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DE3009820A1 - Ein- oder mehrstufige absorptionswaermepumpe - Google Patents

Ein- oder mehrstufige absorptionswaermepumpe

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Publication number
DE3009820A1
DE3009820A1 DE19803009820 DE3009820A DE3009820A1 DE 3009820 A1 DE3009820 A1 DE 3009820A1 DE 19803009820 DE19803009820 DE 19803009820 DE 3009820 A DE3009820 A DE 3009820A DE 3009820 A1 DE3009820 A1 DE 3009820A1
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DE
Germany
Prior art keywords
heat pump
absorption heat
pump according
refrigerant
membrane
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19803009820
Other languages
English (en)
Inventor
Günter Dr. 7015 Korntal-Münchingen Zerweck
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Duerr Innovation GmbH
Original Assignee
Duerr Innovation GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Duerr Innovation GmbH filed Critical Duerr Innovation GmbH
Priority to DE19803009820 priority Critical patent/DE3009820A1/de
Publication of DE3009820A1 publication Critical patent/DE3009820A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B15/00Sorption machines, plants or systems, operating continuously, e.g. absorption type
    • F25B15/14Sorption machines, plants or systems, operating continuously, e.g. absorption type using osmosis
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D61/00Processes of separation using semi-permeable membranes, e.g. dialysis, osmosis or ultrafiltration; Apparatus, accessories or auxiliary operations specially adapted therefor
    • B01D61/02Reverse osmosis; Hyperfiltration ; Nanofiltration
    • B01D61/025Reverse osmosis; Hyperfiltration
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine ein- oder mehrstufige,
  • mit einem aus mehreren Bestandteilen bestehenden Stoff system arbeitende Absorptionswärmepumpe, bestehend aus einem An-Antriebsteil und einem Kälteteil, wobei das-Kältemittel im An-Antriebsteil in flüssigem Absorptionsmittel gelöst auf sein höheres Druckniveau'im Kälteteil durch Entspannung des flüssigen Kältemittels und/oder ebenfalls gelöst auf ein niedrigeres Druckniveau gebracht wird.
  • Die Entwicklung von Sorptionswärmepumpen beruht weitgehend auf dem hochentwickelten Stand der Technik von Sorptionskälteanlagen. Es wird diesbezüglich verwiesen auf W. Niebergall, "Sorptionskältemaschinen -(Band 7 des H.andbuchs der Kältetechnik, herausgegeben von R. Plank)".
  • Zum besseren Verständnis der Erfindung sei im folgenden die Wirkungsweise einer kontinuierlich arbeitenden sogenannten -Absorptionswärmepumpe beschrieben: Das gasförmige heisse Kältemittel wird unter hohem Druck in einem Kondensor verflüssigt und gibt dabei seine Kondensationswärme als Nutzwärme ab. Nach im wesentlichen isenthalper Entspannung durch ein Drosselventil wird das-Kältemittel durch Aufnahme von Umgebungswärme bei tiefer Temperatur verdampft und gelangt anschliessend in einen Absorber. Dort löst es sich - wiederum unter Abgabe von Nutzwärme - in einem, meist flüssigen, Absorptionsmittel. Die mit Kältemittel angereicherte Lösung wird durch eine Lösungsmittelpumpe, welche wegen der geringen Kompressibilität von Flüssigkeiten nur wenig Leistung benötigt, auf ein hohes Druckniveau gebracht und in einen Austreiber (auch Kocher genannt) gepumpt. Durch Zufuhr von Wärme wird dort das Kältemittel aus der Lösung ausgetrieben und gelangt als heisses Gas in den Kondensor. Die an Kältemittel arme Lösung strömt durch ein Drosselventil zurück zum Absorber; Um Irreversibilitäten möglichst klein zu halten, muss noch für "inneren Wärmetausch" gesorgt werden. Dies wird im allgemeinen durch zwei Wärmetauscher realisiert, von denen der eine, Nachverdampfer oder Nachkühler genannt, Wärme vom in den Verdampfer einströmenden flüssigen auf das ausströmende gasförmige Kältemittel überträgt, während der zweite Wärmetauscher, Temperaturwechsel genannt, im Lösungskreislauf Wärme von der armen in die reiche Lösung überführt.
  • Da der Dampfdruck vieler Kältemittel bei Nutztemperaturen von 600 - 800c sehr hoch ist, wurde als Modifikation der beschriebenen Absorptionswärmepumpe die sogenannte Resorptionswärmepumpe vorgeschlagen. Dabei wird der Kälteteil anstelle von Kondensor, Drosselventil und Verdampfer durch einen zweiten Lösungskreislauf - mit höherer Kältemittelkonzentration - ersetzt. Der heisse, unter hohem Druck stehende -:#ältemitteldampf löst sich im Resorber" in der Lösung, wobei er Wärme abgibt. Die reiche Lösung gelangt durch ein Drosselventil in einen Entgaser" genannten Tieftemperaturaustreiber, wo das Kältemittel unter Aufnahme von Umgebungswärme aus der Lösung ausdampft. Die arme Lösung muss durch eine zweite Lösungsmittelpumpe auf hohen Druck gebracht und in den Resorber zurückgepumpt werden. Auch hier kann das Wärmeverhältnis #durch inneren Wärmetausch im Resorptionslösungskreislauf erhöht werden.
  • Es ist nicht zuletzt die grosse Zahl notwendiger Komponenten, die der Wirtschaftlichkeit von Absorptionswärmepumpen, noch mehr der Wirtschaftlichkeit von Resorptionswärmepumpen, im Wege stehen. Nur ein aussergewöhnlich gutes Wärmeverhältnis (Summe der Nutzwärmemengen in Absorber und Kondensor zu aufgewandter Wärmemenge im Austreiber) könnte den Aufwand rechtfertigen. Das Wärmeverhältnis von einstufigen Absorptionswärmepumpen ist jedoch theoretisch auf etwa 2 begrenzt. In der Praxis werden sogar nur 1,3 bis 1,5 erreicht. Durch einen zweistufigen Kälteteil <Kondensor-Verdampfer-Resorber-Entgaser, oder Resorber1-Entgaser-1-Resorber2-Entgaser2) könnte das theoretische Wärmeverhältnis auf die Grössenordnung von 3 erhöht werden, doch steht dem ein wesentlich erhöhter apparativer Aufwand entgegen.
  • Umgekehrt kann es zur Vermeidung sehr hoher Austreibertemperaturen (chemische Stabilität von Kälte- und/öder Lösungsmittel) notwendig sein, den Antriebsteil einer Absorptionswärmepumpe zweistufig auszuführen (Absorber 1-Austreiber 1-Absorber 2-Austreiber 2). Dadurch erhält man eine Reduktion des theoretischen Wärmeverhältnisses auf 1,5, das höchstens durch Zweistufigkeit im Kälteteil wieder erhöht werden kann.
  • Der hohe apparative Aufwand mit 3 oder 4Lösungsmittelkreisläufen verbietet jedoch diesen Weg in der Praxis.
  • Ein weiterer wesentlicher Nachteil bisher bekanntgewqrdener Absorptionswärmepumpen - mit oder ohne Resorption--:besteht in folgendem: Um das Lösungsmittel-Kältemittel-Gemisch auf das erforderliche hohe Druckniveau zu bringen, werden mechånische Flüssigkeitspumpen eingesetzt. Obwohl die Pumpe - wie bereits oben angedeutet - im theoretischen Ideal fall keine Arbeit zu leisten hat, beeinflussen die Verluste in der Praxis dennoch das Wärmeverhältnis negativ, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass zum Betrieb der Pumpe hochwertige elektrische Energie benötigt wird. Noch schwerer wiegt die Tatsache, dass die Lebensdauer derartiger Flüssigkeitspumpen beschränkt ist. Hierdurch wird der den Sorptionswärmepumpen an sich von Haus aus eigene Vorteil, nämlich ohne bewegte Teile (und damit ohne Verschleissteile) auszukommen, praktisch hinfällig. Na#chteilig wirkt sich in diesem Zusammenhang vor allem auch die von der zu befördernden Flüssigkeit auf die Pumpenteile ausgeübte Korrosionswirkung aus. Handelt es sich bei den Flüssigkeitspumpen um Kolbenpumpen, so ko.mt noch der Na#chteil eines direkten Kontaktes von Schmiermittel und zu befördernder Flüssigkeit hinzu, was zu einer Verunreinigung des gesamten Lösungsmittelkreislaufs und damit zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Wärmepumpenkreisprozesses führen kann.
  • Die bisher für Absorptionswärmepumpen vorgeschlagenen Stoffsysteme sind im wesentlichen die aus Absorptionskälteanlagen schon bekannten Arbeitsstoffpaare mit einem leicht flüchtigen Kältemittel und einer Mischung von Kältemittel und Lösungsmittel als Absorptionsmittel. Vor allem werden die Paare Ammoniak (Kältemittel) mit Wasser (Lösungsmittel) und Wasser (Kältemittel) mit Lithiumbromid (Lösungsmittel) diskutiert, mit denen es bei Kälteanlagen schon sehr viele Erfahrung gibt.
  • Daneben wurden noch die folgenden Stoffpaare vorgeschlagen (an erster Stelle jeweils das Kältemittel): Methylamin/Wasser, Freone (z.B. R 22)/organische Flüssigkeiten (z.B. DTG), Ammoniak/ Lithiumnitrat, Methanol/Lithiumbromid und andere. Es wird diesbezüglich verwiesen auf W. Niebergall, "Arbeitsstoffpaare für Absorptionskälteanlagen11.
  • Da die Arbeitstemperaturen von Wärmepumpen verschieden sind von denen bei Kälteanlagen, ergeben sich zum Teil beträchtliche Schwierigkeiten, wenn man dieselben Arbeitsstqffsysteme verwenden will.
  • Man kann die bisher bekannten Stoff systeme zweckmässigerweise einteilen in solche, bei denen das reine Lösungsmittel im interessierenden Temperaturbereich einen eigenen Dampfdruck besitzt (z.B. Wasser), und solche, bei denen dieser eigene Dampfdruck vernachlässigbar klein ist (z.B. Salze).
  • In konventionellen Absorptionswärmepumpen (mit Lösung kreisläufen) hat man bei der ersten Gruppe am Austreiber das Problem der Rektifikation, das erstens zu einem.Wärmeverlust, zweitens zu erhöhtem apparativen und'konstruktiven Aufwand führt, und drittens fast nur mit grossen Bauhöhen (Trennsäule) gelöst werden kann.
  • Will man dagegen die zweite Gruppe möglicher Stoffsysteme (siehe oben) anwenden, so ergibt sich die wesentliche Problematik aus der Tatsache, dass, die Temperatur im Absorber von Wärmepumpen höher sein muss als in-Kälteanlagen (wenn möglich 600C oder höher). Man benötigt daher - bedingt durch das Lösungsfeld im Phasendiagramm - im Antriebsteil von Absorptionswärmepumpen sehr hohe Salzkonzentrationen. Da man dadurch gezwingen ist, sehr nahe an die Löslichkeitsgrenze heranzugehen, erhöht sich die Gefahr des teilweisen Auskristallisierens des Salzes.
  • Die vorstehenden Ausführungen machen deutlich, dass sich der bei Absorptionskältemaschinen schon erreichte Stand der Technik keineswegs ohne weiteres auf Absorptionswärmepumpen übertragen bzw. anwenden lässt.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, geeignete Massnahmen zur Verringerung des bisher erforderlichen apparativen Aufwandes und gleichzeitig zur Verhinderung der beschriebenen Verschleiss-, Korrosions- und Verunreinigungsprobleme zu treffen, so dass eine praktische Verwirklichung von Absorptionswärmepumpen der eingangs bezeichneten Art möglich wird. Nach dem Grundgedanken der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Absorptionswärmepumpe der eingangs bezeichneten Art im wesentlichen dadurch gelöst, dass als Mittel zur Druckerhöhung innerhalb des Antriebsteils und/oder, falls, das Kältemittel auch im Kälteteil in Lösung absorbiert ist, dort als Mittel zur Druckerniedrigung jeweils eine oder mehrere semipermeable Membranen dienen, die den Durchtritt des Kältemittels zulassen, den Durchtritt des Absorptionsmittels jedoch ganz oder teilweise verhindern, und dass als Absorptionsmittel ein Mehr-Komponenten-System dient, mit mindestens einem einen nicht vernachlässigbaren Dampfdruck besitzenden ersten Bestandteil mit einer die Durchlässigkeit durch die Membran ermöglichenden geringen Molekülgrösse, und mit einem zweiten Besandteil, der in dem interessierenden Temperaturbereich einen vernachlässigbaren kleinen Dampfdruck aufweist und der stark dissoziiert oder hochmolekular ist! derart, dass die Membran für ihn weitgehend undurchlässig ist. Da die Membran bzw. die Membranen für das ältemittel in jedem Fall durchlässig sein muss (bzw. müssen), wird für das Kältemittel praktisch nur eine niedermolekulare Verbindung in Betracht kommen. Es ist aber Auch denkbar, als Kältemittel eine Mischung zweier Komponenten zu verwenden, bei denen es sich z.B. um Ammoniak und Methylamin handeln kann.
  • Durch die DE-PS 400 488 ist es zwar bei Absorptionskältemaschinen an sich bekannt, das Kältemittel mittels einer semipermeablen Membran, die nur für das Kältemittel, nicht jedoch für das Lösungsmittel durchlässig ist, vom Absorber zum Austreiber zu befördern. Für das erforderliche Druckgefälle zwis.chen Austreiber und Absorber soll hierbei der sich infolge Zwischenschaltung der semipermeablen Membran aufgrund der unterschiedlichen Lösungsmittelkonzentration im Absorber einerseits und im Austreiber andererseits aufbauende osmotische Druck sorgen. Als Stoffpaar zum Betrieb der bekannten Absorptionskältmaschine ist in der DE-PS 400 488 Ammoniak/Wasser angegeben. Dieses Stoffpaar ist für die praktische Verwirklichung der in der DE-PS 400 488 enthaltenen technischen Lehre nicht geeignet, da eine Membran, die die gestellten Forderungen auch nur annähernd erfüllt, nach bisheriger Erfahrung nicht herstellbar ist. Die in der DE-PS 400 488 beschriebene Absorptionskältemaschine hat daher weder Eingang in die Praxis gefunden, noch war eine Obertragung der darin enthaltenen Grundidee auf Absorptionswärmepumpen möglich.
  • Erst durch die vorliegende Erfindung, die zusätzlich die notwendigen Angaben zur Beschaffenheit der zu verwendenden Stoffe (Absorptionsmittel einerseits und Kältemittel andererseitsY macht, ist es gelungen, eine Absorptionswärmepumpe zu schaffen, bei der da#s Prinzip der Nutzbarmachung des osmotischen Druckes mittels semipermeabler Membran unter nur vergleichsweise geringem apparativen Aufwand praktisch verwirklicht wer#den# konnte.
  • Durch die Definition eines für Absorptionswärmepumpen der in Rede stehenden Art geeigneten Stoffsystems schafft die Erfindung erst die entscheidende Voraussetzung für das.Auffinden geeigneter semipermeabler Membranen. -In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird diesbezüglich vorgeschlagen, die semipermeablen Membranen als Hohlfasermembranen auszubilden, wobei sie z.B. aus einem aromatischen Polyamid oder ans Zellulose-Acetat, Zellulose-Triacetat oder einem ähnlichen Material bestehen können. Je nach Stoff system kommen verschiedene kommerziell erhältliche Membran-Moduln, häufig Permeatoren genannt, infrage.
  • Durch die Anwendung der erfindungsgemässen Stoffsysteme im Zusammenhang mit den hierfür nunmehr aufzufindenden geeigneten Membranen ist es in für die Fachwelt überraschender weise nun möglich geworden, das Prinzip des osmotischen Druckes nicht nur - wie in der DE-PS 400 488 dargestellt - in einer einstufigen Absorptionskältemaschine zu verwenden, sondern anstelle eines jeden Lösungskreislaufes in ein- oder mehrstufigen Absorptionswärmepumpen mit oder ohne ein- oder mehrstufige Resorption.
  • In diesem Zusammenhang ist nachdrücklich darauf hinzuweisen, dass die Erfindung sich keineswegs nur auf die praktische Verwirklichung des durch die DE-PS 400 488 bekannten Prinzips beschränkt. Während bei der bekannten Absorptionskältemaschine nach DE-PS 400 488 die semipermeable Membran nur als Mittel zur Druckerhöhung Verwendung findet, steuert die vorliegende Erfindung noch zusätzlich den wesentlichen Gedanken bei, auch als Mittel zur Druckerniedrigung, nämlich im sogenannten Kälteteil der Absorptionswärmepumpe, semipermeable Membranen zu verwenden. Hierbei findet nicht das Prinzip der Osmose Anwendung, sondern vielmehr der Gedanke der#Umkehrosmose.
  • Zusammenfassend sind die wesentlichen Vorteile der Erfindung in folgendem zu sehen: Statt eines (bei den bisher bekannten Absorptionswärmepumpen erforderlichen) Lösungskreislaufes hat man nunmehr in allen Fällen lediglich eine einfache Verbindung über eine Membran, wobei der Kältemitteltransport im Antriebsteil (Absorber-Austreiber) durc#h#Osmose, im Kälteteil (falls eine Resorptionsstufe verwendet wird) durch Umkehrosmose erfolgt. Die nichtpermeable Komponente des Lösungsmittel-Kältemittel-Gemisches nimmt im Prinzip an der Strömung des Kältemittels gar nicht teil. Sie bildet vielmehr eine stationäre Konzentrationsverteilung auf beiden Seiten der Membran aus. Die notwendige Relativbewegung zum Kältemittel erfolgt durch Diffusion und/oder Konvektion.
  • In vorteilhafter Ausgestaltung des Grundgedankens der Erfindung kann als erster Bestandteil des Absorptionsmittels das Kältemittel selbst dienen und in dem flüssigen Kältemittel ein zwei ter, vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil gelöst sein.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird vorgeschlagen, dass das Absorptionsmittel eine Mischung aus drei Bestandteilen ist und zwar: 1. Dem flüssigen Kältemittel selbst, 2. einem Bestandteil mit vernachlässigbar kleinem Dampfdruck und für die Membran undurchlässi#ger Molekülgrösse oder Molekülart, und 3. einem Bestandteil mit kleinem, nicht dissoziierten Molekül, der allein einenmit dem Dampfdruck des Kältemittels vergleichbaren Dampfdruck aufweisen würde.
  • Das Mehr-Komponenten-Lösungsmittel setzt sich also nach Ziff. 2 und 3 zusammen aus einem Bestandteil mit vernachlässigbarem Dampfdruck im interessierenden Temperaturbereich, für den die Membran weitgehend undurchlässig ist (z.B. Lithiumnitrat oder Lithiumbromid), und einem weiteren Bestandteil, der ähnlich gut durch die Membran diffundieren kann wie das Kältemittel selbst, und der in reiner Form oder auch allein.
  • gemischt mit dem Kältemittel einen-nicht vernachlåssigbaren Dampfdruck aufweisen würde (z.B. Wasser). Der im Betrieb notwendige osmotische Druck wird hierbei durch den Konzentrabionsunterschied des nichtpermeablen Bestandteils der Lösung, (obige Ziffer 2) zwischen Absorber und Austreiber bzw. zwischen Resorber und Entgaser aufrechterhalten. Bei geeigneter Wahl dieser Stoffe erniedrigt schon eine geringe Konzentration des Bestandteiles unter Ziffer 2 den Dampfdruck des Bestandteiles Ziffer 3 so stark, dass dem Austreiber keine Rektifikationseinrichtung mehr nachgeschaltet werden muss, während der Dampfdruck des Kältemittels in geringem Ausmasse reduziert wird.
  • Zwar wurden derartige ternäre Stoffsysteme für die Verwendung in konventionellen Absorptionswärmepumpen und -kälteanlagen schon vorgeschlagen. Ihr Verwendung in Absorptionswärmepumpen mit semipermeabler(n) Membran (en) bedingt jedoch wesentlich grössere Freiheiten in der Stoff- und Konzentrationsauswahl. Daraus ergeben sich grundsätzlich neue Vorteile. Insbesondere kann jetzt die Konzentration des Bestandteils mit vernachlässigbarem Dampfdruck im Absorber so klein gehalten werden, dass keine Gefahr des Auskristallisierens besteht, weder im Betrieb noch bei Stillstand der Anlage, ohne dass deshalb die Absorbertemperatur unvertretbar niedrig gewählt werden muss.
  • Da Rektifikationsprobleme ohnehin nur nach dem Austreiber auftreten können, kann man im Extremfall sogar die Konzentration der nicht per#meablen Lösungsmittelkomponente gleich 0 machen, so dass man in diesem Fall nur im Austreiber eine dreikomponentige Lösung hat.
  • Man kann zusätzlich ein zweikomponentiges Kältemittel verwenden (z.B. die bereits o.a. Ammoniak-Methylamin-Mischung).
  • Dadurch finden die Phasenübergänge Absorption, Austreiben, Kondensation und Verdampfung bei gegebenem Druck nicht bei fester Temperatur, sondern in einem mehr oder weniger breiten Temperaturbereich statt. Dies vergrössert die Möglichkeiten für inneren Wärmetausch und damit die Reversibilität der Prozesse (vergl. hierzu Handbuch der Kältetechnik, Kapitel A III und B III 2. b).
  • Wenn Ammoniak als Kältemittel oder Teil des Kältemittels benützt wird, wird die Lösung im allgemeinen wegen der hohen Ammoniakkonzentrationen stark basisch reagieren, mit pH-Werten nahe 14, obwohl Ammoniak eine schwache.Basis ist.
  • Da manche semipermeablen Membranen auf so hohe pH-Werte empfindlich reagieren, besteht in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung die Möglichkeit, durch Zusatz von weiteren Stoffen (z.B. einer schwachen Säure mit kleinem Molekül), den pH-Wert der Lösung zu reduzieren und dadurch die Lebensdauer der Membranen wesentlich zu erhöhen.
  • Nach-einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist es - für den Fall, dass Ammoniak Bestandteil des Kältemittels ist, auch möglich, als vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisenden Bestandteil der Lösung statt eines Salzes eine geeignete Säure zu wählen, welche a) entweder stark dissoziiert oder. so hochmolekular ist, dass es Membranen gibt, welche für ihre Ionen oder Moleküle undurchlässig sind; b) in der Lösung einen entsprechend hohen osmotischen Druck zwischen Austreiber und Absorber aufbaut; c) den pH-Wert der Lösung stark re-.duziert (z.B. auf 10-11), d) in der kombinierten Lösung nur einen geringen Dampfdruck hat.
  • Denkbar wäre etwa ein geringer Zusatz von Schwefelsäure.
  • Eine weitere Möglichkeit, die Alkalitt der Lösung bei Verwendung von Ammoniak als Kältemittel zu verringern, ergibt sich nach einem weiteren Gedanken der Erfindung dadurch, dass man als zweite Lösungskomponente ein Ammoniumsalz einer starken Säure wählt (z.B. Ammoniumsulfat).
  • In der Zeichnung sind - in schematischer Form - Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und zwar zeigt: Fig. 1 eine Absorptionswärmepumpe mit einstufigem Antriebsteil und einstufiger Resorption, Fig. 2 eine Absorptionswärmepumpe mit einstufigem Antriebsteil und zweistufigem Kälteteil, Fig. 3 eine Absorptionswärmepumpe mit zweistufigem Antrie#bsteil und zweistufigem Kälteteil, Fig. 4 eine einstufige Absorptionswärmepumpe mit Methylamin als Kältemittel und Wasser mit Lithiumbromid als Lösungsmittel, und Fig. 5 eine einstufige Absorptionswärmepumpe mit Methylamin und Ammoniak als Kältemittel, Wasser mit Lithiumnitrat als Lösungsmittel.
  • Es sei zunächst darauf hingewiesen, dass die in-der Zeichnung angegebenen Konzentrations-, Temperatur- und Druckwerte nicht als einzig mögliche Werte, sondern als Ausführungsbeispiele und zur besseren Veranschaulichung der Erwindung, vorge#sehen sind.
  • Die auch "Resorptionswärmepumpe" genannte Absorptionswärmepumpe nach Fig. 1 besteht auf der Antriebsseite aus einem Absorber 10 und einem Austreiber 11, die durch eine Flüssigkeitsleitung 12 miteinander verbunden sind. In der Flüssigkeitsleitung 12 ist eine als gestrichelte Linie 13 angedeutete semipermeable Membran angeordnet. Auf der sogenannten Kälteseite weist die Resorptionswärmepumpe nach Fig.- 1 einen Resorber 14 und einen Entgaser 15 auf, welche durch eine weitere Flüssigkeitsleitung 16 miteinander in Verbindung stehen. Auch in die Flüssigkeitsleitung 16 ist eine sem-ipermeable.Membran zwischengeschaltet, die das Bezugszeichen 17 trägt.
  • Der Antriebsteil 10 bis 13 ist mit dem Kälteteil 1#4 bis 17 durch zwei Gasleitungen 18, 19 verbunden, wobei die eine Gasleitung (18) den Austreiber 11 mit dem Resorber 14 verbindet und sich die zweite Gasleitung (19-) zwischen Entgaser 15 und Absorber 10 erstreckt. Die Strömungsrichtung des Kältemittels in dem durch die Wärmepumpe verkörperte#n,thermody-, namischen Kreisprozess ist durch Pfeile in den#Verbindungsleitungen 12, 18, 16 und 19 verdeutlicht. Als Kältemittel dient zweckmässigerweise ein niedermolekularer Stoff, z.B.
  • NH#3(Ammoniak), der leicht-durch die Membran 13, 17 hindurchzudiffundieren vermag. Das Lösungsmittel kann eine Salzlösung; z.B. von LiN03, -in flüssigem NH3, also im Kältemittel selbst, sein.
  • Die semipermeablen Membranen 13, 17 sind so ausgebildet, dass sie das Kältemittel vollständig, das Lösungsmittel jedoch nicht oder zumindest nur geringfügig durchlassen.
  • Sofern - was möglich ist - dem Lösungsmittel-Kältemittel-Gemisch eine oder mehrere weitere niedermolekulare Verbindungen zugesetzt ist bzw. sind, können die Membranen 13, 17 so gestaltet sein, dass sie für diese zusätzliche niedermolekulare Lösungsmittelkomponente ebenfalls durchlässig sind.
  • Zur Erfüllung der genannten Voraussetzungen sind Hohlfasermembranen gut geeignet, die z.B. aus aromatischem Polyamid, Zellulose-Acetat, Zellulose-Triacetat oder einem ähnlichen Material bestehen können.
  • Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Resorptionswärmepumpe arbeitet nun wie folgt. Aufgrund des Konzentrationsunterschiedes (bezogen auf das Lösungsmittel) zwischen Absorber 10 und Austreiber 11 baut sich ein osmotischer Druck auf, der eine Förderung des Kältemittels (z.B. NH3) vom Absorber 10 durch die Membran 13 hindurch zum Austreiber 11 bewirkt. Dadurch erhöht sich der Druck im Austreiber 11, bis (statisch gesehen) der Gleichgewichtszustand (Druckdifferenz = osmotischer Druck) zwischen den Stationen 10 und 11 hergestellt ist. Im Austreiber 11 wird jedoch - wie durch einen Pfeil 20 angedeutet - von aussen Wärme zugeführt, wodurch ein Austritt gasförmigem Kältemittels aus dem Kältemittel-Lösungsmittel-Gemisch bewirkt wird. Infolgedessen erhöht sich wiederum im Austreiber 11 die Konzentration der nichtpermeablen Lösungskomponente. Dadurch wird der osmotische Druck höher als die Differenz der Gesamtdrücke, wodurch weiteres Kältemittel aus dem Absorber 10 (Niederdruckseite) durch die Membran 13 in den Austreiber 11 (Hochdruckseite) gelangt.
  • Das gasförmig auf, hohem' Druckniveau befindliche Kältemittel strömt aus dem Austreiber 11 durch die Leitung 18 inden Resorber 14, wo es mit dem darin befindlichen Lösungsmittel in Lösung geht und dabei - wie durch einen Pfeil 21 symbo.lisiert - Nutzwärme.(Kondensationswärme + Lösungswärme) abgibt.
  • Nun ist - wie Fig. 1 verdeutlicht - die Lösungsmittelkonzentration im Resorber 14 höher als im Entgaser 15, so dass im Gleichgewicht der osmotische Druck-gleich der Druckdifferenz zwischen Resorber 14 und Entgaser 15 ist. Wird nun Kältemittel im Resorber 14 absorbiert (bzw. im Entgaser 15 ausgetrieben), so verringert (erhöht) sich dort die Konzentration der nichtpermeablen Lösungskomponente. In beiden Fällen verringert sich der osmotische Druck. Sobald er jedoch kleiner ist als die Differenz der Gesamtdrücke auf beiden Seiten der Membran 17-, kommt ein "Umkehrosmose" genannter Vorgang. zur Wirkung, d.h. der Durchtritt von Kältemittel von der Hoch-. zur Niederdruckseite. Da aber - wie gesagt - die Kon-zentration der nichtpermeablen Lösungskomponente im Resorber 14 höher ist als im Entgaser 15, hält der.osmotische Druck auf diese Weise die- Differenz -der Gesamtdrücke in den beiden Behältern 14 und 15 aufrecht. Hierdurch regelt sich-der Durchsatz durch die Membran 17 von selbst nach der Menge des umlaufenden Kältemittels.
  • Die semipermeable Membran 17 erfüllt hierbei vorteilhafterweise zugleich eine Drosselwirkung, so dass ein bei bekannten Resorptionswärmepumpen erforderliches gesondertes Drosselventil hier entbehrlich wird. Aufgrund der sich hierdurch im Entgaser 15 einstellenden niedrigen Temperatur vermag das Kältemittel-Lösungsmittel-Gemisch jetzt aus der Umgebung Wärme aufzunehmen (Pfeil 22). Als Folge davon tritt gasförmiges Kältemittel aus der Lösung aus und gelangt durch die Leitung 19 in den Absorber 10. Dort wird das gasförmige Kältemittel im Lösungsmittel absorbiert, wobei Nutzwärme frei wird (Pfeil 23). Die Absorption von Kältemittel im Absorber 10 verringert dort die Konzentration der nichtpermeablen Lösungskomponente, eröht damit ebenfalls den osmotischen Druck und hat so auf den Durchsatz von Kältemittel durch die Membran 13 dieselbe Wirkung wie die bereits oben erwähnte Konzentrationserhöhung im Austreiber 11 infolge des dortigen Austrittes von gasförmigem Kältemittel. Der Durchsatz durch die Membran 13 regelt sich dadurch je nach der pro Zeiteinheit absorbierten und ausgetriebenen Kältemittelmenge selbst.
  • Die aus Fig. 2 ersichtliche Ausführungsform einer Absorptionswärmepumpe,wiederum vom Typ der sogenannten Resorptionswärmepumpe1 nach der Erfindung besteht - ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 - auf der Antriebsseite aus einem Absorber 10 und einem Austreiber 11, die durch eine Leitung 12 mit einer zwischengeschalteten semipermeablen Membran 13 verbunden sind. Auch die Gasleitungen 18, 19 entsprechen der Ausführungsform nach Fig. 1. Auf der Kälteseite besitzt die Resorptionswärmepumpe nach Fig. 2 entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 1 ebenfalls einen Resorber und einen Entgaser, die durch eine Flüssigkeitsleitung mit zwischengeschalteter Membran miteinander verbunden sind. Auch diese Teile sind der übersichtlichkeithalber mit entsprechenden Bezugszeichen wie bei Fig. 1 versehen. Der Unterschied gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 1 besteht dagegen darin, dass bei der Ausführungsform nach Fig. 2 der Paarung Resorber 14/ Entgaser 15 noch eine zusätzliche Stufe, bestehend aus einem Kondensor 24 und einem Verdampfer 25 torangeschaltet ist. Kondensor 2.4 und Verdampfer 25 sind durch. eine Flüssigkeitsleitung 26 in der eine Drossel 27 zwischengeschaltet ist, miteinander verbanden. Von dem Verdampfer 25 führt eine weitere Gasleitung 28 zu dem Resorber 14.
  • Die Wirkungsweise der Teile 10 - 19 entspricht im#wesentlichen denen der Ausführungsform nach Fig. 1, so dass im Rahmen der Ausführungsform nach Fig. 2 hierauf nicht noch einmal näher eingegangen zu werden braucht. Im-Unterschied zu der Ausführungsform nach Fig. 1 gelangt jedoch das im Austreiber 11 aus der Lösung ausgetriebene Kältemittel durch die Gasleitung 18 zunächst in den Kondensor 24, wo es verflüssigt wird und hierbei als Nutzwärme (Pfeil 29) seine -Kondensationswärme abgibt. Das flüssige Kältemittel strömt anschliessend über die Drossel 27 durch die-Leitung 26 in den Verdampfer 25. Es befindet sich hier infolge des vorangegangenen Drosselvorganges auf einem niedrigen Temperaturniveau, so dass es aus der Umgebung Wärme aufzunehmen vermag (Pfeil 30). Hierbei tritt es erneut in den Dampfzustand über und gelangt durch die Leitung 28 in den Resorber 14, wo der bereits zu der Au#sführungsform nach Fig. 1 beschriebene Vorgang stattfindet.
  • Die Ausführungsform nach Fig. 2 zeichnet sich durch einen unter nur geringem apparativen Aufwand geschaffenen zweistufigen Kälteteil aus, wodurch - wie bereits eingangs angedeutet - das theoretische Wärmeverhältnis der gesamten Wärmepumpe auf einen Wert von etwa 3 erhöht wird.
  • Die in Fig. 3 veranschaulichte Ausführungsform einer Resorptionswärmepumpe entspricht im Kälteteil der Ausführungsform nach Fig. 2. Abweichend von Fig. 2 ist sie dagegen im Antriebsteil ebenfalls zweistufig ausgebildet. An die erste Stufe, die ebenso wie bei den Ausführungsformen nach Fig. 1 und 2, aus einem Absorber 10 und einem Austreiber 11 besteht, schliesst sich als zweite Stufe ein zweiter Absorber 31 und ein zweiter Austreiber 32 an. Die Stationen 31, 32 sind durch eine Flüssigkeitsleitung 33, in der eine semipermeable Membran 34 angeordnet ist, miteinander verbunden. Die Verbindung der beiden Stufen auf der Antriebsseite erfolgt durch eine Gasleitung 18. Von der Antriebsseite führt schliesslich eine Gasleitung 35 zu der ersten Station der Kälteseite (Kondensor 24). Ebenso wie bei der aus den Stationen 10 und 11 bestehenden ersten Stufe fällt auch in der zweiten Stufe (31, 32) der Antriebsseite jeweils einmal Nutzwärme (Pfeil 36) und einmal Heizaufwand (Pfeil 37) an.
  • Der Vorteil bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist darin zu sehen, dass aufgrund der Zweistufigkeit des Antriebsteiles hohe Austreibertemperaturen vermieden werden und dadurch eine gute chemische Stabilität des Kälte- und/oder des Lösungsmittels erreicht wird. Die hierdurch bewirkte Reduzierung des theoretischen Wärmeverhältnisses wird durch die Zweistufigkeit auch auf der Kälteseite wieder ausgeglichen.
  • Die einstufigen Absorptionswärmepumpen nach Fig. 4 und 5 bestehen jeweils aus einem Absorber 10, einem Austreiber 11, einem Kondensor 24 und einem Verdampfer 25. Da die Wirkungsweise dieser Teile im wesentlichen der Wirkungsweise der mit gleichen Bezugs zeichen versehenen Teile bei der Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht, erübrigen sich zu Fig. 4 und 5 diesbezügliche nähere Erläuterungen. Im Unterschied zu Fig. 3 strömt jedoch bei den Ausführungsformen nach Fig. 4 und 5 das verdampfte Kältemittel-Absorptionsmittel-Gemisch vom Verdampfer 25 durch eine Leitung 38 unmittelbar zum Absorber 10.
  • Zur Ausführungsform nach Fig. 5 ist noch zu bemerken, dass die oberhalb der Behälter 10, 11 bzw. 24, 25 angegebenen Zahlen Konzentrationen im Gasraum oberhalb der Flüssigkeit bezeichnen, wohingegen die betreffenden Zahlen unterhalb der Behälter die Konzentrationen innerhalb der Flüssigkeit kennzeichnen. Ausserdem sind in Fig. 4 und 5 aus Gründen-der Übersichtlichkeit alle Details der Leitungsführung ("Lösungsrückführung") weggelassen worden.

Claims (24)

  1. Ein- oder mehrstufige Absorptionswärmepumpe Patentansprüche Ein- oder mehrstufige, mit einem aus mehreren Bestandteilen bestehenden Stoff system arbeitende Absorptionswärmepumpe, bestehend aus einem Antriebsteil und einem Kälteteil, wobei das Kältemittel im Antriebsteil in flüssigem Absorptionsmittel gelöst auf ein höheres Druckniveau, im Kälteteil durch Entspannung des flüssigen Kältemittels und/oder ebenfalls gelöst in flüssigem Absorptionsmittel.auf ein niedrigeres Druckniveau gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass als Mittel zur Druckerhöhung innerhalb des Antriebsteils (10, 11, 31, 32) und/oder, falls das Kältemittel auch im Kälteteil (14, 15, 24, 25) in Lösung absorbiert ist, dort als Mittel zur Druckerniedrigung, jeweils eine oder mehrere semipermeable Membranen (13, 34 bzw. 17) dienen, die den Druchtritt des Kältemittels zulassen, den Durchtritt des Absorption'#ittels jedoch ganz oder teilweise verhindern, und dass als Absorptionsmittel ein Mehr Komponenten-System dient, mit mindestens einem einen nicht vernachlässigbaren Dampfdruck besitzenden ersten Bestandteil mit einer die Durchlässigkeit durch die Membran ermöglichenden geringen Molekülgrösse, und mit einem zweiten Bestandteil, der in dem interessierenden Temperaturbereich einen vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweist-und der stark dissoziiert oder hochmolekular ist, derart, dass die Membran für ihn zweite gehend undurchlässig ist.
  2. 2. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeicllnet, dass die semipermeablen Membranen (13, 34 bzw. 17) als Hohlfasermembranen ausgebildet sind
  3. 3. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die semipermeablen Membranen (13, 34 bzw. 17) aus einem aromatischen Polyamid bestehen.
  4. 4. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass- die semipermeablen Membranen# 13, 34 bzw. 17) aus Zellulose-Acetat oder -Triacetat bestehen.
  5. 5. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass als erster Bestandteil des Absorptionsmittels das Kältemittel selbst dient, und dass in dem flüssigen Kältemittel ein zweiter, vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil gelöst ist.
  6. 6. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Absorptionsmittel eine Mischung aus drei Bestandteilen ist und zwar: 1. Dem flüssigen Kältemittel selbst, 2. einem Bestandteil mit vernachlässig-.
    bar kleinem Dampfdruck und für die Membran undurchlässiger Molekülgrösse oder Molekülart, und 3. einem Bestandteil mit kleinem, Molekül, der für sich allein einen mit dem Dampfdruck des Kältemittels vergleichbaren Dampfdruck aufweisen würde.
  7. 7. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kältemittel Ammoniak dient.
  8. 8. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Kältemittel Methylamin dient.
  9. 9. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kältemittel eine Mischung aus zwei Komponenten ist.
  10. 10. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Kältemittel eine Mischung aus Ammoniak und Methylamin dient.
  11. 11. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) weitgehend undurchlässig ist, Lithiumnitrat dient.
  12. 12. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass als vernachlässigbar kleinen Dampfdurck aufweisender Bestandteil, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) weitgehend undurchlässig ist, Lithiumbromid dient.
  13. 13 . Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert des Absorptionsmittels durch Zusatz eines oder mehrerer weiterer Stoffe reduziert ist.
  14. 14 . Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass als weiterer Zusatzstoff eine schwache Säure mit geringer, für die Membran (13, 34 bzw. 17) durchlässi##ger Molekülgrösse dient.
  15. 15. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 -13, dadurch gekennzeichnet, dass als vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) undurchlässig ist, eine stark dissoziierte oder hochmolekulare Säure dient.
  16. 1.6. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass als vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) undurchlässig ist, Schwefelsäure dient.
  17. 17. Absorptionswärmepumpe nach einem oder-mehreren der Ansprüche 1 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass als vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil, für den die Membran (13, 34, bzw. 17) undruchlässig ist, ein Ammoniumsalz einer starken Säure dient.
  18. 18. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass als. vernachlässigbar kleinen Dampfdruck aufweisender Bestandteil, für den die Membran 13, 34 bzw.
    17) undurchlässig ist, Ammoniumsulfat dient.
  19. 19. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des Bestandteils mit vernachlässigbar kleinem Dampfdruck, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) undurchlassig ist, im Absorber (10, 31) so klein gehalten ist, dass weder im Betrieb noch bei Stillstand der Anlage ein Auskristallisieren erfolgen kann.
  20. 20. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration des Bestandteils mit vernachlässigbar kleinem Dampfdruck, für den die Membran (13, 34 bzw. 17) undurchlässig ist, im Absorbe#r (10,31) gleich oder im wesentlichen gleich 0 ist.
  21. 21. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, mit einem Antriebsteil, bestehend aus einem Absorber und einem Austreiber und mit einem Kälteteil, bestehend aus einem Resorber und einem Entgaser, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Absorber (10) und Austreiber (11) und zwischen Resorber (14) und Entgaser (15) jeweils eine semipermeable Membran (13 bzw. 17) angeordnet ist (Fig. 1).
  22. 22. Absorptionswärmepumpe nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass einer aus Resorber (14), semipermeabler Membran (17) und Entgaser (15-) bestehenden Stufe des Kälteteils eine zusätzliche Stufe vorgeschaltet ist, die aus einem Kondensor (24) und einem mit diesem über eine Drossel (27) verbundenen Verdampfer (25) besteht -(Fig. 2).
  23. 23. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 20, mit im Antriebsteil einer oder mehreren hintereinandergeschalteten, jeweils aus einem Absorber und einem Austreiber bestehenden Stufen, und mit im Kälteteil einer oder mehreren hintereinandergeschalteten Stufen, die jeweils aus einem Kondensor bzw. Resorber und einem Verdampfer bzw. Entgaser bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen Absorber (10) bzw. (31) und zugehörigem.Austreåber (11 bzw. 32) sowie jeweils zwischen Resorber (14) und zugehörigem Entgaser (15) je eine oder mehrere semipermeablen Membranen t13 bzw. 34 bzw. 17) angeor#dnet sind (Fig. 3.
  24. 24. Absorptionswärmepumpe nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der bzw. den Antriebsstufen (10, 11, 31, 32) ein anderes Absorptionsmittel als in der bzw. den Kältestufen (14, 15, 24, 25) verwendet wird.
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