DE3030870A1 - Selbstschmierendes lager - Google Patents
Selbstschmierendes lagerInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein selbstschmierendes Lager. Als Rohmaterialien für die Herstellung von selbstschmierenden
Lagermaterialien sind bisher konventionellerweise solche Materialien wie Polyamid, Polyacetal, Polybutylenphthalat,
Polycarbonat, Polytetrafluoräthylen verwendet worden. Aber die auf diese Weise hergestellten Lager können beim Gebrauch
nur einen Lauf mit geringer Belastung aushalten; sie sind zwar wegen ihrer ausgezeichneten Eigenschaften
der Reibungslosigkeit bzw. der geringen Reibung hinsichtlich
ihrer funktionellen Kapazität in vollem Umfang erfolgreich anwendbar, jedoch haben sie den Nachteil, daß sie
nicht zur Verwendung bei einem Lauf mit schwerer Belastung fähig sind. Daher sind bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt
viele experimentelle Untersuchungen zur Verbesserung der Belastungsfähigkeit gegenüber einem Laufen des Lagers bei
schweren Belastungen unternommen worden, und zwar unter Berücksichtigung dessen, daß eine Verbesserung der Gleitfähigkeit
des Kunstharzes erzielt werden sollte; insbesondere sind die experimentellen Untersuchungen mit der Konzeption
durchgeführt worden, daß man dem Harz Schmieröl beimischt. Um diesen Zweck zu erreichen, wurde zum Pressen
bisher oft ein Material verwendet, das man durch Mischen von aktivem Kohlenstoff, der als Schmierölträger
dient und in dem Schmieröl absorbiert ist, mit Kunstharz oder durch Mischen von synthetischem Gummi bzw. Kautschuk,
der als Schmierölträger dienen kann, und Schmieröl zusammen mit Kunstharz erhält, wobei im letzteren Falle als
synthetischer Gummi bzw. Kautschuk beispielsweise Äthylen-Propylen-Dien-Monomer-Copolymer,
Butadiengummi bzw. -kautschuk sowie Isoprengummi bzw. -kautschuk verwendet
wurden. Aber dieser als Schmierölträger dienende synthetische Gummi bzw. Kautschuk hat keine so große Absorptions-
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fähigkeit für Schmieröl, beispielsweise absorbiert eine Volumeneinheit von synthetischem Gummi bzw. Kautschuk im
äußersten Falle nur 3 Volumeneinheiten Schmieröl, so daß es in den Fällen, in denen das Harz viel Schmieröl enthalten
soll, erforderlich ist, eine große Menge an Kunstharz zuverwenden, was zur Folge hat, daß die Eigenschaften
des Basisharzes eine schlechte bzw. nachteilige Wirkung insofern haben, als diese Lager, die mit diesem Harz
hergestellt sind,eine verminderte mechanische Festigkeit oder eine winzige bzw. geringe Gleitfähigkeit haben. Das
ist ein Nachteil der Lager dieser Art. Zunächst haben Schmierölträgersubstanzen, wie es aktiver Kohlenstoff,
Metallsalze von synthetischem Gummi bzw. Kautschuk sind, ursprünglich von selbst nur eine so winzige bzw. geringe
Schmierfähigkeit, daß sie beim Kontakt mit einem Partnerteil, beispielsweise einer rotierenden Welle, keinerlei
befriedigendes Ergebnis in bezug auf die Gleitfähigkeit
zeigen. Weiterhin neigt, da das oben erwähnte in Öl eingetauchte Harz im wesentlichen noch nicht einer Qualitätsverbesserungsbehandlung
unterworfen ist, mit der eine hohe Wärmeleitfähigkeit und eine niedrige lineare Ausdehnung
desselben bewirkt werden, das Lager dazu, direkt unvorteilhafte Einflüsse bzw. Wirkungen zu erhalten, die
von der Drehreibung auf der Kontaktoberfläche herrühren, so daß beide Materialien gegenseitig ihre dimensioneile
Stabilität verlieren und ein sogenanntes "Umarmen der Welle" sowie Schmelzbackanhaftphänomene bewirken bzw. zeigen.
Das ist ein Nachteil.
Unter Berücksichtigung der obigen Tatsachen soll mit der Erfindung ein selbstschmierendes Lager zur Verfügung gestellt
werden, das überragende Eigenschaften in solchen Punkten, wie es Gleitfähigkeit, Abriebfestigkeit und dimensioneile
Stabilität sind, hat.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß Polyhorbor-
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nenharz bzw. Harz von Polynorbornentyp und expandierter
Graphit als Schmiermittelträger beste Materialien in einem zusammengesetzten, Öl enthaltenden Kunststoffmaterial
sind, die bzw. das in zufriedenstellender Weise mit Schmieröl verträglich sind bzw. ist, wobei sich eine gute Gleitfähigkeit
undAbriebfestigkeit dieses zusammengesetzten Materials ergibt; insbesondere ermöglicht die Verwendung
von expandiertem Graphit das Erzielen einer ausgezeichneten Schmierleistung, und zwar selbst im Falle seines niedrigeren
Ölgehalts, sowie eine Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit und eine Herabsetzung der linearen Ausdehnungsfähigkeit;
weiterhin wurde gefunden, daß Metallpulver, wie beispielsweise Kelmet-Legierungspulver sowie Bronzepulver
zur Verbesserung der Stabilität, Abriebfestigkeit, dimensioneilen Stabilität und Wärmeleitfähigkeit des selbstschmierenden
Lagers beitragen können.
Mit der Erfindung wird ein selbstschmierendes Lager zur Verfügung gestellt, das ausgezeichnete mechanische Eigenschaften
hat und viel Schmieröl enthält.
Weiterhin wird mit der Erfindung ein selbstschmierendes Lager zur Verfügung gestellt, das eine lange Gebrauchslebensdauer hat.
Außerdem wird mit der Erfindung ein selbstschmierendes Lager geschaffen, das aus Kunstharz hergestellt ist, welches
weniger Wärmedeformation aufweist und dimensionelle Stabilität gegen Wärmeerzeugung besitzt.
Gemäß der Erfindung wird das selbstschmierende Lager mit einer konventionellen Form- und/oder Preßmaschine hergestellt,
und zwar in einer Hülsenform durch Formen und/ oder Pressen eines Materials, das durch homogenes Mischen
von in Schmieröl eingetauchtem Polynorbornenharz bzw. von
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in Schmieröl eingetauchtem Harz von Polynorbornentyp und/ oder von in Schmieröl eingetauchtem expandiertem Graphit
mit synthetischem Harz von überragender Gleitfähigkeit
und Abriebfestigkeit, wie Polyamid, Polyacetal, Polybutylenphthalat,
Polycarbonat sowie Polytetrafluoräthylen hergestellt ist.
Gemäß der Erfindung kann konventionelles Schmieröl verwendet werden, beispielsweise aromatisches Schmieröl, naphthenisches
Schmieröl, paraffinisches Schmieröl, wie es Spindelöl, Turbinenöl, Maschinenöl, Dynamoöl ist, und synthetisches
Öl, wie es Kohlenwasserstoffe, Ester, Polyglykole und Silikone sind. Als Polynorbornenharz bzw. Kunstharz
vom Polynorbornentyp kann Polynorbornenharz bzw. Harz von Polynorbornentyp verwendet werden, dessen Molekulargewicht
mehr als 2 Millionen beträgt und das einen Glasphasenübergangspunkt von 35°C hat, oder Polynorbornenharz bzw. Harz
vom Polynorbornentyp, das mit Vulkanisierungsmittel zusammengesetzt ist. Polynorbornenharz dieser Art hat insbesondere
den Vorteil, daß es eine poröse Struktur besitzt und eine große Menge an Schmieröl absorbieren kann, die im
äußersten- Falle das 1o-fache (seines Eigenvolumens) beträgt.
Dieser Vorteil kann dazu beitragen, es zu vermeiden, eine große Menge an Harz zu verwenden und daß eine
nachfolgende Verminderung der physikalischen Eigenschaften des Lagers durch diese verwendete Menge an Schmierölträger verhindert wird, d. h. Polynorbornenharz kann eingespart
werden.
Mit expandiertem bzw. gedehntem bzw. aufgeblähtem Graphit ist eine Sorte von Graphit bezeichnet, in dem Kohlenstoffatome
in Schichten angeordnet sind und der durch Oxidieren von natürlichem Graphit hoher Kristallinität mit Oxidationsmittel
sowie durch irreversible Expansion, bei der eine poröse Struktur erzeugt wird, durch Erhitzung expan-
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diert worden ist, so daß er eine hohe Absorptionsfähigkeit für flüssige Substanzen hat.
Da der expandierte Graphit eine Wirkungsweise eines festen Schmiermittels hat, wie sie gewöhnlicher Graphit hat,
weist er vorzugsweise diese Schmierfähigkeit in Kombination mit der Schmierfähigkeit von absorbiertem Öl auf.
Als Schmierölträger kann nicht nur entweder Polynorbornen-Kunstharz
oder expandierter Graphit allein verwendet werden, sondern beide können in Kombination verwendet werden.
Diese Dinge werden weiter unten erläutert. Der am meisten bevorzugte Gehalt des Lagers an Schmieröl ist weniger als
4o Vol.-%, basierend auf dem Lagervolumen· Daher besteht eine bevorzugte Zusammensetzung des selbstschmierenden Lagers
insbesondere aus 1 bis 4o Vol.-% Schmieröl, o,1 bis 2o Vol.-% Polynorbornenharz als Schmierö!träger und den
restlichen Volumenprozenten aus reibungslosem bzw. selbstschmierendem und abriebfestem Kunstharz. Um ein Lager von
Hülsenform zu erzeugen, wird ein Pellet bzw. eine Tablette bzw. werden Pellets bzw. Tabletten einer üblichen Form-
und/oder Preßmaschine zugeführt, das bzw. die aus einem zusammengesetzten Material hergestellt ist bzw. sind, welches
seinerseits dadurch hergestellt worden ist, daß man 1 bis 4o Vol.-% Schmieröl und o,1 bis 2o Vol.-% Polynorbornen-Kunstharz
homogen miteinander gemischt und anschließend weiter reibungsloses bzw. selbstschmierendes
und abriebfestes Kunstharz zugemischt hat.
Anstelle von Polynorbornen-Kunstharz kann zur Herstellung des selbstschmierenden Lagers expandierter Graphit verwendet
werden. In diesem Falle wird erstens ein dehnbarer Graphit bei 2oo bis 1ooo°C einer Wärmebehandlung unterworfen,
durch die eine Ausdehnung desselben in der Richtung der C-Achse bewirkt wird, was dazu führt, daß man porösen
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Graphit erhält, der eine ausreichende Absorptionsfähigkeit
für Schmieröl hat; und zweitens wird diesem Schmieröl homogen beigemischt, und zwar in einer Menge, daß die Zusammensetzung
des Ergebnisses so wird, daß das Verhältnis Graphit/Schmieröl gleich 1 cm /o,2 cm bis 1 cm /5 cm wird;
und drittens wird die auf diese Weise erhaltene Mischung homogen mit reibungslosem bzw. selbstschmierendem und abriebbeständigem
Kunstharz gemischt, so daß man eine sich ergebende Zusammensetzung erhält, die aus o,5 bis 2o VoI.-%
des Graphits, 1 bis 2o Vol.-% des Schmieröls besteht
und deren restlicher Prozentsatz aus dem Kunstharz besteht; und das auf diese Weise erhaltene zusammengesetzte Material
wird zu dem selbstschmierenden Lager verarbeitet.
Da expandierter Graphit, wie oben erwähnt, als solcher ein festes Schmiermittel ist, ist es zum Erreichen einer guten
Gleitfähigkeit des Lagers ausreichend, daß die Menge an
Schmieröl, zum Eintauchen dieses Graphits bzw. zum Einbetten durch diesen Graphit die Hälfte der Menge beträgt,
die im Falle von Polynorbornenharz vorgesehen wird»
Als Schmierölträger können Polynorbornenharz und expandierter Graphit gleichzeitig zusammen verwendet werden,
und in diesem Falle kann als Rohmaterial zur Herstellung des selbstschmierenden Lagers ein solches verwendet werden,
das 1 bis 4o Vol.-% Schmieröl, o,1 bis 2o Vol.-% Polynorbornenharz zusammen mit o,5 bis 2o Vol.-% expandiertem
Graphit sowie die restlichen Volumenprozente reibungsloses bzw. selbstschmierendes und abriebfestes Kunstharz
enthält.
Polynorbornen-Kunstharz und expandierter Graphit, die jeweils
die gleiche Menge an Schmieröl enthalten, können für die Herstellung eines selbstschmierenden Lagers verwendet'
werden, und es kann auch Polynorbornen-Kunstharz,
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- 1o -
das eine angemessen große Menge an Schmieröl enthält, zusammen mit expandiertem massiven bzw. festem Graphit verwendet
werden, der bei dieser Herstellungsart selbst als Schmiermittel wirkt. In dem letzteren Falle kann bei dieser Herstellungsweise
anstelle des expandierten Graphits auch konventioneller massiver bzw. fester Graphit verwendet werden,
der als Schmiermittel verwendbar ist.
Zur Verbesserung der Wärmeleitfähigkeit ohne Verminderung der Gleitfähigkeit und zur Verminderung des Werts des Koeffizienten
der linearen Ausdehnung des Lagermaterials
kann vorteilhafterweise Metallpulver, vorzugsweise Kelmet-Legierungspulver oder Bronzepulver, verwendet werden.
kann vorteilhafterweise Metallpulver, vorzugsweise Kelmet-Legierungspulver oder Bronzepulver, verwendet werden.
Die Erfindung sei nachstehend anhand von Beispielen wie
folgt erläutert:
folgt erläutert:
Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung "Daphnee Super Mechanic Oil 1oo) wurde in einer Menge von 3o Vol.-% zu 8
Vol.-% elastomerem Kunstharz vom Polynorbornentyp bzw.
elastomerem Polynorbornen-Kunstharz (mit der Handelsbezeichnung NORSOREX) hinzugefügt, und das erhaltene Material wurde in einem Henschel-Mischer gut gemischt, und es wurde danach während 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, so daß sich eine transparente gallertartige bzw. gelierte Substanz ergab, die aus gegenseitig gut gelöstem Schmieröl und synthetischem Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. elastomerem Polynorbornen-Kunstharz bestand; und dann wurde zu der erhaltenen, gegenseitig gelösten Mischung Polyacetal-Harzpulver (mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) in einer Menge von 62 Vol.-% mit einem
Henschel-Mischer zugemischt. Das Ergebnis wurde mit einem Strangpreßwerkzeug bzw. einer Strangpreßeinrichtung zu
Vol.-% elastomerem Kunstharz vom Polynorbornentyp bzw.
elastomerem Polynorbornen-Kunstharz (mit der Handelsbezeichnung NORSOREX) hinzugefügt, und das erhaltene Material wurde in einem Henschel-Mischer gut gemischt, und es wurde danach während 12 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen, so daß sich eine transparente gallertartige bzw. gelierte Substanz ergab, die aus gegenseitig gut gelöstem Schmieröl und synthetischem Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. elastomerem Polynorbornen-Kunstharz bestand; und dann wurde zu der erhaltenen, gegenseitig gelösten Mischung Polyacetal-Harzpulver (mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) in einer Menge von 62 Vol.-% mit einem
Henschel-Mischer zugemischt. Das Ergebnis wurde mit einem Strangpreßwerkzeug bzw. einer Strangpreßeinrichtung zu
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Pellets bzw. Tabletten verarbeitet und dann wurden daraus durch Spritzgießen Lager vorbestimmter Abmessungen hergestellt.
Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung Daphnee Super Mechanic Oil 1oo bzw. Daphnee Supermechaniköl 1oo) wurde
in einer Menge von 3o Vol.-% zu 8 Vol.-% synthetischem Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. elastomerem synthetischem
Polynorbornen (mit der Handelsbezeichnung NOR-SOREX) zugefügt. Die erhaltene Mischung wurde wie im Beispiel
1 behandelt, so daß man ein gallertartiges Material erhielt. Zu dem erhaltenen gallertartigen Material wurden
42 Vol.-% Polyacetalharzpulver (mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) und 2o Vol.-% gesprühte Kelmet-Legierung
(Pb 3o %) zugemischt, und dann wurde das Ganze mittels eines Henschel-Mischers gemischt. Aus der erhaltenen Mischung
wurde mit dem gleichen Verfahren wie im Beispiel 1 ein Lager hergestellt.
Dehnbarer Graphit wurde durch Erhitzung bei 2oo°C in der Richtung der C-Achse expandiert, damit der Graphit eine
Schmierölabsorptionsfähigkeit erhielt. Von 1o Vol.-% des
erhaltenen expandierten Graphits wurden 2o Vol.-% Schmieröl absorbiert, und dem erhaltenen Material wurden mit einem
Mischer 7o Vol.-% Polyacetalharzpulver (mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) zugemischt. Durch Strangpressen
wurden aus dem vorstehend erhaltenen Material Pellets bzw. Tabletten erzeugt, und diese wurden durch
Spritzgießen zu Lagern vorbestimmter Abmessungen weiterverarbeitet.
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Beispiel 4
Unter Anwendung des Verfahrens des Beispiels 1 wurde ein
Lager erzeugt, wobei jedoch anstelle der Io Vol.-% Polyacetalharzpulver
im Beispiel 3 nur 55 Vol.-% desselben verwendet wurden und wobei weiter Kelmet-Legierungspulver
in einer Menge von 15 Vol.-% gleichzeitig mit als Rohmaterial verwendet wurde.
Synthetisches Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. synthetisches elastomeres Polynorbornen (mit der Handelsbezeichnung
NORSOREX) mit einer Menge von 8 Vol.-%, durch Wärmebehandlung bei hoher Temperatur in der C-Achsenrichtung expandierter
Graphit in einer Menge von 8 Vol.-%, und Schmieröl (Daphnee Super Mechanic Oil 1oo) in einer Menge von 2o
Vol.-% wurden in einem Mischer zusammengemischt; und dann wurde die erhaltene Masse während 12 Stunden bei Raumtemperatur
stehengelassen, so daß man eine homogen gegenseitig gelöste gallertartige Substanz erhielt, die aus Schmieröl
und ihrer Trägersubstanz bestand. Zu dieser gallertartigen Substanz wurden 64 Vol.-% Polyacetalharzpulver (mit
der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) in einem Mischer
zugemischt. Die erhaltene Masse wurde zu Pellets bzw. Tabletten verarbeitet und dann mittels einer Spritzgußmaschine
so geformt, daß Lager vorbestimmter Abmessungen erhalten wurden.
3o Vol.-% Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung Daphnee
Super Mechanic Oil 1oo bzw. Daphnee Supermechaniköl 1oo) wurden
zu 1o YoI.-% synthetischem Elastomer vom Polynorbornentyp
bzw. synthetischem elastomerem Polynorbornen (mit der
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Handelsbezeichnung NORSOREX) hinzugefügt, und die sich ergebende Masse wurde in einem Mischer gemischt und bei Raumtemperatur
während 12 Stunden stehengelassen, so daß eine transparente homogen gelöste gallertartige Substanz erhalten
wurde, die aus Schmieröl und Schmierölträger bestand. Zu dieser gallertartigen Substanz wurden 8 Vol.-% expandierter
Graphit und 52 Vol.-% Polyacetalpulver (mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) hinzugefügt, und die
erhaltene Masse wurde in einem Mischer gemischt. Die erhaltene Mischung wurde durch ein Strangpreßverfahren zu
Pellets bzw. Tabletten verarbeitet, und die Pellets bzw. Tabletten wurden durch Spritzgießen zu Lagern vorbestimmter
Abmessung weiterverarbeitet.
6 Vol.-% synthetisches Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. synthetisches elastomeres Polynorbornen (mit der Handelsbezeichnung
NORSOREX) wurden zu 3o Vol.-% Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung Duphnee Super Mechanic Oil 1oo)
hinzugefügt, die sich ergebende Masse wurde in einem Henschel-Mischer
gemischt und bei Raumtemperatur während 12 Stunden stehengelassen, so daß man eine homogene transparente
gallertartige Substanz erhielt. Dann wurde die erhaltene Substanz wiederum in einem Henschel-Mischer gemischt,
und zwar unter Hinzufügung von 1o Vol.-% Graphit in Schuppenform, 15 Vol.-% gesprühtes Kelmet-Legierungspulver
und 39 Vol.-% Polyacetalharzpulver. Die ergebende Masse wurde zu Pellets bzw. Tabletten verarbeitet und zu
einem Lager vorbestimmter Abmessung durch Spritzgießen weiterverarbeitet.
Ein seibstschmierendes Lager wurde nach dem Verfahren des
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Beispiels 2 hergestellt, und zwar mit der Abwandlung, daß anstelle von gesprühtem Kelmet-Legierungspulver Bronzepulver
verwendet wurde.
4 Vol.-% synthetisches Elastomer vom Polynorbornentyp bzw.
synthetisches elastomeres Polynorbornen (mit der Handelsbezeichnung NORSOREX) wurden zu 2o Vol.-% Schmieröl (mit
der Handelsbezeichnung Duphnee Super Mechanic Oil 1oo) hinzugefügt, und die Mischung wurde in einem Henschel-Mischer
gemischt und während 12 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen, so daß man eine homogen gelöste transparente
gallertartige Substanz erhielt. Zu der erhaltenen gallertartigen Substanz wurden 2o Vol.-% Graphit in Schuppenform,
15 Vol.-% gesprühtes Kelmet-Legierungspulver und 41 VoI.-% Polyacetalharzpulver hinzugefügt, und das Ganze
wurde in einem Hensehe1-Miseher gemischt. Die erhaltene
Mischung wurde zu einem Pellet bzw. einer Tablette geformt. Das Pellet bzw. die Tablette wurde durch Spritzgießen
zu einem Lager vorbestimmter Abmessungen weiterverarbeitet.
3o Vol.-% Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung Duphnee Super Mechanic Oil 1oo), 6 Vol.-% synthetisches elastomeres
Polynorbornen (mit der Handelsbezeichnung NORSOREX) und 6 Vol.-% Graphit, das dadurch porös gemacht worden
war, daß es durch eine Wärmebehandlung bei 3oo°C in der Richtung der C-Achse gedehnt wurde, wurden in einen Henschel-Mischer
gegeben und gut gemischt, diese Mischung wurde während 12 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen,
so daß man eine homogen gelöste gallertartige Substanz erhielt. Zu dieser erhaltenen Substanz wurden 2o
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Vol.-% gesprühtes Kelmet-Legierungspulver (Pb 3o %) und 38 VoL-% Polyacetalharz (mit der Handelsbezeichnung Duracon
M 9o-o2) in einem Henschel-Mischer hinzugemischt, die Mischung wurde pelletisiert bzw. tablettiert, und daraus
wurde ein Lager von vorbestimmten Abmessungen geformt bzw. gepreßt bzw. durch Spritzgießen ausgebildet.
Beispiel 11
In einen Henschel-Mischer wurden 2o Vol.-% Schmieröl (mit der Handelsbezeichnung Duphnee Super Mechanic Oil 1oo) und
5 Vol.-% Kunstharzelastomer vom Polynorbornentyp bzw. elastomer
es Polynorbornen-Kunstharz (mit der Handelsbezeichnung NORSOREX) eingegeben und gemischt, und die Mischung
wurde während 12 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen,
so daß sich eine homogen gelöste transparente gallertartige Substanz ergab. Zu dieser gallertartigen Substanz wurden
7 Vol.-% expandierter Graphit, 2o Vol.-% gesprühtes Kelmet-Legierungspulver (Pb 3o %) und 48 Vol.-% Polyacetalharz
(mit der Handelsbezeichnung Duracon M 9o-o2) in Pulverform hinzugefügt und in der gleichen Verfahrensweise wie im
Beispiel 1 behandelt.
In den obigen Beispielen bedeutet die Bezeichnung "vorbestimmte Abmessungen" eine Abmessung von 8 mm Durchmesser
χ 1o mm Durchmesser χ 15 mm; und die erhaltenen Lager wurden
mit einer Rate getempert bzw. gehärtet, die dem japanischen Industriestandard S45C entspricht; bei der Untersuchung
der Gleitfähigkeit und des Abriebwiderstands des Lagers wurde eine Welle mit einer Oberflächenrauhigkeit
von 3,6 S benutzt. Bei diesen Untersuchungen war die WeI-lenbelastung
5 kg/cm bei einem Lauf mit 3oo Umdrehungen/
2
min, und 2 kg/cm bei einem Lauf mit 75oo Umdrehungen/min.
min, und 2 kg/cm bei einem Lauf mit 75oo Umdrehungen/min.
Das Untersuchungsergebnis ist in der nachstehenden Tabel-
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303087Q
le 1 angegeben.
| Bei | Beim Lauf mit 3ooo Umdrehungen/min | Reibungs koeffizient |
Temperatur- anstieg (0C) |
Beim Lauf mit 75oo üradrehungen/min | Reibungsko- Temperatur effizient anstieg(0C) |
44 |
| spie] | Abriebko- effizient |
o,o75 | 26 | Abriebko effizient |
o,o78 | 35 |
| 1 | 2,5 | o,o65 | 19 ■ | 4,9o | o,o6 | 48 |
| 2 | 1,59 | o,o85 | 29 | 4,2o | o,o8o | 38 |
| 3 | 2,3o | o,o7o | 24 | 5,5o | o,o72 | 37 |
| 4 | 1,95 | o,o6 | 19 | 3,9o | o,o61 | 36 |
| 5 | 1,49 | o,o6 | 18 | 3,55 | o,o58 | 36 |
| 6 | 1,5o | o,o6o | 22 | 3,59 | o,o61 | 38 |
| 7 | 1,59 | o,o63 | 23 | 3,7o | o,o62 | 4o |
| 8 | 1,58 | o,o68 | 24 | 3,69 | o,o69 | 34 |
| 9 | 1,6o | o,o59 | 19 | 3,71 | o,o61 | 35 |
| 1o | 1,45 | o,o6o | 2o | 3,2o | o,o62 | gebackene Schmelzanhaf tung |
| 11 | 1,48 | o,o95 | 31 | 3,33 | ||
| Ver- gleic beisp |
5,21 hs- iel |
Hinweis: Die Maßeinheit des Reibungskoeffizienten ist
_ c 2 — ι
1o mm/kg.cm .m.min h.
1o mm/kg.cm .m.min h.
In dem Vergleichsbeispiel· in Tabelle 1 wurde ein konventionalles Lager verwendet, das aus Polyacetalharz und
Schmieröl bestand. Aus Tabelle 1 ist ohne weiteres erkennbar, daß das Lager nach der vorliegenden Erfindung im Vergleich
mit einem konventionellen Lager überragende Eigenschaften hinsichtlich Abriebfestigkeit, Gleitfähigkeit
und geringerem Temperaturansteig hat. Diese überragenden
Eigenschaften tragen dazu bei, vorzugsweise eine dimensionsmäßige Stabilität des Lagers sicherzustellen.
Da bei der vorliegenden Erfindung im Hinblick auf die
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Schmierölabsorptionsfähigkeit die Verwendung von weniger
als 2o Vol.-% von sowohl synthetischem Elastomer vom Polynorbornentyp bzw. synthetischem elastomerem Polynorbornen
und expandiertem Graphit zufriedenstellend anwendbar ist, besteht keine Notwendigkeit, irgendeine große
bzw. verhältnismäßig große Menge an Schmierölträger zu verwenden, wie das bei aktivem Kohlenstoff und synthetischem
Gummi bzw. Kautschuk der Fall ist, die einen ungünstigen Einfluß auf die mechanischen Eigenschaften des Basisharzes
des Lagers ausüben. Weiterhin können gemäß der Erfindung im Falle des Hinzufügens von Metallpulver physikalische
Eigenschaften des Lagers verbessert werden, und zwar insbesondere die Wärmeleitfähigkeit und die lineare
Ausdehnung, und infolgedessen kann die erwünschte dimensionelle
Stabilität des Lagers realisiert werden; andererseits nimmt weiterhin die mechanische Festigkeit des Lagers
einen hohen Wert an, und infolgedessen wird dadurch eine zufriedenstellende bzw. hohe Belastungsfähigkeit bewirkt.
Es sei darauf hingewiesen, daß die Erfindung außer dem selbstschmierenden Lager auch das Verfahren zur seiner
Herstellung mit umfaßt.
Kurz zusammengefaßt betrifft die Erfindung ein ■selbstschmierendes
Lager sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung, wobei das Lager dadurch hergestellt wird, daß man
ein zusammengesetztes Material formt und/oder preßt, das durch homogenes Mischen von Harz vom Polynorbornentyp
bzw. Polynorbornenharz, welches als Träger für Schmieröl dient und Schmieröl absorbiert enthält, und/oder von expandiertem
Graphit, der als Schmierölträger dient und Schmieröl absorbiert enthält, mit selbstschmierendem und
abriebfestem Kunstharz hergestellt ist. Die Mischung kann auch so erfolgen, daß das Schmieröl und einer oder beide
der vorgenannten Träger für das Schmieröl und das selbst-
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schmierende und abriebfeste Kunstharz homogen miteinander gemischt werden, um das zusammengesetzte Material zur
Herstellung des selbstschmierenden Lagers herzustellen. Zur Herstellung der vorstehend genannten Schmieröl absorbiert
enthaltenden Schmierölträger wird vorzugsweise der Schmierölträger zunächst mit Schmieröl behandelt, insbesondere
gemischt und vorzugsiifeise einige Stunden stehen
gelassen, bis eine gallertartige bzw. gelartige Hasse entstanden ist, in welcher der Schmierölträger und das Schmieröl
homogen miteinander gemischt, insbesondere homogen ineinander gelöst, sind, wonach das selbstschmierende und abriebfeste
Kunstharz und ggf. eines der genannten Legierungspulver bzw. ein Lagerlegierungspulver und ggf. gewöhnlicher
oder expandierter Graphit,der kein Schmieröl enthält, zugemischt werden, um durch homogenes Mischen die zusammengesetzte
Substanz herzustelen, die zum selbstschmierenden Lager
nach der Erfindung weiterverarbeitet wird.
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Claims (1)
1. Selbstschmierendes Lager, dadurch gekennzeichnet
, daß das Lager durch Formen und/oder Pressen eines zusammengesetzten Materials hergestellt
ist, das durch homogenes Mischen von absorbierbarem Schmieröl und Polynorbornenharz, welches als Träger
für das Schmieröl dient, und/oder expandiertem Graphit mit selbstschmierendem und abriebfestem Kunstharz
hergestellt ist.
2. Selbstschmierendes Lager, insbesondere nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das
Lager durch Formen und/oder Pressen eines zusammengesetzten Materials hergestellt ist, das durch homogenes Mischen
von 1 bis 4o Vol.-% Schmieröl, o,1 bis 2o Vol.-% Polynorbornenharz und dem restlichen Prozentsatz von selbstschmierendem
Kunstharz hergestellt ist.
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3. Selbstschmierendes Lager, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Lager durch Formen und/oder Pressen eines zusammengesetzten Materials hergestellt ist, welches durch homogenes Mischen
von Schmieröl absorbierendem Graphit und selbstschmierendem Kunstharz hergestellt ist, wobei dieser Schmieröl
absorbierende Graphit seinerseits dadurch hergestellt worden ist, daß man einen Graphit, der bei 2oo bis 1ooo°C behandelt
und in Richtung der C-Achse expandiert worden ist, so daß er porös und schmierölabsorbierend wird, in Schmieröl
eintaucht, so daß dieser Graphit Schmieröl absorbiert, und zwar in einem Ausmaß, daß das Verhältnis der Bestandteile
von Graphit/Schmieröl gleich 1 cm /o,2 cm bis 1 cm / 5 cm ist; wobei die vorstehende Mischung 1 bis 2o Vol.-%
Schmieröl, o,5 bis 2o Vol.-% expandierten porösen Graphit und den restlichen Volumenprozentsatz selbstschmierendes
Kunstharz enthält.
4. Selbstschmierendes Lager, insbesondere nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager durch Formen und/oder Pressen eines zusammengesetzten
Materials hergestellt ist, das durch Mischen von 1 bis 4o Vol.-% Schmieröl, einem Schmierölträger, nämlich o,5
bis 2o Vol.-% expandiertem Graphit, und dem restlichen Volumenprozentsatz an selbstschmierendem Kunstharz hergestellt
ist.
5. Selbstschmierendes Lager nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der expandierte
Graphit durch gewöhnlichen Graphit ersetzt ist.
6. Selbstschmierendes Lager nach einem der Ansprüche
2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß Pulver einer Kupferlegierung, wie beispielsweise Kelmet-Legierung, Bronze o.dgl. in einem Ausmaß von
13 0 013/1 148
ο,5 bis 5ο Vol.-% zusätzlich in dem Mischprozeß zugemischt
wird.
1 30013/1 1 48
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