DE3037033A1 - Steinmeissel mit motorantrieb und druckwasserunterstuetzung - Google Patents
Steinmeissel mit motorantrieb und druckwasserunterstuetzungInfo
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Description
DRAVO CORPORATION,,One Oliver Plaza, Pittsburgh,
Pennsylvania 15222, U.S.A.
Steinmeißel mit Motorantrieb und Druckwasserunterstützung
Die Erfindung betrifft einen Steinmeißel· zum Bohren bzw.
Lockern von festem Gestein, insbesondere ein einstückig ausgebildetes Werkzeug, bei dem ein Stoßmeißel mit einem
Hochdruck- Wasserstrahl kombiniert wird.
Es sind Steinbohr- und Meißelwerkzeuge verschiedenster Art bekannt, bei denen eine meißelartige Bohrschneide durch
aufeinanderfolgende Schläge gegen eine Gesteinsfläche gestoßen
wird, um mittels schnell aufeinanderfolgender Stöße die Gesteinsbruchstücke abzutragen. Es sind auch schon erfolgreich
Gesteinsbohrungen vorgenommen worden, indem ein
710
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BOEHMERT & BOEHMERT-
Hochdruck- Wasserstrahl (oder eine andere Flüssigkeit) gegen eine Gesteinsfläche gerichtet wurde, aber ein
solches Verfahren ist nicht nur relativ langsam, sondern erfordert auch so erhebliche Wassermengen, daß es unumgänglich
ist, dieses beim Bohren zurückzugewinnen und in einen Kreislauf einzuspeisen. Auch ist zum Betrieb der Hochdruckpumpen
beim hydraulischen Bohren ein erheblicher Energieaufwand erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Steinmeißel zu schaffen, der einstückig gleichzeitig Stoß- und Druckwasserwirkung
erzugt, keine externen Pumpen und Druckerzeuger benötigt, leicht ist, eine relativ geringe Wassermenge
bei jedem Stoß verbraucht, keinen Wasserkreislauf und entsprechende Leitungs- und Verteilungseinrichtungen benötigt
und energiesparend zu betreiben ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine sich hin- und herbewegende Stoß- Antriebseinheit derart
mit einer Meißeleinheit zusammenwirkt, daß eine begrenzte axiale Bewegung zwischen der Antriebseinheit und der Meißeleinheit
möglich ist; und die Meißeleinheit einen sich an ihrem freien Ende axial erstreckenden Bohr- Meißel, eine Flüssigkeitsspeicher- Kammer, einen Druck- Zylinder und ein Kolben- und
Ventilteil aufweist, das durch die axiale Bewegung zwischen Antriebseinheit und Meißeleinheit derart betätigt wird, daß
Wasser bei der stoßenden Vorwärtsbewegung der Antriebseinheit aus dem Druck- Zylinder durch den Meißel gepreßt wird und bei.
der darauffolgenden Rückwärtsbewegung der Antriebseinheit
Wasser aus der Kammer in den Druck- Zylinder strömt.
Andere bevorzugte Ausfuhrungsformen des Erfindungsgedankens
ergeben sich aus Anspruch 4 und den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden Beschreibung, in der ein Ausführungsbei-
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spiel anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert ist. Dabei zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Werkzeug, dessen Achse vertikal
ausgerichtet ist;
Fig. 2 einen Aufriß einer Bohrschneide, die in Bezug auf Fig. 1 um 90 gedreht ist;
Fig. 3 einen vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1, bei dem die Meißeleinheit sich in einer
mittleren Stellung befindet, d.h. die Antriebseinheit nähert sich etwa auf
halbem Wege ihrem oberen Anschlag;
Fig. 4 eine ähnliche Darstellung wie Fig. 3, bei der der Meißel beginnt, sich in Richtung
des Steines zu bewegen;
Fig. 5 eine entsprechende Abbildung, bei der die Meißeleinheit sich weiter nach unten bewegt
hat; und
Fig. 6 eine entsprechende Darstellung, bei der
die Teile an der unteren Begrenzung ihrer Abwärtsbewegung angelangt sind.
Das Werkzeug weist zwei Hauptteile, nämlich eine Meißeleinheit
2 und eine Antriebseinheit 3 auf, die auf einer gemeinsanen
Achse angeordnet sind. Beide Teile sind derart miteinander verbunden, daß eine begrenzte Relativ - Bewegung
in Längsrichtung möglich ist, wobei die Meißeleinheit sich am unteren Ende der Antriebseinheit befindet.
Beim Antrieb kann es sich um ein herkömmliches Aggregat zum
Betreiben von mit Stoßwirkung arbeitenden Steinbohrern handeln. Der Antrieb ist hier einfach durch den unteren Gewichts-
Abschnitt14 mit dem herausragenden Stößel 5 dargestellt.
Am unteren Ende des Stößels 5 ist eine Manschette 6 angebracht, wobei ein Stift 61 andeutet, daß die Manschette
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BOEHMERT & BOEHMEKT
6 in Bezug auf den Stößel 5 fest und unverückbar montiert ist.
Die Meißeleinheit 2 weist ein im wesentlichen zylinderförmiges Gehäuse 7 auf, an dessen unterem Ende ein z.B. keilförmiger
Bohr- Meißel 8 befestigt ist. Im oberen Bereich des Gehäuses 7 befindet sich eine Kammer 9, die durch die
Kappe 10 abgedeckt wird, wobei in die Mitte der Kappe 10 der Stößel 5 gleitend eingepaßt ist. Die Kappe 10 weist
einen nach unten gerichteten Vorsprung auf, der die relative Aufwärtsbewegung des Stößels 5 und der Manschette 6 innerhalb
der Kammer 9 nach oben begrenzt. Die Kappe 10 ist z.B. auf die Kammer 9 aufgeschraubt oder andersartig befestigt. Die
Kammer 9 weist eine zentrale Bohrung 11 auf, die von ihrem
Boden in Richtung auf einen unteren Druck- Zylinder 12 verläuft.
Ein Kolben- und Ventilteil 13 ist gleitend in diese Bohrung 11 eingepaßt. Ein Kolben 14 des Kolben- und Ventilteils
bewegt sich gleitend im Druck- Zylinder 12. Darüber befindet sich ein verbindender Abschnitt 15 mit reduziertem
Durchmesser, oberhalb dessen sich wiederum ein ausgekehltes, mittleres Führungsteil 16 befindet, das ebenfalls gleitbar
in die Bohrung eingepaßt ist. Oberhalb des Führungsteiles 16 weist das Kolben- und Ventilteil 13 ein Verlängerungsstück
17 mit durchgehend reduziertem Durchmesser auf, das nach oben gerichtet ist und im unteren Abschnitt der Manschette
6 gleitet. Dieser oberste Abschnitt des Kolben- und Ventilteils 13 weist an seinem Umfang eine axial ausgedehnte
Kerbe 18 auf. Das Ende eines radialen Haltestiftes 19 in der Manschette 6 dringt derart in diese Kerbe 18,
daß eine Verbindung mit begrenztem Totgang zwischen dem unteren Ende der Antriebseinheit 3, d.h dem Stößel 5, und
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dem oberen Ende des Kolben- und Ventilteils 13 hergestellt
wird, wobei noch eine relative Axialbewegung zueinander möglich ist. Sowohl die Antriebseinheit 3 als auch
das Kolben- und Ventilteil 13 haben eine begrenzte axiale Bewegungsmöglichkeit in Bezug auf die Meißeleinheit 2.
Ein axialer Durchgang 20 mit relativ geringem Durchmesser erstreckt sich zwischen den Enden des Kolben- und Ventilteils
13. Der Oberteil des Kolben- und Ventilteils 13 liegt
dem unteren Ende des Stößels 5 der Antriebseinheit 3 gegenüber. Bei der durph die Kerbung 18 und die Haltestifte 19
ermöglichten, gleichgerichteten Bewegung des Kolben- und Ventilteils 13 und der Manschette 6 liegen· diese'gegenüberliegenden
Flächen eng aneinander, so daß eine ventilartige Anordnung zum Schließen des oberen Endes des Durchgangs 20
geschaffen wird. Bei Bewegung in entgegengesetzter Richtung wird der Freiraum 13a zwischen den Flächen gebildet, so
daß ein freier Durchgang zu einem Diagonal— Durchlaß 21 in der Manschette 6 gebildet und damit eine Verbindung
zwischen der Kammer 9 und dem Druck- Zylinder 12 hergestellt wird. Andererseits wird das obere Ende des Durchlasses 21
geschlossen, wenn durch die Relativbewegung der Antriebsund Meißeleinheiten das obere Ende des Durchlasses 21 fest
an das untere Ende der Kappe 10 angedrückt wird, was während der Stoßbewegung der Antriebseinheit 3 der Fall ist.
Im zylinderförmigen Gehäuse 7 der Meißeleinheit 2 ist eine
Nebenleitung 22 vorgesehen, deren untere Durchlaßöffnung 23 in den Druck- Zylinder 12 mündet, während eine obere Durchlaßöffnung
24 etwa auf halbem Wege zwischen dem Druck-Zylinder 12 und der oberen Kammer 9 in die Bohrung 11 führt.
Der Kolben 14 ist so lang, daß er in seiner obersten Stellung die obere Durchlaßöffnung 24 vollständig verschließt (siehe
Fig. 3), wobei die untere Durchlaßöffnung 23 vollständig ge-
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/if
öffnet ist, während im Bereich der unteren Stellung des Kolbens 14 die untere Durchlaßöffnung 23 blockiert, aber
die obere Durchlaßöffnung 24 geöffnet ist (siehe Fig. 5). In einer mittleren Stellung des Kolbens 14 (siehe Fig. 4)
öffnet sich die untere Durchlaßöffnung 23 in dem Druck-Zylinder
12 und die obere Durchlaßöffnung 24 führt in den ringförmigen Raum 25, der im Kolben- und Ventilteil 13 oberhalb
des Kolbens 14 und unterhalb des Führungsteiles 16 ausgebildet
ist. Das Führungsteil 16 weist axiale Kanäle bzw. Auskehlungen 26 auf, die vom oberen Ende des Führungsteiles
16 am unteren Ende des Verlängerungsstückes 17 zu dem ringförmigen Raum 25 führen.
Im oberen Bereich der Seitenwand des zylinderförmigen Gehäuses 7 befindet sich eine Öffnung 2 7 zum Einlaß von Wasser
oder einer anderen Flüssigkeit in die Kammer 9 und ein entsprechender Auslaß 28. Ein Luft- Schlitz 29 in der Kappe
10 sorgt dafür, daß in der Kammer 9 im Normälfall Atmosphärendruck
herrscht.
In Fig. 2 ist ein von der Meißeleinheit 2 abnehmbarer Bohr-Meißel 8 gezeigt, der etwa die Form eines Keiles oder eines
umgekehrten Konus annimmt, wobei abgeflachte Seiten 8a in einer Schneidkante 8b enden. Zumindest eine, vorzugsweise
aber eine Vielzahl (Fig. 2 zeigt drei) von Leitungen 8c mit kleinem Durchmesser führen aus dem Boden des Druck- Zylinders
12 durch den Bohr- Meißel 8 und enden in gegenüberliegenden Entladungs- Öffnungen 8d in den Seitenflächen der Schneidkante
8b des Bohr- Meißels. Wie in Fig. 1 gezeigt ist, schließen sich an den oberen Enden der Leitungen 8c passende
Leitungen 12c im Boden des Druck- Zylinders 12 an.
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Fig. 3 zeigt einen Betriebszustand des Werkzeuges, bei dem
sich die Antriebseinheit 3 zwischen der unteren und der oberen Begrenzung aufwärts bewegt. Dabei befindet sich der
Haltestift 19 am oberen Anschlag in der Kerbe 18 und mittels
des Stößels 5 bzw. der Manschette 6 wird das Kolben- und Ventilteil 13 angehoben. In diesem Zustand fließt Flüssigkeit
aus der Kammer 9 durch den Diagonal- Durchlaß 21 in dem Freiraum 13a und durch den axialen Durchgang 20 in den
Druck- Zylinder 12, der gefüllt bleibt, so daß ein Ansaugen
von Luft durch die Leitungen 8c ausgeschlossen ist.
Am oberen Anschlag der Bewegung (nicht gezeigt) wird der Diagonal- Durchlaß 21 durch die Kappe 10 geschlossen, so
daß die Flüssigkeitsfüllung im Druck-· Zylinder 12 verbleibt.
Stößt der Bohr- Meißel 8 bei einer Abwärtsbewegung der Meißeleinheit 2 gegen die Gesteinsfläche, so werden der
Stößel 5 und die daran befestigte Manschette.5 aufgrund ihres Trägheitsmomentes sich weiter in Richtung auf die Gesteinsfläche bewegen, wobei die Abwärtsbewegung des Kolben- und
Ventilteils 13 durch die Flüssigkeit so lange verhindert wird, bis das untere Ende des Stößels 5 gegen das Oberteil
des Verlängerungsstückes 17 anstößt, der Freiraum 13c verschwindet und die obere Öffnung des axialen Durchgangs 20
geschlossen ist. Sobald der Kolben 14 die obere Durchlaßöfffnung
24 freigibt, fließt Flüssigkeit aus dem Druck- Zylinder 12 durch die Nebenleitung 22 in die obere Kammer 9
während gleichzeitig eine Entladung aas den Öffnungen 8d im Bohr- Meißel 8 stattfindet, die allerdings in diesem Betriebszustand
nur einen relativ geringen Strahldruck aufweist. Zweck dieser Anordnung ist es, den Zeitpunkt des Schließens
des Druck- Zylinders 12, bei dem der Hochdruck entsteht, so
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lange hinauszuzögern, bis die Schneidkante 8b des Bohr-Meißels
8 soweit in das Gestein eingedrungen ist, daß die öffnungen 8d durch Gestein abgedeckt sind, um zu gewährleisten,
daß die Hochdruck- Entladung höchst wirkungsvoll direkt auf eine Gesteinsfläche auftrifft.
Nähert sich die Manschette 6 der Antriebseinheit 3 dem unteren Ende der Kammer 9, um der Meißeleinheit 2 den maximalen
Impuls zu erteilen, schließt der Kolben 14 die untere Durchlaßöffnung 23 (siehe Fig. 5). In diesem Augenblick
verharrt die in den Felsen eingedrungene Meißeleinheit 2 fast bewegungsfrei, während die träge Masse des Stößels 5
und des Gewichts- Abschnittes 4 dafür sorgt, daß der Stößel mit großer Kraft gegen das Kolben- und Ventilteil 13 stößt,
so daß Wasser aus dem Druck- Zylinder' 12 unter Hochdruck durch die Leitungen 8c und die Öffnungen 8d zum wirkungsvollsten
Zeitpunkt, nämlich bei in den Felsen eingedrungenem Meißel* entladen wird. Danach beginnt die Antriebseinheit
3 ihre Aufwärtsbewegung, um den Zyklus zu wiederholen (siehe Fig. 6). Da sich in diesem Betriebszustand der Stößel
5 in Bezug auf die Kerbe 18 aufwärts bewegt, ist der axiale
Durchgang 20 wieder frei, so daß der Druck- Zylinder 12 nachgefüllt wird und jedwede Ansaugung von Wasser oder
kleinen Teilchen durch die öffnungen 8d ausgeschlossen ist.
Bei der Fortsetzung der Aufwärtsbewegung der Antriebseinheit 3 wird zunächst eine moderate Flüssigkeitsströmung aus der
Kammer 9 durch den Diagonal- Durchlaß 21 und den axialen Durchgang 20 in den Druck- Zylinder 12 stattfinden. Sobald
der obere Bewegungsanschlag erreicht ist, bedeckt der Kolben 14 die obere Durchlaßöfffnung 24, und die Passage 21-20
stellt die einzige offene Verbindung zwischen der Kammer 9 und dem Druck- Zylinder 12 dar (siehe Fig. 3). Bewegt sich
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das Kolben- und Ventilteil 13 nach unten, öffnet sich die obere Durchlaßöffnung 24 und Flüssigkeit aus der Kammer
umströmt das ausgekehlte Führungsteil 16 und gelangt durch
den Raum 25 in den Druck- Zylinder 12, um während der Bewegung des Kolbens entlang der Durchlaßöffnung 23 unter zunehmendem
Druck entladen zu werden. Sobald die Durchlaß-Öffnung 23 geschlossen ist, wird der Zustrom von Wasser
oder Luft unterbunden und das sich im Druck- Zylinder 12 befindende Wasser ist eingeschlossen. Gerade zu diesem
Zeitpunkt weist der Bohr- Meißel 8 einen maximalen Stoß-Impuls auf und die Hochdruck- Entladung des Wassers aus den Öffnungen 8d erfolgt genau zum richtigen Zeitpunkt.
oder Luft unterbunden und das sich im Druck- Zylinder 12 befindende Wasser ist eingeschlossen. Gerade zu diesem
Zeitpunkt weist der Bohr- Meißel 8 einen maximalen Stoß-Impuls auf und die Hochdruck- Entladung des Wassers aus den Öffnungen 8d erfolgt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Werkzeuges liegen auf der Hand: es ist relativ einfach, klein und ihm brauchen
keine weiteren Gewichtsteile hinzugefügt zu werden. Auch entstehen keine Schwierigkeiten mit externen Pumpen oder
Verteilungssystemen, da bei jedem Stoß nur eine relativ
kleine Wassermenge entladen wird.
kleine Wassermenge entladen wird.
Die in der vorstehenden Beschreibung, den Zeichnungen sowie
in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die
Verwirklichung der, Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
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BOEHMERT & BOEHMERT
/ίζ m Akte: D 1784
BEZUGoZ EICH ENLI3TE (LIST OF REFERENCE NUMERALS)
| 1 | Meißeleinheit | 8b : Schneidkante | 1 |
| 2 | Antriebseinheit | : Öffnung/ | ? |
| Abschnitt (von 3) | *> | ||
| Stößel | 4 | ||
| Manschette; 6': Stift | 5 | ||
| 6 | Gehäuse | Kolben- und Ventilteil; 13a : Freiraum | 6 |
| 7 | Bohr- Meißel; 8a : flache Seite; | Kolben | 7 |
| 8 | Kammer /8c : Leitung ; 8d : | Verbindender Abschnitt | 8 |
| 9 | Kappe | Führungsteil | 9 |
| 10 | Bohrung | Verlängerungsstück | 10 |
| 11 | Druck- Zylinder; 12c : Leitung | Kerbe | 11 |
| 12 | Haltestift | 12 | |
| 13 | Axialer Durchgang | 13 | |
| 14- | Diagonal- Durchlaß | 14- | |
| ^? | Nebenleitung | 15 | |
| 16 | Untere Druchlaßöffnung | 16 | |
| 17 | Obere Durchlaßöffnunq | 17 | |
| 18 | Raum | 18 | |
| 19 | Äuskehluna | 19 | |
| 20 | öffnung | 20 | |
| 21 | Auslaß | 21 | |
| 22 | Luft- Schlitz | 22 | |
| 23 | 2^ | ||
| 24- | 24 | ||
| 25 | 25 | ||
| 26 | |||
| 27 | 27 | ||
| 28 | 28 | ||
| 29 | 29 | ||
| 30 | 30 | ||
•i.
Leerseite
Claims (9)
1. Steinmeißel, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich hin- und herbewegende Stoß- Antriebseinheit (3) derart mit einer
Meißeleinheit (2) zusammenwirkt, daß eine begrenzte axiale Bewegung zwischen der Antriebseinheit (3) und der Meißeleinheit
(2) möglich ist; und die Meißeleinheit (2) einen sich an ihrem freien Ende axial erstreckenden Bohr- Meißel (8),
eine Flüssigkeitsspeicher- Kammer (9),einen Druck- Zylinder (12) und ein Kolben- und Ventilteil (13) aufweist, das durch
die axiale Bewegung zwischen Antriebseinheit (3) und Meißeleinheit (2) derart betätigt wird, daß Wasser bei der stoßenden
Vorwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) aus dem Druck- Zylinder (12) durch den Meißel (8) gepreßt wird und bei der
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BOEHMERT & BOEHMERT
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darauffolgenden Rückwärtsbewegung der Antriebseinheit (3)
Wasser aus der Kammer (9) in den Druck- Zylinder (12) strömt.
2. Steinmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben- und Ventilteil (13) sowohl relativ zur
Meißeleinheit (2) als auch zur Antriebseinheit (3) begrenzt beweglich ist und die Ventilwirkung des Kolben- und Ventilteils
(13) derart ausgelegt ist, daß jedwedes Ansaugen durch
das Ende des Bohr- Meißels (8) zurück in den Druck- Zylinder (12) beim Rückwärtsbewegen der Antriebseinheit (3) und der
Meißeleinheit (2) ausgeschlossen ist.
3. Steinmeißel nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben- und Ventilteil (13) so
ausgelegt ist, daß ausreichend Flüssigkeit über eine Nebenleitung (22) aus der Kammer (9) in den Druck- Zylinder (12)
strömt, um während der Rückwärtsbewegung des Bohr- Meißels
(8) die Druckwasserentladung aus dem Meißel (8) aufrecht zu erhalten.
4. Steinmeißel, gekennzeichnet durch
a. Antriebs- und Meißeleinheiten (3, 2), die in axialer Anordung
gleitbewegtich miteinander verbunden sind, so daß eine relative Bewegung in Achsrichtung möglich ist;
b. eine Meißeleinheit (2) mit einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse (7), an dessen oberem Ende eine Kammer
(9) und zwischen dessen Enden eine axiale Bohrung (11) und
ein Druck- Zylinder (12) vorgesehen sind und an dessen unterem Ende ein Bohr- Meißel (8) vorgesehen ist, der in einer
Schneidkante (8b).endet;
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c. einen an der Antriebseinheit (3) vorgesehenen, zylinderförmigen
Stößel (5), der auf- und abwärts bewegbar ist,
mit seinem unteren Ende gleitend im oberen Ende der Meißeleinheit (2) in die Kammer (9) eintritt und am unteren
mit seinem unteren Ende gleitend im oberen Ende der Meißeleinheit (2) in die Kammer (9) eintritt und am unteren
Ende mit einer Manschette (6) versehen ist;
d. ein in der axialen Bohrung (11) im Gehäuse (7) aufgenommenes
Kolben- und Ventilteil (13), das an seinem unteren Ende mit einem Kolben (14) versehen ist, der mit dem Druck-Zylinder
(12) zusammenwirkt und an seinem oberen Ende ein
Verlängerungsstück (17) aufweist, das mittels einer einen
toten Gang aufweisenden Verbindung derart mit dem unteren
Ende, bzw. der Manschette (6) der Antriebseinheit (3) verbunden ist, daß die axiale Relativbewegung zwischen der Antriebseinheit (3) und dem Kolben- und Ventilteil (13) auf ein geringeres Maß begrenzt wird als die zwischen der Meißeleinheit (2) und der Antriebseinheit (3) vorgesehene Relativ- Gleitbewegung;
Verlängerungsstück (17) aufweist, das mittels einer einen
toten Gang aufweisenden Verbindung derart mit dem unteren
Ende, bzw. der Manschette (6) der Antriebseinheit (3) verbunden ist, daß die axiale Relativbewegung zwischen der Antriebseinheit (3) und dem Kolben- und Ventilteil (13) auf ein geringeres Maß begrenzt wird als die zwischen der Meißeleinheit (2) und der Antriebseinheit (3) vorgesehene Relativ- Gleitbewegung;
e. Wasser- Entladungsleitungen (8c), die vom Druck- Zylinder
(12) zu Entladungs- Öffnungen (8d) im Bereich der Schneidkante (8b) des Bohr- Meißels (8) führen; und
f. im zylinderförmigen Gehäuse (7) derart angeordnete Durchlässe
(20, 21, 22, 23, 24, 26, 27, 28, 29), daß bei der
Aufwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) relativ zur Meißeleinheit (2) Wasser aus der Kammer (9) in dem Druck- Zylinder (12) strömt und bei der Abwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) Wasser durch die Leitungen (8c) aus dem Druck-Zylinder (12) unter Druck entladen wird.
Aufwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) relativ zur Meißeleinheit (2) Wasser aus der Kammer (9) in dem Druck- Zylinder (12) strömt und bei der Abwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) Wasser durch die Leitungen (8c) aus dem Druck-Zylinder (12) unter Druck entladen wird.
5. Steinmeißel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben- und Ventilteil (13) derart mit der Antriebseinheit
(3) verbunden ist und die Leitungen und Öffnungen (20,
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21, 22, 23, 24, 26, 27, 28, 29) derart angeordnet sind,
daß die Wassercntladung aus den Öffnungen (8d) zeitweise
aussetzt und eist im letzten Abschnitt der Abwärtsbewegung der Antriebseinheit (3) unter Höchstdruck stattfindet.
6. Steinmeißel nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Totgang- Verbindung zwischen dem
Verlängerungsstück (17) und der Manschette (6) des auch als Ventilelement wirkenden Stößels (5) so ausgelegt ist,
daß das Kolben- und Ventilteil (13) nach dem Anstoßen bzw. Stoppen der Antriebs- und Meißeleinheiten (3, 2) an den
zu bohrenden Stein aufgrund seines Trägheitsmomentes die Bewegung fortsetzt und die Wasserentladung aus dem Druck-Zylinder
(12) und dem Bohr- Meißel (8) vervollständigt."
7. Steinmeißel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben- und Ventilteil (13) einen
axialen Durchgang (20) aufweist, der so angeordnet ist, daß er aufgrund der Totgang- Verbindung zwischen der Antriebseinheit
(3) und dem Kolben- und Ventilteil (13) durch den Stößel (5) beim Abwärtschieben des Kolben- und Ventilteils
(13) relativ zur Meißeleinheit (2) durch den Stößel
(5) geschlossen gehalten wird und eine eingeschränkte Wasserströmung
von der Kammer (9) in den Druck- Zylinder (12) fortgesetzt wird, um gleichzeitig das Rücksaugen von Wasser
durch den Bohr- Meißel (8) in dem Druck- Zylinder (12) zu verhindern.
8. Steinmeißel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolben- und Ventilteil (13)
sich mit einem Kolben (14) in dem Druck- Zylinder (12)
befindet und seine Ventilteile (15, 25) so angeordnet sind, daß sie mit der Nebenleitung (22) und Durchlaßöffnungen (23,
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■ζ.
24) derart zusammenwirken, daß während eines gewissen Abschnittes der axialen Bewegung des Kolben- und Ventilteils
(13) relativ zur Meißeleinheit (2) die Nebenleitung (22) zum Transfer von Wasser aus der Kammer (9) in den
Druck- Zylinder (.12) geöffnet ist und während der unteren und oberen Abschnitte dieser Bewegung ein solcher Transfer
unterbrochen ist; und daß die Antriebs- und die Meißeleinheiten (3, 2) jeweils zusammenwirkende Bauteile aufweisen,
die ihre relative axiale Bewegung auf ein Maß begrenzen, das geringer ist als der Gesamthub der Antriebseinheit
(3), so daß die Meißeleinheit (2) bei Annäherung der Antriebseinheit (3) an das untere Ende ihres Hubes
einen plötzlichen Stoß gegen den zu hohrenden Stein erfährt.
9. Steinmeißel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kappe (10),in die der
Stößel (5) gleitend paßt, während die Manschette (6) blockiert wird, die Kammer (9) oben ebdeckt, so daß die
Meißeleinheit (2) mit der Antriebseirheit (3) fast bis
zu deren oberem Anschlag mitgeführt wird und der Boden der Kammer (9) die Relativbewegung der Antriebs- und Meißeleinheiten
(3, 2) in entgegengesetzter Richtung begrenzt, wobei der Meißel (8) am unteren Ende des Hubes der Antriebseinheit
(3) einen scharfen Stoß gegen den zu bohrenden Stein erfährt und am oberen Ende des Hubes vom Stein entfernt
ist.
130018/0663
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