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Bezeichnung: Plattenheizgerät
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Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Plattenheizgerät für die Zubereitung
und ggf. Warmhaltung von Speisen.
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Aus der Patent- und Fachliteratur sowie Prospekten und Benutzungen
ist eine große Zahl von Plattenheizgeräten bekannt, die zwei Plattenheizteile aufweisen,
welche mit Griffen, Abstützmitteln und einem Gelenkmechanismus, der mehrere Stellungen
der Plattenheizteile zueinander zuläßt, ausgestattet sind. Die Geräte haben feste
oder abnehmbare Platten oder Wannen zum Grillen, Waffelbacken, verbacken und sonstigen
Speisenzubereitungen und -ggf. wahlweise einsetzbare wannen- oder topfartige Behälter
für die Bereitung von Speisen mit einem größeren Flüssigkeitsanteil oder zum Backen
von Gebäck.
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Die Geräte mit abnehmbaren Platten und Wannen arbeiten in der Regel
mit Rohrheizkörpern und Strahlungswärmeübertragung. Dabei ist die Einhaltung einer
gleichmäßigen Temperaturverteilung und die Vermeidung von unerwünschten Temperaturspitzen,
die auf der ganzen Fläche oder stellenweise zu gesundheitlich bedenklichen Verbrennungen
der Speisen führen können, schwierig.
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Das von der Anmelderin seit langem vertriebene Doppelplattenheizgerät,dessen
Gelenk- und Haltemechanismus in der DE-PS 24 09 875 beschrieben ist, hat gerätefeste
Heizplatten, in die die wärmeleitend arbeitenden Heizelemente eingebettet sind.
Von da her hat es eine günstige, energiesparende Temperaturverteilung. Es ist wie
alle anderen Geräte jedoch nur mit einem Thermostaten ausgestattet. Es ist wegen
seiner die beiden Platten gegenseitig haltenden Mechanismen und der fehlenden Austauschbarkeit
der Platten sowie der Unmöglichkeit, den beiden Heizplatten individuell geregelte
Temperaturen zu geben, in seinen Gebrauchseigenschaften im Bezug auf die jetzigen
Bedürfnisse. nicht vielfältig genug ausgestattet und kann, da es für einen so vielfältigen
Einsatz nicht konzipiert wurde, auch nicht in alle von anderen Geräten verwirklichte
Gebrauchs- und Benutzungsstellungen gebracht werden.
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Ein auch aus der praktischen Benutzung sehr bekanntes, elektrisch
beheizbares Doppelplatten-Haushaltsgerät geht aus der DE-OS 27 51 707 hervor. Der
den vielfältigen Benutzungsmöglichkeiten und entsprechenden Positionen-der oberen
Heizplatte gerecht werdende Gelenkmechanismus ist aufwendig und läßt vor allem nicht
zu, daß die Platten in der Strecklage unmittelbar aneinander grenzen. Für die Temperatureinstellung
und -regelung, unterschiedliche Einschaltzustände und Temperaturen ist ein konstruktiv
und benutzungstechnisch recht aufwendiger Schalt- und Einstellmechanismus erforderlich,
der die aus der Offenlegungsschrift ersichtliche, komplizierte Benutzungs- und Einstellanweisung
erforderlich macht. Dabei ist es nicht einmal möglich, die Temperaturen von Ober-
und Unterplatte unabhängig voneinander zu regeln. Es ist nur möglich entweder die
eine oder die andere oder beide Platten einzuschalten und abhängig voneinander in
der Temperatur zu regeln, wofür noch in der praktischen Ausführung ein aufwendiger
an die untere Aufsetzplatte angreifender Temperaturfühler erforderlich ist.
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Aus der FR-OS 72 11 407 ist ein ebenfalls vielfältig benutzbares Gerät
bekannt, welches für die beiden Platten getrennte Steckanschlüsse für Netzzuleitungsschnüre
aufweist, jedoch über keine geeigneten Einstell- und Regelmittel für die indivisuelle
Temperatureinstellung der beiden Heizplatten verfügt.
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Außerdem ist ein Gerät mit zwei Netzanschlußschnüren bedienungstechnisch
außerordentlich ungünstig.
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Der in dieser Schrift dargestellt Gelenkmechanismus läßt es nicht
zu, daß die Platten unmittelbar aneinander grenzen.
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Ein solches unmittelbares Aneinandergrenzen der Platten in der geöffeneten
Stellung läßt die Konstruktion nach der FR-OS 29 94 278 (77 18 165) zu, wobei der
Gelenkmechanismus jedoch sehr störungsanfällig gestaltet ist und optimale Regelmöglichkeiten
fehlen und die Energiezuleitungen durch ein getrenntes Schlauchelement erfolgen
müssen.
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Ein nur der einseitigen Abstützung in unterschiedlicher Höhe unter
Verbindung der Platten bei Schwenkmöglichkeit dienender Scherenmechanismus ist aus
den Zeichnungen der DE-OS 28 18 593 bekannt. Eine beabstandete Uberbackstellung
kann mit diesem Mechanismus jedoch nicht allein gehalten werden und ist offenbar
auch gar nicht vorgesehen. Auch ist für die Leitungsführung ein außenliegender störanfälliger
Schlauch erforderlich.
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Trotz der Vielzahl der bekannten Doppelplattenheizgeräte besteht ein
Bedürfnis nach einem, in mehrerlei Hinsicht verbesserten Doppelplattenheizgerät,
da es sich durch den vielfältigen Gebrauch derartiger Geräte, die jedoch jeweils
nur für Teileinsatzbereich konzipiert waren, herausgestellt hat, daß solche Geräte
noch vielfältiger bei der Zubereitung von Speisen im Haushalt oder kleineren Gaststätten
eingesetzt werden können.
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Demgemäß sind die Anforderungen an die Gebrauchsmöglichkeiten recht
vielfältig. Dieser Vielfalt muß die Konzeption sowohl konstruktiv, benutzungstechnisch
als auch herstellungstechnnisch genügen, so daß mehrere Teilbereich zur Optimierung
des Gesamtgerätes zu verbessern sind.
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Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Doppelplattenheizgerät
mit vielfältigen Gebrauchsmöglichkeiten und daran angepaßten Gebrauchseigenschaften
und angepaßtem konstruktivem Aufbau bei günstigen Herstellungsmöglichkeiten bezüglich
Energieübertragung, Energieverteilung, Steuerung und Regelung sowie Bedienung der
Einstellelanente und der Heizplatten und Aufsetzelemente zu verbessern. Eine vorteilhafte
Lösung der Erfindung kennzeichnet sich durch folgende zum Teil bekannte Merkmale:
1. Es sind zwei Plattenheizteile, Unterteil und Oberteil vorgesehen; 2. das Oberteil
kann in eine aufliegende und in eine in unterschiedlicher Höhe beabstandet, die
Heizflächen einander zugewendete Grill- und Uberbackstellung und in eine um 1800
geschwenkte,
auf dem Tisch abgestützte, gestreckte Grill-Koc-h- und/oder Warmhaltestellung geschwenkt
werden; 3. Ober- und Unterteil sind durch einen mehrere Stellungen zulassenden Gelenk-
und Schwenkmechanismus verbunden; 4. die Netzstromzuführung erfolgt am Unterteil
und die Stromzuführung zum Heizelement des Oberteils erfolgt über vom Unterteil
zum Oberteil laufende Leitungen; 5. Unterteil und Oberteil können unterschiedliche
Einschaltzustände und Temperaturen aufweisen; 6. die beiden Heizteile sind mit abnehmbaren
Aufsetz-Back-und -Grillplatten und/oder -wannen versehen; 7. für die Beheizung der
abnehmbaren Back- und Grillplatten und/oder wannen sind massive auf der den Aufsetzplatten
oder-Wannen zugewandten Seitnebene Heizplatten vorgesehen, die rückseitig in Rillen
eingepreßte, im wesentlichen durch Wärmeleitung arbeitende elektrische Heizwiderstände
aufweist; 8. die Heizplatten sind gerätefest; 9. die Heizplatten haben Ausnehmungen,
in welche Befestigungsmittel der Aufsetzplatten und/oder -wannen eingreifen und
diese form-und/oder kraftschlüssig halten.
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Die Merkmale 1 und 3 und 4 sind an den meisten bekannten Geräten verwirklicht.
Vom Merkmal 2 jedoch nur Teilmerkmale, insoweit als manche Geräte nicht beabstandet
in der Höhe automatisch gehalten werden und/oder nicht um 1800 geschwenkt werden
können. Auch können die meisten Geräte nicht gemäß Ziffer 5 unterschiedliche Einschaltzustände
und Temperaturen aufweisen. Bei Geräten mit abnehmbaren Aufsetzplatten oder
-wannen
sind keine ebenen Heizplatten mit eingebetteten Heizkörpern für solche Zwecke bekannt
geworden. Derartige Heizkörper in Platten lassen sich bei hoher Qualität sehr preiswert
herstellen und haben vor allem die energiesparenden Vorteile der Wärmeübertragung
durch Wärmeleitung, die mit unmittelbar aufgesetzten Platten oder Wannen zu einer
besonders guten Energieausnutzung führt und wobei wegen der großen Masse eine gute
Pufferwirkung besteht. Auch durch die Ein- und Ausschaltung verursachte Temperaturspitzen
am Heizelement wirken sich an der Grillfläche nicht mehr ungünstig aus und die Temperaturregelung
läßt sich einfach gestalten. Durch die ebenen Heizplatten können auch alle handelsüblichen
Töpfe und Pfannen ohne Aufsetzplatten benutzt werden zumal die Flächen zweckmäßig
völlig glatt gestaltet werden bis auf die notwendigen überstehenden Verbindungsmittel.
Besonders zweckmäßig ist es dann, die Verriegelungen zwischen den Aufsetzplatten
und den Heizplatten versenkt anzuordnen, so daß die Heizplatten ohne Aufsetzelemente
völlig glatt und wie erwähnt zu;- normalen Kochen, Braten und Warmhalten mit allen
handelsüblichen Geräten verwendet und vor allem auch gut gereinigt werden k-<neng
und dabei ermöglichen sie noch einen besseren Wärmeübergang auf die Aufsetzteile
als reine Strahlungsheizkörper, die zudem schwierig zu reinigende Reflektorflächen
und Reflektorwannen erfordern. Durch das Zusammenwirken der Merkmale zu einem geschlossenen
vielfältig zu b-enutzenden und gut zu reinigenden sowie leicht herzustellenden Gerät
wird der vielgestaltigen Aufgabe, die an hochentwickelte Speisenwärmgeräte gestellt
wird , vorzüglich gedient.
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Wenn gemäß Anspruch 2 in den vorn vorgesehenen Griffe die Entriegelungselemente
für die Aufsetzplatten oder dgl. vorgesehen sind, so lassen sich diese leicht lösen
ohne daß Verbrennungen zu befürchten sind und die Bedienelemente können nahe beieinanderliegend
gestaltet werden. Da ein einzelnes, federndes Rastelement ausreicht, wird eine bessere
Halterung der Platten durch Einhängenasen gemäß Anspruch 3 ermöglicht. Die Merkmale
nach Anspruch 4 sichern neben einer guten und einfach zu gestaltenden
sowie
leicht einzuhängenden Konstruktion vor allem auch einen guten Wärmeübergang und
damit eine gute Energieausnutzung und Energieverteilung. Wenn die kraftschlüssigen
Halteelemente der Befestigungsmittel mit derart geneigten Flächen ausgestattet sind,
daß eine Kraftkomponente in Richtung des Andrückens der Platten entsteht, so sind
diese nicht nur spielfrei festgehalten,sondern es werden auch stets die Wärmeübertragungskontaktflächen
aufeinander gedrückt.
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Wenn gemäß Anspruch 6 mit wenigstens den Merkmalen 1 bis 5 im Oberteil
und im Unterteil jeweils getrennt einstellbare, die Heizelemente der Heizplatten
getrennt schaltende Thermostate angeordnet sind, so kann jeweils nur die für den
momentanen Vorgang erforderliche Energie zugeführt werden und es können in allen
Stellungen die dem Behandlungsprozeß optimal angepaßten Temperatur- und Energieverteilungsbedingungen
eingestellt werden,ohne daß ein wesentlicher Konstruktions- und Herstellungsaufwand
erforderlich wäre. Auch sind zwei Thermostate einfacher auszuführen als gekoppelte
Einschalt- und Ausschalteinrichtungen mit einer Mehrzahl ineinandergreifender mechanischer
Teile, die jedoch nur die Temperaturfühlung an einer Platte ermöglichen. Zweckmäßig
werden die Betätigungselemente der Thermostate in die vorderen Handgriffe integriert,
so daß sie einerseits griffgünstig liegen und andererseits keine Berührung der heißen
Platten mit Verbrennungen zu befürchten ist. Als Thermostate kommen an sich alle
üblichen Temperaturfühl- und -regeleinrichtungen in Betracht, die sich auch nach
der Gestaltung der Heizeinrichtung,beispielsweise mit Rohrheizkörpern und vorzugweise
Reflektorflächen oder mit Flächenheizkörpern,richten. Für die praktischen Anwendungsfälle
reichen Bimetallthermostate vollkommen aus. Diese sind preiswert und sicher und
insbesondere im Zusammenwirken mit den massiven ebenen Heizplatten, auf die die
Aufsetzplatten aufgesetzt werden, für die Temperaturregelung gut geeignet.
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Für die Optimierung des Gerätes bezüglich der Herstellungs-und Gebrauchseigenschaften
eines vielfältig zu benutzenden und seine- Speicherwärme ausnutzenden Gerätes, ist
es erforderlich, daß das Oberteil ohne weiteres in alle gewünschten Positionen gebracht
werden und darin ggf. auch ohne zusätzliche Abstützung gehalten werden kann. Eine
diesbezüglich erstaunlich einfache und leicht herzustellende sowie sicher arbeitende
Lösung für ein Gerät, welches wenigstens die vorstehend aufgeführten Merkmale 1
bis 4 des Anspruches 1 aufweist, sieht vor, daß der Gelenk- und Schwenkmechanismus
als beiderseits und außerhalb der Heizplatten und der Aufsetzplatten vorgesehener
Scherenmechanismus ausgebildet ist, bei dem auf jeder Seite ein Unterteilscherenarm
im Bereich der Hinterkante des Unterteils geräte fest angelenkt ist und der andere
mit diesem etwa in der Mitte gelenkig verbundene Oberteilscherenarm am oberen hinteren
Ende im Bereich der Oberteilkante ein Drehgelenkelement trägt , über welches das
Oberteil um bis zu 1800 schwenkbar mit seinem Oberteilscherenarm verbunden ist,
und sein nach unten vorn weisendes Ende in einer horizortalen Langlochführung des
Unterteils eine gleitbare und drehbare Abstützung aufweist und der vom Unterteil
hinten über den Schererkreuzungspunkt nach vorn zum Oberteil weisende Unterteilscherenarm
eine das Oberteil in horizontaler Lage, jedoch verschiebbar und abschwenkbar abstützende
Verbindungseinrichtung aufweist. Bei einer solchen Konstruktion entfallen alle weiteren
äußeren Abstützmittel selbst für die beabstandete Uberbackstellung, für die bei
den meisten Geräten im Bereich des Griffes Abstützfüße oder sonstige Eingriffelemente
vorgesehen sind. Die einfache Lösung hat nur zwei sich kreuzende Scherenarme, bei
denen jeder Anlenk- oder Abstützpunkt mehrere Funktionen erfüllen kann und somit
zur Optimierung bezüglich der vielfältigen Gebrauchsmöglichkeiten bei einfacher
Herstellung beiträgt. Der obere hintere Gelenkpunkt läßt durch entsprechende Gestaltung
das Schwenken um 1800 zu, während der untere gerätefeste Gelenkpunkt nur eine geringe
Schwenkbewegung auszuführen braucht. Durch die Langlochführung wird eine sichere
Verbindung und eine stets bestimmte Lage der Schere ermöglicht.
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Der freie Gelenkpunkt des Unterteilscherenarms dient zur Abstützung
in
der beabstandeten Stellung in horizontaler Lage.
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Diese Verbindungseinrichtung zwischen Unterteilscherenarm und Oberteil
kann besonders einfach von einem am Scherenarm vorgesehenen, nach innen weisenden
Zapfen gebildet sein, auf dem sich die Heizplatte und/oder Aufsetzplatte des Oberteils
schiebbar abstützt. Es entfallen dann sonstige Koppelglieder zwischen den Scherenarmen,
auf denen sich die Heizplatte abstützen könnte, und die obere Heizplatte kann in
jeder Höhenlage einfach abgeschwenkt werden. Wenn dieser Zapfen einen Flansch aufweist,
der eine außenseitige Abstützrippe am Oberteil hintergreift, so ist auch die Scherenanordnung
gegen seitliches Ausweichen gesichert.
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Das ist wichtig da wegen der Schrägstellmöglichkeiten in den Zwischenstellungen
für das Kontaktgrillen ein ausreichendes Spiel in den Gelenken erforderlich sein
muß und dadurch die Scherenanordnung an sich labil werden könnte,was jedoch durch
diese einfache Maßnahme,welche jeweils zu einer automatischen Lagesicherung führt,
kompensiert wird.
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Will man mit dem Gerät nur als Kontaktgrill und aufgeklapptes Gerät
arbeiten,jedoch nicht in einer feststellbaren Uberbackstellung, so kann man auf
Arretiermittel für die Scherenanordnung verzichten. Wünscht man jedoch eine beabstandete
Stellung in wenigstens einer Position auch ohne zwischengelegte Speisen zu sichern,
so wird der Gelenk- und Schwenkmechanismus zweckmäßig mit wenigstens einem Verstellanschlag
für die Begrenzung der Scherenbewegung ausgestattet. Solche Anschläge können sehr
leicht als Schwenk- oder Steckanschläge ausgebildet sein und an verschiedenen geeigneten
Stellen der Scherenanordnung angreifen. Eine krAtemäBig, herstellungs- und bedienungstechnisch
günstige Anordnung sieht den Verstellanschlag im Bereich der Unterteillanglochführung
an der Abstützung des Oberteilscherenarmes angreifend vor. Die Verstellanschläge
beider Seiten werden zweckmäßig gekoppelt und mit nur einer Verstellhandhabe ausgestattet.
Das kann beispielsweise durch seitlich zu betätigende Schiebe- und Rastanschläge
oder drehbare Stufenexzenter erfolgen. Ein für dieZusammenfassung der Bedienungselemente,
die
Herstellung und die sichere Abstützung günstige Lösung sieht
vor, daß die Verstellanschläge im Bereich der Enden einer Traverse ausgebildet sind,
welche in einer in Schlitzrichtung verlaufenden Längsführung geführt ist und mit
einer im Bereich des vorderen Handgriffes des Unterteiles vorgesehenen Spindelverstelleinrichtung
gekoppelt ist. Dabei kann das Element beispielsweise als aus einem geeigneten Werkstoff
gefertigtes flächiges und teilweise ausgespartes Element mit einer vorderen Schraube
gestaltet sein. Eine einfache, leichte und raumsparende Anordnung sieht vor, daß
Anschläge, Traverse und Längsführung von einem asymmetrisch liegenden Stabsystem
gebildet sind, welches einen zur Schwenkachse von Oberteil und Unterteil senkrechten
Verschiebestab aufweist, an dem ein abgebogener bis zu den Anschlägen reichender
Druck- und Biegestab befestigt ist, von welchem aus dem Bereich der Anschläge Zugstäbe
zur Spitze des Führungsstabes verlaufen. Ein solches Stabwerk ist leicht und kann
große Kräfte aufnehmen und eine gute Abstützbasis haben. Dabei kann zweckmäßig der
Führungsstab an seinem vorderen Ende einen Außengewindekopf tragen, welcher in einer
außerhalb des Griffes als Handhabe ausgebildeten, im Griff drehbar gelagerten, ein
passendes Innengewindes aufweisendtn Betätigungshülse ein- und ausgeschraubt wird.
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Auch die Energiezuführung zum Oberteil ist bei den bisherigen Geräten
nicht optimal gelöst, zumal dafür in der Regel ein getrenntes, die Klapp- und Schwenkbewegungen
beeinträchtigendes Leitungsführungselement erforderlich ist. Die erfindungsgemäß
vorgesehene Scherenkonstruktion kann dafür besonders gut herangezogen werden, wenn
bei einem Plattenheizgerät mit wenigstens den vorstehend aufgeführten Merkmalen
1 bis 4 des Anspruches 1 und den Merkmalen des Anspruches 9 wenigstens ein Scherenarm
hohl ausgeführt die Leitungen aufnimmt.Dieser ist je nach der Größe und Leitungsführung
und der Anordnung der Fühl-und Steuerelemente zu gestalten. Dabei kann die Leitungsführung
nur auf einer Seite oder auf beiden Seiten vorgenommen werden,
um
die erforderlichen mindestens drei Leitungen unterzubringen.
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Das läßt sich besonders gut machen, wenn die Leitungen durch eine
Zentralausnehmung der Oberteilscherenarm-Abstützung im Langloch, durch den Oberteilscherenarm
über das Kreuzgelenk zum Oberteilscherenarmdrehgelenk laufen und in diesem Bereich
ein vergrößerter Leitungshohlraum vorgesehen ist. Dieser kann zweckmäßig als Teilkreisringraum
ausgebildet sein. Um zusätzliche Abstützmittel zu vermeiden und zu sichern, daß
das Oberteil in verschiedenen Gebrauchsstellungen ohne die Gefahr des Herunterfallens
verbleibt, sieht man im Bereich des Oberteilscherenarmgelenks zweckmäßig eine Rasteinrichtung
mit wenigstens zwei Raststellungen vor. Sie kann von einer Federscheibe und mehreren
zugeordneten Kerb- und/oder Nockenrasten gebildet sein.
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Für das möglichst na Aneinandergrenzen der Grillflächen sind schon
verschiedene Gelenkhebelmaßnahmen versucht worden. Die Erfindung weist hierfür einen
besonders einfachen Weg, indem nämlich die Gelenkachse des Oberteilscherenarmgelenkes
mit der Hinterkante der Heizplatten zusammenfällt bzw. geringfügig außerhalb dieser
Hinterkante liegt. Dann ergibt sich nicht nur eine praktisch durchgehende Grillfläche,
sondern in der aufgeklappten Stellung ohne aufgesetzte Platten oder Wannen auch
eine durchgehende Warmhalte-, Heiz- und Kochfläche, deren beide Teile zudem noch
getrennt in der Temperatur geregelt werden können.
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Für die Unterbringung des Kabels werden die unterteilfesten Füße im
Bereich der Scherenanordnung zweckmäßig mit Aufwickelausnehmw?gen versehen. Um zusätzliche
Verriegelungsteile ftir die beiden aufeinandergeklappten Heizteile in der senkrechten
Aufbewahrungsstellung zu vermeiden, sieht man zweckmäßig vor, daß die Außenkanten
von Unterteil und Oberteil im Bereich der Scherenanordnung in einer gemeinsamen
Vertikalaufstellebene liegen und beide außerhalb der Drehachsen liegende Auflage-
und Zuhaltecken oder -nasen -aufweisen.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung auch nach
hier nicht abgehandelten Anspruchsteilen, sind in dem nachfolgenden Beschreibungsteil
enthalten. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Zeichnungen erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 Eine schematisierte Draufsicht auf ein Doppelplattenheizgerät;
Fig. 2 eine Vorderansicht auf die Griffseite des Plattenheizgerätes nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Seitenansicht des Gerätes nach den Fig. 1 und 2 von der linken Seite
gesehen in der Berührungsstellung der Heizplatten; Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende
Seitenansicht in der maxin;?l angehobenen Stellung der oberen Heizplatte; Fig. 5
eine den ", 3 und 4 entsprechende Teilseitenansicht des Gerätes mit um 1800 in die
Strecklage geschwenkter zweiter Heizplatte; Fig. 6 einen Vertikalteilschnitt durch
das untere Plattenheizteil gemäß der Linie 6/6 in Fig. 1 in größerem Maßstab etwa
1:1; Fig. 7 einen Vertikalmittelteilschnitt durch das Unterteil gemäß der Linie
7/7 in Fig. 1 im Maßstab der Fig. 6; Fig. 8 einen Teilvertikalschnitt längs der
in den Gelenkpunkten abgeknickten Schnittlinie 8/8 in Fig. 4 durch den Unterteilscherenarm
etwa im Maßstab 1:1;
Fig. 9 einen Teilvertikalschnitt längs der
in den Gelenkpunkteabgeknckten Schnitt-linie 9-9 in Fig. 4 durch den Oberteil-Scherenarm
etwa im Maßstab 1:1 und Fig. 10 eine schematisierte Draufsicht auf das Stabsystem
der Verstellanschläge in einem ohne Heizplatte weitgehend schematisch dargestellten
Unterteil des Plattenheizgerätes etwa gemäß Fig. 1.
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Das Plattenheizgerät 20 besteht aus einem Oberteil 21 und einem Unterteil
22, die über einen Gelenk- und Schwenkmechanismus 23 miteinander verbunden sind.
Dieser Gelenk- und Schwenkmechanismus besteht aus zwei - wie die Fig. 1 und 2 zeigen
- seitlich außerhalb liegenden Scherenmechanismen 23. Jeder Scherenmechanismus ist
in einem Fußteil 24 des Unterteiles 22 gelagert. Die Fußteile 24.1 und 24.2 sind,wie
wie aus Fig. 2 ersichtlich,auf beiden Seiten vorgesehen und greifen mit ihren nach
unten offenen Abstützanformungen 24.3 unter die Haube 25.2 des Unterteiles 22. Die
Abstützanformungen 24.3 haben an geeigneten Stellen im Abstand voneinander liegende
Aufwickelausnehmungen 24.4 für das Aufwickeln der Netzstromzuführungsieitung24.6,wie
es schematisch in Fig. 1 dargestellt ist. Auf der einen Seite des Fußteiles 24 führt
diese zugfest befestigt in das Innere der Abdeckwanne 25.2. In den anderen Figuren
ist der Übersichtlichkeit halber die Leitung 24.6 weggelassen.
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Oberteil 21 und Unterteil 22 haben bis auf die Befestigungsausnehmungen
und dgl. identische,mit mit leicht gewölbten Außenwänden und gerundeten Ecken ausgebildete
Abdeckwannen 25.1 und 25.2, die vorzugsweise aus Tiefziehstahlblech hergestellt
sind. Sie könne jedoch auch aus geeigneten wärmefesten Kunststoffen bestehen. Die
Abdeckwannen 25.1 und 25.2 haben hohle Innenräume 25.3 und 25.4, in denen verschiedene
Geräteteile und die Stromzuführungen untergebracht sind. Die Abdeckwannen 25 decken
die Heizplatten 26.1 und 26.2 ab. Die Heizplatten 26 sind rechteckige
Platten.
Sie haben vorzugsweise das aus Fig. 1 ersichiliche Seitenverhältnis und eine Fläche,
auf der sechs genormte Toastscheiben untergebracht werden können, so daß sich eine
länglich-rechteckige Form ergibt, die etwas größer ist als die bisherigen Kontaktgrillflächen,
die oft auch mehr quadratisch waren. Die Heizplatten 26 von Oberteil und Unterteil
sind weitgehend gleich ausgebildet und haben eine ebene Oberfläche 26.3, in welcherggf.
ganz geringfügig eingelassene Rillen in verschiedenen Mustern vorgesehen sein können.
Sie bestehen vorzugsweise aus Aluminium-Druckguß. Sie können jedoch auch aus Grauguß
oder anderen geeigneten Legierungen bestehen. Sie haben an der Rückseite angeformte
Rippen 26.4 zwischen denen Rillen 26.5 in bekannter Weise gebildet sind. In diese
Rillen, die eine in der Heizplåttenherstellung bekannte Konfiguration zur gleichmäßigen
Wärmeverteilung haben können, sind bekannte Heizspiralen 27 mit einer keramischen
Einbettmasse 27.leingebettet. So wird die durch elektrische Widerstandsheizung erzeugte
Wärme wärmeleitend über die ganze Platte günstig verteilt.
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Die ebenen Heizplattenflächen 26.3 können wie übliche Kochplatten
oder Warmhalteil«chen verwendet werden, was bei bisherigen Doppelplattenheizgeräten
dieser Art nicht möglich war. Sie sind völlig glatt und dadurch gut zu reinigen.
Sie haben im Bereich der hinteren Gelenkkante 26.6 zwei im Abstand voneinander liegende
Naseneinsteckausnehmungen 26.7j von denen nur eine in Fig. 6 dargestellt ist. Ihre
der Gelenkkante zugewandte Innenfläche ist als geneigt liegende Fasnfläche 26.8
ausgebildet.
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Auf die ebenen Heizplattenflächen 26.3 können Auf'setzplatten 28 aufgelegt
werden. Diese Aufsetzplatten können als üblicherweise mit Rillen und Rippen gestaltete
Grillplatten, als in den verschiedensten bekannten Mustern gestalteteWaffelbackplatten
oder als ebene pfannenartige Platte oder mit erhöhtem Rand als Aufsetzwanne ausgebildet
sein. Sie haben ebene Unterflächen 28.3, die auf den ebenen Heizplattenflächen 26.3
in gutem Wärmeleitungskontakt aufliegen. Sie können wegen der möglichen Fertigungs-
und Verformungsunebenheiten auch stellenweise
etwas ausgespart
sein um sicherzustellen, daß in geeigneten Abständen gute Auflagm und damit ein
guter Wärmeleitungskontakt gegeben sind. Diese Aufsetzplatten 28 oder Aufsetzwannen
bestehen vorzugsweise aus Aluminiumdruckguß und sind mit Antihaftbeschichtungen
versehen. Sie können jedoch auch wenigstens stellenweise von solchen Antifhaftbeschichtungen
frei sein. Sie können auch aus Grauguß oder anderen geeigneten Legierungen gefertigt
sein. Sie haben an ihrer Unterseite entsprechend der Lage der Ausnehmungen 26.7
Einhängenasen 28.7, die wie in Fig. 6 geformt sein können und durch die Ausnehmungen
26.7 passen, mit ihrem Hakenteil 28. 71 unter die schräge Fläche 26.8 fassen und
dort eine entsprechende gleichartige Schräge aufweisen, so daß eine spielfreie Festhaltung
erfolgt.
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Im Bereich des vorderen Griffteiles 30 ist an jeder Aufsetzplatte
28 und,wenn eine Verriegelung gewünscht wird,auch an den Aufsetzwannen ein Verriegelungszapfen
28.5 vorgesehen, welcher durch eine Verriegelungsausnehmung 26.9 in der Heizplatte
26 greift. Diese Verriegelungsausnehmung ist auf der Mittelachse 31 vorgesehen,
so daß sich eine Drei-Punkt-Verriegelung ergibt.
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Wie aus Fig. 7 ersichtlich,ist der VerriegeLungszapfen 28.5 in seinem
äußeren Endbereich 28.51 leicht abgeknickt, so daß sich eine geneigte Andruckfläche
28.6 für die vordere Verrastungsfeder 31.1 ergibt. Diese ist als unter der Heizplattenfläche
innen befestigte'Stahlblattfeder der aus Fig. 7 ersichtlichen Form ausgestaltet.
Eine weitere entsprechende Feder 31.2 drückt an die Rückseite des Zapfens 28.5,
so daß sich eine beidseitige Einklemmung und damit spielfreie Haltung des Zapfens
28.5 ergibt, wobei die Feder 31.1 jedoch wegen der geneigten Ausbildung des Zapfenendes
28.51 dafür sorgt, daß stets eine Kraftkomponente in Richtung des Einhängens der
Einhängenasen 28.7 ergibt und somit stets eine gute Festhaltung der Aufsetzplatten
28 mit gutem Wärmeleitungskontakt an möglichst vielen Stellen oder auf der ganzen
Fläche gegeben ist. Die obere Heizplatte 26.1 mit ihren Aufsetzplatten und Einhänge-
und Verrastungseinrichtungen ist völlig gleich gestaltet jedoch nicht dargestellt.
Hier ist die Verrastung besonders wichtig, weil
die Aufsetzplatten
hängend vorgesehen sind und beim Schwenken des Oberteiles 21 mit Sicherheit das
Herabfallen vermieden werden muß. Dadurch,daß gemäß einem wichtigen Merkmal der
Ausführungsform die Verrastung unterhalb der Oberflächen 26.3 der Heizplatten 26
erfolgt, werden die Benutzungsmöglichkeiten der Heizplatten nicht durch überstehende
Halteelemente beeinträchtigt und es ist eine gute Reinigung möglich, so daß die
Platten stets ein sauberes Aussehen haben können.
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An Oberteil und Unterteil sind in den wesentlichen Formen gleiche
Griffteile 30.1 und 30.2 befestigt. Sie haben einen nach außen abstehenden Fuß 30.3>
der in einer der Abstützanformung 24.3 entsprechenden Höhe derart ausgeführt ist,
daß die Heizplatten 26 mit ihren Oberflächen 26.3 in der in Fig. 5 dargestellten
Strecklage in einer Ebene liegen, wenn das Gerät auf einer horizontalen Tischfläche
steht Jedes Griffteil 30 hat in der Mitte eine handbreite Griffausnehmung 30.4 zwischen
den seitlichen und vorderen Griffrippen. In der Mitte ist,wie aus Fig. 7 ersichtlich,
ein Schiebeknopf 32 vorgesehen, der passend zwischen Führungsflächen des Griffteiles
30 in Richtung auf das Innere 25.3 bzw. 25.4 der Schalen 25 vorgeschoben werden
kann und dabei eine Rückholdruckfeder 33 zusammendrückt, die dafür sorgt, daß er
stets nach außen gegen die obere schräge Anschlagfläche gedrückt gehalten wird.
Er hat innen eine Entriegelungsnase 32.4 mit einer geneigten Austreibfläche 32.5.
So bildet er ein Austreibdruckelement, welches in Wirkverbindung mit dem Zapfen
28.5 steht und beim Eindrücken des Schiebeknopfes 32 zum Herausdrücken des Zapfens
28.5 aus seiner Einklemmung zwischen den Federn 31.1 und 31.2 führt, so daß die
Aufsetzplatte 28 bzw. eine Wanne abgenommen werden kann. Die Ausbildung des Griffteiles
30 und des Druckknopfes 32 an Oberteil und Unterteil sind diesbezüglich gleich.
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Beide Griffteile 30.1 und 30.2 sind auch bezüglich der Thermostatdrehknöpfe
34.1 und 34.2 völlig gleich gestaltet. Diese sind aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich.
Sie sind in den Griff integriert
und wirken auf im Innern vorgesehene
Thermostate 35.
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Diese Thermostate sind nur schematisch angedeutet. Sie sind in wärmeleitender
Verbindung auf den Rückseiten der Heizplatten 26.1 und ?6.2 im Oberteil und im Unterteil
befestigt.
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Sie sind vorzugsweise als Bimetallthermostate üblicher Bauart ausgeführt
und stehen über Drehwelle 35.3 mit den Betätigungsknöpfen 34 in Verbindung. Derartige
gleiche Thermostate, die in üblicher Weise in die Stromzuführung der Heizspiralen
27 eingeschaltet sind, gestatten es nunmehr in vorteilhafter Weise die Temperatur
jeder Heizplatte unabhängig von der anderen einzustellen und durch den Temperaturregler
regeln zu lassen, wodurch die Benutzungsmöglichkeiten we-sentlich erweitert und
der Energieaufwand verringert werden.
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Einschaltanzeigen 35.1 und 35.2 mit Glühlampen oder Dioden zeigen
den jeweiligen Schaltzustand der Thermostate an. Eine Anzeige 36 kann für die Gerätebereitschaft
vorgesehen sein und beim Einstecken des nicht dargestellten Steckers in die Netzzuführung
anzeigen, daß das Gerät unter Spannung steht.
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Das untere Griffteil 30.2 unterscheidet sich von dem oberen Griffteil
30.1 nur dadurch, daß an seiner rechten Seite e-in Betätigungsknopf für die Verstellanschläge
vorgesehen ist, während das obere Griffteil gerade ausgeführt ist. Dieser Betätigungsknopf
wird weiter unten erläutert. Die Fußteile 24, die Griffteile 30 und die Betätigungsknöpfe
bestehen aus geeigneten, wärmefesten und isolierenden Kunststoffen und sind vorzugsweise
im Spritzgußverfahren hergestellt.
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Der Gelenk- und Scherenmechanismus 23 hat auf jeder Seite einen Unterteilscherenarm
23.1 und einen Oberteilscherenarm 23.2. Beide Scherenarme bestehen aus geeigneten
Kunststoffen und sind vorzugsweise im Spritzgußverfahren hergestellt. Der Unterteilscherenarm
ist auf einer Lagerzapfenanformung 24.5 mit seiner Lagerbohrung 43 drehbar gelagert
und von einer mit einer Schraube44.2gesicherten Scheibe 44.1 gehalten. Die Schwenkachse
44.3 liegt entweder genau unter der Hinterkante26.f
der Heizplatte
oder, wie aus Fig. 6 ersichtlich, geringfügig außerhalb der dadurch bestimmten senkrechten
Ebene. Der Unterteilscherenarm 23.1 hat im Bereich seines Gelenkes 44 Ausrundungen
43.5 für den Lagerring 50 des Oberteilscherenarmes.
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Die Scherenarme sind gleich lang und in der Mitte in der Scherengelenkachse
bzw. im Scherengelenkpunkt 23.3 gelenkig miteinander verbunden. Dazu hat der Unterteilscherenarm
23.1 einen angeformten Lagerzapfen 23.4,auf dem die Lagerhülse 23.5 des Oberteilscherenarmes
23.1 drehbar gelagert ist. Eine Sicherungsschraube 45.1 mit Unterlegscheibe 45.2
hält die beiden Scherenarme hier zusammen. Am oberen Ende des Unterteilscherenarmes
23.2 ist ein einwärts gerichteter Abstützzapfen 46.1 vorgesehen, welcher eine mit
einer Schraube 46.2 befestigte, einen Flansch 46.3 bildende, mit einer Befestigungsvertiefung
versehene Scheibe trägt. Dieser Flansch greift in eine Nut 47.2 und hintergreift
eine Abstützrippe 47.1 an der Abstützleiste 47, die, wie aus den Fig. 3 und 4 gut
ersichtlich, über eine gewisse Länge im Abstützbereich an der oberen Heizplatte
26.1 angeformt ist. Diese Abstützleiste liegt als Bestandteil der verschiebbar und
abschwenkbar das Oberteil abstützenden Verbindungseinrichtung auf dem Zapfen 46.1
bzw. dem Flansch 46.3 lose auf, so daß Zapfen und/ oder Scheibe darunter frei schieben
können und die Platte,wie weiter unten erläutert, in horizontaler Lage jedoch jederzeit
frei abschwenkbar gehalten ist.
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Für die schwenkbare Lagerung und Rastverbindung des Oberteilscherenarmes
23.1 ist an der oberen Heizplatte 26.1 im Bereich ihrer Hinterkante 26.6 halb über
diese hinausstehend ein Lager- und Rastflansch 48 angeformt,der auf drei Vierteln
seines Umfanges Kreisform besitzt, während sein letztes Viertel als rechtwinklige
Abstütznase 48.1 gestaltet ist. Diese liegt mit der Abstütznase 24.7 auf einer gemeinsamen
Ebene El parallel zu der Ebene E2, welche durch die Gelenkpunkte 44.3 und 48.3 bzw.
die beiden SchwenkachseUdurch diese Punkte bestimmt wird und lotrecht zu den Heizplattenoberflächen
26.3. Durch diese außerhalb der beiden Gelenkachsen 44.3 und 48.3 liegenden Nasen
ist bei senkrechter Aufstellung ein Zuhalten der Platten gewährleistet. Der Lager-und
Rastflansch 48 trägt einen
Lagerzapfen 48.4 auf dem die Lagerbohrung
49.1 des Oberteilscherenarmes 23.1 gelagert ist. Das Gelenk wird mit einer Scheibe
49.2 und einer Schraube 49.3 zusammengehalten. In diesem Bereich ist der Oberteilscherenarm
zu einem im wesentlichen kreisförmigen Lagerring 50 vergrößert. Dieser weist im
Innern einen Kabelhohlraum 50.1 auf, der von einer Laggerringfläche 50.2 umgeben
ist. Diese Lagerringfläche liegt auf einer Ringscheibenfeder 51 auf, die einen äußeren
Zentrierkragen 51.1 und einen auf geringerem Durchmesser vorgesehenen Haltekragen
51.2 hat. Sie ist mit im einzelnen nicht näher dargestellten Rasteinrichtungen ausgestattet,
die eine federnde Verrastung zwischen Oberteilscherenarm 23.1 und Lagerflansch 48
über die Federscheibe 51 in verschiedenen Positionen, insbesondere einer etwa senkrecht
gestellten Position des Oberteils 21 bewirken, die jedoch durch erhöhte Kraftanwendung
während der Schwenkbewegung gut überwunden werden können, andererseits jedoch ausreichend
strammAsindum Gefährdungen durch unerwünschtes Herunterklappen zu vermeiden. Wie
ersichtlich liegt auch hier die Drehachse 48.3 geringfügig außerhalb der eigentlichen
Hinterkante der Heizplatte 26.1, so daß diese bei in die Strecklage geklappter Position,
welche in Fig. 5 dargestellt ist, in einem ganz geringfügigen Abstand voneinander
liegen und nur ein kleiner Spalt gebildet ist, der für die Bewegungen, insbesondere
unter Berücksichtigung der Aufsetzplatten 28 sinnvoll ist; jedoch grenzen auch diese
hinreichend dicht aneinander, so daß sich in der aufgeklappten Stellung eine praktisch
durchgehende Grillfläche ergibt bzw. ohne Platten 28 eine durchgehende Warmhaltefläche
oder durchgehende Kochfläche.
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Der Oberteilscherenarm 23.1 hat im Bereich seines unteren Endes einen
weit nach innen ragenden Stützzapfen 52, der an ihn angeformt und ringzylinderförmig
mit einer Zentralausnehmung 52.1 gestaltet ist. Er liegt,wie Fig. 9 erkennen läßt,in
der Langlochausnehmung 53, welche jeweils in dem Fußteil 24 horizontal auf gleicher
Höhe wie die Achse 44.3 ausgebildet ist, um die Scherenbewegung zu ermöglichen.
Die Länge diese Langloches 53 entspricht etwa der Länge der Abstützleiste 47 und
ist auf den
gewünschten Abstand der Heiz- und/oder Grillplatten
tir %ean Fig. 4 dargestellte Uberbackstellung abgestimmt. Dieser Abstand beträgt
in der Regel etwa 50 mm. Demgemäß ist die Bewegungsmöglichkeit des Zapfens 52 ebenfalls
etwa 50 mm. Eine entsprechende Ausnehmung ist auch in der Wanne 25.2 des Unterteiles
vorzusehen, so daß der Zapfen 52 bis in den Hohlraum 25.4 reichen kann. Er ist dort
innen von einer zum Fußteil gehörenden Abdeckung 54 begrenzt, so daß man nicht durch
das Langloch unbeabsichtigt ins Innere greifen oder Teile einstecken kann und außerdem
eine gute Leitungsführung gesichert ist. Wie aus Fig. 9 ersichtlich, verlauien die
Stromzuführungsleitungen 56 für die Oberteilheizung durch den Oberteilscherenarm
23.1, in dem sie in eine seitliche Aussparung 52.3 des Zapfens 52 eingeführt sind,
dann durch seinen Zentralhohlraum 52.1 und dann durch die Kabelaufnahmeräume 55
im Oberteilscherenarm 23.1, um die Lagerhülse 23.5 des Scherengelenkes 23.3 herum
und durch den vergrößerten Kabelhohlraum 50.1,aus dieser Hingraum zwischen der Lagerfläche
50.2 heraus in das Innere 25.3 der oberen Abdeckwanne 25.1 und dort zur Heizung
bzw. zum Thermostat oder zum Nullleiteranschluß; sie haben hier in der Abdeckwanne
und im Gelenkbereich ausreichend Platz, den Bewegungen zu folgen; denn dieses Gelenk
ist lar eine Schwenkung um 1800 in jeder Position ausgelegt, während der untere
Lagerzapfen 52 nur eine ganz geringfügige Schwenkbewegung während seiner Schiebebewegung
ausführt, wodurch Kabeldrehungen hier kaum auftreten. Alle Gelenke haben ausreichendes
Spiel, so daß das Oberteil sich bei auf zu grillende Fleischstücke lose aufgelegter
Kont akt grillstellung etwas schräg einstellen kann und damit stets ein guter Kontakt
gegeben ist. Die Arme sind auch stabil genug um die beiden Heizplattenteile auch
bei hartem Gebrauch mit Sicherheit zusammenzuhalten und dabei die Leitungen beschädigungsgeschützt
und elektrisch isoliert in jeder Position einwandfrei zu halten.
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Ein so ausgestattetes Gerät kann in die drei in den Fig. 3 bis 5 dargestellten
Positionen gebracht werden und sinkt, wenn es die Position nach Fig. 4 einnimmt,
automatisch in die Position
nach Fig. 3 zusammen, wobei die Platten
jedoch stets parallel oder praktisch parallel gehalten werden. Wünscht man nun den
Grill auch als Überbackgerät oder für sonstige Zwecke mit einer beabstandeten Haltestellung
zu verwenden, so ist eine geeignete Arretiervorrichtung für den Scherenmechanismus
vorzusehen.
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Eine solche Verstellanschlaganordnung ist in Fig. 10 dargestellt.
Einzelne Teile gehen auch aus den Fig. 6 und 7 hervor.
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Als Verstellanschläge dienen senkrecht nach unten abgewinkelte Anschlagzapfen
58.1, die auf jeder Seite vor den Verschiebegelenkzapfen 52 der Oberteilscherenarme
23.1 liegen und von einem asymmetrischen Stabwerk nach Fig. 10 abgewinkelt sind.
Dieses Stabwerk hat einen senkrecht zur Ebene E2 bzw. Schwenkachse 44.3 liegenden
Verschiebestab 58.2. Der Verschiebestab 58.2 ist in Schiebelagern 59.1 und 59.2
längs verschiebbar gehalten. Die Verschiebelager 59 sind im Unterteil gerätefest
ausgebildet und entweder an der Heizplatte oder an der Schale oder einem besonderen
Tragwerk vorgesehen. Der Verschiebestab trägt einen abgewinkelten Druck- und Biegestab
58.3, von dessen Enden die Verstellanschläge 58.1 abgewinkelt sind. Die Stäbe sind
im Abwinklungsbereich miteinander verschweißt. Um die erforderlichen Kräfte aufzunehmen
ist ein weiterer Zugstab 58.4 an der vorderen Spitze 58.21 des Verschiebestabes
58.2 angeschweißt. Seine Enden sind im Bereich der Verstellanschläge 58.1 auf dem
Druck- und Biegestab 58.3 festgeschweißt, so daß sich ein sehr leichtes, aber außerordentlich
stabiles Stabwerk ergibt, welches ohne weiteres die erforderlichen Stützkräfte aufnehmen
kann und sich trotzdem leicht verschieben läßt und zwar von der ausgezogen dargestellten
hinteren Anschlagstellung, die der Stellung beider Heizplatten mit größtem Abstand
entspricht, bis in die strichpunktiert dargestellte vordere Begrenzungsstellung,
in der das Oberteil 21 satt auf dem Unterteil 22 aufliegt.
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Um den dazwischen liegenden Bereich kontinuierlich überfahren zu können,
trägt der Verschiebestab 58.2 an seinem vorderen Ende einen Gewindekopf 58.5, der
je nach Durchmesser angeformt oder aufgesetzt und verstiftet ist. Er hat ein Außengewinde.
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Dieses ist ein- und ausschraubbar in eine Innengewindehülse 60.1 der
Verstellhandhabe 60, die hier als Drehknopf ausgebildet ist. Sie hat einen längeren
Schaftteil 60.2, der in einem Lager 61.1 einer entsprechenden Anformung des unteren
Griffteiles 30.2 drehbar gelagert ist. Die Handhabe ist vorn zu einem äußeren, wie
in Fig. 7 dargestellt, geriffelten Griffrad 60.4 gestaltet. Durch Drehen dieses
Griffrades wird der Verschiebestab 58.2 in seiner Längsrichtung verschoben und damit
entsprechend die beiden nach Art einer Drachenausspannung gut mit ihm verbundenen
Verschiebeanschläge 58.1. So kann in jeder Lage die Verschiebebewegung des Zapfens
52 in seinem Langloch 53 begrenzt werden. Für den restlichen Bereich der Verschiebebewegung
ist der Zapfen jedoch frei, so daß auch hier noch Anpassungen der Höhe möglich sind.
In Fig. 10 sind die Scherenmechanismen 23 in der vordersten zusammengelegten Stellung
von Oberteil und Unterteil dargestellt. Dieser Stellung entspricht die strichpunktiert
dargestellte Position des Verstellanschlag-Stabwerkes, während die ausgezogene Position
desselben der höchsten Stellung aCs Oberteiles entspricht.
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Wie ersichtlich sind die Anordnungen des Scherenmechanismus auf beiden
Seiten gleich und die Abstützung auf beiden Seiten kann durch eine einzige Drehbewegung
vom vorderen Bediengriff aus problemlos vorgenommen werden. Alle Betätigungselemente
für diese Verstellung, für das Lösen der Aufsetzplatten und für die Einstellung
der Thermostate liegen damit griffgünstig und weit von heißen Teilen entfernt nahe
beieinander, so daß auch keine Verbrennungsgefahr bei ihrer Bedienung besteht.
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Wie ersichtlich ist das Plattenheizgerät übersichtlich aufgebaut,
besteht aus relativ wenigen, leicht herzustellenden und gut zu benutzenden und zu
reinigenden Teilen.
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Es kann vor allem in folgender Weise gebraucht werden: - Aufgeklappte
Stellung gemäß Fig. 5 jedoch ohne Aufsetzplatten 28 zum Kochen und Braten mit Töpfen
und Pfannen auf beiden Platten unabhängig geregelt oder auf einer Platte und ggf.
eine Platte zum Warmhalten oder beide Platten Warmhalten ggf. mit durchgehenden
großen Schüsseln - aufgeklappte Stellung gemäß Fig. 5 mit Aufsetzplatten 28 als
praktisch durchgehende Grillfläche mit gleicher Temperatureinstellung oder sogar
unterschiedlicher Temperatureinstellung beider Grillflächenteile verwendbar; - Oberteil
21 in eine etwa senkrechte, nicht dargestellte Verraststellung zum Befüllen und
Entleeren von aufgesetzten Grillplatten oder Schmortöpfen oder Wannen; Uberbackstellung
gemäß Fig. 4 mit Arretierung der Scherenbewegung - mit oder ohne aufgesetzte Grillplatten;
ggf. eingeschobene getrennte Pfannen, Aufbacken von Backwaren; - alle Zwischenstellungen
zwischen Fig. 4 und Fig. 3 einstellbar, Oberteil jedoch leicht schwenkbar und abhebbar;
- Kontaktgrillstellung - Verstellanschläge 58.1 ganz nach vorn geschraubt - gemäß
Fig. 3, jedoch Oberteil auf Grillgut frei aufliegend und auch Schwenkstellungen
einnehmend; - auf Unterteil aufgesetzte, nicht dargestellte Wanne mit Rand, Oberteil
abgeklappt oder Oberteil aufgelegt mit unterschiedlich regelbarer Unterhitze und
Oberhitze zum Kochen, Schmoren und auch Backen; - Aufbewahrungsstellung, auf den
Nasen 24.7 und 48.1 zusammengehalten abgestellt.