DE3031029C2 - Verfahren und Lünette zum Bearbeiten von langen Werkstücken, insbesondere von Kurbelwellen oder Nockenwellen, durch Rundfräsen - Google Patents
Verfahren und Lünette zum Bearbeiten von langen Werkstücken, insbesondere von Kurbelwellen oder Nockenwellen, durch RundfräsenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von langen Werkstücken, insbesondere von Kurbelwellen oder Nockenwellen, durch Rundfräsen, bei dem das
Werkstück während der, gegebenenfalls mehrstufigen (Schruppen, Schlichten), Bearbeitung im Bereich der
Längsmitte abgestützt und mit der Abstützung der empirisch und/oder rechnerisch1 ermittelte Durchhang
des Werkstückes an der Abstützstelle beseitigt bzw. kompensiert wird, sowie eine Lünette für eine
Fräsmaschine zum Durchführen dieses Verfahrens.
bearbeitet werden, muß mittig unterstützt werden, wenn
endsei tig mit der Bearbeitung begonnen wird, um das Werkstück zentrieren und Vibrationen vermeiden zu
können, was umso wichtiger ist, je engere Toleranzen gefordert werden, wie das inbesondere bei Kurbelwellen oder Nockenwellen der Fall ist. Da die Abstützung
dieser Werkstücke durch Lünetten oder Stützrollen vorgenommen wird, ist es notwendig, am Werkstück ein
sogenanntes Lünettenband anzudrehen, um zu einer
ίο entsprechenden Zentrierung zu kommen, wozu ein
eigener Arbeitsgang auf einer Drehmaschine erforderlich ist Große Kurbelwellen, also Kurbelwellen mit
einer Länge ab 2 bis 3 m, sind außerdem in zwei Schritten an den Lager- und Hubzapfen zu bearbeiten,
bevor sie geschliffen werden können, wobei im ersten Schritt eine Vorbearbeitung durch Schruppen und im
darauffolgenden zweiten Schritt eine Nachbearbeitung durch Schlichten erfolgt Dabei werden durch das
Schruppen Eigenspannungen des Materials frei, was zu
einem Verbiegen der Kurbelwelle bzw. des Werkstükkes führt Wird dann, wie bisher, beim anschließenden
Schlichten das Werkstück am Lünettenband bzw. an einem vorgefrästen Lagerzapfen mit einer zentrieren.-den Lünette abgestützt, beseitigt diese Lünette nicht nur
den Durchhang des Werkstückes, sondern biegt es auch gerade, und das Werkstück wird in dieser geraden Lage
auch bearbeitet. Nach dem öffnen der Lünette federt allerdings das Werkstück bzw. die Kurbelwelle wieder
in die verbogene Lage zurück und das Werkstück bedarf
eines komplizierten Richtvorganges unter der Presse,
was sehr aufwendig ist, da dieses Richten nicht automatisiert werden kann. Ist hingegen ein solches
Richten nicht durchführbar, muß ein so großes Schleifaufmaß vorgesehen sein, daß durch den Schleif-
Vorgang die Verbiegung der Welle beseitigt wird. Das
Abschleifen solcher Übermaße ist aber wiederum besonders zeitraubend und stellt höchste Anforderungen an die Schleifmaschine.
Der Erfindung liegt von daher die Aufgabe zugrunde,
diese Mängel zu beseitigen und ein Verfahren der
eingangs genannten Art anzugeben, bei dem das Andrehen eines Lünettenbancles unnötig ist, trotz
Fehlens eines Richtvorganges nach dem Fräsen ein praktisch unverbogenes Werkstück vorliegt, das nur
geringe Schleifzugaben aufzuweisen braucht, und besonders gute Bearbeitungstoleranzen gewährleistet
sind. Außerdem soll eine Lünette für eine Fräsmaschine vorgeschlagen werden, mit der sich dieses Verfahren auf
einfache Weise verwirklichen läßt.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht das erfindungsgemäße Verfahren darin, daß im Werkstück vorhandene
oder auftretende bleibende Verlegungen durch die Abstützung nicht beseitigt bzw. kompensiert werden.
Die Abstützung hebt somit nur die elastische
Verbiegung des Werkstückes, also den vom Eigengewicht des Werkstückes verursachten freien Durchhang
auf, wobei durch diesen Verzicht auf ein zentrierendes Spannen des Werkstückes zum Abstützen ein roher,
unbearbeiteter Wellenzapfen genügt und kein Lünet
tenband mehr angedreht zu werden braucht. Die dabei
vorhandenen Ungenauigkeiten 4er Werkstückabstüt-
'zung spielen keine Rolle, da sie beim folgenden
allem auch für das Schlichten, bei dem das Werkstück
durch die Abstützung ebenfalls nicht auf Maschinenmitte angehoben und zentriert, sondern wieder nur der
durch das Eigengewicht hervorgerufene Anteil der Verbiegung, also der freie Durchhang, eliminiert wird,
nicht aber die während des Schruppens durch die Eigenspannungen entstandene Verkrümmung. Diese
Verkrümmung, auch eine eventuelle Verbiegung nach unten, bleibt erhalten und das Werkstück wird, eben
nach Beseitigung nur des durch das eigene Gewicht bedingten freien Durchhanges, in verkrümmter Lage
festgehalten und so nachbearbeitet. Dies hat zur Folge, daß beim Schlichten nun auch die gesamte beim
Schruppen aufgetretene Verbiegung herausgefräst wird. Da durch die geringe Bearbeitung beim Nachfräsen
kaum mehr zusätzliche Spannungen frei werden, kommt es zu keiner bemerkenswerten Verbiegung des
Werkstückes bzw. der Kurbelwelle mehr und das Einhalten besonders guter Toleranzen wird gewährleistet
Darüber hinaus ist vor dem Schleifen keinerlei is Richtvorgang mehr erforderlich, die Schleifzugabe kann
minimal bemessen werden, und es wird eine wesentliche Verkürzung der Schleifzeit erreicht Das erfindungsgemäße
Verfahren kann sowohl für ^in Fräsen bei ruhendem Werkstück als auch für ein Fräsen bei
rotierendem Werkstück angewendet werden, da es nur auf die den gewichtsbedingten freien Durchhang
eliminierende Halterung des Werkstückes ankommt, was bei stillstehendem wie bei drehendem Werkstück
möglich ist.
Um dieses Verfahren auf einfache, rationelle Weise durchführen zu können, wird in Weiterbildung der
Erfindung für eine geeignete Fräsmaschine eine Lünette mit zwei einzelnen verstellbaren Klemmbacken vorgeschlagen,
von denen die eine, die Abstützbacke, in lotrechter Richtung aufwärts an das Werkstück
anstellbar und die andere, die Gegenbacke, zum Klemmen des Werkstückes zwischen sich und der
Abstützbacke auf das Werkstück aufsetzbar ist, wobei die Abstützbacke eine die Lage des Berührungspunktes
zwischen Backe und Werkstück registrierende Anzeigeeinrichtung aufweist und über den ihr zugeordneten
Verstellantrieb von diesem Punkt aus um ein vorwählbares Maß hochfahrbar ist, wobei die Gegenbacke mit
der hochgefahrenen Abstützbacke zusammenwirkt. Mit einer solchen Lünette läßt sich der Durchhang der
Welle, der empirisch oder rechnerisch ermittelt wird, schwierigkeitslos beseitigen, da dazu ja nur die
Abstützbacke vom Berührungspunkt an eine weitere, der Größe dieses Durchhanges entsprechende Hubbewegung
durchzuführen braucht. Die Hubbewegung kann dabei auf beliebige Weise, von Hand aus, über
Nocken, Dekadenschaltern, Lochband u.dgl., angesteuert werden. Nach Beendigung des gewählten Hubes
wird die Abstützbacke in dieser Lage fixiert. Die Gegenbacke, es können selbstverständlich auch zwei
oder mehrere Gegenbacken vorhanden sein, ist dann lediglich an das Werkstück anzustellen und muß dieses
zwischen sich und der Abstützbacke festklemmen. Die Funktionsweise dieser Lünette kann daher voll automatisiert
werden und die Lünette ist außerdem direkt auf dem geschmiedeten rohen Lagerzapfen zu spannen, so
daß für den Vorbearbeitungsschritt kein Andrehen eines Lünettenbandes mehr notwendig ist.
Da es wichtig ist, die genaue Lage des Berührungspunktes
zwischen Backe und Werkstück bestimmen zu können, weist erfindungsgemäß die Anzeigeeinrichtung
einen aus der Abstützfläche der Backe vorragenden, gegen Federbelastung zurückschiebbaren Fühler auf,
der in mit der Abstützfläche fluchtender Lage ein Steuersignal auslöst. Dieser Fühler wird beim Anstellen
der Abstützbacke an das Werkstück gegen die Federbelastung in Richtung zur Abstützfläche der
Backe verschoben, wobei der genaue Zeitpunkt der Berührung zwischen Abstützfläche und Werkstück dann
gegeben ist, wenn der Fühler mit der Abstützfläche fluchtet Sobald dies erreicht ist wird über einen
entsprechenden Geber das Signal gesetzt von dem aus dann die Abstützbacke um das Maß des freien
Durchganges weiterbewegt werden muß.
Vorteilhaft ist es weiters, wenn erfindungsgemäße die Verstellantriebe der Backen mit Bremsen oder die
Backen selbst mit Fixiereinrichtungen ausgerüstet sind. Durch die Bremsen für die Verstellantriebe ist nicht nur
eine genaue Bemessung des Verstellweges möglich, sondern es lassen sich damit auch die Backen in jeder
gewünschten Position festlegen, wozu natürlich auch eigene Klemmeinrichtungen für die Backen vorgesehen
sein können. Diese Fixierung der Backen erlaubt dann, ohne die Verstellantriebe belasten zu müssen, die
gewünschte Klemmung des Werkstflckes für den Nachbearbeitungsschritt
Für die Abstützung eines während 4er Bearbeitung
rotierenden Werkstückes sitzen erfindjjingsgemäß die
Klemmbacken mit ihren Verstellantrifben in einem drehbar gelagerten, das Werkstück umgebenden Ringträger,
der in einer Ausgangsdrehsteltyng, in der die Abstützbacke vertikal aufwärts orientiert liegt, anhaltbar
ist. In der Ausgangsdrehstellung des Ringrägers, die auf einfache Weise über Steuerschalter u. dgl. erreichbar
ist, kann die Abstützbacke in gewünschtem Sinn von unten an das Werkstück angestellt werden und dieses
zum Ausgleich des freien Durchhanges hochdrücken. Nach Fixierung des Werkstückes in dieser Lage durch
die Gegenbacke kann dann der Ringträger für die Werkstückbearbeitung gedreht werden, wobei die
Klemmung bleibt
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Lünette für eine Fräsmaschine zur Bearbeitung eines ruhenden Werkstückes
in Stirnansicht und die
F i g. 2 bzw. 3 eine erfindungsgemäße Lünette für eine Fräsmaschine zur Bearbeitung eines drehenden Werkstückes
schematisch im Querschnitt bzw. in Stirnansicht
Die in F i g. 1 veranschaulichte Lünette 1 weist eine Abstützbacke 2 auf, die lotrecht geführt und von unten
an ein Werkstück 3 anstellbar ist. Der Verstellantrieb 4 für diese Abstützbacke 2 wirkt mit einem Keilgetriebe 5
zusammen und erlaubt es, die Backe 2 vom Berührungspunkt zwischen Backe und Werkstück an um ein
vorwählbares Maß hochzuheben. Die Lage des Berührungspunktes wird dabei von einer Anzeigeeinrichtung
6 registriert, die einen Fühler 7 aufweist, der durch Belastung einer Fede'r 8 über die Abstützfläche 2a der
Abstützbacke 2 vorragt und über einen Impulsgeber 9 od. dgl. eine mit der Abstützfläche 2a fluchtende Lage,
die ja dem Berührungspunkt zwischen Werkstück und Backe entspricht, anzeigt. Von dieser Ausgangsposition
an wird nun die Abstützbacke 2 um ein ganz bestimmtes Maß weiterbewegt, wobei dieses Maß dem freien
Durchhang des Werkstückes an der Abstützstelle entspricht. Der Verstellweg der Abstützbacke 2 ist dabei
über ein Wegmeßgerät 10 kontrollierbar.
Mit der Abstützbacke 2 wirken zwei Gegenbacken 11 zusammen, die jeweils einen eigenen Vcrstellantrieb 12
aufweisen und das Werkstück 3 zwischen sich und der Abstützbacke 2 festklemmen. Um die Backen in ihrer
Klemmposition fixieren zu können, sind die Gegenbakken H mit Fixiereinrichtungen 13 ausgerüstet und der
Verstellantrieb 4 für die Abstützbacke 2 besitzt eine
Bremse 14.
Um das Andrehen eines Lünettenbandes zu vermeiden bzw. um das beim Bearbeiten eines Werkstückes
durch die während des Vorbearbeitungsschrittes frei werdenden Eigenspannungen des Materials hervorgerufene
Verbiegen des Werkstückes beim folgenden Nachbearbeitungsschritt beseitigen zu können, wird das
Werkstück 3 zur Bearbeitung bzw. nach Beendigung des Vorbearbeitungsschrittes mit der Lünette 1 am rohen
bzw. vorbearbeiteten Zapfen so abgestützt, daß nur der freie Durchhang dieses Werkstückes eliminiert wird, die
durch das fehlende Lünettenband vorhandene Ungenauigkeit oder die im Vorbearbeitungsschritt entstandene
Verbiegung aber beibehalten bleibt. Dazu wird die Abstützbacke 2 der Lünette 1 an das Werkstück 3 von
unten angestellt, bis der Berührungspunkt zwischen Backe und Werkstück erreicht ist (voll ausgezogene
Darstellung in F i g. 1). Von diesem Berührungspunkt an wird das Werkstück 3 über die Abstützbacke 2 um ein
Maß f hochgedrückt, das dem freien Durchhang entspricht, die durch die Vorbearbeitung bedingte
Verkrümmung (Exzentrizitäten et, e2) z. B. aber nicht
berücksichtigt. In dieser Lage wird die Abstützbacke 2 über die Bremse 14 fixiert und das Werkstück 3 über die
Gegenbacken 11 festgeklemmt (strichlierte Darstellung
in Fig. 1). Diese nur den Durchhang der Welle eliminierende Klemmung, in der die Welle in ihrer
ungenauen Lage oder verbogenen Form fixiert ist, vermeidet ein Andrehen eines Lünettenbandes und
erlaubt beim Nachbearbeitungsschritt eine Beseitigung der unerwünschten Verbiegung, so daß für den
nachfolgenden Schleifvorgang weder ein Richten erforderlich ist, noch eine extreme Schleifzugabe
vorgesehen sein muß, um enge Toleranzen einhalten zu können. Die Größe des Durchhanges wird dabei
empirisch oder rechnerisch ermittelt, so daß ein vorwählbares Maß für die Hubbewegung der Abstützbacke
2 ab dem Berührungspunkt zwischen Backe und Werkstück vorliegt und die Hubbewegung selbst über
das Wegmeßgerät 10 kontrolliert werden kann.
Wird das Werkstück 3 während einer Drehbewegung bearbeitet, muß selbstverständlich auch die Lünette
drehbare Klemmbacken aufweisen. Eine solche Lünette 15 ist in den F i g. 2 und 3 dargestellt, wobei F i g. 2 die
Offenstellung und F i g. 3 die Klemmstellung der Backen wiedergibt. Hier sind die Abstützbacke 16 und eine
ίο Gegenbacke 17 radial in einem Ringträger 18 montiert,
wobei die Backen 16,17 über eine Schraubenspindel 19, ein Kegelradgetriebe 20 und einen über Schleifringkontakte
21 anspeisbaren Motor 22 verstellbar sind. Die Abstützbacke 16 besitzt wiederum eine Anzeigeeinrichtung
23 zur Bestimmung des Berührungspunktes zwischen Backe iö und Werkstück 3 und zur
Überwachung des Verstellweges für die Backe 16 dient ebenfalls ein Wegmeßgerät 24. Der Ringträger 18 ist
drehbar in der Lünette 15 gelagert, so daß die das Werkstück 3 klemmenden Backen 16,17 die Wtrkstückdrehung
für die Bearbeitung mitmachen können. Um auch hier eine Abstützung des Werkstückes 3 zu
erreichen, die den freien Durchhang eliminiert, das Werkstück aber in verbogener Lage beläßt, ist dem
Ringträger 18 eine Ausgangsdrehstellung zugeordnet, in der die Abstützbacke 16 lotrecht von unten an das
Werkstück anstellbar ist und das Werkstück um den Betrag dieses freien Durchhanges nach oben drücken
kann. Sobald diese Lage von der Abstützbacke 16 erreicht ist, wird die Gegenbacke 17 nach unten
gefahren und das Werkstück 3 festgeklemmt. Für die drehende Bearbeitung des Werkstückes 3 kann nun der
Ringträger 18 über das Antriebszahnrad 25 und das Ritzel 26 in Drehung versetzt werden, wobei die
Klemmbacken 16,17 samt ihren Verstellantrieben diese Drehung mitmachen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Bearbeiten von langen Werkstücken, insbesondere von Kurbelwellen oder
Nockenwellen durch Rundfräsen, bei dem das Werkstück während der, gegebenenfalls mehrstufigen (Schruppen, Schlichten), Bearbeitung im Bereich
der Längsmitte abgestützt und mit der Abstützung der empirisch und/oder rechnerisch ermittelte
Durchhang des Werkstückes an der Abstützstelle beseitigt bzw. kompensiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Werkstück vorhandene
oder auftretende bleibende Verbiegungen durch die Abstützung nicht beseitigt bzw. kompensiert werden.
2. Lünette für eine Fräsmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei während
der Bearbeitung stillstehei.dem Werkstück, mit wenigstens zwei einzeln verstellbaren Klemmbakken, von denen die eine, die Abstützbacke, in
lotrechter Richtung aufwärts an das Werkstück anstellbar und die andere, die Gegenbacke, zum
Klemmen des Werkstückes zwischen sich und der Abstützbacke auf das Werkstück aufsetzbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abstützbacke (2; 16) eine die Lage des Berührungspunktes zwischen
Backe und Werkstück registrierende Anzeigeeinrichtung (6; 23) aufweist und über den ihr
zugeordneten Verstellantrieb (4, 5; 19, 20, 22) von diesem Punkt aus um ein vorwählbares Maß (f)
hochfahrbar ist, wobei die Gegenbacke (11; 17) mit der hochgefahrenen Abstützbacke (2; 16) zusammenwirkt.
3. Lünette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigeeinrichtung (6) einen aus der
Abstützfläche (2a) der Abstützbacke (2, 16) vorragenden, gegen Federbelastung zurückschiebbaren
Fühler (7, 23) aufweist, durch den in mit der Abstützfläche der Abstützbacke (2) fluchtender
Lage ein Steuersignal auslösbar ist.
4. Lünette nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellantriebe (4)
der Backen (2) mit Bremsen (14) oder die Backen (11) selbst mit Fixiereinrichtungen (13) ausgerüstet sind.
5. Lünette nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei während der
Bearbeitung sich drehendem Werkstück die Backen (16, 17) mit ihren Verstellantrieben (19, 20, 22), wie
an sich bekannt, in einem drehbar gelagerten, das Werkstück (3) umgebenden Ringträger (18) sitzen,
der in einer Ausgangsdrehstellung, in der die Abstützbacke (16) vertikal aufwärts orientiert liegt,
anhaltbar ist.
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