DE3014432A1 - Einrichtung zur exakten stellungsrueckmeldung eines zweiseitig beaufschlagbaren arbeitskolbens in einem hydraulik-arbeitszylinder - Google Patents
Einrichtung zur exakten stellungsrueckmeldung eines zweiseitig beaufschlagbaren arbeitskolbens in einem hydraulik-arbeitszylinderInfo
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Description
~5~.i.".i -- : : · : 15. April 1980
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur exakten Stellungsrückmeldung eines zweiseitig beaufschlagbaren Arbeitskolbens
in einem Hydraulik-Arbeitszylinder, der extremen Umweltbedingungen,
insbesondere hohen Temperaturen, ausgesetzt ist, mit einem dem Arbeitszylinder volumenmäßig äquivalenten, ebenfalls
zweiseitig beaufschlagbaren Meß- bzw. Folgezylinder mit einem Meßkolben, dessen Stellung elektrisch abgreifbar
ist, wobei zwei Arbeitsräume von Arbeite- und Meßzylinder durch eine Verbindungsleitung miteinander fluidverbunden sind,
während die jeweils anderen Arbeitsräume über ein Steuerventil mit einer Druckmittelpumpe oder einem Reservoir verbindbar sind,
Bei einer derartigen Einrichtung hat man vorgeschlagen, an die Verbindungsleitung zwischen den beiden fluidverbundenen Arbeits·
räumen von Arbeits- und Meßzylinder eine unmittelbar mit der Pumpe verbundene Leitung anzuschließen, in der ein Druckbegrenzungsventil
angeordnet ist. Ferner schloß gemäß diesem Vorschlag an die genannte Verbindungsleitung eine weitere Leitung
an, die unmittelbar in das Reservoir führt und die ebenfalls ein Druckbegrenzungsventil für die Abführung überschüssigen
Druckmittels aus den beiden fluidverbundenen Arbeitsräumen aufweist. Das zuerst erwähnte,unmittelbar vom Pumpendruck gesteuerte
Druckbegrenzungsventil soll immer dann öffnen, wenn Druckmittelverluste aus den beiden fluidverbundenen Arbeitsräumen
von Arbeits- und Meßzylinder ausgeglichen werden sollen.
Versuche haben gezeigt, daß die Druckbegrenzungsventile sehr
schwierig einzustellen sind und im Laufe des Gebrauchs ihren Einstellwert sehr stark durch unterschiedlich anfallende
Volumenströme ändern. Außerdem hat sich gezeigt, daß dann,
wenn sich in den fluidverbundenen Arbeitsräumen von Arbeitsund Meßzylinder eine Flüssigkeitsübermenge befindet, aufgrund
der unmittelbaren Druckbeaufschlagung des sich noch nicht in der Endstellung befindlichen Kolbens durch die Pumpe in der
Verbindungsleitung ein Druck entsteht, der dem Einstellwert
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des in der zum Reservoir führenden Leitung befindlichen
Druckbegrenzungsventils entspricht, bevor die Überschußmenge über dieses Ventil abgeht. Das bedeutet, daß in
diesem Fall der z. B. Arbeitszylinder nur mit dem Differenzdruck zwischen dem Pumpendruck und dem Einstelldruck
dieses Druckbegrenzungsventils bewegt wird.
Ferner gibt die vorgeschlagene Lösung auch keine absolute Garantie dafür, daß z.B. der Arbeitskolben tatsächlich die
jeweilige Endstellung erreicht hat. Bei einer Blockade z. B. eines an die Arbeitskolbenstange angekoppelten Schieberverschlusses
einer Gießpfanne verbleibt der Arbeitskolben in einer Zwischenstellung und täuscht durch Druckanstieg eine
Endstellung vor. Dieser Druckanstieg würde eine öffnung des oben erwähnten pumpengesteuerten Druckbegrenzungsventils
und somit eine Bewegung des Meßkolbens in die jeweilige Endstellung bewirken. Der Meßkolben würde also eine Endstellung
anzeigen, obwohl der Arbeitskolben seine Endstellung noch nicht erreicht hat.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der mit absoluter Sicherheit eine exakte Stellungsrückmeldung
und insbesondere auch eine Synchronisation von Arbeits- und Meßkolben möglich sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in
der Verbindungsleitung sowie in der zwischen Arbeitszylinder
und Steuerventil angeordneten Druckmittelleitung jeweils ein Druckbegrenzungsschalter angeordnet ist, und
daß sowohl der Arbeitskolben alsauch der Meßkolben jeweils eine ventilgesteuerte Quittungspassage aufweist, mittels
der zwischen den beiden Arbeitsräumen von Arbeits- bzw. Meßzylinder eine Fluidverbindung herstellbar ist.
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Die erfindungsgemäße Lösung erlaubt in äußerst einfacher
Weise die Beseitigung der Mängel und Nachteile der oben beschriebenen
vorgechlagenen Lösung. Die erfindungsgemäße
Lösung erlaubt eine zwangsläufige Verknüpfung der absoluten Endstellung von Arbeits- und Meßkolben. Die erfindungsgemäße
Lösung benötigt keine zusätzlichen elektrischen oder elektronischen Signalgeber und Verbindungsmittel, die in
extremen Umweltbedingungen ohnehin nur bedingt einsetzbar sind.
Die Quittungspassagen sind vorzugsweise jeweils durch einen sich etwa parallel zur Zylinderachse erstreckenden Durchgang
gebildet, in dem zwei entgegengesetzt wirkende bzw. gegenläufig geschaltete Rückschlagventile angeordnet sind, deren
Schließkörper jeweils durch über die jeweilige Kolbenstirnfläche
vorragende Stößel beim Anfahren der jeweils zugewandten Zylinderstirnflächen von den jeweiligen Ventilsitzen
abhebbar sind. Als Rückschlagventile haben sich besonders Patronen - Rückschlagventile des Fabrikats LEE Company / Conn.
06 H98, USA / Typ 2 50 - CKF - 005 geeignet. Jedes Rückschlagventil
besitzt, wie dargelegt, einen mechanischen Stößel, der/Anfahrt der jeweiligen Zylinder- Stirnfläche bzw. des
{regen jeweiligen Zylinderdeckels das Ventii/aessen eigentliche
Strömungsrichtung öffnet. Das dabei nicht betätigte gegenüberliegende
Ventil verriegelt gleichzeitig den Durchgang, so daß das Anfahren des Kolbens in Gegenrichtung möglich ist.
Die derart gestalteten, mechanisch gesteuerten Quittungspassagen ermöglichen auch eine zusätzliche ölkühlung nämlich
dann,wenn sich sowohl Meßkolben als auch Arbeitskolben in ihrer Endstellung befinden und die Pumpe angeschlossen ist.
Dies ist insbesondere dann von großem Vorteil, wenn sich der Arbeitszylinder in einer Umgebung hoher Temperaturen befindet
und der Arbeitskolben sehr häufig und relativ lange in den
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sich Endstellungen verharrt. Dann läßt/, wie gesagt, in einfacher
Weise ein ölkreislauf aufrechterhalten und das öl kühlen.
Das warme öl kann dabei vorzugsweise durch einen Wärmetauscher
geleitet werden, der z. B. an einen Heizkreislauf für Arbeitsräume oder dgl. angeschlossen ist.
Nach Oberschreiten eines bestimmten Oberdrucks in der Verbindungsleitung
zwischen den fluidverbundenen Arbeitsräumen bzw. in der Leitung zwischen dem Arbeitszylinder und dem
Steuerventil bewirken die Druckbegrenzungsschalter eine Abschaltung der Pumpe. Damit wird auch verhindert, daß hydraulische
Kupplungen oder dgl. überbelastet und vorzeitig undicht werden.
Vorteilhafter Weise ist den Druckbegrenzungsschaltern jeweils eine Druckmeßeinrichtung zugeordnet, wobei die Druckmeßeinrichtungen
mit einem Signalwandler in Wirkverbindung stehen, der die Druckwerte in entsprechende elektrische Signale umwandelt,
die z. B. in einem Funktionsrechner zur Ansteuerung bzw. Aufrechterhaltung einer Sollwertstellung des Arbeitskolbens verarbeitet werden können.
Vorzugsweise ist der Funktionsrechner so ausgebildet, daß in
diesem ein Vergleich zwischen den elektrisch abgegriffenen Meßkolbenstellungen und den vom Signalwandler in elektrische
Signale umgewandelten Druckmeßwerten zur Ermittlung einer exakten Arbeitskolbenstellung und Ansteuerung einer Kolbensollstellung
stattfindet. Es wird dadurch auch eine Art von "Back-up-System" geschaffen. Bei Ausfall des elektrischen
Abgriffs der Meßkolbenstellung ist durch die Druckmeßwert-Auswertung die Funktion der erfindungsgemäßen Einrichtung im
wesentlichen unverändert sichergestellt.
Nachstehend werden eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung
sowie deren Funktionsweise an Hand der beigefügten
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Zeichnung näher erläutert.
Es zeigt;
Es zeigt;
Figur 1 ein hydraulisches Schaltschema der erfindungsgemäßen
Einrichtung,
Figur 2 einen Teil des Arbeits- bzw. Meßkolbens mit ventilgesteuerter
Quittungspassage im Schnitt und vergrößerten Maßstab,
Figur 3 a bis 3 f mögliche Schaltzuatände der Quittungspassagen
von Arbeite- und Meßkolben, und
Figur 4 eine Schaltungslogik für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Mit der Bezugsziffer 8 ist ein Arbeitszylinder bezeichnet, der
extremen Umgebungsbedingung, insbesondere hohen Temperaturen au8gesetet ist. Die Kolbenstange des dem Arbeitszylinder 8 zugeordneten
Arbeitskolbens IH ist z. B. mit einem Gießpfannenschieber
zu dessen Verstellung verbunden.
Abseits von dem Ort extremer Umgebungsbedingungen ist ein dem
Arbeitszylinder 8 volumenmäßig äquivalenter Meßzylinder 2 angeordnet , wobei es zweckmäßig ist, die Kolben- und Kolbenstangendurchmesser
in gleichem Verhältnis gegenüber dem Arbeitszylinder zu verkleinern, um damit die Hublänge analog zu vergrößern» was
eine bessere Auflösung des Hubes des dem Meßzylinder 2 zugeordneten Meßkolbens 12 ermöglicht.
Dadurch, daß der Meßzylinder 2 dem rauhen Stahlwerksbetrieb oder dgl. nicht direkt ausgesetzt ist, kann er in seiner Ausführung
kostengünstiger gestaltet werden als d.er Arbeitszylinder 8, insbesondere bezüglich der Kolbendichtungen. Wie
Figur 1 deutlich zeigt, sind die jeweils von den Kolbenstangen durchsetzten Arbeitsräume 16, 17 der beiden Zylinder 8, 2
durch eine Verbindungsleitung 10 unmittelbar miteinander
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fluidverbunden. Wenn sich der Arbeitskolben 14 in Figur
nach links bewegt, bewegt sich der Meßkolben 12 nach unten und umgekehrt. Durch die Fluidverbindung 10 beeinflußt die
Rücklaufflüssigkeit im Arbeitszylinder 8 unmittelbar die
Stellung des Meßkolbens 12 im Meßzylinder 2. Auf diese Art
und Weise ist eine exakte Stellungsrückmeldung des Arbeitskolbensl4
im Arbeitszylinder 2 gewährleistet. Am freien bzw. aus dem Meßzylinder 2 heraustretenden Ende der Kolbenstange
3 des Meßkolbens 12 ist eine Blende 35 angeordnet, die in den Block eines Gabelkopplers 4 hineinragt. Die Blende
35 ist dabei in Richtung der Meßkolbenstange frei/verstellbar angeordnet, wobei die Verstellung in einfacher Weise durch
eine Justiermutter 5 erfolgen kann. Die Justiermutter 5 ermöglicht bei einem Feingewinde jederzeit eine genaue Synchronisation
der Hubwege der beiden Kolben 12, 14. Der Gabelkoppler 4 ist^einer nicht dargestellten elektronischen
Positionsanzeige und / oder Funktionsrechner verbunden.
Die nicht unmittelbar miteinander fluidverbunden Arbeits-
und
räume 18, 19 von Arbeite- /Meßzylindersind über ein 4/3-Wegeventil
1 mit der Pumpe P bzw. einem Reservoir T verbindbar. Die Druckmittelleitung zwischen dem Steuerventil 1 und dem
Arbeitszylinder 8 bzw. Arbeitsraum 18 ist mit der Bezugsziffer 17 gekennzeichnet. In der Verbindungsleitung 10
sowie in der zwischen Arbeitszylinder 8 und Steuerventil 1 angeordneten Druckmittelleitung 17 ist jeweils ein Druckbegrenzungsschalter
9, 10 angeordnet, die bei einem vorbestimmten Oberdruck die Fluidverbindungen 10, 17 unterbrechen
oder die Pumpe P abschalten. Den beiden Druckbegrenzungsschaltern ist jeweils noch eine Druckmeßeinrichtung bzw.
ein Manometer 11, 13 zugeordnet. Diese Manometer stellen eine zusätzliche Kontrolle für die Bedienungsperson dar.
Insbesondere ist dadurch frühzeitig ein überdurchschnittlicher Druckanstieg erkennbar, was darauf hindeutet, daß der Arbeitskolben 14 blockiert bzw. sehr schwergängig ist Cz. B. wenn ein
an die Arbeitskolbenstange angekoppelter Gießpfannenschieber in seiner Stellung verklebt). Wenn einer der Druckbegrenzungsschalter
9 oder 10 wirksam wird, bedeutet dies, daß der
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Arbeitskolben seine Endstellung nicht erreicht hat, unabhängig davon, ob der Meßkolben 12 sich bereits in der Endstellung
befindet oder nicht. Durch die Druckbegrenzungsschalter ist auf jeden Fall gewährleistet, daß der Druck
nicht noch weiter ansteigt und Undichtigkeiten an den Hydraulik-Kupplungen, Kolbendichtungen, etc. entstehen.
Sowohl der Arbeitskolben 14 alsauch der Meßkolben 7 weist
jeweils eine ventilgesteuerte Quittungspassage 7 bzw. 15 auf, mittels der zwischen den beiden Arbeitsräumen 16, 18
bzw. 17, 19 von Arbeits- bzw. Meßzylindereine Fluidverbindung herstellbar ist. Die Ventilsteuerung ist dabei so aufgebaut,
daß diese Fluidverbindung nur in den Endstellungen der Kolben und bei entsprechender Strömungsrichtung des
Druckmittels herstellbar ist. Hinsichtlich des Aufbaus der
Quittungspassage 7 bzw. 15 wird auf Figur 2 verwiesen. Gemäß Figur 2 ist die Quittungspassage 7 bzw. 15 jeweils durch
einen sich etwa pyallel zur Zylinderachse erstreckenden Durchgang 20 gebildet, in dem zwei entgegengesetzt wirkende
bzw. gegenläufig geschaltete Patronen- Rückschlagventile 21, 22 angeordnet sind, deren Schließkugeln 23, 24 jeweils
durch über die jeweilige Kolbenstirnfläche 25, 26 vorragende
Stößel 27, 2 8 beim Anfahren der jeweils zugewandten Zylinder-Stirnflächen von den jeweiligen Ventilsitzen 29, 30 abhebbar
sind. Die Schließkörper 23, 24 werden jeweils durch eine Feder 31, 32 nach außen gegen den entsprechenden Ventilsitz
29, 30 gedrückt. Die Stößel 27, 28 weisen jeweils einen Druchgang 33, 34 für eine Druckmittelströmung bei geöffneten
Ventilen auf. Die Federn 31, 32 sind so dimensioniert, daß sie bei normaler Druckmittelbeaufschlagung durch den Durchgang
33, 34 der Stößel 27, 28 hindurch ein Abheben der zugehörigen Schließkugel 23, 24 von dem jeweiligen Ventilsitz 29,
30 erlauben. Somit wird z. B. der Durchgang 20 geöffnet, wenn
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sich der Kolben 2 bzw. 8 in Figur 2 in der linken Endstellung
befindet und die Druckbeaufschlagung von rechts erfolgt. In
der linken Endstellung wird das Ventil 21 durch den in den Durchgang 20 hineingedrückten Stößel 27 geöffnet, während das
rechte Ventil 22 durch die Druckmittelbeaufschlagung geöffnet wird. Entsprechend wird eine Fluidverbindung zwischen den beiden
durch den Kolben von einander getrenten Arbeitsräumen in der
in Figur 2 rechten Endstellung des Kolbens hergestellt.
In den Figuren 3 a bis 3 f sind nun mögliche Situationen von Kolbenstellungen dargestellt. Arbeite- und Meßzylinder sowie
Arbeite- und Meßkolben sind mit denselben Bezugsziffern versehen wie in Figur 1. Der durch die
Verbindungsleitung 10 gemäß Figur 1 fluidverbundene Raum ist in den Figuren 3 a bis 3 f mit "R" und der von dem mit der
Pumpe P bzw. dem Reservoir T verbindbaren Arbeitsraum 18 des ArbeitsZylinders 8 und der Druckmittelleitung 17 gemäß Figur
1 eingenommene Raum mit "R1" bezeichnet. Die Bezeichnungen
"Z" und "A" bedeuten "Endstellung- zu" bzw. "Endstellung- auf".
In Figur 3 a hat zwar der Meßkolben 12 seine Endstellung "Z" erreicht, der Arbeitskolben 14 dagegen seine entsprechende
"Z" - Stellung noch nicht. Ea bedindet sich also in dem Raum
R ein Flüssigkeitsüberschuß. In diesem Falle öffnet die Quittungspassage des Meßkolbens 12 und die überschüssige
Flüssigkeitsmenge im Raum R wird über den Meßkolben 12 in
das Reservoir abgeführt.
In Figur 3 b befindet sich der Meßkolben 12 in der entgegengesetzten
Endstellung "A", der Arbeitskolben IH dagegen noch nicht. Dies bedeutet, daß aus dem Raum R Flüssigkeit an den
Kolbendichtungen vorbei ausgetreten ist (Leckagen). In der Endstellung "A" des Meßkolbens 12 öffnet wiederum dessen
Quittungspassage bei Druckbeaufschlagung in Richtung des Pfeiles D, wodurch ein Ausgleich der Leckagen aus dem Raum
R stattfindet und der Arbeitskolben IH in seine Endstellung
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1A" bewegt wird.
In Figur 3 c befindet sich der Arbeitskolben 14 in der Endeteilung
"Z", der Meßkolben 12 dagegen noch nicht. Bei Druckbeaufschlagung des Arbeitskolbens IH in Richtung des Pfeiles
D öffnet dessen Quittungspassage, mit der Folge, daß der Raum R aufgefüllt und der Meßkolben 12 in seine Endstellung "Z"
geschoben wird.
In Figur 3 d befindet sich der Arbeitskolben 14 in seiner Endstellung
"A", der Meßkolben 12 dagegen noch nicht. Dies bedeutet, daß sich im Raum R ein Flüssigkeitsüberschuß befindet.
Bei Druckbeaufschlagung des Meßkolbens 12 in Richtung des Pfeiles D öffnet die Quittungspassage des Arbeitskolbens IH,
mit der Folge, daß überschüssige Flüssigkeit aus dem Raum R über den Raum R' in das Reservoir T abfließt und der Meßkolben
12 ebenfalle in seine Endstellung 11A" geschoben wird.
In den Figuren 3 e und 3 f befinden sich sowohl Arbeite- alsauch
Meßkolben jeweils in ihren entsprechenden Endstellungen "Z" bzw. 11A". Bei entsprechender Druckbeaufschlagung in Richtung
des Pfeiles D öffnet sowohl die Quittungspassage des
Meßkolbens 12 alsauch die Quittungspassage des Meßkolbens 14,
mit der Folge, daß ein Flüssigkeitskreislauf entsteht und in einfacher Weise die Druckflüssigkeit gekühlt werden kann. Ferner
ist auf diese Art und WEise auch eine einfache Entlüftung des hydraulischen Systems möglich. Die Entfernung von Lufteinschlüssen
idealisiert im übrigen die Sychronität der beiden Kolben. Der Pumpendruck für die Flüssigkeitskühlung kann
wesentlich niedriger sein als der normale Arbeitsdruck. Man spricht auch von einem sog. "drucklosem Umlauf dsr Druckflüssigkeit".
In Figur 4 sind einige Beispiele logischer Schaltverknüpfungen
dargestellt, die über jeden Anlagenzustand eine Meldung ermöglichen. Die Schaltungslogik umfaßt die beiden
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Kontakte 5.1 und 5.2,denen entsprechende Relais Zd und Ad
zugeordnet sind, sowie die beiden Druckschalter 9 und 10, denen ebenfalls jeweils entsprechende Relais Rd und R'd zugeordnet
sind. Es sind drei verschiedene Zustände dargestellt , nämlich
- Schieber blockiert oder Schwerlast
- Korrektur in Zu-Richtung
- Korrektur in Auf-Richtung.
Diese letztgenannten drei Sehaltzustände liefern Sekundär-Informationen^wobei
die Schaltzustände "Korrektur in Zu-Richtung" und "Korrektur in Auf-Richtung" jeweils anzeigen,
daß eine Synchronisation von Arbeits- und Meßkolben stattfindet und eine Leckage ausgeglichen werden muß. Auch in
Figur U bedeuten die Bezeichnungen "Z" und "A" die Kolbenendstellung
"zu" bzw. "auf". Die Bezeichnungen "R" und "R'" bedeuten die im Zusammenhang mit Figur 3 a bis 3 f
definierten Räume.
Alle in den Unterlagen offenbarten Merkmale werden einzeln oder in Kombination als erfindungswesentlich beansprucht,
soweit sie nicht durch den Stand der Technik vorweggenommen sind.
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L e e r s e i \ e
Claims (11)
- Henkel Kern» feuer frHänze! Patenten wa?tiRegistered Representativesbefore theEuropean Patent OfficeMöhlstraße 37Zimmermann & Jansen GmbH D-8000 München 80Bahnstraße 5 2Tel.: 089/98 2085-67Dörpn Telex: 0529802 hnkl d&16U Duren Telegramme: ellipsoid428 II15. April 1980Einrichtung zur exakten Stellungsrückmeldung eines zweiseitig beaufschlagbaren Arbeitskolbens in einem Hydraulik-ArbeitszylinderPatentansprücheEinrichtung zur exakten Stellungsrückmeldung eines zweiseitig beaufschlagbaren Arbeitskolbens in einem Hydraulik-Arbeitszylinder, der extremen Umweltbedingungen, insbesondere hohen Temperaturen ausgesetzt ist, mit einem dem Arbeitszylinder volumenmäßig äquivalenten, ebenfalls zweiseitig beaufschlagbaren Meß- bzw. Folgezylinder mit einem Meßkolben, dessen Stellung elektrisch abgreifbar ist, wobei zwei Arbeitsräume von Arbeite- und Meßzylinder durch eine Verbindungsleitung miteinander fluidverbunden sind, während die jeweils anderen Arbeitsräume über ein Steuerventil mit einer Druckmittelpumpe oder einem Reservoir verbindbar sind,dadurch gekennzeichnet, daß- in der Verbindungsleitung (10) sowie in der zwischen Ar-130043/0198—2 —- ■ " - -beitszylinder (8) und Steuerventil (1) angeordneten Druckmittelleitung (17) jeweils ein Druckbegrenzungsschalter (9, 10) angeordnet ist, und daß- sowohl der Arbeitskolben (14) alsauch der Meßkolben (7) jeweils eine ventilgesteuerte Quittungspassage (7, 15) aufweist, mittels der zwischen den beiden Arbeitsräumen (16, 18 bzw. 17, 19) von Arbeits- bzw. Meßzylinder eine Fluidverbindung herstellbar ist.
- 2.) Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Druckbegrenzungsschaltern (9, 10) jeweils noch eine Druckmeßeinrichtung (11, 13) zugeordnet ist.
- 3.) Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmeßeinrichtungen (11, 13) mit einem Signalwandler in Wirkverbindung stehen, der die Druckwerte in entsprechende elektrische Signale umwandelt, die in einem Funktionsrechner zur Ansteuerung bzw. Aufrechterhaltung einer Sollwertstellung des Arbeitskolbens verarbeitet werden können.
- 1.) Einrichtung nach ein-em der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Quittungspassagen (7,10) jeweils durch einen sich etwa parallel zur Zylinderachse erstreckenden Durchgang (20) gebildet ist, in dem zwei entgegengesetzt wirkende Rückschlagventile (21, 22) angeordnet sind, deren Schließkörper (23, 24) jeweils durch über die jeweilige Kolbenstirnflache (25, 26) vorragende Stößel (27, 28) beim Anfahren der jeweils zugewandten Zylinder- Stirnflächen von den jeweiligen Ventilsitzen (29, 30) abhebbar sind.
- 5.) Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließkörper (23, 2U) jeweils durch ein elastisches Element (Feder 31, 32) gegen den entsprechenden Ventilsitz (29, 30) gedrückt sind.1 3 0"fo 3 / 0 1 9 8■ " "■'" " 30HA32
- 6.) Einrichtung nach Anspruch H oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Stößel (27, 28) jeweils einen Durchgang (33, 34) für eine Druckmittelströmung bei geöffneten Ventilen aufweist.
- 7.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet , daß das freie Ende der Meßkolbenstange (3) aus dem Meßzylinder (2) herausragt und mit einer Blende (35) versehen ist, die in einen Gabelkopplerblock (H) hineinragt.
- 8.) Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (35) an der Meßkolbenstange (3) in Richtung derselben verstellbar befestigt ist.
- 9.) Einrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß längs des Referenzweges (23) des Gabelkopplers (H) an vorbestimmten Stellen Kontakte (5.1, 5.2) vorgesehen sind, die vorbestimmten Referenzpunkten, vorzugsweise den Meßkolbenendstellungen, entsprechen.
- 10.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet , daß ein elektronischer Zähler vorgesehen ist, in dem die Ausgangssignale des Gabelkopplers (H) verarbeitet werden, derart, daß von einem beliebigen, festgelegten Bezugspunkt aus die jeweilige Verfahrstrecke des Meßkolbens (12) und damit des Arbeitskolbens (IH) bestimmbar ist.
- 11.) Einrichtung nach einem der Ansprüche 3 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Funktionsrachner ein Vergleich zwischen den vom Gabelkoppler (H) stammenden elektrischen Referenzsignalen und den vom Signalwandler in elektrische Signale umgewandelten Druckmeßwerten zur Ermittlung der1300A3/ 0 198-H-30H432exakten Arbeitskolbenstellung und Ansteuerung einer Kolbensollstellung stattfindet·130G43/G198
Priority Applications (11)
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