DE3013428C2 - Brenner zur Ausbildung und Verbrennung eines zündfähigen Gemisches aus einem flüssigen Brennstoff und Verbrennungsluft - Google Patents
Brenner zur Ausbildung und Verbrennung eines zündfähigen Gemisches aus einem flüssigen Brennstoff und VerbrennungsluftInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Brenner zur Ausbildung und Verbrennung eines zündfähigen Gemisches
aus flüssigem Brennstoff und Verbrennungsluft, der für die Zufuhr von Brennstoff eine geschlossene
Brennstoffkammer mit für den Brennstoff durchlässigen porösen Wänden aufweist, die in einem von vorgewärmter
Verbrennungsluft zur Verbrennungszone durchströmten Strömungsraum angeordnet sind.
Brenner dieser Art sind sowohl für Industrieöfen als auch für Wärmeerzeuger kleinerer Einheit bestimmt.
Bei diesen Brennern durchdringt der flüssige Brennstoff die porösen Wände der Brennstoffkammer und
verdunstet in die vorgewärmte, im Strömungsraum strömende Verbrennungsluft. Infolge der Verdunstung
des flüssigen Brennstoffs auf der Oberfläche der porösen Wände wird eine unerwünschte Überhitzung
des flüssigen Brennstoffs, die zum Cracken führt, verhindert. Im Strömungsraum werden Brennstoff und
Verbrennungsluft miteinander vermischt und als zündfähiges Gemisch in die Verbrennungszone eingeführt.
Es wird angestrebt, die An- und Abschaltphase des Brenners so zu leiten, daß möglichst geringe Brennstoffverluste
auftreten. Beim Kaltstart entstehen Brennstoffverluste im allgemeinen dadurch, daß ein Teil des dem
Brenner zugeführten Brennstoffs infolge noch zu geringer Brennertemperatur unverbrannt ins Abgas
gelangt und somit die Umwelt belastet. Auch beim Abschalten des Brenners sind Maßnahmen zur Verhinderung
von Brennstoffverlusten erforderlich. So ist bei der Verdunstung von Brennstoff in vorgewärmte
Verbrennungsluft beim Abschalten ein Nachverdunsten sowie jeglicher weiterer Austritt von Brennstoff in den
Brennraum zu vermeiden. Letzteres ist auch aus sicherheitstechnischen Gründen notwendig, damit insbesondere
bei Störfällen keine Nachverbrennung auftritt
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Brenner zu schaffen, der hinsichtlich des Brennstoffbedarfs günstige
Kaltstarteigenschaften aufweist und der sich darüber hinaus sowohl im Normalfall als auch im Störfall ohne
Nachverbrennung abschalten läßt.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Brenner der eingangs genannten Art durch die im
Patentanspruch 1 angegebene Ausbildung gelöst. Danach sind die den Brennstoff leitenden porösen
Wände der Brennstoffkammer vom Strömungsraum, der die Verbrennungsluft führt, zum Ein- und Abschalten
des Brenners abtrennbar, so daß während dieser Phasen der Verdunstungsvorgang unterbrechbar ist.
Dies kann beispielsweise durch einen Mantel geschehen, der so über die poröse Wand gestülpt wird, daß kein
Brennstoff in den Strömungsraum gelangen kann. Beim Einschalten des Brenners wird die Trennung zwischen
porösen Wänden und Ströinungsraum in Abhängigkeit von der Temperatur der Verbrennungsluft im Strömungsraum
gesteuert. Ist die Verbrennungsluft so weit vorerhitzt, daß im Strömungsraum ein zündfähiges,
stöchiometrisches Brennstoff-Verbrennungsluft-Gemisch ausbildbar ist, werden die porösen Wände der
Verbrennungsluft ausgesetzt. Beim Abschalten des Brennen; werden die porösen Wände erneut vom
Strömungsraum getrennt, so daß ein Verdunsten von Brennstoff von der Oberfläche der porösen Wände in
die Verbrennungsluft im Strömungsraum unterbunden ist.
Bevorzugt ist die Brennstoffkammer gegen die Kraft einer Feder in den Strömungsraum verschiebbar
angeordnet (Patentanspruch 2). Die Federkraft ist so eingestellt, daß die Brennstoffkammer von der Feder
aus dem Strömungsraum herausgehalten wird. Eingeschoben wird die Brennstoffkammer in Abhängigkeit
von der Temperatur im Strömungsraum. Hat die Verbrennungsluft die für die Ausbildung des zündfähigen,
stöchiometrischen Brennstoff-Verbrennungsluft-Gemisches erforderliche Temperatur erreicht, so wird
die Brennstoffkammer in den Strömungsraum eingeführt. Beim Abschalten des Brenners wird die
Brennstoffkammer unter Einwirkung der Feder aus dem Strömungsraum zurückgezogen.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, die Brennstoffkammer hydraulisch verschiebbar anzuordnen
(Patentanspruch 3) sowie als hydraulisches Betriebsmittel den flüssigen Brennstoff selbst zu nutzen
(Patentanspruch 4). Es ergibt sich so ein einfacher, kompakter Aufbau des Brenners. Bei einer in Patentanspruch
5 angegebenen Ausbildung des Brenners entfällt zusätzlich eine gesonderte Brennstoffleitung zur verschiebbar
angeordneten Brennstoffkammer.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung schematisch wiedergegeben
ist, näher erläutert.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, weist der Brenner eine Brennstoffkammer 1 mit für den
Brennstoff durchlässigen porösen Wänden 2 auf. Im Ausführungsbeispiel ist die Brennstoffkammer 1 zylindrisch
ausgeführt und an beiden Stirnseiten mit Verschlußplatten 3, 4 abgedeckt. Die Verschlußplatlen
sind fluchtend auf der zylindrischen, porösen Wand 2 der Brennstoffkammer 1 aufgesetzt und weisen eine
glatte äußere zylindrische Oberfläche auf.
Im Ausführungsbeispiel ist die Brennstoffkammer 1 verschieblich ausgebildet und in der Zeichnung in ihrer
Betriebsstellung innerhalb eines von Verbrennungsluft durchströmten Strömungsraumes 5 dargestellt. Die
Brennstoffkammer 1 ragt zentrisch in den Strömungsraum 5 hinein, der im Ausführungsbeispiel als Ringraum
zwischen der äußeren Oberfläche der porösen Wand 2 und einem inneren Wärmetauscher fc ausgeführt ist Die
Verbrennungsluft wird in den Strömungsraum 5 über ein Zuführungsrohr 7 eingeführt, das einen Rohran- η
Schluß 8 für die Verbrennungsluft aufweist. Das Zuführungsrohr 7 umgibt das Wärmetauscherrohr 6 und
bildet zugleich die äußere Wandung der Verbrennungskammer. Die Verbrennung des Brennstoff-Luft-Gemisches
erfolgt in einer Verbrennungszone 9 innerhalb des Wärmetauscherrohres 6. Im Ausführungsbeispiel besteht
das Wärmetauscherrohr aus Keramik. Es läßt sich jedoch auch aus Metall ausbilden. Über das Wärmetauscherrohr
6 wird die im Zuführungsrohr 7 strömende Verbrennungsluft durch Wärmeabgabe aus der Verbrennungszone
9 vorgewärmt. Für eine Erwärmung der Verbrennungsluft beim Kaltstart sorgt eine elektrische
Widerstandsheizung 10, die auf dem keramischen Wärmetauscher aufgewickelt ist und nach außen
geführte elektrische Anschlüsse 11, 12 aufweist. Im 2> Strömungsraum 5 verdunstet in die vorgewärmte
Verbrennungsluft der aus der Brennstoffkammer 1 durch die porösen Wände 2 hindurchtretende Brennstoff.
Das Brennstoff-Luft-Gemisch wird zur Verbrennungszone 9 geführt und dort gezündet. Für den Start jo
dient ein in die Verbrennungszone eingeführter Zünder 13.
Die Brennstoffkammer 1 ist innerhalb eines Hydraulikzylinders 14, der am Zuführungsrohr 7 der Verbrennungskammer
angeflanscht ist, verschieblich gelagert. J5 Neben einem die Brennstoffkammer 1 am Umfang
stützenden Lager 15 ist an der Brennstoffkammer 1 eine an der Verschlußplatte 4 befestigte rohrförmige
Halterung 16 angebracht, die den Hydraulikzylinder 14 axial durchdringt und in einem Stützlager 17 geführt ist. w
Die Halterung 16 überragt die Verschlußplatte 4 der Brennstoffkammer 1 und ist durch eine Abdeckung 18
am äußeren Ende des Hydraulikzylinders 14 hindurchgeführt. Die Lager 15 und 17 im Hydraulikzylinder
weisen Dichtringe 19 auf, die einen Innenraum 20 « zwischen den beiden Lagern abdichten. Über einen
Anschluß 21 am Hydraulikzylinder 14 läßt sich mit Hilfe einer Förderpumpe 22 Flüssigkeit in den Innenraum 20
einführen.
An dem das Stützlager 17 überragenden Ende der ;j
Halterung 16 ist eine verstellbare Auflage 23 für eine Feder 24 befestigt, der als Gegenlager das Stützlager 17
dient. Strömt in den Innenraum 20 — von der Förderpumpe 22 gefördert — hydraulisches Betriebsmittel
ein, so wird die Brennstoffkammer 1 entgegen der Kraft der Feder 24 in den Strömungsraum 5 gedrückt.
Die Endstellung der Brennstoffkammer 1 im Strömungsraum 5 wird von der Stellung der Auflage 23 an
der Halterung 16 mit Anschlag 25 vorgegeben.
Im Ausführungsbeispiel wird als hydi aulisches Be- t>o
triebsmittel flüssiger Brennstoff in den Innenraum 20 des Hydraulikzylinders 14 gefördert. Dies erspart in
vorteilhafter Weise eine zusätzliche Brennstoffleitung zur Brennstoffkammer 1 und führt zu einer sehr
kompakten Bauweise des Brenners. Der im Innenraum tv>
20 vorhandene Brennstoff strömt über eine Brennstoffleitung 26 aus dem Inner.raum 20 des Hydraulikzylinders
in den Innenraum der Brennstoffkammer 1 ein. Die Brennstoffleitung 26 ist im Ausführungsbeispiel als
Drosselbohrung in der Verschlußpiatte 4 der Brennstoffkammer 1 ausgebildet. Überschüssiger, an der
Oberfläche der porösen Wand 2 der Brennstoffkammer 1 nicht verdunstender Brennstoff wird über eine
Ablaufleitung 28 aus dem Innenraum der Brennstoffkammer 1 abgeführt. Als Ablaufleitung dient im
Ausführungsbeispiel vorteilhaft die rohrförmige Halterung 16, die im Innenraum der Brennstoffkammer von
der Verschlußplatte 4 bis nahe an die Verschlußplatte 3 herangeführt ist, so daß ein Ringspalt verbleibt, durch
den der Brennstoff in die Ablaufleitung 28 einströmen kann. Mittels eines Durchflußregelventils 29 in der
Ablaufleitung wird der erforderliche Flüssigkeitsdruck i>! der Brennstoffkammer 1 eingestellt. Über die
Ablaufleitung 28 wird der Brennstoff zum Vorratstank zurückgeführt, der in der Zeichnung nicht gesondert
dargestellt ist.
Beim Abschalten der Förderpumpe 22 und beim Zurückziehen der Brennstoffkammer 20 in den Hydraulikzylinder
kann der Brennstoff aus dem Innenraum 20 über die Brennstoffleitung 26 und aus der Brennstoffkammer
1 über die Ablaufleitung 28 abfließen, so daß das Rückstellen der Kammer nicht gestört ist.
Ein Zirkulieren von Brennstoff in der Brennstoffkammer ist auch für den Betrieb des Brenners erwünscht.
Der Brennstoff kann auf diese Weise vor Überhitzung geschützt werden, die zum Cracken führt. Die
Siedetemperatur des Brennstoffs darf nicht erreicht werden.
Beim Start des Brenners befindet sich die Brennstoffkammer 1 innerhalb des Hydraulikzylinders 14. Ein
Thermostat 27 mißt die Temperatur im Wärmetauscher 6 an der Übergangsstelle der Verbrennungsluftführung
zwischen Zuführungsrohr 7 und Strömungsraum 5 und schaltet über einen in der Zeichnung nicht dargestellten
Schalter die Widerstandsheizung 10 ein. Bei ausreichend vorgewärmter Verbrennungsluft und entsprechender
Temperatur am Thermostaten 27 wird an einen in der Zeichnung nicht dargestellten Regler ein Signal zum
Einschalten der Förderpumpe 22 gegeben. Der dann in den Innenraum 20 des Hydraulikzylinders einströmende
Brennstoff drückt die Brennstoffkammer 1 in den Strömungsraum 5 und fließt zugleich durch die
Brennstoffleitung 26 in den Innenraum der Brennstuffkammer
1 ein. Ein Teil des Brennstoffs durchdringt die porösen Wände 2 und verdunstet auf deren Oberfläche.
Der Rest des Brennstoffs fließt über die Ablaufleitung 28 vom Durchflußregelventil 29 gesteuert zurück in den
Vorratstank. Im Strömungsraum 5 bildet sich ein stöchiometrisches Brennstoff-Luft-Gemisch, das in der
Verbrennungszone 9 gezündet wird.
Bei Betrieb des Brenners wird nach ausreichender Aufheizung des Wärmetauscherrohres 6 die Widerstandsheizung
10 ausgeschaltet.
Zum Abschalten des Brenners wird die Förderpumpe 22 abgestellt und die Brennstoffzufuhr gesperrt. Im
Innenraum 20 des Hydraulikzylinders 14 fällt der Flüssigkeitsdruck. Die BrennEtoffkammer 1 wird von
der Kraft der Feder 24 aus dem Strömungsraum 5 herausgezogen. Die Flamme in der Verbrennungszone 9
erlischt. Es werden auf diese Weise nicht nur B^ennstoffverluste vermindert, insbesondere kann keine
Nachverbrennung auftreten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Brenner zur Ausbildung und Verbrennung eines zündfähigen Gemisches aus flüssigem Brennstoff
und Verbrennungsluft, der für die Zufuhr von Brennstoff eine geschlossene Brennstoffkammer mit
für den Brennstoff durchlässigen porösen Wänden aufweist, die in einem von vorgewärmter Verbrennungsluft
zur Verbrennungszone durchströmten Strömungsraum angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die porösen Wände (2) der Brennstoffkammer (1) zum Ein- und Abschalten des Brenners vom Strömungsraum (5) trennbar sind.
2. Brenner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffkammer (1) gegen die
Kraft einer Feder (24) in den Strömungsraum (5) verschiebbar angeordnet ist.
3. Brenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffkammer (1)
hydraulisch verschiebbar ist.
4. Brenner nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als hydraulisches Betriebsmittel
flüssiger Brennstoff verwendet wird.
5. Brenner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Brennstoffleitung (26)
vom Innenraum (20) eines die Brennstoffkammer (1) führenden Hydraulikzylinders (14) zum Innenraum
der Brennstoffkammer (1) geführt ist und daß in einer an der Brennstoffkammer (1) angeschlossenen
Ablaufleitung (28) für den Brennstoff ein Durchflußregelventil (29) eingesetzt ist.
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| US06/249,704 US4408984A (en) | 1980-04-05 | 1981-03-31 | Burner for the formation and combustion of an ignitable mixture of a liquid fuel and combustion air |
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Applications Claiming Priority (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| CN107228356B (zh) * | 2017-07-06 | 2023-05-30 | 山西大学 | 一种用于对冲锅炉的自动稳燃系统 |
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1980
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1981
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Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
Also Published As
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| DE3013428B1 (de) | 1981-10-01 |
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