DE3031609A1 - Pickelrahmen - Google Patents
PickelrahmenInfo
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Classifications
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Description
- PICKELRAHMEN
- Beschreibung Diese Erfindung betrifft Pickelrahmen für Kohlenbrechermaschinen des Typs, welche auswechselbare, mit scharfen Spitzen versehene Werkzeuge oder Pickel verwenden, die jeweils einzeln in Brecherrahmen angebracht sind. Die Brecherrahmen können Bestandteile bildende Glieder einer Kohlenbrecherkette sein oder können an einer rotierenden Brechertrommel oder -scheibe angeschweißt sein.
- In Betrieb sind die Pickelrahmen, welche gegenwärtig aus einer einteiligen Gußkonstruktion (normalerweise Gußeisen) gebildet sind, hohen vorwärts- und rückwärtsgerichteten Belastungen (Wechsellasten) und insbesondere Stoßbelastung ausgesetzt. Dies führt zu einem übermäßigen Verschleiß der Innenflächen der Pickelrahmen, welche in Eingriff mit den vorderen und rückwärtigen Seiten des Pickelschaftes sind, mit einer entsprechend kurzen Lebensdauer für die Pickelrahmen, welche oft brechen und im Einsatz versagen. Dies ist insbesondere dann nachteilig, wenn die Rahmen beispielsweise an einer Brechertrommel angeschweißt sind.
- Ziel dieser Erfindung ist, einen Pickelrahmen zu finden, der eine beträchtlich erhöhte Lebensdauer aufweist.
- Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung ist ein Pickelrahmen einteilig gegossen und weist getrennte, mit harten Oberflächen versehene Innenabschnitte auf, um eine oder mehrere harte, verschleißbeständige Oberflächen zu liefern, welche im Gebr-auch mit dem Schaft eines eingesetzten Brecherpickels in Eingriff treten.
- Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Pickelrahmen aus einer Anzahl von Abschnitten gebaut, die zusammengeschweißt sind1 wobei mindestens einige der Abschnitte vor dem Zusammenschweißen einerOberflächenhärtung unterzogen wurden, um eine oder mehrere harte, verschleißbeständige Oberflächen zu liefern, welche bei der Benutzung mit dem Schaft des eingesetzten Brecherpickels in Eingriff treten.
- Das Gußteil oder die Einzelteile bildenden Abschnitte für den Pickelrahmen können aus Flußstahl bestehen, und die Oberflächenhärtung kann eine Ablagerung eines nichtbiegsamen Materiales umfassen,welches eine hohe Druckfestigkeit aufweist. Ein geeignetes Material für diesen Zweck ist Chromcarbid.
- Pickelrahmen, die an Ort und Stelle festgeschweißt sind, beispielsweise an einer mit Spiralrillen versehenen Brechertrommel, können sich infolge des Versagens der die Anbringung bildenden Schweißstellen unter der oben genannten Stoßbelastung lösen. Um dies zu überwinden, kann der Pickelrahmen der vorliegenden Erfindung für eine Schwalbenschwanzverbindung mit einer Brechertrommel oder dgl.
- ausgebildet sein. Im Ergebnis legt die Schweißstelle die Schwalbenschwanzverbindung lediglich fest und ist nicht der Stoßbelastung ausgesetzt.
- Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nun beispielsweise unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen: Fig. 1 eine Perspektivansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Pickelrahmens ist und einen Pickel unmittelbar vor dem Einsetzen in diesen Rahmen zeigt, Fig. 2 eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Pickelrahmens ist, Fig. 3 bis 5 jeweils eine Ansicht in Richtung der Pfeile A, B und C in Fig. 2 ist, Fig. 6 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles D in Fig. 5 ist, und Fig. 7 eine Perspektivansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Pickelrahmens ist.
- Der Pickelrahmen 1 der Fig. 1 bis 6 ist eine gebaute Konstruktion und besteht aus vier Flußstahlbestandteilen, und zwar den Seitenplatten 2 und 3 und zwei mit Abstand angeordneten Zwischenbestandteilen 4 und 5. Diese vier Bestandteile sind zusammengeschweißt, wobei die Bestandteile 4 und 5 sandwichartig zwischen den Platten 2 und 3 angesetzt sind. Der Zwischenraum zwischen den Teilen 4 und 5 legt eine rechteckige Aufnahmeöffnung 6 zur Aufnahme eines Schaftes 7 eines Kohlenbrecherpickels 8 auf, der in Fig. 1 derart dargestellt ist, als würde er gerade in die Aufnahmeöffnung 6 eingeschoben.
- Wenn der Pickelrahmen 1 in eine Brechertrommel (nicht gezeigt) eingebaut ist, dann ist dessen Oberseite, wie in Fig. 1 zu sehen, an der Trommel festgeschweißt. Ein L-förmiger Schlitz 9 in jeder der Seitenplatten 2 und 3 greift in einen vorspringenden Zapfen 10 am Pickelschaft 7 ein, um den eingesetzten Pickel nach Art einer Bajonettverbindung festzuhalten. Ein bogenförmiger Ausschnitt 2a in der Kante der Seitenplatte 2 liefert ein Spiel zwischen dem Rahmen 1 und der Brechertrommel zum Einführen eines Ausziehwerkzeuges, um einen gebrauchten Pickel herauszuheben, wenn er ersetzt werden soll.
- Wie schematisch gezeigt, sind jene Oberflächen der Teile 4 und 5, welche der Innenseite der Aufnahmeöffnung 6 zugewandt sind, vor dem Zusammenschweißen des Rahmens einer Oberflächenhärtung durch Ablagern einer Chromcarbidschicht 11, 12, ausgesetzt. Dies ist ein nichtduktiles Material mit hoher Druckfestigkeit, ist außerordentlich verschleißbeständig und widersteht gut der hohen Stoßbelastung, welche ihm während der Benutzung durch die eingesetzten vorderen und hinteren Oberflächen 7a und 7b des Pickelschafts 7 mitgeteilt werden.
- Die Fig. 2 bis 6 zeigen ähnliche harte Oberflächenablagerungen an den Stellen 13 bzw. 14 an den äußeren Seitenflächen der Seitenplatten 2 und 3. Diese Teile sind ebenfalls vor dem Zusammenschweißen des Rahmens mit harten Oberflächen versehen und dies schützt den Rahmen vor der Abriebwirkung durch die Kohle, wenn sie gerade gebrochen wird.
- Der in Fig. 7 gezeigte Pickelrahmen ist, von seiner äußeren Form abgesehen, von identischem Aufbau mit dem Pickelrahmen, der oben unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 beschrieben wurde. Er nimmt einen identischen Pickel 8 auf dieselbe Weise auf, und die veränderte Außenform gestattet es dem Pickelrahmen, schwalbenschwanzartig in eine Brechertrommel eingesetzt zu werden. Zu diesem Zweck weist der Pickelrahmen in der Seitenansicht Abschrägungen auf und weist relativ und symmetrisch geneigte, flache Endflächen 21 und 22 auf, welche während des Einsetzens in die Trommel seitlich in Befestigungs-Schwalbenschwanzschlitzen im Trommelumfang gleiten. Das Festschweißen des Pickelrahmens an der Trommel dient lediglich zum Fixieren der Schwalbenschwanzverbindung und muß insbesondere nicht der Stoßbelastung widerstehen, welche sich aus der Brecher-Reaktionswirkung ergibt.
- In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung (nicht dargestellt) ist der Pickelrahmen, statt aus mehreren Abschnitten gebaut zu sein, einteilig gegossen und weist getrennte Innenabschnitte aus beispielsweise Chromcarbid auf.
- Das Gußteil selbst ist bevorzugt aus Flußstahl, und mindestens ein Teil der Außenoberfläche des Gußteils ist ebenfalls mit harten Oberflächen versehen. In anderer Hinsicht ist der Pickelrahmen ähnlich den oben unter Bezugnahme auf die Fig. 1 bis 6 oder auf Fig. 7 beschriebenen Ausführungsbeispielen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird somit von einem Pickel- bzw. Klauenrahmen 1 gebildet, der aus einer Anzahl von Abschnitten bzw. Teilen 2 bis 5 gebildet ist, die zusammengeschweißt sind und von denen mindestens einige der Aufbringung einer harten Oberfläche 11, 12 vor dem Zusammenbau unterzogen sind. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung, das nicht gezeigt ist, ist ein Pickelrahmen oder Klauenhalter einteilig gegossen und ist mit getrennten, mit harten Oberflächen versehenen Innenabschnitten versehen. Bei beiden Ausführungsbeispielen der Erfindung tritt die harte Verschleißoberfläche oder die Verschleißoberflächen 11, 12 bei der Verwendung in Eingriff mit einem Schaft 7 eines eingesetzten Brecherpickels 8 bzw. einer Brecherklaue 8.
- Ende der Beschreibung Leerseite
Claims (17)
- Pickelrahmen Patentansprüche 1. Einteilig gegossener Pickelrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß er getrennte, mit harten Oberflächen versehene Innenabschnitte (11, 12) aufweist, um eine oder mehrere harte1 verschleißbeständige Oberflächen herzustellen, welche bei der Verwendung mit dem Schaft (7) eines eingesetzten Brecherpickels (8) in Eingriff treten.
- 2. Pickelrahmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil der Außenoberfläche des Pickelrahmens (1) ebenfalls mit harten Oberflächen (13, 14) versehen ist.
- 3. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenabschnitte (11, 12) aus nichtduktilem Material gebildet sind, das eine hohe Druckfestigkeit aufweist.
- 4. Pickelrahmen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenabschnitte(11, 12) aus Chromcarbid gebildet sind.
- 5. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenabschnitte (11, 12) durch eine Ablagerung auf dem Gußteil gebildet sind.
- 6. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußteil zur Schwalbenschwanzverbindung mit einer Brechertrommel oder dgl. ausgebildet ist (Fig. 7).
- 7. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußteil aus Flußstahl gebildet ist.
- 8. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Gußteil mit L-förmigen Schlitzen (9) zur bajonettartigen Aufnahme von jeweiligen Zapfen (10) am Schaft (7) des eingesetzten Brecherpickels (8) ausgebildet ist.
- 9. Pickelrahmen, dadurch gekennzeichnet, daß er aus einer Anzahl von Abschnitten (2, 3, 4, 5) gebaut ist, die miteinander verschweißt sind und von denen mindestens einige vor dem Zusammenschweißen der Aufbringung einer harten Oberfläche unterzogen wurden, um eine oder mehrere harte, verschleißbeständige Oberflächen (11, 12) zu liefern, welche bei der Benutzung mit dem Schaft (7) eines eingesetzten Brecherpickels (8) in Eingriff stehen.
- 10. Pickelrahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einige der Abschnitte(4, 5) dem Aufbringen einer harten Oberflächen (11, 12) durch Ablagern eines nichtduktilen Materiales unterzogen sind, welches eine hohe Druckfestigkeit aufweist.
- 11. Pickelrahmen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Material Chromcarbid ist.
- 12. Pickelrahmen nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß jene Abschnitte (2, 3), welche die äußeren Seitenflächen des Pickelrahmens (1) bilden, ebenfalls auf diesen Seitenflächen mit einer harten Oberfläche (13, 14) versehen sind.
- 13. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 9 bis 12, gekennzeichnet durch zwei Seitenrahmen (2, 3), welche die Länge des Rahmens (1) in Brechrichtung überspannen, sowie zwei Zwischenabschnitte (4, 5), welche zwischen den Seitenplatten angeordnet sind und in Brechrichtung einen Zwischenraum zueinander freilassen, welcher eine Aufnahmeöffnung (6) zur Aufnahme des Schaftes (7) des bei der Verwendung eingesetzten Brecherpickels (8) begrenzen.
- 14. Pickelrahmen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jene Oberflächen der Zwischenabschnitte (4, 5), welche der Innenseite der Aufnahmeöffnung (6) zugewandt sind, mit harten Oberflächen (11, 12) versehen sind.
- 15. Pickelrahmen nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Seitenflächen der Seitenabschnitte (2, 3) mit harten Oberflächen (13, 14) versehen sind.
- 16. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß er zur Schwalzenschwanzverbindung mit einer Brechertrommel oder dgl. ausgebildet ist (Fig. 7).
- 17. Pickelrahmen nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte (2, 3, 4, 5) aus Flußstahl gebildet sind.
Priority Applications (1)
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| DE3031609A1 true DE3031609A1 (de) | 1982-04-01 |
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| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3048242A1 (de) * | 2014-09-01 | 2016-07-27 | Wirtgen GmbH | Verschleissschutzkappe |
-
1980
- 1980-08-21 DE DE19803031609 patent/DE3031609A1/de not_active Withdrawn
Cited By (2)
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| US9782889B2 (en) | 2014-09-01 | 2017-10-10 | Wirtgen Gmbh | Wear protection cap |
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