DE3123289A1 - Verfahren zum entleeren von unter druck stehenden zapfleitungen - Google Patents
Verfahren zum entleeren von unter druck stehenden zapfleitungenInfo
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- B08—CLEANING
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Entleeren von
unter Druck stehenden Zapfleitungen, über die in einem Getränkevorratsbehälter gelagertes Getränk durch Einleiten von unter Druck
stehendem Gas in den Gegränkevorratsbehälter abzapfbar ist, sowie
auf eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Getränkezapfanlagt
Das Abzapfen von Getränken aus Getränkevorratsbehältern über Druckförderung
ist bekannt. Als Druckgas wird Kohlensäure, COp, verwendet Solche Zapfanlagen haben, insbesondere dann, wenn sie zum Zapfen
von Bier'dienen, den Nachteil, daß das Getränk bei längerer Standzei'
in der Zapfleitung verschalt und infolge der hierdurch hervorgerufen verminderten geschmacklichen Qualität verworfen werden muß. Die dabe
entstehenden Verluste für den Schankwirt betragen pro Zapfstelle je nach Länge der Zapfleitung etwa zwischen loo und 3oo Itr./Jahr.
Bei Bierzapfanlagen besteht ein weiterer Nachteil darin, daß sich bei längerer Standzeit Bierhefe an der Innenwand der Zapfleitung
absetzt. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber einen Reinigungszyklus von maximal 14 Tagen für solche Anlagen angeordnet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfaches Verfahren zum Entleeren
der Zapfleitung zu schaffen, um ein Verschalen des Getränkes und Rückstände, die zu Ansätzen in der Zapfleitung führen, zu vermeiden.!
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung durch die in Patentanspruch 1 angegebene Maßnahmen
gelöst. In die Zapfleitung wird ein Gas eingeführt, das unter höherem Druck steht als das in der Zapfleitung stehende Getränk,
so daß das in der Zapfleitung stehende Getränk in den Getränkevorratsbehälter
zurückgedrängt wird. Die Zapfleitung wird entleert und steht während der Zeit, in der kein Getränk gezapft wird, unter
Gasdruck. Wird zum Ausschank wieder Getränk benötigt, wird das Gas abgelassen. Es strömt dann in die Zapfleitung frisches Getränk aus
dem Getränkevorratsbehälter nach.
Bevorzugt wird zur Entleerung der Zapfleitung das bereits zum
Abzapfen vorhandene Gas genutzt, Patentanspruch 2.
Eine Getränkezapfanlage, die zur Durchführung des Verfahrens geeignet
ist, weist ein/e Zapfleitung auf, die mit einem ihrer Enden in
einen an eine Gasdruckleitung angeschlossenen Getränkevorratsbehältei
-3- I
ORiGiISJAL (NSPECTFO COPY
ι ingeführt ist und die an ihrem anderen Ende einen Zapfhahn aufweist.
Iu ihrer Entleerung ist die Zapfleitung im Bereich des Zapfhahns η eine absperrbare Gasleitung mit einem gegenüber dem Druck in der ;
apfleitung höheren Gasdruck anschließbar. Beim .Öffnen der Gasleitung ;
trömt das Gas in die Zapfleitung und verdrängt das in der Zapfleitung ί tehende Getränk. Das Getränk wird in den Getränkevorratsbehälter =
urückgeführt.
ie bereits oben angegeben, wird zur Entleerung der Zapfleitung beorzugt
zum Zapfen bereits vorhandenes Druckgas verwendet. Soll abei der zum Zapfen benötigte Gasdruck beim Entleeren der Zapfleitung
ufrecht erhalten werden, so ist die Gasleitung hochdruckseitig an ine Druckpumpe angeschlossen, deren Niederdruckseite mit der zum
etränkevorratsbehälter geführten Gasdruckleitung verbunden ist.
in rasches An- und Abschließen der zur Entleerung der Zapfleitung enötigten Anlagenteile wird dadurch ermöglicht, daß einerseits
ti der Gasdruckleitung für den Getränkevorratsbehälter eine Schnellupplung
für eine zur Niederdruckseite der Druckpumpe geführte eitung vorgesehen ist und andererseits mit der Hochdruckseite der
ruckpumpe eine am Zapfhahn zu befestigende Anschlußleitung mit bsperrventil verbunden ist..
Le Erfindung wird an folgenden anhand von Ausführungsbeispielen, j
Le in der Zeichnung schematisch wiedergegeben sind näher erläutert. :
5 zeigen im einzelnen: ;
Lg. 1: Getränkezapfanlage mit fest installierter Entleerungsein- j
richtung
Lg. 2: Getränkezapfanlage mit demontierbarer Entleerungseinrichtung.
si der in Fig. 1 gezeigten Getränkezapfanlage mit fest installierter j
ltleerungseinrichtung ist an einem bestehenden Drucksystem (1) mit
'uckreduzierventil und Manometer sowie mit CO.->-Füllung eine Gasiitung
(2) angeschlossen, die unmittelbar über eine Druckpumpe (3) ! .t einer Zapfleitung (4) in Verbindung steht. In dem mit der Hoch- :
"uckseite (5) der Dru-kpumpe (3) verbundenen Teil 2' der Gasleitung (2)
findet sich ein Absperrventil (6). Von der Niederdruckseite (7) der ;
'uckpumpe (3) ist Teil 2" der Gasleitung 2 mit einer zu einem Getränke-,
rratsbehälter (8) geführten Gasdruckleitung (9) verbunden- ι
ORIGINAL INSPECTED
ν.' I
Die Gasleitung (2) mündet unmittelbar hinter einem die Zapfleitung
abschließenden Zapfhahn (lo) in die Zapfleitung (4).
Soll die Zapfleitung (4) entleert werden, so wird nach Inbetriebnal der Druckpumpe (3) das Absperrventil (6) geöffnet, so daß Gas in d: Zapfleitung eintritt. Unter dem Gasdruck, der höher eingestellt isals der Druck, unter dem das Getränk in der Zapfleitung steht -gewi lieh liegt der Zapfdruck in der Zapfleitung im Bereich von 1 barwird das Getränk aus der Zapfleitung (4) in den Getränkevorratsbehälter (8) gedrängt. Ein Schalwerden des Getränkes bei längerem
Stehen in der Zapfleitung (4) wird vermieden. Die Zapfleitung (4)
bleibt - solange nicht erneut Getränk zu zapfen ist- unter Gasdrucl der ebenfalls im Bereich von 1 bar liegt. Vor erneutem Zapfen wird das Gas aus der Zapfleitung abgelassen.
Soll die Zapfleitung (4) entleert werden, so wird nach Inbetriebnal der Druckpumpe (3) das Absperrventil (6) geöffnet, so daß Gas in d: Zapfleitung eintritt. Unter dem Gasdruck, der höher eingestellt isals der Druck, unter dem das Getränk in der Zapfleitung steht -gewi lieh liegt der Zapfdruck in der Zapfleitung im Bereich von 1 barwird das Getränk aus der Zapfleitung (4) in den Getränkevorratsbehälter (8) gedrängt. Ein Schalwerden des Getränkes bei längerem
Stehen in der Zapfleitung (4) wird vermieden. Die Zapfleitung (4)
bleibt - solange nicht erneut Getränk zu zapfen ist- unter Gasdrucl der ebenfalls im Bereich von 1 bar liegt. Vor erneutem Zapfen wird das Gas aus der Zapfleitung abgelassen.
Eine Getränkezapfanlage mit demontierbarer Entleerungseinrichtung
zeigt Fig. 2. An der Gasdruckleitung (9)'ist eine Schnellkupplung I vorgesehen, mit der der zur Niederdruckseite (7) der Druckpumpe (3' führende Teil 2" der Gasleitung (2) verbindbar ist. Der übrige Teil der Gasleitung (2) weist eine an Zapfhahn (Io) anschließbare Anschlußleitung (12) mit Absperrhahn (13) und Hahnanschluß (14) auf,
zeigt Fig. 2. An der Gasdruckleitung (9)'ist eine Schnellkupplung I vorgesehen, mit der der zur Niederdruckseite (7) der Druckpumpe (3' führende Teil 2" der Gasleitung (2) verbindbar ist. Der übrige Teil der Gasleitung (2) weist eine an Zapfhahn (Io) anschließbare Anschlußleitung (12) mit Absperrhahn (13) und Hahnanschluß (14) auf,
| Stückliste | 1 |
| Drucksystem | CVl |
| Gasleitung | 3 |
| Druckpumpe | 4 |
| Zapfleitung | 5 |
| Hochdruckseite | 6 |
| Absperrventil | 7 |
| Niederdruckseite | 8 |
| Getränkevorratsbehalter | 9 |
| Gasdruckleitung | Io |
| Zapfhahn | 11 |
| Schnellkupplung | 12 |
| Anschlußleitung | 13 |
| Absperrhahn | 14 |
| Hahnanschluß | |
mit Teil 2', 2"
SGINAL INSPECTED "COPY
Leerseite
Claims (5)
1. Verfahren zum Entleeren von unter Druck stehenden Zapfleitungen,
über die in einem Getränkevorratsbehälter gelagertes Getränk
durch Einleiten von unter Druck stehendem Gas in den Getränkevorratsbehälter abzapfbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Zapfleitung stehendes Getränk durch Einleiten eines Gases, das unter höherem Druck steht als das in der Zapfleitung
stehende Getränk, in den Getränkevorratsbehälter zurückgedrängt wird und daß. die Zapfleitung unter Gasatmosphäre gehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das auch
in den Getränkevorratsbehälter eingeleitete Gas unter Überdruck am Zapfhahn der Zapfleitung eingeführt wird.
3. Getränkezapfanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch
1, bei der ein an eine Gasdruckleitung angeschlossener Getränkevorratsbehälter über eine Zapfleitung unter Gasdruck
entleerbar ist und die ^apfleitung mit einem ihrer Enden in den Getränkevorratsbehälter eingeführt ist und an ihrem anderen
Ende einen Zapfhahn aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Bereich des Zapfhahnes (lo) an die Zapfleitung (4) eine
absperrbare Gasleitung (2, 2f, 2fl) mit einem gegenüber dem
Druck in der Zapfleitung (4) höheren Gasdruck anschließbar ist.
4. Getränkezapfanlage nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet,
daß die Gasleitung (2, 2!f) hochdruckseitig an eine Druckpumpe (3)
angeschlossen ist, deren Niederdruckseite (7) mit der zum Getränkevorratsbehälter geführten Gasdruckleitung (9) verbunden ist,
5. Getränkezapfanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Niederdruckseite (7) der Druckpumpe (3) über eine an der Gasdruckleitung (9) angeschlossene Schnellkupplung (11) mit der
Gasdruckleitung (9) verbindbar ist und daß die Hochdruckseite (5) der Druckpumpe (3) eine am Zapfhahn (lo) zu befestigende Anschlußleitung
(12) mit Absperrhahn (13) und Hahnanschluß (14) aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813123289 DE3123289A1 (de) | 1981-06-12 | 1981-06-12 | Verfahren zum entleeren von unter druck stehenden zapfleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813123289 DE3123289A1 (de) | 1981-06-12 | 1981-06-12 | Verfahren zum entleeren von unter druck stehenden zapfleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3123289A1 true DE3123289A1 (de) | 1983-12-29 |
Family
ID=6134517
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813123289 Withdrawn DE3123289A1 (de) | 1981-06-12 | 1981-06-12 | Verfahren zum entleeren von unter druck stehenden zapfleitungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3123289A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3519087A1 (de) * | 1985-05-28 | 1986-12-04 | Jakob 7954 Bad Wurzach Altvater | Verfahren sowie anordnung zum be- oder entladen eines luftempfindlichen mediums |
| DE19934138A1 (de) * | 1999-11-08 | 2001-05-10 | Johannes Willems | Vorrichtung zum Entleeren von Schlauchtrommeln |
| NL1019215C2 (nl) * | 2001-10-23 | 2003-04-24 | Leon Joseph Eugenius G Mertens | Inrichting geschikt voor het tappen van in een vat opgeslagen drank alsmede een dergelijke werkwijze. |
| WO2006067500A3 (en) * | 2004-12-23 | 2006-10-12 | Tom Oswald | Fluid line apparatus |
-
1981
- 1981-06-12 DE DE19813123289 patent/DE3123289A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3519087A1 (de) * | 1985-05-28 | 1986-12-04 | Jakob 7954 Bad Wurzach Altvater | Verfahren sowie anordnung zum be- oder entladen eines luftempfindlichen mediums |
| DE19934138A1 (de) * | 1999-11-08 | 2001-05-10 | Johannes Willems | Vorrichtung zum Entleeren von Schlauchtrommeln |
| NL1019215C2 (nl) * | 2001-10-23 | 2003-04-24 | Leon Joseph Eugenius G Mertens | Inrichting geschikt voor het tappen van in een vat opgeslagen drank alsmede een dergelijke werkwijze. |
| WO2006067500A3 (en) * | 2004-12-23 | 2006-10-12 | Tom Oswald | Fluid line apparatus |
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