DE3006193C2 - Elektrische Anschlußverbindung der Elektroden eines Gasentladungs-Überspannungsableiters - Google Patents
Elektrische Anschlußverbindung der Elektroden eines Gasentladungs-ÜberspannungsableitersInfo
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Description
gekennzeichnetdurch folgende Merkmale:
c) aus den anzuschließenden Elektroden (2, 3, 4, 11,12, 13) ragt jeweils ein Zapfen (5, 7,14,16,
18) mit einem Durchmesser von etwa neun Zehntel und mit einer Länge von fünf bis acht,
vorzugsweise sechs, Zehntel des Drahtdurchmessers;
d) das Anschlußdrahtende ist stumpf auf den jeweiligen Zapfen (5, 7, 14, 16,. 18) aufgeschweißt;
J8,17,19) Λ5, 7, U, 16,18)
der Anschlußdrahtfund der Zapfembestehen aus Kupfer oder einem Werkstoff mit ähnlich hoher
elektrischer und thermischer Leitfähigkeit.
2. Elektrische Anschlußverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine
napfförmig mit verdicktem Boden ins Innere des Gasentladungs-Überspannungsableiters ragende
Elektrode (2,3,12,13) auf der nach außen zeigenden
Bodenseite im Napfinneren sinen Zapfen (5, 14) trägt.
3. Elektrische Anschlußverbindung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem
Zweistrecken-Überspannungsableiter zusätzlich eine ringförmige Mittelelektrode (4, 11) an mindestens
einer peripheren Stelle ihrer Außenseite einen Zapfen (7,16,18) trägt.
Die Erfindung betrifft eine elektrische Anschlußverbindung der Elektroden eines Gasentladungs-Überspannungsableiters
mit den Merkmalen:
a) die anzuschließenden Elektroden bestehen aus einem Metall oder einer Metallegierung;
b) der Anschluß soll jeweils an einen Draht aus einem Metall oder einer Metallegierung erfolgen.
Ein derartiger Überspannungsableiter ist aus dem DE-GM 71 12 842 bekannt. Dort werden auf Elektroden
aus Ni, Fe, Co Rohrniete hart aufgelötet und Anschlußdrähte in die Rohrniete eingeführt und
festgeklemmt.
Aus der CH-PS 4 44 276 ist es für Überspannungsableiter bekannt, Anschlußdrähte aus Nickel auf Einschmelzdrähte
aus Wolfram stumpf aufzuschweißen. Diese Metalle haben eine geringe thermische und
elektrische Leitfähigkeit und lassen sich daher leicht stumpfschweißen. Sie sind aber für hohe Ströme wegen
ihres hohen elektrischen Widerstandes wenig geeignet.
Leistungsfähige Überspannungsableiter müssen Stoßströme > 1OkA ableiten können. Bei Zweistrekken-Überspannungsableitern
bedeutet dies, daß über eine gemeinsame Mittelelektrode ein Summenstrom > 20 IcA fließt Solch hohe Stoßströme bewirken bei
elektrischen Anschlußverbindungen über federnd berührende Kontakte ein Spratzen des Kontaktwerkstoffes
und beschädigen dadurch die Fassungen. Bessere elektrische Anschlußverbindungen für solche Ströme
bieten eingelötete Anschlußdrähte, die im allgemeinen aus Kupfer bestehen und dann einen Durchmesser von
etwa 1 mm besitzen. Für das Elektrodenmaterial wird aus elektrischen und wirtschaftlichen Gründen vorzugsweise
ebenfalls Kupfer gewählt Die feste Verbindung zwischen Elektrode und Anschlußdraht kann durch
Löten oder Schweißen hergestellt werden.
Beides ist beispielsweise in der DE-OS 28 28 650 vorgeschlagen. Zum einen ist dort die Möglichkeit
beschrieben, einen Rohrniet auf den Boden der napfförmigen Elektrode aufzulöten und den Anschlußdraht
dann im Rohrniet einzuquetschen (Fig.4). Zum anderen ist für eine Schweißverbindung vorgesehen, auf
den Boden der napfförmigen Elektrode einen Zylinder »anzupressen«, dessen Durchmesser etwa l,5mal so
groß wie der Anschlußdrahtdurchmesser ist Der Anschlußdraht ist stumpf auf diesen Zylinder aufgeschweißt.
Dieser Zylinder hat die Aufgabe, die Wärmeabfuhr während des Schweißvorganges zu
reduzieren. Eine Schweißung auf den glatten Boden der Elektrode bzw. auf die Mantelfläche einer Mittelelektrode
wäre bei gut stromleitendem und gut wärmeleitendem Material, wie es Kupfer darstellt, nicht möglich.
Aber auch bei einem derart dimensionierten Zylinder ist eine Schweißverbindung nur als Kurzzeitschweißung
möglich, etwa als Impuls-Widerstandsschweißung. Das ergibt aber vor allem bei einer Verbindung von Kupfer
auf Kupfer unzulässige Verbindungen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Elektroden eines Gasentladungs-Überspannungsableiters
mit hoher elektrischer und thermischer Leitfähigkeit so zu gestalten, daß eine Langzeit-Widerstandsschweißung
(Stumpfschweißung) möglich ist, die mit Schweißautomaten hergestellt werden kann
und mechanisch und elektrisch zuverlässig ist.
Zur Ldsung dieser Aufgabe werden für eine elektrische AnschluGverbindung nach dem Oberbegriff
die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 vorgeschlagen.
Bei dieser Dimensionierung ist insbesondere bei Kupfer als gut strom- und wärmeleitendes Material für
Elektroden und Anschlußdrähte eine sichere Schweißverbindung möglich. Durch die abgestimmte reduzierte
Wärmeabfuhr aus der Schweißzone der Elektrode wird die für die Schweißung notwendige gleichmäßig hohe
Temperatur beider zu verbindender Teile erreicht. Die mechanische Festigkeit und elektrische Tragfähigkeit
der Verbindung sind gewährleistet.
Grundsätzlich sind zwei Ausgestaltungen für den Zapfen möglich. Entweder entsteht er gleich bei der
Herstellung der Elektrode ohne spanabhebende Bearbeitung durch direktes Ausformen beispielsweise in
einem Fließpreßverfahren, oder er wird nach der Herstellung der Elektrode durch spanabhebende Bearbeitung
beispielsweise durch Fräsen ausgebildet.
Nach einer anderen Ausgestaltung der Erfindung trägt jeweils eine napfförmige mit verdicktem Boden ins
Innere des Gasentladungs-Überspannungsableiters ragende Elektrode auf der nach außen zeigenden
Bodenseite im Napfinneren einen Zapfen. Nach einer weiteren Ausgestaltung trägt bei einem Zweistrecken-Überspannungsableiter
zusätzlich eine ringförmige
Mittelelektrode an mindestens einer peripheren Stelle ihrer Außenseite einen Zapfen.
In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt Dabei zeigt
F i g. 1 die Ansicht und
F i g. 2 die axiale Draufsicht auf einen Zweistrecken-Gasentladungs-Überspannungsableiter,
bei dem die Zapfen aus dem Niveau der umgebenden Eiektroeenflächen
herausragen;
F i g. 3 den Längsschnitt und
Fig.4 die axiale Draufsicht auf einen Zweistrecken-Gasentladungs-Überspannungsableiter,
bei dem die Zapfen durch Einfräsen in die umgebende Elektrodenoberfläche
entstanden sind und nicht über diese Flächen hinausragen;
F i g. 5 und 6 eine Variante der F i g. 3 und 4 bezüglich der Mittelelektrode.
Für Ausführungen als Einstreckenabieiter sind in den Figuren sinngemäß die jeweiligen Mittelektroden
wegzudenken.
In F i g. 1 ist ein Zweistrecken-Gasentladungs-Überspannungsableiter
dargestellt, bei dem ein rohrförmiger Isolator 1 an seinen zwei Enden jeweils eine
napfförmige Elektrode 2 bzw. 3 trägt und eine ringförmige Mittelelektrode 4. Die napfförmigen
Elektroden liegen mit ihrem Rand auf den Stirnflächen des Isolators 1 auf und ragen mit ihren massiven Böden
axial in das Innere des Isolators 1 hinein. Auf dem Boden der napfförmigen Elektroden 2 und 3 sitzt zentral und
nach außen weisend jeweils ein zylinderfömiiger Zapfen 5 aus demselben Material, beispielsweise
Kupfer. Auf der äußeren Stirnfläche des Zapfens ist die Stirnfläche eines elektrischen Anschlußdrahtes 6 aus
Kupfer aufgeschweißt. Der Durchmesser des Zapfens 5 beträgt etwa neun Zehntel, die axiale Länge etwa sechs
Zehntel als Optimum aus dem Bereich fünf bis acht Zehntel des Durchmessers des Anschlußdrahtes 6. Die
Mittelelektrode 4 mit größerem äußeren Durchmesser als der des Isolators 1 trägt an einer peripheren Stelle
einen radial herausragenden Zapfen 7 mit derselben Dimensionierung wie die Zapfen 5. Auf die äußere
Stirnfläche des Zapfens 7 ist die Stirnfläche eines Anschlußdrahtes 8 aus Kupfer aufgeschweißt
Die Zapfen 5 und 7 entstehen zumindest in ihren groben Ausmaßen gleichzeitig mit der Herstellung der
Elektroden 2, 3 und 4 beispielsweise durch ein Fließpreßverfahren. Für die genaue Dimensionierung ist
ein spanabhebendes Nacharbeiten vorteilhaft
In der Fig.3 ist im Längsschnitt ein Zweistrecken-Gasentladungs-Überspannungsabieiter
dargestellt, bei dem zwei rohrförmige Isolatoren 9 und 10 axial
in fluchtend mit einer axial dazwischenliegenden ringförmigen
Mittelelektrode 11 verbunden sind und an ihren anderen Enden mit jeweils einer napfförmigen Elektrode
12 bzw. 13. Auf ihren Innenseiten sind die Elektroden 11 bis 13 jeweils massiv ausgeführt mit einander
gegenüberstehenden treppenförmigen aktiven Elektrodenoberflächen. Sie bestehen aus Kupfer. Die Ränder
der Elektroden 12 und 13 liegen wieder auf den jeweiligen Stirnflächen der Isolatoren 9 und 10 auf. In
die Napfböden sind jeweils Ringnuten eingefräst und
dadurch Zapfen 14 gebildet, deren äußeren Stirnflächen die Außenseiten der Napfböden nicht überragen. Die
äußeren Stirnflächen der Zapfen 14 sind die Schweißverbindungsflächen mit den Stirnflächen von Anschlußdrähten
15 aus Kupfer. Die Zapfen 14 haben wieder einen Durchmesser von etwa neun Zehntel und eine
Länge von etwa sechs Zehntel der Drahtdurchmesser.
An einer äußeren peripheren Stelle der Mittelelcktrode 11 ist durch radiales Einfräsen einer Ringnut ein
radial nach außen ragender Zapfen 16 gebildet, auf dessen äußere Stirnfläche ein Anschlußdraht 17 aus
Kupfer aufgeschweißt ist. Die Dimensionierung entspricht des Zapfens 14.
Das in den F i g. 5 und 6 dargestellte Ausführungsbeispiel entspricht dem der F i g. 3 und 4 lediglich mit dem
Unterschied, daß die Ringnut, die den Zapfen 18 auf der Außenseite der Mittelelektrode bildet, erweitert ist, so
daß von der Mittelelektrode 11 ein ganzes Segment, abgesehen von dem Zapfen 18, abgehoben ist. Das heißt
es gibt keinen Randteil der Mittelelektrode 11, der den -to Zapfen 18 koaxial umgibt. Auf den Zapfen 18 ist ein
Anschlußdraht 19 aufgeschweißt. Die Dimensionierung entspricht der des Zapfens 16.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1. Elektrische Anschlußverbindung der Elektroden eines Gasentladungs-Überspannungsableiters
mit den Merkmalen:
a) die anzuschließenden Elektroden bestehen aus einem Metall oder einer Metallegierung;
b) der Anschluß soll jeweils an einen Draht aus einem Metall oder einer Metallegierung erfolgen;
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