DE3210354C2 - Antrieb für Turbomolekularpumpen - Google Patents
Antrieb für TurbomolekularpumpenInfo
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- H02P6/06—Arrangements for speed regulation of a single motor wherein the motor speed is measured and compared with a given physical value so as to adjust the motor speed
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Abstract
Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach dem Prinzip eines bürstenlosen Gleichstrommotors mit einem permanent-magnetischen Rotor und einem Stator mit zwei um 90 ° elektrisch versetzten Wicklungsträgern, wobei die gemeinsamen Enden dieser Wicklungsstränge über einen Strommeßwiderstand mit dem gemeinsamen Nullpunkt einer Spannungsquelle verbunden sind. Beim Abschalten einer Wicklung wird die gespeicherte Induktionsenergie zurückgespeist.
Description
1. Die viersträngige Wicklung füllt den Wickelraum schlecht aus, was erhöhte Ohmsche Verluste zur
Folge hat.
2. Die beim Ausschalten der entsprechenden Wicklung
noch vorhandene magnetische Energie wird nicht zurückgewonnen, sondern in den Zehnerdioden
bzw. Schalttransistoren verheizt.
3. Bei defekten Schalttransistoren im Betriebsspannungsregler steht am Motor die volle Zwischengleichspannung
Uz an, was zum Durchgehen der Betriebsdrehzahl und somit zu einem Sicherheitsrisiko
für die Turbomolekularpumpe wird. Außerdem können bei defekter Stromregelung im Zwischenkreis
die Schalttransistorcn 7s bis 7g durch
Überlastung zerstört werden.
4. Die beschriebenen Beispiele erfordern entweder einen großen Netztraniformator zur Trennung von
Netzspannung und Motorspannung, oder einen zweiten Regelkreis zur Stabilisierung der Zwischenkreisspannung
Uz.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die beschriebenen Nachteile zu vermeiden und auf einfache
Art eine höhere Betriebssicherheit bei-n Antrieb von
Turbomolckularpumpen zu erreichen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Motorwicklung zweisträngig ausgeführt ist und
die Enden der zweisträngigen Wicklung über einen gemeinsamen Widerstand R\ mit dem Nullpunkt der
Spannungsquelle verbunden sind, wobei der Spannungsabfall an diesem Widerstand die Breite der Ansteuerimpulse
für die Transistoren des Zerhackers so steuert, daß der Motorstrom konstant bleibt.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung der Dioden Ds bis D» wird auf einfache Art die magnetische Restenergie
aus dem Motor, die beim Abschalten der betreffenden Wicklung entsteht, in die beiden Kondensatoren
Q und C2 zurückgeführt
Besonders vorteilhaft ist die Anordnung eines Meßgleichrichters mit Operationsverstärker zwischen dem
Strommeßwiderstand R\ und dem Eingang des Impulsbreitenmodulators, der die an R\ entstehende kleine
Wechselspann jig gleichrichtet, verstärkt und dem Regler
zuführt Durch die Stromregelung über die Eingangsschaltstufe reduziert sich der zweite Regelkreis
auf einen Grätzgleichrichter mit nachgeschalteter Drossel und Kondensator. Die Dioden D\ und Da, ersetzen
die Schalttransistoren des Spannungsreglers aus F i g. 2, während die Dioden D2 und D3 als Fr« ilaufdioden wirken.
Die beiden Speicherdrosseln L\ und L2 sind weiterhin
erforderlich, um den Strom in der Schaltstufe zu begrenzen. Die Kondensatoren C3 und Q dienen als
Zwischenspeicher für die magnetische Restenergie.
Die Regelspannung wird weiterhin der dynamischen Strombegrenzung, bestehend aus einem Verstärker und
einem Spannungskompensator, zugeführt Der Ausgang des Kondensators begrenzt über die Kommutierungseinrichtung den Strom in den Transistoren Ts bis Tg.
In F i g. 1 ist die erfindungsgemäße Anordnung dargestellt. Fig.2 und 3 dienen zur Erläuterung des Standes
der Technik.
Anhand des Beispiels in F i g. 1 soll die Funktion des Motors und der Antriebsschaltung erläutert werden.
Die hier beschriebene Schaltung vermeidet den schweren und voluminösen Netztransformator und benutzt
statt dessen ein geschaltetes Netzteil mit einem wegen der hohen Schaltfrequenz kleinen Netztransformator.
Gegenüber der Schaltung nach Fig. 3 wird der Speicherdrosselregelkreis
eingespart. Bei defekten Schalttransistoren im Zerhacke; -verden die Spannungen U,
und Up zu Null, und der Pumpenrotor kommt zum Stillstand.
Der Motor besteht aus einem Stator mit zwei um 90° elektrisch versetzen Wicklungssträngen W\ und W-* und
einem permanentmagnetischen Rotor M. Unter den Wickelköpfen sind im Abstand von 90° (elektrisch) zwei
Hallsonden angebracht, die die Stellung des Rotors erfassen und über Schaltverstärker und eine Dekodierschaltung
vier phasenrichtige Rechtecksignale von 90° (elektrischer Einschaltdauer) erzeugen, die den Schalttransistoren
in der Reihenfolge 7s, Ti, Te, Tg zugeführt
werden. Wird Ts leitend gesteuert, so wird Wi mit der
Spannung + Ub verbunden und am Widerstand Ri entsteht
ein positiver Spannungsabfall. Nach 90° elektrischer Drehung des Rotors, sperrt der Transistor 7s und
die in der Wicklung Wi gespeicherte magnetische Energie
erzeugt am Verbindungspunkt der Dioden Ds und
Df1 eine positive Spannungsspitze, die aber über die Diode
Di in den Kondensator Q geladen wird. Die restlichen
3 Schaitvorgänge für eine Umdrehung erfolgen analog.
Die am Strommeßwiderstand R< austretende Spannung
ist eine Wechselspannung mit abwechselnd zwei positiven und zwei negativen Impulsen. Sie wird entweder
über eine Diode oder besser über einen Meßglcichrichter
mit Operationsverstärker dem Impulsbreitenmodulatoir als Regelspannung zugeführt
Jener enthält einen Oszillator der Rechteckimpulse mit einer Frequenz von 20 kHz erzeugt, und zwar abwechselnd
positive und negative Impulse, deren Breite von der Regelspannung aus dem Meßgleichrichter abhängt
Die Impulse schalten den Anfang der Primärwicklung des Transformators abwechselnd an den positiven und
negativen Pol der durch den Gleichrichter gleichgerichteten Netzspannung Ui. Das Ende der Wicklung liegt
am Verbindungspunkt zweier über die Spannung Ui
geschalteter Kondensatoren.
Während der Strom in der Primärwicklung des Transformators in Pfeilrichtung fließt, fließt der Strom in der
oberen Sekundärwicklung durch Du Li, Ts oder 7>, Wx
oder 1V2, R\ zurück zum Mittelpunkt der Sekundärwicklung
des Transformators. Wird der Strom in der Primärwicklung unterbrochen, so liefert die Speicherdrossel Li
weiter Strom, zusammen mit dem Kondensator Q. Der Strom fließt ebenfalls über T5 oder T1, VV1 oder VK2, R,
zurück zum Mittelpunkt des Transformators von dort über die zweite Wicklungshälfte und die Freilaufdiode
D2 nach Li zurück. Sollten die Schalttransistoren Ts und
T1 gesperrt sein, so erfolgt der Stromfluß in den Kondensator
Q, dessen Spannung sich dadurch erhöht. Im negativen Zweig erfoigt der Stromfluß analog. Es wird
also eine Stromregelung über die Eingangstransistoren vorgenommen, wobei sich der aus F i g. 2 bekannte Regelkreis
auf die Diode D\ und die Drossel Li reduziert.
Bei Erreichen der Betriebsdrehzahl nimmt der Drehzahlmesser den Stromsollwert soweit zurück, daß die
Drehzahl konstant bleibt.
Die Ausgangsspannung des Meßgleichrichters wird weiterhin der dynamischen Strombegrenzung zugeführt.
Diese besteht aus einem Verstärker und einem Kompensator.
An einem Eingang desselben ist ein Spannungssollwert vorgegeben, der dem maximal zulässigen Strom-
b5 wert der Endstufentrj^sistoren Ts und 7g entspricht.
Überschreitet die aus dem Meßgleichrichter abgeleitete Regelspannung diesen Wert, so wird über die Kommuticrungscinrichtung
der Strom in den Endstufcntransi-
stören T% bis Tt auf den vorgegebenen Maximalwert
begrenzt.
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und 31.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 40
45
50
60
65
Claims (5)
1. Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach dem Prinzip eines bürstenlosen Gleichstrommotors mit einem permanent-magnetischen Rotor
A/und einem Stator mit zwei um 90° elektrisch versetzten Wicklungssträngen Wi und W2, deren Enden
verbunden sind und deren Anfänge über je zwei steuerbare Schaltelemente T5 bis T8 mit dem positiven und dem negativen Pol einer Spannungsquelle
( + Ub, -Ub) mit Mittelanzapfung verbindbar sind,
einer Kommutierungseinrichtung, die die vier Schaltelemente steuert sowie mit einem Stromversorgungsgerät zum Betrieb des Motors, bestehend
aus einem Gleichrichter mit der Ausgangsspannung t/i, einem Zerhacker, der die Primärspule eines
nachgeschalteten Transformators schaltet, einem Taktgeber mit Impulsbreitenmodulator, der den
Zerhacker steuert, einer Sekundärwicklung mit Mittelanzapfaüg an dem besagten Transformator und
vier Gieichrichierdioden D\ bis Da, die in Grätzschaltung an die Sekundärspule angeschlossen sind
mit je einer nachfolgenden Drossel L\ und Li, deren Ausgänge den positiven und negativen Pol für den
Anschluß des Motors bilden mit in Reihe geschalteten Kondensatoren Q und /i an den Ausgängen,
deren Verbindungspunkt zusammen mit der Mittelanzapfung der Trafospule den gemeinsamen Nullpunkt der Spannungsquellen bilden, dadurch
gekennzeichnet, daß die gemeinsamen Enden der Motors;· aien W\ und V/2 über einen Strommeßwiderstand R\ mit dem gemeinsamen Nullpunkt der
Spannungsqüellen verbunden sind und der Spannungsabfall an diesem Stroir yießwiderstand, der
dem Motorstrom proportional ist, die Ansteuerimpulse für den Zerhacker in ihrer Breite so beeinflußt,
daß der Motorstrom konstant bleibt
2. Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, daß Dioden D$ bis Dg parallel mit entgegengesetzter Flußrichtung zu den Schalttransistoren Ti bis 7g vorhanden sind, die beim Abschalten
des entsprechenden Wicklungsstranges die restliche
in der Wicklung gespeicherte Induktionsenergie in
die Kondensatoren C\ und Ci zurückspeisen.
3. Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Transistoren Ts bis Tg durch eine dynamische Strombegrenzung, die vom Spannungsabfall am Strom-
meßwiderstand /?i gesteuert wird und in die Kommutierungseinrichtung eingreift, vor Überhitzung
geschützt werden.
4. Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im
Regelkreis zwischen dem Strommeßwiderstand R\ und dem Impulsbreitenmodulator ein Meßgleichrichter eingebaut ist.
5. Antrieb der Welle einer Turbomolekularpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite der Ansteuerimpulse für den Zerhacker bei Erreichen der Betriebsdrehzahl über einen Drehzahlmesser so beeinflußt wird, daß die Drehzahl des
Motors konstant bleibt.
65
einer Turbomolekularpumpe nach dem Prinzip eines bürstenlosen Gleichstrommotors.
Bürstenlose Gleichstrommotore sind aus Veröffentlichungen über Kleinmotore (3), (4) bekannt Hier sind
verschiedene Varianten der Wicklungsstränge mit den erforderlichen Schaltelementen dargestellt Die beschriebenen Motore haben eine geringe Leistungsaufnahme und die angetriebenen Wellen kleine Trägheitsmomente, so daß die Motore ihre Betrieb"*irehzahl
schnell erreichen. Aus diesen Gründen ist eine einfache Stromversorgung möglich.
Bei Turbomolekularpumpen liegen die Antriebsmotore im Vakuumraum. Die Rotoren dieser Pumpen drehen sich mit sehr hoher Frequenz (bis 90 000 U/min).
Ihre Betriebsleistung hängt praktisch nur von der Lagerreibung ab. Da die Rotoren wegen ihres hohen Trägheitsmomentes und der hohen Drehzahl eine große Rotationsenergie speichern, ist zum Beschleunigen des Rotors ein sehr hohes Drehmoment erforderlich, unj die
Pumpe in möglichst kurzer Zeit auf BetriebsdrehzaHl zu bringen. Während dieser Anlaufphase wird der Rotor
mit konstantem Drehmoment beschleunigt was bei Gleichstrommotoren einen Betrieb mit konstantem
Strom erfordert Die hierfür verwendeten büstenlosen Gleichstrommotore müssen also diesen Betriebsverhältnissen angepaßt sein.
Ein bürstenloser Gleichstrommotor mit viersträngigen Wicklungen zum Antrieb von Turbomolekularpumpen ist aus der Firmenschrift (5) bekannt Die Stromversorgung dieses Motors ist in F i g. 2 dargestellt Sie besteht aus einem Netztransformator mit Gleichrichter
zur Erzeugung einer Zwischengleichspannung Uz, einem Spannungsregler, der vorzugsweise als Schaltregler mit Speicherdrossel ausgeführt ist und während des
Hochlaufes die Betriebsspannung Ub so reguliert daß
der Gesamtstrom des Motors, der am Strommeßwiderstand R\ gemessen wird, konstant bleibt Bei Erreichen
der Betriebsdrehzahl übernimmt ein Drehzahlmesser die Regelfunktion und steuert den Spannungsregler, so
daß die Betriebsdrehzahl konstant bleibt
Weiterhin sind z. B. aus (1) und (2) Schaltregler bekannt die den Netztrafo ersetzen (F i g. 3). Hierbei wird
innerhalb einer Zerhackerstufe mit Hilfe von Schalttransistoren mit zur Netzfrequenz vergleichsweise hoher Schaltfrequenz die gleichgerichtete Netzspanung
zerhackt und über einen Transformator eine Zwischenspannung Uz für den Motor erzeugt Die Schalttransistoren werden über einen Impulsbreitenmodulator angesteuert, der über eine Regelung die Spannung hinter
dem Transformator konstant hält Die Stromregelung beim Hochlauf sowie die Drehzahlregelung beim Betrieb erfolgen über einen zweiten Schaltregler (Speiciierdrosselregler, Impulsbreitenmodulator), wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.
Bei (6) wird eine Schaltung zur Regelung von Kleinantrieben beschrieben, bei der die gemeinsamen Enden
der Motorspulen über einen Strommeßwiderstand mit dem gemeinsamen Nullpunkt verbunden sind. Der
Spannungsabfall an diesem Strommeßwiderstand wird zur Drehzahlregelung benutzt Der Elektronikmotor ist
mit einer vierstängigen Wicklung ausgestattet Am Strommeßwiderstand liegt eine Gleichspannung an.
Die oben beschriebenen Schaltungen haben folgende Nachteile:
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