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DE3114471A1 - "ziegler-katalysatorsystem und seine verwendung zur polymerisation und copolymerisation von (alpha) -olefinen" - Google Patents

"ziegler-katalysatorsystem und seine verwendung zur polymerisation und copolymerisation von (alpha) -olefinen"

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Publication number
DE3114471A1
DE3114471A1 DE19813114471 DE3114471A DE3114471A1 DE 3114471 A1 DE3114471 A1 DE 3114471A1 DE 19813114471 DE19813114471 DE 19813114471 DE 3114471 A DE3114471 A DE 3114471A DE 3114471 A1 DE3114471 A1 DE 3114471A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weight
percent
catalyst system
fluorine
carrier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19813114471
Other languages
English (en)
Other versions
DE3114471C2 (de
Inventor
Roberto Milano Catenacci
Maurizio Concorezzo Milano Fontanesi
Renzo Milano Invernizzi
Ferdinando Usmate Milano Ligorati
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Euteco Impianti SpA
Original Assignee
Euteco Impianti SpA
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Publication date
Application filed by Euteco Impianti SpA filed Critical Euteco Impianti SpA
Priority to DE19813114471 priority Critical patent/DE3114471A1/de
Publication of DE3114471A1 publication Critical patent/DE3114471A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3114471C2 publication Critical patent/DE3114471C2/de
Granted legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F10/00Homopolymers and copolymers of unsaturated aliphatic hydrocarbons having only one carbon-to-carbon double bond

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Transition And Organic Metals Composition Catalysts For Addition Polymerization (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft den in den Ansprüchen gekennzeichne-
  • ten Gegenstand.
  • Es ist bekannt, 6-Olefine bei niederem Druck mit Hilfe von Ziegler-Eatalysatoren zu polymerisieren. Diese Ziegler-Eatalysatoren bestehen üblicherweise aus einer Katalsatorkomponente, die aus einer Verbindung der Elemente der Gruppen IV bis VI des Periodensystems in Kombination mit einer organometallischen Verbindung eines Elements der Gruppen I bis III des Periodensystems. Die Umsetzung erfolgt üblicherweise entweder in Suspension, in Lösung oder in Abwesenheit von Verdünnungs- und Lösungsmitteln.
  • Es sind auch Polymerisationsverfahren bekannt, bei denen die Eatalysatorkomponenten auf einem festen und im allgemeinen anorganischen Träger aufgebracht sind. Beispielsweise ist in der US-PS 3 166 442 die Übergangsmetallverbindung auf einem Siliciumdioxii' A1uniniurtioxid oder einem ähnlichen Träger aufgebracht, der reaktive Hydroxylgruppen an der Oberfläche enthält. Andere Träger, die sich ebenfalls für diesen Zweck eignen, sind Hydroxychloride von zweiwertigen Metallen und Sauerstoff enthaltende Verbindungen von zweiwertigen Metallen. Die letzteren sind im wesentlichen frei von Hydroxylgruppen und stellen im allgemeinen Verbindungen aus der Gruppe der Oxide, Sulfate, Nitrate, Phosphate, Silikate und Polgoarboxylate von Calcium und Magnesium dar.
  • Zum besseren Verständnis dieser Katalysatoren sei auf die BE-PS 650 679, die BR-PS 1 448 320 und die GB-PS 1 140 649 verwiesen.
  • Bei den vorstehend beschriebenen Katalysatoren ist es notwendig, einen relativ hohen Druck bei der Polymerisation anzuwenden und/oder es wird mit ihnen eine ziemlich niedere Polymerisationsaktivität erzielt, so daß es für gewöhnlich erforderlich ist, das erhaltene polymerisierte Endprodukt von den Rückständen des eingesetzten Katalysatorsystems zu reinigen.
  • Es ist weiterhin bekannt, Träger der Katalysatoren für die Olefin Dolymerisation. beispielsweise Aluminiumnxid, /SiliciumdioxtA oder Magnesiumoxid . . . mit naiogenen umzusetzen, um so die Aktivität des schlleblich hergestellten Katalysators zu erhöhen. Dadurch wird die kostenaufwendige Reinigung des erhaltenen Polymerisats vermieden, wie in den GB-PSen 1 314 784 und 1 315 770 beschrieben.
  • Andere aktive Katalysatorsysteme werden durch Vorbehandlung eines zweiwertigen Netallhalogenids mit einem Elektronendonator hergestellt, wie in der DE-AS 1 939 074 beschrieben.
  • Obwohl diese Katalysatoren eine hohe Katalysatoraktivität bei der Polymerisation von Olefinen aufweisen, gestatten sie es nicht, das durchschnittliche Molekulargewicht des erhaltenen Polymerisats leicht zu regulieren, so daß die erhaltenen Produkte häufig aufgrund ihrer hohen Schmelzindexwerte schwer zu verarbeiten sind.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten Katalysatoren durch Bereitstellung eines neuen Trägers für Ziegler-Katalysatoren zur Polymerisation oder Copolymerisation von ffi Olefinen zu vermeiden.
  • Diese Aufgabe wird durch das Ziegler-Katalysatorsystem der Erfindung gelöst.
  • Der Träger des erfindungsgemäßen Ziegler-Katalysatorsystems wird aus Magnesiumchlorid, einem aliphatischen Alkohol und einer Fluor enthaltenden Verbindung hergestellt. Als Alkohole kommen vorzugsweise solche mit 1 bis 5 Eohlenstoffatomen pro Molekül in Frage. Äthanol ist besonders bevorzugt.
  • Spezielle Beispiele für bevorzugte Fluor enthaltende Verbindungen sind Fluorwasserstoffsäure, Ammoniumfluorid, Fluoride von Phosphor sowie der-en Gemische, oder ganz allgemein solche organischen oder anorganischen Fluor enthaltende Verbindungen, die unter den gegebenen Reaktionsbedingungen eine fluorierende Wirkung aufweisen. Fluor selbst ist ebenfalls vorzugsweise zu diesem Zweck geeignet.
  • Zur Herstellung des Trägers werden die Reagenzien zur Umsetzung gebracht und anschließend bei Temperaturen von 100 bis 2000C einer Wärmebehandlung unterzogen. Die Umsetzung kann durch Herstellen einer Lösung der anderen Reagenzien zur Bildung des Trägers im ausgewählten Alkohol und anschließende Wärmebehandlung der Lösung erfolgen, worauf der überschüssige Alkohol entfernt wird.
  • In der Lösung kann ein inertes Verdünnungsmittel, beispielsweise eine aliphatische oder aromatische Kohlenwasserstoffverbindung, deren Siedepunkt höher liegt, als der Siedepunkt des eingesetzten Alkohols, enthalten sein. Zur Herstellung der Lösung kann das Magnesiumchlorid direkt mit dem gewünschten Alkohol und mit dem Fluorierungsmittel, gegebenenfalls unter Zugabe eines Verdünnungsmittels, vermischt werden. In ender bevorzugten Ausführungsforn wird das Fluorierungsmittel in dem erwünschten Alkohol gelöst und das Magnesiumchlorid wird der erhaltenen Lösung in einem Verdünnungsmittel suspendiert, beispielsweise in n-Dodecan, zugesetzt. Nachdem das Magnesiumchlorid aufgelöst ist, wird das Gemisch einer Wärmebehandlung unterzogen und überschüssiger Alkohol wird entfernt. Dies kann durch einfaches Abdestillieren oder durch Behandlung in einem Sprühtrockner erfolgen. Im ersteren Falle wird der Träger in Form von hexagonalen Schuppen erhalten, die eine durchschnittliche Teilchengröße von 10 bis 100 Mikron aufweisen. Im letzteren Falle besteht der Träger aus kugel- förmigen Partikeln mit einer durchschnittlichen Teilchengröße, die immer noch in einem Bereich von 10 bis 100 Mikron liegt, die jedoch von den gewählten Herstellungsbedingungen abhängt.
  • Somit kann ein Träger mit einer gewünschten Teilchengröße durch Regulierung der Umsetzungsbedingungen erhalten werden.
  • Der Träger im erfindungsgemäßen Katalysatorsystem kann auch unter "trockenen" Bedingungen hergestellt werden, wobei die erwünschten Mengen der Bestandteile ohne einen Überschuß von Alkohol zu verwenden vermischt werden. Das erhaltene Gemisch wird sodann umgesetzt, gegebenenfalls in Gegenwart eines inerten Verdünnungsmittels. Bei dem trockenen Verfahren wird ein Magnesiumchlorid mit einer geeigneten TeilchengröBe (im allgemeinen in der Größenordnung von 60 Mikron) gewählt. Der Trockengrad dieses Magnesiunchlorids ist wesentlich. Der Wassergehalt liegt vorzugsweise unter ca. 1 Gewichtsprozent.
  • Dieser Trockengrad wird weniger kritisch, sofern die Herstellung des Trägers in Lösung erfolgt, wobei in diesem Falle ein Magnesiuschlorid mit einem Wassergehalt von höchstens 5 Gewichtsprozent eingesetzt werden kann.
  • Die Reaktionstemperaturen bei der Herstellung des Trägers liegen im allgemeinen bei etwa 100 bis 2000C. Niedrigere Temperaturen als die vorstehend angegebene untere Grenze fuhren nicht zur Umsetzung der Reaktionspartner oder zu einer unerwünscht niedrigen Umsetzungsrate. Bei höheren Temperaturen, als der vorstehend angegebenen oberen Grenze werden Träger mit einer niedrigen spezifischen Oberfläche erhalten, die zu Katalysatoren mit niedriger Reaktivität führen. Die besten Ergebnisse werden im allgemeinen bei Temperaturen von 120 bis 1600C erhalten.
  • Der Fluorgehalt des Trägers beträgt 2 bis 15 Gewichtsprozent. Niedrigere Fluorwerte als 2 Gewichtsprozent führen zu keinem merklichen Vorteil, während höhere Werte als 15 Gewichtsprozent zu Katalysatoren mit niedrigen Aktivitäts- und Produktivitätswerten fUhr"en,. Die besten Ergebnisse werden mit einem Fluorgehalt des Trägers in einem Bereich von 3 bis 10 Gewichtsprozent erzielt. Der Fluorgehalt des Trägers hängt im wesentlichen von der Menge des eingesetzten Fluorierungsmittels bei der Herstellung des Trägers ab.
  • Der Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen im Träger beträgt 0,4 bis 11 Gewichtsprozent. Niedrigere Werte als 0,4 Gewichtsprozent führen zu keinem merklichen Vorteil, während höhere Werte als 11 Gewichtsprozent Katalysatoren ergeben, die Polyolefine mit unerwünscht hohen Schmelzindexwerten und einem hohen Gehalt an wachsartigen Polymerisaten führen. Die besten Ergebnisse werden mit Trägern erzielt, die einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 4 bis 9 Gewichtsprozent aufweisen. Der Anteil der alkoholischen Hydroxylgruppen die im zuletzt erhaltenen Träger bleiben, hängt im wesentlichen von der vorstehend besprochenen Reaktionstemperatur bei der Herstellung des Trägers ab. Deshalb stellt die Reaktionstemperatur einen wesentlichen Parameter zur Regulierung des Gehaltes an alkoholischen Hydroxylgruppen im Träger dar.
  • Der Druck, bei dem der Träger hergestellt wird, ist nicht kritisch. Die Herstellung erfolgt im allgemeinen bei Atmosphärendruck oder bei einem leichten Überdruck, beispielsweise bis zu 1 kg/cm² Die gemäß der Erfindung hergestellten Träger weisen Porositätswerte und Werte der spezifischen Oberfläche auf, die höher sind, als die entsprechenden Werte von Trägern, die nach dem Stand der Technik aus Magnesiumchlorid hergestellt werden, das einfach mit einem Alkohol, wie Äthylalkohol, umgesetzt wird.
  • Die in dem erfindungsgemäßen Katalysatorsystem enthaltenen Träger haben eine Porosität in der Größenordnung von 0,75 ml/g und eine spezifische Oberfläche in der Größenordnung 2 von 70 m /g, wohingegen die bekannten Träger, die kein Fluor enthalten, typischerweise eine Porosität in der Größenordnung von 0,5 ml/g und eine spezifische Oberfläche von etwa 40 m²/g aufweisen. Darüber hinaus tritt durch die Anwesenheit des Fluor der Vorteil einer höheren Oberflächenazidität im Träger auf und möglicherweise wird durch die Anwesenheit von Fluor die Bildung von komplexen Nagnesiumfluoriden, Alkylfluoriden und ähnlichem induziert. Aus diesen Gründen wurde in der Definition der Erfindung der beschriebene Träger als "Komplex" bezeichnet.
  • Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Eatalsatorsystems wird der vorstehend beschriebene Träger mit einer Verbindung eines Übergangsmetalls der IV. bis VI. Gruppe des Periodensystems umgesetzt. Spezielle Beispiele für hierfür bevorzugt geeignete Übergangsmetallverbindungen sind Halogenide, Oxyhalogenide, Alkoxyhalogenide oder Alkoholate.
  • Spezielle Beispiele der bevorzugten Übergangsmetalle sind Titan, Vanadin und Chrom. Spezielle Beispiele der bevorzugt eingesetzten Übergangsmetallverbindungen sind TiCl4, TiBr4, VC14, VOC13, VOBr3, CrO2Cl2 Ti (oC 9 5)3Cl, T (O-iso-C4H9)2Cl2, Ti (OCJt5)4 und Ti (0-iso-C4Hg)4. Besonders bevorzugt wird TiCl4 eingesetzt.
  • Die Umsetzung zwischen dem Träger und der ttbergangsmetall verbindung kann unter Verwendung üblicher Umsetzungsarten erfolgen.
  • Die Übergangsmetallverbindung kann entweder dem Träger selbst oder einer Dispersion oder Lösung in einem inerten Träger, im allgemeinen einem Paraffin (beispielsweise n-Heptan, n-Dodecan) zugesetzt werden. Die Temperatur dieser Umsetzung ist nicht kritisch und liegt im allgemeinen zwischen Raumtemseratur (20 bis 250C) bis etwa 1500C. Die Umsetzungsdauer ist die Zeit, die erforderlich ist, um den Träger an die erwünschte Menge des Übergangsmetalls zu binden. Diese Menge kann im Fall einer Titan enthaltenden Übergangsmetallverbindung zwischen 0,05 bis 15 Gewichtsprozent Titan, vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent Titan, bezogen auf das Gewicht des Trägers, betragen. Sofern ein Überschuß der Übergangsmetallverbindung über die Menge hinaus, die an den Träger gebunden werden kann, eingesetzt wird, wird die überschüssige Menge entfernt.
  • Die Umsetzungsbedingungen zwischen der Übergangsmetallverbindung und dem Träger, wie die relativen Mengen und die Umsetzungsdauer werden so eingestellt, daß man eine Träger-Katalysatorkomponente erhält, die einen Hydroxylgruppengehalt von 0,03 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,5 bis 4 Gewichtsprozent, erhält, wobei man ebenfalls in Betracht zieht, daß ein Teil der Hydroxylgruppen bei der Umsetzung des Trägers mit der Übergangsmetallverbindung an der Reaktion beteiligt ist.
  • Der Fluorgehalt der Träger-Katalysatorkomponente beträgt im allgemeinen 1 bis 14 Gewichtsprozent, vorzugsweise 3 bis 8 Gewichtsprozent.
  • Die vorstehend erhaltene Katalysatorkomponente wird sodann durch Zugabe einer Organornetallverbindung eines Metalles der 1. bis III. Gruppe des Periodensystems aktiviert.
  • Beispiele für bevorzugte organometallische Verbindungen sind Metallalkyle, Halogenide oder Hydride von Metallalkylen oder Grignard-Verbindungen. Spezielle Beispiele für bevorzugt verwendete Metalle in den gerannten Organometallverbindungen sind Aluminium, Zink, Magnesium, Natrium und Lithium. Spezielle Beispiele für bevorzugt eingesetzte organometallische Verbindungen sind Al(CE3)3, Al(CH5)3, Al(iso-C4H9)3, Li(C4Hg), Al(C2H5)2Cl, äL/ )2Br, Al(C2H5), Al(iso-C4H9), Al2(C 5)3Cl3 und (C2E5)MgBr.
  • Besonders bevorzugt sind Aluminiumalkyle sowie Halogenide und Hydride von Aluminiumalkylen, insbesondere Griäthylaluminium und tri-Isobutylaluminium.
  • Das Molverhältnis zwischen der Organometallverbindung und der Ubergangsmetallverbindung (letztere auf dem Träger) im erfindungsgemäßen Katalysatorsystem ist nicht besonders kritisch und beträgt im allgemeinen von 50:1 bis 1000:1, vorzugsweise 100:1 bis 500:1.
  • Das erfindungsgemäße Katalysatorsystem weist eine hohe Aktivität und Produktivität bei der Polymerisation von Olefinen auf, insbesondere bei der Polymerisation von Athylen. Insbesondere weist das erfindungsgemäße Katalysatorsystem, sofern alle anderen Bedingungen gleich sind, eine höhere Produktivität (spezifische Katalysatoraktivität) auf, ausgedrückt als Gramm Polymerisat pro Gramm Katalysator und pro Stunde auf, sowie eine höhere Aktivität, ausgedrückt als kg Polymerisat pro Gramm Übergangsmetallverbindung und pro Stunde, verglichen mit Katalysatoren, die auf einem Magnesiunchloridträger aufgebracht sind, der nur mit einem Alkohol behandelt wurde.
  • Solche konventionallen Träger binden typischerweise eine Titanmenge in der Größenordnung von 5 Gewichtsprozent und ergeben Katalysatoren mit einer Produktivität in der Größenordnung von 10000 g Polyäthylen pro g Katalysator und pro Stunde. Ein damit hergestelltes Polyäthylen weist einen Titanrückstand von etwa 5 bis 10 ppm auf.
  • Der im erfindungsgemäßen Katalysatorsystem eingesetzte Träger bindet typischerweise Titan in der Größenordnung von 2 Gewichtsprozent oder weniger und man erhält einen Katalysator mit einer Produktivität in der Größenordnung von 20 000 g Polyäthylen pro g Katalysator und pro Stunde.
  • Ein damit hergestelltes Polyäthylen hat einen Titangehalt von etwa 1 ppm oder weniger.
  • Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Katalysatorsystems beruht auf der Möglichkeit, damit das durchschnittliche Molekulargewicht des hergestellten Polyolefins leicht zu regulieren oder, in analoger Weise, dessen Schmelindex.
  • Diese Regulierung wird im wesentlichen dadurch bewirkt, daß man in geeigneter Weise das Mengenverhältnis von Fluor zu den alkoholischen Hydroxylgruppen, die im Träger anwesend sind, einstellt, wobei der Tatsache Rechnung getragen wird, daß Fluor die Bildung von hochmolekularen Polymerisaten fördert, während die alkoholischen Hydroxylgruppen die Bildung von niedermolekularen Polymeren begünstigen. Deshalb kann.das erwünschte Molekulargewicht des Polymerisats durch geeignete Auswahl des Verhältnisses der beiden letztgenannten Bestandteile innerhalb des vorstehend angegebenen Rahmens gesteuert werden.
  • Das erfindungsgemäße Katalysatorsystem eignet sich zur Polymerisation oder Copolymerisation von -Olefinen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen pro Molekül und ist besonders für die Herstellung von Polyäthylen geeignet. Die Polymerisation kann in der flüssigen Phase und in Gegenwart eines Lösung mittels oder Verdünnungsmittels, oder-selbst in Abwesenheit eines solchen Lösungs- oder Verdünnungsmittels durchgeführt werden.
  • Die Polymerisationstemperatur kann in breiten Grenzen gesteuert werden. Sie liegt im allgemeinen zwischen -80 bis 2000C, vorzugsweise bei Werten von 30 bis 100°C.
  • 2 Der Polymerisationsdruck kann von 1 bis 30 kg/cm , vorzugsweise von 3 bis 30 kg/cm2 betragen. Das erfindungsgemäße Katalysatorsystem hat in jedem Falle in einem breiten Druckbereich eine hohe Aktivität, beispielsweise in der Größenordnung von 5 kg/cm².
  • Das durchschnittliche Molekulargewicht des entstandenen Polymerisats kann nicht nur infolge der Zusammensetzung des Trägers beeinflußt werden, sondern auch durch Einführung von Molekulargewichtsreglern, wie Alkylhalogeniden oder organometallischen Verbindungen von Zink und Cadmium, in das Reaktionsmedium oder durch Durchführung der Polymerisation in Gegenwart von Wasserstoff.
  • In jedem Falle ist es möglich, die Charakteristika des entstandenen Polyäthylens mit Sicherheit auf erwünschte Werte innerhalb der nachstehenden Bereiche zu lenken: Schmelzindex von 0,1 bis 20 (DIN 53735), Kristallinität von 50 bis 84% und Dichte von 0,938 bis 0,97 g/ml (DIN 53479).
  • Infolge dieses möglichen Bereichs der Charakteristika, kann ein unter Verwendung des erfindungsgemäßen Katalysatorsystems hergestelltes Polyäthylen erhalten werden, das sich für jegliche Bearbeitungsart eignet, beispielsweise zum Extrudieren, zum Blasformen etc.
  • Die Beispiele erläutern die Erfindung.
  • Beispiel 1 27 g wasserfreies Magnesiumchlorid in Schuppenform werden mit 4,82 g Ammoniumfluorid unter trockenen Bedingungen in einem zuvor getrockneten Glasbehälter, der mit einem Rührer und einer porösen Scheidewand versehen ist, während 30 Minuten vermischt. Anschließend wird die Mischung mit 100 ml n-Dodecan und 150 ml Äthanol tropfenweise versetzt.
  • Nach erfolgter Zugabe wird das Gemisch 1 Stunde bei Raumtemperatur belassen, worauf die Temperatur auf 110°O erhöht wird und das Gemisch unter Rückfluß erhitzt wird, bis eine vollständig klareLösung entsteht. Anschließend wird der überschüssige Alkohol aus der Lösung bei 1300C während 8 Stunden abdestilliert. Der als Rückstand erhaltene Träger weist eine Teilchengröße in der Größenordnung von 35 Mikron auf und enthält 6,7 Gewichtsprozent Fluor und 6,3 Gewichtsprozent alkoholische Hydroxylgruppen.
  • Der Ammoniumionengehalt beträgt 5,05 Gewichtsprozent.
  • Der Träger hat weiterhin eine Porosität von 0,74 ml/g und eine spezifische Oberfläche von 70 m² /g. Der erhaltene Träger wird mit 10 ml Titantetrachlorid während 4 Stunden bei 1000C imprägniert. Anschließend wird das überschüssige Titantetrachlorid abfiltriert und der entstandene Feststoff wird fünfmal mit jeweils 100 ml n-Dodecan gewaschen. Das entstandene Produkt fällt in hexagonalen Schuppen an und weist einen Fluorgehalt von 6, Gewichtsprozent und einen Gehalt an freien alkoholischen Hydroxylgruppen von 3,7 Gewichtsprozent auf. Der Ammoniumionengehalt beträgt 5,5 Gewichtsprozent und der Titangehalt 1,85 Gewichtsprozent.
  • Die durchschnittliche Teilchengröße des Produkts beträgt 35 Mikron.
  • 10 mg der auf diese Weise entstandenen Katalysatorkomponente werden in 2 Liter n-Heptan, das 1 ml Triäthylaluminium enthält, eingebracht. Das entstandene Gemisch wird in einen 4 Liter fassenden Stahlautoklaven eingebracht, der mit einem Rührer versehen ist.
  • Die Polymerisation wird bei 920C unter einem Druck von 2 kg/cm² (Z; 2 kg/c 2 5 kg/cm (3,5 kg/cm2 Äthylen und 1,5 kg/cm Wasserstoff) durchgeführt. Nach 2 Stunden wird die Polymerisationsreaktion unterbrochen. Der Katalysator ist zu diesem Zeitpunkt noch immer aktiv. Es werden 400 g weißes Polyäthylen mit den nachstehenden Charakteristika entnommen: Schmelzindex: 1 Dichte: 0,95 g/ml.
  • Die Katalysatoraktivität beträgt 108, kg Polu äthyl en pro g Titan pro Stunde und die Produktivität beträgt 20 000 g Polyäthylen pro g Katalysator pro Stunde.
  • B e i s p i e 1 2 (Vergleich) Gemäß Beispiel 1 wird ein Träger hergestellt, jedoch wird kein Ammoniumfluorid dazugegeben. Der auf diese Weise hergestellte Träger weist einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 8,5 Gewichtsprozent eine Porosität von 0,5 ml/g und eine Oberfläche von 40 m /g auf.
  • Der Träger wird gemäß Beispiel 1 mit Titantetrachlorid imprägniert und die erhaltene Katalysatorkomponente fällt in Form von hexagonalen Schuppen mit einer durchschnittlichen Teilchengröße in der Größenordnung von 35 Mikron an. Der Titangehalt beträgt 5,0 Gewichtsprozent und der Gehalt an freien alkoholischen Hydroxylgruppen 4,8 Gewichtsprozent.
  • Die Polymerisation von Äthylen mit 10 mg dieser Katalysatorkomponente und mit 1 ml Triäthylaluminium wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Nach 2 Stunden Reaktionsdauer werden 175 g Polyäthylen mit den nachstehenden Charakteristika erhalten: Schmelzindex: 3 Dichte: 0,96 g/ml.
  • Die Produktivität und die Aktivität des Katalysators betragen jeweils 8750 sowie 175 (in den vorstehend erwahnten Dimensionen).
  • Beispiel 3 Gemäß Beispiel 1 werden 200 Liter einer Lösung der auf dem Träger aufgebrachten Komponenten unter Verwendung von n-Heptan anstelle von n-Dodecan hergestellt. Die entstandene Lösung wird anschließend unter Verwendung eines NYRO ATOMIZER Sprühgeräts*atomisiert, wobei als Heizgas wasserfreier Stickstoff verwendet wird. Die Einlaßtemperatur des Stickstoff-* (der Fa. Nyro) gases beträgt 16000 und die Auslaßtemperatur 1100C, Die Sprüngeschwindigkeit beträgt etwa 20 Liter Lösung pro Stunde.
  • Auf diese Weise erhält man einen Träger mit kugelförmigen Teilchen, die eine Teilchengröße in der Größenordnung von 50 Mikron sowie eine Porosität von 0,82 rnl/g und eine spezifische Oberfläche von 70 m2/g haben. Der Träger hat einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 5,5 Gewichtsprozent, einen Fluorgehalt von 7,5 Gewichtsprozent und einen Ammoniumionengehalt von 6,0 Gewichtsprozent.
  • 10 ml 20 g dieses Trägers werden gemäß Beispiel 1 mit/Titantetrachlorid behandelt. Man erhält eine Katalysatorkomponente in Form von kugelförmigen Körnern mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 50 Mikron, einem Titangehalt von 1,5 Gewichtsprozent, einem Fluorgehalt von 7,6 Gewichtsprozent und einem Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 4,0 Gewichtsprozent.
  • Gemäß Beispiel 1 wird Äthylen unter Verwendung von 10 mg dieser Katalysatorkomponente sowie mit 1 ml Triäthylaluminium polymerisiert. Man erhält 380 g Polyäthylen, das die nachstehenden Charakteristika aufweist: Schmelzindex: 0,9 Dichte: 0,947 g/ml.
  • Die Produktivität -Llld die Katalysatoraktivität betragen daher jeweils 19000 bzw. 1267 (Einheiten wie in Beispiel 1).
  • Beispiel 4 Gemaß Beispiel 1 wird durch Eindampfen der Lösung der Trägerkomponenten bei 2000C während 8 Stunden ein Träger hergestellt. Der erhaltene Träger hat einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 0,7 Gewichtsprozent, einen Fluorgehalt von 4,9 Gewichtsprozent und einen Ammoniumionengehalt von 3,1 Gewichtsprozent. Die Porosität des Trägers beträgt 0,8 ml/g und die spezifische Oberfläche 25 m²/g.
  • Durch Imprägnierung des Trägers gemäß Beispiel 1 erhält man eine Katalysatorkomponente, die 0,9 Gewichtsprozent Titan, 5 Gewichtsprozent Fluor und 0,4 Gewichtsprozent alkoholische Hydroxylgruppen enthält. Der Träger fällt in Form von hexagonalen Schuppen an, die eine durchschnittliche Teilchengröße von 10 Mikron aufweisen. Die Polymerisation wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt. Man erhält 76 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 0,5 und einer Dichte von 0,95 g/ml.
  • Die Produktivität und die Katalysatoraktivität betragen somit 3800 bzw. 422 (Einheiten, siehe Beispiel 1).
  • Beispiel 5 10 g Ammoniumfluorid werden mit 27 g gepulvertem Magnesiumchlorid versetzt. Es wird 30 Minuten bei Raumtemperatur gemischt. Das homogenisierte Gemisch wird sodann tropfenweise mit 100 ml wasserfreiem n-Dodecan und mit 200 ml Äthanol versetzt. Das erhaltene Gemisch wird 1 Stunde bei 250C belassen und anschließend auf 1200C erhitzt, um eine klare Lösung zu erhalten. Die entstandene Lösung wird 9 Stunden bei 1200C eingedampft. Der erhaltene Träger weist einen Fluorgehalt von 13,05 Gewichtsprozent, einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 0,6 Gewichtsprozent und einen Ammoniumionengehalt von 10,75 Gewichtsprozent auf.
  • Die Porosität des Trägers beträgt 0,53 ml/g und die spezifische Oberfläche 50 m2/g.
  • Der erhaltene Träger wird während 5 Stunden bei 1300C mit 5 ml Titantetrachlorid behandelt. Man erhält eine Katalysatorkomponente, die 1,5 Gewichtsprozent Titan, 0,07 Gewichtsprozent alkoholische Hydroxylgruppen, 12,05 Gewichtsprozent Fluor und 9,75 Gewichtsprozent Ammoniumionen enthält. Die Katalysatorkomponente fällt in Form hexagonaler Schuppen mit einer durchschnittlichen Xeilchengröße von 15 Mikron an.
  • Man polymerisiert iithylen mit 10 mg der erhaltenen KatalysatorRomponente sowie mit 1 ml Triäthylaluminilum gemäß den Bedingungen von Beispiel 1. Es werden 70 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 0,2 und einer Dichte von 0,94 g/ml erhalten.
  • Die Produktivität und die Katalysatoraktivität betragen somit 3500 bzw. 233 (Einheiten, siehe Beispiel 1).
  • Beispiel 6 25 g wasserfreies Hagnesiumchlorid werden mit 100 ml n-Dodecan Wi Raumtemperatur vermischt. Das entstandene Gemisch wird mit 150 ml Äthylalkohol tropfenweise versetzt. Während der Alkoholzugabe wird dem Gemisch Fluorwasserstoffgas mit einer Zug ab egeschwindigkeit von 25 Liter/Stunde zugegeben.
  • Nach beendeter Zugabe wird die Temperatur auf 1100C erhöht und man erhält eine klaLösung. Die Lösung wird während 8 Stunden auf 140ob zur Trockene erhitzt.
  • Der erhaltene Träger eist einen Fluorgehalt von 2,0 Gewichtsprozent, einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 6,6 Gewichtsprozent, eine durchschnittliche Teilchengröße in der Größenordnung von 20 Mikron, eine Porosität von 0,5 g/ml und eine spezifische Oberfläche von 60 m²/g auf.
  • mit 10 ml TiCla Der Träger wird gemäß Beispiel 1 /imprägniert. Man erhält eine Katalysatorkomponente mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 20 Mikron und einem Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 4,0 Gewichtsprozent, einem Fluor gehalt von 2,5 Gewichtsprozent und einem Titangehalt von 3,0 Gewichtsprozent.
  • und 4 - t1 Tnäthylaluminium Unter Verwendung dieser Eatalysatorkomponen-te/wird Äthylen gemäß Beispiel 1 polymerisiert. Man erhält 200 g eines Polymerisats mit einem Schmelzindex von 1,8 und einer Dichte von 0,968 g/ml.
  • Die Produktivität und die Katalysatoraktivität betragen demnach 10000 bzw. 333 (Einheiten, siehe Beispiel 1).
  • Bei spiel 7 25 kg wasserfreies Magnesiumchlorid werden mit 100 Liter wasserfreiem n-Heptan behandelt, das einen Gehalt von 1,79 kg NH4F^EF aufweist.
  • Die erhaltene Suspension wird mit 150 Liter wasserfreiem Äthanol versetzt. Das entstandene Gemisch wird 1 Stunde bei Raumtemperatur geruhrt und anschließend auf 1000C erhitzt. Man erhält eine klare Lösung, die in einen NYRO ATOMISER eingebracht wird, der einen Stickstoffkreislauf enthält. Die Einlaßtemperatur des Stickstoffs beträgt 2000C und die Auslaßtemperatur 1200C. Die Zugabegeschwindigkeit der Lösung beträgt 20 Liter/Stunde. Der auf diese Weise erhaltene Träger hat einen Fluorgehalt von 3,4 Gewichtsprozent, einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 7,3 Gewichtsprozent, einen Ammoniumionengehalt von 1,6 Gewichtsprozent, eine Porosität von 0,87 ml/g, eine spezifische Oberfläche von 65 m²/g und eine durchschnittliche Teilchengröße von 40 Mikron.
  • 10 ml Man imprägniert den Träger mitflPitantetrachlorid gemäß Beispiel 1. Es wird eine Katalysatorkomponente erhalten, die einen Fluorgehalt von 4,15 Gewichtsprozent, einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 2,7 Gewichtsprozent, einen Titangehalt von 2,0 Gewichtsprozent und einen Ammoniumionengehalt von 2,5 Gewichtsprozent aufweist.
  • Äthylen wird mit 10 mg dieser Katalysatorkomponente sowie mit 1 ml Triäthylaluminium gemaß Beispiel 1 polymerisiert.
  • Nach 2 Stunden Polymerisationsdauer erhält man 480 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 0,7 und einer Dichte von 0,96 g/ml.
  • Die Produktivität und die Katalysatoraktivität betragen somit 24000 bzw. 1200 (Einheiten, siehe Beispiel 1).
  • Beispiel 8 30 g pulverisiertes, wasserfreies Magnesiumchlorid mit einer durchschnittlichen Teilchengröße von 60 Mikron werden mit 3 g Ammoniumfluorid unter trockenen Bedingungen vermischt. Das erhaltene Gemisch wird mit 100 ml n-Dodecan versetzt. Während eine Temperatur von etwa 200C und ein 2 Uberdruck von 0,5 kg/cm aufrechterhalten wird (mit Hilfe von Stickstoff), wird innerhalb von 2 Stunden eine Lösung, die 90 ml n-Dodecan und 10 ml Äthylalkohol enthält, zugegeben. Während der Zugabe der Lösung wird das Gemisch kräftig gerührt. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch 1 Stunde bei Raumtemperatur belassen und anschließend unter Druck während 1 Stunde auf 1100C erhitzt.
  • Nach dem Abtrennen des n-Dodecans erhält man einen Träger mit einem Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 7,2 Gewichtsprozent, einem Fluorgehalt von 3,6 Gewichtsprozent, einem Ammoniumionengehalt von 3 Gewichtsprozent, einer Porosität von 0,65 ml/g und einer spezifischen Oberfläche von 50 m²/g.
  • Der Träger wird mit einer stöchiometrischen Menge an Titantetrachlorid imprägniert, wobei die Umsetzung mit dem Titantetrachlorid in Heptan während 6 Stunden bei 1000C erfolgt.
  • Man erhält auf diese Weise eine Katalysatorkomponente in Form von Granulaten mit einer durchschnittlichen Xeilchengröße von 60 Mikron, die einen Titangehalt von 5 Gewichtsprozent, einen Gehalt an alkoholischen Hydroxylgruppen von 0,9 Gewichtsprozent, einen Bluorgehalt von 5 GewicM sprozent und einen Amnoniumionengehalt von 4,2 Gewichtsnrozent aufweisen.
  • Die Polymerisation von ethylen erfolgt unter Verwendung von 10 mg dieser Katalysatorkomponente sowie von 1 ml Triäthylaluminium gemäß Beispiel 1. Nach 2 Stunden Polymerisationsdauer erhält man 550 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 0,1 und einer Dichte von 0,938 g/ml.
  • Die Produktivität und die Katalysatoraktivität betragen somit 27500 bzw. 550 (Einheiten, siehe Beispiel 1).

Claims (1)

  1. "Ziegler-Katalysatorsystem und seine Verwendung zur Polymerisation und Copolymerisation von « -Olefinen" P a t e n t a n s p r a c h e 1. Ziegler-Katalgsatorsystem aus einer Organometallverbindung von einem Metall der 1., II. oder III. Gruppe des Periodensystems der Elemente und einer KatalwsatorRomponente aus einer Übergangsmetallverbindung von einem Ubergangsmetall der IV., V. oder VI. Gruppe des Periodensystems, die auf einem Träger aufgebracht ist, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß der Träger einen aktiven festen Komplex darstellt, den man durch Umsetzung von Magnesiumchlorid mit einem aliphatischen Alkohol und einer Fluor enthaltenden Verbindung bei etwa 100 bis 2000C erhält, wobei der genannte Komplex 2 bis 15 Gewichtsprozent Fluor und 0,4 bis 11 Gewichtsprozent alkoholische Xydroxylgruppen enthält.
    2; Katalysatorsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluor enthaltende Verbindung Fluorwasserstoff, Ammoniumfluorids Phosphorfluoride und/oder Fluor ist.
    3. Katalysatorsystem nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aliphatische Alkohol 1 bis 5 Kohlenstoffatome pro Molekül enthält.
    4. Katalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der aliphatische Alkohol Äthanol ist.
    5. Eatalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Komplex 3 bis 10 Gewichtsprozent Fluor und 4 bis 9 Gewichtsprozent alkoholische Hydroxylgruppen enthält.
    6. Katalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger durch Umsetzung von Magnesiumchlorid mit einem aliphatischen Alkohol und einer Fluor enthaltenden Verbindung, gegebenenfalls in Anwesenheit eines flüssigen Verdünnungsmittels, und durch Wärmebehandlung des entstandenen Gemisches bei 100 bis 2000C erhalten wird.
    7. Katalysatorsystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeglicher im Überschuß vorhandener aliphatischer Alkohol während der Wärmebehandlung abdestilliert wird.
    8. Katalgsatorsgstem nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung mittels Sprühtrocknen durchgeführt wird.
    9. Eatalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gezeichnet, daß die Herstellung des Trägers bei 120 bis 1600C durchgeführt wird.
    10. Katalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorkomponente durch Umsetzung der Übergangsmetallverbindung mit dem aktiven festen Komplex bei 20 bis 1500C hergestellt wird.
    11. Katalysatorsystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergangsmetallverbindung Titantetrachlorid ist.
    12. Eatalysatorsystem nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorkomponente einen Hydroxylgruppengehalt von 0,03 bis 5 Gewichtsprozent und einen Fluorgehalt von 1 bis 14 Gewichtsprozent aufweist.
    13. Katalysatorsystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalysatorkomponente einen Hgiroxylgruppengehalt von 0,5 bis 4 Gewichtsprozent und einen Fluorgehalt von 3 bis 8 Gewichtsprozent aufweist.
    14. Katalsatorsstem nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Katalsatorkomponente einen Titangehalt von 0,05 bis 15 Gewichtsprozent aufweist.
    15. Eatalysatorsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Titangehalt 1 bis 5 Gewichtsprozent beträgt.
    16. Katalsatorsystern nach Anspruch 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Molverhältnis von organometallischer Verbindung zu Ubergangsmtallverbindung 50:1, vorzugsweise 100:1 bis 500:1, beträgt.
    17. Verwendung des Katalysatorsystems nach den Ansprüchen 1 bis 16 zur Polymerisation und Copolymerisation von α Olefinen nach dem Ziegler-Nie derdruc kverfahr en.
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