DE3023947A1 - Neue polyhydroxyalkylpolyamine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als textilweichmacher - Google Patents
Neue polyhydroxyalkylpolyamine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als textilweichmacherInfo
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Description
4000 Düsseldorf, den 23. Juni 1980 £. HENKELKGaA
ZR-FE/Patente Henkelstraße 67 Dr.Ms-sch
Patentanmeldung
D 6158
"Neue Polyhydroxyalkylpolyamine, Verfahren zu ihrer Herstellung
und ihre Verwendung als Textilweichmacher"
Die vorliegende Erfindung betrifft Umsetzungsprodukte aus Epoxyalkanen
mit Polyaminoalkanen, ihren Salzen mit organischen oder anorganischen Säuren und die Anlagerungsprodukte von Alkylenoxid
an die Umsetzungsprodukte oder deren Salze. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen und ihre
Verwendung als Textilweichmacher.
Mit Epoxyalkanen stehen reaktionsfähige Rohstoffe für die Umsetzung
mit Verbindungen zur Verfügung, die aktive Wasserstoffatome enthalten.
Die vorliegende Erfindung benutzt die hieraus sich ergebenden Möglichkeiten für die Synthese von neuen Polyhydroxyalkylpolyaminen,
die durch Umsetzung von Epoxyalkanen, die end- oder innenständige Epoxygruppen aufweisen, mit Polyaminoalkanen, die zwei oder mehr
N-H-Gruppen enthalten, hergestellt sind. Bei den neuen Stoffen handelt es sich um Polyhydroxyalkylpolyamine, hergestellt durch Umsetzen
von
a) Epoxyalkanen mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen und mit end- oder innenständiger Epoxygruppe mit
b) Polyaminoalkanen mit zwei oder mehr N-H-Gruppen im Molekül
b) Polyaminoalkanen mit zwei oder mehr N-H-Gruppen im Molekül
im molaren Verhältnis a : b von 5 : 1 bis 2 : 1 und deren Umsetzungsprodukte mit 1 bis 5 Mol C^-C^-Epoxyalkan sowie die Salze der Polyhydroxyalkylpolyamine
und der Umsetzungsprodukte mit organischen oder anorganischen Säuren.
130063/0155
Patentanmeldung β 6158 -/- ^' HENKELKGaA
Γ ZR-FE/Patente
Die als Ausgangsstoffe einzusetzenden Epoxyalkane sind in großen Mengen verfügbar. Sie u/erden in bekannter Weise aus den entsprechenden
Olefinen bzw. Olefingemischen erhalten. Zu den Epoxyalkanen mit
endständiger Epoxygruppe kommt man über 1,2-Monoolefine, die beispielsweise
durch Polymerisation von Ethylen mit organischen Aluminiumverbindungen als Katalysatoren oder durch thermisches Cracken
von Paraffinkohlenwasserstoffen erhalten v/erden. Beispiele für
geeignete Epoxyalkane sind die Verbindungen 1,2-Epoxyhexan, 1,2-Epoxyoctan,
1,2-Epoxydecan, 1,2-Epoxydodecan, 1,2-Epoxytetradecan,
1,2-Epoxyhexadecan, 1,2-Epoxyoctadecan und 1,2-Epoxyeicosan. Ebenfalls
geeignet sind Epoxidgemische, wie z.B. C,„ ,,.-1,2-Epoxid mit ca.
70 Gewichtsprozent C,„- und ca. 30 Gewichtsprozent C,.-Epoxyalkan
oder 0,,,,0-1,2-EpOXId mit ca. 40 Gewichtsprozent C,,- und ca.
60 Gewichtsprozent C,„-Epoxyalkan.
Die innenständigen Epoxyalkane erhält man beispielsweise durch Epoxydierung von Olefinen oder Olefingemischen, die durch katalytische
Dehydrierung oder durch Chlorierung/Dehydrierung von linearen Paraffinkohlenwasserstoffen hergestellt werden. Monoolefine mit
innenständiger Doppelbindung können auch durch Isomerisierung von Ä-Olefinen hergestellt werden. Geeignete innenständige Epoxyalkane
einer C,, /,,-Olefinfraktion enthalten ca. 22 Gewichtsprozent C,,-,
ca. 30 Gewichtsprozent C,„-, ca. 26 Gewichtsprozent C,,-, ca. 22 Gewichtsprozent
C,.-Epoxyalkan. Ein ebenfalls geeignetes Epoxyalkan-Gemisch
einer C, 5,, „-Olefinfraktion enthält ca. 26 Gewichtsprozent
C15-, ca. 35 Gewichtsprozent C,,-, ca. 32 Gewichtsprozent C17- und
ca. 7 Gewichtsprozent C,„-Epoxyalkan.
130063/0155
Patentanmeldung D 6158 _ /_f. HENKELKGaA
f ZR-FE/Patente
Bevorzugte Epoxyalkane (a) v/eisen eine endständige Epoxygruppe auf,
wobei besonders wertvolle Polyhydroxyalkylpolyamine erhalten v/erden,
wenn man von Epoxyalkanen mit 10 bis 18, insbesondere 12 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül ausgeht. Geeignete Polyaminoalkane
weisen zwei oder mehr N-H-Gruppen im Molekül auf. Diese N-H-Gruppen sind durch wenigstens zwei Kohlenstoffatome voneinander getrennt,
wobei jede N-H-Gruppe wenigstens eine N-H-Bindung aufweist. Durch diese N-H-Bindung sind die Polyaminoalkane zur Reaktion mit den
Epoxyalkanen befähigt. Derartige Polyaminoalkane sind handelsübliche Produkte. Die einfachste Verbindung dieser Art ist das Ethylendiamin.
Bevorzugte Polyaminoalkane sind beispielsweise Propylendiamin, Diethylendiatnin,
Dipropylentriamin, symmetrisches Methyldipropylentriamin,
Triethylentetramin, Tripropylentetramin und Tetraethylenpentamin. Hierunter ist das Dipropylentriamin eine besonders geeignete
Verbindung.
Das Molverhältnis bei der Umsetzung von Epoxyalkanen (a) mit PoIyaminoalkan
(b) richtet sich nach der Zahl der Kohlenstoffatome des Epoxyalkanmoleküls; es liegt im allgemeinen für das Verhältnis von
(a) : (b) zwischen 5 : 1 und 2:1, wobei man bei der Umsetzung von C ,.-Epoxyalkan ein Verhältnis von etwa 5 : 1 und für die Umsetzung
von C-,.- oder längerkettigem Epoxyalkan ein Verhältnis (a) : (b) von
. etwa 2 : 1 wählt, um besonders geeignete Polyhydroxyalkylpolyamine zu erhalten. Für die Umsetzung von Epoxyalkan mit 8 bis 12 Kohlenstoffatomen
liegt das Verhältnis (a) : (b) zwischen diesen beiden Grenzwerten. Besonders interessante Polyhydroxyalkylpolyamine sind die
durch Umsetzung eines Epoxyalkans mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül und endständiger Epoxygruppe mit Dipropylentriamin im molaren
Verhältnis von 2 : 1 hergestellten Produkte.
130063/0155
Patentanmeldung D 6158 - /- ty. HENKEL KGaA
( ' ZR-FE/Patente
Versetzt man diese Polyhydroxyalkylpolyamine mit einem Überschuß an
organischer oder anorganischer Säure, erhält man ausgezeichnet wasserlösliche Salze der Polyhydroxyalkylpolyamine. Je Stickstoffatom
im eingesetzten Polyaminoalkan werden dabei 1 bis 5 Säureäquivalente, vorzugsweise etwa 1 bis 2 Säureäquivalente eingesetzt.
Geeignete Säuren sind beispielsweise Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure,
Diglykolsäure, Apfelsäure, Milchsäure, Amidosulfonsäure, Salzsäure,
Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, wovon die Ameisensäure besonders bevorzugt ist. Bei der Salzbildung wird soviel Säure zugesetzt,
daß eine wäßrige Lösung, die 8 Gewichtsprozent Polyhydroxyalkylpolyamin
enthält, klar wird; dies ist im allgemeinen eine der Anzahl der Stickstoffatome im Polyhydroxyalkylpolyarninmolekül entsprechende
Anzahl Äquivalente der oben genannten Säuren. In manchen Fällen ist zur Erzielung der Klarlöslichkeit auch eine geringere
oder größere Menge Säure erforderlich. Besonders interessante Verbindungen sind solche Polyhydroxyalkylpolyaminsalze, die durch Umsetzung
eines Epoxyalkans mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül und endständiger Epoxygruppe mit Dipropylentriamin im molaren Verhältnis
von 2 : 1 hergestellt wurden und bei der die Salzbildung mit Ameisensäure vorgenommen wurde.
Eine weitere Modifizierung der Eigenschaften der neutralisierten
Polyhydroxyalkylpolyamine ist durch Anlagerung von Alkylenoxid, insbesondere Ethylenoxid und/oder Propylenoxid möglich. Hierdurch
läßt sich die Löslichkeit der Verbindungen und die Saugfähigkeit von damit behandelten Textilien einerseits sowie die VJeichheit der
behandelten Textilien andererseits weiter verbessern. Hinsichtlich dieser Eigenschaften besonders ausgewogene Verbindungen enthalten
je N-H-Gruppe des Polyhydroxyalkylpolyamins wenigstens 1 Mol Ethylenoxid
und/oder Propylenoxid. Dabei weisen.Anlagerungsverbindungen,
die durch Umsetzung von χ Mol C,„-C,,-Epoxyalkan mit endständiger
Epoxygruppe mit ü Mol Dipropylentriamin hergestellt wurden, wobei an diese Umsetzungsprodukte anschließend 3 21 Mol Ethylenoxid addiert
wurden und zum Schluß die Salzbildung mit 1,5 — Mol Ameisensäure vorgenommen wurde, besonders wertvolle Eigenschaften auf.
130063/0155 Λ
Patentanmeldung D 6158 - jf- {Q. HENKELKGaA
ZR-FE/Patente
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
der neuen Verbindungen. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man 2 bis 5 Mol Epoxyalkan mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen
im Molekül und mit end- oder innenständiger Epoxygruppe mit 1 Mol Polyaminoalkan mit zwei oder mehr N-H-Gruppen im Molekül
bei Temperaturen zwischen 80 und 250 0C 0,5 bis 10 Stunden lang
unter Rühren bei Normaldruck umsetzt, dann den Druck im Reaktionsgefäß auf 0,1 bis 50 mbar verringert, niedrig siedende Teile des
Ansatzes bei einer Sumpftemperatur zwischen 150 und 250 °C abdestilliert, gegebenenfalls an das so als Destillationsrückstand
erhaltene Polyhydroxyalkylpolyamin im Autoklaven 1 bis 5 Mol Ethylenoxid und/oder Propylenoxid pro N-H-Gruppe des Polyaminoalkans addiert,
daß man gegebenenfalls das so erhaltene Addukt durch Zugabe von 1,1 bis 5, vorzugsweise etwa 1 bis 2 Äquivalent organischer oder
anorganischer Säure je N-H-Gruppe im Molekül des Polyaminoalkans in ein Salz überführt.
Besonders hellfarbige Produkte erhält man, wenn man die Umsetzung . des Epoxyalkans mit dem Polyamin in Inertgasatmosphäre vornimmt.
Diese Verfahrensmaßnahme ist daher bevorzugt. Zusätzlich kann die Umsetzung noch in Gegenwart von reduzierenden Bestandteilen, wie
z.B. Zinn oder Natriumboranat durchgeführt werden, wodurch eine weitere Farbaufhellung der Umsetzungsprodukte bewirkt wird. Die
Addition von Alkylenoxid an das Hydroxyalkylpolyamin im Autoklaven nimmt man vorzugsweise bei 60 bis 200 C vor, wobei man einen
Alkylenoxiddruck im Autoklaven von 10 bar nicht überschreitet. Bei der Salzbildung soll man die Temperatur im Neutralisationsansatz
nicht über 50 °C ansteigen lassen. Dies wird am besten dadurch gewährleistet, daß man die eventuell mit Wasser verdünnte Säure langsam
zu dem Polyhydroxyalkylpolyamin hinzugibt und für eine sofortige Durchmischung sorgt. Es ist allerdings auch möglich, das Amin mit
der unverdünnten Säure zu vermischen, wenn durch entsprechend vorsichtige Vermischung dafür Sorge getragen wird, daß im Neutralisationsansatz
eine Temperatur von 50 C nicht überschritten wird. Diese Vorsichtsmaßnahme ist zur Vermeidung von meist unerwünschten
Farbvertiefungen erforderlich.
/6
130063/0155
Patentanmeldung q gn ng _ j/ HENKEL KGaA
"V" ~ 4 1 . ZR-FE/Patente
ZR-FE/Patente
Bei der Anlagerung von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid im Autoklaven
wird im allgemeinen pro N-H-Gruppe des zur Umsetzung mit
dem Epoxyalkan eingesetzten Polyaminoalkans etu/a 1 Mol Alkylenoxid
angelagert. Will man ausgeprägte Effekte erzielen, können auch mehr
Mol Alkylenoxid pro Stickstoffatom angelagert u/erden, wobei etwa 5,
vorzugsweise etwa 3 bis 4 Mol Alkylenoxid pro N-H-Gruppe eine hinsichtlich
optimaler Eigenschaften der neuen Verbindungen obere Grenze darstellen dürfte. Durch Anlagern von Ethylenoxid läßt sich
die Löslichkeit der Verbindungen in Wasser erhöhen und die Saugfähigkeit.der
mit diesen "Verbindungen behandelten Textilien verbessern, während man durch Propylenoxidanlagerung die Weichheit
der behandelten Textilien erhöhen kann. Zur Einstellung besonderer. Eigenschaftskombinationen können sowohl Ethylenoxid als auch Propylenoxid
angelagert werden. Die Neutralisation der Verbindungen erfolgt zweckmäßigerweise im Anschluß an die Anlagerung von Alkylenoxid.
Dabei ist es, wie bereits ausgeführt, wichtig, daß man im Neutralisationsansatz eine Temperatur von 50 C nicht überschreitet.
Die Salze der erfindungsgemäßen Polyhydroxyalkylpolyamine und
deren Alkylenoxid-Anlagerungsprodukte lösen sich in jeder Konzentration in Wasser und bilden klare stabile Lösungen. Die Lösungen
können auch mit Wasser mischbare Lösungsmittel enthalten, z.B. kurzkettige Alkohole wie Ethanol, Isopropylalkohol, Propylenglykol oder
Butylenglykol. Der pH-Wert der Lösungen hängt von Art und Menge der zur Salzbildung benutzten organischen oder anorganischen Säure ab.
Behandelt man Textilien im Wasch- oder Spülgang oder im Tumbler mit
den erfindungsgemäßen Verbindungen, weisen diese nach dem Trocknen einen angenehmen weichen Griff und gute elektrostatische Eigenschaften
auf. Die Saugfähigkeit der behandelten Textilien ist dabei ausgezeichnet. Die Verwendung der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten neuen Verbindungen als weich- und antistatischmachende Wirkstoffe ist daher ein weiterer Gegenstand der Erfindung,
wobei die Anwendung in konzentrierter öder verdünnter Form z.B. zur
Wäschenachbehandlung in gewerblichen oder Haushaltswaschmaschinen oder in separaten Flotten erfolgen kann.
130063/0155 /?
Patentanmeldung^) g-j^g -Jl- A O HENKELKGaA
Λ*-' ZR-FE/Patente
Eine Verwendung der neuen Verbindungen erfolgt beispielsweise in
einem flüssigen Mittel zur Wäschenachbehandlung in Mengen von 2 bis 15, vorzugsweise 2 bis 10 Gewichtsprozent der neuen Verbindungen,
die in einem flüssigen Trägermedium gelöst sind. Zusätzlich kann dieses Mittel noch wenigstens eine weitere Verbindung aus der Gruppe
Emulgator, Farbstoff, Duftstoff, Konservierungsmittel, Viskositätsstellmittel und eventuell weiteren üblichen Zusatzstoffen enthalten.
Als Emulgator eignen sich insbesondere die nichtionischen Tenside ("Nonionics"). Dazu gehören Produkte, die ihre hydrophilen Eigenschäften
der Anwesenheit von Polyetherketten, Arninoxid-, Sulfoxid-
oder Phosphinoxidgruppen, Alkylolamidgruppierungen sowie ganz allgemein einer Häufung von Hydroxylgruppen verdanken. Derartige
Nonionics enthalten im Molekül wenigstens einen hydrophoben Rest von 8 bis 26, vorzugsweise 10 bis 20 und insbesondere 12 bis 18
Kohlenstoffatomen, und wenigstens eine nichtionische wasserlöslichmachende Gruppe. Der vorzugsweise gesättigte hydrophobe Rest ist
meist aliphatischer, gegebenenfalls auch alicyclischer Natur; er kann mit den wasserlöslichmachenden Gruppen direkt oder über Zwischenglieder
verbunden sein. Als Zwischenglieder kommen z.B. Benzolringe, Carbonsäureester- oder Carbonamidgruppen, ether- oder esterartig gebundene
Reste mehrwertiger Alkohole, wie z.B. die des Ethylenglykols, des Propylenglykols, des Glycerins oder entsprechender Polyetherester
in Frage.
Von besonderem praktischem Interesse sind die durch Anlagerung von
Ethylenoxid und/oder Glycid an Fettalkohole, Alkylphenole, Fettsäuren, Fettamine, Fettsäure- oder Sulfonsäureamide erhältlichen
Produkte, wobei diese Nonionics 4 bis 100, vorzugsweise 6 bis 40 und insbesondere 8 bis 20 Etherreste, vor allem Ethylenglykoletherreste
pro Molekül enthalten können. Außerdem können in diesen PoIyetherketten
bzw. an deren Ende Propylen- oder Butylenglykoletherreste bzw. -polyetherketten vorhanden sein.
• /8
130063/0158
3Q239A7
Patentanmeldung D 6158 - γ- /fy . HENKEL KGaA
ZR-FE/Patente
Weiterhin zählen zu den Nonionics Produkte, die man aus an sich
wasserunlöslichen Polypropylenglykolen oder aus wasserunlöslichen propoxylierten niederen, 1 bis 8, vorzugsweise 3 bis 6 Kohlenstoffatome
enthaltenden aliphatischen Alkoholen oder aus wasserunlösliehen
propoxylierten Alkendiaminen erhält, indem man diese bis zur Wasserlöslichkeit ethoxyliert.
Zu den Nonionics gehören auch Fettsäure- oder Sulfonsäurealkylolamine,
die sich z.B. vom Mono- oder Diethanolamin, vom Dihydroxypropylamin
oder anderen Polyhydroxyalkylaminen, z.B. den Glycaminen ableiten. Sie lassen sich durch Amide aus höheren primären oder
sekundären Alkylaminen und Polyhydroxycarbonsäuren ersetzen.
Zu den kapillaraktiven Aminoxiden gehören z.B. die von höheren
tertiären, einen hydrophoben Alkylrest und zwei kürzere, bis zu je 4 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyl- und/oder Alkylolreste aufweisenden
Aminen abgeleiteten Produkte.
Außer den meist gut wasserlöslichen Tensiden eignen sich als nichtionische Dispergatoren gegebenenfalls auch wasserlösliche oder in
Wasser emulgierbare oder dispergierbare Verbindungen, die entweder keine hydrophoben Reste im Sinne der oben beschriebenen nichtionischen
Tenside enthalten, oder bei denen die Natur oder die Anzahl der hydrophilen Gruppen zum Erreichen einer vollständigen Wasserlöslichkeit
nicht ausreichen. Zu den ersteren gehören z.B. feste oder flüssige Polyethylenglykole, die man als Kondensationspolymere des Ethylenoxids
mit Ethylenglykol oder Wasser auffassen kann, Ethylenoxidaddukte
von Glycerin und anderen Polyalkoholen usw.; zu den letzterengehören
z.B. Fettsäureteilglyceride oder nicht bzw. nicht vollständig wasserlösliche Alkoxylierungsprodukte, z.B. solche mit 2 bis 5
Ethylenglykoletherresten im Molekül.
1 30063/015S
Patentanmeldung q 6158 - ^- i ti HENKEL KGaA
' Λ V * ZR-FE/Patente
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit der neuen Verbindungen besteht
in einem konzentrierten Mittel mit 30 bis 85 Gewichtsprozent der neuen Verbindungen, in Kombination mit 5 bis 25 Gewichtsprozent eines
Emulgators und wenigstens einer weiteren Verbindung aus der Gruppe Farbstoff, Düftstoff, Konservierungsmittel, Viskositätsstellmittel,
flüssiges Trägermedium. Als flüssiges Trägermedium wird dabei in erster Linie Wasser verwendet, ebenfalls möglich sind aber auch
alkoholische oder wäßrig/alkoholische Trägermedien, die niedere Alkohole oder Glykole mit 2 bis 6 C-Atomen, wie Ethanol, Isopropanol,
Ethylglykolmonobutylether enthalten oder ganz daraus bestehen. Diese konzentrierten Produkte lassen sich entweder in entsprechend geringen
Mengen zur Wäschenachbehandlung im letzten Spülbad verwenden oder man verwendet sie als erst kurz vor dem Gebrauch v/eiterzuverdünnende
Stammlaugenansätze.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit besteht in dem Einsatz in sauer
eingestellten Wäschebehandlungsmitteln, die die neuen Stoffe in Mengen von 2 bis 10 Gewichtsprozent in Kombination mit etwa 0,5 bis
15 Gewichtsprozent saurer Zusatzstoffe als exkrustierenden Bestandteil enthalten. Unter sauren Zusatzstoffen werden anorganische
Mineralsäuren und nichtgrenzflächenaktive organische Säuren mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen, wie z.B. Amidosulfonsäure, Harnstoffverbindungen
der Orthophosphorsäure, Borsäure, Oxalsäure, Milchsäure, Glykolsäure,
Zitronensäure, Weinsäure, Benzoesäure, Phthalsäure, Glukonsäure, Ameisensäure, Essigsäure und Propionsäure sowie die Benzol-, Toluol-
oder Xyloleulfonsäure, Sulfoessigsäure oder Sulfobenzoesäuren bzw.
saure Alkalisalze dieser Säuren verstanden. Glykolsäure und Zitronensäure sind wegen ihrer leichten Zugänglichkeit und Ungiftigkeit bevorzugte
Säuren. Behandelt man die Wäsche beispielsweise im letzten Spülbad mit derartigen Mitteln, so wird eine Inkrustierung zuverlässig
verhindert, wobei gleichzeitig der Wäsche ein angenehmer weicher Griff und gute Saugfähigkeit vermittelt .werden. Bereits in
der Wäsche vorhandene Inkrustierungen werden durch Anwendung derartiger Mittel wieder abgebaut.
1 30063/015S
Patentanmeldung D 6158 _ \fi_ /^. HENKELKGaA
/ ZR-FE/Patente
ZR-FE/Patente
Die erfindungsgemäßen Polyhydroxyalkylpolyamine lassen sich auch
in Tumblerhilfsmitteln verwenden. Fügt man nämlich einem Posten frisch gewaschener feuchter Wäsche im Tumbler ein flexibles Flächengebilde,
beispielsweise aus Vliesstoff oder Schaumstoff zu, welches eine geeignete Menge der neuen Verbindungen enthält, werden der
Wäsche ein angenehmer Griff und ausgezeichnete Saugfähigkeit mitgeteilt. Außer den neuen Verbindungen als Wirkstoff können die
Flächengebilde gegebenenfalls Hilfs- und Zusatzstoffe, wie z.B. andere textilweichmachende Wirkstoffe, Emulgatoren, Duftstoffe, Konservierungsstoffe,
Lösungsmittel, Farbstoffe, Pigmente oder andere in derartigen Mitteln übliche Stoffe enthalten.
Auch in Waschmitteln und Waschhilfsmitteln können die erfindungsgemäßen
neuen Verbindungen eine weichmachende Wirkung entfalten. Insbesondere Feinwaschmittel mit einem Gehalt an etwa 2 bis 15 Gewichtsprozent
dieser Wirkstoffe reinigen und pflegen die Wäsche gleichzeitig, wobei sie ihr angenehme Trageigenschaften verleihen.
130063/Ö 1 5 5
Patentanmeldung D 615g _ V. ., HENKELKGaA
/Uf' - ZR-FE/Patente
In Beispiel 1 wird die Herstellung einer erfindungsgemäßen neuen Verbindung aus 1,2-C,.-Epoxyalkan und Dipropylentriamin beschrieben.
197 g (1,5 Mol) Dipropylentriamin wurden auf 150 C erhitzt. Hierzu
ließ man innerhalb von 30 Minuten unter Rühren und unter Stickstoffatmosphäre 676 g (3 Mol) 1,2-C,^-Epoxyalkan (technisches Destillat
mit 7,10% Epoxidsauerstoff, berechnetes Molekulargewicht 225) fließen.
Nach dreistündigem Rühren bei 150 C wurden bei einem Druck von 0,6 mbar 64 g Vorlauf (Sumpftemperatur bis ca. 240 0C) abdestilliert
und 809 g Hauptprodukt (Aminzahl 306) als Rückstand erhalten. Das aus der. Aminzahl (= 306) berechnete Molekulargewicht des Hauptprodukts
betrug 550 (theoretisches Molekulargewicht eines aus 2 Mol Epoxyalkan und 1 Mol Polyamin bestehenden Bis-Hydroxyalkylpolyamins:
555). Das Hauptprodukt erstarrte bei Raumtemperatur zu einer halbfesten Masse, die bei 60 C in eine klare Schmelze überging.
An 801 g (ca. 1,5 Mol) dieses Umsetzungsproduktes wurden im Autoklaven
nach dreimaligem Spülen mit Stickstoff von 0,5 bar bei 120 0C
192 g (ca. 4,7 Mol) Ethylenoxid angelagert. Die Anlagerung dauerte bei einem Ethylenoxiddruck von maximal 5 bar ca, 2,5 Stunden; man
erhielt 993 g eines hellgelben, klaren flüssigen Produkts mit einer Aminzahl von 241. Hieraus errechnet sich ein Molekulargewicht von
698 (theoretisches Molekulargewicht: 687). 762 g (ca. 1,1 Mol) dieses Addukts wurden in 238 g (5,1 Mol) Ameisensäure so langsam eingerührt,
daß eine Temperatur von 50 C nicht überschritten wurde.
Beispiele 2-12
Analog wie in Beispiel 1 beschrieben, wurden Polyhydroxyalkylpalyaminsalze
aus den folgenden Ausgangsstoffen in den angegebenen molaren Verhältnissen hergestellt:
130063/0155
Patentanmeldung q £158
HENKELKGaA ZR-FE/Patente
| Nr. | Epoxyalkan | Polyamin | Alkylenoxid | Säure |
| 2 | 2 Mol 1,2-C14 | 1 Mol DPTA | 3 Mol EO | AMS/ASS |
| 3 | 2 Mol 1,2-C34 | 1 Mol DPTA | 1 Mol EO | AMS |
| 4 | 2 Mol 1,2-C14 | 1 Mol DPTA | 2 Mol EO | AMS/ASS |
| 5 | 2 Mol 1,2-C14 | 1 Mol DPTA | 2 Mol EO | AMS |
| 6 | 2 Mol 1,2-C12 | 1 Mol DETA | 3 Mol EO | AMS |
| 7 | 2 Mol 1,2-C12 | 1 Mol DETA | 3 Mol EO | ASS |
| 8 | 2,25 Mol i-C11/14 | 1 Mol DPTA | 3 Mol EO | - |
| 9 | 2 Mol 1-C11/14 | 1 Mol MDPTA | - | AMS |
| 10 | 5 Mol 1,2-C6 | 1 Mol DPTA | AMS | |
| 11 | 2 Mol 1,2-C14 | 1 Mol DPTA | 3 Mol EO +3 Mol PO |
AMS |
| 12 | 2 Mol 1,2-C14 | 1 Mol DPTA | 1 Mol PO | AMS |
| 13 | 2 Mol 1,2-C 14 |
1 Mol DPTA | 3 Mol EO | ,— |
/13 ·■·-,
130063/01B6
Patentanmeldung D 6158
In dieser Tabelle bedeuten:
HENKELKGaA
ZR-FE/Patente
1,2-C-, 1,2-C,2» 1,2-C,.: Epoxyalkan mit endständiger Epoxygruppe
und 6 oder 12 bzw. 14 Kohlenstoffatomen;
DPTA: DETA: MDPTA: EO: PO: AMS: ASS: AMS/ASS:
Epoxyalkan mit innenständiger Epoxygruppe und 11 bis 14 Kohlenstoffatomen;
Dipropylentriamin; Diethylentriamin; symmetrisches Methyldipropylentriamin;
Ethylenoxid; Propylenoxid; Ameisensäure; Amidosulfonsäure;
gemischtes Salz der Ameisen- und der Amidosulfonsäure.
Mit den Reaktionsprodukten der Beispiele 1 bis 7 wurde Frotteegewebe
behandelt, das zuvor durch eine 96-stündige Behandlung in einer Flotte, die 4 g Na-Tripolyphosphat pro Liter Wasser enthielt,
hart gemacht wurde; das gehärtete, unbehandelte Frottee-20 gewebe erhielt die Note Q (= sehr hart). Sehr weiches Frotteegewebe
erhielt die Note 6. Durch Personen, die in der Beurteilung der Weichheit von Textilien geübt und erfahren sind, wurde die
/14
130063/015S
Patentanmeldung D 6158 - ψ- IQ HENKELKGaA
' ZR-FE/Patente
Weichheit von mit den erfindungsgemäßen neuen Verbindungen in einer
Konzentration von 0,3 g pro Liter behandelten Textilien innerhalb des Bereiches 0 bis 6 beurteilt und mit dem Behandlungsergebnis
eines ausgezeichnet weichmachenden, aber die Saugfähigkeit verschlechternden Wirkstoffs vom Typ Distearyldimethylammoniumchlorid
verglichen.
Außer der Weichheit wurde die Saugfähigkeit der behandelten Textilien nach der Steighöhenmethode (DIN 53924) bestimmt. Hierzu
wurde sogenanntes " Krefelder Testgewebe", das zuvor dreimal mit einem handelsüblichen Vollwaschmittel gewaschen worden war, mit den
neuen Verbindungen in einer Konzentration von 0,3 g pro Liter bei einem Flottenverhältnis von 1 : 10 5 Minuten in einem Launderometer
unter Zusatz von 10 Stahlkugeln pro Behälter geschüttelt. Anhaftende Flüssigkeit wurde anschließend durch Abschleudern (30 Sekunden) in
einem Frotteehandtuch weitgehend entfernt. Die Probeläppchen wurden dann 24 Stunden lang bei 23 0C und 60 bis 70 % relativer Luftfeuchtigkeit
klimatisiert. Die so vorbehandelten Stoffstücke wurden dann mit einer Kante in destilliertes Wasser getaucht; es wurde
nach 1, 5, 10 und 30 Minuten gemessen, wie hoch das Wasser in den Stoffstücken aufgestiegen .war, wobei eine große Steighöhe einer
guten Saugfähigkeit entspricht. Auch hier erfolgte wieder der Vergleich mit Proben, die auf die gleiche Weise mit einem handelsüblichen
Textilweichmacher vom Typ Distearyldimethylammoniumchlorid behandelt worden waren. Beim Vergleich der verschiedenen Prüf-
und Meßergebnisse in der folgenden Tabelle 2 ist zu beachten, daß die Werte nicht alle in einer Reihe ermittelt wurden und daher ein
quantitativer Vergleich nicht möglich ist; gleichurahl ist die ausgewogene
Eigenschaftskombination der erfindungsgemäßen Wirkstoffe gegenüber dem handelsüblichen Textilweichmacher deutlich erkennbar.
130063/0155
Patentanmeldung D 6158
HENKEL KGaA ZR-FE/Patente
| Wirkstoff aus Beispiel Nr. |
Weichheit | Steigh 1 |
öhe (in 5 |
cm) nac 10 |
h min. 30 |
| 1 | 3,6 | 3,1 | 4,7 | 5,7 | 7,7 |
| 2 | 2,4 | 3,1 | 4,9 | 6,0 | 8,5 |
| 3 | 2,2 | 2,5 | 3,5 | 4,3 | 5,8 |
| 4 | 2,1 | 2,6 | 3,5 | 4,0 | 5,0 |
| 5 | 2,0 | 2,7 | 3,6 | 4,2 | 5,2 |
| 6 | 2,5 | 3,6 | 6,4 | 8,2 | 11,7 |
| 7 | 2,5 | 3,4 | 6,3 | 8,0 | 11,5 |
| handels üblich |
4,8 . | 0,8 | 1^2 | 1,4 | 1,6 |
Die Prüfergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen neuen Verbindungen
bei guter Weichmachungsleistung eine sehr viel bessere Saugfähigkeit der damit behandelten Textilien bewirken als ein
handelsüblicher bekannter Wirkstoff.
Diese Beispiele beschreiben die Zusammensetzung konzentrierter Wäscheweichspülmittel, die entweder in dieser Form in entsprechend
geringerer Dosierung oder nach vorheriger Verdünnung mit Wasser auf beispielsweise das 10-fache Volumen für die Wäschenachbehandlung
im Spülgang von gewerblichen Waschmaschinen, Haushaltswaschmaschinen oder in separaten Flotten Verwendung finden.
/16
130063/0155
Patentanmeldung D 6158 - l/- # i- ' HENKELKGaA
ZR-FE/Patente
60 Gew.-?i Wirkstoff von Beispiel 8,
5 Ge\tf.-?o Ameisensäure,
25 Geu/.-?i Ethanol,
10 Gew.-?o' Wasser.
25 Geu/.-?i Ethanol,
10 Gew.-?o' Wasser.
60 Ge\!i.~% Wirkstoff von Beispiel 13,
10 Gev/.-?o Salzsäure (37?iig),
30 Gew.-?£ Ethanol.
10 Gev/.-?o Salzsäure (37?iig),
30 Gew.-?£ Ethanol.
Ein Wäscheu/eichspülmittel in verdünnter Form, dessen Wirkstoffkonzentration
etwa der von handelsüblichen Mitteln für Haushaltswaschautomaten entspricht, hat beispielsweise folgende Zusammensetzung:
7,0 Ge\i/.-?o Wirkstoff von Beispiel 13,
1,0 Gew.-?o Ameisensäure,
1,7 Ge\i/.-?o Ethanol,
1,0 Gew.-?o Ameisensäure,
1,7 Ge\i/.-?o Ethanol,
Rest geringe Mengen Farbstoff, Duftstoff, Schermetallkomplexierungsmittel,
Wasser.
Imprägniert man mit dem Wirkstoff aus Beispiel 1 ein Viskosefaser-
2 Vlies geringer Saugfähigkeit derart, daß pro m etwa 40 bis 45 g Wirkstoff auf dem Vlies enthalten sind und setzt man dieses impräg-
2
nierte Vlies (ca. 350 cm ) einem Wäscheposten im Tumbler zu, so wird beim Trocknungsvorgang der Wirkstoff auf die Wäsche übertragen und bewirkt eine merkliche Verbesserung der Weichheit der so behandelten Wäschestücke.
nierte Vlies (ca. 350 cm ) einem Wäscheposten im Tumbler zu, so wird beim Trocknungsvorgang der Wirkstoff auf die Wäsche übertragen und bewirkt eine merkliche Verbesserung der Weichheit der so behandelten Wäschestücke.
130063/0155
ORIGINAL INSPECTED
ORIGINAL INSPECTED
Patentenmeldung D 6158 - 1?<
H. HENKEL KGaA
ZR-FE/Patente
Ein Wäscheweichspülmittel, das außer weichmachender Wirkung auch exkrustierende
Wirkung aufweist, hat beispielsweise die folgende Zusammensetzung :
8 Gew.-JS Wirkstoff von Beispiel 1,
10 Ge\ii.-% Citronensäure,
Rest Wasser.
10 Ge\ii.-% Citronensäure,
Rest Wasser.
Setzt man ein derartiges Mittel dem letzten Spülbad in einer Konzentration
von etwa 2,5 g/l Spülflotte zu, wird das Auftreten von Inkrustierungen
verhindert. Vergleichbare Wirkungen erzielt man mit Mitteln, die andere geeignete saure Zusatzstoffe enthalten.
Ein Eeinwaschmittel der angegebenen Zusammensetzung weist eine vorzügliche
Waschkraft auf und teilt den gewaschenen Textilien gleichzeitig einen angenehmen Griff bei sehr guter Saugfähigkeit mit.
9,5 Gew.-& C,. ,,5-0xoalkohol mit 7 Mol Ethylenoxid,
9,5 Gew.-Si C,„ ,„-Fettalkohol mit 6 Mol Ethylenoxid,
4,0 Gew.-% Wirkstoff von Beispiel 13,
4,0 Gew.-& Ethanol,
3,0 Gew.-?o' Propylenglykol-1,2,
4,0 Gew.-& Ethanol,
3,0 Gew.-?o' Propylenglykol-1,2,
Rest Wasser und geringe Mengen üblicher Bestandteile von flüssigen Feinwaschmitteln.
130063/0158
Claims (23)
- Patentanmeldung D 6158 - j/- HENKELKGaAZR-FE/Patente"Neue Polyhydroxyalkylpolyamine, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Textilweichmacher"Patentansprüche C lyPolyhydroxyalkylpolyamine, hergestellt durch Umsetzen vona) Epoxyalkanen mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen und mit end-oder innenständiger Epoxygruppe mit b) Polyaminoalkanen mit 2 oder mehr N-H-Gruppen im Molekülim molaren Verhältnis a : b von 5 : 1 bis 2 : 1 und deren Umsetzungsprodukte mit 1 bis 5 Mol CL-C-j-Epoxyalkan sowie die Salze der Polyhydroxyalkylpolyamine und der Umsetzungsprodukte mit organischen oder anorganischen Säuren.
- 2. Polyhydroxyalkylpolyamine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxyalkan gemäß a) eine endständige Epoxygruppe aufweist.
- 3. Polyhydroxyalkylpolyamine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxyalkan 10 bis 18, vorzugsweise 12 bis 14 Kohlenstoffatome aufweist.
- 4. Polyhydroxyalkylpolyamine nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyaminoalkan eine Verbindung aus der Gruppe Propylendiamin, Dipropylentriamin, symmetrisches Methyldipropylentriaman, Diethylendiamin, Triethylentetramin, Tripropylentetramin, Tetraethylenpentamin oder deren Gemische ist.
- 5. Polyhydroxyalkylpolyamine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyaminoalkan Dipropylentriamin ist.130063/0155ORIGINAL INSPECTEDPatentanmeldung ρ 6158 _ y^_ j/ HENKELKGaA■s ZR-FE/Patente
- 6. Polyhydroxyalkylpolyamin nach den Ansprüchen 1 bis 5, hergestellt durch Umsetzung eines Epoxyalkans mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül und endständiger Epoxygruppe mit Dipropylentriamin im molaren Verhältnis von 2:1.
- 7. Salze der Polyhydroxyalkylpolyamine nach den Ansprüchen 1 bis mit organischen oder anorganischen Säuren aus der Gruppe Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Adipinsäure, Maleinsäure, Bernsteinsäure, Diglykolsäure, Apfelsäure, Milchsäure, Amidosulfonsäure, Salzsäure, Schu/efeisäure, Phosphorsäure, SaI-petersäure, vorzugsweise Ameisensäure.
- 8. Salze der Polyhydroxyalkylpolyamine nach Anspruch 7 mit einer der Anzahl der Stickstoffatome der Polyhydroxyalkylpolyamine entsprechenden Anzahl Säureäquivalente.
- 9. Polyhydroxyalkylpolyaminsalz nach den Ansprüchen 7 und 8aus einem Polyhydroxyalkylpolyamin nach Anspruch 6 und Ameisensäure.
- 10. Anlagerungsverbindungen von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an die Polyhydroxyalkylpolyamine nach den Ansprüchen 1 bis 6 in einem Verhältnis von wenigstens 1 Mol Ethylenoxid und/oder Propylenoxid je N-H-Gruppe des Polyhydroxyalkylpolyamins und deren Salze mit den Säuren nach Anspruch 7.
- 11. Anlagerungsverbindungen nach Anspruch 10, hergestellt durch Umsetzung uon χ Mol Epoxyalkan mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen im Molekül und mit endständiger Epoxygruppe mit — Mol Dipropylentriamin, anschließender Addition von 3 — Mol Ethylenoxid an dieses2 χ Umsetzungsprodukt und Salzbildung mit 1,5 — Mol Ameisensäure.130063/0155Patentanmeldung D 6158 - 20^- J HENKELKGaA' ZR-FE/Patente
- 12. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach den Ansprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß man 2 bis 5 Mol Epoxyalkan mit 6 bis 20 Kohlenstoffatomen im Molekül und mit end- oder innenständiger Epoxygruppe mit 1 Mol Polyaminoalkan mit 2 oder mehr N-H-Gruppen im Molekül bei Temperaturen zwischen 80 und 250 C 0,5 bis 10 Stunden lang unter Rühren umsetzt, dann den Druck im Reaktionsgefäß auf 0,1 bis 50 mbar verringert, niedrig siedende Teile des Ansatzes bei einer Sumpftemperatur zwischen 150 und 250 C abdestilliert, gegebenenfalls an das so als Destillationsrückstand erhaltene Polyhydroxyalkylpolyamin im Autoklaven 1 bis 5 Mol Ethylenoxid und/oder Propylenoxid pro N-H-Gruppe des Polyaminoalkans addiert, daß man gegebenenfalls das so erhaltene Addukt durch Zugabe zu 1,1 bis 5, vorzugsweise etwa 1 bis'2 Äquivalent organischer oder anorganischer Säure je N-H-Gruppe im Molekül des Polyaminoalkans in ein Salz überführt.
- 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung des Epoxyalkans in Inertgasatmosphäre vornimmt.
- 14. Verfahren nach den Ansprüchen 12 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß man die Addition des Alkylenoxide im Autoklaven bei einer Temperatur von ca. 60 bis ca. 200 C vornimmt.
- 15. Verfahren nach den Ansprüchen 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Addition des Alkylenoxide einen Alkylenoxiddruck von 10 bar nicht überschreitet.
- 16. Verfahren nach den Ansprüchen 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Salzbildung die Neutralisationswärme so abführt, daß man im Neutralisationsansatz eine Temperatur von 50 C nicht überschreitet.130063/0155Patentanmeldung η ßl58 - 21 - Γ- HENKELKGaA' 2R-FE/Patente
- 17. Verwendung der Verbindungen nach den Ansprüchen 1 bis 16 als u/eich- und antistatischmachende Wirkstoffe für textile Gebilde.
- 18. Verwendung nach Anspruch 17 zur Wäschebehandlung in einem flüssigen Mittel in Mengen von 2 bis 15, vorzugsweise 2 bis 10 ' Gewichtsprozent.
- 19. Verwendung nach den Ansprüchen 17 und 18 in einem Mittel mit wenigstens einer weiteren Verbindung aus der Gruppe Emulgator, Farbstoff, Duftstoff, Konservierungsmittel, Viskositätsstellmittel, flüssiges Trägermedium.
- 20. Verwendung nach Anspruch 17 in einem Mittel in Mengen von 30 bis 85 Gewichtsprozent, in Kombination mit 5 bis 25 Gewichtsprozent eines Emulgators:und wenigstens einer Verbindung aus der Gruppe Farbstoff, Duftstoff, Konservierungsmittel, Viskositätsstellmittel, flüssiges Trägermedium.
- 21. Verwendung nach Anspruch 17 in einem Mittel in Mengen von 2 bis 10 Gewichtsprozent, in Kombination mit 0,5 bis 15 Gewichtsprozent Säuren aus der Gruppe umfassend Amidosulfonsäure, Harnstoffverbindungen der Orthophosphorsäure, Borsäure, Oxalsäure*, Milchsäure, Glykolsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Benzoesäure, Phthalsäure, Glukonsäure, Ameisensäure, Essigsäure und Propionsäure sowie die Benzol-, Toluol- oder Xylolsulfonsäure, Sulfoessigsäure oder Sulfobenzoesäuren, vorzugsweise Glykolsäure oder Zitronensäure bzw. saure Alkalisalze der Säuren dieser Gruppe, Rest flüssiges Trägermedium und übliche Hilfs- und Zusatzstoffe ' für Wäschenachbehandlungsmittel.
- 22. Verwendung nach Anspruch 17 in Tumblerhilfsmitteln, bestehend aus einem flexiblen Flächengebilde als Träger für die Verbindungen nach den Ansprüchen 1 bis 16, wobei die textlien Flächengebilde außer diesen Verbindungen gegebenenfalls Zusatz- und Hilfsstoffe enthalten können./221-30063/01 55Patentanmeldung η £158 - 22^ CT HENKEL KGaA" * ' ZR-FE/Patente
- 23. Verwendung nach Anspruch 17 in Wasch- und Waschhilfsmitteln inMengen von 2 bis 15 Gewichtsprozent an Verbindungen nach denAnsprüchen 1 bis 16 zum gleichzeitigen Waschen und Pflegen von Textilien.130063/0155ORIGINAL INSPECTED
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE19803023947 DE3023947A1 (de) | 1980-06-26 | 1980-06-26 | Neue polyhydroxyalkylpolyamine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als textilweichmacher |
| EP19810104719 EP0043046A1 (de) | 1980-06-26 | 1981-06-19 | Verwendung von Polyhydroxyalkylpolyamin-Derivaten als Textilweichmacher |
| JP9681581A JPS5732253A (en) | 1980-06-26 | 1981-06-24 | Novel polyhydroxyalkyl polyamide, its salt, addition compound with its ethylene oxide and/or propylene oxide, manufacture of novel compound and method of softening and antistatically protecting fiber product |
| BR8104025A BR8104025A (pt) | 1980-06-26 | 1981-06-25 | Processo para a preparacao de polihidroxialquilpoliaminas e suas aplicacoes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803023947 DE3023947A1 (de) | 1980-06-26 | 1980-06-26 | Neue polyhydroxyalkylpolyamine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als textilweichmacher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3023947A1 true DE3023947A1 (de) | 1982-01-21 |
Family
ID=6105528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803023947 Withdrawn DE3023947A1 (de) | 1980-06-26 | 1980-06-26 | Neue polyhydroxyalkylpolyamine, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als textilweichmacher |
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1981
- 1981-06-19 EP EP19810104719 patent/EP0043046A1/de not_active Withdrawn
- 1981-06-24 JP JP9681581A patent/JPS5732253A/ja active Pending
- 1981-06-25 BR BR8104025A patent/BR8104025A/pt unknown
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|---|---|
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| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |