DE3120563C2 - Brückentragwerk in Verbundbauweise - Google Patents
Brückentragwerk in VerbundbauweiseInfo
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Abstract
Die Erfindung geht von einer Verbundbrücke aus, deren Beton-Fahrbahnplatte (6) seitlich über die in Brückenlängsrichtung verlaufenden Verbundträger (1 bis 4) aus Stahl auskragt. Insbesondere die Fertigung der Kragarme (13, 14) der Beton-Fahrbahnplatte ist sehr aufwendig, da dazu Hilfskonstruktionen oder beispielsweise ein teurer Schalwagen erforderlich sind. Um diese Nachteile zu vermeiden, werden die Obergurte (11, 12) der äußeren Verbundträger (1, 2) erfindungsgemäß derart ausgebildet, daß sie als verlorene Schalung für die Kragarme dienen. Dabei können die äußeren Verbundträger mit der Schalung vorgefertigt werden. Insgesamt ist dadurch eine schnelle und kostengünstige Fertigung der Beton-Fahrbahnplatte ermöglicht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Brückvntragwerk in Verbundbauweise mit mehreren in Brückenlängsrichtung
verlaufenden Verbundträgern aus Stahl, auf denen eine seitlich über die beiden äußeren Verbundträger auskragende
Beton-Fahrbahnplatte aufliegt, die mit Hilfe von auf der Oberseite des Obergurtes der Verbundträger
angeordneten Verbundmitteln mit den Verbundträgern verbunden ist.
Derartige Brücken sind bekannt. In gewissen Stützweitenbereichen
ist ihr Einsatz sehr wirtschaftlich. Dennoch ist der beim Bau der Brücken erforderliche Aufwand
insbesondere dann sehr groß, wenn die Beton-Fahrbahnplatte über die äußeren Verbundträger auskragt
Dies liegt vor allem an der erforderlichen aufwendigen Einschalung der Kragarme der Beton-Fahrbahnplatte. Die Einschalung erfolgt häufig mittels teurer
Schalwagen, die zudem die Betonierarbeiten behindern können. In anderen Fällen wurden Hilfskonstruktionen
vorgesehen, die aber ebenfalls erhebliche zusätzliche Kosten verursachen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Brükkentragwerk
in Verbundbauweise der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß der notwendige Aufwand
für die Fertigung der Kragarme der Beton-Fahrbahnplatte auf ein möglichst geringes Maß reduziert werden
kann. Die Fertigung der Verbundbrücke soll dadurch schneller und kostengünstiger möglich sein.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Obergurte der beiden äußeren Verbundträger
zugleich als bleibende Schalung für die Kragarme der Beton-Fahrbahnplatte ausgebildet sind, indem die
Obergurte in Richtung der Kragarme als in Brückenlängsrichtung durchlaufende stählerne Platte verlängert
sind.
Aus der Zeitschrift »Bauplanung-Bautechnik«, Heft 4.
April !979, Seiten 155 bis 158, ist es an sich bekannt die Fahrbahnplatte einer Verbundbrücke aus Betonfertigteilen
herzustellen. Entsteht an den Brückenenden aufgrund von Verlegeungenauigkeiten eine Fuge quer zur
Brückenlängsrichtung, so wird diese mit Ortbeton vergossen, wobei als Schalung der Obergurt des Brückenendquerträgers
dient. Für den seitlich in Brückenquerrichtung auskragenden Teil wird von der für das Brükkenende
vorgeschlagenen Konstruktionsweise nicht Gebrauch gemacht sondern es wird eine herkömmliche
Bauweise benutzt
Ist eine Quervorspannung der Beton-Fahrbahnplatte notwendig, dann ist es entsprechend einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung günstig, wenn die Schalung in Längserstreckung des Obergurtes verteilt angeordnete,
zumindest zunächst von Beton freibleibende Nischen zur Aufnahme der Spannköpfe der Quervorspannglieder
der Beton-Fahrbahnplatte aufweist Nach dem Vorspannen dieser Spannglieder können die Nisehen
ausgefüllt z. B. zubetoniert werden.
Bei dichtliegenden Quervorspanngliedern kann es vorteilhaft sein, wenn die Schalung einen in Längserstreckung
des Obergurtes der äußeren Verbundträger verlaufenden, im Bereich der Spannköpfe liegenden
Streifen abschottet. Die Abschottung kann mit Hilfe eines in Längsrichtung des Verbundträgers verlaufenden
Stegblechs, das Durchbrüche für die Spannglieder enthält, erfolgen. Der zunächst freigehaltene Streifen
zwischen dem Stegblech und dem äußeren Rand der Schalung kann nach dem Vorspannen der Quervorspannglieder
ausbetoniert werden.
Ein weiterer Vorteil läßt sich erreichen, wenn die Schalung stirnseitig ein Abschlußblech aufweist, dessen
Oberkante in Höhe der späteren Gehwegoberkante verläuft Es entfällt dadurch das aufwendige, nachträgliche
Betonieren einer Gehwegkappe.
Anhand der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele wird im folgenden die Erfindung
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Verbundbrücke,
F i g. 2 einen Schnitt durch einen äußeren Verbundträger einer weiteren erfindungsgemäßen Brücke und
F i g. 3 und 4 jeweils eine ausschnittsweise Draufsicht und den zugehörigen Querschnitt von äußeren Verbundträgern.
F i g. 3 und 4 jeweils eine ausschnittsweise Draufsicht und den zugehörigen Querschnitt von äußeren Verbundträgern.
In F i g. 1 ist ein Querschnitt einer erfindungsgemäßen Verbundbrücke gezeigt. Die Verbundbrücke besitzt in
Brückenlängsrichtung verlaufende innere und äußere Verbundträger 1 bis 4 aus Stahl. Die Verbundträger 1
bis 4 sind durch einen Querverband 5 untereinander verbunden. Auf den Verbundträgern 1 bis 4 liegt eine
Beton-Fahrbahnplatte 6. Beton-Fahrbahnplatte 6 und Verbundträger sind über Verbundmittel 15, z. B. Kopfbolzendübel,
verbunden. Die beiden äußeren Verbundträger 1 und 2 weisen je einen Untergurt 7,8, einen Steg
9, 10 und einen Obergurt 11, 12 auf, wobei Untergurt, Steg und Obergurt im Querschnitt im wesentlichen ein
Doppel-T ergeben. Die Obergurte 11, 12 der beiden
b5 äußeren Verbundträger 1, 2 sind zugleich als bleibende
Schalung für die Kragarme 13, 14 der Belon-Fahrbahnplatte ausgebildet. Dazu sind die Obergurte 11, 12 in
Richtung der Kragarme verlängert. Die Obergurte sind
durchlaufende Stahlplatten. Die Stahlplatten können ;us einzelnen, in Brückenlängsrichtung verlaufenden
Streifen zusammengeschweißt sein, wobei die Wandstärke der Streifen gleichbleibend ist oder von innen
nach außen abnimmt Die Stahlplatte kann plan ausgeführt oder im äußeren Bereich leicht nach oben ansteigend
geknickt verlaufen. Außerdem kann die Stahlplatte im wesentlichen waagerecht oder nach außen ansteigend
angeordnet sein. Stahlplatte, Steg und Untergurt können, zumindest teilweise, als Walzprofil ausgebildet
oder miteinander verschweißt sein. Auf dei Oberseite
der Stahlplatte sind Verbundmittel 15 flächig verteilt. Streifen 16, 17 unterstützen die Stahlplatte. An der
Stahlplatte sind stirnseitig Abschlußbleche 18,19 befestigt, insbesondere angeschweißt. Die Oberkanten der
Abschlußbleche 18,19 verlaufen dabei in Höhe der späteren
Gehwegoberkante.
Bei der Fertigung einer erfindungsgemäßen Verbundbrücke
können zunächst die inneren unJ äußeren Verbundträger aufgelegt und mit dem Querverband
versehen werden. Vorteilhafterweise können die äußeren Verbundträger mit den als Schalungen ausgebildeten
Obergurten vollständig vorgefertigt sein. Das anschließende Betonieren der Fahrbahnplatte ist dann besonders
schnell und kostengünstig durchführbar. Ein nachträgliches Betonieren der Gehwegkappen kann
ganz entfallen.
F i g. 2 zeigt einen Schnitt durch einen äußeren Verbundträger einer weiteren erfindungsgemäßen Verbundbrücke.
Der äußere Verbundträger 20 besitzt wiederum einen Untergurt 21 und einen senkrecht darauf
angeordneten Steg 22. Der als verlorene Schalung dienende Obergurt besitzt einen Kastenträger 23. Der Boden
24 des Kastenträgers 23 ist seitlich verlängert und dient zugleich als Schalungsboden. Streifen 25 verstärken
den Kastenträger 23 und den Steg 22. An der der Beton-Fahrbahnplatte 26 zugewandten Oberfläche des
Kastenträgers 23 und des Schalungsbodens sind Verbundmittel 27 flächig verteilt. Stirnseitig schließt den
Schalungsboden ein Abschlußblech ab.
F i g. 3 zeigt ausschnittsweise eine Draufsicht und einen Querschnitt eines äußeren Verbundträgers einer
erfindungsgemäßen Verbundbrücke, wobei der als Schalung ausgebildete Obergurt 28 Nischen 29 aufweist.
Die Nischen 29 nehmen Spannköpfe 30 der Quervorspannglieder der Beton-Fahrbahnplatte 31 auf. Sie bleiben
zunächst frei und können nach dem Vorspannen wieder ausbetonien. werden.
F i g. 4 zeigt wiederum ausschnittsweise eine Draufsicht und einen Querschnitt eines anderen äußeren Verbundträgers
einer erfindungsgemäßen Verbundbrücke, wobei der als Schalung ausgebildete Obergurt 32 einen
abgeschotteten Streifen 33 aufweist. Der Streifen 33 verläuft durchgehend in Brückenlängsrichtung und ist
gegenüber dem Schalungsraum für die Beton-Fahrbahnplatte abgeschottet. Die Abschottung erfolgt mittels
eines ebenfalls durchlaufenden Stegbleches 34. Nach dem Vorspannen der eng aneinanderliegenden
Vorspannglieder kann der Streifen wieder ausbetonien werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Brückentragwerk in Verbundbauweise mit
mehreren in Brückenlängsrichtung verlaufenden Verbundträgern aus Stahl, auf denen eine seitlich
über die beiden äußeren Verbundträger auskragende Beton-Fahrbahnplatte aufliegt, die mit Hilfe von
auf der Oberseite des Obergurtes der Verbundträger angeordneten Verbundmitteln mit den Verbundträgern
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Obergurte (11,12, 28,32) der beiden äußeren Verbundträger (1,2,20) zugleich als
bleibende Schalung für die Kragarme (13, 14) der Beton-Fahrbahnplatte (6, 26, 31) ausgebildet sind,
indem die Obergurte in Richtung der Kragarme als in Brückenlängsrichtung durchlaufende stählerne
Platte verlängert sind.
2. Brückentragwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalung in Längserstreckung
des Obergurtes (28) verteilt angeordnete Nischen (29) zur Aufnahme von Spannköpfen (30) der Quervorspannglieder
der Beton-Fahrbahnplatte (31) aufweist
3. Brückentragwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalung einen in Längserstreckung
des Obergurtes (32) der äußeren Verbundträger verlaufenden, im Bereich der Spannköpfe
liegenden Streifen (33) abschottet
4. Brückentragwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß die Schalung
stirnseitig ein Abschlußblech (18, 19) aufweist, dessen Oberkante in Höhe der späteren Gehwegoberkante
verläuft.
Priority Applications (1)
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