DE3031525A1 - Verfahren zur vorbereitung von abfallstoffen fuer deren lagerung sowie behaeltnis fuer die aufnahme dieser abfallstoffe - Google Patents
Verfahren zur vorbereitung von abfallstoffen fuer deren lagerung sowie behaeltnis fuer die aufnahme dieser abfallstoffeInfo
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Landscapes
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Description
-
- Verfahren zur Vorbereituna von Abfallstoffen für
- deren Laqerunq sowie Behältnis für die Aufnahme dieser Abfallstoffe Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbereitung von Abfallstoffen, beispielsweise Haus-, Gewerbe- und Industriemüll in fester, breiiger oder flüssiger Form, für das Ablagern auf Mülldeponien oder dergleichen oder für die Verklappung auf See. Die Erfindung betrifft ferner ein Behältnis für die Aufnahme von Abfallstoffen bei der Durchführung des vorgenannten Verfahrens.
- Die Beseitigung von Abfallstoffen, insbesondere von umweltbelastenden Abfallstoffen, bereitet immer größere Schwierigkeiten. Der den Mülldeponien zur Verfügung stehende Raum wird zunehmend kleiner. Dies betrifft insbesondere die Deponien, die für die Aufnahme problematischen Mülls geeignet und bestimmt sind. Die Ablagerung von Abfallstoffen auf diesen Deponien ist dementsprechend teuer.
- Eine hohe Umweltbelastung stellt auch das Abklappen von Abfallstoffen, insbesondere von Chemieabfällen, auf See dar. Diese Methode der Abfallbeseitigung ist insbesondere in letzter Zeit sehr umstritten geworden und dürfte deshalb in der zur Zeit gebräuchlichen Form nicht mehr lange erlaubt sein. Damit müßten aber noch mehr umweltbelastende Abfallstoffe auf speziell dafür hergerichteten Deponien gelagert werden, wodurch das obengenannte Problem noch größer wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Vorbereitung von Abfallstoffen zu finden, mit denen sich auch umweltbelastende Abfallstoffe auf einfache Weise und sogar platzsparend ablagern oder auf See verklappen lassen.
- Diese Aufgabe wird bei kompressiblen Abfallstoffen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Abfallstoffe zu Ballen gepreßt und mit einer gegenüber dem jeweiligen Abfallstoff und den jeweiligen Umgebungsbedingungen resistenten Kunststoffolie luftdicht umschlossen werden. Mit dieser luftdichten Einhüllung des Abfallstoffes mittels einer Kunststoffolie, die gegenüber dem jeweiligen Abfallstoff sowie den Umgebungsbedingungen bei der Ablagerung resistent ist, ist gesichert, daß eventuelle umweltschädliche Bestandteile des Abfallstoffes nicht mehr in den Lacergrund, beispielsweise den Boden einer Mülldeponie, eindringen können. Ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ist somit ein Ablagern auch von problematischen Abfallstoffen in einfachen Gruben möglich.
- Desweiteren ist auch eine gefahrlose Verklappung von Abfallstoffen auf See gegeben. Selbstverständlich muß dabei die Stärke der Kunststoffolie so gewählt werden, daß sie den äußeren Beånspruchungen in jedem Fall gewachsen ist.
- Durch die vorherige Verpressung der Abfallstoffe zu Ballen wird nicht nur eine platzsparende Lagerung erreicht. Darüberhinaus werden sperrige und scharfe Gegenstände hierdurch in eine Form gebracht, die Beschädigungen der Folie ausschließt.
- Für den Fall, daß die Abfallstoffe imkompressibel sind, wie dies beispielsweise bei breiigen oder flüssigen Stoffen der Fall ist, sieht die Erfindung vor, daß die Abfallstoffe in ein starres, aus einem gegenüber dem jeweiligen Abfallstoff und den jeweiligen Ablagerungsbedingungen resistenten Kunststoff bestehendes Behältnis gefüllt werden, das dann luft- und flüssigkeitsdicht verschweißt wird. Mit dieser Art der Vorbereitung der Abfallstoffe werden dieselben Vorteile, wie schon oben angegeben, erzielt.
- In Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Abfallstoffe unter Vakuum gesetzt werden. Auf diese Weise werden chemische Reaktionen, die unter Luftsauerstoff auftreten könnten, vermieden. Außerdem ergibt sich hierdurch eine Kontrollmöglichkeit für die Dichtheit der Kunststoffumhüllung. Schließlich sorgt das Vakuum bei der Umhüllung mittels der Kunststoffolie für eine zusätzliche Versteifung des aus dem Abfallstoff bestehenden Ballens, wie dies auch bei Vakuumverpackungen von Lebensmitteln bekannt ist.
- Für die Durchführung der vorgenannten Verfahren sieht die Erfindung ein Behältnis für die Aufnahme der Abfallstoffe vor, das als quaderförmiger, aus der Kunststoffolie bzw. dem starren Kunststoff bestehender Einweg-Container aus zwei Teilen zusammengeschweißt gebildet ist. Ein derartiger Einweg-Container läßt sich leicht und platzsparend transportieren und sie peln. Die jeweilige Größe hängt dabei von den Transport- und Lagermöglichkeiten ab.
- Was die Kunststoffolie betrifft, so kann sie zur Verstärkung mit einem in ihr integrierten Maschengitter aus Draht oder Kunststoff versehen sein. Damit lassen sich außerordentlich reißfeste und dennoch flexible Kunststoffolien herstellen.
- Der erfindungsgemäße Einweg-Container sollte zudem mit einem Absaugventil für den Anschluß einer Vakuumpumpe versehen sein, damit die Abfallstoffe erforderlichenfalls unter Vakumm gesetzt werden können.
- Die Erfindung sieht ferner vor, daß der Einweg- Container mit Transportösen versehen ist, so daß er leicht mit Hebezeugen bewegbar ist. Diese Transportösen können beispielsweise an um den Einweg-Container gelegten, gegebenenfalls mit diesen befestigten Gurten angebracht sein. Alternativ dazu können sie an einem Rahmen angebracht sein, mit dem der Einweg-Container versehen ist.
- Der Einweg-Container sollte nach Möglichkeit aus Kunststoffabfall bestehen, um auch insoweit für eine Verringerung des Abfallvolumens zu sorgen.
- Als ein sehr geeigneter Kunststoff für den Einweg-Container bietet sich Niederdruck- bzw. Hochdruck-Polyäthylen an, da er für viele problematische Abfallstoffe beständig ist.
- Unter Verwendung der erfindungsgemäßen Einweg-Con- tainer sieht die Erfindung ein Verfahren zu deren Lagerung vor, bei der die Einweg-Container geordnet nebeneinander und lagenmäßig übereinander gestapelt werden. Auf diese Weise wird das Volumen einer Lagergrube optimal ausgenutzt. Dabei sollten die Einweg-Container einer Lage quer zu denen der darunterliegenden Lage gestapelt werden.
- In der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher veranschaulicht. Es zeigen: Fig. 1 einen Frontansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht eines Einweg-Containers aus einer Kunststoffolie; Fig. 3 eine Frontansicht und Fig. 4 eine Seitenansicht eines Einweg-Containers aus starrem Kunststoff; Fig. 5 einen Vertikalschnitt durch eine Mülldeponie.
- Indie in den Figuren 1 bis 4 jeweils in Front- und Seitenansicht gezeigten Einweg-Container 1, 2 lassen sich Abfallstoffe für die Ablagerung in Kiesgruben, Mülldeponien oder Salzstöcken sowie für die Verklappung auf See unterbringen. Die Einweg-Container 1, 2 sind quaderförmig ausgebildet. Ihre Wandungen bestehen in dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Fall aus einer flexiblen Kunststofffolie 3, in dem in den Figuren 3 und 4 gezeigten Beispiel aus einem starren Kunststoff.
- Die Art des verwendeten Kunststoffes bestimmt sich nach der Zusammensetzung der Abfallstoffe und der Umgebung, in die die Einweg-Container 1, 2 gelagert wer- den sollen. Auf jeden Fall muß gesichert sein, daß sie gegenüber diesen Einflüssen resistent sind, und zwar auf lange Zeit.
- Die flexible Kunststoffolie 3 ist aus zwei Hälften 5, 6 entlang der Naht 7 zusammengeschweißt, während der Einweg-Container 2 in den Figuren 3, 4 einen entlang der Naht 8 eingeschweißten Deckel 9 hat. Die Schweißverbindung macht beide Einweg-Container 1, 2 luft- und flüssigkeitsdicht, so daß ein Austreten von Abfallstoffen unmöglich ist.
- An den Stirnseiten haben beide Einweg-Container 1, 2 Absaugventile lo, 11, an denen ein Vakuumpumpe anschließbar ist, um die Innenräume unter Vakuum zu setzen. Dies vermeidet eventuelle chemische Reaktionen und sorgt im Falle des aus der Kunststoffolie 3 bestehenden Einweg-Containers 1 für eine zusätzliche Stabilisierung des in ihm befindlichen Abfallballens.
- Beide Einweg-Container 1, 2 weisen an ihren unteren Längskanten Stabilisierungsstege 12, 13 auf. An ihren Oberseiten sind Transportösen 14 bis 19 angesetzt, wobei sie bei dem in den Figuren 1 und 2 gezeigten Einweg-Container 1 an zusätzlichen Stabilisierungsstegen 20, 21 sitzen. Auf diese Weise sind die Einweg-Container 1, 2 leicht handhabbar und können entsprechend genau gelagert werden.
- Figur 5 zeigt eine Mülldeponie als Beispiel für die Lagerung der Einwegcontainer 1, 2 gemäß den Figuren 1 bis 4. Auf ein Planum 22 sind die Einweg-Container 1, 2 geordnet nebeneinander abgestellt. Nach Auffüllen der Zwischenräume und Bedeckung der Einweg-Con- tainer 1, 2 mit Bodenmaterial 23 wird die nächste Lage von Einweg-Containern 1, 2 abgestellt, jedoch quer zur Längsrichtung der Einweg-Container 1, 2 der darunterliegenden Lage. Auch hier wird wieder aufgefüllt und abgedeckt und dann - wiederum quer dazu -eine weitere Lage aufgestapelt. Über die letzte Lage w-ird dann eine ausreichend dicke Schicht Bodenmaterial 23 verfüllt und mit einer Schicht Mutterboden 24 abgedeckt, so daß der Boden bepflanzt werden kann. wuf diese Weise lassen sich Gruben mit Abfall auffüllen und dann landschaftlich gestalten, wobei die Einweg-Container 1, 2 verhindern, daß schädliche Stoffe in den Boden und gegebenenfalls das Grundwasser geraten.
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Claims (13)
- Verfahren zur Vorbereitunq von Abfallstoffen für deren Lagerung sowie Behältnis für die Aufnahme dieser Abfallstoffe Ansprüche: 1. Verfahren zur Vorbereitung von insbesondere kompressiblen Abfallstoffen, beispielsweise Haus-, Gewerbe- und Industriemüll in fester, breiiger oder flüssiger Form, für das Ablagern auf Mülldeponien oder dergleichen oder für die Verklappung auf See, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfallstoffe zu Ballen gepreßt und mit einer gegegenüber dem jeweiligen Abfallstoff und den jeweiligen Ablagerungsbedingungen resistenten Kunststoffolie -(3) luftdicht umschlossen werden.
- 2. Verahren zur Vorbereitung von insbesondere imkompressiblen Abfallstoffen, beispielsweise breiige oder flüssige Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfallstoffe in ein starres, aus einem gegenüber dem jeweiligen Abfallstoff und den je- 1 weiligen Ablagerungsbedingungen resistenten Kunststoff (4) bestehendes Behältnis (1, 2) gefüllt werden, das dann luft- und flüssigkeitsdichtverschweißt wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfallstoffe unter Vakuum gesetzt werden.
- 4. Behältnis für die Aufnahme von Abfallstoffen bei der Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Behältnis als quaderförmiger, aus der Kunststoffolie (3) bzw. dem starren Kunststoff (4) bestehender Einweg-Container (1, 2) aus zwei Teilen zusammengeschweißt ausgebildet ist.
- 5. Behältnis nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffolie (3) mit einem in ihr integrierten Maschengitter aus Draht oder Kunststoff verstärkt ist.
- 6. Behältnis nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Einweg-Container (1, 2) ein Absaugventil (lo, 11) für den Anschluß einer Vakuumpumpe aufweist.
- 7. Behältnis nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Einweg-Container (1, 2) mit Transportösen (14 bis 19) versehen ist.
- 8. Behältnis nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportösen (14 bis 19) an um den Einweg-Container (1, 2) gelegten, gegebenenfalls mit diesem befestigten Gurten angebracht sind.
- 9. Behältnis nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Einweg-Container (1, 2) mit einem Rahmen (12, 13) versehen ist, an dem die Transportösen (14, 15, 16) angebracht sind.
- lo. Behältnis nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Einweg-Container (1, 2) aus Kunststoffabfall besteht.
- 11. Behältnis nach einem der Ansprüche 4 bis lo, dadurch gekennzeichnet, daß der Einweg-Container (1, 2) aus Niederdruck- bzw. Hochdruck-Polyäthylen besteht.
- 12. Verfahren zur Lagerung der Einweg-Container nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Container (1, 2) geordnet nebeneinander und lagenmäßig übereinander gestapelt werden.
- 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einweg-Container (1, 2) einer Lage quer zu denen der darunterliegenden Lage gestapelt werden.
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