DE3018043A1 - Elektrisch beheiztes, begehbares fertigbauelement - Google Patents
Elektrisch beheiztes, begehbares fertigbauelementInfo
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Description
- Beschreibung Die Erfindung betrifft ein begehbares Fertigbauelement, vorzugsweise aus bewehrtem Beton, inßbesondere eine Treppenstufe oder Podestplatte mit Vorsatzschale.
- Die Stufen bzw. die Podestplatten von Hauseingängen bilden, wenn sie im Winter vereist oder tief verschneit sind, eine erhebliche Gefahrenquelle. Die Verwendung von Streusal-z-mindert die Gefahr nur unvollständig, da die Auftau-Wirkung erst geraume Zeit nach dem Streuen einsetzt. Außerdem versagt Streusalz bei sehr tiefen Temperaturen und bei großen Schneehöhen. Häufig wird daher eine-mechanische Entfernung der Eisschicht oder des Schnees versucht. Dabei kommt es jedoch leicht, insbesondere bei hochwertigen Treppenstufen oder-Podestplatten, die aus Natursteinen oder einer hochwertigen Vorsatzschicht bestehen, zu einer Beschädigung der Oberfläche dieser Schicht.
- Zu einer Schädigung der-hochwertigen Oberfläche kann es im übrigen auch bei dem Gebrauch von Salz kommen, dadie chemisch aggressive SalzlQsung sowohl das Steinmaterial als auch den Beton zerstört.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, ein begehbares Fertigbauelement, vorzugsveise aus bewehrtem Beton anzugeben, auf dem das Entsteher einer Eis- oder Schneeschicht zuverlässig verhindert, bzw. bei dem für ein schonendes Entfernen einer bereits vorhandenen Eis- oder Schneeschicht gesorgt werden kann.
- Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Fertigbauelement einen Heizleiter zur elektrischen Beheizung aufweist. Durch die Ausstattung des Fertigbauelements mit einem Heizleiter ist es leicht und einfach möglich, dieses soweit zu erwärmen, daß es nicht zur Bildung einer Eis- oder Schneeschicht kommt, bzw. daß nach Bildung einer Eis- oder Schneeschicht ein schonendes Abtauen erfolgen kann. Das Einschalten des elektrischen Stromes erfolgt dabei wahlweise einfach von Hand, durch einen Thermoelement-Temperaturwächter oder durch ein Zeitschaltgerät.
- Es sind bereits elektrisch beheizte Brücken und Flugplatzrollfelder bekannt, hier kommen jedoch keine Fertigbauelemenm te in Normgrößen zum Einsatz. Es handelt sich bei den bekannten elektrischen Beheizungen um bauliche Einzelmaßnahmen mit einer Heizleiter-Verlegung in Rohren o.ä., so daß von diesen Anvendungsfällen nicht auf die Fertigteilanwendung geschlossen werden kann. Die Betonsteinindustrie ist eine Industrie, die nicht mit der Tiefbau-Industrie verglichen werden kann.
- In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Heizleiter eingegossen ist. Hierdurch wird eine besonders günstige Ausbildung des Fertigbau elements erreicht, bei der der Heizleiter vollkommen geschützt ist und auch beim -Transport und bei der Verladung nicht beschädigt weraenkann.
- Darüberhinaus wird ein besonders guter, verlustloser Wärmeübergang vom Heizleiter auf das Fertigbauelement erreicht.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Heizleiter an der Bewehrung befestigt ist und insbesondere auf einem Teil der Bewehrung aufliegt. Auf.diese Art und Weise ist das Einbringen des Heizleiters in eine genau definierte Zone des Fertigbauelementes besonders einfach.
- Des weiterelkann auch der Verlauf des Heizleiters in der Horizontalen einfach fixiert werden. Darüberhinaus sorgt die Bewehrung auch für eine vorteilhafte Verteilung der Wärme in dem Fertigbauelement, so daß sich durch die Verlegung auf der Bewehrung eine vorteilhäfte Vergleichmäßigung der Oberflächen-Temperatur des Fertigbauelements ergibt.
- In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Heizleiter in Form einer geschlossenen Schleife verlegt ist, wobei er innerhalb der Schleife in parallel verlaufenden Bahnen verläuft. Durch das Verlegen in einer geschlos-.
- senen Schleife mit inneren parallelen Bahnen ergibt sich eine weitere Verbesserung der Wärmeverteilung in dem Fertigbauelement. Darüberhinaus weist das Fertigbauelement nur eine Austrittsstelle für den Heizleiter bzw. seine Zuleitungen auf.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Heizleiter einen Bleimantel aufweist. Durch den Bleimantel, der ggf. noch mit Kunststoff überzogen ist, wird ein besonders guter Wärmeübergang vom Heizleiter auf den Beton erreicht, darüberhinaus wird der Heizleiter gegen Beschädigungen unempfindlich und kann nicht so leicht geknickt werden.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Heizleiter über feste Muffen, die mit in das begehbare Fertigbauelement eingegossen sind, mit seiner elektrischen Zuleitung verbunden ist. Durch die Verwendung von festen Muffen und nicht von Schraub- oder Steckverbindungen wird die Betriebssicherhe-it des Heizleiters-vorteilhaft erhöht.
- Die Muffen werden durch das Miteingießen besonders geschützt, so daß sich alle empfindlichen Teile- des Heizleitersystems, nämlich der Heizleiter und -seine Verbindungsmuffe mit den Zuleitungen innerhalb des Fertigbauelements befinden. Nur die Zuleitungen, die Standardlänge aufweisen und-verlairzt werden, befinden sich außerhalb-des Fertigbauelementsi, So wird die hohe Störungssicherheit des elektrischen Heizleitersystems, die wegen der Unmöglichkeit von Reparaturen notwendig ist, erreicht. Die Unmöglichkeit von Reparaturen, zu Reparaturzwecken müßte das Fertigbauelement zerstört werden, war bisher das Haupthindernis, das beheizbaren Fertigbauelementen mit eingegossenen Heizleitern entgegenstand.
- In weiterer Ausgestaltung ist vorge-sehen, daß bei einer Verlegung in Betonfertig-stufen die Verlegung in 4 parallel verlaufenden Heizleiterbahnen erfolgt, die zwischen 2 und 4 cm unter der Oberfläche angeordnet sind und zwischen sich einen Abstand von etwa 7 cm aufweisen. Durch die erfindungsgemäße Verlegungstiefe und den erfindungsgemäßen Leiterabstand ergibt sich eine optimale Oberflächenbeheizung der Stufe unter Verwendung eines relativ kurzen und einfach zu verlegenden Heizleiters. Es ist dabei-vorgesehen9 daß die 4 Heizleiter-Bahnen vorteilhaft etwas unsymmetrisch in der Stufe angeordnet sind, da der hintere Teil der Stufe zum Teil durch die darüberliegende Stufe abgedeckt wird, Die Heizleiter sind daher mehr nach vorn zur Vorderkante der Stufe hin verlegt0 In Ausgestaltung der Erfindung ist dabei rorgesehenS daß die Längenbelastung W/m des Heizleiters zwischen 15 und 40 W/m9 insbesondere jedoch 30 W/m beträgt. Diese Längenbelastung ergibt vorteilhaft bei Standardheizschleifen mit einer Heizt leiterlänge von 3,4 m die Stufenbeheizung mit dem geringsten Stromverbrauch0 Der Stromverbrauch einer normalen Stufe be trägt so nur 100 Watt. Zur Beheizung einer Außentreppe mit 5 Stufen ist also nur eine Heizleistung von 500 Watt notwendig. Die notwendige Heizleistung ist wesentlich geringere als bei nicht optimaler~Heizleiterverlegung, z.B. in zwei in Stufenlängsrichtung verlaufenden, durchgehenden Verlegungs Rohren, Die Aufheizzeit beträgt je nach Außentemperatur nur 30 - 60 min, In Ausgestaltung der Erfindung ist weiterhin vorgesehen, daß die Austrittsstelle der Zuleitungen seitlich an der Stufen-oder Podestplattenrückseite, insbesondere neben der Auflagerung ist. Auf diese Weise läßt sich eine besonders günstige und geschützte Verlegung-der Zuleitungen erreichen, die an der Stufenauflagerung entlang geführt werden. So sind die Zuleitungen geschützt und können gleichzeitig geführt verlegt werden.
- Die Erfindung wird an Hand von Zeichnungen näher erläutert, die eine besonders vorteilhafte Ausführungsform zeigen und aus denen weitere Einzelheiten entnehmbar sind.
- Die Abbildungen zeigen im einzelnen: Fig. 1 eine Treppenstufe in der Aufsicht, Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine Treppenstufe und Fig. 3 einen Teilaussohnitt einer Treppenstufe oder einer Podestplatte.
- In fig. 1 bezeichnet 1 die Treppenstufe und 2 die eingegossene Leiterschleife mit den einzelnen parallel verlaufenden Leiter-Bahnen 2', 2", 2"', 2"" der geschlossenen Heizleiterscbleife. Die Heizleiterschleife 2 endet an den Muffen 3, in denen sie mit ihren Zuleitungen 4 verbunden ist.
- Die paralellen Heizleiterbahnen 2' bis 2'''' sind vorteilhaft etwas an die Vorderseite der Stufe 1 herangerückt.
- Dies berücksichtigt, daß die Rückseite der Stufe durch die Vorderkante der darüberliegenden Stufe bzw. durch die Vorderkante der Podestplatte abgedeckt ist. Die beiden Zuleitungen 4 verlassen die Stufe 1 an der Eintrittsstelle 5, sie weisen vorteilhaft Standardlänge auf und sind so lang, daß sie auch bei größeren Treppen nr ht verlanger-t werden müssen. Sie sind z.B. 5 nl lang. Die Zuleitungen zu den einzelnen Stufen werden gebündelt in das Gebäude eingeführt.
- Fig. 2 zeigt die Stufe 1 auf ihrer Auflagerung 6. Die Stufe ist mit einer Bewehrung 7 versehen, z.B. Baustahlgewebe, auf dessen obere, sich insbesondere 3 cm unter der Oberfläche befindlichen Matte,der Heizleiter 2 fixiert aufgelegt ist.
- In Fig. 3, die einen Teilschnitt durch eine Stufe oder Podestplatte mit Vlorsatzschale zeigt, bezeichnet 8 die Vorsatzschale, die einen Bestandteil der Stufe darstellt. Der Heizleiter. wird direkt auf die Armierung aufgelegt und dort in nicht gezeigter Weise fixiert. Ansonsten erfolgt die Herstellung der Treppenstufe bzw. der Podestplatte in üblicher Weise.
- Die Erfindung ist nicht nur auf- Stufen und Podestplatten beschränkt. Sie kann ebenso für alle Fertigbauelemente Vemtrendung finden. So werden beispielsweise auch Fußgängerzonen Gehwege etc. mit Fertigbauelementen in Form von begehbaren Flatten versehen. Auch diese Platten können vorteilhaft mit der erfindungsgemäßen Beheizung versehen werden.
Claims (10)
- Anlage zum Patentgesuch Elektrisch beheiztes, begehbares Fertigbauelement Ansprüche 1. 3egehbares Fertigbauelement, vorzugsweise aus bewehrtem Beton, insbesondere eine Treppenstufe oder Podestplatte mi.t Vorsatzschale, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß es einen Heizleiter (2) zur elektrischen Beheizung aufweist.
- 2. Fertigbauelement nach Anspruch 1, d a d u r c h g e -k e n n z e ich ne t, daß der Heizleiter (2) eingegossen ist.
- 3. Fertigbauelement nach Anspruch 1 oder 2, -d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Heizleiter (2) an der Bewehrung (7) befestigt ist und insbesondere auf einem Teil der Bewehrung (7) aufliegt.
- 4. Fertigbauelement nach Anspruch 1, 2 oder 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Heizleiter (2) in Form einer geschlossenen Schleife verlegt ist.
- 5. Fertigbauelement nach Anspruch 1;, 2, 3 oder 4, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Xeizleiter (2) innerhalb der Schleife in parallel verlaufenden Bahnen (2' - 2'''') erläuft.
- 6. Fertigbauelement nach Anspruch 1, ?, 3, 4 oder 5, da -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der Heizleiter (2) einen Bleimantel aufweist.
- 7. Fertigbauelement nach Anspruch 1N 2, 3, 4, 5 oder 6, d a d u.r c h g e k-e n n z e i-c h n e t, daß der Heizleiter (2) über feste Muffen (3), die mit in das begehbare Fertigbauelenlent -(i) eingegossen sind, mit seiner elektrischen Zuleitung (4) verbunden ist.
- 8. Fertigbauelement nach Anspruch 5, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß bei einer Verlegung in Beton-Fertigstufen, die Verlegung in vier parallel verlaufenden Heizleiter-Bahnen(2' - 2'''') erfolgt, die zwischen 2 und 4 cm unter der Oberfläche angeordnet sind und zwischen sich einen Abstand von ca. 7 cm aufweisen.
- 9. Fertigbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n e i c h n e t, daß die Längenbelastung W/m des Heizleiters (2) zwischen 15 und 40 W/m, insbesondere jedoch 30 W/m, beträgt.
- 10. Fertigbauelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Austrittsstelle (5) der Zuleitung (4) seitlich an der Stufen-oder Podestplattenrückseite, insbesondere neben der Auflagerbung (6) ist.- Beschreibung -
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19803018043 DE3018043A1 (de) | 1980-05-10 | 1980-05-10 | Elektrisch beheiztes, begehbares fertigbauelement |
| DE20321320U DE20321320U1 (de) | 1980-05-10 | 2003-08-07 | Drehschieberventil |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803018043 Ceased DE3018043A1 (de) | 1980-05-10 | 1980-05-10 | Elektrisch beheiztes, begehbares fertigbauelement |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3018043A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5104594A (en) * | 1989-02-02 | 1992-04-14 | Hochtief Aktiengesellschaft Vorm. Gebr. Helfmann | Drying the surface of a fresh concrete body |
-
1980
- 1980-05-10 DE DE19803018043 patent/DE3018043A1/de not_active Ceased
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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