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DE3038468A1 - Achromatische phasenplatte aus organischem kunststoff und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Achromatische phasenplatte aus organischem kunststoff und verfahren zu ihrer herstellung

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Publication number
DE3038468A1
DE3038468A1 DE19803038468 DE3038468A DE3038468A1 DE 3038468 A1 DE3038468 A1 DE 3038468A1 DE 19803038468 DE19803038468 DE 19803038468 DE 3038468 A DE3038468 A DE 3038468A DE 3038468 A1 DE3038468 A1 DE 3038468A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mass
diallyl
esters
phthalic acids
achromatic phase
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803038468
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl.-Phys. Dr. Ludwig DDR 6900 Jena Drechsel
Prof. Dipl.-Chem. Dr. Hans-Joachim DDR 1199 Berlin Lorkowski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jenoptik AG
Original Assignee
Jenoptik Jena GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jenoptik Jena GmbH filed Critical Jenoptik Jena GmbH
Publication of DE3038468A1 publication Critical patent/DE3038468A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B5/00Optical elements other than lenses
    • G02B5/30Polarising elements
    • G02B5/3083Birefringent or phase retarding elements
    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B1/00Optical elements characterised by the material of which they are made; Optical coatings for optical elements
    • G02B1/04Optical elements characterised by the material of which they are made; Optical coatings for optical elements made of organic materials, e.g. plastics

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Polarising Elements (AREA)
  • Addition Polymer Or Copolymer, Post-Treatments, Or Chemical Modifications (AREA)
  • Optical Elements Other Than Lenses (AREA)

Description

  • Achromatische Phasenplatte aus organischem Kunststoff
  • und Verfahren zu ihrer Herstellung Die Erfindung bezieht sich auf eine achromatische Phasenplatte aus einem doppelbrechenden organischen Kunststoff und auf ein Verfahren zur Herstellung solcher achromatischer Phasenplatten.
  • Achromatische Phasenplatten finden Anwendung in polarisationsoptischen Systemen in der Meßtechnik und in der Mikroskopie zur Erzeugung von Licht mit definiertem Polarisatioszustand unabhängig von der vorliegenden Wellenlängen-Zusammense tzung.
  • Phasenplatten bestehen üblicherweise aus optisch arisotropen Medien, in denen einfallendes Licht durch die Doppelbrechung in zwei Teilwellen aufgespalten wird, die senkrecht zueinander polarisiert sind. Diese Teilwellen weisen nach ihrem Austritt aus solchen Platten einen optischen Gangunterschied auf, der durch geeignete Wahl der Plattendicke auf bestimmte Bruchteile oder Vielfache der Wellenlänge des einfallenden Lichtes eingestellt werden kann. Am häufigsten werden h /4-, t/2 oder A -Phasenplatten angewandt.
  • Solche einfachen Phasenplatten erzeugen jedoch auf Grund ihrer Dispersionseigenschaften einen solchen definierten Gangunterschied von beispielsweise ?¼ /4 nur für eine bestimmte Wellenlänge und sind deshalb nur für monochromatisches Licht einsetzbar.
  • Für Arbeiten in einem breiteren Spektralbereich ist es notwendig, einen konstanten Gangunterschied unabhängig von der wellenlänge zu realisieren. So gehört es zum Stand der Technik, eine Quarzplatte mit einer Platte aus Magnesiumfluorid in gekreuzter Stellung der optischen Achsen unter Einhaltung bestimmter Dickenverhältnisse beider Platten zu kombinieren. Die beiden Platten sind dabei parallel zur optischen Achse geschnitten (DE-OS 1772901). Die damit erreichte chromasie dieser Phasenplattenanordnung beruht auf einer optimalen Kompensation der ellenlängenabhängigkeit der Gangunterschiede der Einzelplatten. Der Mangel dieser achromatischen Phasenplatte besteht jedoch darin, daß sie aus einer Anordnung von verschiedenen doppelbrechenden Kristallmedien aufgebaut ist und die Dicken der Einzelplatten besonders bei Gangunterschieden unter M 2 so geringe Werte annehmen müssen, daß sie in Anbetracht der damit verbundenen engen Dickentoleranzen und der gleichzeitig erforderlichen hohen Parallelität der Flächen nur mit sehr hohem technologischen Aufwand herstellbar sind. Außerdem sind die Kosten für die Herstellung der Ausgangskristalle in der erforderlichen Größe sehr hoch.
  • Ferner ist es bekannt, achromatische Phasenplatten aus verschiedenen doppelbrechenden organischen Polymermedien herzustellen, indem gestreckte Folien aus Cellulosenitrat und Celluloseacetat in der eise kombiniert werden, daß die Richtungen der größten Brechzahlen gekreuzt sind (US-Pat. 2.441.049).
  • Auch hierbei ist es von Nachteil, daß zur Realisierung der Achromasie des optischen Gangunterschiedes ein Verbund aus zwei unterschiedlichen Medien notwendig ist, dessen Realisierung eine aufwendige Technologie erfordert.
  • Zu dem wirkt sich nachteilig aus, das derartige achromatische Phasenplatten bei Temperaturen von 55° C keine ausreichende Beständigkeit gegen Feuchtigkeit und Warme besitzen.
  • Den bekannten technischen Lösungen gemeinsam ist darüber hinaus der Mangel, daß die Funktionstüchtigkeit der bisherigen achromatischen Phasenplatten wesentlich von der genauen Orientierung der optischen Achsen der verschiedenen doppelbrechenden Medien zueinander abhängt, wozu ebenfalls ein hoher .tLufuand an Meßtechnik und Technologie notwendig ist.
  • Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Mängel der bekannten achromatischen Phasenplatten zu beseitigen, deren Funktionseigenschaften zu verbessern, die Funktionssicherheit zu erhöhen und gleichzeitig deren Aufbau zu vereinfachen. Außerdem soll das Verfahren zur Herstellung achromatischer Phasenplatten vereinfacht und der technische Aufwand zur Realisierung der Achromasie vermindert werden.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, achromatische Phasenplatten zu realisieren, die nur aus einem doppelbrechenden Medium aufgebaut sind. Darüber hinaus soll neben der Achromasie gleichzeitig eine Temperaturabhängigkeit des optischen Gangunterschiedes im VIS-Spektralbereich unter 1 nm/K erreicht werden. Weiterhin soll die Beständigkeit der achromatischen Phasenplatten bei Temperaturen von mindestens + 550 C gesichert sein.
  • Zur Aufgabe der Erfindung gehört auch ein Verfahren zur Herstellung derartiger achromatischer Phasenplatten, wobei auch großflächige Formen realisierbar sein sollen.
  • Erfindungsgemäß wird die Zugabe durch eine achromatische Phasenplatte aus doppelbrechendem organischen Kunststoff gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie homogen aus einem Copolymeren von 50 bis d0 Masse-% Methacrylsäurealkylestern mit Alkylgruppen einer Kettenlänge von 1 bis 3 C-Atomen, 10 bis 35 Masse-% Diallylestern der isomeren Phthalsäuren und/oder Diethylenglakolbis-allylcarbonat und 4 bis 2G Masse-% Styren oder Methylstyren besteht. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in einem Verfahren zur Herstellung derartiger achromatischer Phasenplatten, bei dem jeweils bezogen auf die Gesamtmenge des Ansatzes, eine Mischung von 5') bis 80 Masse-% Methacrylsäurealkylester von einer Kettenlänge von 1 bis 3 C-Atomen im Alkylrest und 10 bs 35 Masse-% Diallvlester der isomeren Phthalsäuren oder Diethylenglykol-bis-allkylcarbonat und 4 bis 20 Masse-° Styrer oder α-Methylstyren in Gegenwart von 0,05 bis 0,2 Masse-% radikalbildender organischer Peroxidverbindungen in einer ersten Stufe 30 Minuten lang bei 80 bis 85° C unter Inertgasatmosphäre vorpolwmerisiert wird. In einer zweiten Stufe wird das Vorpolymerisat in küvettenartige Formen gefüllt, in denen unter tuftabschluß im Verlaufe von 12 Stunden bei 400 C und 24 Stunden bei 500 C und anschließend unter stufenweiser Steigerung der Temperatur auf 105° C innerhalb von weiteren 27 Stunden die Copolymerisation zu Ende geführt wird.
  • In einem dritten Verfahrensschritt wird das entstandene plattenförmige, feste Copolymerisat nach der Entformung bei 1300 C bis 1600 C um das 1,1- bis 2-fache seiner Länge verstreckt.
  • Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß anstelle der einzelnen Methacrylsäurealkylester Mischungen von mindestens zwei dieser Ester eingesetzt werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bosteht darin, daß anstelle der einzelnen isomeren Phthalsäurediallylester Mischungen von mindestens zwei der isomeren Phthalsäurediallylester in den Copolysmerisationsatz eingebracht werden.
  • Zu den Merkmalen des erfindungsgemäßen Verfahrens gehört es auch, daß Mischungen aus den isomeren Phthalsäurediallylestern und aus Diethylenglykol-bis-allylcarbonat im Copolymerisationsansatz verwendet werder.
  • Von besonderem Vorteil ist es, daß die erfnindungsgemäßen achromatischen 1-'hasenplatten im Gegensatz zu den bekannten technischen Lösungen eine Verbundanordnungen aus verschiedenen doppelbrechenden Medien sind, sondern sie bestehen aus einem einzige homogenen, organischen Polymermedium. Die Achromasic der bischer bekannten Phasenplatten wurde durch eine Kompensation der verschieden gerichteten Doppelbrechungs- und Dispersionseigenschaften zwischen unterschiedlichen optischen Medien erreicht. Demgegenüber wird die mit der vorliegenden Erfindung erreichte Achromasie und die gleichzeige hohe Temperaturunabhängigkeit des optischen Gangunterschiedes von # 0,5 nm/K mit einem neuen Wirkprinzip erklärt, das in einer intramolekularen Kompensation der unterschiedlich gerichteter Doppelbrechungs- und Dispersionsinkremente der Bestandteile der erfindungsgemäßen Copolymerisate besteht.
  • Die zur Copolymerisation vorteilhafterweise eingesetzten Methacrylsäureester sind Methacrylsäuremethylester, Methacrylsäureethylester, Methacrylsäurepropylester, während als isomere Phthalsäurediallglester, Derenhthalsäurediallylester, Isophthalsäurediallylester und o-Phthalsäurediallylester in Frage kommen.
  • Als radikalbildende Polymerisationsinitiatoren werden vorzugsweise organische Peroxide, wie z. B. Benzoylperoxid, Lauroylperoxid, tert.-Butylperoxid eingesetzt.
  • Als weiterer Vorteil ist die Tatsache anzusehen, daß die einachsige Verstreckbarkeit der erhaltenen Copolymerisate trotz des Gehaltes an potentiell Duroplaste bildenden Diallylverbindungen bis zu 35 Masse-% voll erhalten bleibt und daher eine Beschränkung der zur Copolymerisation einzusetzenden Stoffe auf ausschließlich Thermoplaste bildende Monomeren nicht notwendig ist.
  • Ausführungsbeispiele: An Hand der folgenden Ausführungsbeispiele wird die vorliegende Erfindung naher erläutert.
  • Beispiel 1 917,6 g (77,4 Masse-%) Methacrylsäuremethylester, 167,7 g (14,1 Masse-gO) Terephthalsäurediallylester und 100,7 g (8,5 Masse%) Styren werden unter Rühren miteinander vermischt. Anstelle des Methacrylsäuremethylesters können mit gleichem Erfolg 957,8 g einer Mischung aus Methacrylsäuremethylester und Methacrylsäurepropylester im Masse-Verhältnis von 80 : 20 eingesetzt werden.
  • Nach dem Zusatz von 920 mg (0,08 Masse%) Dibenzoylperoxid oder 1520 mg (0,13 B.tasse-%) Dilauroylperoxid als radikalbildende Polymerisationsinitiatoren wird die Mischung bei 80 bis 850 C etwa 30 Minuten unter einer Inertgasatmosphäre aus Argon, Helium oder Stickstoff bis zu einer sirupartigen Konsistenz vorpolymerisiert.
  • Das noch gießfähige Vorpolymerisat wird in Küvetten aus mit Trennmittel beschichteten Glasplatten gegossen, die einen Hohlraum von 220 x 220 x 6 mm3 umschließen. Nach dem Einfüllen des Vorpolymerisats wird die Öffnung der Küvette abgedeckt, um bei der weiteren Copolymerisation den Luftzutritt zu verhindern. In einem Umlufttrockenschrank erfolgt die Copolymerisation nach folgendem Temperaturprogramm: 4000 12 Stunden 3000 1 Std.
  • 50°C 24 " 85°C 1 Std.
  • 55°C 3 " 90°C 1 Std.
  • 60°C 1 Std. 95°C 1 Std.
  • 65°C 1 Std. 100°C 4 Std.
  • 70°C 1 Std. 105°C 3 Std.
  • 7500 10 Std.
  • Anschliießend wird die Küvette samt auspolymerisiertem Inhal-t auf 700 C abgekühlt und in ein Wasserbad von 350 C gelegt, odurch die Entformung stattfindet und das Copolymerisat aus der Kiivettenform entnommen werden kann. banach wird das plattenförmige Copolymerisat mit einer Dicke von 4,5 bis 4,6 mm in einer Streckvorrichtung eingespannt, etwa 4 bis 5 Minuten auf 140 bis 150° C erhitzt und dann auf das 1,43-fache seiner ursprünglichen Länge gereckt. Die so hergestellten ? #/4-Phasenplatten zeigen nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur eine achromatische Dispersion. Die Ehringhaus-Zahl beträgt -3,55. Der Verlauf des optischen Gangunterschiedes von #/4 in Abhängigkeit von der Wellenlänge V geht aus der folgenden Tabelle 1 hervor: # #/4 gemessen #/4 berechnet 486 nm 112,5 nm 121,5 nm 551 nm 134,5 nm 137,7 nm 589 nm 146,1 nm 147,5 nm 656 nm 153,7 nm 164,0 nm Die gemessene Temperaturabhängigkeit des Gangunterschiedes beträgt # 0,5 nm/K.
  • Beispiel 2 Wie im Beispiel 1 beschrieben, wird eine Mischung aus 640 g (52,6 Masse-%) Methacrylsäuremethylester 360 g (29,6 Masse-%) Terephtalsäurediallylester und 217,5 g (17,8 Masse-%) Styren unter Zugabe von 1350 mg (0,12 Masse) Dibenzoylperoxid copolymerisiert. Mit gleichem Erfolg kann anstelle von Styren 246,8 g α-Methylstyren und anstelle von Dibenzoylperoxid können 550 mg (0,05 Masse-%) tert. Butylperoxid eingesetzt werden.
  • Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Entformung werden die in einer Dicke von 4,5 bis 4,6 erhaltenen Platten in einer Streckvorrichtung um das 1,32-fache in Iiängsrichtung bei einer Temperatur von 150 bis 1600 G verstreckt.
  • Die so erhaltenen Platten zeigen eine Temperaturabhängigkeit des optischen Gangunterschiedes von #0,4 nm/K. Die Werte für die optischen Gangunterschiede N/4 in Abhängigkeit von der Wellenlänge Iv entsprechen den in Tabelle 1 wiedergegebenen Werten.
  • Beispiel 3 1105 g (80,5 Masse-%) Methacrylsäurepropylester, 167,7 g (12,2 Masse-%) TerepSthalsäurediallylester und 100,7 g (7,3 Masse-%) Storen werden in Gegenwert von 920 mg (0,07 Masse-%) Dibenzoylperoxid oder 1520 mg (0,11 Masse-%) Dilauroylperoxid in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise copolymerisiert. Anstelle des Methacrylsäurepropylesters können auch 1043 g einer Mischung aus Methacr 7lsäuremethylester und Methacrwlsäurepropglester im Masseverhältnis von 20 : 80 eingesetzt werden. Die nach der Entformung erhaltenen Platten werden in einer Streckvorrichtung um das 1,53-fache in Längsrichtung bei einer Temperatur von 1300 C bis 1400 C verstreckt.
  • Die Temperaturabhängigkeit des optischen Gangunterschiedes beträgt # 0,5 nm/K. Die Abhängigkeit des optischen Gangunterschiedes #/4 von der Wallenlänge # ist aus der folgenden Tabelle 2 zu ersehen.
  • # #/4 gemessen #/4 theoret.
  • 486 nm 110,0 nm 121,5 nm 551 nm 135,1 nm 137,7 nm 589 nm 147,O nm 147,5 nm 656 nm 165,1 nm 164,0 nn Beispiel 4 Analog der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise werden 640 g (52,6 Masse-%) Methacrylsäuremethylester, 360 g (29,6 Masse-%) Isophthalsäurediallylester und 217,5 g 17,8 Masse-%) Storen unter Zugabe von 1350 mg (0,12 Masse-%) Dibenzoylperoxid copolymerisiert.
  • Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Entformung wird die erhaltene Platte in einer Streckvorrichtung um das 1,52-fache bei 1400 C - 1500 C gestreckt. Die Temperaturabhängigkeit des optischen Gangunterschiedes #/4 liegt bei # 0,5 nm/K. Der Verlauf des optischen Gangunterschiedes # /4 in Abhängigkeit von der Wellenlänge ist aus der folgenden Tabelle 3 zu ersehen: # #/4 gemessen #/4 theoret.
  • 486 nm 115,7 nm 121,5 nm 551 nm 137,4 nm 137,7 nm 589 nm 146,3 nm 147,5 nm 656 nm 152,6 nm 164,0 nm Beispiel 5 Wie in Beispiel 1 beschrieben, werden 640 g (52,6 Masse-%) Methacrylsäuremethylester, 360 g (29,6 Masse-%) einer Mischung aus Derephthalsäurediallylester und Isophtalsäurediallylester im Masse-Verhältnis von 85 : 15 und 217,5 g (17,8 Masse-%) Storen unter Zugabe von 1350 mg (G,12 Masse-%) Dibenzoylperoxid copolymerisiert.
  • Die nach der Entformung erhaltene Platte wird in einer Streckvorrichtung bei 1500 C bis 1600 C um das 1,47-fache in Längsrichtung verstreckt. Die so erhaltene achromatische Phasenplatte weist eine Temperaturabhängigkeit des #/4-Gangunterschides von # 0,4 nm/K auf. Der Verlauf des #/4-Gangunterschides in Abhängigkeit von der Wellenlänge entspricht den werten der Tabelle 1.
  • Beispiel 6 800 g (61,25 Masse-%) Methacrylsäuremethylester, 450 g (34,5 Masse-%) Diethylenglykol-bis-allylcarbonat und 55,5 g (4,25 Masse-%)Styren werden unter Zugabe von 850 mg (0,07 Masse-%) Dibenzoylperoxid in der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise copolymerisiert. Die nach der in Beispiel 1 beschriebenen iEntformung erhaltene Platte wird bei 1400 C bis 150 C um das 1,34-fache in Längsrichtung verstreckt, um eine achromatische #/4-Phasenplatte zu erhalten. Die Temperaturabhängigkeit des #/4-Gangunterschiedes beträgt # 0,5 nm/K. Der Verlauf des #/4-Gangunterschiedes in Abhängigkeit von der Wellenlange # ist aus der folgenden Tabelle 4 zu ersehen: # #74 gemessen #/4 theoret.
  • 486 nm 122,4 nm 121,5 nm 551 nm 138,7 nm 137,7 nm 589 nm 147,2 nm 147,5 nm 656 nm 157,1 nm 164,0 nm Beispiel 7 Analog Beispiel 6 werden 800 g (61,1 Masse) Methacrylsäuremethylester, 455 g (34,7 Masse-%) einer Mischung aus 50 Masse-Teilen Diethylenglykol-bis-allylcarbonat und 50 Masse-Teilen Therephtalsäurediallylester und 55,5 g (4,2 Masse-%) Styren unter Zugabe von 850 mg (0,07 Masse-%) Dibenzoylperoxid in der in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrensweise copolymerisiert und entformt. Die erhaltene Platte wird bei 1400 C bis 1500 C um das 1,38-fache in Längsrichtung verstreckt. Die so entstandene achromatische #/4-Phasenplatte hat eine Temperaturabhängigkeit des #/4-Gangunterschiedes von # 0,45 nm/K. Der Verlauf des #/4-Gangunterschiedes in Abhängigkeit von der Wellenlänge# ist aus der folgenden Tabelle 5 zu entnehmen: # #/4 gemessen #/4 theoret.
  • 486 nm 119,3 nm 121,5 nm 551 nm 136,9 nm 137,7 nm 589 nm 145,8 nm 147,5 nm 656 nm 152,4 nm 164,0 nm In Abhängigkeit vom Vertreckungsgrad bzw. von der nach der Verstreckung eingestellten Schichtdicke können auf der Grundlage der Ausführungsbeispiele wahlweise auch achromatische Phasenplatten mit Gangunterschieden hergestellt werden, die größer oder kleiner als #/4 sind.
  • So ist es z. T3. nach Beispiel 1 möglich, durch eine Verstreckung um das 1,86-fache eine #/4-Phasenplatte herzustellen. Nach Beispiel 2 erhält man analog durch Verstrecken um das 1,16-fache eine #/8-Phasenplatte.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Achromatische Phasenplatte aus doppelbrechendem organischem Kunststoff, gekennzeichnet dadurch, daß sie homogen aus einem Copolymeren von 50 bis 80 Masse-^% Methylacrylsäurealkylestern mit Alkylgruppen einer Kettenlänge von 1 bis 3 C-Ätomen, 10 bis 35 Masse-% Diallylestern der isomeren Phthalsäuren und/oder DiethglenlNol-bis-allylcarbonat und 4 bis 20 Masse-% Styren oder α-Methylstyren besteht.
  2. 2. Verfahren zur Herstellung von achromatischen Phasenplatten aus organischem Kunststoff nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß jeweils bezogen auf die Gesamtmenge der Copolymerisationsmischung, 50 bis 80 Masse-% Methacrylsäurealkylester von einer Kettenlänge von 1 bis 3 C-Atomen im Alkylrest und 10 bis 35 Masse-% Diallylester der isomeren Phthalsäuren oder Diethylenglykol-bis-allylcarbonat und 4 bis 20 Masse-% Styren oder α-Methylstyren in Gegenwart von 0,05 bis 0,2 Masse-% radikalbildender organischer Peroxidverbindungen in einer ersten Stufe 30 Minuten lang bei 80 bis 850 C unter Inertgasatmosphäre vorpolmerisiert werden und die erhaltenen Vorpolymerisate nach dem Einfüllen in Formen in einer zweiten Stufe unter Luftabschluß im Verlaufe von 12 Stunden bei 400 C und 24 Stunden bei 500 C und anschließend unter stufenweiser Steigerung der Temperatur auf 1050 C innerhalb von 27 Stunden vollständig copolymerisiert werden und in einer dritten Verfahrensstufe die nach der Entformung erhaltenen plattenförmigen Copolymerisate bei emperaturen von 1300 C bis 1600 C um das 1,1- bis 2-fache ihrer Länge verstreckt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet dadurch, daß Mischungen von mindestens zwei der Methacrylsäurealkylester eingesetzt werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet dadurch, daß Mischungen von mindestens zwei der Diallylester der isomeren Phthalsäuren eingesetzt werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 und 4 gekennzeichnet dadurch, daß Mischungen aus den Diallylestern der isomeren Phthalsäuren und aus Diethylanglykol-bisallglcarbonat eingesetzt werden.
DE19803038468 1979-11-30 1980-10-11 Achromatische phasenplatte aus organischem kunststoff und verfahren zu ihrer herstellung Withdrawn DE3038468A1 (de)

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DD146859A1 (de) 1981-03-04
JPS5697301A (en) 1981-08-06
ATA533280A (de) 1982-07-15

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