DE3201691A1 - Stopfen fuer behaelter und proberoehrchen - Google Patents
Stopfen fuer behaelter und proberoehrchenInfo
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Description
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- Stopfen für Behälter und Proberöhrchen
- Die Erfindung betrifft einen Stopfen für Behälter und Proberöhrchen, insbesondere für den Laborbereich, mit einem an der Innenseite des Stopfendeckels angeformten, umlaufenden Wulst, der mit Abstand zu dem den Behälter oder das Röhrchen übergreifenden Mantel des Stopfens liegt.
- Stopfen der vorstehend genannten Art werden insbesondere für das Verschließen von Blutproberöhrchen eingesetzt und dienen dazu, das Proberöhrchen während des Zentrifugierens und bei den nachgeschalteten Handhabungen zu verschließen. Hierbei muß der Stopfen so ausgebildet sein, daß das Proberöhrchen leicht zu öffnen ist und Blut oder Berum-Plasma in der gewünschten Menge entnommen und das Röhrchen anschließend wieder verschlossen werden kann.
- Bei den herkömmlichen Stopfen, die zum Verschließen der Blutentnahmeröhrchen verwendet werden, besteht immer die Gefahr der ;Kantamination und damit der Infektion. Man hat versucht, diese Kontamination dadurch zu vermeiden, daß die Stopfen mit einem äußeren Mantel versehen sind, der über die im Innern des Stopfens liegende Wulst, die in das Innere des Röhrchens eingreift, reicht. Dies bringt zwar eine Verminderung der Gefahr der Kontamination, schließt diese jedoch nicht aus, denn beim öffnen des Proberöhrchens entstehen Luftwirbel, die zu einer feinen Verteilung des anhaftenden Blutes führen, so daß dieses sich an unerwünschten Stellen absetzen kann. Darüber hinaus ist der Stopfen als solcher im Inneren mit Blut benetzt, das aus dem Stopfen heraustropft und somit gleichfalls eine Kontaminationsgefahr bedeutet. Eine weitere Gefahr bei der Verwendung herkömmlicher Stopfen besteht darin, daß zumeist mehrere Proberöhrchen gleichzeitig geöffnet werden, wobei diese dann anschließend wieder mit den abgelegten Stopfen verschlossen werden. Hierbei besteht die Gefahr, daß die Stopfen verwechselt werden, was in höchstem Maße unerwünscht ist. Darüber hinaus ist ein dosiertes Abgießen aus dem Proberöhrchen nicht möglich, so daß in der Regel entweder zuviel oder zu wenig ausgegossen wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stopfen der eingangs genannten Art so auszubilden, daß neben einem sicheren und dichten Verschluß eine dosierte Entnahme und ein Wiederverschließen des Behälters oder des Röhrchens möglich ist, ohne daß die Gefahr der Kontamination besteht und weiter, daß beim öffnen und beim Verschließen des Behälters oder des Proberöhrchens keine nachteiligen Luftwirbel entstehen sowie eine Verwechselungsgefahr der Stopfen beim Wiederverschließen des Proberöhrchens oder der Behälter ausgeschlossen ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Außenseite des Stopfendeckels ein ringförmiger Ansatz angebracht ist, der mit einer umlauf enden, parallel zum Dekkel liegenden Hinterschneidung versehen ist, daß in den ringförmigen Ansatz eine entsprechend geformte Verschlußscheibe mit in die Hinterschneidung eingreifenden Vorsprüngen derart eingesetzt ist, daß diese relativ zum Stopfen drehbar ist und daß in dem Stopfendeckel und in der Verschlußscheibe eine oder mehrere Öffnungen in jeweils gleichem Abstand zum Drehzentrum der Scheibe angeordnet sind.
- Ein erfindungsgemäßer Stopfen weist somit einen Deckel sowie eine Verschlußscheibe mit Öffnungen auf, die durch Drehen der Verschluß scheibe relativ zum Deckel in Deckung gebracht werden können, so daß eine z.B. in einem Röhrchen enthaltene Flüssigkeit ohne Abnahme des Stopfens ausgegossen werden kann. Der Stopfen muß somit zum Abgießen der Probeflüssigkeit nicht mehr von dem Röhrchen bzw. von dem Behälter abgenommen werden, so daß auch die bisher unvermeidlichen Luftwirbel entfallen. Darüber hinaus besteht auch nicht mehr das Problem, das von der Stopfeninnenfläche Flüssigkeiten abtropfen können. Die Kontaminationsmöglichkeit ist somit weitgehend vermieden. Da der Stopfen nicht mehr von dem Proberöhrchen abgenommen zu werden braucht, ist auch die Gefahr von Verwechselungen von gleichen Stopfen ausgeschlossen.
- Bei nicht flexiblen Proberöhrchen oder Behältern werden im Deckel und in der Verschluß scheibe jeweils zwei Öffnungen angeordnet, wobei eine der Öffnungen als Entlüftungsöffnung dient. Falls jedoch das Proberöhrchen aus einem flexiblen Material besteht, so ist es ausreichend, wenn im Stopfen sowie in der Verschluß scheibe nur eine Öffnung vorhanden ist. Die Flüssigkeit kann dann durch dosiertes Zusammendrücken des Röhrchens ausgebracht werden.
- Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen in Verbindung mit Beschreibung und Zeichnung hervor.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben, in dieser zeigen: Fig. 1 einen Schnitt durch einen erfindungsgemäß ausgebildeten Stopfen, Fig. 2 eine Draufsicht auf den erfindungsgemäß ausgebildeten Stopfen gemäß Fig. 1 in geöffnetem Zustand und Fig. 3 eine Draufsicht auf den Stopfen gemäß Fig. 1 in geschlossenem Zustand.
- Der in den Figuren gezeigte Stopfen besteht aus einem Deckel 1, an dessen Innenseite 2 ein umlaufender Wulst 3 angeformt ist. Dieser umlaufende Wulst 3 greift in das Innere des Behälters bzw. des Proberöhrchens ein. An der nach außen weisenden Seite des Wulstes 3 ist ein umlaufender Dichtring 4 angeformt, der sich an die Innenwand des Behälters bzw. des Röhrchens anlegt.
- Mit Abstand zum Wulst 3 ist ein umlaufender Mantel 5 am Deckel 2 angeformt, wobei der Abstand zwischen dem Mantel 5 und dem Deckel 3 in etwa der Wandstärke des Behälters bzw. Röhrchens entspricht. Die Länge des Mantels 5 ist größer als die des Wulstes 3, so daß der Stopfen sicher gehalten ist.
- An der Außenseite des Deckels 1 ist ein umlaufender Ansatz 6 angeformt, der einen nach innen weisenden Rand 7 hat, der eine Hinterschneidung für eine Verschluß scheibe 8 bildet.
- Diese Verschluß scheibe 8 weist einen entsprechenden radialen Vorsprung 9 auf, der in die durch den Ansatz 6 gebildete Hinterschneidung eingreift. Die Verschluß scheibe 8 ist so relativ zum Deckel fixiert und kann lediglich noch Drehbewegungen relativ zum Deckel 2 ausführen.
- An der Verschluß scheibe 8 ist zur Außenseite hin ein im Querschnitt U-förmiger Flansch 9 angeformt, der den Ansatz 6 übergreift und mit seiner unteren Außenstirnfläche 10 auf der Außenseite des Deckels 1 aufliegt. Die Umfangskontur des Flansches 9 weist eine Rändelung 11 auf, so daß die Verschluß scheibe relativ zum Mantel 5 gedreht werden kann. Die Außenseite des Mantels 5 weist über einen bestimmten Bereich gleichfalls eine Rändelung 12 auf.
- Zwischen der Rändelung 11 des Flansches 9 und der Rändelung 12 des Mantels 5 ist ein Abschnitt 13 ausgebildet, der keinerlei Rändelung aufweist. Hierdurch wird die relative Drehung des Flansches und damit der Verschluß scheibe 8 zum Mantel und damit zum Stopfen erleichtert.
- Die Verschluß scheibe 8 weist weiter an ihrer Unterseite mehrere Dichtflächen 14 bis 17 auf, die eine Abdichtung zwischen dem Deckel 1 und der Verschlußscheibe 6 bewirken,so daß keine Flüssigkeit zwischen Dichtscheibe und Oberseite des Deckels eintreten kann.
- Der Deckel 1 wie auch die Verschluß scheibe 8 weist mehrere Öffnungen 18, 19 auf, die den gleichen Abstand zur Drehachse aufweisen, so daß diese durch Drehung der Verschlußscheibe 8 zur Deckung gebracht werden können, so daß Flüssigkeit aus dem Proberöhrchen oder dem Behälter über die Öffnungen 18, 19 ausgeschüttet werden kann.
- Die Dichtscheibe 8 weist über einen bestimmten Winkelbereich an ihrer dem Ansatz 6 gegenüberliegenden Seite eine Aussparung 20 auf, während am Ansatz 6 eine Nase angeformt ist, die in diese Aussparung 20 eingreift. Hierdurch ist der Verdrehwinkel der Verschluß scheibe 8 relativ zum Stopfen begrenzt. Die tage und die Länge der Aussparung 20 und die Größe der Nase sind so aufoinander abgestimmt, daß in der einen Endstellunq der Stopfen verschlossen ist, während in der anderen Endstellung die Öffnungen 18, 19 übereinander liegen und somit die Flüssigkeit ausgegossen werden kann.In Fig. 2 liegt die Nase 21 am linken Ende der Aussparung 20 an, so daß die öffnungen 18, 19 zur Dekkung gebracht sind und die Flüssigkeit herausgegossen werden kann. In Fig. 3, in der der Anschlag 21 am rechten Ende der Aussparung 20 anliegt, sind die Öffnungen 18, 19 um 900 zueinander versetzt angeordnet, so daß der Stopfen verschlossen ist.
- Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist an einer der Öffnungen 19 in der Verschlußscheibe 8 ein Ausgießer 22 angeformt, der einstückig mit dem Flansch 9 ausgebildet sein kann. Die Oberkante des Ausgießers kann in der Höhe des Flansches 9 enden, wie dies in Fig. 1 mit ausgezogenen Linien dargestellt ist. Es ist jedoch auch denkbar, die Oberkante des Ausgießers 22 über den Flansch 9 hinauszuziehen, wobei eine besondere Abrißkante am Ausgießer 22 ausgebildet werden kann.
Claims (11)
- Ansprüche: 1. Stopfen für Behälter und Proberöhrchen, insbesondere für den Laborbereich, mit einem an der Innenseite des Stopfendeckels (1) angeformten, umlaufenden Wulst (3), der mit Abstand zu dem den Behälter oder das Röhrchen übergreifenden Mantel (5) des Stopfens liegt, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Stopfendeckels (1) ein ringförmiger Ansatz (6) angebracht ist, der mit einer umlaufenden, parallel zum Deckel liegenden Hinterschneidung (7) versehen ist, daß in den ringförmigen Ansatz (6) eine entsprechend geformte Verschluß scheibe (8) mit in die Hinterschneidung (7) eingreifenden Vorsprüngen (23) derart eingesetzt ist, daß diese relativ zum Stopfen drehbar ist und daß in dem Stopfendeckel und in der Verschlußscheibe eine oder mehrere öffnungen (18, 19) im jeweils gleichen Abstand zum Drehzentrum der Scheibe angeordnet sind.
- 2. Stopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite des Stopfendeckels und/oder an der Innenseite der Verschluß scheibe (8) ringförmige Dichtlippen und/oder -flächen (14 - 17) angeordnet sind.
- 3. Stopfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Verschluß scheibe (8) ein im Querschnitt U-förmiger und den Ansatz (6) übergreifender Flansch (9) angeformt ist.
- 4. Stopfen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Flansches (9) gleich oder größer als der Außendurchmesser des Mantels (5) des Stopfens ist.
- 5. Stopfen nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (9) oder die Außenflächen des Mantels (5) mit einer Rändelung (10, 12) versehen sind.
- 6. Stopfen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Flansch (9) und dem Mantel (5) ein ringförmiger Bereich (13) ohne Rändelung angeordnet ist.
- 7. Stopfen nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (9) an seiner Unterseite über einen bestimmten Winkelbereich eine Aussparung (20) aufweist, in die eine am Deckel angeformte Nase (21) eingreift.
- 8. Stopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen aus einem flexiblen Material besteht.
- 9. Stopfen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine der öffnungen (19) mit einem Ausgießer (22) versehen ist.
- 10. Stopfen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgießer einstückig mit dem Flansch (9) ausgebildet ist.
- 11. Stopfen nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Ausgießers (22) größer als die des Flansches (9) ist.
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Publications (1)
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