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Scbweiß-Siclitschutzvorrichtung
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Gegenstand der Erfindung ist eine Schweiß-Sichtschutz-Vorrichtung
mit einer im Sichtbereich des Schweißers angeordneten, sichtdurchlässigen Sichtscheibe,
wobei während des Schweißvorganges eine Uv-undurchlässige Sichtscheibe in den Sichtbereich
des Schweißers bringbar ist.
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Eine eingangs genannte Schweiß-Sichtschutzvorrichtung ist bekannt.
Sie wird entweder an Schweiß-Schutzschirmen oder an Schweiß-Brillen verwendet. Hierbei
ist die W-undurchlässige Sichtscheibe schwenkbar am oberen Teil der sichtdurchlässigen
Sichtscheibe angebracht. Bei Beginn des Schweißvorganges muß der Schweißer vonhand
diese W-undurchlässige Sichtscheibe vor die sichtdurchlässige Sichtscheibe herunterklappen.
Nachteil dieser bekannten Anordnung ist, daß mit dem Herunterklappen der Uv-undurchlässigen
Sichtscheibe relativ viel Zeit beansprucht wird, so daß es vorkommen konnte, daß
der SchweiBer die UV-undurchlässige Sichtscheibe zu spät herunterklappte, und durch
den Lichtbogen geblendet wurde.
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Di-e -Erfindunq# hat# sich die Aufgabe gestellt, eine Schweiß-Sichtschutzvorrichtung
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß die Zeit zum Umschalten von der
sichtdurchlässigen Sichtscheibe auf die UV-undurchlässige Sichtscheibe wesentlich
verkürz-t wird.
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Zur Lö#sungder gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß die Sichtschutzvorrichtung aus zwei gegeneinander verschiebbaren Sichtscheiben
besteht, von denen jede jalousieartig mit im Abstand parallel angeordneten UV-undurchlässigen
Streifen versehen ist.
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Durch die jalousieartige Ausbildung der gegeneinander verschiebbaren-
Sichtscheiben werden# streifen-förmige, sichtdurchlässige Bereiche und streifen-förmige,
W-undurchlässige Bereiche auf jeder Sichtscheibe definiert. Zur Begutachtung des
Schweißstückes durch die Schweiß-Sichtschutzvorrichtung werden die beiden gegeneinander
verschiebbaren Sichtscheiben so verschoben, daß; slch-die #UV-undurchlässigen Streifen
der einen Sichtscheibe mit den -Uv-undurchlässigen- Streifen der anderen Sichtscheibe
decken. Auf diese Weise erfolgt der Durchblick durch die sichtdurchlässigen Bereiche
der Sichtscheibe.
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-Kurz vor Beginn des Schweißvorganges wird die eine Sichtscheibe gegen
die andere verschoben, so daß die UV-undurchlässigen Streifen der einen Sichtscheibe
in Bezug zu den W-undurchrissigen Str#eifen der anderen Sichtscheibe ebenfalls gegeneinander
-ve-rschoben werden, und eine durchgehende Uv-undurchläs.sige
Fläche
bilden.
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Durch die jalousieartige Ausbildung der Sichtscheiben mit Sichtbereichen
und W-undurchlässigen Streifen ist der Vorteil einer schnellen Umschaltung der Sichtschutzvorrichtung
gewährleistet. Die beiden gegeneinander bewegbaren Sichtscheiben brauchen nur um
die Breite eines Streifens gegeneinander verschoben werden. Mit einem relativ geringen
Verschiebungsweg wird also eine vollständige Abdeckung der Sichtschutzvorrichtung
mit einem Uv-undurchlässigen Bereich>-gewährleistet; ein Herunterklappen oder
eine andere, umständliche Handhabung wird hierdurch vermieden.
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In einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es
vorgesehen, daß die Streifen mit ihrer Längsachse in horizontaler Richtung angeordnet
sind, und die S-ichtscheiben vertikal gegeneinander bewegbar sind.
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Es wird hierbei bevorzugt, wenn die eine Sichtscheibe feststeht, und
die andere Sichtscheibe mittels eines Handhebels entgegen der Kraft einer Feder
gegenüber der erstgenannten Sichtscheibe bewegbar ist.
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In einer weiteren A#usführungsform ist es vorgesehen, daß die Streifen
mit ihrer Längsachse in vertikaler Richtung angeordnet sind, und die Sichtscheiben
horizontal gegeneinander bewegbar sind.
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Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, daß die Bewegung
der
Sichtscheiben gegeneinander stets senkrecht zur Längsachse der W-undurchlässiigen
Streifen erfolgen muss.
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Die Uv-undurchlässigen Streifen können in einer bevorzugten Ausführungsform
aus einer im Siebdruck aufgebrachten Schicht -auf der jeweiligen Sichtscheibe bestehen.
Diese Schicht kann insich durchgehend und homogen sein.
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In einer weiteren Ausführungsform kann es aber auch vorgesehen sein,
daß diese Schicht nicht homogen ist, sondern aus einem Streifen- oder Punktraster
besteht.
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Ferner wird es bevorzugt, wenn die dem Schweißgut zugewandte Seite
der Sichtscheibe mit Streifen mit einer Schutzschicht überzogen ist. Hierdurch kann
es durch Schweiß-Spritzer nicht zu einer Beschädigung der Sichtscheibe oder der
aufgebrachten UV-undurchlässigen Streifen kommen.
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Der Erfindungsgegenstand der vorliegendenErfindun#g ergibt sich nicht
nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination
der einzelnen Patentansprüche untereinander.
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Alle in den Unterlagen offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere
die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich
beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich mehrere Ausführungswege
darstellenden Zeichnungen näher erläutert.
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Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche
Merkmale und Vorteil der Erfindung hervor.
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Es zeigen: Fig. 1 Draufsicht auf die Sichtschutzvorrichtung gemäss
dem Pfeil I in Fig. 2, Fig. 2 Seitenansicht der Sichtschutzvorrichtung nach Fig.
1, Fig. 3 Sichtschutzvorrichtung nach den Figuren 1 und 2 in ihrer Stellung während
des Schweißbetriebes , entsprechend der Draufsicht in Richtung des Pfeiles III in
Fig. 4, Fig. 4 Seitenansicht der Sichtschutzvorrichtung nach Fig. 3, Fig. 5 Seitenansicht
einer Sichtscheibe der Sichtschutzvorrichtung mit angebrachter Schutzschicht, Fig.
6 Teil-Draufsicht auf einen W-undurchlässigen Streifen mit Punktraster, Fig. 7 weiteres
Ausführungsbeispiel eines UV-#undurchlässigen Streifens im Vergleich zu Fig. 6 mit
einem Linienraster.
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Die~SchweiB-Sichtschutzvorrichtung nach den Figuren 1 bis 4 wird von
einem-nicht-näher dargestellten Rahmen 1 aufgenommen.
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Sie kann dabei in einem Schutzschirm oder in einer Schutzbrille untergebracht
sein. Sie besteht aus zwei gegeneinander bewegbaren Sichtscheiben 2,4, wobei die
Vorderseite der Sichtscheibe 2 mit jalousieartig im Abstand parallel angeordneten
, UV-undurch--lässi-gen Streifen 3 gemäss -Fig. 1 versehen ist.
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Die Streifen 3 können als durchgehende homogene Schicht ausgebildet
sein, oder -- wie dargestellt - als horizontal verlaufendes Linienraster.
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Im Ausführungsbeisplel-der Figuren 1 bis 4 ist die Vorderseite der-
Sichtscheibe 2 mit entsprechenden Streifen3 und die Rückseite der Sichtscheibe 4
mit gleichen Streifen 5 beschichtet.
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Die Beschichtung kann durch Aufkleben oder im Siebdruckverfahren oder
durch Aufspritzen erfolgen. Besonders günstig ist es, die# Streifen 3,5 im Siebdruckverfahren
aufzubringen, weil die Streifen dann-wenig auftragen und zuverlässig an der Oberfläche
der Sichtscheiben 2,4 haften.
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-Zum übergang vom Sl#chtbereich auf den Schweißbereich wird beispielsweise
die dem Benutzer zugewandte Sichtscheibe 4 in--Pfeilrichtung 6~nach unten bewegt.
Die Schweiß-Sichtschutzvorrichtung nimmt dånn das in den Fig 3 und 4 gezeichnete
Aussehen sein. Hierbei ist wesentlich, daß -sich-die Streifen -3 an der Vorderseite
der Sichtscheibe 2 mit- den Streifen 5 an der Rückseite der Sichtscheibe 4 überlap-pen,
so , daß keine freien, sichtdurchlässigen Sichtbereiche
mehr gegeben
sind. Die gesamte , der Durchsicht zugeordnete Fläche der Schweiß-Sichtschutzvorrichtung
ist dann durch die W-undurchlässigen Streifen 3,5 jalousieartig abgedeckt.
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Es ist eine schnelle Umschaltung von dem Sichtbetrieb nach den Fig.
1 und 2 auf den Schweißbetrieb der Fig. 3 und 4 möglich, weil die Verschiebung in
Pfeilrichtung 6 der einen Sichtscheibe 4 mit einer Verschiebung entsprechend der
Breite der gewählten Streifen 3,5 erfolgen muss.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegt auch, daß die gesamte Schweiß-Sichtschutzvorrichtung
nach den-Fig. 1 - 4 um 900 gedreht verwendet wird, so daß eine horizontale Verschiebung
in Pfeilrichtung 6 der einen Sichtscheibe 4 erfolgen muss, und die jalousieartig
angeordneten Streifen 3,5 vertikal von oben nach unten verlaufen.
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In Fig. 5 ist gezeigt, daß zumindest die dem Schweißgut zugewandte
Seite der Sichtscheibe 2 zusammen mit den Streifen 3 von einer Schutzschicht 7 abgedeckt
werden kann, um diese Seite vor Spritzern des Schweißgutes oder der Schweißelektrode
zu schützen.
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Fig. 6 zeigt, daß statt der Verwendung eines Linienrasters auch ein
Punktraster verwendet werden kann. Ein solcher Streifen 9 mit Punktraster ist in
Fig. 9 gezeigt, wobei eine Verschiebung in horizontaler Ebene (Pfeilrichtung 8)
erfolgen muss, um von dem Lichtbetrieb auf den Schweißbetrieb übergehen zu können.
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Fig. 7 zeigt, daß statt eines Punktrasters auch ein vertikal verlaufendes
Linienraster verwendet werden kann. Die in den Fig. 6 und 7 gezeigten Streifen 9,10
bilden die gleiche Anordnung, wie sie in den Fig. 1-4 gezeigt ist.
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In einer Weiterführung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
daß die gegenseitige Verschiebung der Sichtscheiben 2,4 nicht handbetätigt erfolgt,
sondern elektromechanisch beispielsweise durch Ansteuerung mit einem Magneten.
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Aufgrund der geringen Verschiebung zwischen den Sichtscheiben 2,4
reicht ein Magnet mit geringem Hub aus, der beispielsweise fotoelektrisch angesteuert
werden kann . An der Vorderseite des Schweiß-Schutzschirmes oder der Schweißbrille
ist eine Fotoelektrode angeordnet, die den Beginn des Schweißvorganges erfasst.
Dieses Signal steuert den Hubmagneten an, der die Verschiebung zwischen den Sichtscheiben
2,4 vornimmt.
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