DE3037792C2 - Vorrichtung zum automatischen Transport gefüllter Säcke von einer Füllmaschine zu einer Verschließmaschine - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Transport gefüllter Säcke von einer Füllmaschine zu einer VerschließmaschineInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum automatischen Transport gefüllter Säcke von einer Füllmaschine
zu einer Verschließmaschine, mit ein^.m intermittierend
antreibbaren, den gefüllten Sack unterhalb des Füllstutzens aufnehmenden, bis zum Aufnahmeende
des Transportbandes der Verschließmaschine sich erstreckenden Transportband, wobei der Füllstutzen mit
einer Falz- oder Spreizvorrichtung sowie mit Kiemmbacken
zum Festlegen des Sackmündungsrandes ausgerüstet ist und den Sack oberhalb der Füllung ergreifende,
um horizontale Achsen schwenkbare Greiferbacken vorgesehen sind.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt (DE-OS 27 39 073). bei der die Greiferbacken nach der Füllung
des Sackes auf den Sack oberhalb des Füllgutes gepreßt werden, um die überschüssige Luft aus dem oberen Teil
des Sackes herauszudrücken. Die Greiferbacken, die in der Füllstation angeordnet sind, werden anschließend in
eine öffnisngsstellung gefahren, damit der Sack zur Verschließmaschine
transportiert werden kann.
Es ist ferner emi Vorrichtung zum Füllen und zum
Verschließen der Füllöffnung des gefüllten Sackes bekannt (DE-AS 19 48 229), bei der an endlosen Ketten
Greifer angeordnet sind, die den Sack nur im Bereich des Außenrandes unterhalb der Sacköffnung erfassen.
Der Kettenförderer wird aus zwei endlosen Ketten gebildet, die in einer Horizontalebene umlaufen. Jeder
Sack wird durch zwei einander gegenüberliegende Greifer erfaßt.
Aufgrund des unruhigen Laufes der Ketten ergibt sich eine Querbewegung der beiden den Sack erfassenden
Greifer, die zu einem unregelmäßigen öffnen und Schließen der Sacköffnung führt, tu der Folge, daß in
den Innenraum des Sackes oberhalb der Füllung Luft eindringen kann. Durch diese Luft wird auch unter dem
Einfluß der durch Schwingungen der Ketten erzeugten und unregelmäßigen Querbewegungen der Greifer in
bezug auf die Förderrichtung des Sackes eine Teilmenge des Füllgutes aufgewirbelt und verschmutzt die
Sackmündungsränder im Bereich der Innenflächen. Damit ist aber eine wichtige Voraussetzung für ein einwandfreies
Verschließen der Sacköffnung in der Verschließstation nicht mehr gegeben.
so Die endlosen Ketten sind mil einer Reihe von Greifern ausgerüstet, die einzeln gesteuert werden müssen.
Der konstruktive Aufwand für den Kettenförderer und für die Greifersteuerungen ist erheblich.
Der Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten,
daß der Sackmündungsrand in dem Zeitraum zwischen dem Öffnen der Klemmbacken des Füllstutzens
und dem Verschließen in der Verschließmaschine in seiner Form nicht beeinträchtigt wird und mit der Vorrichtung
eine hohe Sackleistung erzielt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die mit den Längsseiten des Sackes zusammenwirkenden
Greiferbacken mittels eines Schlittens lungs einer horizontalen Führungsbahn im Synchronlauf mn
hr, dem intermittierend angetriebenen Transportband verfahrbar
sind, die Führungsbahn für den die Grcilcrbiikken
und ihren Antrieb tragenden Schulten /wischen dem Füllstutzen und der Verschließmaschine vorgesc-
hen ist und sich bis in den Bereich des Transportbandes
der Schließmaschine erstreckt und die Greiferbacken in vertikaler Richtung am Schlitten bewegbar gelagert,
mittels eines Aggregates verstellbar sind und sich in der dem Füllstutzen zugewandten Endstellung de.s Schlittens
vom Schlitten bis über den Füllstutzen hinaus erstrecken.
Dadurch, daß die Greiferbacken mit den Längsseiten des Sackes zusammenwirken und auf dem Transportweg
des gefüllten Sackes vom Füllstutzen bis zur Verschließmaschine die Sacköffnung verschlossen halten,
ist gewährleistet, daß auf diesem Transportweg keine Luft in den Sackraum oberhalb der Füllung eintreten
kann und auch eine Verschmutzung der Innenflächen der Sackmündung durch aufwirbelndes Füllgut vermieden
wird.
Ausführußgsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden beschrieben. Es zeigt
Fig. I eine Füllmaschine mit vertikal verstellbarem
Füllstutzen und einen Teil der Verschließmaschine im Aufriß.
Fig.2 eine Füllmaschine mit ortsfestem Füllstutzen
und einen Teil der Verschließmaschine im Aufriß.
F i g. 3 die Füllmaschine nach der F i g. 1 in Seitenansicht.
F i g. 4 die Füllmaschine nach der F i g. 2 in Seitenansicht,
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V in F i g. 2.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 3
ist der Füllstutzen 1 um horizontale Achsen 2, 3 verschwenkbar und damit in der Höhe verstellbar, so daß
der gefüiite Sack 4, dessen Sackmündungsrand 5 während des Füllvorganges über Klemmbacken 6 an den
Spreizklappen des Füllstutzens 1 festgelegt ist vor dem Öffnen der Kiembacken auf das Transportband 7 der
Füllmaschine abgesetzt werden kann.
Die in der geschlossenen Stellung im Vertikalschnilt ein spitzwinkliges Dreieck bildenden Spreizklappen des
Füllstutzens I weisen in den Stirnflächen, im Bereich der vertikalen Miltelcbene des Füllstutzcns sehliizförmigc.
nach unten geöffnete Durchbrüche 8 auf. In diese Durchbrüche sind Falzbleche 9 nach dem Füllen des
Sackes beim Schließen der Spreizklappen einfahrbar. Hierdurch erfolgt die Seitenfalienbilck ng im Bereich
des oberen Sackrandes. Die Falzblechc 9 sind um horizontale Achsen 10, Il über Kolben-Zylinder-Einheitcn
12 verschwenkbar. Weitere konstruktive Einzelheiten dieser Falzmittel zur Erzielung einer einwandfreien Lage
der Seitcnfalten im Bereich des Sackmündungsrandes sind Gegenstand der Patentanmeldung
P 30 06 505.5.
Nach dem Absetzen des gefüllten Sackes 4 auf das Transportband 7 und vor dem öffnen der Klemmbakken
6 werden an die Längsseiten des Sackes unterhalb der Klemmbacken 6 und oberhalb des Füllgutes Greiferbacken
13 angelegt, die um horizontale Achsen 14 verschwenkbar sind.
Die Greiferbacken 13 sind unterhalb ihrer Achsen 14 winkelförmig ausgebildet.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen bestehen der vertikale Schenkel 15 und ein Teiistück 16 des horizontalen
Schenkels aus Rohren. An dem Teilstück 16 ist eine nach innen bis ;-'ur Längsmittelebene des Transportbandes
7 der Füllmaschine sich erstreckende Leiste 17 befestigt. Diese Leiste, ei·; z. B. aus Kunststoff gefertigt
werden kann, weist einen Innenrand auf, der durch ein Profil 18 aus Gummi oder Kunststoff weicher Konsistenz
gebildet wird.
Der vertikale Schenkel 15 ist in dem Ausführungsbeispiel
noch durch eine Rippe 19 versteift.
Die Drehlager der Greiferbacken 13 sind in einem Gehäuse 20 angeordnet, das zusammen mit den Greiferbacken
in vertikaler Richtung durch ein Verstellaggregat 21 verstellbar ist Das Gehäuse 20 ist an vertikal
bewegbaren Führungsstangen 22 befestigt, die an einem Schlitten 23 gleitbar gelagert sind. Das Verstellaggregat
ίο 21 zum Einstellen auf die vom Volumen des Sackes
abhängige Füllhöhe weist ein Handrad 24 und eine Stellspindel 25 auf. Die Kopplung des Versietlaggregates 21
mit einer Führungsstange 22 erfolgt über das Querhaupt 26. ;
is Zur Betätigung der Greiferbacken 13 ist ein Druckluftzylinder
27 vorgesehen, über dessen Kolbenstange Lenker 28 betätigt werden, die an Hebel» 29 angelenkt
sind, wobei diese Hebel 29 mit den vertikalen Schenkeln 15 derGrciferbncken verbunden sind.
Die Lenker 28 sind in einem Gehäuse :i> angeordnet, das mit dem Gehäuse 20 verbunden ist. Oberhalb des Gehäuses 30 ist der Druckluftzylinder 27 gelagert
Die Lenker 28 sind in einem Gehäuse :i> angeordnet, das mit dem Gehäuse 20 verbunden ist. Oberhalb des Gehäuses 30 ist der Druckluftzylinder 27 gelagert
Über das Verstellaggregat 21 kann die Einlaufhöhe des horizontalen Schenkels der Greiferbacken 13 eingestellt
werde ■·.
Nach dem Schließen der Greiferbacken 13 und nach dem öffnen der Klemmbacken 6 wird der Schlitten 23,
der die Greiferbacken 13 trägt, synchron mit dem intermittierend antreibbaren Transportband ? horizontal
längs einer Führungsbahn 3! verfahren, die in dem Aus-'ührungsbeispiel
durch zwei horizontale, parallel verlaufende Führungsstangen 32 gebildet wird. Als Antrieb
für den Schlitten 23 wird ein Druckluftzylinder 33 benutzt, der über einen Milnehmerzapfen 34 mit dem
Schlitten 23 gekoppelt ist.
Die horizontale Führungsbahn 31 ist mit ihrem Gestell 35 an dem Gestell des hinteren Rüttlers 36 festgelegt.
Der gefüllte Sack wird von dem Transportband 7 der Füllmaschine und von den Greiferbacken 13 in Richtung
auf die Verschließmaschine so lange transportiert, bis der vordere Bodenbereich des gefüllten Sackes vom
Aufnahmeende 37 des Transportbandes 38 der Verschließmaschine
übernommen wird. Auf diesem Transportweg wird der obere Rand des Sackes von parallel
zueinander verlaufenden Führungsrohren 39 übernommen, die sich bis in den Bereich des Transportbandes 7
der Füllmaschine erstrecken und die Führung des Sackrandes bis zur V.rschließstation übernehmen.
Die Greiferbacken 13 werden dann geöffnet und längs der horizontalen Führungsbahn 31 zum Füllstutzen 1 zurückgefahren.
Die Greiferbacken 13 werden dann geöffnet und längs der horizontalen Führungsbahn 31 zum Füllstutzen 1 zurückgefahren.
Bti dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 4
ist der Füllstutzen i ortsfest angeordnet und mit Sprei7-fingern 40 ausgerüstet, die in die Sacköffnung eities Seitenfaltensackes
eingreifen, der im äußeren oberen Randbereich der Seitenfalten eine Punktschweißung 41
aufweist.
Nach dem Füllen des Sackes und vor dem öffnen der Klemmbacken des Füllstutzens 1 erfassen die Greiferbacken
13 den oberen Sackrand und setzten ihn nach dem öffnen der Klemmbacken auf das Transportband 7.
Hierzu ist es erforderlich, daß die Greiferbacken einen Vertikalhub ausführen können. Als Antriebsaggregat
für diesen Vertikalhub ist bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig.2 ein Druckluftzylinder 42 vorgesehen,
dessen Kolbenstange 43 an dem Gehäuse 20 angelenkt
Für eine Feineinstellung der Einlaufhöhe der Greiferbacken ist das obere Ende des Druckluftzylinders 42 an
einer arretierbaren Stcllspindel 43a angelenkt.
Die Greiferbacken 13 werden in die geöffnete Stellung geschwenkt, nachdem der vordere Bodenbereich r,
des Sackts vom Aufnahmeende des Transportbandes 38 übernommen worden ist und kehren in die Übernahmestellung zum Füllstutzen zurück noch während der
nächste Sack gefüllt wird.
Bei der Verwendung eines vertikal abschwenkbaren in
Füllstutzens ist der Sackrand beim Aufsetzen des Sakkes auf das Transportband entspannt. Die oberhalb des
Füllgutes befindliche Luft wird durch die Greiferbacken 13 beim Schließen derselben abgedrückt.
Bei der Verwendung eines ortsfesten l'üllstui/ens
wird die oberhalb des Füllgutes befindliche Luft beim Schließen der Greiferbacken 13 in der Abwärtsbewegung derselben abgedrückt.
K)
J5
40
45
Claims (8)
1. Verrichtung zum automatischen Transport gefüllter
Säcke von einer Füllmaschine zu einer Verschließmaschine, mit einem intermittierend antreibbaren,
den gefüllten Sack unterhalb des Füllstutzens aufnehmenden, bis zum Aufnahmeende des Transportbandes
der Verschließmaschine sich erstreckenden Transportband, wobei der Füllstutzen mit einer
Falz- oder Spreizvorrichtung sowie mit Klemmbakken zum Festlegen des Sackmündungsrandes ausgerüstet
ist und den Sack oberhalb der Füllung ergreifende, um horizontale Achsen schwenkbare Greiferbacken
vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit den Längsseiten des Sackes zusammenwirkenden Greiferbacken (13) mittels eines
Schlittens (23) längs einer horizontalen Führungsbahn (31) im Synchronlauf mit dem intermittierend
angetriebenen Transportband (7) verfahrbar sind, die Führungsbahn (31) für den die Greiferbakken
(13) und ihren Antrieb tragenden Schlitten (23) zwischen dem Füllstutzen (1) und der Verschließmaschine
vergesehen ist und sich bis in den Bereich des Transportbandes (38) der Schließmaschine erstreckt
und die Greiferbacken (13) in vertikaler Richtung am Schlitten (23) bewegbar gelagert, mittels eines
Aggregates (21) verstellbar sind und sich in der dem Füllstutzen (1) zugewandten Endstellung des Schlittens
(23) vom Schlitten bis über den Füllstutzen hinaus erstrecken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Greifcrbatnen (13) unterhalb ihrer Achsen (14) winkelförmig ausgebildet sind, der vertikale
Schenkel (15) und ein TeiUück (16) des horizontalen Schenkels aus Rohren bestehen und an dem
Teilstück (16) eine nach innen bis zur Längsmittelebene des Transportbandes (7) der Füllmaschine
sich erstreckende Leiste (17) befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Snnenrand der Leiste (17) durch ein
Profil (18) aus Gummi oder Kunststoff gebildet is<
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehlager für die Greiferbacken
(13) in einem Gehäuse (20) angeordnet sind, das zusammen mit den Greiferbacken in vertikaler Richtung
durch das mit einem Handrad und einer Spindel ausgerüstete Aggregat (21) zum Einstellen auf die
vom Volumen abhängige Füllhöhe verstellbar oder durch einen Druckluftzylinder (42) verfahrbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (20) ein zweites Gehäuse
(30) für Getriebemittel der Greiferbacken (13) befestigt ist und auf dem zweiten Gehäuse ein
Druckluftzylinder (27) als Antrieb für die Greiferbacken gelagert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende des Druckluftzylinders
(42) für die vertikale Auf- und Abwärtsbewegung der Greiferbacken (13) an einer arretierbaren Slcllspindel
(42a) zum Einstellen auf die vom Volumen abhängige Füllhöhe angclenkt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Führungsrohr
(39) für den oberen Sackrand, die sich über einen
Bereich des Transportbandes (7) der Füllmaschine bis zur Verschlicßstation erstrecken.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsrohre (39) von den Leisten
(!7) der Greiferbacken (13) unterfahrbar sind.
Priority Applications (4)
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Family Applications (1)
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- 1981-10-06 GB GB8130158A patent/GB2084955B/en not_active Expired
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