-
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der
-
Herstellung von Materialien mit lonenaustauschere igenschaften, insbesondere
auf poröse, offenzellige,füllstofShaltige,reaktionsfähige Materialien.
-
Die genannten Materialien können bei der Wasseraufbereitung, der
Abwässerreinigung, der Sorption verschiedener Produkte aus flüssigen und gasförmigen
Medien und zur selektiven Scheidung von Metallen breite Verwendung finden.
-
Es sind gegenwärtig Hunderte Marken von Ionenaustauscherharzen allgemeiner
und spezieller Zweckbestimmung bekannt, die unter verschiedenen Bezeichnungen in
den Handel kommen. Unlöshohe Ionenaustauscherharze mit dreidimensional vernetztem
Gebilde der Mitromoleküle unterteilt man nach dem Ladungsvorzeichen der austauschenden
lonen in xationenaustauscher, Anionenaustauscher und amphotere Ionenaustauscher.
Zu der Gruppe der Ionenaustauscher zahlt man auch omplexbildende Sorptionsmittel,
die die Stoffe aus den Lösungen nicht durchIonenaustausch, sondern durch Chemosorption
adsorbieren. Der lonenaustausch unter Beteiligung der Ionenaustauscher kann als
heterogene chemische Reaktion angesehen werden, an der bewegliche Ionen teilnehmen,
während das unbewegliche makromolekulare Ion entgegengesetzten Vorzeichens die polymere
Grundlage (Matrize) bildet.
-
Man stellt gewöhnlich Ionenaustauscher in Gestalt von sphärischen
Teilchen oder Teilchen uncegelmäfjiger Form her. Optimal ist die sphärische Form
der Teilchen, weil in diesem Falle der geringste hydraulische Widerstand in den
Kolonnen gewshrleistet wird.
-
Nach dem Strakturmerkmal können die Ionenaustauscher in zwei Typen
unterteilt werden, und zwar in gelförmige, die keine Ubergangsporen aufweisen, und
makroporöse, in denen die feste Phase des Ionenaustauschers von Poren durchzogen
ist, die einige Hundert Å im Querschnitt erreichen. Zu den Gelionenaustauschern
zählen übliche oder Standardionenaustauscher, makrovernetzte und isoporöse Ionenaustauscher.
Die üblichen festen Ionenaustauscher in Form von Körnern oder Granalien der Gelstruktur,
erhalten durch Polymerisation oder Polykondensation, besitzen Quellungsvermögen,
bestimmt durch die Häufigkeit und Starrheit der intermolekularen Vernetzungen. In
trockenem oder schwachgequollenem Zustand zeigen diese Ionenaustauscher keine merkliche
Porosität, was ihre Anwendung in nichtwässerigen Lösungen sowie für die Sorption
von Ionen größeren Durchmessers, beispielsweise größerer organischer Ionen, begrenzt.
-
Die Permeabilität des polymeren Gerüstes des Ionenaustauschers ist
eine der besonders wichtigen Eigenschaften, die seine praktische Verwendung bestimmt,
weshalb in der letzten Zeit der Herstellung poröser Ionenaustauscher große Äufmerksankeit
geschenkt wird. Auf korund der entwickelten Oberfläche sind sie in den Reaktionen
der polymeranalogen Umwandlungen und den Sorptionsprozessen sehr aktiv. Jedoch weisen
sie infolge des hohen Divinylbenzolgehaltes (bis 50%) eine gegenüber den gelform=
gen Ionenaustauschern niedrigere Austauschkapazität auf und sind in Nasser nahezu
nichtquellbar.
-
Die Geschwindigkeit der Austauschprozesse wird praktisch durch die
Diffusionsgeschwindigkeit des Gegenions in die Körner des Ionenaustauschers bestimmt.
Bei verhältnismäßig großen Abmessungen und relativ geringer spezifischer Oberfläche
der
Granalien quellen die Ionenaustauscherharze infolge räumlicher Vernetzungen schwach,
wodurch dis Difrusion sich verlangsamt und folglich die Austauschgeschwindigkeit
der Ionen gesenkt wird.
-
Ein weiterer Nachteil vieler synthetischer Ionenaustauscher ist im
allgemeinen deren niedrige chemische und thermische Stabilität sowie geringe mechanische
hestigkeit. Die Verluste an Ionenaustauschern infolge der Aufspaltung der Körner
nach den bei der Zerkleinerung des Harzes erhaltenen Rissen, beim Schwinden aesselben
während der iårmebehandlung oder beim Einwässern des Ionenaustauschers erreichen
in einigen Fällen 10 bis 15 %.
-
Zur Verhinderung der Aufspaltung der Teilchen sollen die Ionenaustauscher
eine elastischere Struktur aufweisen. In die sem Zusammenhang gewinnen lonenaustauscherfasern
immer mehr an Bedeutung. In der Tat bewirken die bedeutend stärker entwickelte Oberfläche
der Fasern, die in der Oberflächenschicht mit aktiven funktionellen Gruppen maximal
angereichert ist, die schnelle Benetzbarkeit und die hohe Kapillarität der Fasermaterialien
eine höhere Geschwindigkeit der ablaufenden Prozesse gegenüber den granulierten
Materialien ermöglicht. Außerdem beträgt die wirksame Größe der Körner der granulierten
Ionenaustauscher 0,43 bis 0,63 mm, während der Querschnitt der meisten reaktionsfähigen
Fasermaterialien 20 bis 30 mal kleiner ist und 0,02 bis 0,03 mm beträgt. Folglich
ist der Diffusionsweg der Ionen in den Fesermaterialien ebenfalls ungefähr 20 bis
30mal kürzer. Dieser Umstand ist die Hauptursache für die höhere Kinetik der reaktionsfåhigen
Fasern gegenüber den granulierten Materialien,
Wesentlich ist es
auch, dass die meisten modifizierten Fasern mit reaktionsfähigen Gruppen eine hohe
Porosität aufweisen, die häufig 100 bis 200 m2/g erreicht. Die Umwandlungsgeschwindigkeit
der funktionellen Gruppen solcher Fasern ist besonders hoch.
-
Jedoch ballen sich die reaktionsfähigen Fasern wie auch die nichtgewebten
Materialien auf ihrer Basis, eingebracht in die Kolonne, verhältnismässig schnell
zusammen und erhöhen stark den hydrodynamischen Widerstand der Filterschicht.
-
Zum Vermeiden dieses Nachteils ist es notwendig, dass die Filterschicht
die Elastizität der elastischen geschlossenzelligen Schaumkunststoffe aufweist.
-
Es ist gegenwärtig ein Verfahren zur Rerstellung von Polyurethanschaumkunststoffen,
die ionogene Gruppen enthalten, bekannt (US-PS 3 988 268).
-
amphotere Schaumkunststoffe erhält man aus Reagenzien, die Kationen-
ilnd Anionengruppen enthalten. So ist die Berstellung eines Polyurethanschaumkuntstoffes
durch Umsetzung der Isocyanate, beispielsweise von 1-ethyl-2,4-diisocyanat, mit
organischen Verbindungen, beispielsweise mit Rizinuspolyglykoläther, bekannt. Das
Gemisch wird auf eine gemperatur;von 170°C erhitzt, 3 Stunden lang gehalten und
danach auf Zininiertemperatur abgekühlt. Ein Nachteil dieser Materialien ist es,
dass sie einen unbedeutenden Gehalt an ionogenen Gruppen aufweisen und aus diesem
Grunde für die Chemosorption ungeeignet sind. Sie eignen sich als Bodengrundlage
beim Züchten von Pflanzen.
-
Es sind Iononaustauscher-Schaumkunststoffe bekannt (US-PS 3 867 319,
1975; US-PS 3 947 387), die durch Vemschäumen
eines Polymers erhalten
werden, das in gegenwart einer als Weichmacher für die ionogenen Gruppen dienenden
flüchtigen polaren Verbindung erhalten wird. Das Polymer enttiäit O,t+ ois 10 Molprozent
aufgepfropfte saure Gruppen, hauptsächlich Sulfogrppen und stellt stilfiertes Polystyrol
dar.
-
Das nach diesem Verfahren erhaltene Material besitzt eine niedrige
Austauschkapazität (die Anzahl der ionogenen Gruppen, insbesondere der Sulfogruppen,
beträgt 0,2 bis 20 Molprozent) und niedrige mechanische Festigkeit. Außerdem werden
solche Materialien durch Härte und Sprödigkeit gekennzeichnet.
-
In einer anderen Patentschrift (US-PS 3 094 494) werden Iolenaustauscher-Zellenmaterialien
beschrieben, welche aus geschäumtem Polyurethan, das die Rolle der polymeren Matrize
erfüllt, und Ionenaustauscherkunstharz als Füllmittel in einer Menge von 0,5 bis
160 Gewichtsteile äe 100 Gewicntsteile Matrize bestehen. Für die Herstellung solcher
Materialien gibt man zu 100 Gewichtsteilen des Oligomers von Polypropylenglykol
Eerhalten durch Erhitzen von 2 Teilen eines Gemisches aus 100 g Polypropylenglykol
von der Molekularmasse 2000 und 35 Teilen Toluoldiisocyanat (isomeres Gemisch 80/20)
67 Teile feingemahlenes Ionenaustauscherharz auf der Basis von Sulfosäure (sulfiertes
Styrol und Divinylbenzol in der Natriumform) hinzu und verrührt bis zum Erzielten
einer homogenen Masse. Dann'gibt man ein Gemisch aus 2,4 Teilen nasser, 1 Teil Methylmorpholin,
1 Teil Triätnylamin, 0,6 Teilen Dimethylpolysiloxan zu und verrührt zum Verschäumen.
Das geschäumten Gemisch gießt man in eine Form und läßt in ruhigem Zustand bis zum
Abschluß des Verschäumens stehen. Die nach diesem Verfahren
erhaltenen
Materialien sind biegsam, elastisch und für Gase und Flüssigkeiten durchlässig.
Das Ionenaustauscherharz ist für Flüssigkeiten zugänglich. Jedoch kommt es unter
der Einwirkung der Gebrauchslösungen ZWIL Auswaschen des feingemahlenen Ionenaustauscherharzes
aus dem Material, was sich wesentlich auf die Austauschkapazität im Betrieb auswirkt
und zu einer Senkung der Lebensdauer solcher Materialien führt. AuSerdem weist das
Material verhältnismäßig niedrige kinetische Kennverte auf.
-
Infolge dieser Besonderheiten erscheint die Verwendung der Ionenaustauscher-Zellenmaterialien
und der mit Harz gefüllten Schaumstoffe für die Lösung solcher Probleme wie der
Schutz der Umwelt vor Verunreinigung unwirksam. Auf Grund niedriger Werte der Austauschkapazitat,
der Hydrophobie und der niedrigen Gescfrindigkeit der Austauschprozesse kann ihre
Verwendung nicht die Reinigung von Abwässern von den Schadstoffen bis zu den notwendigen
çverten der höchstzulässigen Konzentrationen gewährleisten. Außerdem ist die Möglichkeit,
die Eigenschaften der Alaterialien zum Zwecke einer Erweiterung ihrer Anwendungsgebiete
zu variieren, erschwert oder gar ausgeschlossen.
-
Der vorliegenden Erfindung wurde die Aufgabe zugrundegelegt, durch
Zugabe zu einer polymeren Grundlage eines reaktionsfähien faserförmigen Füllstoffes
ein reaktionsfähiges Material zu entwickeln, welches durch hohe Geschwindigkeiten
der Austauschprozesse, hohe osmotische Stabilität, hohe mechanische Festigkeit und
biegsamelastische Eigenschaften gekennzeichnet wird.
-
Die gestellte Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch die Entwicklung
eines aus einer polymeren Grundlage und einem
reaktionsfähigen
Füllstoff bestehenden porösen, offenzelligenJ füllstoffhaltigen) reaktionsfähigen
Materials gelöst, in dem man als polymere Grundlage Schaumpolyvinyformal oder Schaumpolyurethan
und als reaktionsfähigen füllstoff Ionenaustauscher-- und/oder komplexbildende Fasern
bei einem Gehalt an masern von 10 bis 80 %, bezogen auf dies tasse des fertigen
Materials, verwendet.
-
Es ist zweckmäßig, daß der Gehalt an reaktionsfähigen Fasern 50 bis
70%, bezogen auf die Masse des fertigen Materials, beträgt. Dabei besitzt das Material
maximale Kapazität, mechanische Festigkeit und behält die biegsamelastischen Eigenschaften
bei.
-
Als reaktionsfähige lonenaustauscherfasern verwendet man stark- und
schwachsaure, stark- und schwachbasische Ionenaustauscher und Polyampholyte auf
der Basis von Polyvigylalkoholfasern. Die Polyvinylalkoholfasern weisen einen besonderen
Eompix von Eigenschaften auf, die für die Herstellung und den Betrieb der reaktionsfähigen
Fasern besonders wichtig sind. In die Polyv inylalkoholfasern können Sulfosäuregruppen
eingeführt, die Veresterung der Fasern mit bifunktionellen Carbonsäuren durchgeführt
und die Pfropfung der ionogenen Kationen- und Anionenaustauschergruppen über d ie
Carboxyl- und Hydroperoxydgrtippen vorgenommen werden. Dadurch gelingt es, reaktionsfähige
Fasern mit einer Austauschkapazität bis zu 6 mval/g zu erhalten.
-
Man verwendet als reaktionsfähige lonenaustauscherfasern auch stark-
und schwachsaure, stark- und schwachbasische Ionenaustauscher und Polyampholyte
auf der Basis strukturierter Polyacrylfasern. Das Vorliegen von reaktionsfähigen
Nitril- und Carboxylgruppen
in diesen lasern macht es möglich,
Ionenaustauscher zu erhalten, die sich durch eine Vielfalt von Eigenschaften und
Werten der Austauschkapazität auszeichnen. Durch alkalische Verseifung der Nitrilgruppen
erhält man Polyampholyte mit einer Austauschkapazität von 8 bis 9 mval/g. Die Polyacrylionenaustauscherfasern
zeichnen sich durch hohe chemische Bestandigkeit aus. Ihre Verwendung macht es möglich,
die Sorption-Desorption in einem breiten Bereich der pH-Werte bei erhöhten Temperaturen
durchzuführen.
-
Als reaktionsfähige lonenaustauscherfasern verwendet man auch stark-
und schwachsaure, stark- und schwachbasische Ionenaustauscher und Polyampholyte
auf der Basis von Hydratzellulosefasern. Diese lonenaustauscher zeichnen sich durch
hohe Hydrophilie aus, wodurch es möglich wird, die Diffusionsprozesse mit hoher
Weschwindigteit durchzuführen. Die Eydratzelluloseionenaustauscherrasern weisen
eine hinreichend hohe mechanische Festiggeit, besonders in neutralen Lösungen, auf,
das eine wesentliche Bedeutung bei der Verwendung der Materialien beispielsweise
in der Nnhrungsmittelindustrie hat. Die geringen Kosten der reaktionsfähigen Ilydratzellulosefasern
machen es möglich, diese für die Herstellung von Ionenaustauschermaterialien für
eine einmalige Benutzung zur Sorption besonders wertvoller Metalle zu-verwenden.
-
Man verwendet lonenaustausoherfasern auf der Basis von Phenolaldehydfasern,
die ein dreidimensionales Netzwerk und erhöhte chemische Beständigkeit aufweisen,
Man verwendet Polyolefin- und Polyvinylhalogenidionenaustauscherfasern, die durch
hohe festigkeit und hohe chemische
Beständigkeit gekennzeichnet
werden.
-
Als komplexbildende reaktionsfähige Fasern verwendet man komplexbildende
Polyacrylfasern mit Phosphorsäure- und Thiolgruppen.
-
Als kompleæbildende,reaktionsfähige Fasern verwendet man funktionelle
Gruppen enthaltende Polyvinylalkcholfasern, welche Donor-Akzeptor-Bindungen (Koordinationsbindungen)
mit den mit ihren im Kontakt stehenden Ionen, Atomen oder Molekülen bilden können.
Lan verwendet Phosphorsäure-, stickstoffhaltige, sauerstoifhalt ige Polyvinylalkoholfasern.
-
Auberdem verwendet man als komplexbildende> reaktionsfähige Fasern
Hydratzellulosefasern mit Phosphorsäuregruppen und stickstoffhaltige Hydratzellulosefasern.
Lan verwendet schwefelhaltiae Hydiatzellulosefasern mit Thiol- und Thiongruppen.
-
Die porösen offenzell igen füllst offhalt igen re akt ionsfähigen
Materialien besitzen eine Reihe wertvoller Eigenschaften. Sie vereinigen die hohen
kinetischen Kennwerte, die osmotische Stabilität und mechanische Festigkeit der
reaktionsfähigen Fasern mit den biegsamelastischen Eigenschaften der Schaumkunsstoffe.
Ein entscheidender Vorteil der porösen, offenzelligen, füllstoffhaltigen ,reaktionsfähigen
Materialien gegenüber den granulierten Materialien ist eine höhere Sorptions- und
Desorptionsgeschwindigkeit. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die wirksamen MaBe
der Ionenaustauschergranalien 20 bis 30 mal größer sind als der Durchmesser der
reaktiven Fasern, bei denen zudem die aktiven puppen an der Oberfläche konzentriert
sind.
-
Der Diffusionsweg der zu sorbierenden Ionen zu den aktiven Gruppen
der lonenaustauscherfasern ist viel kürzer und die Geschwindigkeit
der
Prozesse der Sorption-Desorption an den porösen, fullstoffhaltigen,reaktionsfahigen
Materialien ist ungefähr 20 bis 30mal hoher im Vergleich mit den granulierten Materialien.
-
Die poro,,,,füllstoffhaltigen, reaktionsfähigen Materialien werden
bei bedeutenden mechanischen Einwirkungen und starken Veränderungen der Tonenstärke
der Lösungen praktisch nicht zerstört.
-
Die porösen, füllstoffhaltigen, reaktionsfähigen Materialien werden
durch Biegsamkeit, Elastizität und Unzerstörbarkeit bei Verformungen, Schlägen und
Stössen gekennzeichnet. Die Materie lien sind hydrophil und weisen ein gut entwickeltes
Netz von kommunizierenden Kapillaren und Poren auf. In trockenem Zustand verschwindet
die mikroporöse Kondensationsstruktur des Materials, indem sie sich in die Kryptokondensationsstruktur
umwandelt. Es bleibt nur die beim Verschäumen und durch die Zugabe des faserigen
Füllstoffes erzeugte Porositat erhalten. In trockenem Zustand ist das Material hart,
lässt sich mechanisch bearbeiten /sägen, hobeln, schneiden/ zum Erteilen der notwendigen
Abmessungen und der Form. Das Vorliegen eines Systems verhältnismässig grober, offener
Poren und von kommunizierenden Kapillaren erleichtert bedeutend das Durchtränken
der Materialien mit Gebrauchslösungen. Die dünnen Porenwände werden schnell befeuchtet
und quellen, wobei sich die Kryptokondensationsstruktur wieder entfaltet und das
Volumen einnimmt, das sie in feuchtem Zustand vor der Trocknung einnahm. In gequollenem
Zustand weist das Material eine sehr hohe Elastizität auf und ist zu sehr großen
umkehrbaren Verformungen fähig. Da das Wasser ein Weichmacher für das Schaumpolyvinylformal
und die Fasern ist,
führt selbst ein längerer Betrieb des porösen
reaktionsfähigen Materials zu keinem Verlust an Elastizität.
-
In den porösen füllstoffhaltigen reaktionsfähigen Materialien ist
die Porengröße viel geringer als die iraserlange, während die letzteren in der Masse
der polymeren Matrize fest befestigt sind. Im Betrieb werden solche porösen, füllstofShaltigen,reaktionsfShigen
Materialien infolge ihrer hohen osmotischer Stabilität und mechanischer Festigkeit
durch hohe Stabilitat der Masse gekennzeichnet.
-
Die porösen,reaktionsfähigen Materialien können auf bestehenden Ausrüstungen
für die Herstellung von Schaumpolyvi nylformal und bohaumpolyurethan erhalten werden.
-
Die Sorption unter Beteiligung dieser Materialien kann man nach bestehender
Technologie in Kolonnen und Filterpressen durchführen, ohne wesentliche konstruktive
Änderungen an der apparativen Gestaltung dieser Prozesse vornehmen zu müssen.
-
Für die Herstellung eines porösen,offenzelligen,füllstoff haltigen,reaktionsfähigen
Materials auf der Basis von Schaumpolyvinylformal verschäumt man eine wässerige
Lösung von Polyvinylalkohol (man verwendet Polyvinylalkohol mit einer Kolekularmasse
von 30 000 bis 150 000) in Gegenwart eines grenzfläohenaktiven Stoffes mit Hilfe
eines mechanischen Rührers. Beim Verschäumen gibt man Formaldehyd in Form einer
37%gen wässerigen Lösung und eine wässerige Lösung von Natriumchlorid zu.
-
Man führt das Verschäumen zweckmäßigerweise bis zur Erzielung eines
Verschäumungsgrades von 3 bis 10 durch, wobei man Rührer verwenden kann, die in
einem Geschwindigkeitsintervall von 500 bis 10 000 U/min betrieben werden. Als Schaumbildner
können
ionogene und nichtionogene grenzflächenaktive Stoffe, wie
Alkylsulfate, Alkylsulfonate, Alkylarylsulfonate, Amine verschiedenen Substitutionegrades,
Polyozyäthylenester der Alkylphenole, Polyoxyäthylester der Fettsäuren und andere,
verwendet werden.
-
Als Katalysatoren zur Kondensationsstrukturbildung des Schaumpolyvinylformals
verwendet man Mineralsäuren, wie Salz-, Phosphor-, Salpeter-, Schwefelsäure und
andere. Den Katalysator gibt man zweckmäßigerweise einige Minuten oder eine Minute
vor der Beendigung des Verschäumens zu.
-
Nach dem Erreichen des erforderlichen Verschäumungsgrades gibt man
der Keaktionsmasqe den faserigen Füllstoff in einem Schneckeinnischer oder in demselben
Behälter, in dem die Verschäumung durchgeführt wurde, bei geringen Rotationsgeschwin
digkeiten des Rührers (100 bis 300 U/min) zu. Die Fasern können eine Lange von 1
... 2 mm bis 50 ... 60 mm, vorzugsweise 3 bis 8 mm, aufweisen.
-
Man verwendet beliebige Typen reaktionsfähiger Fasern, Ionenaustauscher-
und komplexbildende Fasern, einzeln oder in verschiedenen Kombinationen miteinander,
was dem herzustellenden Material entsprechende Eigenschaften erteilt.
-
Die Strukturierung (Acetalierung) des Polyvinylalkohols wird bei
einer tikemperatur von 20 bis 1000C durchgeführt, wobei sich entsprechend die Acetalierungsdauer
von 1 bis 50 Stunden verändert. Die Viskosität des Systems steigt allmählich, wodurch
die Schaumstabilität zusätzlich erhöht wird. Bei der Acetalierung scheiden sich
aus der Lösung kleinste Teilchen der neuen Phase aus, was zur Bildung der Kondensationsstruktur
und zum gleichzeitigen Erhärten des Schaums rührt. Während der
Kondensationsstrukturbildung
scheiden sich die Teilchen der neuen Phase (des Polyvinylformals) an der Oberfläche
der Fasern ab, verbinden sich miteinander und bilden ein dreidimensionales Netzwerk,
in dem auch die Fasern eingeschlossen sind. Da die Länge der Fasern (um das 1 oder
2fache bis um das hundertfache) die Porengröße übersteigt, so sind sie gleichzeitig
in mehrere Zellen eingebaut, durchziehen die Wände der Zellen oder sind in den Wänden
selber angeordnet. Somit kommt es zu einer eigenartigen Bewehrung des Systems, wodurch
die Festigkeit des porösen Materials bedeutend zunimmt. Dabei kommt es zu keiner
merklichen Senkung der Elastizität und Biegsamkeit der Nlatrize, da die Fasern selber
eine hohe Biegsamkeit aufweisen.
-
Die erhaltenen Xiaterialien wäscht man sorgfältig mit enthärtetem
;wasser zur Entfernung der überschüssigen Säure, des Salzes und des Formal ins und
trocknet danach bei einer Temperatur von 70 bis 9000.
-
Bei der Herstellung des porösen reaktionsfähigen Materials bringt
man den Acetalierungsgrad des Polyvinylalkohols auf einen Wert, der die Bildung
in den Wänden der Schaumbläschen der Kondensationsstruktur bewirkt. Beim Trocknen
verschwindet die mikroporöse Kondensationsstruktur, indem sie sich in die Kryptokondensationsstruktur
umwandelt. Es bleibt nur die größere Porosität erhalten, die beim Verschäumen und
durch die Zugabe des faserigen Füllstoffes erhalten wurde. Im trockenen Zustand
ist das Material hart und kann verschiedenartiger mechanischer Bearbeitung zum Erteilen
dem Erzeugnis der notwendigen Maße und Formen unterworfen werden. Das Vorliegen
in dem Material eines entwickelten Systems von offenen Poren und Kapillaren erleichtert
bedeutend das Durchtränken des Materials mit wässerigen
Lösungen.
Die dünnen Wände werden schnell befeuchtet und quellen, wobei sich die Kryptokondensationstruktur
wieder entfaltet und das Volumen einnimmt, das sie in feuchtem Zustand vor der Trocknung
einnahm. In einem solchen gequollenen Zustand, wo das Schaumpolyvinylformal ein
kompliziertes fasering-poröses System darstellt, das aus feinsten Strukturelementen
besteht, weist das Material eine sehr hohe Elastizität auf und ist zu sehr großen
unkehrbGren Verformungen unter der wirkung von Beanspruchungen fähig. Da das wasser
ein Weichmacher für das chaumpolyvinylformal ist, fuhrt selbst ein längerer Betrieb
des porösen reaktionsrähigen Materials zu keinem Verlust an Blastizität.
-
Die Herstellung eines porösen,reaktionsfähigen materials auf der
Basis von Schaumpolyurethan sieht folgende Stufen vor: Vermischen des Polyesters
mit Diisocyanat, Verrühren in einem Hochgeschwindigkeitsmischer, Vermischen mit
den zerkleinerten reaktionstähigen Fasern, dem Katalysator und wenig KasserX Gießen
des Reaktionsgemisches in Formen zum Verschäumen und Härten der Schaummaterialien.
-
rür die Herstellung eines porösen,offenzelligen,füllstoffhaltigen,reaktionsfähigen
Materials auf der Basis von elastischem Schaumpolyurethan vermischt man alle Ausgangskomponenten
in einem Mischer (einstufige Methode) oder man erhält zunächst Polyesterisocyanat
aus Polyester und Diisocyanat, in Uberschuß genommen, und vermischt dann dieses
mit den anderen Komponenten (zweistufige Methode). Bei der einstufigen Methode läuft
die Reaktion mit großer Geschwindigkeit, bei der zweistufigen bedeutend langsamer
ab. In dem letzteren Fall besteht die Möglichkeit, die Dichte des Materials zu regeln.
-
kan verwendet Polyester (Kondensationsprodukte polyfunktioneller
Säuren und polyfunktioaeller Alkohole), Polyäther (Kondensationsprodukte von Alkenoxyden
mit bifunktionellen Alkoholen) und stickstoffhaltige polyfunktionelle Alkohole oder
Polyäther (Kondensationsprodukte von Alkenoxyden mit polyfunktionellen Aminen, beispielsweise
Athylendismin, Diäthylentriamin).
-
Als Katalysatoren der Umsetzung des Diisocyanates mit den Hydroxylgruppen
der Polyester und Polyäther oder der mehrwertigen Alkohole, die die Reaktionsgeschwindigkeit
und die Dauer des Prozesses kontrollieren, verwendet man Phenolate, Lethyl-- und
Äthylmorpholine, Pyridin, Dimethylanilin.
-
Als Emulgatoren dienen Natriumsalze der Sulfosäuren und andere -grenzflächenaktive-
Stoffe. Als Weichmacher verwendet man Dibutylphthalat, Trikresylphosphat und andere.
-
Die Dichte des geschäumten Gemisches und die Anzahl der Querverbindungen
regelt man durch die Veränderung der Menge des Wassers und des Diisocyanates, die
dem Polyester beziehungsweise Polyäther zugesetzt werden. Je mehr wasser und Diisocyanat
zugesetzt werden, desto geringer ist die scheinbare Dichte und desto größer die
Anzahl der Vernetzungen zwischen den getL ten, wobei die letzteren die Härte des
Materials erhöhen.
-
Das Härten des porösen reaktionsfähigen Materials dauert einige Stunden.
-
Die Keaktionsfähigkeit der fertigen Materialien untersucht man unter
laboratoriumsmaßigen Bedingungen wie folgt.
-
Zur Bestimmung der statischen Austauschkapazität taucht man eine
Einwaage des porösen Materials (0,5 bis 0,6 g) in
eine O,ln Lösung
(eines Alkalis, einer Säure oder des Natriumchlorids) und rührt 30 Minuten. Die
Menge der ausgetauschten Ionen bestimmt man nach der Differenz der Ausgangs-- und
der Endkonzentrationen der Lösung.
-
Zur Bestimmung der vollständigen Austauschkapazität befindet sich
das Material mit der Lösung in Beruhrung im Verlauf von 48 Stunden. Der Koeffizient
der Ausnutzung der ionogenen Gruppen, der die Austauschgeschwindigteit kennzeichnet,
stellt das Verhältnis der statischen Austauschkapazität bei 2 minutigem Kontakt
zwischen dem Material und der Lösung zur vollständigen A ust aus chJcap az ität.
-
Zur Bestimmung des Prozentgehaltes der Senkung der Kapazität der taterialien
werden die letzteren mehrmaligen Austauscharbe itszyklen unterworfen.
-
Die dadurch erhaltenen rüllstoffhaltigen,reaktionsfähigen Materialien
übertreffen bedeutend (um das 20 bis 25fache) die bestehenden granulierten Materialien
in den kinetischen Eennwerten, der osmotischen Stabilität und der mechanischen Festigkeit.
-
Die Materialien weisen biegsamelastische Eigenschaften auf und sind
zu sehr großen umkehrbaren Verformungen fähig.
-
Die mit Fasern gefüllten porösen reaktionsfähigen Materialien werden
zum Unterschied von den bestehenden Ionenaustauschern bei bedeutenden mechanischen
Einwirkungen und starken Veränderungen der Ionenstärke der Lösungen praktisch nicht
zerstört.
-
Bei der Herstellung von porösen füllstoffhaltigen'reak tionsfähigen
Materialien können beliebige Typen reaktionsfähiger Fasern mit Ionenaustauscher-
und komplexbildenen Eigenschaften
scchl einzeln als auch in Komhn^tion
miteinander verwendet werden. Die Materialien weisen einen Komplex wertvoller Eigenschaften
auf, können für viele Zwecke eingesetzt werden und sind für den Betrieb in flüssigen
und gasförmigen Medien, die eine niedrige Konzentration des abzutrennenden Stoffes
aufweisen, geeignet.
-
Im Betrieb werden die porösen, reaktionsfähigen terialien infolge
ihrer hohen osmotischen Stabilität und mechanischen Festigkeit durch hohe Stabilität
der Masse gekennzeichnEt.
-
Die Sorptions- und Ionenaustauschprozesse unter Verwendung dieser
Materialien kann man nach der bestehenden Technologie in Kolonnen, Filterpressen
und anderen Apparaten durchfEaren, ohne wesentliche konstruktive Änderungen an der
apparativen Gestaltung dieser Prozesse vornehn!en zu müssen.
-
Zum besseren Verstehen der vorliegenden Erfindung werden folgende
konkrete Beispiele angeführt.
-
Beispiel 1. Poröses, reaktionsfähiges Material, welches 20,4 Schaumpolyvinylformal
und 80% sulfierte Polyvinylalkoholfasern enthält.
-
100 ml 10%-ige Lösung von Polyvinylalkohol verschäumt man in einem
offenen Gefäß in Gegenwart eines Emulgators mit einem mechanischen Rührer bei atmosphärischem
Druck im Verlaufe von 10 bis 15 Minuten. Dann gießt man unter fortgesetztem Rühren
dem Schaum 10 ml einer 37%'-igen Lösung von Formaldehyd und 10 ml einer 24%-igen
wässerigen Lösung von Natriumchlorid hinzu 1 bis 2 Minuten vor der Beendigung des
Verschäumens gibt man als Katalysator der Reaktion der Kondensationsstrukturbildung
konzentrierte Salzsäure
in einer Menge von 10 ml zu. Dem homogenen
Schaum gibt man unter ununterbrochenem Rührern durch die Sulfierung von Polyvinylalkoholfasern
erhaltene Ionenaustauscherfasern in einer Menge von 40 g (80, bezogen auf die Masse
des fertigen Materials) zu. Die Schnittlänge der Fasern beträgt 5 bis 8 mm. Die
erhaltene Masse gießt man in eine Form und hält zum Härten in einem thermostatierten
Gefäß bei einer 'ltemperatur von fliOOO 60 Minuten und dann zur Erzielung eines
möglichst vollständigen Ablaufs des Prozesses 24 Stunden bei Zimmertemperatur. Das
ernaltene material wäscht man nach der Abtrennung der flüssigen Phase von den unumgesetzten
Reagenzien und trocknet.
-
Das erhaltene Material ist ein starksaurer Kationenaustauscher. Die
statische Austauschkapazität nach der 0,ln-Lösung von Calciumchlorid beträgt 4,4
bis 4,6 mval/g. Der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen (das Verhältnis
der statischen Austauschkapazität zur vollständigen Austauschkapazität) im Verlaufe
von 2 Minuten beträgt 88.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2s3So gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität. Die scheinbare Dichte des Materials,
welche 150 bis 160 kg/m3 beträgt, bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 2. Poröses reaktionsfähiges Material, welches 20% Schaumpolyvinylformel
und 807o starksaure Ionenaustauscherfaser auf der Basis von Polyacrylnitril enthält,
Das Verfahren wird analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen mit dem Unterschied
durchgeführt, daß man statt der Polyvinylalkoholfasern 40 g (80 Masseprozent) starksaure
Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyacrylnitril einbringt.
-
Das Material ist ein starksaurer Kationenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Calciumchlorid
beträgt 3,6 bis 3,8 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen
im Verlaufe von 2 minuten 86%.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,1 % gegenüber der Ausgangstauschkapazität. Die scheinbare Dichte des Materials,
welche 140 bis 150 kg/m3 beträgt, bleibt während des betriebes unverändert.
-
Beispiel 3. Poröses reaktionsfähiges Material, welches 30 Schaumpolyvinylformal
und 70% sulfierte Phenolaldehydfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylalkoholfasern 23,3 g(70 Lasseprozent) sulfierte
Phenolaldehydfasern ein.
-
Das Material ist ein starksaurer Kationenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Calciumohlorid
beträgt 2,9 bis 3,0 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen
im Verlaufe von 2 Minuten 85%.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 130 bis 150 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 4. Poröses reaktionsfähiges Material, welches 30% Schaumpolyv
inylformal und 70% 5 chwachs aure Polyacrylnitrilfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylalkoholfasern 23,3 g (70 Masseprozent) schwachsaure
Polyacrylnitrilfasern, erhalten durch alkalische Verseifung frisch geformter
Polyacrylnitrilfasern,
ein.
-
Das erhaltene material ist ein schwachsaurer Kationenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Alsalilösung beträgt 6,5 bis 8,0
mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe von
2 minuten 89%.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,8 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 110 bis 15u $E/m' beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 5. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 30 ffi Schaumpolyvinylformal
und ?O % schwachsaure Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylalkoholfasern
enthält Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch 23,3 g (O hlasseprozent) schwachsaure Polyv inylalkoholfasern
ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachsaurer Kationenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Alkalilösung beträgt 3,5 bis 4,5
mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe von
2 Minuten 87 °g0.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,4 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 110 bis 150 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 6. Poröses,reaktionsfäniges Material, welches 30 Schaumpolyvinylformal
und 70»0 schwachsaure Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Hydratzellulosefasern
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylalkohol
fasern 23,3 g (70
Masseprozent) schwachsaure Hydratzellulosefasern, welche aufgepropfte Polyacryl-
oder Polymethacrylsäure enthalten, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachsaurer Kationenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Alklilösung beträgt 4,5 bis 5,2 mval/g
und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe von 2 Minuten
92 z0.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 3,5 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 120 bis 140 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 7. Poröses'reaktionsfähiges Material, welches 40 % Schaumpolyvinylformal
und 60 % schwachbasische Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyacrylnitrilfasern
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch-statt der Polyvinylalkoholfasern 15 g (60 Masseprozent) hydratisierte
Polyacrylnitrilfasern ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Salzsäure beträgt 2,5
bis 2,7 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von 2 Minuten 89 A.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 1,9 7% gegenüber der Ausgangskapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 100 bis 110 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 8. Poröses,reaktionstähiges material, welches 60 X Schaumpolyvinylformal
und 40 , schwachbasische Polyvinylalkoholfasern
enthält4 Das Verfahren
zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen, man bringt jedoch
8 g (40 Ea44wprozent) Polyvinylalkoholfasern ein, die aufgepfropftes Poly-2-methy1-5--vinylpyridin
enthalten.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachbasischer Anionaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Löung von Salzsäure beträgt 1,1 bis
1,3 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von 2 minuten 86 %.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,4 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 170 bis 180 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 9. Poröses reaktionsfähiges Material, welches 70% o Schaumpolyvinylformal
und 30 % schwachbasische Hydratzellulosefasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylalkoholfasern 4,4 g (30 Masseprozent) Hydratzellulosefasern,
welche aufgepfropftes Poly-2-methyl-5-vinylpyridin enthalten, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Salzsäure beträgt 0,8
bis 0,9 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von 2 Minuten 86%.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,1 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 110 bis 120 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebs unverändert.
-
Beispiel 10. Poröses,reaktionsfähiges Material, welohes 40 % Schaumpolyvinylformal
und 60 % starkbasische Polyvinylalkoholfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch 15 g (60 Lasseprozent) Polyvinylalkoholfasern mit aufgepfropftem
quartärem Salz des Polymethylvinylpyridins ein.
-
Das erhaltene Material ist ein startbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazitat nach der O,ln-Lösung von Natriumchlorid beträgt
1,1 bis 1,3 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von 2 Minuten 91 .
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 1,8 ffi gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 200 bis 210 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 11. Poröses, reaktionsfahiges Material, welches 40 % Schaumpolyv
inylformal und 60 ffi starkbasische Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyacrylnitril
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylalkohol fasern 15 g (60 Masseprozent) Polyacrylnitrilfasern
mit aufgepfropftem quartarem balz des Polymethylvinylpyridins ein.
-
Das erhaltene Material ist ein starkbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Natriumchlorid beträgt
2,1 bis 2,0 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von 2 Minuten 86 %.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,1 % gegenüber der Ausgangskapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 180 bis 190 kg/m³ beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 12. Porösesjreaktionsfähiges Material, welches 50 % Schaumpolyurethan
und 50 % starksaure Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylchlorid enthält.
-
Die L'ischung zum Verschäumen besteht aus 6,84 g (34,2 oilasseprozent)
Polyester (insbesondere Polyäthylenadipat oder Polypropylenoxid oder Copolymerisat
von Tetrahydrofuran und Propylenoxid mit den darin dispergierten Kationenaustauscherfasern
auf der Basis von Sulfogruppen enthaltendem Polyvinylchlorid), 2,67 g (13,4 Masseprozent)
Toluylendiisocyanat (in Form von Gemischen zweier Isomere, 2,4 und 2,6, im Verhältnis
65/35 oder 80/2), 0,32 g (1,6 Masseprozent) Aktivatorgemisch, grenzflächenaktivem
Stoff, 0,1 g (0,5 Masseprozent) Dimethylanilin als Katalysator, 0,7 g (0,3 Masseprozent)
Wasser und 0,01 g (0,05 Masseprozent) Paraffinöl.
-
Den Polyester vermischt man im Verlaufe von 1 bis 2 Linuten in einem
schnellaufenden Mischer (65 bis 100 U/s) sorgfältig mit feingeschnittenen Kationenaustauscherfasern
auf der Basis von Sulfogruppen enthaltenden Polyvinylchlorid in einer Menge von
10 g (50 Masseprozent), gibt dann die übrigen Anteile der Mischung zu, rührt das
ganze 2 bis 3 minuten und gießt in eine Bors, wo es zum Verschäumen und dann zum
Härten kommt.
-
Das erhaltene Material ist ein starksaurer Kationenaustauscher. Die
statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Cal ciunchlorid beträgt 2,1
bis 2,2 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen im Verlaufe
von
2 Minuten 65 %.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 2,5% gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 200 bis 220 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 13. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 50 % Schaumpolyurethan
und 50 70 Kationenaustauscherpolyolefinfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylchloridfasern 10 g (50 Masseprozent) Polypropylenfasern
mit aufgepfropft er Polymethacrylsäure ein.
-
Das erhaltene Material weist eine statische Austauschkapazität nach
der O,ln-Lösung von Alkali von 3,2 bis 3,3 mval/g auf.
-
Die scheinbare Dichte des h;aterialss welche 180 bis 200 kg/m³ beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 14. Poröses,reaktionsfähiges material, welches 60 % Schaumpolyurethan
und 40 % schwachsaure Ionenaustauscherrasern auf der Basis von Phenolformaldehydfasern
enthält Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt der Polyvinylchloridfasern 6,7 g (40 Masseprozent) carboxylhaltige
Phenolformaldehydfasern ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachsaurer Kationenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Alkali beträgt für 2 Minuten
54 %.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 300 bis 320 kg/m3
beträgt,
bleibt wähnend des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 15. Poröses,reaktionsfåhigeE Material, welches 60 % Schaumpolyurethan
und 40 % schwachsaure Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylidenchlorid
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g der Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylchlorid
6,7 g (40 X,asseprozent) Ionenaustauscherfasern, geformt aus Gemischen halogenhaltiger
Polymere mit einem Polymer der Pyridinreihe, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein schwachbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Salzsäure beträgt 3,2
bis 4,1 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen 83 %.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die statische Austauschkapazität
um 3,1 % gegenüber der Ausgangsaustauschkapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 250 bis 280 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 16. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 60 % Schaumpolyurethan
und 40 starkbasische Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylhalogeniden
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 und
15 beschriebenen, man bringt jedoch starkbasische Polyv inylchloridfasern, geformt
aus L;emisshen halogenhaltiger Polymere und von Polymeren der Pyridinreihe, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein starkbasischer Anionenaustauscher.
Die
statische Austauschkapazität nach der 0,ln-Lösung von Natriumchlorid beträgt 1,5
bis 1,6 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen 86 Gú.
-
Beispiel 17. Poröses'reaktionsfähiges Material, welches 60 Schaumpolyurethan
und 40 7o schwachsaure Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylchlorid
enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g der starksauren Kationenaustauscherfasern auf der Basis
von Polyvinylchlorid 6,7 g (4O Masseprozent3 Polyvinylchloridfasern ein, die aufgepfropfte
Carboxylgruppen enthalten.
-
Das Material ist ein schwachsaurer Kationenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach der 0,ln-Lösung von Alkali beträgt
3,1 bis 3,4 mval/g und der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Gruppen 7 OJ.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die Austauschkapazität um 2,4
% gegenüber der Ausgangsaustauschtapazität.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 220 bis 240 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 18. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 70 % Schaumpolyurethan
und 30 % starkbasische Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Phenolaldehydfasern
enthält Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g Polyvinylchloridfasern 4,4 g (30 Masseprozent) mit
Äthylendiäthylaminhydrochlorid aminierte Phenolformaldehydphasern ein.
-
Das erhaltene Material ist ein starkbasischer Anionenaustauscher.
Die
statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Natriumchlorid beträgt 0,9
bis 1,2 mval/g.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die Austauschkapazität um 1,4
% gegenüber der AusUangskapazität. Die scheinbare Dichte des Materials, die 280
bis 300 kg/m3 beträgt, bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 19. Poroses,reaktionsfähiges Material, welches 80 ro Schaumpolyurethan
und 20 % starkbasische Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Hydratzellulose
enthält Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylchlorid
2,5 g (20 b.asseprozent) Hydratzellulosefasern mit aufgepfropftem 2-Methyl-5-v inylpyr
id in ein.
-
Das erhaltene Material ist ein starkbasischer Anionenaustauscher.
Die statische Austauschkapazität nach der O,>n-Lö-Lösung von Natriumchlorid beträgt
0,4 bis 0,6 mval/g und der Koeffizient der Aúsnutzung der ionogenen Gruppen 88 ,b.
-
Nach 10 Ionenaustauschzyklen sinkt die Austauschkapazität um 1,1
9. Die scheinbare Dichte des Materials, die 220 bis 240 kg/m3 beträgt, bleibt während
des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 20. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 30 % Schaumpolyvinylformal
und 70 % amphotere Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyvinylalkohol enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 40 g sulfierter Polyvinylalkoholfasern 23,3 g (70 Masseprozent)
amphotere Ionenaustauschertasern, erhalten durch Aminierung von Polyvinylalkoholfasern
mit
Äthylenimindämpfen und Aufpfropfen von Polyacrarlsäure, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein amphoterer Ionenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach aer O,ln-Lösung von balzsäure
beträgt 1,5 bis 1,6 mval/g und nach der O,ln-Lösung von Alkali 5 bis 6 mval/g und
der Koeffizient der Ausnutzung der ionogenen Grulpen-sG Vo.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 100 bis 110 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 21. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 30 % Schaumpolyvinylformal
und 70 g0 amphotere Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyakrylnitril enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist anlog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 40 g Polyvinylalkoholfasern 23,3 g (70 Masseprozent) Polyacrylnitrilfasern
Karpan, welche Amino- und Carboxylgruppen enthalten, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein amphoterer Ionenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Halzsäure
beträgt 2,9 bis 3,1 mval/g und nach der O,ln-Lösung von Alkali 6,1 bis 6,3 mval/g
und -der- Koeffizient der-Ausnutzung der ionogenen Gruppen 88 %.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, welche 120 bis 300 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 22. Poröses'reaktionsfähiges Material, welches 30 % Schaumpolyvinylformal
und 70 % amphotere lonenaustauscherfasern auf der Basis von Hydratzellulose enthält,
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen, man
bringt jedoch statt 40 g Polyvinylalkoholfasern
23,3 g (70 Masseprozent)
amphotere Hydratzellulosefasern, erhalten durch Behandlung mit einem Gemisch von
Triäthanolamin und Epichlorhydrin und anschließende Oxydation, ein.
-
Das erhaltene Material ist ein amphoterer Ionenaustauscher. Die statische
Äustauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Calciumchlorid beträgt 1,2 bis 1,3 mval/gundnachder
0,1n-Lösung von Salzsäure 1,8 bis 2,0 mval/g.
-
Die scheinbare Dichte des Materials, die 150 bis 190 kg/m3 beträgt,
bleibt während des Betriebs unverändert.
-
Beispiel 23. Poröses reaktionsfähiges Material, welches 50 Schaumpolyurethan
und 50 % amphotere Ionenaustauscherfasern auf der Basis von Polyolefinfasern enthält.
-
Des Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g Polyvinylchloridfasern 10 g (50 Masseprozent) amphotere
Polypropylenfasern ein, die Anino- und Carboxylgruppen enthalten.
-
Das erhaltene Material ist ein amphoterer Ionenaustauscher.
-
Die statische Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung von Salzsäure
beträgt 0,9 bis 1,0 mval/g-und nach der O'1n-Lösung von Alkali 1s3 bis 1,5 mval/g.
-
Beispiel 24. Poröses,reaktionsfäniges Material, welches 30 % ßchaumpolyvinylSormal
und 70 % komplexbildende Fasern auf der Basis der Polyacrylnitrilfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 40 g Ionenaustauscherfasern 23,3 g(70 Masseprozenti) phosphorhaltige
Polyacrylnitril fasern ein.
-
Das erhaltene Material besitzt komplexbildende Eigenschaften gegenuber
einigen Elementen (Kupfer, Kobalt, Zinn, Nickel).
-
Beispiel 25. Poröses, reakt ionsfähiges aterial, welches 30 % Schaumpolyvinylformal
und 70 70 komplexbildende Lasern auf der Basis der Hydratzellulosefasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 40 g Ionenaustauscherfasern 23,3 g (70 Masseprozent) Zellulosepfropfcopolymerisat
ein, welches Uhioamidgruppen enthält.
-
Die erhaltenen Materialien besitzen komplexbildende Eigenschaften
gegenüber den Edelmetall- und Quecksilberionen in sauren Lösungen.
-
Beispiel 26. Poröses,reaktionsfähiges Material, welches 40 % Schaumpolyurethan
und 60 7o komplexbildende Fasern auf der Basis von Polyvinylalkoholfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,man
bringt jedoch statt 10 g Ionenaustauscherfasern 15 g (60 Masseprozent) mit Maleindialdehyd
vernetzte und mit Äthylenimin aminoäthylierte Polyvinylalkoholfasern ein.
-
Die erhaltenen Materialien besitzen komplexbildende Eigenschaften
gegenüber den Kationen der Metalle wechselnder Wertigkeit.
-
Beispiel 27. Poröses ,reaktionsfähiges Material, welches 90 % Schaumpolyurethan
und 10 X komplexbildende Fasern auf der Basis von Hydratzellulosefasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g Ionenaustauscherfasern
1,1 g (10
Masseprozent) phosphorylierte Hydratzellulosefasern ein.
-
Die erhaltenen Ihaterialien besitzen komplexbildende Eigenschaften
gegenüber dem Arsen, Molybdän, Wolfram, Germanium und anderen.
-
Beispiel 28. Poröses , reaktionsfähiges Material, welches 40 70 carboxylgruppenhaltige
Ionenaustauscherfasen, 20 % phosphorylierte komplexbildende Fasern auf der Basis
von Hydratzellulosefasern und 40 % Schaumpolyurethan enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 12 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 10 g Ionenaustauschfasern 6,6 g (40 Masseprozent) Ionenaustauschfasern
und 2,5 g (20 Masseprozent) komplexbildende Fasern auf der Basis von E2-dratzellulosefasern
ein.
-
Das erhaltene Material weist eine Austauschkapazität nach der O,ln-Lösung
von Kalziumchlorid von 4,1 mval/g auf. Die scheinbare Dichte des Materials, welche
190 kg/m3 beträgt, bleibt QJElrend des Betriebes unverändert.
-
Beispiel 29. Poröses1reaktionsfähiges Material, welches 40 % Schaumpolyvinylformal,
30 % Ionenaustauscherfasern und 30 ffi komplexbildende Fasern auf der Basis von
Polyac.rylnitrilfasern enthält.
-
Das Verfahren zur Herstellung ist analog zu dem in Beispiel 1 beschriebenen,
man bringt jedoch statt 80 % Ionenaustauschfasern 30.% Polyacrylnitrilionanaustauschfasern
und 30 % komplexbildende Fasern auf der Basis von phosphorhaltigen Polyacrylnitrilfasern
ein.
-
Das erhaltene Material weist eine Austauschkapazität nach
der
O,ln-Lösung von Calciumchlorid von 6,4 mval/g auf. Die scheinbare Dichte des Materials,
welche 185 kg/m3 beträgt, bleibt während des Betriebes unverändert.