-
Blendschutzvorrichtung für Fahrzeuge,
-
vorzugsweise für Kraftfahrzeuge Die Erfindung betrifft eine Blendschutzvorrichtung,
insbesondere für Fahrzeuge, vorzugsweise Kraftfahrzeuge, mit welcher verhindert
werden soll, daß der Führer des Fahrzeugs durch entgegenkommende Fahrzeuge mit nicht
oder nur unzureichend abgeblendeten Scheinwerfern geblendet wird.
-
Es ist bereits bekannt, bei Straßen mit voneinander getrennten Fahrbahnen
einen Zwischenstreifen mit natürlichen Pflanzungen oder Gitterzäunen zu versehen,
mit welchen bei Nacht das störend aufgeblendete Licht von entgegenkommenden Fahrzeugen
abgehalten werden kann. Überall dort, wo derartige lichtbrechende Einrichtungen
nicht vorhanden sind, besteht die Gefahr, daß der Autofahrer bei Nacht durch aufgeblendetes
Licht der entgegenkommenden Fahrzeuge belästigt wird.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Blendschutzvorrichtung
zu schaffen, die im Inneren des Fahrzeugs befestigt bzw. benutzt werden kann und
praktisch denselben Dienst tut, wie die vorgenannten, natürlichen oder künstlichen,
lichtbrechenden Einrichtungen auf den Autobahnen und Schnellstraßen.
-
Die erfindungsgemäße Blendschutzvorrichtung weist aus Metall oder
Kunststoff bestehende, im Blickfeld eines Fahrzeugführers angeordnete Blendschirme
auf, die im Blickfeld eine unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit aufweisen. Besonders
günstig ist es, wenn diese Blendschirme in weiterer Ausgestaltung der Erfindung
Durchbrechungen haben, die in ihrer Form und/oder Größe
verändertbar
sein können. Ein besonders guter Blendschutz ergibt sich, wenn die Anzahl derartiger
Unterbrechungen im Bereich der auftreffenden Gegenlichtstrahlen am geringsten ist,
wobei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung die Durchbrechungen außerhalb des
Bereichs der auftreffenden Gegenlichtstrahlen sich in fließenden Übergängen verdichten;
hierzu können größere Bohrungen und/oder eine dichtere Anordnung und eine größere
Zahl der Bohrungen in den Blendschirmen vorgesehen sein.
-
Anstelle derartiger Unterbrechungen ist es in weiterer Ausgestaltung
der Erfindung möglich, daß die eingangs geschilderten Blendenschirme aus durchsichtigem
Kunstoff hergestellt sind und im Bereich des auftreffenden Gegenlichtes Farbe, vorzugsweise
in Form einer aufgetragenen Farbschicht, aufweisen, wobei die Farbe im Bereich des
auftreffenden Gegenlichtes eine geringere Durchsichtigkeit aufweist und außerhalb
dieses Bereiches zunehmend aufgehellt ist.
-
Eine besonders wirksame Blendschutzvorrichtung ergibt sich in weiterer
Ausgestaltung der Erfindung, wenn die Blendschirme aus zwei oder mehreren gegeneinander
verschiebbaren, vorzugsweise aufeinanderliegenden Schichten bestehen. Vorteilhaft
können an der Blendvorrichtung Befestigungsmittel zum Anbringen an jeder beliebigen
Stelle des Führerraums des Fahrzeuges angebracht sein, die zweckmäßig als magnetische
Haftvorrichtungen oder als Saugnäpfe ausgebildet sein können. In weiterer Ausgestaltung
der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Blendschutzvorrichtung mit einer Sonnenschutzblende
gekoppelt, insbesondere mit dieser zusammen bedienbar oder verstellbar ist.
-
Darüberhinaus kann die Blendschutzvorrichtung so ausgebildet bzw.
-
angeordnet sein, daß sie gleichzeitig als Sonnenschutzblende bei Tagfahrt
wirksam ist.
-
In einer besonders wirksamen Ausführungsform kann die Blendschutzvorrichtung
gemäß der Erfindung mehrere wenigstens annähernd senkrechte und im Abstand voneinander
angeordnete, vorzugsweise dünne Lamellen aufweisen, die um wenigstens annähernd
parallel zu ihren senkrechten Längskanten verlaufende Achsen schwenkbar sind. Diese
Lamellen können an ihren oberen und unteren Schmalseiten abstehende Zapfen aufweisen,
mit denen sie in Bohrungen gelagert sind, die in für die Lamellen gemeinsamen, waagrecht
verlaufenden Trägern angebracht sind.
-
Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, daß oberhalb
und/oder unterhalb der Schmalseiten neben dem mit zur Aufnahme der Zapfen dienenden
Bohrungen versehenen Träger eine Leiste parallel geführt ist, die in ihrer Längsrichtung
längsverstellbar ist und quer zu ihrer Längsrichtung verlaufende Schlitze oder Nuten
aufweist, in welche jeweils einer von zwei an der unteren bzw.oberen Schmalseite
angeordneten, zweiten Zapfen eingreift, der beim Längsverschieben der Leiste die
zugehörige Lamelle um ihre senkrechte Drehachse schwenkt. Vorteilhaft können die
Lamellen an ihren einander zugekehrten Oberflächenseiten mit einer nichtreflektierenden
Deckschicht versehen sein.
-
Die Erfindung ist nachstehend anhand von mehreren, in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispielen näher beschrieben und erläutert.
-
Es zeigen: Fig. 1 eine Lamellen-Blendschutzvorrichtung in Blickrichtung
eines Fahrzeugführers gesehen, jeweils in drei verschiedenen Blendschutzstellungen,
Fig. 2 die Schutzvorrichtung in einem nach der Linie II-II in Fig. 1 geführten Horizontalschnitt
und
Fig. 3 eine der Blendenlamellen in der Ansicht auf ihre Lamellenbreitseite;
Fig. 4 eine andere Blendschutzvorrichtung, die aus zwei aufeinanderliegenden blattförmigen
Scheiben besteht, von denen jede eine Anzahl von Durchbrechungen aufweist, die beim
gegenseitigen Verschieben der Scheiben mehr oder weniger stark miteinander zur Deckung
gebracht werden können, Fig. 5 eine andere solche Blendschutzvorrichtung, bei welcher
die Durchbrechungen von schräg zueinander gerichteten Bohrungen gebildet werden
und Fig. 6 eine andere Blendschutzvorrichtung mit gegeneinander verschiebbaren Scheiben,
deren Durchbrechungen in der einen Scheibe senkrecht zur Scheibenoberfläche und
in der anderen Scheibe schräg zu deren Oberfläche stehen.
-
Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Lamellen-Blendschutzvorrichtung
ist eine größere Anzahl von bispielsweise zwanzig bis dreißig flachen, können Blechlamellen
vorgesehen, von denen die ersten fünf Lamellen in den Fig. 1 und 2 mit 11 bis 15
bezeichnet sind und als Blendschirme in der dort wiedergegebenen Stellung parallel
zu der senkrecht zur Zeichenebene verlaufenden Blickrichtung eingestellt sind. In
dieser Stellung geben sie den vorausgerichteten Blicken des in der Zeichnung nicht
wiedergegebenen Fahrers eines ebenfalls nicht dargestellten Kraftfahrzeuges den
vollen Blick auf die vorausliegende Straße frei und schirmen dann das Blendlicht
entgegenkommender raftfahreuee ab, wenn deren Scheinwerfer Licht in einem starken
Neigungswinkel
auf die Lamellen auftrifft. Solche von der Blendschutzvorrichtung
abgeschirmten Lichtstrahlen sind in der Fig. 2 durch eine strichpunktierte Linie
L 1 veranschaulicht.
-
In Fig. 2 ist durch eine zweite Lamellengruppe, welche die Lamellen
16 bis 20 umfaßt, dargestellt, wie die Blendschutzvorrichtung eingestellt werden
kann, damit in einem spitzeren Winkel von vorn kommendes Blendlicht abgeschirmt
werden kann.
-
Um diese unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit zu erzielen, haben
alle Lamellen, von welchen in Fig. 3 eine bei 25 angedeutete Lamelle dargestellt
ist, eine schmal rechteckförmige Gestalt. An den senkrecht zu ihren Langseiten 26
und 27 verlaufenden Schmalseiten 28 und 29 sind stiftförmige Zapfen vorgesehen,
nämlich ein Zapfen 30 an der in der Gebrauchslage oberen Schmalseite 28 und zwei
Zapfen 31 und 32 an der in der Gebrauchslage unteren Schmalseite 29 der Lamellen.
Die beiden Zapfen 30 und 31 in unmittelbarer Nähe der Langseite 26 bilden die Schwenkachse
33, welche in Fig. 3 mit strichpunktierten Linienverläuft und sich parallel zur
Langseite 26 erstreckt.
-
Die Fmeils oben liegenden Zapfen 3p der einzelnen Lamellen greifen
in passende, in der Zeichnung nicht näher dargestellte Bohrungen ein, welche in
einem waagerecht verlaufenden oberen Träger 34 angebracht sind und das ortsfeste
Lager beim Schwenken der Lamellen um ihre Achse 33 bilden, während die jeweils unteren
Zapfen 31 in ebenfalls nicht näher bezeichnete Bohrlöcher in einem unteren Träger
35 eingesteckt sind, welcher in Fig. 2 in der Draufsicht von oben dargestellt ist
und mit in der Zeichnung nicht dargestellten Befestigungsmitteln, beispielsweise
dauermagnetischen Elaftplatten oder Saugnäpfen an geeigneter Stelle der Windschutzscheibe
eines Kraft fahrzeuges befestigt werden kann.
-
Parallel zum unteren Träger 35 ist eine ebenfalls in Fig. 2 in der
Draufsicht dargestellte Leiste 34 in ihrer Längsrichtung verschiebbar geführt, welche
für jeden unteren Zapfen 32 der einzelnen Lamellen einen Querschlitz bzw. eine Quernut
37
zur Aufnahme dieses unteren Zapfens enthält. Wenn die Leiste
36 in der mit einem Pfeil 38 angedeuteten Richtung nach links verschoben wird, nehmen
die Querschlitze 37 die unteren Zapfen 32 mit und verschwenken mit diesen die Lamellen
um so starker, je weiter die Leiste 36 nach links verschoben wird.
-
In der mittleren, in den Fig. 1 und 2 wiedergegebenen und die Lamellen
16 bis 20 umfassenden Abschirmstellung kann demgemäß stark von vorn kommendes Blendlicht
abgeschirmt werden, das durch die strichpunktiert angegebene Strahllinie L 2 versinnbildlicht
ist. Im rechten Teil der Fig. 1 und 2 ist für die Lamellen 21 bis 24 eine Abschirmstellung
wiedergegeben, in welcher selbst solches Blendlicht abgeschirmt werden kann, das
nahezu direkt von vorne auf die Lamellen der Abblendvorrichtung auftrifft, wenn
die untere Verschiebeleiste 36 ganz nach links ausgefahren ist. In dieser letztgenannten
Abblendstellung sind nur noch schwache Zwischenr'iume zwischen den stark verschten
Lamellen vorhanden, derart, daß die Lichtdurchlässigkeit auf ein Minimum verringert
ist.
-
Von dem gleichen Grundgedanken, in der Blendschutzvorrichtung willkürlich
veränderbare Durchbrechungen vorzusehen, die wie die Zwischenräume 39 zwischen den
einzelnen Lamellen nach Form und Größe verändert werden können und dadurch eine
unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit der Blendschutzvorrichtung ergeben, ist auch
bei den Blendschutzvorrichtungen nach den ring. )t is 6 Gebrauch gemacht. Diesen
Blendschutzvorrichtungen ist gemeinsam, daß sie aus jeweils zwei einander mindestens
teilweise übergreifenden Scheiben 40, 41 bestehen und Durchbrechungen enthalten,
welche durch die mit einem Doppelpfeil angedeutete relative Verschiebebewegung zwischen
den beiden Scheiben 40 und 41 mehr oder weniger genau zur Deckung gebracht werden
können und dann eine für das auf die Scheiben einfallende Blendlicht eine
mehr
oder weniger große Lichtdurchlä.ssigkeit ergeben.
-
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 sind in den beiden Scheiben 40
und 41 zylindrische Bohrungen 43 bzw. 44 angebracht, die in der dargestellten Relativstellung
für das einfallende durch die Linien L 3 angedeutete Licht nur eine geringe-Durchlässigkeit
ergeben.
-
Wie er in Fig. 4 dargestellte Schnitt durch die beiden Scheiben erkennen
läßt, sind dort die Bohrungen 34 und 44 mit senkrecht zu den Scheibenoberseiten
geführten Achsen hergestellt.
-
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig-. 5 verlaufen die Achsen 45 und
116 der dort vorgesehenen Bohrungen 47 und 48 schräg geneigt zueinander und zu den
Plattenoberseiten, wobei sich in der dort wiedergegebenen Abschirmstellung nur eine
geringe Durchlässigkeit für die bei L 4 angedeuteten Blendlichtstrahlen ergibt.
-
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 stellt ei-ne Kombination aus der
in denFig. 4 und 5 wiedergegebenen Ausbildung der beiden Scheiben 40 und 41 dar.
Hier sind nämlich'die Bohrungen 43 in der Scheibe 40 mit senkrechter Achse ausgeführt,
während die Achsen der Bohrungen 48 in der Scheibe 41 schräg zu deren Oberseite
stehen.
-
Für die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 4 bis 6 kann mit Vorteil
vorgesehen werden, daß die beiden Scheiben 40 und 41 aus Kunststoff hergestellt
sind, welcher durch eingetragene Farbstoffe oder durch aufgetragene Farbschichten
eine verminderte Lichtdurchlässigkeit aufweisen, die jedoch mit zunehmender Entfernung
von dem Einfallsbereich der Blendstrahlen aufgehellt sind und demzufolge eine höhere
Lichtdurchlässigkeit aufweisen.
-
Die zur Abhaltung des Blendlichts dienenden Elendschirme können auch
in Form von Punkten oder Strichen auf Brillengläsern so angebracht sein, daß diese
sich an der Stelle des größten Lichteinfalls am meisten verdichten. Anstelle solcher
Punkte oder Striche kann in vorher erwähnter Weise auch eine Farbgebung, insbesondere
ein Auftrag einer Reflexschicht vorgesehen werden, welche an der Stelle des größten
Lichteinfalls am stärkSten verdichtet ist und mit zunehmender Entfernung von diesem
Bereich aufgehellt ist. Diese Lösung kann sowohl als Schutzbrille als auch als Brillenaufsatz
auf eine normale Brille in Frage kommen.
-
Bei den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen kann
auch eine Photozelle vorgesehen sein, welche die Relativbewegung der Blendschirme,
d.h. der Lamellen oder der Scheiben automatisch steuert.