DE3039428C2 - Verfahren zur Herstellung von plattierten Stahlprodukten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von plattierten StahlproduktenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von geradlinigen Stahlprodukten, z. B. Stahlrohren, -stäben und Stahldrähten, die aus wenigstens zwei laminierten Metallen bestehen.
Ein plattiertes Stahlrohr mit laminierter Struktur aus
einer Außenschicht aus Kohlenstoffstahl und einer In-
nenschicht aus nichtrostendem Stahl ist bekannt und wird in großem Umfang verwendet Plattierte Stahlprodukte, die solche plattierten Stahlrohre darstellen, haben
auf Grund der Anwesenheit eines laminierten Metalls (gewöhnlich ist die Menge einer Schicht, beispielsweise
der Innenschicht aus nichtrostendem Stahl im vorstehend genannten Beispiel, gering) hohe Korrosionsbeständigkeit,
hohe Beständigkeit gegen Spannungsrißkorrosion
unter der Einwirkung von Schwefelwasserstoff und hohe Abriebfestigkeit, und die plattierten
Stahlprodukte widerstehen daher strengen Bedingungen und sind für Spezialzwecke anwendbar. Ein billiges
Metall wird normalerweise als Grundmetall verwendet (gewöhnlich eine in großer Menge vorhandene
Schicht beispielsweise aus Kohlenstoffstahl als Außenschicht im vorstehend genannten Fall).
Für die Herstellung solcher plattierten Stahlrohre ist das nachstehend beschriebene Verfahren bekannt
Wie in F i g. 3 dargestellt wird ein Rohr 2' aus nichtrostendem Stahl in ein aus Kohlenstoffstahl bestehendes
dickes Rohr 1' eingeführt und beide Stirnteile des im Rohr V liegenden Rohrs 2' werden durchgehend längs
seines gesamten Umfanges angeschweißt Nickel wird in einer Dicke von 80 bis 130 μιη auf die Umfangsfläche
des Rohres 2' plattiert, um Diffusion von Kohlenstoff während des metallurgischen Verbindens der beiden
Rohre zu verhindern. Der Außendurchmesser des Rohres 2' ist um etwa 1,6 mm kleiner als der Innendurchmesser
des Rohres 1', so daß die beiden Rohre sich leicht ineinanderfügen lassen. Ein Gasabzugsloch Va,
das mit dem Hohlraum zwischen dem Rohr Γ und dem Rohr 2' in Verbindung steht wird am Endteil des Rohres
Γ gebildet Diese beiden Rohre als Werkstoff, der zu einem Rohr zu formen ist cL h. ein Walzblock, wird unter
bestimmten Bedingungen erhitzt und so durch eine Rotations-Schrniedewaizmaschine gegeben, daß der
Teil, an dem das Gasabzugsloch Va gebildet worden ist sich an der Unterseite befindet, wodurch das gewünschte
Rohr gebildet wird. Dieses Verfahren oder ähnliche Verfahren haben den Nachteil, daß das mechanische
Anbringen des Gasabzuglochs Va u. dgl. sehr umständlich und aufwendig ist Das Zentrieren des Innenrohres
2' und des Außenrohres 1' ist während des Schweißvorganges schwierig, und da beide Rohre gekrümmt sind,
ist es schwierig, ein langes Rohr zu bilden. Daher liegen bei diesem Verfahren verschiedene Faktoren vor, die
Verbesserungen der Produkdonsleistung und der Herstellungsgeschwindigkeiten der Walzblöcke verhindern.
Als Verfahren zum Zusammensetzen von laminierten Walzblöcken ist die Preßsitzpassung bekannt. Da jedoch
der Pressenhub zum Einsetzen eines Innenrohres 2' in ein Außenrohr Γ im Preßsitz von Natur aus begrenzt
ist, hat das V«rfahren den Nachteil, daß langes Rohrmaterial nicht herstellbar ist
Zu erwähnen ist ferner ein Schrumpfpassungsverfahran.
Bei Anwendung dieses Verfahrens wird jedoch Zunder auf der inneren Umfangsfläche d^s Rohres V
gebildet, und die Fähigkeit zur metallurgischen Verbindung während des Rohrbildungsvorganges ist sehr
schlecht. Dies hat eine Verminderung der die Prüfung der Produkte bestehenden Stücke zur Folge. Ferner
kommt ein Verfahren zur Anwendung, bei dem die Luft im freiem Raum zwischen den Rohren Γ und 2' durch
ein Inertgas, z. B. Argo.i, ersetzt wird, um die Zunderbildung
während des Warmwalzens o. dgl. zu verhindern. Auch bei Anwendung dieses Verfahrens beispielsweise
im Falle eines plattierten Stahlrohres mit einer Gesamtlänge von 7 m müssen der "bere Teil in einer Länge von
etwa 2 m und der untere Teil in einer Länge von etwa 0,5 m auf Grund ungenügender metallurgischer Verbindung
verworfen werdea
Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, weisen auch die Verfahren, die als praktisch ausgezeichnet gegenüber
dem bisher angewandten Explosionsschweißverfahren angesehen werden, verschiedene Nachteile
und Schwierigkeiten auf.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die vorstehend
ίο genannten Nachteile und Schwierigkeiten der üblichen Verfahren auszuschalten. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß
durch die in den Patentansprüchen angegebenen Merkmalen gelöst In einer Kurzfassung läßt
sich der Erfindungsgegenstand beschreiben als ein Verfahren,
bei dem man einen hohlen oder masiiiven plattierten Block oder Vorblock als Zwischenmaterial nach einem
Kaltziehverfahren herstellt und dieses Zwischenmaterial der Warmformgebung zur Herstellu.··?; eines plattier-2ö
ten Stahlprodukts mit der gewünschten Form unterwirft
Die Erfindung umfaßt ein Verfahren zur Herstellung von Stahlrohren sowie plattierten geradlinigen Stahlprodukten,
z. B. plattierten Stäben und Stahldrähten, die bisher in der Praxis nicht hergestellt oder in den Handel
gebracht wurden, mit ausgezeichneter metallurgischer Bindefähigkeit zwischen Grundmetall und Auflagemetall,
mit hohen Produktionsgeschwindigkeiten und in hohen Ausbeuten unter Vermeidung einer Karburierung,
wobei keine großen Apparaturen zur Verhinderung der Karburierung erstellt werden müssen.
Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die Abbildungen näher erläutert
F i g. 1 ist eine schematische Darstellung, die die Hauptstufen des Verfahrens gemäß der Erfindung in
einer Ausführungsform veranschaulicht bei der eine Metallfolie als Zwischenmaterial verwendet wird.
F i g. 2 veranschaulicht schematisch den Zustand des Kaltziehens bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungciörm.
Fig.3 ist ein Längsschnitt durch ein Rohrmaterial und veranschaulicht das übliche Verfahren zur Herstellung
von plattiertem Stahlrohr.
Fig.4 veranschaulicht schematisch eine Ausführungsform,
bei der eine Metallfolie als Zwischenlegmaterial verwendet wird.
F i g. 5 und 6 sind Schliffbilder, die einen axialen Schnitt durch den Verbindungsteil eines plattierten
Stahlrohres zeigen, das unter Verwendung einer Metallfolie als Zwischenlegmaterial hergestellt worden ist
F i g. 7 ist ein Schema, das die Hauptstufen der Herstellung
eines plattierten Drahts nach dem Verfahren gemäß der Erfindung veranschaulicht
F i g. 8 ist ein Schema, das den Zustand des Kaltziehens
bei der in F i g. 7 dargestellten Ausführungsform veranschaulicht
Fig.9 ist ein Schliffbild, das einen axialen Schnitt
durch einen plattierten Stab zeigt, der gemäß der in F i g, 7 dargestellten Ausführungsform hergestellt worden
ist
Gemäß einem Grundmerkmal ist die Erfindung auf die Herstellung von plattierten Stahlprodukten mit laminierter
Struktur au? wenigstens zwei Metallschichten nach einem Verfahren gerichtet, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man einen Kern, der aus einem zu einer Innenschicht zu formenden Metall besteht, direkt oder
über wenigstens ein Rohr, das aus einem Metall besteht, das zu einer Zwischenschicht zu formen ht, locker in ein
Rohr einsetzt, das zu einer Außenschicht zu formen ist,
vor dem Ineinanderfügen der Teile eine Metallfolie von geeigneter Dicke um die Umfangsfläche des zur Innenschicht
zu formenden Metallkerns und/oder um die Umgangsfläche des zur Zwischenschicht zu formenden Metallrohrs
wickelt, die Rohre und den Kern der ineinandergefügten Teile gleichzeitig kaltzieht und hierbei ein
Zwischenmaterial bildet, das aus dem Kern und den Rohren, die fest und eng miteinander verbunden sind,
besteht und das Zwischenmaterial auf eine vorbestimmte Temperatur erhitzt und aus ihm durch Warmumformung
ein Produkt mit der gewünschten Form bildet.
Nachstehend werden typische Ausführungsform der Erfindung ausführlich beschrieben. Um den technischen
Umfang der Erfindung deutlich zu definieren, werden zunächst die charakteristischen Merkmale der Erfin-
Die Erfindung ist auf geradlinige Stahlprodukte, z. B.
Rohr, Stäbe oder Draht, gerichtet. Die gemäß der Erfindung hergestellten plattierten Stahlprodukte weisen
wenigstens eine Zweischichtenstruktur ähnlich derjenigen des bereits genannten bekannten plattierten Rohres
auf. Wenn jedoch das plattierte Stahlprodukt für Zwekke verwendet wird, bei denen es einer korrodierenden
Atmosphäre ausgesetzt ist, wird für das plattierte Stahlprodukt eine Dreischichtenstruktur bevorzugt die laminierte
Schichten aus einem korrosionsbeständigen Metall als den äußeren nnd den inneren Umfang bildende
Schichten aufweist Ferner ist häufig je nach Bedarf ein lineares Stahlprodukt erforderlich, das ein Grundmetall
als Kern und wenigstens zwei laminierte Metallschichten aufweist Das Rohr oder sonstige geradlinige Produkt
gemäß der Erfindung umfaßt demgemäß wenigstens zwei Metallschichten, wobei das Grundmetall entweder
die Außenschicht oder die Innenschicht und die Zwischenschicht bildet.
Wenn das Rohr oder sonstige herzustellende geradlinige Produkt eine Zweischichtenstruktur hat besteht
die lose zusammenzufügenden Materialien aus zwei Rohren oder einem Rohr und einem Stab. Wenn das
Produkt eine Laminatstruktur aus wenigstens drei Schichten hat bestehen die lose zusammenzufügenden
Materialien aus wenigstens drei Rohren oder wenigstens zwei Rohren und einem Stab. Unter dem hier gebrauchten
Ausdruck »Kern« ist ein Rohr oder Stab, die die innerste Schicht bilden, zu verstehen.
Nachstehend werden die beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendeten Materialien beschrieben.
Als Grundmetalle werden Kohlenstoffstahl, legierter Stahl, nichtrostender Stahl und Nickellegierungen gewählt
und verwendet Als nichtrostender Stahl sind martensitischer Stahl, ferritischer Stahl und austenitischer
Stahl zu nennen. Ferner können ausscheidungsgehärteter nichtrostender Stahl und nichtrostender Chrom-Mangan-Stahl
verwendet werden. Zu den Nickellegierungen gehört die »Inconek-Legierung. Als Auflagemetall
sind abriebfester Stahl, nichtrostender Stahl, Nickel, Nickellegierungen, Titan, Titanlegierungen, Kupfer,
Kupferlegierungen, Chrom und Chromlegierungen, Aluminium und Aluminiumlegierungen zu nennen. Zu
den abriebfesten Stählen gehören kohlenstoffreicher abriebfester Stahl und abriebfester Manganstahl.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit einer Ausführungsform zur
Herstellung eines Stahlrohres mit Zweischichtenstruktur beschrieben.
Zur Herstellung eines plattierten Stahlrohres mit einer Innenschicht aus nichtrostendem Stahl und einer
Außenschicht aus Kohlenstoffstahl werden ein Rohr aus Kohlenstoffstahl mit großem Durchmesser und ein
Rohr oder Stab aus nichtrostendem Stahl mit kleinem Durchmesser verwendet. Wie in F i g. 1 — (a) dargestellt,
wird das Rohr 2 oder der Stab 12 mit kleinem Durchmesser in ein Rohr mit großem Durchmesser geschoben,
und das Ganze wird dem Kaltziehen unterworfen. Der Innendurchmesser des Rohres 1 und der Außendurchmesser
des Rohres 2 (oder der Durchmesser
ίο des Stabes 12) werden so vorherbestimmt, daß die beiden
Rohre sich leicht ineinanderschieben lassen. Mit anderen Worten, die beiden Rohre müssen sich nicht
eng gegeneinanderlegen, sondern werden lose zusammengefügt, so daß sie sehr leicht ineinandergeschoben
werden können. Der Außendurchmesser und die Dicke des Rohres 1 und der Innendurchmesser und die Dicke
des Rohres 2 (oder der Durchmesser des Stabes 12) können in geeigneter Weise gewählt werden, soweit die
Kaltziehstufe der Herstellung eines plattierten Barrens oder Knüppels in Frage kommt, werden jedoch nach
den Arbeitsbedingungen bei der Rohrherstellungsstufe unter Verwendung des plattierten Barrens ein Ausgangsmaterial
bestimmt. Vorzugsweise sind die Rohre 1 und 2 beide nahtlose Rohre, jedoch sind die Rohre nicht
auf nahtlose Rohre begrenzt, vielmehr können auch geschweißte 7?ohre verwendet werden.
Vor dem Arbeitsgang des Zusammenfügens werden die Innenfläche des Außenrohres 1 und die Außenfläche
des Innenrohres 2 (oder die Außenseite des Stabes 12) einer Reinigungsbehandlung unterworfen. Polieren
wird als Reinigungsbehandlung bevorzugt, jedoch können die beiden vorstehend genannten Flächen auch einer
Strahlbehandlung an Stelle der Polierbehandlung unterworfen werden. Ferner kann eine Säurewäsche als
Reinigungsbehandlung angewandt werden. Kurz gesagt beliebige Vorbehandlungen, mit denen der Zunder
entfernt werden kann, sind anwendbar. Um Diffusion von Kohlenstoff zwischen den Außen- und Innenschichten
zu verhindern, wird vorzugsweise eine Oberfläche vernickelt oder eine andere Metallplattierung, mit der
die gleiche Wirkung erzielt wird, auf eine Oberfläche aufgebracht. An Stelle der Metallplattierung kann auch
eine Metallfolie verwendet werden. Diese Ausführungsform unter Verwendung eir.er Metallfolie wird später
ausführlich beschrieben.
Die ineinandergefügten Rohre 1 und 2 (oder das Rohr 1 und der Stab 12) werden einer Reduktionsbehandlung
und dann der Kaltziehbehandlung unter Verwendung einer Kaltziehbank mit Druckwasserantrieb oder kzttenantrieb
unterworfen, um einen hohlen plattierten Barren oder Walzblock 3 (oder einen massiven plattierten
Barren oder Walzblock 13) als Zwischenmaterial zu bilden, wie in F i g. 1 — (b) dargestellt
In F i g. 2 — (a) bis 2 — (d) sind die Stufen der Bildung eines solchen plattierten Walzblocks 3 bzw. 13 dargestellt Bei allen diesen Abbildungen zeigt der linke Teil den Querschnitt der Rohre 1 und 2 (oder des Rohres 1 und des Stabes 12) im zusammgefügten Zustand. Der mittlere Teil zeigt einen Längsschnitt der ineinandergefügten Rohre beim Durchgang durch die Ziehbank, und der rechte Teil zeigt einen Querschnitt durch den plattierten Walzblock 3 bzw. 13. F i g. 2 — (a) und 2 - (b) zeigen die Herstellung eines hohlen plattierten Walzblocks 3; F i g. 2 — (a) zeigt eine Ausführungsform, bei der Kernziehen unter Verwendung eines Stopfens 51 durchgeführt wird, und F i g. 2 — (b) zeigt eine Ausführungsform, bei der das Ziehen ohne Stopfen o. dgL erfolgt. Fig.2 — (c) und 2 — (d) veranschaulichen die
In F i g. 2 — (a) bis 2 — (d) sind die Stufen der Bildung eines solchen plattierten Walzblocks 3 bzw. 13 dargestellt Bei allen diesen Abbildungen zeigt der linke Teil den Querschnitt der Rohre 1 und 2 (oder des Rohres 1 und des Stabes 12) im zusammgefügten Zustand. Der mittlere Teil zeigt einen Längsschnitt der ineinandergefügten Rohre beim Durchgang durch die Ziehbank, und der rechte Teil zeigt einen Querschnitt durch den plattierten Walzblock 3 bzw. 13. F i g. 2 — (a) und 2 - (b) zeigen die Herstellung eines hohlen plattierten Walzblocks 3; F i g. 2 — (a) zeigt eine Ausführungsform, bei der Kernziehen unter Verwendung eines Stopfens 51 durchgeführt wird, und F i g. 2 — (b) zeigt eine Ausführungsform, bei der das Ziehen ohne Stopfen o. dgL erfolgt. Fig.2 — (c) und 2 — (d) veranschaulichen die
Herstellung eines massiven plattierten Knüppels oder Barrens 13. F i g. 2 — (c) zeigt eine Ausführungsform,
bei der ein Barren, der sich zur Herstellung eines plattierten Stahlrohres mit einer Innenschicht aus dem Auflagemetall
eignet, gebildet wird, und F i g. 2 — (d) zeigt einen plattierten Barren, der sich zur Herstellung eines
plattierter. Stahlrohres mit einer Außenschicht aus dem Auflagemetall eignet. Zum Kernziehen kann ein Dorn
verwendet werden. Vorzugsweise wird der Ziehvorgang auf einmal durchgeführt, jedoch kann das Ziehen
auch in zwei oder mehr Stufen erfolgen.
Der Grad der Bearbeitung während des Ziehvorganges wird so gewählt, daß der Durchmesser des Außenrohres
1 um ein geeignetes Maß relativ zum Durchmesser des Innenrohres 2 oder des Stabes 12 verringert
wird. Eine Verringerung um einige Prozent ist genügend. Es ist zweckmäßig, auch die Querschnittsfläche
durch die vorstehend beschriebene Ziehbehandiung zu verkleinern.
In dem in dieser Weise hergestellten plattierten Barren oder Knüppel 3 (oder 13) ist das Rohr 1 mit dem
Rohr 2 oder Stab 12 mechanisch fest verbunden, und keine Luft ist zwischen ihnen zurückgeblieben.
Dann wird der in dieser Weise hergestellte plattierte Knüppel oder Barren 3 oder 13 auf eine vorbestimmte
Länge geschnitten, in einen Vorwärmofen gegeben und auf eine vorbestimmte Temperatur erhitzt.
Beim Verfahren gemäß der Erfindung werden die Rohre 1 ><nd 2 oder das Rohr 1 und der Stab 12, die den
plattierten Barren oder Knüppel 3 oder 13 bilden, fest miteinander verbunden. In gewissen Fällen besteht jedoch
die Gefahr der Bildung eines geringfügigen Spielraums zwischen den Innen- und Außenschichten als Folge
eines Unterschiedes im Wärmeausdehnungskoeffizienten zwischen den beiden Schichten. Um das Eindringen
von Lüfi auch bei der Bildung eines solchen feinen Zwischenraums zu verhindern, wird demgemäß vorzugsweise
eine Auftragsschweißung längs der Grenze zwischen den Innen- und Außenschichten an den Stirnflächen
des plattierten Barrens oder Knüppels 3 bzw. 13 vorgenommen, wie in F i g. 1 — (c) dargestellt Wenn
diese Auftragsschweißung vorgenommen wird, bildet sich auch dann, wenn der vorstehend genannte feine
Zwischenraum gebildet wird, kein Zunder in diesem Zwischenraum, und während der anschließenden Röhrenherstellungsstufe
wird eine Trennung der Rohre voneinander oder des Rohres vom Stab völlig verhindert.
Wenn jedoch das Innenmetall einen höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten hat als das Außenmetall,
wie es beispielsweise der Fall ist, wenn das Innenrohr 2 oder der Stab 12 aus Kohlenstoffstahl und das Außenrohr
1 aus ferritischem nichtrostendem Stahl besteht, oder wenn das Innenrohr 2 oder der Stab 12 aus austenitischem
nichtrostendem Stahl und das Außenrohr 1 aus Kohlenstoffstahl besteht, besteht keine Möglichkeit zur
Bildung eines Zwischenraums zwischen den Innen- und Außenschichten, und die vorstehend genannte Auftragsschweißung
erübrigt sich. Ferner muß diese Auftragsschweißung nicht speziell vorgenommen werden
außer in Fällen, in denen der Unterschied im Wärmeausdehnungskoeffizienten
zwischen Innen- und Außenmetall extrem groß ist und die Länge des plattierten Walzblocks
einen bestimmten Wert unterschreitet
Nach Beendigung der vorbestimmten Wärmebehandlung wird der plattierte Walzblock in die Rohrherstellungsstufe
überführt
Das Rohr kann mit Hilfe eines Röhrenwalzwerks oder einer Rohrpreßmaschine hergestellt werden. Als
Röhrenwalzwerke eignen sich das Rotationsreckwalzwerk, das Stopfenwalzwerk, das Assel-Walzwerk, das
Dornwalzenwerk, das Pilgerschrittwalzwerk und das Reduzicrwalzwerk. Bei einem hohlen plattierten WaIzblock
wird ein Rohr durch Walzen unter Verwendung eines solchen Walzwerks hergestellt. Bei einem massiven
plattierten Walzblock erfolgt die Lochungsbehandlung zunächst unter Verwendung eines Stopfenwalzwerks,
beispielsweise mit einem rotierenden Stopfen
ίο oder einem Preßstopfen, und das Rohrwalzen erfolgt
dann unter Verwendung eines Rohrwalzwerks der oben genannten Art zur Bildung eines Rohres. Durch die vorstehend
genannten Arbeitsschritte wird das gewünschte plattierte Stahlrohr 4, das in F i g. 1 — (d) dargestellt ist,
erhalten. Das in dieser Weise erhaltene plattierte Stahlrohr kann nach Bedarf durch Kaltbearbeitung fertiggewalzt
werden. Bei Anwendung des Preßverfahrens kann ein geeignetes Strangpreßverfahren, z. B. das Ungine-Sejournet-Strangpreßverfahren
oder das Singer-Strangpreßverfahren oder das Stoßbankverfahren, z. B. das Ehrhard-Stoßbankverfahren, gewählt werden.
Ein plattierter Hohlblock 3, der auf einen vorbestimmten Durchmesser fertiggewalzt worden ist, kann
der seitlichen Preßbehandlung durch eine Strangpreßanlage vom Ungine-Sejournet-Typ nach der Wärmebehandlung
unterworfen werden. Ein massiver plattierter Walzblock 13 oder ein plattierter Hohlblock 3 mit einem
Innendurchmesser, der einem Führungsloch entspricht, wird zunächst der Lochungsbehandlung unter
Verwendung einer Presse und dann der Seitenpreßbehandlung unterworfen. Im Falle des massiven plattierten
Walzblocks 3 werden natürlich die Behandlung zur Bildung eines Führungslochs und die Kegelbehandlung
durchgeführt, bevor der massive plattierte Walzblock 3 in den Vorwärmofen gelegt wird. Löcher für das Seitenpressen
können durch eine mechanische Behandlung vor der Wärmebehandlung gebildet werden. Im Falle
des Ehrhard-Stoßbankverfahrens wird der massive plattierte Knüppel 13 verwendet. Nach der Wärmebehandlung
wird der massive plattierte Knüppel 13 unter Verwendung einer Ehrhard-Presse zu einem mit Boden versehenen
Hohlrohr verarbeitet und das mit Boden versehene Hohlrohr anschließend der Reduzierbehandlung
unter Verwendung eines Tandem- oder Einfachpreßrings unterworfen.
Wenn die Rohrbildungsstufe des Verfahrens gemäß der Erfindung nach dem Ehrhard-Stoßbankverfahren
durchgeführt wird, ist der massive Knüppel nicht auf runde Knüppel begrenzt, vielmehr können auch eckige
Knüppel verwendet werden.
Der in dieser Weise nach dem Preßverfahren (siehe F i g. 1 — (d)) erhaltene plattierte Stahlrohr kann nach
Bedarf durch Kaltbearbeitung fertiggewalzt werden.
Die folgenden Effekte sind bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung erzielbar:
Die folgenden Effekte sind bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung erzielbar:
1. Da der als Werkstoff während der Rohrbildungsstufe
verwendete plattierte Knüppel oder Walzbarren erhalten wird, indem in Kombination wenigstens
zwei Rohre oder wenigstens ein Rohr und ein Stab kaltgezogen werden, bleibt keinerlei Luft in
einem Zwischenraum an der verbundenen Grenzfiäche zurück. Daher wird kein Zunder im Innern
des Knüpppels während des Erhitzens gebildet, und die innen- und Außenschichten werden durch den
bei hohen Temperaturen durchgeführten Rohrhersteilungsvorgang metallurgisch vollständig anein-
!0
ander gebunden. Da ferner ein Austritt von Luft während der Warmbearbeitung nicht oerücksichtigt
werden muß, wird eine mechanische Bearbeitung, die zur Bildung eines Gasabzugslochs o. dgl.
bei den üblichen Verfahren durchgeführt wird, überflüssig, ferner besteht keine Gefahr einer
Trennung der innen- und Außenschichten während des Warmumformungsvorganges.
2. Ein langer plattierter Knüppel oder Walzblock kann hergestellt und der gebildete Knüppel nach
Bedarf auf jede gewünschte Länge geschnitten werden. Daher kann der Wirkungsgrad der Walzblockherstellung
gesteigert werden.
3. Da das Grundmetall und das Auflagemetall bereits in der Walzblockphase vollständig mechanisch miteinander
verbunden sind, werden beide Schichten durch das Warmwalzen oder Warmpressen des
Rohres über die gesamte Länge des Walzblocks von oben nach unten vollständig metallurgisch verbunden,
und der Anteil der Rohre, die sich bei der Prüfung als einwandfrei erweisen, kann erhöht
werden.
4. Polieren sowohl des Innenrohres als auch des Außenrohres vor der Bildung des plattierten Walzblocks
ist nicht immer erforderlich, vielmehr genügt lediglich eine Vorbehandlung zur Entfernung
von Zunder. Beispielsweise können gute Ergebnisse erhalten werden, wenn nur eine Säurewäsche
durchgeführt wird. Demgemäß wird die Vorbehandlung beim Verfahren gemäß der Erfindung erheblich
vereinfacht, und dieser Vorteil wird, wie bereits erwähnt, auf Grund des Merkmals, daß eine
mechanische Bearbeitung weggelassen wird, noch gesteigert
Wie die vorstehende Beschreibung deutlich macht, wird gemäß der Erfindung das Kaltziehen durchgeführt,
um einen hohlen oder massiven Walzblock als Material, das während der Rohrbildungsstufe zu verwenden ist,
zu erhalten, d. h. im Gegensatz zu der in der Fachwelt herrschenden Ansicht wird das Kaltziehen vor der
Warmbehandlung durchgeführt, und auf Grund dieses charakteristischen Merkmals sind die vorstehend genannten
ausgezeichneten Effekte beim Verfahren gemäß der Erfindung erzielbar.
Wenn ein plattiertes Stahlrohr unter Verwendung von Kohlenstoffstahl und nichtrostendem Stahl hergestellt
wird, wird zur Verhinderung der Diffusion von Kohlenstoff und einer Karburierung eine Nickelauflage
einer Dicke von 30 bis 50μπι beispielsweise auf der
Umfangsfläche des Innenrohres 2 (oder Stabes 12) gebildet Die Kosten einer Vernickelungsanlage mit zugehörenden
Einrichtungen sind sehr hoch, und ein hoher Arbeitsaufwand ist für die Handhabung des Materials
während des Vernickeins erforderlich. Da ferner das Vernickeln elektrolytisch erfolgt, werden die Betriebskosten
erhöht, und da ein Vernickelungsbad in seiner Größe begrenzt ist, ist auch die Größe oder Länge des
plattierten Walzblocks zwangsläufig begrenzt Hierdurch wird eine Vergrößerung der Länge des plattierten
Walzblocks verhindert, und die Rohrherstellungskosten pro Gewichtseinheit steigen zwangsläufig.
Diese Probleme können erfindungsgemäß wirksam gelöst werden, indem gemäß einer Ausführungsform
des Verfahrens gemäß der Erfindung eine Metallfolie an Stelle der vorstehend genannten Nickelauflage verwendet
wird. Diese Ausführungsform wird nachstehend beschrieben.
Wie in F i g. 4 — (a) oder 4 — (b) dargestellt, wird eine
geeignete Metallfolie 5, z. B. eine Nickelfolie, spiralförmig um den Umfang des die Innenschicht bildenden
Rohres 2 oder Stabes 12 gewickelt, und das mit der Folie umwickelte Rohr oder der mit der Folie umwickelte
Stab wird in das die Außenschicht bildende Rohr 1 geschoben. Dann wird das Ganze in der vorstehend beschriebenen
Weise kaltgezogen, wobei ein hoher oder massiver plattierter Walzblock bzw. Knüppel erhalten
wird, der dann der Warmumformung in der vorstehend beschriebenen Weise unterworfen wird.
Im Falle eines plattierten Stahlrohres aus wenigstens drei Schichten wird eine Metallfolie auch um den Umfang
des die Zwischenschicht bildenden Rohres gewikkelt.
Der Teil, um den die Metallfolie gewickelt wird, oder der gegenüberliegende Teil, d. h. die Umfangsfläche des
Rohres 2 oder des Stabes 12 oder die lnnenumfangsfläche des Außenrohres 1 in F i g. 4, wird einer Vorbehandlung,
ζ. B. Polieren, Säurewäsche oder Abstrahlen, unterworfen. Zum Bewickeln mit der Metallfolie wird ein
Verfahren bevorzugt, bei dem ein Metallfolienband spiralförmig um die Umfangsfläche des Rohres 2 oder des
Stabes 12 so gewickelt wird, daß die beiden Randteile der bandförmigen Metallfolie sich ein kurzes Stück
überlappen und die gesamte Umfangsfläche des Rohres 2 oder des Stabes 12 mit dem Metallfolienstreifen bedeckt
ist.
Vorzugsweise wird ein Metallfolienstreifen einer Dikke von 20 bis 80 μιτι verwendet, und wenn die Entspannung oder Relaxtion während der anschließenden Stufe groß ist, wird ein dickerer Streifen verwendet Zur Anpassungsfähigkeit an den Wickelvorgang wird ein Metallfolienstreifen einer Dicke von mehr als 30 μΐη bevorzugt, und vom wirtschaftlichen Standpunkt wird ein Streifen einer Dicke von weniger als 40 μΐη bevorzugt
Vorzugsweise wird ein Metallfolienstreifen einer Dikke von 20 bis 80 μιτι verwendet, und wenn die Entspannung oder Relaxtion während der anschließenden Stufe groß ist, wird ein dickerer Streifen verwendet Zur Anpassungsfähigkeit an den Wickelvorgang wird ein Metallfolienstreifen einer Dicke von mehr als 30 μΐη bevorzugt, und vom wirtschaftlichen Standpunkt wird ein Streifen einer Dicke von weniger als 40 μΐη bevorzugt
Ausführungsformen, bei denen eine Metallfolie verwendet wird, werden nachstehend ausführlich beschrieben.
Ein Rohr 1, das aus beruhigtem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,18% besteht und einen Außendurchmesser
von 214 mm, einen Innendurchmesser von 151 mm und eine Wandstärke von 31,5 mm hat, wird als
Grundmetall, das die Außenschicht bildet, verwendet, und ein Rohr 2, das aus austenitischem nichtrostendem
Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,06%, einem
so Nickelgehalt von 8,2% und einem Chromgehalt von 18,2% besteht und einen Außendurchmesser von
148 mm, einen Innendurchmesser von 122 mm und eine
Wandstärke von 13 mm hat wird als Auflagemetall, das die Innenschicht bildet verwendet Die Innenfläche des
Rohres 1 und die Außenfläche des Rohres 2 werden poliert, und eine 50 μπι dicke Nickelfolie wird spiralförmig
um die Außenfläche des Rohres 2 so gewickelt, daß die beiden Randteile sich ein kurzes Stück überlappen
und die Außenfläche des Rohres 2 mit der Nickelfolie vollständig bedeckt ist Dann werden die Rohre 1 und 2
ineinandergefügt, und das ganze einer reduzierenden Behandlung und dann dem Kaltziehen unter Verwendung
einer mit Druckwasser betriebenen Ziehbank von 2001 unterworfen, wobei ein plattierter Hohlblock 3 mit
einem Außendurchmesser von 205 mm, einem Innendurchmesser von 121 mm und einer Dicke von 42 mm
(30 mm Außenschicht und 12 mm Innenschicht) gebildet
wird. Der plattierte Block 3 wird auf eine vorbestimmte
Länge geschnitten, und eine Rundschweißung wird im Grenzteil zwischen den Innen- und Außenschichten an
k ;iden Stirnflächen des zugeschnittenen Walzblocks vorgenommen. Dann wird der Walzblock in ernem
Drehherdofen 100 Minuten bei 11700C erhitzt, und der
auf die bestimmte Länge geschnittene Walzblock wird mit einem Drehstreckwalzwerk so gewalzt, daß der Außendurchmesser
223 mm, der Innendurchmesser 198 mm und die Dicke 12,5 mm beträgt. Dann wird der
hohle Mantel mit einem Stopfenwalzwerk so weiter gewalzt, daß der Außendurchmesser 217 mm, der Innendurchmesser
196 mm und die Dicke 10,5 mm beträgt, worauf das Rohr so durch ein Friemel- oder Glättwalzwerk
gegeben wird, daß der Außendurchmesser 230 mm, der Innendurchmesser 209,5 mm und die Dicke
10,25 mm beträgt. Abschließend wird das Rohr unter Verwendung eines Meßwalzwerkes mit 6 Gerüsten im
nlatti«»rt*>c QtoUirrtnr
■ U44t 444 4y 4 4 W tf *ι <* 4444 4 4 Λ ^0A ΛΑ
mit einem Außendurchmesser von 219 mm, einem Innendurchmessei
von 198 mm und einer Wandstärke von 10,5 mm (8 mm Außenschicht und 2,5 mm Innenschicht)
gebildet wird.
F i g. 5 ist ein mit lOOfacher Vergrößerung aufgenommenes
Schliffbild eines Schnitts des in dieser Weise hergestellten plattierten Stahlrohres in der Nähe des Rohrendes.
Aus diesem Schliffbild wird leicht deutlich, daß der Kohlenstoffstahl als Grundmetall (das Perlit-Mikrogefüge
im oberen Teil der Aufnahme) und der nichtrostende Stahl als laminiertes Metall (das austenitische
Mikrogefüge im unteren Teil der Aufnahme) über die Nickelschicht als Zwischenmedium (der dünne Zwischenteil
der Aufnahme) metallurgisch vollständig vereinigt und verbunden sind.
Ein Außenrohr, das aus niedriglegiertem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,11%, einem Siliciumgehalt
von 038%, einem Mangangehalt von 0,46%, einem Chromgehalt von 4,78% und einem Molybdängehait
von 0,04% besteht und einen Außendurchmesser von 252 mm, einen Innendurchmesser von 149 mm und eine
Wandstärke von 51,5 mm hat, und ein Innenrohr 2, das aus austenitischem nichtrostendem Stahl mit einem
Kohlenstoffgehalt von 0,04%, einem Nickelgehalt von 12^%, einem Chromgehalt von 17,7%, einem Molybdängehait
von 2,6% und einem Titangehalt von 0,41% besteht und einem Außendurchmesser von 145 mm, einen
Innendurchmesser von 98 mm und eine Wandstärke von 23^ mm hat, werden verwendet Die Innenfläche
des Außenrohres 1 und die Außenfläche des Innenrohres 2 werden poliert, und eine Nickelfolie einer Dicke
von 80 μΐη wird als Zwischenmedium spiralförmig vollständig
um die Umfangsfläche des Rohres 2 so gewikkelt, daß die Ränder der Nickelfolie sich längs der Ränder
ein kurzes Stück überlappen. Das Innenrohr 2 wird in das Außenrohr 1 eingesetzt, und das Ganze wird der
Reduzierbehandlung unterworfen. In diesem Zustand wird das Doppelrohr mit einer Ziehbank mit Druckwasserantrieb
von 2001 kaltgezogen, wobei ein hohler plattierter Knüppel 4 mit einem Außendurchmesser von
2483 mm, einem Innendurchmesser von 973 mm und
einer Dicke von 753 mm (51,75 mm Außenschicht und 2335 mm Innenschicht) erhalten wird. Der plattierte
Knüppel wird auf eine vorbestimmte Länge geschnitten und im Grenzbereich zwischen Innen- und Außenschichten
auf beiden Stirnflächen des Knüppels 4 rundgeschweißt Dann wird der Knüppel in einem Induktionsheizofen
30 Minuten bei 113O0C erhitzt und in einer
Ugine-Sejournet-Strangpresse zu einem plattierten Stahlrohr mit einem Außendurchmesser von 1143 n<m,
einem Innendurchmesser von 92,6 mm und einer Wandstärke von 10,85 mm verarbeitet (8,55 mm Außenschicht
und 2,30 mm Innenschicht).
Fig.6 zeigt ein Schliffbild (10Ofache Vergrößerung)
eines Querschnitts des in dieser Weise hergestellten plattierten Stahlrohres in der Nähe des Rohrendes. Wie
ίο diese Aufnahme zeigt, sind der niedriglegierte Stahl aus
Grundmetall (das martensitische Mikrogefüge im oberen Teil der Aufnahme) und der austenitische nichtrostende
Stahl als laminiertes Metall (das austenitische Milrrogefüge im unteren Teil der Aufnahme) über die
is Nickelschicht als Zwischenmedium (der mittlere Teil ir.
der Aufnahme) metallurgisch vollständig integriert und verbunden.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsfcrm
der Erfindung, bei der eine Metallfolie als Zwischenmedium zur Verhinderung der Aufkohlung umgewickelt
wird, können die folgenden Effekte erzielt werden:
1. Da eine als Zwischenmedium wirkende Metallfolie spiralförmig um die Außenfläche eines die Innenschicht
bildenden Rohres oder Stabes gewickelt und das Rohr oder der Stab in ein die Außenschicht
bildendes Rohr eingesetzt und dem Kaltziehen unterworfen wird, hat diese Ausführungsform gegenüber
dem Verfahren, bei dem das Zwischenrnedium auf der Außenfläche der Innenschicht durch Plattieren
gebildet wird, den Vorteil, daß Spezialapparaturen, z. B. Galvanisierungsanlagen, nicht notwendig
sind und daher die Anfangskosten auf Null gesenkt werden können.
2. Da das Zwischenmedium nur gewickelt wird, unterliegt
das Rohr oder der Stab in der Länge oder Größe keiner Begrenzung, so daß lange Walzblökke
in einfacher Weise hergestellt werden können. Im Gegensatz hierzu sind beim Galvanisierverfahren
die Größe und Länge des Rohres oder Stabes durch die Größe des Elektrolysebades begrenzt
Daher sind die Betriebskosten pro Gewichtseinheit viel niedriger als beim Plattierverfahren, uno die
Ausbeute kann während der Rohrbildungsstufe erhöht werden.
3. Die Kosten der zu wickelnden Metallfolie sind viel niedriger als die Galvanisierkosten, und auch der
Arbeitsaufwand für den Wickelvorgang verursacht nur Kosten, die einige Prozent der für das Galvanisieren
erforderlichen Kosten betragen.
Eine andere Ausführungsform zur Herstellung von plattierten Stahlrohren, die sich in einigen Punkten von
den vorstehend beschriebenen A'isführungsformen unterscheidet
wird nachstehend beschrieben. Diese Ausführungsform stimmt mit den vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen darin überein, daß ein Zwischenmaterial
durch Kaltziehen gebildet wird. Sie unterscheidet sich jedoch von den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
dadurch, daß ein Vorblock (auf den nachstehend näher eingegangen wird) als Stab, der die
Innenschicht bilden soll, verwendet wird. Demgemäß ist das durch Kaltziehen zu bildende Zwischenmaterial ein
plattierter Vorblock, und die Maßnahmen der Bildung eines plattierten Knüppels aus diesem plattierten Vorbiock
durch Erhitzen und Knüppelwalzen wird zusätzlich durchgeführt
Nachstehend wird die Herstellung von plattierten
Nachstehend wird die Herstellung von plattierten
Das Prinzip der Herstellung von plattierten Stahlstäben und plattierten Drähten unterscheidet sich nicht
wesentlich von dem des vorstehend beschriebenen Verfahrens zur Herstellung von plattierten Stahlrohren,
d. h. das charakteristische Merkmal liegt in der Bildung
eines Zwischenmaterials durch Kaltziehen.
Ein Stab (einschließlich eines vorstehend beschriebenen Vorblockmaterials) wird als Kern verwendet, der
die Innenschicht bildet Das Verfahren wird grob in zwei Ausführungsformen unterteilt, nämlich eine Ausführungsform, bei der ein plattierter Knüppel durch Kaltziehen gebildet wird, und eine Ausführungsform, bei der
zunächst ein plattierter Vorblock durch Kaltziehen und dann ein plattierter Knüppel durch Erhitzen und Walzen gebildet wird.
Zuerst sei die erstgenannte Ausführungsform beschrieben. Zunächst wird ein Stab 32 von kleinem
Durchmesser lose in ein Rohr 31 von größerem Durchmesser geschoben, wie in F i g. 7 — (a) dargestellt. Der
Innendurchmesser des Rohres 31 und der Durchmesser des Stabes 32 werden in geeigneter Weise so gewählt,
daß der Stab und das Rohr leicht ineinandergefügt werden können und die Häufigkeit des Kaltziehvorgangs
nicht gesteigert wird (vorzugsweise wird der Kaltziehvorgang nur einmal durchgeführt). Ferner werden ebenso wie bei der Herstellung von plattierten Stahlrohren
die Innenfläche des Rohres 31 und die Außenfläche des Stabes 32 vor dem Ineinanderfügen gereinigt Nach Bedarf kann der Stab mit einer Nickelfolie umwickelt werden.
Nach der Reduzierbehandlung des Rohrteils 31 wird die aus dem aufgeschobenen Rohr 31 und dem Stab 32
bestehende Gruppe kaltgezogen, wobei beispielsweise eine hydraulische Ziehmaschine oder eine Ziehmaschine
mit Kettenantrieb verwendet wird, wobei ein massiver plattierter Barren oder Walzblock 33 erhalten wird, in
dem die Innenfläche des Rohres 31 fest an der Außenfläche des Stabes 32 haftet wie in F i g. 7 — (b) dargestellt
F i g. 8 — (a) bis 8 — (c) veranschaulichten Arbeitsgänge zur Herstellung verschiedener plattierter Walzblöcke. In jeder Abbildung zeigt der linke Teil den
Querschnitt der ineinandergefügten Teile, d. h. des Rohres und des Stabes. Der mittlere Teil zeigt einen Längsschnitt des Rohres und des Stabes beim Durchgang
durch eine Ziehdüse 52 und der rechte Teil den Querschnitt eines durch Kaltziehen gebildeten plattierten
Barrens. F i g. 8 (a) zeigt eine Ausführungsform, bei der ein massiver plattierter Walzblock 33 mit rundem Querschnitt aus einem Rohr 31 mit runden Querschnitt und
einem Stab 32 mit rundem Querschnitt gebildet wird. Fig.8 — (b) zeigt eine Ausführungsform, bei der ein
massiver plattierter Barren 33 mit rechteckigem Querschnitt aus einem Rohr 31 mit rundem Querschnitt und
einem Stab 32 mit rechteckigem Querschnitt gebildet wird, und F i g. 8 — (c) zeigt eine Ausführungsform, bei
der ein massiver plattierter Barren 33 mit rechteckigem Querschnitt aus einem Rohr 31 mit reckteckigem Querschnitt und einem Stab 32 mit rechteckigem Querschnitt
gebildet wird. Vorzugsweise wird das Kaltziehen in einem einzigen Arbeitsgang durchgeführt, jedoch kann es
auch zweimal oder häufiger durchgeführt werden. Der Grad der Bearbeitung während des Kaltziehvorgangs
wird so gewählt, daß das Außenrohr 31 relativ zum inneren Stab 32 reduziert wird, wobei eine Reduktion
um einige Prozent genügt. Um die gute Haftfestigkeit zwischen Rohr und Stab zu verbessern, wird auch der
Stab 32 in der Querschnittsfläche reduziert und in diesem Zustand veranlaßt, fest am Rohr 31 zu haften. In
dem in dieser Weise hergestellten Walzblock 33 sind das Rohr 31 und der Stab 32 mechanisch stark und fest
miteinander verbunden, wobei keine Luft zwischen ih-
s nen zurückbleibt
Der plattierte Walzblock 33 wird in einen Heizofen gegeben und auf eine vorbestimmte Temperatur erhitzt
Falls erforderlich, wird der Grenzbereich zwischen Innen- und Außenschicht auf der Stirnfläche verschweißt
ίο und verschlossen, um das Eindringen von Luft in einen
Zwischenraum, der sich in einigen Fällen zwischen Innen- und Außenschichten bilden kann, zu verhindern.
Nach Beendigung der bestimmten Wärmebehandlung wird der Walzblock 33 zum Walzen geführt, das bei
hohen Temperaturen durchgeführt wird. In dieser Walzstufe wird der plattierte Walzblock 33 durch ein kontinuierlich arbeitendes Stabwalzwerk mit einer Stichfolge
gewalzt die von der Art des gewünschten Produkts abhängt
Der warmgewalzte plattierte Stahl oder Stab wird gekühlt und auf geeignete Länge geschnitten und nach
Bedarf einer Rieht- oder Wärmebehandlung unterworfen. Im Falle des Drahts 34 wird der Draht 34 nach dem
Kühlen auf eine Rolle gewickelt wie in F i g. 7 — (c)
dargestellt und durch eine notwendige Wärmebehandlung fertigbearbeitet
Nachstehend wird die Herstellung eines plattierten Stabes gemäß der vorstehend genannten Ausführungsform als Beispiel beschrieben.
Ein gewalzter Knüppel, der aus beruhigtem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,16% besteht und einen
Durchmesser von 191 mm hat, wird als Stab 32, der das Grundmetall bildet, und ein Rohr 31, das aus austenitischem nichtrostendem Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,06%, einem Nickelgehalt von 9,5% und einem
Chromgehalt von 19,0% besteht und einen Außen
durchmesser von 216 mm, einen Innendurchmesser von
206 mm und eine Dicke von 5 mm hat wird als Auflagemetall verwendet. Die Umfangsfläche des Stabes 32 und
die Innenfläche des Rohres 31 werden poliert, und die Umfangsfläche des Stabes 32 wird mit einer als Zwi
schenmedium dienenden Nickelfolie einer Dicke von
80 μΓΠ so umwickelt daß die beiden Ränder der Nickelfolie sich ein kurzes Stück überlappen. Dann wird der
Stab 32 in das Rohr 31 eingeführt, und die beiden Stirnteile werden der reduzierenden Behandlung unterwor-
fen. Das Ganze wird mit einer mit hydraulischem Druck arbeitenden 200 t-Ziehbank kaltgezogen, wobei ein
plattierter Barren 33 erhalten wird, in dem das Rohr 31 einen Außendurchmfsser von 200 mm, der Stab einen
Durchmesser von 190,5 mm und die Außenschicht eine
Dicke von 4,75 mm hat. Der plattierte Walzblock 33
wird auf eine vorbestimmte Länge geschnitten, und dei gesamte Umfang des Verbindungsbereichs zwischen Innen- und Außenschicht wird an jeder Stirnfläche verschweißt und verschlossen. Der Walzblock wird dann ir
einem Vorwärmofen 90 Minuten bei 116O0C erhitzt unc
durch ein kontinuierliches Stabwalzwerk einschließlich der Vorwalzgerüste 1 bis 8, der Zwischengerüste 9 bi;
12 und der Fertigwalzgerüste 13 bis 16 geführt, wöbe
ein Stab erhalten wird, in dem die Außenschicht einer
Außendurchmesser von 22, einen lnnendurchmessci
vcn 20,95 mm und eine Dicke von 0325 mm hat. Dei
Stab wird einer Entzunderungsbehandlung unter Ver Wendung von Salpetersäure-Fluorwasserstoffsäure
15
dann einer Oberflächenschmierungsbehandlung und einer reduzierenden Behandlung unterworfen. Der in dieser
Weise behandelte Stab wird kaltgezogen, wobei ein plattierter Stab erhalten wird, dessen Außenschicht einen
Außendurchmesser von 19 mm, einen Innendurchmesser von 18,1 mm und eine Dicke von 0,45 mm hat
F i g. 9 zeigt ein mit 10Ofacher Vergrößerung aufgenommenes
Schliffbild, das einen Querschnitt des in dieser Weise hergestellten plattierten Drahts in der Nähe des
Stabendes zeigt Diese Aufnahme zeigt deutlich, daß der
die Innenschicht als Grundmetall bildende Kohlenstoffstahl (das Perlitfeingefüge im unteren Teil der Aufnahme)
und der die Außenschicht als Auflagemetall bildende austenitische nichtrostende Stahl (das austenitische
Feingefüge im oberen Teil der Aufnahme) über die dazwischenliegende Nickelschicht metallurgisch vollkommen
vereinigt und miteinander verbunden sind.
Bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform können ebenso wie bei den vorher beschriebenen Ausführungsformen,
die auf die Herstellung voh plattierten Stahlrohren gerichtet sind, die Wirkungen der Erzielung
eines hochwertigen plattierten Stabes oder sonstigen geradlinigen Produkts, das metallurgisch vollkommen
gebunden ist, der Verbesserung des Herstellungswirkungsgrades auf Grund der Möglichkeit der Bildung
eines langen Walzblocks, einer Erhöhung der Ausbeute und einer Vereinfachung der Vorbehandlung erzielt
werden. Ferner ist es bei dieser Ausführungsform möglich, plattierte Stäbe und plattierte Drähte, die nach üblichen
Verfahren kaum herstellbar waren, mit hohem Wirkungsgrad im großtechnischen Maßstab herzustellen.
Öies ist ein charakteristischer Effekt, der bei der vorstehend beschriebenen Ausführungsform erzielt
wird.
Wie die vorstehende ausführliche Beschreibung zeigt,
können gemäß der Erfindung durch Anwendung einer Arbeitsweise, die den in der Fachwelt herrschenden Ansichten
völlig entgegensteht d. h. einer Arbeitsweise der Herstellung eines der Warmumformung zu unterwerfenden
Materials durch Kaltziehen, plattierte Stahlrohre, plattierte Stahlstäbe und andere plattierte lineare
Stahlprodukte mit ausgezeichneter metallurgischer Bindungsfähigkeit
und hoher Qualität mit hohem Wirkungsgrad in hoher Ausbeute hergestellt werden. Ferner
kann neuartiges Stabmaterial und Drahtmaterial, das bisher noch nicht auf den Markt gebracht worden
ist, nach dem Verfahren gemäß der Erfindung im großtechnischen Maßstab hergestellt werden. Wird eine Me- \·
tallfolie als Zwischenmedium zur Verhinderung einer § Aufkohlung verwendet, sind große Apparaturen, z. B.
eine Galvanisieranlage, nicht erforderlich, so daß plattierte Stahlprodukte, bei denen das Aufkohlen zu verhindern
ist, sehr einfach und vorteilhaft hergestellt werden können.
55 Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
60
65
Claims (22)
1. Verfahren zur Herstellung von plattierten Stahlprodukten mit einer aus wenigstens zwei Metallschichten bestehenden Laminatstruktur, dadurch gekennzeichnet, daß man einen
Kern, der aus einem zu einer Innenschicht zu formenden Metall besteht, direkt oder unter Zwischenfügung eines Rohres, das aus einem zu einer Zwi-
selenschicht zu formenden Metall besteht, lose in
ein Rohr einsetzt, das aus einem zu einer Außenschicht zu formenden Metall besteht, vor dem Ineinanderfügen der Teile eine Metallfolie von geeigneter
Dicke um die Umfangsfläche des zur Innenschicht zu formenden Metallkerns und/oder um die Umfangsfläche des zur Zwischenschicht zu formenden Metallrohrs wickelt, die Rohre und den Kern zu ineinandergefügter. Teile gleichzeitig kaltzieht und hierbei ein Zwisfelienmaterial bildet das aus dem Kern
und den Rohren, die fest und eng miteinander verbunden sind, besteht und das Zwischenmaterial auf
eine vorbestimmte Temperatur erhitzt und aus ihm durch Warmumformung ein Produkt mit der gewünschten Form bildet
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man von den die Innenschicht, die Außenschicht und die Zwischenschicht bildenden Metallen das als Grundmetall dienende Metall aus der
aus Kohlenstoffstahl, legiertem Stahl, nichtrostendem Stahl und Nickellegierungen bestehenden
Gruppe und das Auflagemetsif aus der aus verschleißfestem Stahl, nichtrostendem Stahl, Nickel,
Nickellegierungen, Titan, Titanle^ierungen, Kupfer, Kupferlegierungen, Chrom, Chromlegierungen, Aluminium und Aluminiumlegierungen bestehenden
Gruppe auswählt
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den nichtrostenden Stahl aus der
aus martensitischem nichtrostendem Stahl, ferritischem nichtrostendem Stahl, austenitischem nichtrostendem Stahl, ausscheidungsgehärtetem nichtrostendem Stahl und nichtrostendem Chrommanganstahl bestehenden Gruppe auswählt.
4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet daß man als Nickellegierung eine Inconel-Legierung verwendet.
5. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den verschleißfesten Stahl aus
kohlenstoffreichem verschleißfestem Stahl und verschleißfestem Manganstahl auswählt.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kern ein Rohr verwendet
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man als Kern einen Stab verwen-
det.
8. Verfahren nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Zwischenmaterial einen
plattierten Vorblock verwendet.
9. Verfahren nach Anspruch 1, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß man als Zwischenmaterial einen plattierten Walzblock verwendet.
10. Verfahren nach Anspruch 1, 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß man als endgültiges plattiertes
Stahlprodukt ein Rohr herstellt.
11. Verfahren nach Anspruch 1, 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß man als endgültiges plattiertes Stahlprodukt ein geradliniges Produkt in Form eines
Stabes oder eines Drahts herstellt
12. Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man die einander zugewandten
Oberflächen des Rohres und des Kerns vor dem Ineinanderfügen einer Oberflächenreinigungsbehandlung unterwirft
13. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Metallplattirningsschicht von geeigneter Dicke auf der Umfangsfläche
des zur Innenschicht zu formenden Metallkerns und/ oder auf der Umfangsfläche des zur Zwischenschicht
zu formenden Metallrohres vor dem Zusammenfügen der Teile bildet
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß man als Plattierungsmetali Nickel verwendet
15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß man als Metallfolie eine Nickelfolie
verwendet
16. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man den durch Kaltziehen erhaltenen
plattierten Vorblock erhitzt und dem Vorwalzen unterwirft und hierbei einen plattierten Walzblock bildet, in dem die jeweiligen Schichten metallurgisch
gebunden sind, und den hierbei erhaltenen plattierten Walzblock der Xohrherstellungsstufe zuführt
17. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man den durch Kaltziehen erhaltenen
plattierten Vorblock erhitzt und dem Vorwalzen zu einem plattierten Walzblock unterwirft, in dem die
jeweiligen Schichten metallurgisch verbunden sind, und den hierbei erhaltenen plattierten Walzblock
einer Arbeitsstufe zur Bildung eines geradlinigen Produkts zuführt
18. Verfahren nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß man den verbundenen Bereich
zwischen Rohr und Kern auf der Stirnfläche des plattierten Vorblocks vor dem Erhitzen verschweißt
und verschließt.
19. Verfahren nach Anspruch!), 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet daß man den durch Kaltziehen erhaltenen plattierten Vorblock oder den durch
Vorwalzen erhaltenen plattierten Walzblock vor dem Erhitzen auf eine vorbestimmte Länge schneidet und die jeweiligen Schichten auf den Stirnschnittflächen verschweißt und verschließt.
20. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man als Rohrherstellungsvorrichtung
ein Reckwalzwerk verwendet.
21. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß man den gegebenenfalls erhitzten plattierten Walzblock der Lochungsbehandlung und
dann der Rohrherstellungsstufe nach einem Preßverfahren unterwirft.
22. Verfahren nach Anspruch 10 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß man den plattierten Walzblock
erhitzt, der Lochungsbehandlung unterwirft und dann walzt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19803039428 DE3039428C2 (de) | 1980-10-18 | 1980-10-18 | Verfahren zur Herstellung von plattierten Stahlprodukten |
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| DE3039428A1 DE3039428A1 (de) | 1982-05-06 |
| DE3039428C2 true DE3039428C2 (de) | 1985-05-02 |
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ID=6114703
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| DE (1) | DE3039428C2 (de) |
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| CN104043909A (zh) * | 2013-03-11 | 2014-09-17 | 润弘精密工程事业股份有限公司 | 钢筋焊接方法及实施其的钢筋焊接调整系统 |
| DE102017003200A1 (de) | 2017-04-01 | 2018-10-04 | GMT Gesellschaft für metallurgische Technologie- und Softwareentwicklung mbH | Verfahren zur Herstellung plattierter Rundstäbe |
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