DE3011369C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für Leitungen,
die gasförmige Medien mit hohen Temperaturen führen, insbe
sondere zur Absperrung der Heißluftleitungen, die von Wind
erhitzern (Cowper) zu einem Hochofen führen, mit einem
flachen Schiebergehäuse, welches mit gegenüber
liegenden, ausgerichteten Öffnungen versehen ist, und mit
einer linear beweglichen Schieberplatte, welche die Öffnungen
in einer Schließstellung absperrt und sie in einer Offenstellung
freigibt, in welcher die Schieberplatte in einem Raum des
Schiebergehäuses aufgenommen ist.
Die modernen Funktionstechniken der Hochöfen und deren hohe
Leistungen stellen besondere Anforderungen an die Leitungs
dimensionen und die Beschickungsluft. Dementsprechend erschwert
sind die Arbeitsbedingungen der Absperrvorrichtung, welche
durch Öffnen und Schließen die Durchführung der Aufheizvor
gänge und den Wärmeaustausch der Winderhitzer (Cowper) ermög
lichen. Solche Absperrvorrichtungen sind nicht nur zwischen
den Winderhitzern und einem Hochofen nötig. Sie können auch
zum Ablassen der Medien in die Atmosphäre eingesetzt werden.
Die bekannten Schieber oder Absperrschieber für Heißwind sind
mit Wasser gekühlt, woraus sich Wärmeschocks ergeben können.
Mit dem Kühlwasser werden bedeutende Wärmemengen abgeführt,
die vorher kostspielig erzeugt wurden und die dem weiteren
Prozeß entzogen werden.
Aus der DE-AS 12 37 153 ist eine Einrichtung zum Kühlen
des in einer Brenngas-Luft-Gemisch-Leitung angeordneten
Absperrschiebers, der vor dem Brennerkopf des Brennschachtes
eines Winderhitzers in einem Gehäuse angeordnet ist und mit
einer in der Strömungsrichtung hinter dem Absperrschieber
in das Gehäuse mündenden Kühlluftleitung versehen ist,
welche Kühlluft aus der Kaltwindleitung in das Schiebergehäuse
einleitet und dort über die in der Schließstellung befind
liche Schieberplatte strömt, so daß diese von der vorbei
strömenden Kühlluft einseitig umspült wird. Es ist bei dieser
bekannten Kühleinrichtung von Nachteil, daß die Kühlwirkung nur
zeitweilig, nämlich nur bei Schalten des Winderhitzers auf Kalt
luft, und dann nur sehr beschränkt, nämlich nur auf stromabwärts
liegende Flächen des Absperrschiebers wirksam ist. Eine ständige
und gleichmäßige Kühlung von Schiebergehäuse und Schieberplatte,
insbesondere im Bereich der zusammenwirkenden Flächen dieser
Teile, ist bei der bekannten Kühleinrichtung gar nicht möglich.
Darüber hinaus wird die Kühlluft durch sehr große Querschnitte
hindurchgeleitet, und zwar so, das sie gar von der abzukühlenden
Schieberplatte teilweise abgelenkt wird. Infolgedessen ist die
ohnehin nur von Zeit zu Zeit und nur in Teilbereichen des
Schiebers erzielbare Kühlwirkung mangelhaft.
Die Erfindung hat die Aufgabe, auf die Absperrvorrichtung
wirkende Wärmeschocks zu vermeiden und den Wärmeverlust im
Medium zu reduzieren.
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe dadurch gelöst, daß der Raum
mit Zuführungsmitteln für ein gasförmiges Kühlmittel, nämlich
Luft oder Dampf, versehen ist und daß in der Schieberplatte
Kanäle für das Kühlmittel vorgesehen sind. Dadurch ist es
möglich, die Differenz zwischen der Temperatur des abzusper
renden Mediums und der Temperatur des Kühlmittels niedrig zu
halten. Es sind dadurch auf die Absperrvorrichtung wirkende
Wärmeschocks entsprechend vermindert.
In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung laufen die vom Kühl
mittel durchflossenen, in der Schieberplatte vorgesehenen
Kanäle entfernt vom unteren Rand der Schieberplatte aus. Es
wird dann die Kühlluft in die Heißwindleitung selbst abgelassen
und dieser wird die beim Kühlvorgang entzogene Wärmemenge wieder
zugeführt.
In vorteilhafter Ausgetaltung der Erfindung ist die Schieber
platte aus zwei oder mehreren Blechplatten zusammengesetzt,
welche mit Feuerfestmaterial oder Isoliermaterial ausgekleidet
sind, wobei diese Platten so verbunden sind, daß ein oder
mehrere Zwischenräume verbleiben, welche einen Kühlmittelfluß
ermöglichen. Diese Vorrichtung kann auf einfache Weise in be
reits bestehende Anlagen eingebaut werden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung haben die beiden
Öffnungen des Schiebergehäuses rechteckige Form, der untere
Rand der Schieberplatte ist mit Abschrägungen zur Auflage an
entsprechenden Abschrägungen der oberen Ränder von zwei ver
tikalen Läufern versehen, welche die seitlichen Ränder der
Öffnung des Schiebergehäuses bilden, wobei die vertikalen
Läufer auch unten abgeschrägte Ränder zur Auflage gegen ent
sprechende Abschrägungen an seitlichen Rändern eines dritten,
unteren, horizontalen Läufers haben, welcher den unteren Rand
der Öffnung des Schiebergehäuses bildet, und die drei genann
ten Läufer werden von geeigneten elastischen, mechanischen,
hydraulischen, pneumatischen oder ähnlichen Teilen gegen die
Mitte der Öffnung gedrückt, wenn die Schieberplatte geöffnet
ist und in umgekehrter Richtung, wenn die Schieberplatte ge
schlossen ist. Die Form, die Maße und die Stellung dieser
Läufer ermöglichen, daß das Kühlmittel fließt und die Vor
richtung in den beiden Stellungen "offen" und "zu" von dem
Kühlmittel gekühlt wird, das schließlich über geeignete
Zwischenräume in das Innere der Heißwindleitung abfließt.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist am unteren
Ende der Schieberplatte eine zweite, gelochte Schieberplatte
befestigt, die in der Schließstellung des Schiebers in einem
unteren Raum des Schiebergehäuses aufgenommen ist. Diese Vor
richtung ist rationeller und wirksamer als die zuvor beschrie
bener. Es sind dabei die Öffnungen kreisförmig. Die Schieber
platte wird innen mit Luft gekühlt. Diese wird durch eine
Öffnung im oberen Bereich in das Gehäuse über eine Zufluß
leitung eingeführt.
Die Schieberplatte ist aus zwei oder mehreren Blechplatten ge
bildet, deren äußere Oberflächen mit geeignetem Feuerfest
material und/oder Isoliermaterialien versehen sind und die so
miteinander verbunden sind, daß ein oder mehrere Zwischen
räume für den Kühlluftfluß bestehen. Die unten an der Schieber
platte vorgesehene, zweite, gelochte Schieberplatte weist die
Abmessungen der Schieberplatte selbst auf. Im Zentrum ist
eine Öffnung vorgesehen, die den Öffnungen der Heißluftlei
tung entspricht.
Die Funktion des Schiebers wird durch die Verschiebung eines
inneren Organs zwischen zwei Positionen, nämlich "Heruntergelas
sen" und Hochgezogen" gesteuert. In der Stellung "Herunterge
lassen" ist der Schieber geschlossen. In der Stellung "Hochge
zogen" ist der Schieber offen, wobei gegebenenfalls die Öff
nung der zweiten, gelochten Schieberplatte deckungsgleich mit
dem freien Durchgang der Leitung liegt. In der Offenstellung
des Schiebers bildet die zweite, gelochte Schieberplatte eine
Ausfüllung zwischen den Gehäusesitzen des Schiebers, so daß
durch geeignete Spalten, welche zwischen der Ausfüllung und
den Gehäusesitzen des Schiebers angeordnet sind, ein Kühlluft
strom in das Innere fließen kann.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen. Ausführungsbeispiele der Erfindung
werden anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 einen Vertikalschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels,
wobei links die Schieberplatte in geöffneter Stellung
und rechts in geschlossener Stellung dargestellt ist,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II nach Fig. 1, wobei
links die Schieberplatte in offener Stellung und rechts
in geschlossener Stellung dargestellt ist,
Fig. 3 eine vergrößerte Teilansicht nach Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV nach Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V nach Fig. 1,
Fig. 6 einen Schnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels,
entsprechend Fig. 2,
Fig. 7 eine Schnittansicht, entsprechend Fig. 1 des Aus
führungsbeispiels nach Fig. 6,
Fig. 8 einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII nach Fig. 7,
und
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie IX-IX nach Fig. 7.
Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 ist ein flacher
Kasten 10 vorgesehen, der mit gegenüberliegenden Öffnungen 11
und 12 versehen ist. Seitlich sind Flansche 15 und 16 zum
Anschluß an eine Leitung vor und hinter dem Schieber angeordnet.
Oben ist der Kasten 10 mit einer Bohrung für die Durchführung
einer Antriebsstange 20 einer Schieberplatte 21 versehen,
welche bei Offenstellung des Schiebers in einem oberen Teil
30 des Kastens 10 liegt und bei Schließstellung des Schiebers
soweit gesenkt ist, daß die Öffnungen 11 und 12 abgesperrt
sind.
Ein unterer Rand 22 der Schieberplatte 21 ist mit seitlichen
Abschrägungen 23 versehen. Diese erlauben die Auflage auf
entsprechenden seitlichen Abschrägungen 24, die an den oberen
Rändern von zwei vertikalen Läufern 26 vorgesehen sind. Die
Läufer 26 sind seitlich an den senkrechten Rändern der Öff
nungen 11, 12 angeordnet und in der Ebene der Schieber
platte 21 beweglich. Sie werden von Feldern 27 nach innen
gedrückt.
Durch die aufeinander abgestimmten Abschrägungen 23 und 24
schieben sich die beiden Läufer 26 beim Herunterdrücken der
Schieberplatte 21 - beim Schließen des Schiebers - seitlich
zurück, wonach ihr innerer Rand auf den senkrechten Seiten
teilen der Schieberplatte 21 anliegt, wie dies rechts in
Fig. 1 und 5 gezeigt ist.
Im unteren Teil, d. h. unter den Öffnungen 11 und 12 hat der
Kasten 10 einen dritten Läufer 28, welcher horizontal ange
bracht ist. Dieser hat seitliche Ränder mit Abschrägungen 29,
welche sich gegen die entsprechenden Abschrägungen der unteren
Ränder der beiden seitlichen Läufer 26 legen.
Ein Federpaar 31 drückt den unteren Läufer 28 nach oben, wenn
die Schieberplatte 21 in Offenstellung steht.
Der obere Rand des Läufers 28 bestimmt gemeinsam mit den
Innenrändern der seitlichen Läufer 26 und dem unteren Rand 22
der Schieberplatte 21 die Öffnung des Schieberdurchgangs
(vgl. Fig. 1, links).
Bei Absenkung der Schieberplatte 21 über die Antriebsstange 20
werden also die Läufer 26 zur Seite gedrückt, um der Schieber
platte 21 Platz zu schaffen, und im letzten Teil des Laufs der
Schieberplatte 21 wird der untere Läufer 28 nach unten gedrückt,
wo er in Kontakt mit dem unteren Rand der Schieberplatte 21
steht (vgl. Fig. 1, rechts). In dieser Stellung sind die Fe
dern 27 und 31 zusammengedrückt.
Zur Lagerung der Läufer 26 und 28 in ihrer zurückgedrückten Stel
lung im Kasten 10 sind seitliche Taschen 32 und 33 vorgesehen.
Für die Führung der Schieberplatte 21 während ihrer Bewegung
nach unten und oben sind die Öffnungen 11 und 12 mit Zargen 34
versehen, welche im Inneren des Kastens 10 abgekantet sind. Ihr
Querschnitt ist Z-förmig. Ein Schenkel 35 der Zarge 34, der in
das Innere des Kastens 10 abgekantet ist, liegt in einer Ebene
parallel zu den Flächen der Schieberplatte 21. Er dient als
Führungs- und Gleitfläche.
Um die Läufer 26 und 28 zu führen, sind Platten-Paare 40 und 41
vorgesehen. Diese stehen sich parallel gegenüber und führen
einerseits die seitlichen Läufer 26 an den oberen Enden und
andererseits den unteren Läufer 28 an den seitlichen Rändern.
Die beiden Flächen der Schieberplatte 21 sind mit einer flachen
quadratischen Zarge 42 versehen, die mit leichtem Spiel gegen
den Schenkel 35 der gegenüberliegenden Zarge 34 läuft. Wenn der
Schieber geschlossen ist, befindet sich der gesamte Umfang der
Zarge 42 vor dem Schenkel 35 der Zarge 34. Die Breite der Zarge
42 ist größer als die Breite des Schenkels 35, wodurch die
quadratische Zarge 42 außen am Schenkel 35 übersteht.
An ihrem oberen Ende weist die Schieberplatte 21 einen umlau
fenden Flansch 43 auf, der in einer horizontalen Ebene liegt
und dessen freier Rand abgeschrägt ist zur Auflage gegen eine
abgeschrägte Oberfläche eines Innen-Flansches 44, welcher den
oberen Teil 30 des Kasten 10 unten abschließt. Wenn die Schie
berplatte 21 in ihre geschlossene Stellung heruntergelassen ist,
wie rechts in Fig. 1 gezeigt, legen sich die Flansche 43 und 44
mit ihren abgeschrägten Flächen aufeinander. Auf diese Weise
ergibt sich ein dichter Abschluß zwischen dem Inneren des oberen
Teils 30 des Kastens 10 und den Öffnungen 11 und 12.
Zur Kühlung des Schiebers hat die Schieberplatte 21 verti
kal verlaufende Kanäle 50 in ihrer Wand. Diese Kanäle 50
laufen oben über dem umlaufenden Flansch 43 und unten unter
dem Unterteil der Führungszarge 42 aus.
Der obere Teil 30 des Kastens 10 ist mit, in den Figuren
nicht dargestellten Zuführungsleitungen für Kühlluft ver
sehen. Es wird also dem Inneren des oberen Raumes 30 des
Kastens 10 Kühlluft zugeführt, welche frei in die Durch
gänge 50 eindringen kann. Außerdem strömt die Kühlluft bei
hochgezogener Schieberplatte 21 zwischen den inneren Rand
des Flansches 44 und den seitlichen Rand des unteren Teils 22
der Schieberplatte 21. Auf diese Weise dringt die Kühlluft
in die Taschen 32 und in die untere Tasche 33 ein.
Nachdem die Kühlluft den Kasten 10, die Schieberplatte 21
und die Läufer 26 und 28 gekühlt hat, indem sie sich bei ge
öffnetem Schieber in die Zwischenräume zwischen der Innen
fläche des Schenkels 35 der Zarge 34 auf einer Seite und
die Seitenflächen des unteren Teils 22 der Schieberplatte 21
sowie der Läufer 26 und 28 verteilt hat, fließt sie durch
die Öffnungen 11 und 12 in das Innere der Leitung.
Die Kühlluft, die sich erwärmt hat, indem sie den verschie
denen Teilen des Schiebers Wärme entzog, fließt in die Heiß
windleitung, der sie entzogene Wärmemenge zurückführt.
Um die Kühlluftmenge zu steuern, welche in die Heißwindlei
tung einströmt, sind acht Dichtleisten 150 bzw. vier Dicht
leisten je Seite der Schieberplatte 21, vorgesehen. Die Dicht
leisten 150 sind untereinander verbunden. Sie werden elastisch
gegen die Seitenflächen des unteren Teils 22 der Schieber
platte 21 und gegen die Seitenflächen der Läufer 26 und 28 ge
drückt, wenn die Schieberplatte 21 hochgezogen ist und der
Schieber somit geöffnet ist. Wenn der Schieber geschlossen ist,
die Schieberplatte 21 also heruntergelassen ist, werden die
Dichtleisten 150 elastisch gegen die vier Seiten der Führungs
zarge 42 gedrückt (vgl. Fig. 2 und 3). Das Flanschpaar 43
und 44 verhindert so, daß die Kühlluft direkt von dem Raum 30
in die Taschen 32 und von dort in die Tasche 33 fließen kann.
In diesem Fall durchläuft die Kühlluft die Durchgänge 50 und
fließt von dort in die Tasche 33, von wo sie sich auch in die
Taschen 32 verteilt. Auf diese Weise sind alle Schieberelemente
auch bei geschlossenem Schieber durch die Kühlluft gekühlt,
welche danach in das Innere der Heißwindleitung fließt.
Aus dem Inneren der Taschen 32 und 33 dringt die Luft trotz der
vorhandenen Dichtleisten 150 über die unvermeidlichen Zwischen
räume zwischen den Dichtleisten 150 und der Zarge 42 der Schie
berplatte 21 in die Heißwindleitung ein. Bei geschlossenem
Schieber tritt ein Differenzdruck zwischen den beiden Flächen
der Schieberplatte 21 auf. Deshalb kann die Luft vorzugsweise
zu dem unter Druck befindlichen Teil der Heißwindleitung
fließen, weil auf der anderen Seite die Zargen 42 und 34
aufeinander stoßen werden.
Um den elastischen Druck der Dichtleisten 150 zu verwirklichen,
werden diese von hinten durch elastische Elemente 51 angedrückt.
Diese sind beispielsweise als Blattfedern oder dergleichen
ausgeführt.
Wie die Figuren zeigen, weist die Schieberplatte 21 mindestens
ein Blechplattenpaar auf, welches den Kern bildet, wobei der
ausgesparte Raum mit Feuerfestmaterial gefüllt ist.
Anschläge 53, wie beispielsweise Zapfen, begrenzen den Lauf der
Läufer 26 und 28. Bei der Ausführung nach Fig. 1 und 2 wird
die Stellung der Läufer 26 und 28 einerseits durch die Stellung
der Schieberplatte 21 und andererseits durch die elastische
Wirkung der Federn 27 und 31 bestimmt.
An Stelle der genannten Federn können andere mechanische, pneuma
tische, hydraulische oder ähnliche Stellmittel verwendet werden.
An Stelle der Stange 20 können analoge Mittel für die Positio
nierung der Schieberplatte 21 verwendet werden.
Die Fig. 6 bis 9 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel der Er
findung. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist der Schieberkasten
110 drei Bereiche auf, einen oberen Bereich 111, einen mittleren
Bereich 112 und einen unteren Bereich 113. Der mittlere Bereich
112 umfaßt zwei gegenüberliegende Öffnungen 114 und 115. Bei
diesen sind zum Anschluß der beiden gegenüberliegenden, nicht
dargestellten Leitungsenden Flansche 114′ und 115′ vorgesehen.
Der Schieber weist eine Schieberplatte 121 auf, die von einer An
triebsstange 120, oder durch ein anderes geeignetes Mittel be
tätigbar ist. Die Abmessungen des oberen Bereiches 111 des
Kastens 110 sind so, daß sie die Schieberplatte 121 gänzlich auf
nehmen können, wenn der Schieber geöffnet ist.
Unten ist an der Schieberplatte 121 eine zweite Schieberplatte
122 befestigt, welche ein Mittenloch 123 hat. Diese gelochte
Schieberplatte befindet sich bei geöffnetem Schieber, d. h. wenn
die Schieberplatte 121 sich im oberen Bereich 111 des Schieber
kastens 110 befindet, genau zwischen den beiden Öffnungen 114
und 115 des Schieberkastens 110, ohne diese jedoch abzusperren,
da der Durchmesser des Mittenloches im wesentlichen gleich dem
Durchmesser der Öffnungen 114 und 115 ist. Die Öffnungen 114 und
115 sowie das Mittenloch 123 der gelochten Schieberplatte 122
sind kreisförmig.
Die seitlichen Ränder der beiden Schieberplatten 121 und 122
sind in vorzugsweise U-förmigen Führungen 124 geführt, welche
im mittleren Bereich 112 und im unteren Bereich 113 verlaufen.
Auch bei diesem Ausführungsbeispiel sind für die Schieberplatte
121 mindestens zwei, vorzugsweise drei Metallplatten 125 vor
gesehen, welche den Kern bilden. Zwischen den Metallplatten 125
sind vertikale Kanäle 250 vorgesehen, die zur Durchführung der
aus dem oberen Bereich 111 des Schieberkastens 110 kommenden
Kühlluft dienen, in welchen die Kühlluft durch mindestens eine
Leitung 151 eingespeist wird.
Die Metallplatten 125 der Schieberplatten 121 sind mit Feuer
festmaterial 126 ausgekleidet.
Der genannte mittlere kreisförmige Bereich 112, der mit Feuer
festmaterial ausgekleidet ist, wird durch eine umlaufende Metall
zarge 142 abgeschlossen. Diese steht bei geschlossenem Schieber
vor einer entsprechenden Rundzarge 134, welche auf der Innen
fläche des Schieberkastens um die Öffnungen 114 und 115 ange
ordnet ist. Die Dichtigkeit wird durch zwei Metallringe 155
erreicht, welche durch elastische Elemente, wie Blattfedern 156,
ähnlich den Dichtleisten 150 und den elastischen Elementen 51
nach Fig. 3, elastisch gegen die Metallzarge 142 gedrückt sind.
Entsprechend der Ausführung nach den Fig. 1 bis 5 ist die Schie
berplatte 121 oben mit einem Flansch 143 versehen, der nach
außen abgeschrägt ist, wodurch er bei Schließstellung des
Schiebers auf einer Auflagefläche 144 eine Gegenauflage findet.
Die Auflagefläche 144 steht auf der Innenseite des Schieber
kastens 110 oberhalb der Öffnungen 114 und 115 vor. Die Kanäle
für das Kühlmittel sind oben über dem Flansch 143 und unten
außerhalb der Ringzarge 142 genau unterhalb derselben offen.
Dies hat zur Folge, daß in Schließstellung der Schieberplatte
121 die Luft, welche durch die Zuführung 151 eintritt, zunächst
den oberen Bereich 111 des Schieberkastens 110 durchfließt, in
die Kanäle 250 strömt und schließlich aus diesen unterhalb
der Öffnungen 114 und 115 ausfließt, wobei sie in den unteren
Bereich 113 des Schieberkastens 110 einströmt. Die Kühlluft
fließt also über die Zwischenräume zwischen der Kreiszarge 142
und der Kreiszarge 134 in die Heißwindleitung, da die Metall
ringe 155 so ausgebildet sind, daß eine gewisse Menge Kühlluft
durchtreten kann. Die von dieser aufgenommenen Wärmemenge wird
an den Heißwind zurückgegeben.
Die gelochte Schieberplatte 122 ist von einer Metallblende ge
bildet, die ein Kanalprofil 162 fluchtend mit dem Mittenloch
123 aufweist. Dieses Profil ist kreisförmig ausgebildet, wobei
die Enden zur Innenseite des Mittenloches 123 umgebogen sind.
In die so gebildete ringförmige Rille ist ein Element aus Feuer
festmaterial 160 eingesetzt. Dieses bildet die Verlängerung
der Feuerfest-Auskleidung der Heißwindleitung, wobei diese Aus
kleidung ebenfalls zwei Ringe 163 entsprechend den Öffnungen
114 und 115 des Schieberkastens 110 aufweist.
Die seitlichen Flächen des Kanalprofils 162, welche das Mitten
loch 123 der gelochten Schieberplatte 122 abschließen, erfüllen
die gleiche Funktion wie die Metallzarge 142, welche an den
beiden Flächen der Schieberplatte 121 angeordnet ist, dann, wenn
der Schieber in Offenstellung ist. In diesem Fall fließt die
aus dem oberen Bereich 111 des Schieberkastens 110 kommende Kühl
luft direkt von dem oberen Bereich 111 in den mittleren Bereich
112 und dann in den unteren Bereich 113. Von dort dringt die
Kühlluft über die bestehenden Zwischenräume zwischen dem Metall
ring 155 und den flachen Ringflächen des Kanalprofils 162 in die
Heißwindleitung ein, wobei die dem Schieberkasten 110 durch
Kühlung entnommene Wärme zurückgeführt wird.
Claims (11)
1. Absperrvorrichtung für Leitungen, die gasförmige Medien
mit hohen Temperaturen führen, insbesondere zur Ab
sperrung der Heißluftleitungen, die von Winderhitzern
zu einem Hochofen führen, mit einem
flachen Schiebergehäuse, welches mit gegenüberliegenden,
ausgerichteten Öffnungen versehen ist, sowie mit einer
linear beweglichen Schieberplatte, welche die Öffnungen
in einer Schließstellung absperrt und sie in einer Offen
stellung freigibt, in welcher die Schieberplatte in einem
Raum des Schiebergehäuses aufgenommen ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Raum (30; 111) mit Zuführungs
mitteln (151) für ein gasförmiges Kühlmittel, nämlich Luft
oder Dampf, versehen ist, und daß in der Schieberplatte
(21; 121) Kanäle (50; 250) für das Kühlmittel vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die vom Kühlmittel durchflossenen, in der Schieber
platte (21; 121) vorgesehenen Kanäle (50; 250) entfernt
vom unteren Rand der Schieberplatte (21; 121) auslaufen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Öffnungen (11, 12) des Schieber
gehäuses (10) rechteckig sind, daß der untere Rand (22)
der Schieberplatte (21) mit Abschrägungen (23) zur Auf
lage an antsprechenden Abschrägungen der oberen Ränder (24)
von zwei vertikalen Läufern (26) versehen ist, welche die
seitlichen Ränder der Öffnung (11, 12) des Schieberge
häuses (10) bilden, wobei die vertikalen Läufer (26) unten
abgeschrägte Ränder (29) zur Auflage gegen entsprechende
Abschrägungen an den seitlichen Rändern eines dritten,
unteren, horizontalen Läufers (28) haben, welcher den
unteren Rand der Öffnung (11, 12) des Schiebergehäuses
(10) bildet, daß die drei Läufer (26, 28) gegen die Mitte
der Öffnung (11, 12) von elastischen, mechanischen,
hydraulischen, pneumatischen oder ähnlichen Teilen ge
drückt werden, wenn der Schieber geöffnet ist und in um
gekehrter Richtung, wenn der Schieber geschlossen ist,
und daß Taschen (32, 33) in dem Schiebergehäuse (10) zur
Aufnahme der Läufer (26, 28) vorgesehen sind, in denen
die Läufer liegen, wenn die Schieberplatte (21) in die
Schließstellung abgesenkt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Schieberplatte (21; 121) oben
mit einem umlaufenden Flansch (43; 143) versehen ist,
welcher für einen Dichtsitz in der Schließstellung der
Schieberplatte (21; 121) mit einem umlaufenden Flansch (44)
zusammenwirkt, der innen im Schiebergehäuse (10) oberhalb
der Öffnungen (11, 12; 114, 115) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schieberplatte (21; 121) mit vertikalen Kanä
len (50; 250) versehen ist, die oben oberhalb des
Flansches (43) der Schieberplatte (21; 121) offen sind
und unten oberhalb des unteren Randes der Schieber
platte (21; 121) auslaufen.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Schiebergehäuse (10; 110)
Dichtleisten (150; 155) vorgesehen sind, die elastisch
gegen die Schieberplatte (21; 121) gedrückt sind,
wenn diese in Schließstellung steht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dichtleisten als je ein einziges, dem Umfang der
Öffnung des Schiebergehäuses angepaßtes Bauteil ausge
bildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Schieber
platte (121) eine zweite, gelochte Schieberplatte (122,
123) befestigt ist, die in der Schließstellung des
Schiebers in einem unteren Raum (113) des Schieberge
häuses (110) aufgenommen ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schieberplatte (121) und die gelochte Schieberplatte
(122) mit ihren seitlichen Rändern zwischen vertikalen
Führungen (124) geführt sind, welche im Innern des
Schiebergehäuses (110) angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich
net, daß die Öffnungen (114, 115) des Schiebergehäuses (110)
rund sind, wobei die Dichtleiste ein Ring ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schieberplatte (21;
121) aus wenigstens zwei Blechplatten zusammengesetzt
ist, welche mit Feuerfestmaterial oder Isoliermaterial
verkleidet sind, wobei die Blechplatten so verbunden
sind, daß ein oder mehrere Kanäle (50, 250) gebildet
sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT12541/79A IT1124036B (it) | 1979-04-09 | 1979-04-09 | Dispositivo per intercettazione di fluidi o aeriformi ad alta temperatura |
Publications (2)
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| DE3011369A1 DE3011369A1 (de) | 1980-11-13 |
| DE3011369C2 true DE3011369C2 (de) | 1988-12-15 |
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- 1980-04-07 US US06/137,752 patent/US4337789A/en not_active Expired - Lifetime
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| JPS63289389A (ja) | 1988-11-25 |
| IT1124036B (it) | 1986-05-07 |
| JPS5614680A (en) | 1981-02-12 |
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