DE3137264C2 - - Google Patents
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- DE3137264C2 DE3137264C2 DE3137264A DE3137264A DE3137264C2 DE 3137264 C2 DE3137264 C2 DE 3137264C2 DE 3137264 A DE3137264 A DE 3137264A DE 3137264 A DE3137264 A DE 3137264A DE 3137264 C2 DE3137264 C2 DE 3137264C2
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/24—Electric supply or control circuits therefor
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/06—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes
- B23K11/061—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes for welding rectilinear seams
- B23K11/062—Resistance welding; Severing by resistance heating using roller electrodes for welding rectilinear seams for welding longitudinal seams of tubes
- B23K11/063—Lap welding
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Rigid Containers With Two Or More Constituent Elements (AREA)
- Resistance Welding (AREA)
- Lining Or Joining Of Plastics Or The Like (AREA)
- Electroplating Methods And Accessories (AREA)
- Arc Welding In General (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum elektrischen Wider
standsnahtschweißen an überlappten Seitenkanten (Überlap
pungsbereich) eines zu einem Rohr geformten, mit Chrom oder
Nickel-Chrom behandelten Stahlbleches nach dem Oberbegriff
der Ansprüche 1 und 2.
Aus der DE-OS 28 20 188 ist eine Transportanlage für Dosen
zargen in vollautomatischen Widerstands-Rollen-Nahtschweiß
maschinen bekanntgeworden, mit der etwa 400 Dosenkörper pro
Minute hergestellt werden können.
Aus der DE-AS 21 03 551 ist ebenfalls eine elektrische Wi
derstands-Rollennahtschweißmaschine für Längsnähte bekannt
geworden, mit der ebenfalls gerundete Blechkörper herge
stellt werden können.
Aus der DE-OS 17 90 335 ist ebenfalls eine elektrische Wider
stands-Rollennahtschweißmaschine bekannt, bei der Steuer
mittel vorgesehen sind, um nach Schweißbeginn in vorbestimm
ter Entfernung nach dem Überlaufen des Zargenrandes ein stu
fenweises Anwachsen und/oder voreilend am Schweißende ein
stufenweises Abfallen der Schweißstromstärke vorzusehen.
Insbesondere soll der Startschweißstrom bzw. der Endschweiß
strom auf 50% bis 80%, vorzugsweise 70% bis 75% der
Normalschweißstromstärke festgelegt werden.
In dem Sonderdruck der Firma SOUDRONIC AG "WIMA-Schweißung
von Aerosoldosen" aus aerosol report 1976, Seiten 197 bis
209, ist ein Hochleistungsautomat beschrieben, der 10 bis
15 000 Dosen je Stunde herstellen kann. Bei der Verarbeitung
von TFS-Blech wird jedoch ein Randbereichsreiniger, z. B. der
Soudronic-Randbereichsbereiniger erforderlich, der die Chrom
oxidschicht von den zu verschweißenden Rändern entfernt. Das
Oxid wirkt als ein Isolator, welcher den Schweißvorgang
stört.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
der in Rede stehenden Art vorzuschlagen, bei dem unter Ver
meidung einer Entfernung der Chrom- oder Nickelchromschicht
in dem Überlappungsbereich eine gleichmäßige Verschweißung
mit hoher Geschwindigkeit möglich wird. Es soll also der
ansonsten erforderliche Randbereichsreiniger eingespart
werden.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnen
den Merkmalen der beiden Ansprüche.
Die Zeichnungen dienen der weiteren Erläuterung
des Verfahrens gemäß der Erfindung.
Es zeigt
Fig. 1 schematisch einen Schnitt einer üblichen Vorrichtung
zur Herstellung von rohrförmigen Behältern;
Fig. 2 eine Frontansicht eines zylindrischen Blechkörpers
mit Vorsprüngen an den Enden des Überlappungsbe
reiches;
Fig. 3 eine teilweise abgebrochene Darstellung eines rohr
förmigen Körpers mit Graten an der Innenfläche
des Überlappungsbereiches;
Fig. 4 eine vergrößerte Darstellung einen Schnitt längs
der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3;
Fig. 5 ein Schaltbild für ein Spannungsumsetzungssystem;
und
Fig. 6a, 6b, 6c u. 6d Wellenformen für die elektrische Spannung an ver
schiedenen Stellen des Schaltbildes gemäß der
Fig. 5.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung werden zunächst
dünne Blechstücke bestimmter Abmessung aus einer Stapel
vorrichtung 1 unter Bildung einer Rohrform A nacheinander
ausgestoßen. Die Rohrformen bewegen sich entlang dem Träger 2
von links nach rechts in der Zeichnung. Am rechten Ende des
Trägers 2 ist eine untere Elektrodendrahtführungseinrichtung
3 vorgesehen, die eine quer zum horizontalen Träger 2
verlaufende, horizontale Achse enthält, die am Träger 2
befestigt ist. Um die Achse 4 ist eine untere Elektroden
drahtträgerrolle 5 drehbar, über der eine obere Elektroden
drahtführungsvorrichtung 12 angeordnet. Diese besitzt eine
parallel zur horizontalen Achse 4 verlaufende horizontale
Achse 11, auf der drehbar eine obere Elektrodendrahtträger
rolle 10 sitzt, die zusammen mit der Achse 11 umläuft. Ein
unterer Elektrodendraht 6 wird von links nach rechts in der
Zeichnung unter dem Träger 2 verschoben und über den Umfang
der Trägerrolle 5 geführt. Der Elektrodendraht wird dann
nach links entlang der Unterseite des Trägers 2 zurückge
zogen. Ein oberer Elektrodendraht 14 wird über eine
Führungsrolle 13 und um den Umfang der oberen Elektroden
drahtträgerrolle 10 geführt. Dann wird der Elektrodendraht
nach links wieder zurückgeführt. Der obere Elektrodendraht
14 bewegt sich in der gleichen Richtung wie die Trägerrolle
10 entgegen dem Uhrzeigersinn. Der untere Elektrodendraht 6
wird von einer nicht näher dargestellten Rolle abgespult
und wird über die untere Elektrodendrahtträgerrolle 5 im Uhr
zeigersinn bewegt.
Jedes der zu einer Rohrform gebogenen Bleche besitzt einen
Überlappungsbereich 20, der durch die beiden Seitenkanten
der Metallblechstücke gebildet wird. Der Überlappungsbereich
20 liegt bei der Bewegung oben. Er wird zwischen den oberen
und unteren Elektrodendraht 14 und 6 gebracht. Die obere
Elektrodendrahtführungseinrichtung 12 wird mit Druck beauf
schlagt, so daß der Überlappungsbereich 20 zwischen den
beiden Elektrodendrähten zusammengepreßt wird. Der Über
lappungsbereich bewegt sich somit zusammen mit den beiden
Elektrodendrähten. Während dieses Vorschubs wird ein elek
trischer Strom durch die obere Elektrodendrahtführungs
vorrichtung 12, den oberen Elektrodendraht 14, den Über
lappungsbereich der Rohrform 20, den unteren Elektrodendraht
6 und die untere Elektrodendrahtführungsvorrichtung 3
geschickt. Der Überlappungsbereich schmilzt und an den anein
anderliegenden Oberflächen des Überlappungsbereiches des
Blechstückes erfolgt eine Preßschweißung in Form einer
elektrischen Widerstandsnahtschweißung.
Bei der Darstellung in Fig. 1 befindet sich eine zylindrische
Rohrform A 1 gerade in einer Stellung, in der sie von der
Berührung mit dem oberen und unteren Elektrodendraht 14 und 6
freikommt. Die unmittelbar darauffolgende zylindrische
Rohrform A 2 befindet sich in einer Stellung, in welcher
sie gerade in Berührung mit dem oberen und unteren Elektroden
draht kommt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich sowohl das
rückwärtige Stirnende 21 der erstgenannten Rohrform und das
vordere Stirnende 22 der unmittelbar darauffolgenden Rohrform
zwischen dem oberen und dem unteren Elektrodendraht. Wenn die
nachfolgende zylindrische Rohrform zwischen dem oberen und
dem unteren Elektrodendraht eingeführt wird, nachdem die
vorhergehende zylindrische Rohrform vollständig die beiden
Elektrodendrähte durchlaufen hat, wird ein erhöhter Druck
auf die Kante des Überlappungsbereichs einer jeden Rohrform
ausgeübt. Hierbei entstehen, wie das in Fig. 2 gezeigt ist,
Vorsprünge 25 und 26, welche von den Kanten 23 und 24 des
Behälterkörpers A 0 abstehen. Diese Vorsprünge erstrecken
sich in Längsrichtung des Überlappungsbereiches 20 und
sind an die Kanten des Überlappungsbereiches 20 angeformt.
Zur Verhinderung der Bildung der Vorsprünge sollen Gegen
maßnahmen getroffen werden. Die Vorsprünge 25 und 26 sind
unerwünscht, da sie zur Beschädigung der Abdichtung zwischen
einem Behälterdeckel und dem Behälterkörper führen können.,
selbst wenn sie nur äußerst klein sind. Als Gegenmaßnahme
kann man an beiden Kanten 27 und 28 des Überlappungsbereiches
20 einen niedrigeren Schweißstrom zur Anwendung bringen als
im mittleren Teil 29 des Überlappungsbereiches. Es entstehen
dann keine Vorsprünge, selbst wenn der innerhalb des
Änderungsbereichs maximal zulässige Schweißstrom im mittleren
Teil des Überlappungsbereiches zur Anwendung kommt. Es
besteht jedoch dann die Gefahr, daß bei Stromschwankungen
an den beiden Kanten 27 und 28 des Überlappungsbereiches 20
der Schweißstrom geringer wird als der Mindeststrom, welcher
erforderlich ist, um eine ausreichende Verschweißung in den
beiden Kantenbereichen der Überlappung hervorzurufen. Bei
Behälterkörper, bei denen die beiden Kanten des Überlappungs
bereiches mit einer zu geringen Schweißstromstärke behandelt
worden sind, kann es zu einer Rißbildung oder einem Bruch
in diesen Teilen des Überlappungsbereiches kommen,
insbesondere dann, wenn radial vom Behälterkörper
nach außen abstehende Flansche an die beiden Öffnungen
des Behälterkörpers angeformt werden. Behälterkörper
mit diesen Rißbildungen können nicht für den Gebrauch zu
gelassen werden, da die Abdichtung zwischen ihnen und den
Behälterdeckeln, welche aufgeschweißt oder sonstwie befestigt
werden, unzureichend ist.
Es wurden an einem mit Chromat behandelten Stahlband Versuche
durchgeführt, das in eine zylindrische Form gebracht war,
unter Verwendung einer Widerstandsnahtschweißung nach dem
vorstehend beschriebenen Schweißverfahren. Wenn der gesamte
Überlappungsbereich mit dem niedrigstmöglichen Strom
behandelt wird, der für die beiden Kantenteile des Über
lappungsbereichs zur Erzielung einer ausreichenden Ver
schweißung notwendig ist, ergeben sich, wie die Fig. 3
und 4 zeigen, mehrere fadenförmige bzw. haarförmige Grate 32,
welche offenbar das Ergebnis des Abspaltens oder Abstoßens
von erweichten bzw. geschmolzenen Teilen des Überlappungs
teiles sind. Diese Grate bilden sich außerhalb einer Längs
kante 31 der Innenseite des Überlappungsbereichs 20. Die
Anzahl und die Größe dieser Grate erhöht sich bei Erhöhung
des Schweißstromes. Wenn diese Grate 32 größer werden,
bilden sie ein Hindernis für das Aufbringen einer Farbe
bzw. eines Überzugs auf der Innenfläche des verschweißten
Überlappungsteils. Wenn der Überzug, beispielsweise ein
Farbüberzug, sich nicht zuverlässig aufbringen läßt, kann
bei Behältern, die diese Grate aufweisen, der Inhalt der
Behälter beeinträchtigt werden. Es ist daher erwünscht,
daß keine Grate gebildet werden. Selbst wenn eine Grat
bildung noch auftritt, muß diese so gering sein, daß sie
das Aufbringen eines Überzugs nicht verhindert. Schließlich
wurden noch Versuche dahingehend unternommen, den Schweiß
strom so weit zu erniedrigen, daß keine Grate im gesamten
Überlappungsbereich entstehen. Es hat sich dabei heraus
gestellt, daß bei den fertiggestellten Behälterkörpern
bei einer großen Anzahl die Kanten des Überlappungsbereichs
nicht ausreichend verschweißt waren.
Außerdem hat sich im Verlauf der Versuche noch ergeben, daß
Behälterkörper ohne Gratbildung mit ausreichender Schweiß
stärke hergestellt werden können, wenn praktisch keine
Stromstärkeänderungen auftreten. Der hierzu erforderliche
Aufwand ist jedoch derart hoch, daß er in der Praxis bei der
Massenherstellung nicht zur Anwendung gebracht werden kann.
Wenn beim Verschweißen der Schweißstrom an den beiden Kanten
des Überlappungsbereichs geringer ist, lassen sich Behälter
körper mit guter Qualität nicht erzielen, selbst wenn die
Behälterkörper durch Verschweißen von Stahlblech mit einem
Chromüberzug auf der Oberfläche hergestellt sind. Die Massen
produktion von Behältern aus verschweißtem Stahlblech mit
einem Chromüberzug z. B. aus chrombehandeltem Stahlblech ist
daher nicht so ohne weiteres möglich.
Das Blech kann ein chrombehandeltes oder nickel-chrombehan
deltes Stahlblech oder ein Zinnblech sein. Der Rohrformling
kann eine zylindrische Form, eine rechteckige Form oder eine
elliptische Querschnittsform aufweisen. Bei einem chrombe
handelten Stahlblech kann die Schweißstromstärke für den
mittleren Teil des Überlappungsbereiches 47,05 A und die
Schweißstromstärke für die beiden Kanten bzw. Enden des
Überlappungsbereiches 48,25 A betragen.
Für ein mit Nickel-Chrom behandeltes Stahlblech kann die
Schweißstromstärke im mittleren Teil des Überlappungsbereichs
59,1 und an den beiden Enden des Überlappungsbereichs 60,35
A betragen.
Als Material zur Herstellung des zylindrischen Rohrformlings
wird ein mit Chrom behandeltes Stahlblech mit einer Dicke von
0,21 mm verwendet. Der Ausgangsstrom (60 Hz, 220 V) aus einer
Dreiphasenwechselstromquelle 50 (Fig. 5) gelangt über einen
ersten Transformator 51 in einen Wandler 52, der den Wechsel
strom in Gleichstrom umwandelt, wobei der Spannungsverlauf
auf die Zündwinkel eingestellt ist, und mittels eines
thyristorgesteuerten Stromwenders 53 in eine Linienform
gebracht wird. Anschließend wird der Strom durch einen nicht
dargestellten Tiefpaßfilter zur Glättung der Ausgangsspannung
hindurchgeführt. Der Strom 54 bzw. die geglättete Ausgangs
spannung wird an einen Gleichstrom-Wechselstromwandler 55
angelegt, in welchem mittels eines Thyristors der Gleichstrom
in einen Wechselstrom umgewandelt wird. Außerdem wird die
Frequenz mit Hilfe eines Frequenzänderungsgenerators 58
geändert. Der hieraus resultierende Strom 56 wird über einen
zweiten Transformator 27 als Schweißstrom den zu verschweißen
den Teilen zugeleitet.
Der im vorstehenden erwähnte Spannungsverlauf ist in der
Fig. 6 dargestellt. Die Fig. 6A zeigt die Wellenform der
Spannung einer Phase der dreiphasigen Wechselspannungsquelle.
Die Fig. 6B zeigt den Spannungsverlauf des Gleichstroms nach
Einstellung der Zündwinkel. Die Fig. 6C zeigt den geglätteten
Spannungsverlauf und die Fig. 6D zeigt den Spannungsverlauf
nach Umwandlung des Gleichstroms in den Wechselstrom unter
Verwendung des Thyristors.
Die Frequenz des Schweißstroms beträgt 600 Hz. Der Druck beim
Preßschweißen beträgt 35,5 kg/cm2 und die Schweißgeschwin
digkeit beträgt 49 m/min. Eine Durchschnittsstromstärke von
48,25 A (48,0-48,5 A) wird an den beiden Endteilen (etwa 2
mm) des Überlappungsbereichs des zylindrischen Rohrformlings
als Schweißstrom 56 verwendet. Der Schweißstrom, der für den
mittleren Teil des Überlappungsbereichs, d. h. für den Teil
zwischen den beiden Endteilen, verwendet wird, besitzt eine
durchschnittliche Stromstärke von 47,05 A (46,8-47,3 A).
Die angegebenen Stromwerte sind Effektivstromwerte während
des Schweißens. Beim vorstehenden Ausführungsbeispiel liegt
die Schweißstromstärke, welche an beiden Enden des Überlap
pungsbereichs zur Anwendung kommt, um 1,2 A höher als die
Schweißstromstärke, welche im mittleren Teil des Überlap
pungsbereichs zum Einsatz kommt.
Die Behälterkörper aus dem chrombehandelten Stahlblech zeigen
keine Gratbildung entlang der Gesamtlänge des Überlappungs
bereichs bei den vorstehend beschriebenen Schweißbedingun
gen. Es tritt auch keine Rißbildung an den Enden des Über
lappungsbereichs während der Flanschbildung auf. Außerdem
sind keine Vorsprünge, welche von den Enden des Überlappungs
bereichs abstehen, vorhanden.
Das gleiche mit Chrom behandelte Stahlblech wie im Beispiel 1
wurde als Material für das Vergleichsbeispiel verwendet. Die
Bemessungen für die Frequenz des Schweißstroms, den Preßdruck
beim Schweißen und die Schweißgeschwindigkeit wurden so ge
wählt wie im Beispiel 1. Beim Schweißen wurde ein durch
schnittlicher Schweißstrom von 48,25 A als Effektivwert über
die gesamte Länge des zylindrischen Rohrformlings hin
gewählt. Alle Behälterkörper, welche auf diese Weise beim
Vergleichsbeispiel geschweißt wurden, besaßen starke Grat
bildung an der Innenseite des Überlappungsbereichs. Rißbil
dung wurde an den Enden des Überlappungsbereichs bei der Bil
dung der Flansche nicht beobachtet. Beim Schweißen von Be
hälterkörper mit den gleichen vorstehend beschriebenen Bedin
gungen, ausgenommen, daß der Schweißstrom durchschnittlich
eine Stromstärke von 47,05 A besaß, wurde keine Gratbildung
beobachtet, jedoch zeigten einige der Behälterkörper an den
Enden des Überlappungsbereichs während der Bildung der Flan
sche Rißbildung. Aus dem vorstehenden ergibt sich, daß Gegen
stände mit guter Qualität innerhalb eines schmalen Stromstär
kebereichs von 46,8-47,3 A erzielt werden. In der Praxis
ist es jedoch kaum möglich, den Schwankungsbereich der Strom
stärke innerhalb eines derart engen Bereichs von 0,1-0,2 A
zu halten.
Die Überlappungsbereiche der Behälterkörper, welche nach dem
Beispiel 1 verschweißt wurden und die Behälterkörper, welche
nach dem Vergleichsbeispiel 1 verschweißt wurden, wurden
längsgeschnitten, um die Schweißnaht zu überprüfen. Es hat
sich herausgestellt, daß bei den Behältern nach dem Ausfüh
rungsbeispiel 1 die Schweißstellen an den beiden Enden des
Überlappungsbereichs (die Teile, welche durch die elektrische
Widerstandserhitzung geschmolzen wurden und anschließend ge
kühlt und verfestigt wurden) ziemlich groß waren. Der Spalt
zwischen ihnen war äußerst gering und die Schweißstellen
festigkeit, welche durch einen Bruchfestigkeitstest ermittelt
wurde, war höher als bei den Erzeugnissen des Vergleichs
beispiels 1.
Ein Stahlblech mit einer äußerst dünnen Nickelbeschichtung,
welches anschließend noch mit Chrom behandelt wurde - nach
folgend als nickel-chrombehandeltes Stahlblech bezeichnet -
wurde als Material für die Herstellung von Behälterkörpern
verwendet. Dieses Material wurde zu zylindrischen Rohrform
lingen gebogen und der Schweißvorgang wurde mit einem
Schweißstrom von 350 Hz, einem Preßdruck von 30 kg/cm2 und
einer Schweißgeschwindigkeit von 25 m/min durchgeführt. Die
Stromstärke beim Schweißen an den beiden Enden des Überlap
pungsbereichs betrug im Schnitt 60,35 A (60,0-60,7 A). Im
mittleren Teil des Überlappungsbereiches betrug die Strom
stärke im Schnitt 59,1 A (58,7-59,5 A). Die hergestellten
Behälterkörper zeigten eine nur äußerst geringe Gratbildung,
welche keine negativen Auswirkungen hatte. Keiner der Be
hälterkörper zeigte Rißbildung. Auch wurden keine Vorsprünge
an den Enden des Überlappungsbereiches festgestellt.
Das gleiche nickel-chrombehandelte Stahlblech wurde als Mate
rial für die Herstellung von Behältern verwendet wie im Bei
spiel 2. Die Werte für die Frequenz des Schweißstromes, den
Schweißdruck und die Schweißgeschwindigkeit usw. waren die
gleichen wie im Beispiel 2. Lediglich der Schweißstrom betrug
im Schnitt 60,35 A auf der gesamten Länge des Überlappungs
bereichs des zylindrischen Rohrformlings. Alle Behälter, die
auf diese Weise verschweißt wurden, zeigten starke Gratbil
dung. Es wurde jedoch keine Rißbildung an den Enden des Über
lappungsbereichs bei der Bildung der Flansche festgestellt.
Ferner wurden Behälter verschweißt mit den gleichen Schweiß
bedingungen, ausgenommen, daß der Schweißstrom eine Stärke
von durchschnittlich 59,1 A aufwies. Es zeigte sich keinerlei
Gratbildung, jedoch ergab sich während der Herstellung der
Flansche eine Rißbildung an beiden Enden des Überlappungs
bereiches.
Aus den vorstehenden Ausführungsbeispielen 1 und 2 ergibt
sich, daß das neue Verfahren gegenüber bekannten Schweißver
fahren an Überlappungsbereichen von Rohrformlingen aus dünnem
Stahlblech sich dadurch unterscheidet, daß an den Enden des
Überlappungsbereichs ein höherer Schweißstrom zur Anwendung
kommt als im mittleren Teil des Überlappungsbereichs. Dabei
werden gleichzeitig die Schwierigkeiten behoben, welche beim
Stand der Technik auftreten und dort nicht gelöst wurden,
nämlich das Verhindern der Gratbildung und der Rißbildung, wo
bei der Schweißstrom innerhalb eines in der Praxis realisier
baren Schwankungsbereichs liegt.
Die Länge des Endbereichs des Überlappungsbereichs, an denen
der erhöhte Schweißstrom zur Anwendung kommt, beträgt in den
vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen etwa 2 mm. Es
ist jedoch nicht unbedingt notwendig, diese Länge so zu be
messen. Die Länge dieser Endbereiche zur Lösung der Probleme
bezüglich der Rißbildung und der Gratbildung kann größer be
messen sein, soweit keine Hindernisse für die praktische
Durchführung der Erfindung bestehen.
Für die Enden des Überlappungsbereiches können beim Ver
schweißen gleiche Stromstärken zur Anwendung kommen. Es
können jedoch in einigen Anwendungsfällen verbesserte Er
gebnisse beim Schweißen bei Anwendung unterschiedlicher
Stromstärken für jedes der beiden Enden des Überlappungs
bereichs erzielt werden, insbesondere dann, wenn die Breite
des Überlappungsbereichs an den beiden Enden unterschiedlich
ist. Obgleich es von Vorteil ist, daß während einer bestimm
ten Zeitdauer das rückwärtige Ende des vorausgehenden Rohr
formlings und das vordere Ende des darauffolgenden Rohrform
lings gleichzeitig in der Schweißzone sich befinden, um die
Bildung von Vorsprüngen zu verhindern, ist es bei Durchführung
der Erfindung nicht notwendig, einen Zwischenraum zwischen
dem rückwärtigen Ende des vorhergehenden Rohrformlings und
dem vorderen Ende des darauffolgenden Rohrformlings zu belas
sen. Diese beiden Enden können in unmittelbarer Berührung
miteinander stehen. Bei Durchführung des Schweißverfahrens
ist man bei der Wahl der Elektroden nicht auf Drahtelektro
den beschränkt. Es können auch Rollenelektroden verwendet
werden.
Claims (2)
1. Verfahren zum elektrischen Widerstandsnahtschweißen an über
lappten Seitenkanten (Überlappungsbereich) eines zu einem Rohr
geformten, mit Chrom oder Nickel-Chrom behandelten Stahl
blechs, bei dem das Rohr mit seinem Überlappungsbereich
zwischen zwei Schweißelektroden hindurchgeführt wird und be
vor der Überlappungsbereich des jeweils vorhergehenden Rohrs
die Schweißelektroden verläßt der Überlappungsbereich des
jeweils darauffolgenden Rohrs zwischen die Elektroden geführt
wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei einem mit Chrom behandeltem
Stahlblech mit einer Dicke von 0,21 mm die Stromstärke A
beim Schweißen des mittleren Teils des Überlappungsbereichs
im Durchschnitt 47,05 A und die Stromstärke B beim Ver
schweißen der Enden des Überlappungsbereichs im Durchschnitt
48,25 A bei einer Schweißgeschwindigkeit von 49 m/min beträgt.
2. Verfahren zum elektrischen Widerstandsnahtschweißen an über
lappten Seitenkanten (Überlappungsbereich) eines zu einem Rohr
geformten, mit Chrom oder Nickel-Chrom behandelten Stahl
blechs, bei dem das Rohr mit seinem Überlappungsbereich
zwischen zwei Schweißelektroden hindurchgeführt wird und be
vor der Überlappungsbereich des jeweils vorhergehenden Rohrs
die Schweißelektroden verläßt der Überlappungsbereich des
jeweils darauffolgenden Rohrs zwischen die Elektroden geführt
wird, dadurch ge
kennzeichnet, daß bei einem nickel-chrom-
behandeltem Stahlblech die Stromstärke A zum Schweißen des
mittleren Teils des Überlappungsbereichs im Schnitt 59,1 A
beträgt und die Stromstärke B beim Schweißen der Enden des
Überlappungsbereichs im Schnitt 60,35 A bei einer Schweißgeschwindigkeit von 25 m/min beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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