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DE3013645A1 - Verfahren und vorrichtung fuer die zufuehrung von teilchen in eine wirbelschicht - Google Patents

Verfahren und vorrichtung fuer die zufuehrung von teilchen in eine wirbelschicht

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Publication number
DE3013645A1
DE3013645A1 DE19803013645 DE3013645A DE3013645A1 DE 3013645 A1 DE3013645 A1 DE 3013645A1 DE 19803013645 DE19803013645 DE 19803013645 DE 3013645 A DE3013645 A DE 3013645A DE 3013645 A1 DE3013645 A1 DE 3013645A1
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DE
Germany
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fluidized bed
particles
fluidized
cross
reaction
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19803013645
Other languages
English (en)
Inventor
Jaroslav Dipl Ing Beranek
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Czech Academy of Sciences CAS
Original Assignee
Czech Academy of Sciences CAS
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Filing date
Publication date
Application filed by Czech Academy of Sciences CAS filed Critical Czech Academy of Sciences CAS
Publication of DE3013645A1 publication Critical patent/DE3013645A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/18Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles
    • B01J8/24Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles according to "fluidised-bed" technique
    • B01J8/26Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles according to "fluidised-bed" technique with two or more fluidised beds, e.g. reactor and regeneration installations
    • B01J8/28Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes with fluidised particles according to "fluidised-bed" technique with two or more fluidised beds, e.g. reactor and regeneration installations the one above the other
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01J8/00Chemical or physical processes in general, conducted in the presence of fluids and solid particles; Apparatus for such processes
    • B01J8/0015Feeding of the particles in the reactor; Evacuation of the particles out of the reactor
    • B01J8/003Feeding of the particles in the reactor; Evacuation of the particles out of the reactor in a downward flow
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C10/00Fluidised bed combustion apparatus
    • F23C10/18Details; Accessories
    • F23C10/22Fuel feeders specially adapted for fluidised bed combustion apparatus

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  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)
  • Fluidized-Bed Combustion And Resonant Combustion (AREA)

Description

Ceskoslovenskä akademie ved Prag (CSSR)
Verfahren und Vorrichtung für die Zuführung von Teilchen in eine Wirbelschicht
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur gleichzeitigen Zuführung von Teilchen an einer Vielzahl von Stellen in eine Wirbelschicht.
Bei verschiedenen chemischen und physikalischen Prozessen in Wirbelschichten von großer horizontaler Ausdehnung reicht in der Regel die Zuführung der Teilchen nur in eine einzige Stelle der Wirbelschicht nicht aus. Die geringe Intensität der horizontalen Mischbewegungen der Teilchen in der Wirbelschicht führt zu einer unterschiedlichen Verteilung der Teilchen in der Wirbelschicht, so daß die physikalischen und chemischen Prozesse in der Nähe ihrer Zuführung in anderer Weise ablaufen als an von der Teilchenzuführung weiter entfernten Stellen. Ein Beispiel hierfür
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ist die Verbrennung fester Brennstoffe in einer Wirbelschicht, wo sich in der Umgebung der Teilchenzuführung eine reduzierende Atmosphäre und in den von der Zuführung weiter entfernteren Schichtzonen eine oxidierende Atmosphäre mit einem beträchtlichen SauerstoffÜberschuß ausbilden kann.
Eine Folge dieser ungleichmäßigen Teilchenverteilung ist auch eine ungleichmäßige horizontale Temperaturverteilung in der Wirbelschicht. Um eine optimal gleichmäßige Verteilung der reagierenden Brennstoffteilchen und des Aufwirbelungsfluids sowie hierdurch auch eine gleichmäßige Temperaturverteilung über der gesamten Fläche der Wirbelschicht zu erhalten, sollten die Brennstoffteilchen an möglichst vielen Stellen in die Wirbelschicht eingeführt werden.
Aus der Druckschrift Biswas B.K., Baley J.O., An Investigation of Alternative Freed Systems for Utility-Scale Fluidized-Bed Steam Generators - 5th Internat. Conf. on Fluidized Bed Combustion, Washington, Dezember 19 77 sind zwei Verfahren und entsprechende Vorrichtungen für eine gleichmäßige Verteilung der Brennstoffteilchen in einer Wirbelschicht bekannt, und zwar entweder ein pneumatischer Transport der Teilchen in die Wirbelschicht oder das mechanische Einwerfen der Teilchen auf den Pegel der Wirbelschicht. Beim pneumatischen Einbringen der Teilchen in die Wirbelschicht werden die Partikel aus einem Vorratsbehälter entweder durch Gravitation oder durch Schaufelförderer mit konischen Rohren dosiert über die ganze Fläche der Wirbelschicht verteilt. Die Verteilung der Teilchen aus dem Hauptstrom in eine große Zahl von Teilströmen erfolgt mechanisch, wobei die Zahl dieser Teilströme bis einige Hundert betragen kann. Um eine Verstopfung der konischen Rohre zu ver-
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hindern, sind zusätzliche Vibratoren vorgesehen. Das pneumatische Zuführsystem ist durch T-Stücke verwirklicht, in die von einer Seite die Teilchen und von der anderen Druckluft eingeleitet werden, um die Teilchen in die eigentliche Wirbelschicht zu fördern. Die Vorrichtungen für dieses Verfahren sind unterschiedlich. Die VerbindungsLeitungen durchtreten entweder die Seitenwände des Wirbelschichtreaktors oder sie sind in seinem Boden angeordnet. Dieses Verteilungssystem ist sehr kompliziert und setzt voraus, daß die zugeführten Teilchen eine vorgeschriebene Korngröße haben. Bei sich ändernder Feuchte kommt es zu Verstopfungen der Zuführrohre und zu langwierigen Betriebsstörungen des gesamten Reaktors.
Das mechanische Einwerfen der Teilchen auf die Wirbelschicht erfolgt durch einen oder mehrere Werfer in den Seitenwänden des Wirbelschichtreaktors, mit denen die Teilchen in den Raum oberhalb der Wirbelschicht eingeschleudert werden. Dieses Verfahren ist zwar betriebstechnisch einfach, es hat jedoch eine ganze Reihe von Machte ilen. So werden große AnteiLe an Feinkorn vom abziehenden Heißgasstrom mitgerissen, bevor sLe auf oder in die Wirbe!schicht faLLen können.
Da die direkt aus dem Raum oberhalb der WirbeLschLcht ausgetragenen TeLLchen zwanysLauf ig eine kleinere VerwelLzeLt im Reaktor haben aLs TeiLchcm aus der Wirbelschicht, LHt zumindest für diesen PartLkeLautei1 die Intensität und Wirksamkeit der physLkaLLschen und chemischen Prozesse geringer und unvoLLstündLg.
Ferner tritt eüu; unerwünschte S lchtv/lrkung der Γι» L L-chen Lm Raum obe;rhaLb der Wirbelschicht auf. DLt; jroiienjn Teilchen haben nämlich einen größeren IinpuLs, so da/5 tile auf tile
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Oberfläche der Wirbelschicht in größeren Entfernungen von den Werfern auftreffen als die kleineren Teilchen. Diese Sichtwirkung verursacht u. a. eine ungleichmäßige Korngrößenverteilung in der Wirbelschicht und hierdurch einen ungleichmäßigen Ablauf der physikalischen und chemischen Prozesse in verschiedenen Zonen der Wirbelschicht, wenn die Geschwindigkeit dieser Prozesse von der Größe der Teilchen abhängig ist..
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren der angegebenen Gattung aufzuzeigen, das von äußeren Parametern der Teilchen, wie z. B. Feuchtegehalt und Korngröße, nicht beeinflußt wird und das ein optimal gleichmäßiges Einbringen der Teilchen in die Wirbelschicht und damit einen hochwirksamen Prozeßablauf über die gesamte horizontale Ausdehnung der Schicht ermöglicht. Ferner soll eine konstruktiv einfache und betriebstechnisch zuverlässige Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß aus den Teilchen und dom Wirbalfluid zumindest eine Hilfswirbe!schicht gebildet wird, aus der die Teilchen im aufgewirbelten Zustand in mehreren Teilströmen in die Reaktionswirbelschicht eingeführt werden.
Um die Teilchen über den gesamten Querschnitt der Wirbelschicht gleichmäßig zu verteilen, v/ird die Wirbelschicht in .r,-/ei Teile aufgeteilt, und zwar in eine Reaktionswirbelijchicht, in der die eigentlichen chemischen Reaktionen ablaufen, und in eine Hilfsv/lrbelschicht, in der ar, mi einer gleichmäßigen Verteilung der Teilchen über den gesamten (Juerschni tt der ReaktionswirbeIschicht kommt, yob« ί in ditiisn Hi Ifsv/irbe !schicht nur eine solche
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Menge an Wirbelfluid eingeleitet wird, die zur Aufrechterhaltung des fluidisierten Teilchenzustandes und ggf. zum Eintragen in die Reaktionswirbelschicht benötigt wird. In die Reaktionswirbelschicht wird noch ein weiterer Anteil an Wirbelfluid eingeleitet, der entsprechend dem Gesamtbedarf an Fluid zur Aufrechterhaltung des fluidisierten Teilchenzustandes in der Schicht und ferner zur Realisation der chemischen Reaktionen, z. B. zur Verbrennung der Teilchen, bemessen wird.
Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch zumindest eine Kammer zur Ausbildung einer Hilfswirbelschicht, die eine Zuleitung für die Teilchen und einen Rost für das Wirbelfluid aufweist, durch eine Kammer für die Reaktionswirbelschicht, die einen Rost zum Einleiten des Wirbelfluids aufweist, und durch ein System von Verbindungsleitungen, welche die beiden Wirbelkammern miteinander verbinden.
Mehrere Kammern zur Ausbildung der Hilfswirbelschicht können miteinander verbunden sein. Das Zuführungssystem hat zweckmäßig einen freien Querschnitt von weniger als 10 % des Querschnittes der Reaktionswirbelschicht. Die Summe der Querschnitte aller Hilfswirbelschichten ist kleiner oder maximal gleich dem Querschnitt der Reaktionswirbelschicht.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß aus den Teilchen und dem Aufwirbelungsfludd zumindest eine Hilfswirbelschicht gebildet wird, aus der die Teilchen im aufgewirbelten Zustand durch ein System von zweckmäßig rohrförmigen Zuführungsleitungen in die Reaktionswirbelschicht eingeführt werden. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einer Kammer für die Ausbildung der Hilfs-
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Wirbelschicht, die mit einer Zuleitung der festen Teilchen und einem Rost für die Zuleitung des Aufwxrbelungsfluids versehen ist/ und aus einem System von Strömungs-Verbindungen, welche die beiden Kammern miteinander verbinden. Das System der Verbindungsleitungen hat einen freien Querschnitt, der kleiner als 10 % des waagrechten Querschnittes der Reaktionswirbelschicht ist.
Ein Vorteil dieses Verfahrens für die Zuführung von Teilchen ist die Einfachheit der Vorrichtung im Vergleich mit den Vorrichtungen für die mechanische Verteilung des Stromes der dosierten Teilchen. Ein weiterer Vorteil beruht darin, daß alle Teilchen die Wirbelschicht durchlaufen müssen. Hierbei kommt es zu keiner Sichtung der Teilchen unterschiedlicher Teilchengrößen bei deren Einleitung in die Wirbelschicht, so wie dies bei dem mechanischen Bewerfen der Teilchen auf den Pegel der Wirbelschicht der Fall ist.
Im Vergleich mit dem pneumatischen Verfahren der Zuführung des Brennstoffes in eine Wirbelschicht hat das vorgeschlagene Verfahren den Vorteil, daß es bei ihm nicht zu Verstopfung der einzelnen Zuführungsleitungen des Brennstoffes infolge seiner Feuchtigkeit kommen kann. Die Vorrichtung gemäß dieser Erfindung braucht auch keine aus der Reihe weiterer Hilfseinrichtungen, wie z. B. Vibratoren u. ä.
Im folgenden werden besonders geeignete Vorrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der Zeichnung im einzelnen beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch einen Wirbelschichtreaktor;
Fig. 2 eine Draufsicht einer Variante dieser Vorrichtung, bei der mehrere Hilfswirbelschichten miteinander verbunden sind.
Ö3ÖÜ43/0SS?
Der Wirbelschichtreaktor nach Fig. 1 besteht aus dem eigentlichen Prozeßreaktor in Form eines zylindrischen oder mehreckigen Behälters 1, in dem die chemischen Reaktionen in einer Wirbelschicht 8 ablaufen und ein Wärmeaustauscher eingebaut ist. Der Behälter 1 weist im unteren Teil einer Seitenwand eine Zuführleitung 10 zum Einspeisen von Teilchen und an seinem Boden einen Anschlußstutzen 4 zum Einführen von Wirbelluft in eine HilfsWirbelschicht 2 auf. Oberhalb der Hilfswirbelschicht 2 mündet ein weiterer Anschlußstutzen 6 für die Zuleitung von zusätzlicher Wirbelluft in die Wirbelschicht 8. In der Zuführungsleitung 10 für die Teilchen ist ein Verschluß vorgesehen.
Die obere Reaktionswirbelschicht 8 wird nach unten durch einen Rost 7 von geeigneter Öffnungsweite seiner Durchlässe begrenzt. Ein weiterer Rost 3 ist unterhalb der Hilfswirbelschicht 2 vorgesehen. Die beiden Wirbelschichten, d. h. die Hauptschicht 8 und die Hilfsschicht 2, sind miteinander durch ein System von senkrechten Verbindungsleitungen 5 verbunden, durch welche die Teilchen aus der Hilfswirbelschicht 2 in die Hauptwirbelschicht 8 über ihren gesamten Querschnitt gleichmäßig verteilt eingeführt werden. Die zur Aufwirbelung der Hilfswirbelschicht 2 benötigte Luft wird durch den Anschlußstutzen 4 in die Kammer 10 eingeleitet. Die zusätzliche zur vollständigen Verbrennung des Brennstoffes benötigte Luftmenge wird durch den Anschlußstutzen 6 in die Kammer 12 über dem Rost 7 in die Hauptwirbelschicht eingespeist.
Die konstruktive Ausbildung des Rostes 7 für die Hauptwirbelschicht 8 und der Verbindungsleitungen 5 kann unterschiedlich sein, so daß ζ. B. eine Einleitung des Aufwirbelungsfluids in unterschiedlichen Höhen der Wirbelschicht erfolgt.
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Zur angestrebten Ausbildung der Hilfswirbelschicht 2 mit gleichmäßiger Kornverteilung ist die Druckkammer 12 unter dem Rost 3 so ausgebildet und bemessen, daß über die gesamte Fläche des Rostes 3 eine Vielzahl von Luftstrahlen gleicher Stärke gebildet wird, welche die über die Zuleitung 10 in den Raum 2 eingebrachten Teilchen intensiv in horizontaler und vertikaler Richtung verwirbeln. Dabei muß in der Hilfswirbelschicht ein ausreichend hoher überdruck eingestellt sein, der das Einblasen der Teilchen in die Hauptwirbelschicht 8 unter Überwindung der Strömungswiderstände in den Verbindungsleitungen 5 sicherstellt. Der Fluidisierungszustand in der Hilfswirbelschicht 2 kann allgemein mit freiem Wirbelzustand - ohne definierte Schichtoberfläche - bezeichnet werden.
Die Verbindung zwischen der unteren Hilfswirbelschicht 2 und der oberen Hauptwirbelschicht 8 kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Insbesondere können die Verbindungsleitungen 5 unterschiedlich tief in die Hauptwirbelschicht 8 hineinragen, um eine gleichmäßige Kornverteilung nicht nur horizontal, sondern auch vertikal zu erreichen. Um ferner die Einströmgeschwindigkeit der fluidisierten Teilchen in die Hauptwirbelschicht 8 an die Fluidisierungszustände in dieser Schicht anzupassen und sog. Kanalbildungen zu vermeiden, können die Verbindungsleitungen an ihrem oberen Ende z. B. kelchförmige Erweiterungen aufweisen. Um bei besonderen Betriebsumständen ein Zurückfallen der Teilchen aus der oberen Hauptwirbelschicht 8 durch die Leitungen 5 zu vermeiden, können an den oberen Enden der Verbindungsleitungen 5 Kappen vorgesehen sein, die in Fig. 1 schematisch in Form von Deckeln dargestellt sind. Durch diese Deckel werden die Ströme der fluidisierten Teilchen bei ihrem Eintritt in die Hauptwirbelschicht 8 seitlich abgelenkt, was ebenfalls die Ausbildung der unerwünschten Kanäle vermeidet und zur gleichmäßigeren Kornvertexlung in der Hauptwirbelschicht 8 beiträgt.
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1/ -
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Bei der Ausführung nach Fig. 2 sind die senkrechten Zuleitungen 5 an ihren Seiten und ihrer Mitte gegenseitig verbunden. Es gibt auch andere Möglichkeiten der Anordnung der senkrechten Zuleitungen 5, wo diese gegenseitig abgetrennt sein können und sodann selbständig Hilfswirbelschichten ausbilden, wobei jedes dieser separaten Zuleitungssysteme mit einem abgetrennten Wirbelschichtverschluß für die Zuführung des Brennstoffes oder der Teilchen versehen ist.
Die technische Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung in einer der vorstehend beschriebenen Vorrichtungen wird im folgenden anhand von Beispielen beschrieben:
Beispiel 1
In einer Wirbelschichtfeuerung wurden Brennstoffpartikel mit einem Gehalt von 3 % Schwefel verbrannt, die in die Hilfswirbelschicht 2 durch die Zuführleitung 10 eingetragen und im gesamten Innenraum der Kammer 2 gleichmäßig verteilt wurden. Die zur Aufwirbelung der Feststoffteilchen in der Wirbelschicht 2 benötigte Kaltluft wurde in die Kammer 12 unter dem Rost 3 durch den Anschlußstutzen 4 eingeleitet. Aus der Wirbelschicht 2 wurden die Brennstoffteilchen durch die Luft über das System der senkrechten Zuleitungen 5 in die Hauptwirbelschicht 8 gefördert. Da die Luftmenge zur vollständigen Verbrennung des Brennstoffes größer ist als die zur Aufwirbelung in der Wirbelschicht 2 benötigte Luftmenge, wurde die restliche Luftmenge durch den Anschlußstutzen 6 in die Kammer 11 unter dem Rost 7 der Hauptwirbelschicht 8 eingespeist. Die durch die Verbrennung des Brennstoffes in der Wirbelschicht 8 freigesetzte Wärme wurde durch den Wärmeaustauscher 9 abgeführt. Die Zuführung der Brennstoffteilchen in die Reaktionswirbelschicht 8 war völlig gleichmäßig über den gesamten Schichtquerschnitt. Experimen
3 0 (H 3 / 0 8 5 7
- γί-
tell wurde festgestellt, daß der Öffnungsquerschnitt aller Verbindungsleitungen 5 kleiner als 10 % des Querschnittes der Wirbelschicht 8 sein soll.
Beispiel 2
Zur Verbrennung und Entschwefelung flüssiger Rückstände in einer Wirbelschichtfeuerung wurde eine Vorrichtung der im Beispiel 1 beschriebenen Art verwendet, bei welcher jedoch seitliche Düsen im Bereich der Hauptwirbelschicht zusätzlich vorgesehen waren. Die flüssigen Rückstände mit bis zu 26 % Schwefel wurden in die Wirbelschicht durch diese seitlichen Düsen eingespritzt, die in den Seitenwänden des Wirbelschi chtreak tors 1 in ringförmiger Anordnung saßen. Durch den Anschlußstutzen 10 wurde in die Hilfswirbelschicht Kalkstein dosiert, dessen Menge dem Eineinhalbfachen der stöchiometrisch benötigten Kalksteinmenge entsprach. Da die einzelnen Verbindungsleitungen 5 zwischen der Wirbelschicht 2 und der Reaktionswirbelschicht 8 0,6 m voneinander entfernt waren, wurde der Kalkstein in eine jede Reihe der Verbindungsleitungen 5 getrennt eingeführt, und zwar in parallelen Wirbelschichten der Breite 0,1 m. Alle Wirbelschichten für die einzelnen Reihen der Kalksteinzuführungen 5 waren sowohl an ihren Seiten wie auch in der Mitte der Vorrichtung verbunden, wodurch eine einheitliche Höhe der Schicht unter jeder Kalksteinzuführung sichergestellt wurde.
Die Reihen der HilfsWirbelschichten weisen Querschnitte auf, die 15 % des Querschnittes der Hauptwirbelschichten betrugen. Für sie wurde 15 % der Gesamtmenge an Wirbelfluid benötigt.
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Leerseite

Claims (8)

Ansprüche
1. Verfahren zum Einbringen von Feststoffteilchen in eine Wirbelschicht, bei dem die gesamte einzubringende Teilchenmenge in mehreren Teilströmen mittels eines gasförmigen Fördermediums in die Wirbelschicht eingespeist wird,
dadurch
gekennzeichnet ,
daß die Teilchen und das Wirbelfluid in zumindest einer sich über den gesamten Querschnitt ausbildenden Hilfswirbelschicht verteilt werden, und daß die Teilchen zusammen mit dem Wirbelfluid in einer Vielzahl von gleichmäßig über den Querschnitt verteilten Teilströmen in die eigentliche Reaktionswirbelschicht kontinuierlich einströmen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Feststoffteilchen in der Zwischenwirbelschicht mit dem gleichen Wirbelfluid bis in einen freien Fluidisierungszustand verwirbelt werden, das als Fluidisierungs- und Reaktionsfluid in das Reaktionswirbelbett eingeführt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch
zumindest eine Kammer zur Ausbildung einer Hilfswirbelschicht (2), in die eine Zuleitung (10) für die Feststoff-
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teilchen mündet und die einen unteren Rost (3) zum Einströmen des Wirbelfluids aufweist, durch eine Kammer für die Reaktionswirbelschicht (8), die durch einen Rost (7) von einem Druckraum (11) für das Aufwirbelungsfluid getrennt ist, und durch ein System von Verbindungsleitungen (5), welche die beiden Wirbelschichtkammern miteinander verbinden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere Kammern zur Ausbildung je einer Hilfswirbelschicht miteinander verbunden sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß der freie Öffnungsquerschnitt aller Verbindungsleitungen (5) kleiner als 10 % des Querschnittes der Reaktionswirbelschicht (8) ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Summe der Querschnitte aller HilfsWirbelschichten (2) kleiner oder gleich dem Querschnitt der Reaktionswirbelschicht (8) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsleitungen (5) verschieden lang sind und unterschiedlich tief in die Reaktionswirbelschicht hineinragen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die oberen Enden der Verbindungsleitungen (5) mit Zwischenraum durch Hauben abgedeckt sind.
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DE19803013645 1979-04-10 1980-04-09 Verfahren und vorrichtung fuer die zufuehrung von teilchen in eine wirbelschicht Withdrawn DE3013645A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS792441A CS205889B1 (en) 1979-04-10 1979-04-10 Method of supply of particles in the plurality of places in the fluid layer and device for executing the same

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Publication Number Publication Date
DE3013645A1 true DE3013645A1 (de) 1980-10-23

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Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19803013645 Withdrawn DE3013645A1 (de) 1979-04-10 1980-04-09 Verfahren und vorrichtung fuer die zufuehrung von teilchen in eine wirbelschicht

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US (1) US4297321A (de)
CS (1) CS205889B1 (de)
DE (1) DE3013645A1 (de)
GB (1) GB2047558B (de)
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