DE3130984C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein vierrädriges Kleinkraftfahrzeug mit einer
im Grundriß U-förmigen, die beiden angetriebenen Hinterräder tra
genden Schwinge, deren freie Schenkelenden an einem die beiden
Vorderräder tragenden Fahrgestellrahmen angelenkt sind, wobei die
den Motor enthaltene Antriebseinheit an der Schwinge aufgehängt
ist, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein solches Kleinkraftfahrzeug ist bekannt (DE-PS 12 07 804).
Es ist zur Aufnahme von ein oder zwei Personen vorgesehen und
weist eine begrenzte Motorleistung auf, weshalb ein möglichst geringes
Fahrzeuggewicht erstrebt wird. Andererseits muß auf eine genügen
de Festigkeit sowie leichten Zusammenbau und einfache Durchführung
von Inspektionen geachtet werden.
Beim bekannten Fahrzeug erstreckt sich das Fahrgestell im Wesent
lichen waagrecht, wobei die Schwinge mit einer leichten Neigung
nach hinten und unten an dessen hinteres Ende angelenkt ist und so
zusagen eine Fortsetzung des Fahrgestells bildet. Im Betrieb kann
die Schwinge nicht frei schwingen, weil die gegenseitige Ausrichtung
von Fahrgestellrahmen und Schwinge durch handbedienbare Griffe arre
tiert wird.
Werden diese gelöst, so kann die Schwinge aus der hinteren Betriebs
stellung in eine vordere Stellung geschwenkt werden, in der die Hinter
räder unmittelbar hinter den Vorderrädern angeordnet sind. Die Aus
bildung mit einer Schwinge für die Hinerräder dient also dem Zusammen
klappen des Fahrzeugs. Im übrigen sind Fahrgestell und Schwinge außer
im Anlenkbereich nicht aneinander abgestützt oder abgefedert. Auch
handelt es sich um eine vergleichsweise schwere Konstruktion, weil
die Schenkel der Schwingen jeweils aus zwei Halbschalen zusammenge
setzt sind, wie an ihren hinteren Enden die mit gleicher Spurbreite
wie die Vorderräder angeordneten Hinterräder tragen, durch zwei
mehrfach abgewinkelte Stege miteinander verbunden sind und aufragende
rohrförmige Bügel tragen, die sich im wesentlichen über die ganze
Länge der Schwingenschenkel erstrecken. Die Abtriebswelle des Motors
ist in den Schwingenschenkeln nahe deren Anlenkstelle gelagert, wobei
auf der Außenseite der Schwingenschenkel Kettenräder und getrennte
Antriebsketten zu den beiden Hinterrädern vorgesehen sind.
Im übrigen sind mit den Querstegen zwei Profilträger verbunden, die
der Abstützung der Antriebseinheit mit dem Motor dienen.
Diese bekannte Ausbildung führt in nachteiliger Weise zu einem ver
gleichsweise großem Fahrzeuggewicht und auch zu einer ungenügen
den Abfederung der Hinterachse gegenüber dem Fahrgestellrahmen, mit
dem die Schwinge über zwei auf Torsion beanspruchte Gummifedern
verbunden ist. Auch ist die Antriebseinheit nicht in der wünschenswerten
Weise federnd an der Schwinge aufgehängt. Des weiteren ist der Zu
sammenbau vergleichsweise kompliziert und sind die Teile der Antriebs
einrichtung vergleichsweise schlecht zugänglich.
Es ist auch bereits bekannt, bei einem Kraftfahrzeug ein U-förmig aus
einem Rohr hergestellte Schwinge vorzusehen, die an den freien Enden
ihrer nach vorn weisenden Schenkel am Fahrgestell gelagert ist, eine
Motorgetriebe und Kettenkasten aufweisende Antriebseinheit trägt und
hinsichtlich der Schwingbewegungen nur durch eine einzige vertikal
angeordnete Schraubenfeder begrenzt ist, die am sich oberhalb der
Schwinge erstreckenden Fahrgestell abgestützt ist (DE-OS V 8268 II/63 c,
bekanntgemacht 29.12.1954). Hier ist die Antriebseinheit auf dem
quer verlaufenden Steg der Schwinge schwenkbar gelagert und axial mit
tels einer Spurstange verstellbar. Die Antriebseinheit bildet einen Doppel
hebel mit Motor und Getriebe auf der einen Seite der Lagerung im
Bereich der Schwinge und mit dem Kettenkasten sowie der Abtriebs
welle im wesentlichen auf der anderen Seite der Lagerung hinter dem
Schwingensteg, wobei die bereits genannte Schraubenfeder nicht an
der Schwinge, sondern am hinteren unteren Ende des Kettenkastens
angreift und diesen niederdrückt. Dort ist an die Abtriebswelle ein Rad
bzw. ein Doppelrad mit einander eng benachbarten Einzelrädern ange
ordnet, so daß es sich bei dem Fahrzeug um ein Dreirad handelt.
Bei dieser Konstruktion ist die geringe kinematische bzw. dynamische
Stabilität der Antriebseinheit um die Längsachse des Doppelhebels von
Nachteil. Aus Festigkeitsgründen erscheint es nicht möglich, zwei Hinter
räder mit nennenswertem Spurabstand zueinander anzuschließen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach zusammenzubauendes
und preiswertes Kleinkraftfahrzeug der eingangs genannten Art zu
schaffen, das eine den Fahrkomfort bedingende gute Abfederung mit
einer vergleichsweise hohen Stabilität verbindet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Fahrge
stellrahmen einen sich in Längsrichtung nach hinten oben über die An
lenkstelle der Schwinge hinaus erstreckenden Hinterabschnitt aufweist,
der die hinteren Schenkelenden verbindende U-Steg der Schwinge in
seiner Mitte ein Lager für das eine Ende eines Stoßdämpfers trägt, des
sen anderes Ende in der Mitte einer Traverse des Hinterabschnitts
des Fahrgestellrahmens abgestützt ist, die Schwinge etwa in ihrem mitt
leren Bereich eine ihre beiden Schenkel verbindende Traverse trägt,
auf der ein Lager für den Motor der Antriebseinheit angeordnet ist,
und die Schwinge an ihren beiden Schenkeln nahe ihrem U-Steg Lager
für die in die Antriebseinheit integrierte Hinterachse trägt.
Diese Ausbildung führt nicht nur zu einer einfachen und damit leichten
sowie billigen Konstruktion, es wird auch eine zweckmäßige Dreipunktauf
hängung der Antriebseinheit an der Schwinge erreicht, wobei die beiden
hinteren Auflager an der Hinterachse einen für ausreichende Stabi
lität sorgenden Querabstand aufweisen, auch wenn wie vorgesehen
die beiden Hinterräder eine geringere Spurweite als die Vorderräder
aufweisen. Aber auch für die Schwinge selbst ergibt sich eine stabile
Dreipunktaufhängung, und zwar an den beiden freien Enden der Schwin
genschenkel sowie in der Mitte des Schwingenstegs, so daß sich ge
wissermaßen eine kinematische "Gegenläufigkeit" zwischen beiden Auf
hängungen ergibt. Vorteilhaft ist auch, daß die Antriebseinheit ein
schließlich der Hinterachse leicht zur Inspektion oder Reparatur de
montiert werden kann, so daß die auf Grund der einfachen Schwingen
ausbildung ohnehin schon gut erreichbaren Antriebsteile in erhöhtem
Maße zugänglich gemacht werden können.
Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform sind die freien Enden der
Schenkel der Schwinge mittels einer weiteren Traverse miteinander ver
bunden. Dieses führt zu einer erhöhten Stabilität der Schwinge und kann
auch für deren Anlenkung genutzt werden, wenn diese weitere Traverse
in der Anlenkachse verläuft.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
von schematischen Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1 ist eine schematische vertikal geschnittene Ansicht
eines erfindungsgemäßen vierrädrigen Kleinkraftfahr
zeugs;
Fig. 2 ist eine schematische Draufsicht auf das erfindungs
gemäße Kraftfahrzeug, wobei der Wagenaufbau fortge
nommen ist, damit die wesentlichen Teile sichtbar sind;
Fig. 3 ist ein ausschnittsweise vergrößerter Schnitt durch
den hinteren Teil des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs,
der zeigt, wie der Motor gelagert ist;
Fig. 4 ist eine vergrößerte Draufsicht auf den hinteren Teil
des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs, wobei die Hinter
achse und eines der Hinterräder im Schnitt gezeichnet
ist;
Fig. 5 ist eine vergrößerte Teilansicht der die Motoreinheit
tragenden Schwinge, von der Vorderseite des Fahrzeugs
her gesehen;
Fig. 6 ist eine Explosionsansicht der Schwinge und der Motor
einheit;
Fig. 7 ist ein Schnitt durch die Motoreinheit mit der Kraft
übertragung;
Fig. 8 ist ein vergrößerter Schnitt durch die Schaltung in der
Kraftübertragung;
Fig. 9 ist ein Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 8;
Fig. 10 ist ein Teilschnitt durch die Hebelverbindungen, in
Richtung des Pfeiles B in Fig. 8 gesehen;
Fig. 11 ist ein Teilschnitt durch die Anordnung nach Fig. 8
und veranschaulicht die Kraftübertragung zwischen den
Hebeln;
Fig. 12 ist ein Schnitt durch die Kraftübertragungseinrichtung
zwischen Schaltung und Hinterachse, und
Fig. 13 zeigt die in Fig. 12 im Eingriff dargestellte Klauen
kupplung zwischen dem letzten Untersetzungsglied und
der Hinterachse.
In Fig. 1 ist als erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel ein
vierrädriges Kleinkraftfahrzeug 1 gezeichnet, welches eine Person
aufnehmen kann. Dieses Kraftfahrzeug 1 weist einen Fahrgestell
rahmen 2 aus Rohren auf, zwei an den beiden vorderen Seiten des
Rahmens 2 befestigte Vorderräder 3, eine Schwinge 4 aus Rohren,
die an ihren vorderen Gabelenden mit mittleren Teilen des Rah
mens 2 schwenkbar verbunden ist, eine auf der Schwinge 4 ge
lagerte Motoreinheit 5, zwei von einer einen Teil der Motorein
heit 5 bildenden Antriebsachse 6 getragene Hinterräder, ein
Lenkrad 8 und einen aus Kunststoff bestehenden Wagenaufbau 9.
Der Motor 10 ist aus einem Stück mit dem Gehäuse 11 gebildet,
welches seinerseits die zugehörigen Teile von der Schaltung bis
zu den Lagern der Antriebsachse 6 aufnimmt. Der Motor 10, die
Schaltung, die Achslagerungen und das Gehäuse 11 bilden insge
samt die Motoreinheit 5.
Der Fahrgestellrahmen 2 ist in der Mitte nach rückwärts hin
schräg aufwärts gebogen und dann wieder in den horizontalen Ver
lauf zurückgebogen. Etwa im Mittelpunkt des Rahmens ist eine
Querstrebe 12 vorgesehen. Die Schwinge 4 ist im wesentlichen U-
förmig, wobei ihre beiden vorderen Enden fest an einer rohr
förmigen Stange 13 angebracht sind. Sie ist mittels der Stange
13 und Lagerstücken 14 mit den kurz hinter der Querstrebe 12
liegenden Teilen des Fahrgestellrahmens 2 schwenkbar verbunden.
Wie Fig. 4 zeigt, ist die Stange 13 länger als die Antriebs
achse 6. Dementsprechend ist der Laufflächenmittenabstand bzw.
die Spur der antreibenden Hinterräder 7 enger als die Spur der
Vorderräder 3 (vgl. Fig. 2).
Zwischen den hinteren Mittelstücken der Schwinge 4 und des
Fahrgestellrahmens 2 ist ein Stoßdämpfer 15 mit an beiden Enden
befindlichen Lagerlaschen 16 vorgesehen.
Eine Stange 17 verläuft quer zu den mittleren Teilen der beiden
Gabelenden der Schwinge 4 und ist mit ihren Enden daran be
festigt. Am mittleren Teil dieser Stange 17 sind, wie die Fig.
5 und 6 zeigen, zwei aufrechte Lagerkonsolen 18 befestigt,
die ihrerseits zwischen einander ein Lagerstück 19 aufnehmen,
welches von einem Mittelpunkt der Unterseite der Motoreinheit
10 aus nach unten hin vorsteht. Der Vorderteil der Motoreinheit
5 wird mit einer durch die Lagerbohrungen geführten und mittels
Quetschring 21, Zwischenscheibe 22 und Mutter 23 angezogenen
Schrauben 20 an der Schwinge 4 befestigt.
Auf den hinteren Teilen der Gabelenden der Schwinge 4 sind die
Hinterachslagerböcke 24 befestigt, welche die Antriebsachse 6
jeweils mit einem Lagerdeckel 25, einer Buchse 26 und Schrauben
27 an zwei Punkten lagern. Auf diese Weise wird der hintere
Teil der Motoreinheit 5 ebenfalls auf der Schwinge 4 befestigt.
Wie Fig. 7 deutlicher zeigt, weist das Gehäuse 11 linke und
rechte Gehäuseschalen 28, 29 auf, die in Richtung rechtwinkelig
zur Mittellinie der Hinterachse 6 (in der Figur in Längsrich
tung sichtbar) in zwei Teile unterteilt werden können. Inner
halb des Gehäuses 11 sind die Kurbelwelle 30, die Zwischenwelle
31 und die Antriebswelle 32 des Motors 10 sowie der mittlere
Teil der Hinterachse 6 drehbar gelagert. Der innerhalb der Ge
häuseschale 29 liegende Teil der Kurbelwelle 30 trägt eine
automatische Kupplung 33 für den niederen Geschwindigkeitsbe
reich und eine automatische Kupplung 34 für den höheren Bereich.
Die Kurbelwelle 30 und die Zwischenwelle 31 sind durch mitein
ander in Eingriff stehende Zahnräder 35, 36 getrieblich mit
einander verbunden, so daß die Drehbewegung von der Kurbelwelle
30 auf die Zwischenwelle 31 übertragen werden kann. Diese ist
an einem Ende und an einem mittleren Punkt in Lagern 37, 38
gelagert, während am anderen Ende eine Ölpumpe 39 angebracht ist.
Auf einem dem Lager benachbarten und im Durchmesser kleiner
abgesetztem Teil der Zwischenwelle 31 ist ein Zahnrad 40 für
den niederen und ein Zahnrad 41 für den höheren Fahrbereich
aufgepreßt. Ein weiteres Zahnrad 42 für den Rückwärtsgang ist
neben dem Fahrbereichszahnrad 41 vorgesehen.
Die Antriebswelle 32 ist eine in Lagern 43, 44 gelagerte Hohl
welle, wobei von der Schale 28 her eine Schubstange 46 in die
Mittenbohrung 45 der Welle 32 eingesetzt ist. Die Schubstange
46 hat einen ringartigen Wulst 47, der an jeder der in der
Antriebswelle 32 untergebrachten Kugeln 51, 52, 53 (Fig. 8)
zur Anlage kommen kann, so daß die Antriebswelle 32 wahlweise
mit einem der lose auf der Antriebswelle 32 sitzenden Wechsel
räder 54, 55, 56 gekuppelt werden kann. Wenn der Fahrer die
Schubstange 46 vorwärts oder zurück bewegt, drückt der auf der
Schubstange liegende ringartige Wulst 47 die Kugeln 51, 52 oder
53 radial nach außen in Eingriff mit einer der in den Zahnrädern
54, 55 und 56 ausgebildeten Ausnehmungen 57, 58 oder 59, wo
durch die Antriebswelle 32 mit einem der Zahnräder 54, 55, 56
kraftübertragend verbunden wird.
In Fig. 8 sind die Löcher 48, 49, 50 in der Antriebswelle ra
dial ausgebildet, und zwar eines für jedes der ihnen jeweils
gegenüberliegenden Zahnräder 54, 55, 56, derart, daß eine
Kugel 51, 52 oder 53 die Antriebswelle 32 mit dem Zahnrad 54,
55 oder 56 kuppeln kann. Bei einer Alternativlösung, wie in
Fig. 9 gezeigt, können aber im Zahnrad 54 (wie in den anderen
Zahnrädern 55 und 56) auch zwei Löcher 48 vorgesehen sein, damit
anstelle einer Kugel zwei Kugeln 51 aufgenommen werden.
Am vorderen von der Antriebswelle 32 weg weisenden Ende der
Schubstange 46 sitzt eine Muffe 62, deren Position durch Ein
stellmuttern 60, 61 einstellbar ist. Mit 63 ist ein erster
Hebel und mit 64 ein zweiter Hebel bezeichnet. Diese beiden
Hebel 63, 64 sind, wie Fig. 10 zeigt, an ihren einen Enden
drehbar mit einem Stift 66 verbunden, der von einem Lagerwinkel
65 absteht, welcher seinerseits mit Schrauben 67 an der Innen
wandfläche eines Zahnradgehäuses 68 befestigt ist. Die Hebel
63, 64 sind mittels einer schraubenförmig gewundenen Torsions
feder 69 so verbunden, daß sie normalerweise geradlinig mit
einander fluchten. Wenn eine Kraft auftritt, die größer als die
der Torsionsfeder 69 ist, geben deshalb die beiden Hebel 63,
64 nach, wobei sie ihre Lagen relativ zueinander verschieben.
Die Hebel 63, 64 bilden mit der Torsionsfeder 69 eine Hebelein
heit 70.
Am anderen Ende des ersten Hebels 63 ist ein mit dem einen Ende
eines Bowdenzuges 71 verbundenes Anschlußstück 72 mittels eines
Stiftes 73 schwenkbar angebracht. Der Bowdenzug 71 überträgt
Kräfte sowohl in Druckrichtung als auch in Zugrichtung. In
diesem Sinne wirkt er wie eine Stange. Das andere Ende des
Bowdenzuges 71 ist mit einem Schalthebel 74 im Fahrerabteil
verbunden. Wie in der Zeichnung angedeutet, wird der Hebel so
betätigt, daß die Zahnräder in die mit "1", "2", "N" oder "R"
bezeichneten Positionen gebracht werden, wodurch sich eine
Schaltung in den niederen Fahrbereich, den hohen Bereich, in
den Leerlauf oder in den Rückwärtsgang ergibt.
Ein Teil des ersten Hebels 63 ist zu einem Sektorstück inner
halb des Zahnradgehäuses 68 erweitert, wobei der gekrümmte
Rand des Sektors Ausnehmungen 76, 77, 78, 79 hat, die der Anzahl
der zu schaltenden Getriebestellungen entsprechen. Eine dieser
Ausnehmungen 76, 77, 78, 79 ist mit einer Klinke 81 am freien
Ende eines Arms 90 in Eingriff. Der Arm 80 wird an seinem ande
ren Ende in einem Schwenkzapfen 82 getragen und normalerweise
unter der Kraft einer Feder 83 in Eingriffstellung gehalten.
Das Sektorstück 75 und der Arm 80 bilden eine Stellvorrichtung
für die Schubstange 46.
In Fig. 10 ist der zweite Hebel in seiner unteren Hälfte ge
gabelt dargestellt, wobei an den Innenseiten Zapfen 84 ange
bracht sind und in entsprechenden Ausnehmungen der Muffe 62
sitzen.
Wie Fig. 8 zeigt, hat die Schubstange 46 eine Markierung 85
in Form einer schmalen Rille, die z. B. durch Drehen auf der
Drehbank hergestellt ist. Diese Markierung 85 ist im Abstand
L′ von der Mitte der Wulst 47 auf der Stange 46 vorgesehen. Der
Anstand L′ wird auf der Grundlage des Abstands L zwischen Mitte
des Loches 48 für Kugel 51 und dem äußeren Ende der Antriebs
welle 32 so gewählt, daß L′ = L oder L′ = L + Δ L ist.
Die Markierung 85 dient als eine Montagehilfe, wenn die Schub
stange 46 in die Hohlwelle 32 eingesetzt wird. Beim Zusammenbau
dieser und der dazugehörigen Teile kann der Monteur die Länge,
bis zu der die Schubstange 46 in die Antriebswelle 32 eingesetzt
ist, aus der relativen Lage der Markierung 85 und dem Wellenende
erkennen und dann die Einstellmuttern 60, 61 entsprechend an
ziehen.
Auf das innere Ende der Antriebswelle 32, welches nahe dem
Lager 43 liegt, ist ein Kettenrad 86 als Untersetzungsglied auf
der treibenden Seite eines letzten Untersetzungsrades aufge
preßt. Eine endlose Kette 88 läuft um dieses Kettenrad 86 und
gleichfalls um ein Kettenrad 87 herum, welches als ein Unter
setzungsglied fest auf der Achse 6 der Abtriebsseite sitzt. Da
das Kettenrad 87 mit dem Kettenrad 86 fluchtet, ist ein ent
sprechender Raum 89 in der Schale 28 des Gehäuses 11 vorge
sehen.
Bei der hier beschriebenen Kraftübertragung wird die Drehbe
wegung der Kurbelwelle 30 entweder für den niedrigen Fahrbereich
durch die automatische Kupplung 33 oder für den höheren Fahrbe
reich durch die automatische Kupplung 34 zur Zwischenwelle 31
geleitet. Die Bewegung wird dann über das Zahnrad 40 für
niederen Bereich, das Zahnrad 41 für Fahrbereich, oder das Zahn
rad 42 für Rückwärtsfahrt zur Zwischenwelle 31 geleitet und
dann weiter über eines der mittels der Schubstange 46 gewählten
Wechselräder 54, 55, 56.
Nunmehr wird die Wirkungsweise des Schaltgestänges beschrieben.
In dem in Fig. 8 gezeichneten Zustand ruht die Schubstange im
niederen Fahrbereich "1". Die an den Bowdenzug 71 angelenkte
Hebeleinheit 70 und die Schubstange 46 behalten Winkel und Po
sitionen entsprechend dem Winkel und der Position des Schalt
hebels 74. So kommt der Wulst 47 der Stange 46 unter das Nieder
bereichsrad 54, und die Kugel 51 wird radial nach außen gedrückt,
um die Antriebswelle 32 mit dem Zahnrad 54 zu kuppeln.
Die Umschaltung aus dieser Stellung in die Stellung "2" für
hohen Fahrbereich erfolgt in folgender Weise: Um damit zu be
ginnen, löst der Fahrer die (nicht gezeichnete) Kupplung. Wenn
die Kupplung eine automatische Kupplung ist, nimmt er ledig
lich seinen Fuß vom Gaspedal. Danach legt der Fahrer den Schalt
hebel 74 in die Stellung "2". Das hat zur Folge, daß sich der
erste Hebel 63 entgegen dem Uhrzeigersinn in Fig. 8 um den
Schwenklagerstift 66 dreht. Dementsprechend kommt die Klinke
81 aus der Ausnehmung 76 frei und in Eingriff mit der nächsten
Ausnehmung 77, was aus Fig. 11 besser ersichtlich ist. Der
zweite Hebel 64 dreht sich unter der Kraft der Torsionsfeder 69
ebenfalls in dieselbe Richtung wie der erste Hebel 63, wobei
die Stange 46 nach rechts in Fig. 8 gestoßen wird. Das er
möglicht dem Wulst 47, die Kugel 51 freizugeben und dafür die
nächste Kugel 52 radial nach außen zu drücken, um das Zahnrad
55 mit der Antriebswelle 32 zu kuppeln. Die Drehung der Antriebs
welle 32 wird dann über das Kettenrad 86, die endlose Kette 88
und das Kettenrad 87 zur Achse 6 geleitet.
Eine andere Ausführungsform für das letzte Untersetzungsglied
der Kraftübertragung wird in Verbindung mit den Fig. 12 und
13 beschrieben. Das Kettenrad 87 auf der Abtriebswelle des
letzten Untersetzungsgliedes sitzt lose auf der Achse 6 und
trägt auf einer Seite ein Kupplungsstück 90. Das andere Kupp
lungsstück 92 gleitet auf den Keilen 91 auf der Achse 6. Diese
Kupplungsstücke 90 und 92 sind mit Ausnehmungen 93 und Klauen
94 versehen, so daß die Klauen 94 des Kupplungsstücks 92 in
die Ausnehmungen 93 des Kupplungsstücks 90 eingreifen. Das
Kupplungsstück 92 wird normalerweise durch eine an einem Ende
durch einen Teil der Achse 6 abgestützte Feder 95 in die Rich
tung gedrückt, in welcher die Klauen 94 in den Ausnehmungen 93
sitzen bleiben. Das Kupplunsstück 92 und die Feder 95 sind beide
im Raum 89 untergebracht.
Bei der insoweit beschriebenen Kraftübertragung wird die Dreh
bewegung des von der endlosen Kette 88 angetriebenen Ketten
rades 87 über die Kupplung 92 zur Achse 6 geleitet. Harte Schläge,
die etwa bei Durchführung der Handgriffe für den Wechsel des
Getriebeganges von ineinander eingreifenden Zahnrädern her
rühren, können aufgefangen werden, weil das Kupplungsstück 92
unter Zusammendrücken der Feder 95 zurückweicht.
Die beiden Hinterräder 7 des vierrädrigen Kleinkraftwagens nach
der Erfindung bestehen, wie Fig. 7 zeigt, aus an den beiden
Enden der Achse 6 befestigten Radnaben 96, und aus Reifen 97,
deren Felgen 98 durch Schrauben 99 an den Rädern befestigt sind.
Diese Hinterräder 7 werden durch die Achse 6 angetrieben, welche
die Antriebskraft in der beschriebenen Weise über das Kettenrad
87 vom Motor erhält, weswegen beide Räder 7 zur gleichen Zeit
gleich laufen. Aus diesem Grunde ist eine Bremse 100 für nur
eines der beiden Hinterräder vorgesehen, so daß naturgemäß die
Achslagerkonstruktionen für die linken und rechten Teile der
Achse 6 voneinander verschieden sind.
Die Lagerung auf der linken Seite der Achse 6, wie in Fig. 7
gezeigt, besteht aus einer rohrförmigen Pufferbuchse 26 aus
Gummi, die in der Ausnehmung des bereits erwähnten Lagerbocks
24 sitzt, und aus einem in der Pufferbuchse liegenden zylin
drischen Teils 101 des Gehäuses 11, durch den hindurch sich
die Achse 6 nach links hin erstreckt. Andererseits besteht die
Lagerung auf der rechten Seite der Achse 6 in Fig. 7 aus einer
Pufferbuchse 26, die der linken Pufferbuchse gleicht und in der
Ausnehmung des Lagerbocks 24 sitzt, wobei eine Metallmanschette
102 aus Eisen in der Pufferbuchse gelegen ist.
Die Metallmanschette 102 hat an beiden Enden Flansche 103, 104
angeschweißt und außerdem einen aufrecht stehenden Zapfen 105
in der Nähe des Flansches 103. Der Flansch 103 hat eine Bohrung
106, durch die hindurch eine Schraube 107 geführt ist, um das
nach innen hin liegende Ende der Manschette 102 am Gehäuse 11
zu befestigen. Wenn die Manschette in dieser Weise befestigt
ist, berührt der Zapfen 105 das innere Ende der Pufferbuchse
26, um sie in ihrer Lage zu halten. Der Flansch 104 am äußeren
Ende der Metallmanschette 102 trägt die Bremse 100, die von
üblicher Bauart ist und deren Beschreibung fortgelassen wird.
Wenn das Kleinkraftfahrzeug nach der beschriebenen Konstruktion
fährt und angehalten werden soll, wird die Bremse 100 ange
wendet. Die so ausgeübte Bremskraft erzeugt ihrerseits eine
Reaktionskraft auf der stationären Seite der Bremse 100. Diese
Reaktionskraft wird durch die Metallmanschette 102, welche die
Bremse 100 trägt, zum Gehäuse 11 weitergeleitet und von letzte
rem aufgenommen. In diesem Falle wird die Metallmanschette 102,
die aus zähem Werkstoff besteht, die Reaktionskraft trotz des
beträchtlichen Abstandes zwischen dem Gehäuse 11 und dem Hinter
rad 7 angemessen aufnehmen und absorbieren.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung des Ausführungsbeispiels
ersichtlich wird, wird das vierrädrige Kleinkraftfahrzeug gemäß
der Erfindung hinsichtlich der Größe klein und das Gewicht ist
leicht gemacht dadurch, daß eine Motoreinheit verwendet wird,
welche in einer einheitlichen Konstruktion die Kraftübertragung
vom Motor zur Hinterachse, welche die Räder antreibt, enthält.
Außerdem absorbiert das Fahrzeug wirksam die Schwingungen, die
vom Fahren auf Straßen herrühren, und es beseitigt durch die
zwischen Motoreinheit und Schwinge eingeschalteten Pufferbuchsen
auch die Schwingungen des Motors selbst.
Das kleine vierrädrige Kraftfahrzeug gemäß der Erfindung be
nötigt mit seiner auf der Schwinge gelagerten Motoreinheit keine
kräftigen Stoßdämpfer mit großen Dämpfungskräften, sondern nur
einen einzigen Stoßdämpfer. Dies wirkt mit der Ausbildung des
Fahrgestellrahmens und der Schwinge aus Rohren zusammen, um eine
weitere Verringerung des Gesamtgewichtes zu ergeben.
Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug macht die Kardanwelle und
das Differentialgetriebe gewöhnlicher Kraftfahrzeuge entbehrlich,
indem der Laufflächenmittenabstand bzw. die Spur der Hinter
räder im Vergleich zur Spur der Vorderräder kleiner gemacht
wird. Das Fahrzeuggewicht wird dementsprechend herabgesetzt.
Weiterhin ist bei dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug der Ab
stand zwischen den Teilen der Schwinge, die schwenkbar am Fahr
gestellrahmen angebracht sind, wenigstens so groß wie der Lauf
flächenmittenabstand bzw. die Spur der Hinterräder. Die Schwinge
hat somit eine genügende Torsionsfestigkeit, um Kurvenbewegun
gen zu widerstehen und so zu ermöglichen, daß das Fahrzeug
sichere Kurven fährt und kurvenfest ist.
Das Kraftfahrzeug gemäß der Erfindung ist leicht zusammenzubauen,
zu unterhalten und zu inspizieren. Das ergibt sich daraus, daß
das Gehäuse der Motoreinheit in der Richtung rechtwinkelig zur
Mittellinie der Achse unterteilt ist, wobei die Motoreinheit
in einer der Gehäuseabteilungen untergebracht ist, und wobei
weiterhin die letzten Untersetzungsglieder der Motoreinheit im
tiefsten Teil der Gehäuseabteilung untergebracht sind.
Weiterhin sind bei dem vierrädrigen Kleinkraftfahrzeug gemäß
der Erfindung die letzten Untersetzungsglieder mit der Hinter
achse durch eine Kupplung verbunden, welche infolge der Feder
kraft nachgiebig in Eingriff steht, wobei der Schalthebel und
die Schubstange über die Torsionsfeder gekuppelt sind. Diese
Anordnungen verhindern die Übertragung übermäßiger Kräfte und
schützen dadurch die Gehäuseabteilungen und deren Teile vor
Beschädigung.
Claims (2)
1. Vierrädiges Kleinkraftfahrzeug mit einer im Grundriß U-förmigen,
die beiden angetriebenen Hinterräder (7) tragenden Schwinge (4), deren
freie Schenkelenden an einem die beiden Vorderräder (3) tragenden
Fahrgestellrahmen (2) angelenkt sind, wobei die den Motor (10) enthaltende
Antriebseinheit (5) an der Schwinge (4) aufgehängt ist und der an
seinem hinteren Ende nach oben abgebogen ist und sich daran anschließend
horizontal nach rückwärts erstreckt, und der an dem abgebogenen
Bereich beiderseits je eine Anlenkung für die freien Schenkelenden
der U-förmigen Schwinge trägt, dadurch gekennzeichnet, daß
- - der Fahrgestellrahmen (2) einen sich in Längsrichtung nach hinten oben über die Anlenkstelle der Schwinge (4) hinaus erstreckenden Hinterab schnitt aufweist, der die hinteren Schenkelenden verbindende U-Steg der Schwinge (4) in seiner Mitte ein Lager (16) für das eine Ende eines Stoßdämpfers (15) trägt, dessen anderes Ende in der Mitte einer Traverse des Hinterabschnitts des Fahrgestellrahmens (2) abgestützt ist,
- - die Schwinge (4) etwa in ihrem mittleren Bereich eine ihre beiden Schenkel verbindende Traverse (17) trägt, auf der ein Lager (18) für den Motor (10) der Antriebseinheit (5) angeordnet ist, und
- - die Schwinge (4) an ihren beiden Schenkeln nahe ihrem U-Steg Lager (24) für die in die Antriebseinheit (5) integrierte Hinterachse (6) trägt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden
der Schenkel der Schwinge (4) mittels einer weiteren Traverse (13)
miteinander verbunden sind.
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