-
Die Erfindung bezieht sich auf eine Quetscharmatur, insbeson-
-
dere für mit einer Bewehrung versehene Schläuche für unter Druck und
Temperatur stehende Fluide, mit einem Nippel, in dessen der Seele des Schlauches
zugekehrter Oberfläche eine Mehrzahl von axial verteilt angeordneten Nuten vorgesehen
sind, und mit einer den Schlauch umfassenden Quetschhülse.
-
Eine derartige Quetscharmatur dient der Erstellung einer Schlauchleitung
beispielsweise zur Führung eines Schmierölkreislaufes, in welchem das Schmieröl
einerseits unter Druck steht und andererseits beachtliche Temperaturen, beispielsweise
1200 C, annehmen kann, andererseits in den Stillstandszeiten der Maschine aber auch
wiederum Umgebungstemperatur annimmt.
-
Eine Quetscharmatur der eingangs beschriebenen Art ist beispielsweise
aus der DE-PS 22 42 069 bekannt. Die Armatur besteht aus einem Nippel und einer
Quetschhülse. Der Nippel weist innen den Durchgang für das Fluid auf und besitzt
auf seiner äußeren, der Seele des Schlauches zugekehrten Oberfläche eine Anzahl
von Nuten, die axial versetzt zueinander angeordnet sind und im wesentlichen gleiche
Dimensionierung aufweisen. Die Quetschhülse besitzt auf ihrem inneren Umfang Rippen,
die in gequetschtem Zustand den Außenumfang des Schlauches erfassen, der von seiner
Decke in diesem Bereich befreit sein kann. Diese Ausbildung der Armatur dient in
erster Linie der Schlauchfesthaltung, also der Verbesserung der Fixierung der Armatur
an dem jeweiligen Schlauchende, bei Druckschläuchen, insbesondere für hohe und höchste
Drücke, indem Festigkeitseinbußen der Schlauchfesthaltung durch Auswandern von Schlauchmaterial
und/oder Fassungsmaterial weitgehend vermieden werden. Durch die starke Quetschung
des Schlauches im B-ereich der Armatur wird auch die Dichtheit zwischen Schlauchseele
und Nippel erreicht. Dabei liegen jedoch die im Fluidkreislauf auftretenden Temperaturen
in der
Nähe der Umgebungstemperaturen, so daß im wesentlichen nur
eine Druckbeanspruchung, ggf. auch eine Impulsbeanspruchung der Schlauchleitung
vorliegt Es gibt jedoch Einsatzfälle für Schlauchleitungen und damit auch für Armaturen,
bei denen zusätzlich zu der kraftmäßigen Druckbeanspruchung noch eine erhebliche
Temperaturbeanspruchung der Quetscharmatur auftritt, weil das Fluid solche beachtlich
über der Umgebungstemperatur liegenden Temperaturen annimmt, andererseits aber auch
nach längeren Stillstandszeiten der mit dem Fluidkreislauf versorgten Maschine beispielsweise
Umgebungstemperatur annimmt und aus diesem kalten Zustand heraus wieder angefahren
werden muß.
-
Auch üben verschiedene Fluide sehr unterschiedliche Einflüsse auf
das Material der Schlauchseele - insbesondere bei hohen Temperaturen - aus. Die
Seele kann z. B. quellen, schrumpfen, sich längen, sich kürzen, sich erweichen oder
verhärten, und dies in einer großen Bandbreite stark unterschiedlich von Temperatur
zu Temperatur in einem Bereich meist zwischen - 400 C und + 1500 C.
-
Eine ähnliche Quetscharmatur ist aus der GB-PS 1 245 613 bekannt.
Auch hierbei besitzt der Nippel auf seinem der Seele zugekehrten äußeren Umfang
Nuten. Zugleich ist die Quetschhülse auf ihrem inneren Umfang mit Rippen ausgestattet.
Die Nuten des Nippels besitzen im Querschnitt Sägezahnform und sind im wesentlichen
einer Abziehbewegung des Schlauches vom Nippel entgegengerichtet. Auch diese Nuten
besitzen gleiche Form und Tiefe, so daß nach dem Quetschvorgang das Material der
Seele an mehreren Stellen der Dichtzone sich gleich bzw ähnlich verhalten wird
Bei
allen bekannten Armaturen der in Rede stehenden Art ist eine gute Abdichtung zwischen
Seele und Nippel auch von dem Rückstellvermögen des Materials der Seele abhängig.
Unter diesem Rückstellvermögen wird die Fähigkeit z. B. einer Gummimischung verstanden,
nach Beendigung der Belastung und Wegnahme der Last hat das vorher durch die Belastung
zusammengedrückte Material wieder das Bestreben, mehr oder weniger seine unbelastete
Form wieder anzunehmen. Es versteht sich, daß der Ursprungszustand nicht mehr erreicht
wird. Es verbleibt ein sogenannter Druckverformungsrest, für dessen Ermittlung auch
Prüfvorschriften existieren. Dieses Rückstellvermögen des Materials der Seele ist
auch abhängig vom Grad der Zusammendrückung, von der Höhe der Temperaturen, denen
die Armatur unterworfen ist sowie von den Stillstandszeiten und der Einsatz lebensdauer.
-
Die bisher bekannten Armaturen weisen im Nippelbereich der Seele zugekehrt
eine Mehrzahl von gleich ausgebildeten Nuten auf, die in erster Linie der Schlauchfesthaltung,
also der Verankerung und dem festen Sitz des Schlauches auf dem Nippel bzw. in der
Quetschfassung dienen. Dabei ging man davon aus, daß eine stark-e Quetschung dann
auch eine Leckage der Schlauchleitung verhindert und eine ausreichende Dichtheit
auch bei Temperaturschwankungen erbringt. Versuche haben ergeben, daß diese Annahme
nur bis zu einer gewissen Temperaturgrenze, die je nach der Art des verwendeten
Fluids in der Größenordnung zwischen 50 und 1000 C liegt, Gültigkeit besitzt. Wurde
diese Temperaturgrenze überschritten, so trat trotz stärkster Quetschung Leckage
an den Armaturen auf, und zwar insbesondere beim Wiederanfahren des Kreislaufes
aus dem kalten Zustand heraus. Dies mag seine Ursache darin haben, daß bei starker
Erwärmung an dem Material der Seele des Schlauches, welches in der Regel eine Gummimischung
ist, eine starke Schrumpfung eintritt. Dieser umgekehrte Joule-Effekt, gemäß welchem
sich Gummi unter Belastung durch Druck und Temperatur entgegen der
einwirkenden
Lastrichtung verkürzt, während beispielsweise bei Metallen unter Druck und Temperatur
eine Verlängerung eintritt, ist an sich bekannt. Bei einem Seelenmaterial des Schlauches
mit gutem Rückstellvermögen wird diese Schrumpfung bei Einwirkung der hohen Temperatur
teilweise kompensiert, so daß sich dann die Abdichtwirkung wieder einstellt. Kommt
jedoch Alterung unter wechselnden Temperatureinflüssen hinzu, dann wird das Rückstellvermögen
des Materials der Seele immer schlechter, so daß nach wiederholten Temperaturwechseln
Leckage der Schlauchleitung beim Wiederanfahren der Anlage auftritt; das Fluid geht
damit teilweise verloren.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Quetscharmatur der
eingangs beschriebenen Art derart weiterzubilden, daß die Dichtheit der Schlauchleitung
im Bereich der Quetscharmatur auch über längere Einsatzzeiten dann erhalten bleibt,
wenn die Schlauchleitung auch in höheren Temperaturbereichen beansprucht wird und
auch Temperaturwechselbedingungen einwirken, wie dies beispielsweise beim Wiederanfahren
eines Hydraulikaggregates mit kaltem Fluid der Fall ist.
-
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Nuten des Nippels
unterschiedliche Tiefe aufweisen, daß zwischen benachbarten Nuten Stege vorgesehen
sind, und daß die die größte Tiefe aufweisende Nut etwa im Mittelbereich der axialen
Verteilung der Nuten angeordnet ist Die Erfindung macht sich den an sich bekannten
umgekehrten Joule-Effekt bei Gummi zunutze, gemäß welchem Gummi oder gummiähnliches
Material unter Belastung und unter gegenüber der Umgebungstemperatur erhöhten Temperatur
ein Schrumpfen des Gummis entgegen der einwirkenden Kraft eintritt. Das Schrumpfen
ist abhängig vom Grad der Belastung. Bei höherer Belastung des Gummis schrumpft
dieser vergleichsweise stärker. Gemäß der Erfindung wird durch die unterschiedlichen
Tiefen der Nuten im Nippel jeweils eine unterschiedliche Belastung in den einzelnen
Bereichen der Nuten
erreicht, und zwar derart, daß die Belastung
des Materials der Seele durch den Quetschvorgang der aufgequetschten Hülse etwa
in der Mitte der Quetschzone am geringsten ist. Dort wird also ganz bewußt der umgekehrte
Joule-Effekt am wenigsten wirksam, d. h. die Schrumpfung wird in der Mitte der Quetschzone
im Bereich der tiefsten Nut am geringsten sein. Dies bedeutet wiederum, daß durch
die vergleichsweise weniger erfolgende Zusammendrückung des Materials der Seele
beim Quetschen hier auch das Rückstellvermögen besser sein wird, weil der Grad der
Zusammendrückung hier am geringsten ist. Diese Überlegung würde es zunächst nahelegen,
eine Reihe gleich tiefer und möglichst tiefer Nuten am Nippel vorzusehen. Dabei
zeigt es sich jedoch, daß an den übergangsstellen zwischen den Nuten und den Stegen
Einrisse in der Seele des Schlauches auftreten, weil durch die vergleichsweise tiefen
Nuten der Fließvorgang des Materials der Seele in axialer Richtung beim Aufquetschen
der Quetschhülse derart behindert wird, daß im Bereich der Übergangskanten zwischen
Nuten und Stege diese Einrisse im Material der Seele erfolgen. Durch die erfindungsgemäßen
unterschiedlichen tiefen Nuten und ihre vorgegebene Anordnung mit der tiefsten Nut
etwa in der Mitte der Quetschzone wird der Fließvorgang des Gummis in axialer Richtung
beim radialen Aufquetschen der Quetschhülse gemindert, um diesen Fließvorgang bewußt
zuzulassen. Dabei ist nicht nur das Fließen des Materials der Seele aus dem Mittelbereich
der Quetschzone in axialer Richtung des Mittels zu beachten, sondern auch in radialer
Richtung in die Nuten des Mittels hinein.
-
Das Material der Seele wird durch die verschieden tiefen Nuten beim
Aufquetschen der Quetschhülse unterschiedlich komprimiert und damit das Rückstellvermögen
unterschiedlich beeinflußt. In der Mitte der Quetschzone bzw. Dichtzone wird das
Rückstellvermögen am wenigsten geschädigt, so daß hier die Dichtheit am längsten
erhalten bleibt.
-
Die Tiefe der tiefsten Nut steht zur Tiefe der flachsten Nut mindestens
im Verhältnis von 1,5 : 1 - vorzugsweise im Verhältnis 2 : 1 - . Es geht also darum,
das Material der Seele bereichsweise unterschiedlich zu komprimieren, damit ein
unterschiedliches Rückstellvermögen in den einzelnen Bereichen zu erzielen, um auch
bei schwierigen Einsatzbedingungen und erhöhten Temperaturen die Dichtheit zu erreichen
Während im bisherigen Stand der Technik die Nuten des Nippels immer gleich ausgebildet
sind, kehrt sich die Erfindung von diesem Stand der Technik bewußt ab. Dabei geht
es darum, auch beachtliche Unterschiede in den verschiedenen Nuttiefen zu verwirklichen
und nicht etwa Unterschiede, die sich im Bereich von Herstellungstoleranzen an sich
gleich tief anzubringender Nuten bewegen.
-
Es ist auch wichtig, daß die zwischen den Nuten des Nippels angeordneten
Stege etwa die Breite einer der benachbarten Nuten aufweisen, damit jede, jeweils
einen Bereich bildende Nut deutlich von der benachbarten Nut mit der untersch-iedlichen
Zusammendrückung des Materials der Seele getrennt ist.
-
Die Stege wirken dabei gleichsam als Elemente, die der Kammerbildung
im Bereich einer Nut dienen.
-
Die Nuten können etwa gleich Breite aufweisen, die etwa das Fünffache
der maximalen Tiefe beträgt. Auf diese Weise ist sichergestellt, daß sich die unterschiedlichen
Zusammendrükkungsverhältnisse nicht nur punktuell, sondern jeweils in einem Bereich
der Seele ausbilden, so daß dann dieser Bereich unterschiedlich auf die Temperatur
reagieren kann. Die Tiefe der tiefsten Nut beträgt maximal 30 % der Wandstärke des
Mittels im Bereich der Stege, damit der Nippel noch eine ausreichende Festigkeit
aufweist und beim Quetschvorgang der innere freie
Querschnitt für
den Durchgang des Fluids unvermindert erhalten bleibt.
-
In Weiterbildung der Erfindung für besonders hohe temperaturmäßige
Belastungen und Wechselbelastungen sind den unterschiedlich tiefen Nuten des Nippels
im Durchmesser unterschiedlich ausgebildete Rippen der Quetschhülse zugeordnet,
wobei die Rippen in gequetschtem Zustand den Stegen des Nippels gegenüberstehend
angeordnet sind und die Rippen mit dem kleinsten Durchmesser benachbart zu der Nut
mit der größten Tiefe angeordnet sind. Diese Maßnahme dient ebenfalls der Kammerbildung
in den einzelnen Nuten bzw. zur Abgrenzung der einzelnen Bereicl-e ohne das Fließen
des Materials der Seele beim Quetschvorgang zu behindern.
-
Ebenfalls bei Beanspruchung durch noch höhere Temperaturen kann im
Anschluß an die Nuten auf dem anschlußseitigen Ende des Nippels eine umlaufende
Vertiefung vorgesehen sein, in der ein Nutring mit Axialspiel angeordnet ist. Dieser
Nutring wird mit axialem Spiel eingebaut und ist so bemessen, daß er nach dem Quetschvorgang
die umlaufende Vertiefung ganz oder nahezu ausfüllt, um hier selbst dann die Dichtheit
zu gewährleisten, wenn infolge Alterung und zahlreicher Temperaturwechsel die Dichtheit
im Bereich der Nuten gelitten hat bzw. nicht mehr in allen Betriebszuständen erreicht
wird. Der Nutring besteht dann aus einem gering quellenden und hochhitzebeständigen
Material, insbes. aus Fluor-Elastomer. Dieses Material übertrifft in seinem Rückstellvermögen
das Material der Seele.
-
An dem Übergang zwischen den Stegen und den Nuten sowie am Grund der
Nuten sind abgerundete Radien vorgesehen, so daß auf diese Art und Weise scharfe
Kanten der Profilierung des Nippels vermieden werden, damit einerseits Anrisse des
Seelenmaterials
schon gar nicht auftreten können und andererseits
der Fließvorgang des Seelenmaterials möglichst wenig behindert wird.
-
Die Vertiefung für den Nutring ist zweckmäßig im Bereich eines konischen
Außendurchmessers des Nippels angeordnet, und zwar ausgehend von dem Bereich der
Nuten in einem sich konisch erweiternden Bereich. Dies erleichtert nicht nur die
Montage des Nutrings selbst und des Schlauches au-f dem Nippel, sondern stellt auch
sicher, daß in diesem Bereich das Material der Seele unmittelbar an dem Nutring
anliegt und dieses so in der Vertiefung verformt, daß diese ganz oder zu einem großen
Teil ausgefüllt wird. Durch die vorgeschaltete Labyrinthdichtung im Bereich der
Nuten wird der u. U. hohe Innendruck des Fluids abgebaut, so daß auf den Nutring
nur noch ein relativ kleiner Fluiddruck einwirkt.
-
Die Erfindung wird anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles
weiter erläutert, und zwar zeigen: Fig. 1 eine Schnittdarstellung der Quetschfassung
auf ein Schlauchende, Fig. 2 eine Darstellung des Nippels der Quetschfassung, Fig
3 eine vergrößerte Darstellung der Oberfläche des Nippels gemäß Fig. 2 und Fig.
4 einen Halbschnitt der zu dem Nippel gemäß Fig. 2 gehörigen Quetschhülse.
-
Die wesentlichen Bestandteile der Quetschfassung sind ein Nippel 1
und eine Quetschhülse 2, die zwischen sich das Ende eines Schlauches 3 aufnehmen.
Der Schlauch 3 besitzt eine Seele 4, eine nur schematisch dargestellte Bewährung
5 und eine Decke 6. Der Nippel 1 besitzt ein zweckmäßig konisch ausgebildetes Einführende
7 und im Anschluß daran in Richtung auf das Anschlußende der Quetschfassung eine
erste Dichtzone 8, in der eine Reihe von Nuten 9, 10, 11, 12 auf Abstand vorgesehen
sind, die durch zylindrische Stege 13 voneinander getrennt sind. Die Nut 10, also
die Nut, die etwa in der Mitte oder im Mittel-bereich der Dichtzone 8 angeordnet
ist, besitzt.
-
die größte Tiefe, beispielsweise eine Einstiegtiefe von 0,4 mm.
-
Die beiden benachbarten Nuten 9 und 11 besitzen eine vergleichsweise
demgegenüber verminderte Tiefe, beispielsweise 0,3 mm.
-
Die sich noch weiter nach außen anschließende Nut 12 besitzt eine
Tiefe von 0; mm. Die Quetschfassung ist in vergrößerndem Maßstab dargestellt und
beispielsweise für die Nennweite 6 bestimmt, so daß der freie Durchgang durch den
Nippel 1 6 mm Durchmesser aufweist. Das Verhältnis der Tiefe der tiefsten Nut 10
zur Tiefe der flachsten Nut 12 beträgt 2 : 1. Der Nippel 1 weist eine umlaufende
Verankerungsnut 14 im Bereich des anschlußseitigen Endes auf, in die nach dem Aufquetschvorgang
-Fig. 1 - eine Verankerungsrippe 15 der Quetschhülse 2 eingreift, so daß die Quetschhülse
2 und der Nippel 1 in axialer Richtung unverschieblich gegeneinander gesichert bzw.
miteinander verbunden sind.
-
Durch das Verquetschen der Quetschhülse 2 auf das Material des Schlauches
3, aufgeschoben auf den. Nippel 1 wird erreicht, daß das Material der Seele 4 des
Schlauches 3 im Bereich der unterschiedlich tiefen Nuten 9, 10,. .11, 12 in unterschiedlicher
Weise zusammengedrückt wird, während es im Bereich der Stege 13, die identischen
Außendurchmesser besitzen, gleichmäßig entsprechend der gewählten Geometrie zusammengedrückt
wird. Es werden
also hier im Bereich der Nuten 9, 10, 11, 12 einzelne
Bereiche des Materials der Seele 4 geschaffen, die durch den Quetschvorgang unterschiedlich
belastet sind, so daß sich auch das Rückstellvermögen des Materials der Seele 4
hier unterschiedlich äußert. Damit sich diese erwünschten Effekte auch ausbilden
können, müssen sowohl die Nuten 9, 10, 11, 12 als auch die Stege 13 eine gewisse
Breite aufweisen. Im vorliegenden Fall besitzen sowohl die Nuten als auch die Stege
-13 jeweils eine Breite von 2 mm, was dem Fünffachen der maximalen Tiefe 0,4 mm
der Nut 10 entspricht. Die tiefste Nut 10 ist ganz bewußt im Mittelbereich der ersten
Dichtzone 8 angebracht, weil hier das Material der Seele 4 beim Quetschvorgang am
wenigsten zusammengedrückt wird und am meisten in die Nut 10 bzw. am weitgehendsten
in diese Nut 10 hineinfließen muß. Diese Fließvorgänge des Gummis bzw. Elastomers
der Seele 4 des Schlauches 3 kann man sich auch gut an der vergörßert dargestellten
Oberflächenkontur des Nippels im Bereich der ersten Dichtzone 8 (Fig. 3) vorstellen.
Man sieht dort auch, wie sowohl der Nutgrund als auch die übergangsstellen zwischen
den Nuten 9, 10, 11, 12 und den Stegen 13 jeweils abgerundet ausgebildet sind, um
das Material der Seele a beim Quetschvorgang einfließen zu lassen und in axialer
Richtung möglichst wenig zu behindern. Infolge der bereichsweise unterschiedlichen
Zusammendrückung des Materials der Seele 4 wird auch das Schrumpfen bei Einwirkung
hoher Temperatur unterschiedlich sein. Dieser Schrumpfvorgang verläuft radial von
innen nach auß-en, also entgegengesetzt zu der über die Quetschhülse 2 einwirkenden
Quetschkraft, so daß eine Art Lockerung zwischen äußerer Oberfläche des Nippels
1 und der Seele 4 des Schlauches 3 eintritt. Dem wirkt das Rückstellvermögen des
Materials der Seele a entgegen, welches im Bereich der tiefsten Nut 10 am größten
sein wird, so daß hier in der Mitte der Dichtzone 8 selbst dann noch Dichtheit herrscht,
wenn die Dichtheit beispielsweise im Bereich der Nut 12 oder auch der Nuten 9 und
11 verlorengegangen ist.
-
Bei besonders hohen temperaturmäßigen Beanspruchungen der Quetscharmatur
kann zusätzlich zu der ersten Dichtzone 8 noch eine zweite Dichtzone 16 vorgesehen
sein. Diese Dichtzone 16 erfaßt einen konisch ansteigenden Bereich der Oberfläche
des Nippels 1 im Anschluß an die erste Dichtzone 8, und zwar auf dem anschlußseitigen
Ende, wobei in dieser konischen Fläche eine umlaufende Vertiefung 17 vorgesehen
ist, in die ein Nutring 18 mit axialem Spiel eingelegt ist. Dieses Spiel ist so
bemessen, daß es nach dem Aufquetschen der Quetschhülse 2 weitgehend verschwindet
und der Querschnitt des Nutringes 18 die Vertiefung 17 ganz oder weitgehend ausfüllt
(Fig. 1). Auch dieser Nutring 18 wird direkt über das Material der Seele 4 des Schlauches
3 belastet bzw. angedrückt. Sollten bei besonders hohen Temperaturen des Fluids
und entsprechenden Temperaturwechseln bis auf Umgebungstemperatur Zustände eintreten,
bei der die Dichtzone 8 ihre Dichtheit verliert, dann entsteht zwar ein labyrinthartiger
Spalt im Bereich der Nuten 9, 10, 11, 12 am Innendurchmesser der Seile 4, jedoch
wird in diesem Spalt der hydrostatische Druck des Fluids schrittweise abgebaut,
so daß auf den Nutring 18 nur noch ein. vergleichsweise geringer Druck einwirkt
und somit die Dichtheit in dieser zweiten Dichtzone 16 erzielt bzw. erreicht wird,
wodurch eine Leckage verhindert wird.
-
Der Schlauch 3 kann, wie in Fig. 1 dargestellt, unter Belassung der
Decke 6 in der Quetschfassung aufgenommen werden. Es ist aber auch möglich, die
Decke 6 in dem Bereich der Quetschhülse vor dem Quetschvorgang a-bzuschälen und
sodann den Quetschvorgang durch-zuführen. Durch die Bewehrung 5 wird die von der
Quetschhülse 2 ausgeübte Quetschkraft weitgehend gleichmäß-ig auf das Material der
Seele 4 übertragen, so daß in den Bereichen der Dichtzonen 8 und 16 für beide Anwendungsfälle
etwa gleiche Verhältnisse vorliegen.
-
In erster Linie aus Gründen der Schlauchfesthaltung, darüber hinaus
jedoch auch zur Unterstützung der Dichtwirkung in der Dichtzone 8 kann die Quetschhülse
2 auf ihrem inneren Umfang, also der Decke 6 des Schlauches 3 zugekehrt mehrere,
nach innen abstehende Rippen 19 20, 21, 22 aufweisen, die so angeordnet sind, daß
sie in gequetschtem Zustand der Quetschhülse 2 den Stegen 13 gegenüberliegen und
damit das Material des Schlauches im Bereich der Stege 13 gleichmäßig und stark
druckmäßig belasten. Auf diese Art und Weise wird das nachgiebige Material der Seele
4 im Bereich der Nuten 9, 10, 11, 12 gleichsam eingekammert, so daß in diesen Nuten
voneinander getrennte Bereiche mit unterschiedlichen Eigenschaften entstehen. Um
das axiale Fließen der Decke 6 des Schlauches 3 beim Quetschvorgang beginnend im
Mittelbereich der Zone 8 beidseitig nach außen möglichst wenig zu behindern, kann
eine Durchmesserstufu-ng vorgesehen sein. Die Rippe 20 in Nachbarschaft zu- der
tiefsten Nut 10 besitzt den kleinsten Innendurchmesser. Der Innendurchmesser der
Rippen 19 und 21 ist schon etwas größ-er# während der Innendurchmesser der Rippe
22 noch größer ausgebildet ist, Auch hier sind die Kanten der Rippen 19, 20, 21
und 22 verrundet ausgebildet. Unbedingt erfordelich sind die unterschiedlichen Innen-durchmesser
der Rippen 19 20, 21 und 22 nicht. Eine gleiche Wirkung kann auch dadurch erzielt
werden, daß die Rippen mit gleichem Innendurchmesser ausgebildet werden und das
Quetschwerkzeug zum Zusammenpressen der Quetschhülse 2 bereichsweise, den Rippen
19 bis 22 zugekehrt, entsprechend gestuft ausgebildet ist, so daß beispielsweise,
da das Material an der Stelle der Rippe 20 am meisten nach innen eingepreßt wird.
Die Bemessung der Nuten 9, 10, 11, 12 und der Rippen 19, 20, 21, 22 ist anhand des
dargestellten Ausführungsbeispiels nur in seiner Tendenz aufgezeigt.
-
Die Ausbildung im einzelnen kann auch variieren. Wichtig ist, daß
die tiefste Nut etwa in der Mitte der Dichtzone 8 angeordnet iste und daß sich nach
beiden Seiten Nuten mit geringerer Tiefe anschließ-en, wobei die Tiefenunterschiede
beträchtlich sein müssen.
-
Wie Fig. 4 erkennen läßt, sind auch die Durchmesserunterschiede der
Rippen 19, 20, 21, 22 beträchtlich. Die zwischen den Rippen sich ergebenden Bereiche
weisen gleichen Innendurchmesser auf. Fig. 4 zeigt die Quetschhülse 2 in ungequetschtem
Zustand.
-
Bezugszeiehenliste: 1 = Nippel 2 = Quetschhülse 3 = Schlauch 4 = Seele
5 = Bewehrung 6 = Decke 7 = Einführende 8 = erste Dichtzone 9 = Nut 10 = Nut 11
= Nut 12 = Nut 13 = Steg 14 = Verankerungsnut 15 = Verankerungsrippe 16 = zweite
Dichtzone 17 = Vertiefung 18 = Nutring 19 = Rippe 20 = Rippe 21 = Rippe 22 = Rippe