DE3035306C2 - Dampfkondensator - Google Patents
DampfkondensatorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Dampfkondensator nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Ein derartiger Dampfkondensator ist aus der DE-AS 22 740 bekannt Bei diesem Dampfkondensator wird
der Dampf in Wasser eingeblasen und so rasch kondensiert Um die hierbei auftretenden, nach außen
wirkenden Reaktionskräfte des in das Wasser eingeblasenen Dampfes weitgehend auszugleichen, liegt eine
Hohlkugel am Ende einer Ausblasleitung. In der Hohlkugel sind Schlitze in dem Bereich zwischen einem
Einmündungsquerschnitt und einem Mantelabschnitt vorgesehen. Ein Austrittsmundstück, das sich in radialer
Richtung der Kugel erstreckt, umgibt jeden Schlitz. Die Schlitze in der Nähe des Kugeläquators sind langer als
die Schlitze, die vom Kugeläquator entfernt sind.
Durch diese unterschiedlichen Längen der Schlitze soll erreicht werden, daß eine größere Dampfmenge in
waagerechter Richtung in die Wasserkammer eingeblasen wird und weniger Dampf schräg nach oben und
unten gerichtet in die Wasserkammer eintritt. Dadurch kann die in der Regel größere waagerechte Ausdehnung
der Wasserkammer über die Lange und Breite besser zur Kondensation des Dampfes ausgenutzt werden.
Damit werden aber nicht dynamische Belastungen ausgeglichen, die durch im Kühlmittel entstehende
Druckschwankungen hervorgerufen werden und auf einen das Kühlmittel enthaltenden Behälter bzw. ein
Gefäß einwirken.
Bei verschiedenen bestehenden Anlagen, die mit Dampf arbeiten, werden üblicherweise Vorrichtungen
verwendet, durch die beim Ansteigen des Dampfdrucks auf einen Oberdruckwert der aus einem Sicherheitsventil
ausströmende Dampf zum Kondensieren desselben in eic Kühlmittel eingeleitet wird. Typische Beispiele für
solcne Anlagen sind Siedewasserreaktoranlagen. Bei einem herkömmlichen Siedewasserreaktor ist ein
Reaktorkern in einen Druckbehälter eingesetzt, der in einem Gehäusebehälter bzw. Mantel untergebracht ist
In den Druckbehälter wird Leichtwasser eingeführt und darin durch die durch den Reaktorkern erzeugte Wärme
in Dampf umgewandelt, der zum Antrieb beispielsweise einer Turbine nach außen geführt wird. Am Dampfauslaß
des Druckbehälters oder -gefäßes ist ein Sicherheitsventil angeordnet, das anspricht, wenn der im
Druckbehälter herrschende Dampfdruck eine vorgegebene Größe übersteigt Der über das Sicherheitsventil
abströmende Dampf wird über eine Zufuhrleitung in ein
Kühlmittel bzw. Leichtwasser in einem als Kühlmittelbehälter dienenden primären Aufnahmegefäß eingeleitet
und kondensiert
Die erwähnte Vorrichtung zum Kondensieren des abgelassenen Dampfes, die einen wesentlichen Teil der
Anlage bildet, ist mit im folgenden zu beschreibenden Mängeln behaftet, die noch Raum für Verbesserungen
lassen.
Normalerweise tritt das Kühlmittel innerhalb des unteren Abschnitts des Leitrohrs bis praktisch zum
Pegel des· Kühlmittels im primären Aufnahmegefäß ein, so daß sich eine Kühlmittelsäule bildet Wenn in diesem
Zustand Hochdruckdampf vom Sicherheitsventil in das Leitrohr einströmt, wird zunächst in das Leitrohr
eintretendes unkondensierbares Gas (im folgenden auch einfach als »Gas« bezeichnet) unter Austreibung des
Kühlmittels komprimiert und dann in das Kühlmittel eingetrieben. Danach wird der aus dem Sicherheitsven-
<5 til ausströmende Dampf in das Kühlmittel eingetrieben.
Das Gas wird dabei zuerst komprimiert, weil das Kühlmittel aufgrund der Trägheit der Kühlmittelsäule
und des Strömungswiderstands, auch wenn es mit Gasdruck beaufschlagt wird, nicht in der Lage ist, sich
schnell zu verlagern.
Üblicherweise besitzt das Leitrohr zwei Zweigrohre jeweils gleicher Länge, an deren Außenenden jeweils
Düsen bzw. Stutzen gleichen Durchmessers angefomt sind. Das aus den Stutzen austretende Gas bildet zwei
Hochdruckblasen. Die sich zunächst praktisch gleichzeitig im Kühlmittel ausdehnenden Gasblasen erfahren
wiederholt eine Kontraktion bzw. Zusammenziehung infolge von Überexpansion und eine Expansion bzw.
Ausdehnung infolge von Überkontraktion, wobei sie im Kühlmittel unter Erzeugung schwingender Druckschwankungen
hochsteigen, um an der Kühlmitteloberfläche auszutreten. Wenn die Druckschwankungen die
Innenfläche des primären Aufnahmegefäßes erreichen, wird letzteres durch eine dynamische Belastung
beeinflußt, die im folgenden auch als Belastung aufgrund von Blasenschwingung oder erste dynamische Belastungbezeichnet
ist.
Nach der Gasaustreibung aus jeder Düse bzw. jedem
Nach der Gasaustreibung aus jeder Düse bzw. jedem
Stutzen tritt Kochdruckdampf in das Kühlmittel ein, um
in diesem einen Dampfbereich zu bilden. Je größer die
Durchsatz- oder Strömungsmenge des ausgetriebenen Dampfes ist, um so größer ist die vom Dampfbereich
überstricheneStrecke. Je weiter zudem der Auslaßstutzen
des Leitrohrs ist, desto dicker ist der Dampfbereich.
Die Konfiguration des Dampfbereichs bzw. der Dampfzone sollte im wesentlichen konstant gehalten
werden, solange die Strömungsmenge des diesem Bereich zugeführteh Dampfes mit seiner Kondensationsgsschwindigkeit
im Gleichgewicht ist Tatsächlich ist es jedoch sehr schwierig, diesen Ausgleich-'bzw.
Gleichgewichtszustand aufrechtzuerhalten, so daß der
Dampfbereich eine wiederholte Expansion und Kontraktion erfährt. Durch die Expansion und "Kontraktion
jedes Dampfbereichs entstehen Druckschwankungen im Kühknittel innerhalb des primären Aufnahmegefäßes.
Die Druckschwankungen erreichen praktisch gleichzeitig die Innenfläche dieses Aufnahmegefäßes
und unterwerfen dieses einer dynamischen Belastung (im folgenden als zweite dynamische Belastung
bezeichnet). Die Austreibung der Kühlmittelsäule, des Gases und des Dampfes in das Kühlmittel erfolgen
nacheinander über jeden an das Leitrohr angeschlossenen Stutzen.
Bei der vorstehend beschriebenen bestehenden Vorrichtung wirken also die durch das Gas und den
Dampf, weiche aus zwei Düsen oder Stutzen eines Leichtrohrs austreten, erzeugten ersten und zweiten
dynamischen Belastungen bei der Entlassung des Hochdruckdampfes in das Kühlmittel auf das primäre
Aufnahmegefäß ein. Infolgedessen muß letzteres mit einer so großen mechanischen Festigkeit ausgelegt sein,
daß es diesen dynamischen Belastungen zu wiederstehen vermag. Diese mechanische Festigkeit muß dabei
selbstverständlich auch den Sicherheitsanforderungen für Kernkraftwerke genügen. Wenn die dynamischen
Belastungen hoch sind, wird hierdurch die Konstruktion des Aufnahriegefäßes kompliziert, so daß sich daraus
unvermeidlich eine Größenzunahme und eine Kostenerhöhung für die Vorrichtung ergeben. Infolgedessen
besteht ein Bedarf für einen Dampfkondensator, bei dem diese dynamischen Belastungen verringert sind.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung eines Dampfkondensator!, bei dem die dynamischen Belastungen,
die durch im Kühlmittel entstehende Druckschwankungen hervorgerufen werden und auf einen das
Kühlmittel enthaltenden Behälter bzw. ein Gefäß einwirken, herabgesetzt sind, wenn der zu kondensierende
Dampf in das Kühlmittel eingeleitet wird.
Diese Aufgabe wird bei einem Dampfkondensator nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die in dessen kennzeichnenden Teil enthaltenden Merkmale gelöst
Durch Anordnung einer Anzahl solcher Zweigrohre mit unterschiedlichen Grundmaßen hinsichtlich Innendurchmesser
und/oder Länge können auf die in Verbindung mit bevorzugten Ausführungsformen noch
näher zu beschreibende Weise die Zeitpunkte des Ausstoßes oder Austritts des unkondensierbaren Gases
aus den verschiedenen Zweigrohren vor dem Austritt des Dampfes relativ zueinander gestaffelt werden.
Außerdem können damit die Größen der aus den Zweigrohren austretenden Dampfblasen so geändert
werden, daß die Frequenzen der Biasenschwingung variiert werden. Auch '"issen sich auf diese Weise die
Größen der sich nahe der jeweiligen Auslaßstutzen der Zweigrohre beim Dampfaustritt bildenden Dampfbereiche
oder -zonen und somit die Frequenzen der
. hierdurch hervorgerufenen Druckschwankungen variieren. Die Druckschwankungen, die zu abgestuften
Zeitpunkten und mit unterschiedlichen Schwingungsfrequenzen auftreten, breiten sich im Kühlmittel mit
außerordentlich hoher Geschwindigkeit (1000 m/s oder mehr) bis zur Innenfläche des Gefäßes aus. Die
Schwankungsperiode des Kühlmittels ist wesentlich größer als die für diese Ausbreitung benötigte Zeit Die
to den jeweiligen Zweigrohren entsprechenden Druckschwankungen erreichen mithin das Gefäß in verschiedenen
Phasen, um sich am Gefäß praktisch im Augenblick ihrer Erzeugung zu vereinigen bzw. zu
kombinieren, so daß die auf das Gefäß einwirkenden is dynamischen Belastungen durch zweckmäßige Wahl
der Grundmaße der Zweigrohre so herabgesetzt werden können, daß sich die von den Zweigrohren
ausgehenden Druckschwankungen gegenseitig aufheben, wenu sie das Gefäß erreichen. Durch diese
Ausgestaltung werden die Konsumtion des Gefäßes vereinfacht und seine Sicherheitseigens-aiaiten verbessert
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher
erläutert. Es zeigt
Fig.1 eine schematische Schnittdarstellung eines
Siedewasserreaktors unter Verwendung eines Dampfkondensators,
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung «iner Ausführungsform
eines Auslaß teils von F i g. 1,
Fig.3A eine schematische Darstellung des Auslaßteils
gemäß Fig.2 und der aus ihm ausgetriebenen
Gasblasen,
F i g. 3B eine graphische Darstellung der im Kühlmittel
durch Blasenschwingung erzeugten Druckschwankungen bei der Vorrichtung nach Fig.3A mit
Variationen der zusammengesetzten bzw. Mischschwingungen,
F i g. 4 eine graphische Darstellung zur Veranschaulichung
einer mittels des Auslaßteils nach Fig.2 beim Dampfkondensator gemäß F i g. 1 erzielten Wirkung,
Fig.5 eine perspektivische Darstellung einer anderen
Ausführungsform des Auslaßteils und
Fig.6A und 6B eine Vorderansicht bzw. eine
Seitenansicht noch einer anderen Ausführungsform des
Auslaßteils.
Fi g. 1 veranschaulicht im Umriß einen Siedewasserreaktor,
bei dem der Dampfkondensator verwendbar ist Unter einem Gehäusebehälter bzw. Mantel 10 ist ein
ringförmiges prirrröres Aufnahmegefäß 14 angeordnet, das über Verbindungsleitungen 12 mit dem Mantel, 10
kommuniziert und ein Kühlmittel 16 enthält Ein einen nichl dargestellten Reaktorkern enthaltender Druckbehälter
18 ist in den Mantel 10 eingesetzt, wobei Kühlmittel 16 bzw. Leichtwasser von außfcn her über
eine Rohrleitung 20 in den Druckbehälter 18 eingeführt wird. Das Leichtwasser verdampft unter der im
Druckbehälter ΐ8 erzeugten Wärme und wird über eine Rohrleitung 22 zu einer nicht dargestellten externen
so Vorrichtung geleitet
An die Verzweigung zwischen der Rohrleitung 22 und dem Druckbehälter 18 ist ein Sicherheitsventil 2<i
angeschlossen, das sich zum Ablassen von Dampf aus der Rohrleitung 22 Sffnet wenn der im Druckbehälter
18 herrschende Dampfdruck eine vorbestimmte Größe übersteigt. Der Dampfauslaß des Sicherheitsventils 24
ist an die eine Seite eines Leitrohrs 26 angeschlossen, dessen anderes Ende sich innerhalb des Mantels 10
abwärts durch eines von mehreren Verbindungsrohren 12 erstreckt und das in dem Kühlmittel 16 im primären
Aufnahmegefäß 14 mündet. Am Außenende bzw. unteren Ende des Leitrohrs 26 ist ein Auslaßteil 30 mit
mehreren Zweigrohren vorgesehen. Der vom Sicherheitsventil 24 abgelassene Dampf wird Ober das
Leitrohr 26 und die Zweigrohre in das Kühlmittel 16 entlassen bzw. ausgetrieben. Wenn der im Leitrohr 26
herrschende Druck auf einen in der Nähe des Atmosphärendrucks liegenden Wert abfällt, wird
unkondensierbares Gas mit einem-Druck von etwa 1 bar
über einen Vakuumunterbrecher 32 in das Leitrohr 26 eingeleitet. Der am unteren Ende des Leitrohrs 26
vorgesehene Auslaßteil 30 ragt von diesem Leitrohrende nach außen und enthält eine Anzahl von Zweigroh-
ren, die in mindestens zwei Grundabmessungen bzw. -maßen voneinander verschieden sind. Diese beiden
GrundmaSe sind der Durchmesser der AusiaBdüse bzw.
des Auslaßstutzens am äußeren Ende jedes Zweigrohrs sowie die Rohrlänge.
Fig.2 veranschaulicht eine Ausführungsform des
Auslaßteils 30, der zwei vom unteren Ende des Leitrohrs 26 in entgegengesetzte Richtungen abgehende Zweigrohre 34a und 346 umfaßt. Der Durchmesser eines
Auslaßstutzens 36a des Zweigrohrs 34a sowie dessen Länge sind mit Da bzw. a bezeichnet, während der
Durchmesser des Auslaßstutzens 366 des Zweigrohrs 346 sowie dessen Länge mit Db bzw. b bezeichnet sind.
Im folgenden ist die Funktion der Zweigrohre erläutert Im normalen Betriebszustand des als Beispiel
angenommenen Siedewasserreaktors ist das Leitrohr 26 mit Luft unter einem Druck von etwa 1 bar gefüllt, und
die Oberflächen bzw. Spiegel des Kühlmittels innerhalb und außerhalb des Leitrohrs 26 befinden sich im
wesentlichen auf gleicher Höhe. Dieser Zustand stellt sich unmittelbar nach einer Betätigung des Sicherheitsventils 24 des Reaktors wieder ein. Wenn nämlich im
Leitrohr 26 aufgrund der Kondensation von Dampf ein Unterdruck entsteht, wenn das Sicherheitsventil 24 nach
dem öffnen zum Ablassen überschüssigen Dampfes wieder geschlossen wird, tritt Luft mit einem Druck von
etwa 1 bar aus dem Vakuumunterbrecher 32 in das Leitrohr 26 ein.
Im folgenden sei angenommen, daß die Abmessungen der Zweigrohre 34a und 34b gemäß F i g. 2 mit a=b und
Da<Db vorgegeben sind. Wenn sich das Sicherheitsventil 24 zum Ablassen von Hochdruckdampf in das
Leitrohr 26 öffnet, wird das Kühlmittel an den bodenseitigen Zweigrohren mit Strömungsgeschwindigkeiten ausgetrieben, welche den Querschnittsflächen
der Auslaßstutzen 36a und 366 proportional sind. Das Zweigrohr 34a benötigt dabei eine kürzere Zeit für das
vollständige Austreiben des in ihm enthaltenen Kühlmittels als das Zweigrohr 346;bei ersterem tritt also der
Gasaustritt früher ein als bei letzterem. Aufgrund dieser
zeitlichen Verzögerung und der Beziehung Da<Db ist
die aus dem Zweigrohr 346 ausgetriebene Gasmenge bzw. die Größe einer aus dem Zweigrohr 346
austretenden Gasblase größer als diejenige einer aus dem Zweigrohr 34a ausgetriebenen Geblase. Außerdem ist die Schwingungsfrequenz der Kühlmittel-Druckschwankungen, die durch Expansion und Kontraktion der aus dem Zweigrohr 34a austretenden
Gasblase erzeugt werden, höher als diejenige der
Kühlmittel-Druckschwankungen, die auf ähnliche Weise durch die aus dem Zweigrohr 346 austretende Gasblase
hervorgerufen werden. Fig.3A veranschaulicht schematisch die Konfiguration des Auslaßteils 30 und die
Größe der unter den angebenen Bedingungen aus dem Auslaßteil 30 austretenden Gasblasen 38a und 386.
F i g. 3B veranschaulicht di« zeitbezogenen Änderungen der Drücke Pa und Pb sowie eines aus diesen Drücken
zusammengesetzten Drucks an einem beliebigen Punkt an der Innenfläche des primären Aufnahmegefäßes 14
aufgrund der Druckschwankungen, die durch die Schwingungen der Gasblasen 38a bzw. 386 erzeugt
werden. Wie aus den Kurven Pa. Pb und Po ersichtlich ist; tritt der Druck Pb früher auf und erreicht die
Gefäßinnenwand früher als der Druck Pa, wobei diese Drücke Pa und Pb unterschiedliche Schwingungsfrequenzen besitzen, während der zusammengesetzte bzw.
Mischdruck einen Scheitelwert besitzt, der kleiner ist als die Summe aus den Spitzen- bzw. Scheitelwerten der
Drücke Pa und Pb. weil sich letztere zum Teil gegenseitig aufheben. Da die Menge und der Druck des
ausgetriebenen Gases praktisch der Menge und dem Druck des ausgetriebenen Dampfes entsprechen, ist die
durch die erfindungsgemäße Vorrichtung auf das Aufnahmegefäß ausgeübte dynamische Belastung kleiner als im Fall der bisherigen Vorrichtung.
Nach dem erwähnten Gasaustritt wird der Dampf in das Kühlmittel ausgetrieben. In diesem Fall strömt der
Dampf aus dem Zweigrohr 346durch einen Auslaßstutzen größeren Kalibers mit höherer Strömungsgeschwindigkeit im Vergleich zu dem aus dem Zweigrohr
34a austretenden Dampf. Infolgedessen ist ein sich am Vorderende des Auslaßstutzens 366 bildender Dampfbereich bzw. eine Dampfzone dick und lang, während
die betreffende Dampfzone am Vorderende der Auslaßdüse 36a dünner und kürzer ist. Die Länge jeder
dieser Dampfzonen hängt von der Kondensationsgeschwindigkeit des Dampfes im Umfangsbereich dieser
Zone sowie der aus dem Auslaßstutzen austretenden Dampfmenge ab, während die Form der Damp'zone
praktisch, niemals gleich bleibt, weil sie sich schwingend
wiederholt ausdehnt und zusammenzieht Die Frequenz dieser Schwingung wird als Dampfkondensations-Schwingungsfrequenz /bezeichnet die sich als Ergebnis
von durchgeführten Untersuchungen durch folgende Gleichung ausdrücken läßt:
f-Λ
V (pw ATV*
τ Ur τ)
τ)
(1)
Dampfes,
D = Durchmesser des Auslaßstutzens,
Q w = Kühlmitteldichte,
Qv = Dampfdichte,
L = latente Wärme des gekühlten Dampfes,
AT = Temperaturunterschied zwischen Dampf und
Kühlmittel und
A = eine Konstante.
Ersichtlicherweise sind somit die Schwingungsfrequenzen /an den Zweigrohren 34a und 346 verschieden,
weil diese Zweigrohre 34a und 346 zwar gleiche Länge,
aber unterschiedliche Düsen- bzw. Stutzendurchmesser besitzen und sich, mit Ausnahme des -Ausdrucks D
gemäß Gleichung (1), bezüglich ihrer anderen Parameter gleichen. Die bei der Dampfkondensation in den
Dampfzonen der Zweigrohre 34a und 346 erzeugten Druckschwankungen besitzen somit unterschiedliche
Schwingungsfrequenzen, und sie werden beim Errei-
7 8 Ii
chen der Gefäß-Innenfläche miteinander kombiniert, so mungsgeschwindigkeiten des Dampfes in den beiden
daß eine zweite dynamische Belastung auf das Gefäß Zweigrohren unterschiedlich sind,
ausgeübt wird. Wie im Fall der ersten Belastung Aus der Beschreibung der in den Fig.2 und 3A
aufgrund der Blasenschwingung ist jedoch hierbei die dargestellten Ausführungsform geht hervor, daß die auf
zweite dynamische Belastung ebenfalls geringer als bei 5 das primäre Aufnahmegefäß 14 ausgeübte dynamische
der bisherigen Vorrichtung mit einem einzigen Auslaß- Belastung dadurch verringert werden kann, daß die
stütze/-. Größen der Zweigrohre in mindestens einer Abmes-
den ersten und zweiten dynamischen Belastungen länge, variiert werden.
herabgesetzt sind, wird die Konstruktion 'les Gefäßes 10 Obgleich bei der vorstehend beschriebenen Ausfüh-
14 vereinfacht, so daß sich verbesserte Sicherheitseigen- rungsform zwei Zweigrohre 34a, 34b vorgesehen sind,
schäften dieses Gefäßes und eine Kostensenkung können auch drei oder mehr Zweigrohre in solcher
ergeben. Ausbildung angewandt werden, daß die jeweils in einer
müssen Bedingungen, wie a-bund Da — Db, vermieden is und Rohrlänge, voneinander verschieden sind. Auf diese
werden. Anderenfalls würde die Wirkung der Zweigroh- Weise werden die im Aufnahmegefäß 14 entstehenden
re zunichte gemacht werden, weil die kombinierte Druckschwankungen weiter aufgebrochen bzw. unter-
herrührenden Druckschwankungen, welche sowohl die in verschiedenen Schwingungszuständen erreichen und
durch die Gasblasen erzeugte Druckschwingung als 20 dadurch eine weitere Herabsetzung von erster und
auch die bei der Dampfkondensation entstehende zweiter dynamischer Belastung ermöglicht wird.
ist wie die Größe der Druckschwankungen, die jedem rungsform der Dampfauslaßteil 30 am unteren Ende des
hung zwischen Pm, Pt und Pg mit (P7- Pb)ZPb auf der Zweigrohre 40a und 40Z» vom unteren Ende des
bedeuten: letzterem und in entgegengesetzte Richtungen abgehen,
während vom Außenende des Zweigrohrs 40a praktisch
PT , Druck des aus dem Sicherheitsventil 24 30 unter einem rechten Winkel zu diesem und zum Leitrohr
austretenden Hochdruckdampfes, 26 zusätzliche bzw. sekundäre Zweigrohre 42a, 42b in
Pb - Druck im Raum über dem Kühlmittel inner- entgegengesetzte Richtungen abgehen und vom Außenhalb des primären Aufnahmegefäßes 14 und ende des Zweigrohrs 40b ähnliche sekundäre Zweigroh-Pm = maximaler Bodendruck an einem beliebigen re 42c und 42d in entgegengesetzte Richtungen und im
Punkt auf dem Boden des Aufnahmegefäßes 35 wesentlichen parallel zu den Zweigrohren 42a und 426
14. nach außen ragen. Die Auslaßstutzen für Gas und
laßteil 30, bei dem die Zweigrohre 34a und 346 jeweils Auslaßstutzen ausströmendes Gas und ausströmenden
gleiche Länge besitzen und die Querschnittsfläche des *o Hochdruckdampf erzeugten Druckschwingungen die
derjenigen des Auslaßstutzens des anderen Zweigrohrs verschiedenen Schwingungszuständen erreichen, so daß
beträgt In F i g. 4 gilt die ausgezogene gerade Linie A
die auf das Gefäß 14 einwirkende dynamische Belastung
für den Fall, daß die Querschnittsflächen der beiden im Vergleich zur Ausführungsform nach F i g. 2 weiter
chelte gerade Linie B für den Fall steht, daß die Obgleich gemäß Fig.5 die Zweigrohre 42a, 426,42c
hervorgeht, kann der auf den Boden des Aufnahmegefä- zum Leitrohr 26 liegenden Ebene angeordnet sind,
ßes 14 einwirkende maximale Druck bei Verwendung können sie auch gemäß F i g. 6A und 6B auch in
von Auslaßstutzen unterschiedlicher Querschnittsflä- so verschiedenen, jeweils unter einem rechten Winkel zu
chen beträchtlich verringert werden. den Zweigrohren 40a und 406 liegenden Ebenen
sind, daß sie der Beziehung a=b und Da
< Db genügen, 40a und 406 jeweils vier sekundäre Zweigrohre 44a-44d.
ist auch die Bedingung oder Beziehung a+b und ss bzw. 46a-46d ab, die sich jeweils bezüglich der vorher
gen an den beiden Zweigrohren in verschiedenen Zweigrohre 44c, 44ti 46c und 46d nicht sichtbar.
zusammengesetzt werden, indem die Rohrlängen a und 60 46a-46c/nicht sichtbar sind.
b zweckmäßig gewählt und die Zeitpunkte der Obgleich der Dampfkondensator vorstehend in
Blasenbildung gestaffelt bzw. zueinander versetzt Verbindung mit dem Oberdruck-Dampfkondensatorsywerden. Die Beziehung a#6 und Da=Db hat auch stem eines Siedewasserreaktors beschrieben ist, ist
einen wirksamen Einfluß auf die Druckschwankungen darauf hinzuweisen, daß die Erfindung auch auf die
aufgrund von Schwingung der Dampfzonen an den 65 Dampf auslaßabschnitte von Fallronren sowie auf
beiden Zweigrohren, wobei die Schwingungsfrequenzen verschiedene andere Anlagen und Vorrichtungen
der Druckschwankungen aufgrund dieser beiden anwendbar ist, bei denen ein Dampfkondensationspro-Dampfzonen verschieden sein können, weil die Strö- zeß der vorstehend beschriebenen Art erforderlich ist
Claims (4)
1. Dampfkondensator mit einem ein kühlmittel enthaltenden Behälter oder Gefäß und einem
Leitrohr, das mit seinem äußeren oder unteren Ende in das Kühlmittel hineinreicht und in unterschiedliche
Richtungen weisende Auslaßdüsen bzw. Auslaß* stutzen zum Einleiten des zu kondensierenden
Dampfes in das Kühlmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Leitrohr (26) an
seinem in das Kühlmittel (16) hineinreichenden Endabschnitt mehrere Zweigrohre {34a, 34b) mit
jeweils einem Auslaßstutzen (36a, 366,J zum Austreiben
von Dampf in das Kühlmittel (16) aufweist und daß die Auslaßstutzen (36a, 36b) verschiedene
Innendurchmesser (Da, Db) und/oder verschiedene
Längen (a, b) haben. /
2. Dampfkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweigrohre (34a, 34Oy vom
unteren Ende des Leitrohrs (26) unter einem etwa rechten Winkel zum Leitrohr in entgegengesetzte
Richtungen abgehen (F i g. 2).
3. Dampfkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweigrehre (34a, 34b) von
zwei vom unteren Ende des Leitrohrs (26) unter einem rechten Winkel dazu in entgegengesetzte
Richtungen abgehenden Rohren (40a, 40b) gebildet sind, die je zwei Rohre (42a, 42b;42c, 42d) aufweisen,
die sich von den Außenenden jedes Rohrs (40a, 4Qb) unter einem etwa rechten Win* il zu den Rohren
(40* 40b) und zum Leitrohr (26) in entgegengesetzte
Richtungen erstrecken(Fig.5).
4. Dampfkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zweigrohre (34a, 34b) von
zwei vom unteren Ende des Leitrohrs (26) unter einem etwa rechten Winkel zum Leitrohr (26) in
entgegengesetzte Richtungen abgehenden Rohren (40a, 40b) gebildet sind, die je vier Rohre (44a-44d;
46a-46d) aufweisen, die sich an den äußeren Enden der Rohre (40a, 4Oi^ in einer unter einem etwa
rechten Winkel zu ihnen liegenden Ebene erstrecken (Fig.6Aund6B).
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