DE3006837C2 - Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Großwerkstücken mit pulverförmigen Medien - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Großwerkstücken mit pulverförmigen MedienInfo
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- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B13/00—Machines or plants for applying liquids or other fluent materials to surfaces of objects or other work by spraying, not covered by groups B05B1/00 - B05B11/00
- B05B13/02—Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work
- B05B13/04—Means for supporting work; Arrangement or mounting of spray heads; Adaptation or arrangement of means for feeding work the spray heads being moved during spraying operation
- B05B13/0447—Installation or apparatus for applying liquid or other fluent material to conveyed separate articles
- B05B13/0452—Installation or apparatus for applying liquid or other fluent material to conveyed separate articles the objects being vehicle components, e.g. vehicle bodies
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- B05B14/00—Arrangements for collecting, re-using or eliminating excess spraying material
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Description
elektrostatischen Beschichten von Gußwerkstücken, mit pulverförmigen Medien in einem oder mehreren
aufeinanderfolgenden Beschichtungsschritten, wobei die Rückgewinnung des überschüssigen Pulvers nach
dem Prinzip der Luftvolumenstromtrennung in einen Umluft- und einen Absaugluftstrom in zwei unabhängigen Schritten vorgenommen wird.
Zum Pulverbeschichten von Kleingegenständen findet ein sogenanntes Pulver-Kompaktverfahren Anwendung, wobei eine Trennung des Luftvolumenstromes in
einen Umluftstrom und einen Absaugluftstrom vorgenommen wird. Der Umluftstrom dient zur Sicherstellung einer ungefährlichen Pulverkonzentration und zur
AufrecJuerhaltung einer definierten Strömung in der Kabine. Da dieser Luftstrom durch das Bodenfilter der
Kabine mit einem Abreinigungsgrad von mehr als 50 mg/m3 vom Pulver getrennt wird, kann er der Kabine
sofort wieder zugeführt werden. Der Absaugluftstrom entfernt das auf dem Bodenfilter abgeschiedene Pulver
und führt dieses einer Rückgewinnung zu.
Bei der Beschichtung von Großwerkstücken, insbesondere Karosserien cd. dgl, wurden bisher Beschichtungsverfahren eingesetzt, die mit erheblichen Nachteilen behaftet sind. Ein solches Verfahren wird beispielsweise in der Zeitschrift »I-Lack Jahrgang 11/1979, Seite
399« beschrieben und es ist ersichtlich, daß der Luftdurchsatz der abzureinigenden Luft außerordentlich hoch ist und ebenso die im Beschichtungskreislauf
befindliche Pulvermenge, Diese großen Pulvermengen
müssen im Kreislauf umgewälzt werden und daraus ergibt sich ein geringes Pulver »turn over« mit
negativen Folgen für die Verfahrensführung und das Fluidisierverhalten. Darüber hinaus kommt es bei der
Rückgewinnung zu einer starken Filterbelastung sowie zu Pulverabscheidungen im Tunne» und auf den
Transportsystemen. Die große eingebrachte Pulvermenge erfordert weiterhin einen hohen Luftdurchsatz,
der sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage auswirkt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verfahrensweise und eine Vorrichtung für Beschichtungsaniagen für Großwerkstücke zu schaffen, bei
welcher der Energieeinsatz verringert und die Sicherheit der Anlage, z. B. gegen Explosionsgefahr, erhöht
wird.
Diese der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß bei der Beschichtung von
Großwerkstücken der Umluftstrom in die Beschichtungskabine zurückgeführt und der Absaugluftstrom in
zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden Schritten ins Freie entlassen wird.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, daß die
Beschichtungskabine mit zwei oder mehreren gesonderten Vorrichtungen zur Abreinigung und Rückgewinnung des Pulvers ausgestattet ist
Bei einer Anlage, die bisher einen Luftdurchsatz in der Größenordnung von 220 000 m3 pro Stunde und
eine Pulvermenge von 3500 kg im Beschichtungskreislauf benötigt, würde nach der Arbeitsweise des
erfindungsgemäßen Verfahrens nur noch 100 000 m3 Luft pro Stunde eingesetzt und eine Pulvermenge von
2000 kg in der Anlage benötigt Die Einsparung an Energie (Erwärmung der Luftmenge, Transport usw.)
und der Gewinn an Sicherheit liegen auf der Hand.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind in den Unteranspriichen definiert
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfol=
gend anhand der Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen dabei in
F i g. 1 eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform,
Fig. 2 einen Schnitt längs Linie Ι-Γ der Fig. 1 in vergrößertem Maßstab,
Schnittes einer anderen Ausführungsfprm.
Gemäß Fig. 1 besteht eine Beschichtungskabine 1 aus hintereinander angeordneten Abschnitten 2,3,4 und
5. Zu beschichtende Autokarossen 6,6' und 6" werden in Richtung des Pfeiles A in die Beschichtungskabine 1
eingeführt und durchlaufen nacheinander die Abschnitte 2,3,4 und 5. Die Förderung der Karossen kann z, B, mit
Hilfe von Bodenförderern erfolgen. Der Beschichtungsvorgang wird z, B. so unterteilt, daß im Abschnitt 2 das
Innere der Karosserie bei geöffneten Türen beschichtet wird. Im darauffolgenden Abschnitt 3 werden bei
geöffneten Motor- und Gepäckraumhauben die Innenräume
ausgespritzt und die Hauben- und Türrandzonen beschichtet. In dem darauffolgenden Abschnitt 4 erfolgt
die Beschichtung der Außenflächen und Seitenteile. In dem abschließenden Abschnitt 5 schließlich wird das
Nachspritzen, z. B. von Frontpartie, Radkasten und
Heckpartie vorgenommen. Die Beschichtung in den AbschniUen 2 und 3 wird mit Hilfe von jeweils auf
beiden Seiten auf Schienen montierten und mit Automatikpistolen ausgestatteten Vorrichtungen 7, T
sowie 8. 8' vorgenommen. Für die Beschichtung in Abschnitt 4 sind beidseitig je drei Automatikpbtolen auf
Hubgeräten 9,9' vorgesehen. In Abschnitt 5 erfolgt die Beschichtung manuell von Arbeitskräften.
Die Bodenflächen der einzelnen Abschnitte 2,3,4 und
5 sind jeweils durch nebeneinandergelegte Filterbänder abgedeckt, die längs oder quer zur Transportrichtung
der zu beschichtenden Teile laufen können.
Jeder Abschnitt der Beschichtungskabine ist mit einer
gesonderten Vorrichtung zur Abreinigung und Rückgewinnung des Pulvers ausgestattet Diese Rückgewinnungsvorrichtung,
die zeichnerisch in Fig.2 nicht dargestellt ist kann aus einer über dem umlaufenden
Filterband 12 angeordneten Absaugdüse, angeschlossen
an einen mit Ventilator ausgestatteten Pulverabscheider bestehen, der das abgeschiedene Pulver über eine
Zellenradschleuse dem Pulvervorratsbehälter aus dem Besehiehtungsprozeß zuführt. Zur Erzeugung des
Umluftstromes ist ein Ventilator vorgesehen, der Luft unterhalb des Filterbandes 12 absaugt und diese im
Kreislauf dem System wieder zuführt
F i g. 3 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform der Erfindung, in diesem Falle mit zeichnerisch
dargestelltem Absauge- und Abluftsystem, wobei letztere aus Gründen der besseren Veranschaulichung
in die Zeichenebene geklappt dargestellt sind. In F i g. 3 ist bei to in Seitenansicht ein Abschnitt einer
Beschichtungskabine dargestellt durch welche eine Autokarosserie 11 in Richtung des Pfeiles A zum
nächsten, nicht dargestellten Kabinenabschnitt geführt wird.
Im unteren Teil des Kabinenabschirittes ist ein
feststehendes Filtertuch 12Λ angeordnet über dem eine oszillierende Absaugdüse 13 bewegt wird. Die Absaugdüse
13 ist mit einem Pulverabsche.iÄer 14 verbunden, der seinerseits mit einem Ventilator 15 und einer
Zellenradschleuse 16 in Verbindung steht Über die Zellenradschleuse 16 gelangt das abgesaugte Pulver
über eine Siebmaschine 17 in einen Pulvervorratsbehälter 18 and von dort zu einer Spritzpistole 19. Der
Kabinenabschnitt ist weiterhin mit einem Umluftsystem versehen, das unterhalb des feststehenden Filtertuches
YlA Luft ansaugt und über einen Ventilator 20 wieder der Kabine 10 zuführt
Im Kabinenabschnitt ist weiter ein Ionisationsgitter 21 vorgesehen. Die zu beschichtende Karosserie ist an
dem Deckenförderer 22 aufgehängt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zum elektrostatischen Beschichten
von Großwerkstücken, mit pulverförmigen Medien
in einem oder mehreren aufeinanderfolgenden
Beschichtungsschritten. wobei die Rückgewinnung des überschüssigen Pulvers nach dem Prinzip der
Luftvolumenstromtrennung in einen Umluft- und einen Absaugluftstrom in zwei unabhängigen Schritten vorgenommen wird, dadurch gekenn-
zeichnet, daß bei der Beschichtung der Umluftstrom in die Beschichtungskabine zurückgeführt und
der Absaugluftstrom in zwei oder mehreren aufeinanderfolgenden Schritten ins Freie entlassen
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in dem Umluftstrom noch
vorhandene Pulver elektrostatisch aufgeladen und in den BeschichtungsprozeQ zurückgeführt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens M nach Anspruch 1, bestehend aus einer Beschichtungskabine, Applikationsvorrichtungen, einem Umluftstromsystem und einem Absaugesystem sowie
einem Bodenfilter, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungskabine (1) mit zwei oder
mehreren gesonderten Vorrichtungen zur Abreinigung (13) und Rückgewinnung (14 bis 18} des Pulvers
ausgestattet ist
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungskabine (1) in zwei
oder mehrere Abschnitte (2 bis 5) unterteilt ist, wobei mindestens zwei dieser Abschnitte jeweils mit
den gesonderten Vurrichtu-.igen zur Abreinigung
und Rückgewinnung abgestattet sind.
5. Vorrichtung nach Anspnx. .i 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenfläche jedes einzelnen
Abschnittes durch nebeneinander gelegte bewegbare Filterbänder (12) abgedeckt ist, an denen die
Absaugvorrichtungen (13) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch *o
gekennzeichnet, daß die Filterbänder (12) längs oder
quer zur Transportrichtung der Teile (6, 11) bewegbar angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden eines jeden Abschnittes aus
einem oder mehreren ruhenden Tragegittern mit einem oder mehreren bündig aufgelegten Filtertüchern besteht, wobei zur Abreinigung eine oder
mehrere längs oder quer zur Transportrichtung der zu beschichtenden Teile bewegliche Saugdüsen (13)
vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in einem oder mehreren
Abschnitten der Beschichtungskabine lonisationsgitter angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3006837A DE3006837C2 (de) | 1980-02-23 | 1980-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Großwerkstücken mit pulverförmigen Medien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3006837A DE3006837C2 (de) | 1980-02-23 | 1980-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Großwerkstücken mit pulverförmigen Medien |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3006837A1 DE3006837A1 (de) | 1981-09-03 |
| DE3006837C2 true DE3006837C2 (de) | 1983-02-17 |
Family
ID=6095394
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3006837A Expired DE3006837C2 (de) | 1980-02-23 | 1980-02-23 | Verfahren und Vorrichtung zum elektrostatischen Beschichten von Großwerkstücken mit pulverförmigen Medien |
Country Status (1)
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1980
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