DE3136946C2 - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60J—WINDOWS, WINDSCREENS, NON-FIXED ROOFS, DOORS, OR SIMILAR DEVICES FOR VEHICLES; REMOVABLE EXTERNAL PROTECTIVE COVERINGS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES
- B60J3/00—Antiglare equipment associated with windows or windscreens; Sun visors for vehicles
- B60J3/007—Sunglare reduction by coatings, interposed foils in laminar windows, or permanent screens
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Holo Graphy (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Fensterscheibe gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Zur Verringerung der Sonneneinstrahlung existieren insbesondere in der
Kraftfahrzeugtechnik eine Reihe ausgeführter Maßnahmen und Vorschläge,
da dort eine ungehinderte Sonneneinstrahlung zur Blendung des Fahrers
und damit zu einer erhöhten Unfallgefahr führt.
Außer mechanisch wirksamen Vorrichtungen, wie Sonnenblenden, die im
Bedarfsfall von Hand verschwenkt werden, ist aus der DE-AS 23 51 798,
B60j 1/02, eine Fensterscheibe der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1
angegebenen Gattung bekannt, bei der eine metallbeschichtete Schutzfolie
an der eigentlichen Scheibe befestigt ist. Diese bekannte Fensterscheibe
verringert aber nur die eingestrahlte Wärmestrahlung, nicht aber die
gerade zur Blendung des Fahrers führende sichtbare Strahlung.
Die DE-AS 21 58 951, B60j 3/04, beschreibt eine Blendschutzeinrichtung
für Kraftfahrer mit einem elektrisch steuerbaren Lichtventil, das in
Hauptsichtrichtung des Fahrers angeordnet ist und mittels Elektroden,
die im Bereich der Augen des Fahrers vorgesehen sind, steuerbar ist.
Die Anordnung von Sensoren im Augenbereich des Fahrers dürfte nur über
eine Brille möglich sein, so daß dieser Vorschlag bedienungsunfreundlich
ist.
Auch zur Vermeidung einer Blendung des Fahrers durch Sonnenlicht soll
die in der US-PS 36 30 567, B60j 3/00, beschriebene Einrichtung dienen,
bei der von einer Lichtquelle im Innern des Fahrzeugs erzeugte Strahlung
nach Passieren einer farbigen Linse oder eines farbigen Prismas von
innen auf die Windschutzscheibe gelenkt wird. Inwiefern dadurch eine
Blendung des Fahrers durch einfallendes Sonnenlicht vermieden wird, ist
nicht ersichtlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere für den
Einsatz in Fahrzeugen, aber auch in anderen Fällen, in denen die Sonnen
einstrahlung stört, geeignete Fensterscheibe zu schaffen, die ohne Not
wendigkeit zusätzliche Handgriffe oder zusätzliche Einrichtungen im Be
reich der der Blendungsgefahr ausgesetzten Person zumindest einen we
sentlichen Anteil der einfallenden blendenden Sonnenstrahlung reflektiert
und außerdem dadurch die Aufheizung eines an die Scheibe angrenzenden
Raumes verringert.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht in den kennzeichnen
den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Unter Weißlichtholografie versteht man - vgl. beispielsweise G-I-T Fach
zeitschrift für das Laboratorium, März 1974, S. 194 ff. - ein besonderes
Aufnahmeverfahren zur Herstellung von Hologrammen, die mit gerichtetem
weißen Licht in Reflexion rekonstruiert werden können. Die Hologrammauf
nahme erfolgt mit kohärentem Laserlicht, wobei Objekt- und Referenzstrahl
aus entgegengesetzter Richtung auf die lichtempfindliche Schicht fallen
und darin durch Interferenz eine dreidimensionale Struktur aus belich
teten und unbelichteten Ebenen erzeugen. Nach der Entwicklung entsteht
daraus eine Struktur unterschiedlicher Brechungsindizes (Volumen-Phasen-
Hologramm), an der Licht bestimmter Wellenlängen reflektiert wird (Bragg-
Reflexion, Lippmannsche Farbfotografie).
Auf diese Weise kann mit Sonnenlicht oder dem Licht eines Richtstrahlers
ein dreidimensionales einfarbiges virtuelles Bild eines Gegenstands er
zeugt werden, vgl. H. J. Caulfield, Handbook of Optical Holography, 1979,
S. 199 ff. Die Detaileigenschaften von Weißlichthologrammen (Betrach
tungsrichtung, Farbeffekte, Anforderungen an die Lichtquelle) hängen vom
Speichermedium und der Art der Hologrammaufnahme ab. Hier gibt es eine
Vielzahl von Variationsmöglichkeiten.
Als Speichermedien sind gemäß Patentanspruch 4 besonders Dichromat-Gela
tine-Schichten geeignet. Ihre Herstellung und Anwendung wurde zuerst von
T.A. Shankoff in Applied Optics, Oct. 1968, Vol. 7, No. 10, S. 2101 ff.
beschrieben; eine Übersicht über die inzwischen entwickelten Verfahren
gibt D. Meyerhofer in "Topics in Applied Physics", Vol.20, 1977.
In vorgehärteten, mit Ammoniumdichromat sensibilisierten Gelatineschich
ten (Dicke ca. 5 µm) lassen sich besonders große Variationen des opti
schen Brechungsindex erzeugen. Die entwickelten Dichromat-Hologramme
zeichnen sich durch einen hohen Beugungswirkungsgrad (bis nahe 100%)
und geringes Streulicht aus; außerhalb der Rekonstruktionsrichtung können
sie fast klar durchsichtig sein. Die Herstellung solcher idealen Phasen
hologramme ist eine Frage spezieller Rezepturen, von denen einige in der
letztgenannten Literaturstelle angegeben werden.
Zur Herstellung von Hologrammen bei einer Verbundscheibe, wie sie in
der Fahrzeugverglasung Einsatz findet, wird gemäß Patentanspruch 5 eine
der beiden Scheiben mit Dichromatgelatine beschichtet werden. Diese
überdimensionale Hologrammplatte wird dann mit dem aufzunehmenden Holo
gramm belichtet und entwickelt. Durch das Zusammenfügen und Versiegeln
der beiden Scheiben wird gleichzeitig das Hologramm vor Feuchtigkeit und
Beschädigung geschützt.
Die optische Wirkung eines Hologramms hängt wor allem von der Anordnung
bei der Hologrammaufnahme ab. Im Rahmen der Erfindung ist das Ziel eine
spektral breitbandige diffuse Reflexion des Sonnenlichts, ohne daß die
Durchlässigkeit der Scheibe in horizontaler Blickrichtung nennenswert
vermindert wird. Dazu wird das Hologramm eines strukturlosen Objekts
mit streuender Oberfläche (Mattscheibe) aufgenommen. Später wirkt das
Sonnenlicht als Rekonstruktionsstrahl, der im Hologramm reflektiert
wird.
Zweckmäßigerweise befindet sich gemäß Patentanspruch 3 bei der Aufnahme
das Objekt in unmittelbarer Nähe der Hologrammebene (Bildebenenhologramm).
Damit wird zweierlei erreicht: Das Hologramm kann mit unterschiedlicher
Beleuchtungsrichtung rekonstruiert werden (Sonnenlicht unterschiedlicher
Richtung wird reflektiert), und gemeinsam mit der Eigenschaft der Dichro
matgelatine, schon in dünnen Schichten einen hohen Beugungswirkungs
grad (Reflexionsvermögen) zu besitzen, kann eine spektral breitbandige
Reflexion erzielt werden. Nach der Entwicklung wird Licht, das aus einem
bestimmten Winkelbereich um die Richtung des Referenzstrahls auf die
Schicht fällt, diffus reflektiert, während in horizontaler Richtung
auffallendes Licht nur wenig geschwächt wird.
Der Beugungswirkungsgrad des Hologramms (Reflexionsvermögen) kann durch
die Belichtung und die Entwicklung in gewünschter Weise kontrolliert
werden und bis zu 80 oder 90% betragen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung für den Fall der Windschutzscheibe
eines Kraftfahrzeugs zeigt schematisch in einem Längsschnitt durch die
hier interessierenden Fahrzeugbereiche Fig. 1, während Fig. 2 ein Her
stellungsverfahren veranschaulicht.
Betrachtet man zunächst Fig. 1, so ist die Windschutzscheibe 1 in übli
cher Weise zwischen der Fronthaube 2 und dem Dach 3 des Fahrzeugs ange
ordnet. Der nicht gezeichnete Fahrer muß in Fahrtrichtung, wiedergegeben
durch den Pfeil 4, freie Sicht haben. Das einfallende Sonnenlicht 5 ist
so gerichtet, daß es eine Blendung des Fahrers bewirken kann. Zwecks
Reflexion des störenden Sonnenlichts (Pfeil bzw. Streubereich 6) weist
die Windschutzscheibe 1 die ein Hologramm der beschriebenen Art bein
haltende Beschichtung 7
auf, die die Reflexion des Sonnenlichts mit einer "Spiegelnormale" 8,
deren Neigung in Abhängigkeit von dem jeweils gewählten Objekt auch von
90° abweichen kann, hervorruft.
Die Herstellung des Hologramms kann gemäß Fig. 2 in der Weise erfolgen,
daß in unmittelbarer Nähe der mit der Dichromat-Gelatine-Schicht 20
versehenen Scheibe 21 als Objekt die Mattscheibe 23 befindet, so daß
ein Bildebenenhologramm erzeugt wird, und mittels des Objektstrahls 24
das Hologramm dieses strukturlosen, eine streuende Oberfläche besitzenden
Objekts aufgenommen wird. Diese Aufnahme wird dann entwickelt. Im Betrieb
der Scheibe wirkt das Sonnenlicht als Rekonstruktionsstrahl und wird,
soweit es innerhalb eines bestimmten Winkelbereichs um den Referenz
strahl 25 auf die Schicht 20 fällt, diffus reflektiert. In bezüglich
Fig. 2 horizontaler Richtung einfallende Strahlung erfährt dagegen
praktisch keine Schwächung an der Scheibe.
Verständlicherweise ist die Anwendung der Erfindung auch bei einem Fahr
zeug nicht auf die Frontscheibe beschränkt, vielmehr kann beispielsweise
auch die Heckscheibe oder eine Seitenscheibe des Fahrzeugs durch die be
schriebenen Maßnahmen gegen einen unerwünschten Einfall der Sonnenstrah
lung abweisend ausgebildet werden.
Claims (5)
1. Fensterscheibe, insbesondere Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeugs,
mit die Sonneneinstrahlung durch Reflexion verringernder Beschich
tung, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtung (20) das Weißlicht
hologramm eines Objekts (23) mit streuender Oberfläche beinhaltet, in
dem die Sonnenstrahlung als Rekonstruktionsstrahl reflektiert wird.
2. Fensterscheibe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Be
schichtung (20) das Hologramm eines strukturlosen Objekts (23) ent
hält.
3. Fensterscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das Weißlichthologramm ein Bildebenenhologramm ist.
4. Fensterscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Beschichtung (20) aus einem Material mit den optischen
Eigenschaften von Dichromatgelatine besteht.
5. Fensterscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeich
net, daß die Fensterscheibe (21) aus Verbundglas mit zwei Scheiben
besteht, die Beschichtung (20) auf eine der beiden Scheiben aufge
bracht ist und der Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben abge
dichtet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813136946 DE3136946A1 (de) | 1981-09-17 | 1981-09-17 | "fensterscheibe, insbesondere windschutzscheibe eines kraftfahrzeugs" |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813136946 DE3136946A1 (de) | 1981-09-17 | 1981-09-17 | "fensterscheibe, insbesondere windschutzscheibe eines kraftfahrzeugs" |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3136946A1 DE3136946A1 (de) | 1983-03-31 |
| DE3136946C2 true DE3136946C2 (de) | 1988-03-17 |
Family
ID=6141920
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19813136946 Granted DE3136946A1 (de) | 1981-09-17 | 1981-09-17 | "fensterscheibe, insbesondere windschutzscheibe eines kraftfahrzeugs" |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3136946A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3840262A1 (de) * | 1988-11-30 | 1990-05-31 | Helmut Frank Ottomar P Mueller | Transparentes wandelement fuer gebaeude |
| DE4325011A1 (de) * | 1993-07-28 | 1995-03-02 | Herlitz Michael | Erweiterung von Entspiegelung wie bei Brillengläsern üblich auf Autoglasscheiben sowie weitere Kraftfahrzeuge und Verkehrsmittel, sowie alle anderen Silikat- und Kunststoffscheiben |
| DE102006010624A1 (de) * | 2006-03-08 | 2007-09-13 | GM Global Technology Operations, Inc., Detroit | Kraftfahrzeug mit einer Scheibe und einem optischen Anzeigemittel |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3822814A1 (de) * | 1987-08-04 | 1989-02-16 | Ver Glaswerke Gmbh | Schicht zur einfallsrichtungsabhaengigen reflexion zumindest von sichtbarer strahlung |
| DE3734438A1 (de) * | 1987-10-12 | 1989-04-27 | Ver Glaswerke Gmbh | Verfahren zur herstellung eines reflexionshologramms |
| CN103693863B (zh) * | 2013-12-19 | 2015-11-18 | 海南中航特玻材料有限公司 | 一种提高太阳能超白压延玻璃透过率的处理方法 |
-
1981
- 1981-09-17 DE DE19813136946 patent/DE3136946A1/de active Granted
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3136946A1 (de) | 1983-03-31 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VOLKSWAGEN AG, 3180 WOLFSBURG, DE |
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