Auf der Außenseite der Tür 18 ist ein Tastenfeld
19 angebracht. Dieses Tastenfeld 19 (nicht näher dargestellt) ermöglicht die Eingabe eines rein gedanklichen
Schlüssels durch Betätigen der mit Ziffern oder Buchstaben bedruckten Tasten des Feldes. Eine solche Tastatur mit Verarbeitungselektronik ist in der DE-OS
29 22 262.6 beschrieben. Das Türschloß 10 hat darüber hinaus einen äußeren Drehknopf 20 und einen inneren
Drehknopf 21. Außerdem sind von außen unzugänglich ein Programmierschalter 22 eingebaut Neben diesen
Teilen sind eine Verschlußfalle 23, ein Riegel 24 und eine Türklinke 25 zur Abrundung des Bildes eingezeichnet.
In Fig.2a ist eine Verschlußeinrichtung in der Vorderansicht dargestellt Wesentliche Elemente dieser
Verschlußeinrichtung sind ein Elektromagnet 7, eine Zahnradkupplung 11, welche aus einem Antriebrad 1,
einem Abtriebsrad 2 und einem Kuppelrad 3 besteht (siehe auch F i g. 2b). Das Kuppelrad 3 und der Elektromagnet 7 sind auf einen um eine Achse 5 drehbaren
Träger 4 montiert. Außerdem ist ein Zapfen 16 auf dem Träger 4 montiert der noch in zu erläuternder Weise
mit einer Nase 8 einer Scheibe 15 zusammenwirkt Die Scheibe 15, wie in Fig.2b gut zu erkennen ist, ist mechanisch mit einer Weife 9 verbunden. Sowohl der Träger 4, als auch die Scheibe 15 sind gegen Federn drehbar
gelagert Das Antriebsrad 1 der Zahnradkupplung 11 trägt eine Nocke 13, welche den bekannten Riegelmechanismus des Türschlosses 10 betätigt Da dieser Bereich nicht Gegenstand der Erfindung ist ist darauf
nicht näher eingegangen.
F i g. 2b zeigt deutlich die Zuordnung von Zahnradkupplung 11, Elektromagnet 7. dem Träger 4 sowie der
über die Welle 9 drehbaren Scheibe 15. Wie bereits oben beschrieben, besteht die Zahnradkupplung 11 aus
dem Antriebsrad 1, dem Abtriebsrad 2 und dem Kuppelrad 3. Das Antriebsrad ist mechanisch mit einer Hohl
welle 14 verbunden, während das Abtriebsrad 2. wie ebenfalls bereits dargestellt, die Nocke 13 trägt. Welle 9
und Hohlwelle 14 werden nach außen geführt und sind beispielsweise über den in F i g. 1 dargestellten äußeren
S Drehknopf 20 betätigbar. Die Ausbildung dieses Drehknopfes 20 ist nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß dieser so
ausgebildet sein soll, daß Welle 9 und Hohlwelle 14 unabhängig voneinander gedreht werden können.
Für die Funktion der Verschlußeinrichtung ist zunächst erforderlich, daß auf dem Tastenfeld 19 der vorprogrammierte Code richtig eingegeben wird. Dieser in
der Regel mehrstellige Code wird nach elektronischer Verarbeitung, d. h. nachdem festgestellt worden ist, daß
is der eingegebene Code mit dem vorprogrammierten
übereinstimmt, in ein elektrisches Ausgangssignal umgesetzt, welches den Elektromagneten 7 unter Strom
setzt Die Folge davon ist, daß eine kraf?sch!ö«'g<? Verbindung zwischen dem den Elektromagneten 7 tragen-
den Träger 4 und der Scheibe 15 hergestellt wird. Wird jetzt der äußere Drehknopf 20 bewegt, so führt die
kraftschlüssige Verbindung zwischen Elektromagnet 7 und Scheibe 15 dazu, daß der Träger 4 mitgenommen
wird und sich zwangsweise um seine Achse 5 dreht. Das
ebenfalls auf dem Träger 4 montierte Kuppelrad 3 wird,
wie in Fig.2a anschaulich dargestellt ist, in Richtung
auf die -beiden Räder Antriebsrad 1 und Abtriebsrad 2 und mit diesen Rädern zum Eingriff gebracht. Da sich
Scheibe 15 und Träger 4 um verschiedene Achsen dre
hen, muß die Einstellung des Elektromagneten selbst
verständlich so gewählt werden,-daß der Elektromagnet 7 mit einem gewissen Schlupf der Scheibe 15 folgen
kann.
Sobald das Kuppelrad 3 im Eingriff mit den beiden
anderen Rädern, Antriebsrad 1 und Abtriebsrad 2. ist.
kann über den äußeren Drehknopf 20 die Hohlwelle 14 verdreht werden, was bei eingerastetem Kuppelrad 3
zum Mitdrehen des Abtriebsrades 2 und damit der Nokke 13 führt Da die Hohlwelle 14 unabhängig von der
Welle 9 gedreht werden kann, können von außen auch mehrfache Umdrehungen der Zahnradkupplung 11. mithin der Nocke 13, erfolgen. Auf diese Weise kann sowohl die Verschlußfalle 23 als auch der Riegel 24. für
dessen Vor- und Rückbewegungen in aller Regel meh
rere Umdrehungen notwendig sein werden, bewegt
werden.
Da der Elektromagnet 7 lediglich die schlupffähige kraftschlüssige Verbindung zwischen dem Träger 4 und
der Scheibe 15 zur Oberwindung der kleinen Feder
kraft, mit der der Träger 4 zurückgehalten wird aufbrin
gen muß — und selbst keine Bewegungsarbeit leisten oder große Andruckkräfte erzeugen muß —, ist eine
sehr kleine Bauform des Elektromagneten 7 möglich und nur sehr geringe elektrische Leistungsaufnahme.
Um auch eine sehr geringe Energieaufnahme aus der
Stromversorgung zu ermöglichen, übernimmt nach kurzem gemeinsamen Schwenkweg der Scheibe 15 und des
Trägers 4 eine aufhebbare mechanische Halteverbindung, hier ausgeführt durch eine Nase 8 und einen Zap-
fen 16, siehe F i g. 2a, die weitere Mitnahme des Trägers 4 bis zum Eingriff des Kuppelrades 3 in die beiden Räder, wodurch kurz nachdem die mechanische Halteverbindung hergestellt ist die Bestromung des Elektromagneten 7 aufgehoben werden kann. Außerdem erzeugt
die Haltevorrichtung den erforderlichen Anpreßdruck des Kuppelrades 3 an die Räder 1 und 2.
Die Abschaltung des Elektromagneten 7 ist nicht Gegenstand der Erfindung. Sie kann dadurch herbeigeführt
werden, daß ein Endschalter vorgesehen ist, der nach
einem bestimmten Verschwenkweg des Trägers 4 bestätigt wird. Die Abschaltung des Elektromagneten 7
kann aber auch dadurch realisiert werden, daß überhaupt nur eine ganz bestimmte Zeit lang nach Eingabe
des richtigen Codes am Tastenfeld 19 ein elektrischer Strom fließt, so daß die Verschwenkung der Scheibe 15
und damit des Trägers 4 innerhalb dieser vorgegebenen Zeitspanne erfolgen muß. Eine solche Lösung hat den
Vorteil, daß nicht unbeabsichtigt der richtige Code eingegeben wird, die Tür jedoch nicht geöffnet wird aus
anderen Gründen, diese mithin latent auch für Unbefugte durch einfaches Drehen des Knopfes 20 offenbar ist.
Selbstverständlich kann auch jede andere vorteilhafte Lösung für die Abschaltung des Elektromagneten 7 im
Zusammenhang mit der Erfindung eingesetzt werden.
Die aufhebbare mechanische Halteverbindung besteht im einfachen Fall aus einer Nase 8, welche an der
Scheibe 15 ausgeformt ist und einem Zapfen 16, der mechanisch fest mit dem Träger 4 verbunden ist Zapfen
16 und Nase 8 sind geometrisch so einander zugeordnet, daß sie aufgrund der beiden Drehbewegungen von Träger 4 und Scheibe 15 ineinander eingreifen, bevor das
Kuppelrad 3 im Eingriff ist. Die mechanische Halteverbindung wird dadurch aufrechterhalten werden, daß
von außen über die Welle 9 ständig die Scheibe 15 manuell in ihrer Position gehalten wird, so daß auch der
Träger 4 nicht in seine Ursprungsstellung zurück kann. Es sei daran erinnert, daß sowohl die Scheibe 15, als
auch der Träger 4 unter Spannung der Federn 26 bzw. 27 stehen. Wird jetzt der Druck von außen auf die Scheibe 15 nicht weiter aufrechterhalten, so führt dies dazu,
daß die vorerwähnten Federn 26,27 sowohl die Scheibe 15. als auch den Träger 4 in ihre Ausgangsposition zurückbringen, mithin das Kuppelrad 3 nicht mehr im Eingriff ist. Stau dieser Lösung, bei der aho von außen
letztendlich die Kraft aufgebracht wird, um das Kuppelrad 3 im Eingriff zu halten, kann selbstverständlich auch
eine selbsthemmende mechanische Halteverbindung vorgesehen sein, die durch gesonderte Vorkehrungen,
wie etwa Rückdrehen der Welle 9 oder auch andere bekannte Maßnahmen, aufgehoben werden kann.
In den F i g. 3a und 3b ist eine weitere Ausführung der
Verschlußeinrichtung dargestellt Die Zahnradkupplung und die ihr zugehörigen Räder stimmen mit denen in
den Fig.2a und 2b dargestellten überein, so daß zur besseren Übersichtlichkeit dieselben Bezugszeichen gewählt worden sind.
Die Zahnradkupplung 11 ist wie im vorhergehend beschriebenen Fall von außen manuell drehbar. Sie besteht aus dem Antriebsrad 1, dem Abtriebsrad 2 und
dem Kuppelrad 3. Ein Elektromagnet 30 ist auf einem Träger 31 angebracht. Der Träger 31 ist um die selbe
Achse 34 verschwenkbar, die auch die Drehachse für die Zahnräder Antriebsrad 1 und Abtriebsrad 2 bildet Auf
der Scheibe 31 ist ein Gleitzapfen 29 verschiebbar gelagert Der Gleitzapfen 29 trägt das Kuppelrad 3. An seinem anderen Ende ist der Gleitzapfen 29 auf einem
Gleitstück 28 gelagert, welches schräge Anlaufflächen aufweist, so daß der Gleitzapfen 29, wie noch zu erläutern sein wird, auf diesen Schrägen in Richtung auf das
Antriebsrad 1 bzw. in entgegengesetzter Richtung bewegbar ist Die Bewegung des Gleitzapfens 29 erfolgt
entgegen der Wirkungsrichtüng einer Feder 33, welche
dafür sorgt daß der Gleitzapfen 29 in seine Ausgangsstellung zurückbewegt wird.
Bei richtig eingegebenem Code auf dem Tastenfeld 19 (siehe Fi g. 1) wird der Elektromagnet unter Strom gesetzt und stellt eine kraftschlüssige Verbindung zu einer
Scheibe 40 her. Diese Scheibe 40 ist um die Achse 34 drehbar. Erfolgt nun, nachdem der Elektromagnet unter
Strom gesetzt worden ist, eine Drehung von außen beispielsweise über den äußeren Drehknopf 20, so wird
über die kraftschlüssige Verbindung, hergestellt durch den Elektromagneten 30, der Träger 31 um die Achse 34
gedreht. Der Gleitzapfen 29 wird aufgrund der in das Gleitstück 28 eingearbeiteten schrägen Flächen auf die
ίο Räder Antriebsrad 1, Abtriebsrad 2. zubewegt, so daß
das Kuppelrad 3 mit diesen in Eingriff gerät. Die Folge davon ist, daß bei weiterem Drehen des äußeren Drehknopfes 20 eine auf dem Abtriebsrad 2 montierte Nocke
32 gedreht wird und die übliche Schloßbetätigung her
beiführt. Auch bei dieser Version kann vorgesehen sein,
daß der Träger 31 durch eine mechanische Haltevorrichtung bei Eingriff des Kuppelrades 3 in die Räder
Antriebsrad I, Abtriebsrad 2, in dieser erreichten Lage festgehalten wird. Bei einer solchen Ausführung kann
der Elektromagnet ebenfalls abgeschaltet werden, sobald die vorbezeichnete Stellung erreicht ist. Auf eine
solche mechanische Halteverbindung kann aber ganz verzichtet werden, wenn es sich um Schlösser handelt,
bei denen der Nocken 32 lediglich eine geringfügige
Drehung von z. B. Vj Umdrehung auszuführen hat. In
diesem Fall ist der Träger 31 mit dem Antriebsrad 1 verbunden, wird mithin zwangsweise mit der Drehung
des Antriebsrad 1 über die Achse 34 von außen gedreht. Der Elektromagnet 30 wird einen Schlupf zulassen, so
daß trotz ausreichender kraftschlüssiger Verbindung um das Kuppelrad 3 im Eingriff mit den Rädern Antriebsrad 1, Abtriebsrad 2 zu halten ein Weiterdrehen
des Antriebsrades 1 um die gewünschte Vierteldrehung möglich ist Federn 35, 36 sorgen in bekannter Weise
nach Beendigung der Aktion für die Rückstellung des Trägers 31.
Zu Fig.4 ist eine Variante zu der Ausführung nach
F i g. 3a, 3b gezeigt, bei der das gleiche Grundprinzip — Drehung von Elektromagnet 30 und Träger 31 um eine
gemeinsame Achse — angewendet wird, insofern sind auch wieder dieselben Bezugszeichen verwendet Der
Träger 31 weist eine Verzahnung 38 auf, welche in der Stellung der Zähne mit einem Zahnsegment 37 korrespondiert Das Zahnsegment 37 ist über ein von außen
drehbares Zahnrad 13 drehbar. Sobald der Elektromagnet 30 die kraftschlüssige Verbindung zu dem Zahnsegment 37 hergestellt hat kann dieses — und damit
auch der Träger 34 — über das Zahnrad 13 gedreht werden. Nach kurzem Weg greift das Zahnrad bereits in
die Verzahnung 38 ein, der Elektromagnet 30 kann abgeschaltet werden.
Es ist klar, daß sich der Erfindungsgedanke in vielfältigen Ausführungsformen niederschlagen kann. Entscheidend ist daß der Elektromagnet lediglich soviel Lei-
stungsaufnahme benötigt, daß eine ausreichende kraftschlüssige Verbindung hergestellt wird, wobei diese
kraftschlüssige Verbindung bei einigen der gezeigten Ausführungsformen einen gewissen Schlupf bedingt so
daß die Leistungsaufnahme sehr gering gehalten wer
den kann. Die Energieaufnahme kann dadurch abge
senkt werden, daß der Elektromagnet nur für die kurze Dauer des Verschwenkens des Trägers überhaupt eingeschaltet wird und danach eine mechanische aufhebbare Halteverbindung dafür sorgt daß das Kuppelrad 3 im
Eingriff bleibt, solange die Öffnungsaktion andauert
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen