DE3003635A1 - Verfahren und vorrichtung zur entarsenierung arsenhaltiger materialien - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur entarsenierung arsenhaltiger materialienInfo
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Description
Anlage zum Patentgesuch der - 4 - H 80/3
Klöckner-Humboldt-Deutz Me/Wr
Aktiengesellschaft
vom 30. Januar 1980
Verfahren und Vorrichtung zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien, insbesondere
bei der Röstung und Reduktion von arsenhaltigen NE-Metallerzen, wobei das in den Materialien enthaltene Arsen
verflüchtigt wird.
Bei der Verarbeitung von arsenhaltigen Erzen ist es aus metallurgischen Gründen notwendig, das Arsen von den zu gewinnenden
Metallen oder anderen Zwischenprodukten abzutrennen.
Nach erfolgter Abtrennung des Arsens, zumeist über die Gasphase als Arsenoxid, ist eine weitere Isolierung erforderlich,
um entweder das Arsen als Metall zu gewinnen oder es aber aus Gründen der Reinhaltung der Umwelt in deponierfähige,
unschädliche bzw. ungiftige Endprodukte umzuwandeln.
Aufgrund erhöhter Forderungen zur Reinhaltung der Umwelt müssen an bestehenden und neu zu errichtenden metallurgischen
Anlagen Maßnahmen getroffen werden, die eine vollständige und möglichst selektive Trennung des Arsens und anderer Giftstoffe
gewährleisten. Diese Maßnahmen gewinnen ein besonderes Interesse im Hinblick auf die Erweiterung der Rohstoffbasis
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für die Gewinnung von Metallen. Es gibt eine Reihe von Erzen und anderen Vorstoffen, die aufgrund ihrer relativ hohen
As-Gehalte technische Schwierigkeiten bereiten.
Bei der Entarsenierung arsenhaltiger Materialien, insbesondere bei der Röstung und Reduktion von arsenhaltigen NE-Metallerzen
wird das Arsen nach der bisherigen Praxis vorwiegend in oxidischer Form als As^Og in die Gasphase verflüchtigt und
dann entweder als AsgO^ teilweise kondensiert oder in einer
wässrigen Phase aufgelöst. Daran schließt sich die Fällung des Arsens als Arsenat zumeist in Form von Calciumarsenat
oder Eisenarsenat an. Die Kondensation von arsenhaltigen
Dämpfen führt zur Bildung von flüssigen Deckschichten, die Verstopfungen im Abgasleitungssystem zur Folge haben.
Die Entfernung von Arsen-Oxid-Ablagerungen aus Filteranlagen
und Abgasrohren ist für das Bedienungspersonal gesundheitsgefährlich und verursacht zudem hohe Kosten. Die Calciumarsenate,
die durch Behandlung der arsenhaltigen Waschflüssigkeit mit Kalkmilch gebildet werden, weisen
Löslichkeiten in Wasser von 0,1 bis 0,3 % auf. Diese Werte
erfüllen bei weitem nicht mehr die erhöhten Forderungen zur Reinhaltung der Umwelt.
Aus der DE-AS 19 34 440 ist ein Verfahren zur Entfernung
von Arsen und Nichteisenmetallen aus Pyritabbränden bekannt,
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.':-■■■ ' 30Q3S35
KHD - 6 - H 80/3
wobei eine partielle Reduktion der Abbrände mittels eines kohlenstoffhaltigen Brennstoffes und Luft, eine anschließende
Chlorierung der so behandelten heißen Abbrände in einem Fließbettreaktor mit einer Gasmischung aus Chlor, Sauerstoff
und einem inerten Gas während 30 bis 120 Minuten bei einer Temperatur von 650 bis 950 0C erfolgt und wobei das zur
Chlorierung eingesetzte Gas eine Sauerstoffkonzentration von größer 3 Volumen-^ aufweist. Nach der Chlorierung verbleibt
sehr nachteilig ein lösliches Arsenat in den Abbrändeno
Die Gasphase weist verflüchtigtes Arsenigsäureanhydrid und Arsenchlorid auf, die zwar im Waschwasser abgefangen werden;
trotzdem bleibt eine hohe Wasserlöslichkeit bestehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Entarsenierung arsenhaltiger Materialien aufzuzeigen, wobei
das Arsen von den zu gewinnenden Metallen durch Verflüchtigung abgetrennt und in wasserunlösliche Produkte überführt
wird, die deponierfähig und ungiftig sind. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Arsen unter Aufrechterhaltung von
vorgegebenen Sauerstoff- und Schwefelpotentialen bei erhöhten Temperaturen in der Gasphase wenigstens eines Reaktors,
gegebenenfalls durch Zufuhr von Sauerstoff-
und Schwefelträgern, in Arsensulfide (As^S^) überführt und. in
einer v/eiteren Verfahrensstufe kondensiert wird. Eine Umsetzung von Arsen in Arsensulfide (As^S^) ist besonders
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zweckmäßig, da diese Produkte -wasserunlöslich, ungiftig und
damit deponierfähig sind. Vorteilhaft wird die Umsetzung in der Gasphase vorgenommen, wodurch hohe Umsatzgeschwindigkeiten
erzielt werden können und zwar bei gleichzeitig genauer Einstellbarkeit der Reaktionsbedingungen bezüglich der erforderlichen
Sauerstoff- und Schwefelpotentiale sowie auch einer homogenen Arbeitstemperatur. Die vorteilhafte Umsetzung
in der Gasphase betrifft auch Phasengrenzreaktionen bei der direkten Überführung des festen oder flüssigen Arsens aus
den arsenhaltigen Materialien in gasförmige Arsensulfide.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird in der Gasphase des Reaktors der thermodynamisch vorgegebene Stabilitätsbereich
des Arsensulfids (As^S^) durch Einstellung der
entsprechenden Sauerstoff- und Schwefelpotentiale bei einer Temperatur zwischen 900 und 1.200 ° Kelvin eingehalten. Es
hat sich gezeigt, daß die Abgase von metallurgischen und anderen Anlagen, wie z.B. Etagenofen, Wälzöfen, Schmelzzyklonen
und anderen Brennkammern in denen arsenhaltige Materialien, wie z.B. Erze, Konzentrate, Brennstoffe verarbeitet,
das heißt, geröstet, vergast oder verbrannt werden und bei denen gasförmige, arsenhaltige Stoffe entstehen,
im genannten Stabilitätsbereich des Arsensulfids als Arbeitsfeld für die Zufuhr von Schwefelwasserstoff-, Kohlenstoffund■Sauerstoffträgern
zur Einstellung vorgegebener Sauerstoff-
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und Schwefelpotentiale besonders wirtschaftlich zu Arsensulfiden umgesetzt werden können.
In Ausgestaltung der Erfindung werden als Schwefelträger vorzugsweise
elementarer Schwefel oder Metallsulfide verwendett
wobei der Schwefelträger mit Luft in vorbestimmter Menge in einem Schwefelbrenner reagiert und das Sauerstoffpotential
durch partielle Verbrennung eines vorzugsweise kohlenstoffhaltigen Brennstoffes mit Luft in einem Zusatzbrenner eingestellt
wird 0
Diese zweckmäßige Maßnahme ermöglicht auf einfachste Weise die Einstellung der für die Umsetzung in der Gasphase notwendigen
Sauerstoff- und Schwefelpotentiale unter Verwendung bekannter Brennvorrichtungen, die auch auf einfachste Weise
regelbar sind.
Durch eine weitere vorteilhafte Maßnahme nach der Erfindung werden die Arsensulfide selektiv durch indirekte und/oder
direkte Abkühlung in feste Form kondensiert und abgeschieden. Grundsätzlich können die gebildeten Arsensulfide durch
geeignete Variation der Gaszusammensetzung und des Temperaturprofils im Abgassystem kondensiert werden. Dabei kann, je
nach gewünschter Weiterverwendung des Endproduktes eine indirekte Kühlung zum Beispiel mittels eines wassergekühlten
Mantels ebenso vorteilhaft durchgeführt werden, wie eine
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direkte Kühlung zum Beispiel durch Einleiten der in der Gasphase befindlichen Arsensulfide in Wasser oder in eine wässrige
Lösung aber auch durch Kontakt mit einem anderen beliebigen Kühlmedium.
Bei Abgasen mit relativ hohem Sauerstoffpotential kann beispielsweise
das Arsen auch im Anschluß an die SO^-Entfernung mit Kalkmilch durch Zusatz von geeigneten Schwefelträgern
(HpS, Na-S usw.) aus der wässrigen Lösung als Arsensulfid gefällt und abgetrennt werden,,
Eine selektive Trennung der Arsensulfide kann vorteilhaft auf einfache Weise durch Verwendung mehrerer Reaktoren bewirkt
werden, wobei mit unterschiedlichen Gaszusammensetzungen und/oder Temperaturen im Hinblick auf eine selektive
Abtrennung der Arsensulfide von den sich gegebenenfalls ebenso bildenden Sulfiden und/oder Oxiden, wie z.B. Bleisulfid,
gearbeitet werden kann.
Vorteilhaft wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung als Kühlmedium Luft und/oder Wasser verwendet. Diese Kühlmittel
sind in den meisten Fällen verfügbar und zu besonders günstigen Kosten zu benutzen. Eine direkte Kühlung mittels Wasser ist
insbesondere nach der Erfindung deshalb möglich und zweckmäßig, da die gebildeten festen Arsensulfide ungiftig und wasserunlöslich
sind.
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jfi^innc cias
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In vorteilhafter Weiterbildung gemäß der Erfindung werden die Arsensulfide aus der Gasphase in einen als Waschturm
ausgebildeten Kühler eingeleitet, wobei die Arsensulfide im Waschwasser abgefangen, danach abgetrennt und deponiert
werden, und wobei das Waschwasser im Kreislauf geführt wird. Ein derartiger Waschturmkühler bewirkt die erforderliche
Abkühlung der Arsensulfide auf einfachste Weise und vollständig, wobei das Waschwasser lediglich umgepumpt zu werden
braucht. Die Wasserverluste können dadurch sehr gering ge~ halten werden. Bei gleichzeitig verhältnismäßig geringer
Korrosionswirkung sind Zusätze zum Waschwasser kaum erforderlich.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden zur Überführung des Arsens in Arsensulfide katalytisch wirksame,
insbesondere auch inerte Stoffe verwendet. Die Wirkung von Katalysatoren ist hinreichend bekannt. Ihre Verwendung
ermöglicht hohe Umsatzgeschwindigkeiten und gewährleistet die Vollständigkeit der Reaktion.
In Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens ein Reaktor verbunden mit einem Kühler durch einen Gasabzug, wobei der
Reaktor eine Gaszufuhrleitung, einen Schwefelbrenner, einen Zusatzbrenner sowie einen Austrag für anfallenden Plugstaub
aufweist.
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Durch diese Ausbildung der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, in bestehenden
Anlagen unter geringem Kostenaufwand eine Umrüstung und Umstellung des Gesamtverfahrens vorzunehmen, um auf diese
Weise die umweltfreundliche Erfindung einer breiten Anwendung zuzuführen.
Vorteilhaft ist es, in weiterer Ausgestaltung der Erfindung auch, wenn bei mehreren Reaktoren wenigstens ein Reaktor
als Rohr- oder Wirbelschichtreaktor ausgebildet ist. Dadurch werden die chemischen Umsetzungen begünstigt und sehr
leicht regelbar, zudem wird so die Zufuhr inerter Stoffe, aber auch gasförmiger und fluider Katalysatoren, und deren
homogener Verteilung zur Erreichung höchstmöglicher Wirksamkeit auf besonders einfache Weise ermöglicht.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Erläuterung eines in den
Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung sowie
den thermodynamischen Zustandsschaubildern. Es zeigen;
Fig. 1 eine Anlage zur entarsenierenden Röstung von
Zinnerzkonzentraten,
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Fig. 2 ein thermodynamisches Zustandsschaubild des Stabilitätsbereiches
von Arsensulfid (As^S,) im System
As-O-S bei einer Temperatur von 1.000 ° Kelvin.
Fig. 3 ein thermodynamisches Zustandsschaubild des Stabilitätsbereiches
von Arsensulfid (As^S^) im System
As-O-S bei einer Temperatur von 1.273 °K.
Die in Fig. 1 dargestellte Anlage als Beispiel zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung weist als wesentliche
Aggregate einen Etagenofen 1, einen Reaktor 2 und einen
Kühler 3 auf, die miteinander über Gasleitungen 4, 5 verbunden
sind.
Der Etagenofen 1 hat elf Etagenstufen, wobei im Bereich der oberen fünf Stufen ein Reduktionsbrenner 6 und im Bereich
der unteren Stufen ein Oxidationsbrenner 7 angeordnet ist. Der Reaktor 2 ist mit dem Kühler 3 durch den Gasabzug 5
verbunden, wobei der Reaktor 2 eine Gaszufuhrleitung 4, einen Schwefelbrenner 8, einen Zusatzbrenner 9 sowie eine
Austragsschleuse 10 für anfallenden Flugstaub 11 aufweist. Der Schwefelbrenner 8 hat eine Zuführung für pulverförmige
oder gasförmige Schwefelträger 12, (z.B. S, H2S, FeS, Pyrit
etc.) sowie eine Zuführmöglichkeit für Sauerstoffträger
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Der Zusatzbrenner 9 zeigt ähnliche Einführvorrichtungen für Brennstoff 14 und Sauerstoff träger 15. Der Kühler 3 \^eist
mehrere Sprüheinrichtungen 16 sowie einen Gasaustritt 17 und einen trichterförmigen Flüssigkeitsauslass 18 auf, der mit
einem kunststoffbeschichteten Rührbehälter 19 über eine Rohrleitung 20 verbunden ist.
Beim Betrieb der Anlage gemäß Fig. 1 gelangen die arsenhaltigen Materialien z.Bo Zinnerzkonzentrate 21 in Verbindung mit
Kohlenstoff 22 in den Etagenofen 1 und durchlaufen die einzelnen Etagenstufen, wobei die verschiedenen an sich bekannten
chemischen Reaktionen ablaufen. Der Austrag des oxidischen Endproduktes 23 folgt über den Materialaustrag 24. Die Gasatmosphäre
weist im unteren Bereich des Etagenofens 1 eine oxidierende Zusammensetzung auf und wird geregelt durch
die Zufuhr von Luft 25 und mit Hilfe des Oxidationsbrenners Die entstehenden Gase werden teilweise über den Abzug 26 aus
dem Ofen entfernt und über die Gasleitung 27 einem Elektrofilter 28 zur Gasreinigung zugeführt. Ein Teil des Gases gelangt
in die oberen Etagen des Etagenofens 1, wo mit Hilfe
des Reduktionsbrenners 6 eine reduzierende Atmosphäre eingestellt wird bei einer Temperatur von beispielsweise 1.000
bis 1.100 ° Kelvin im Stabilitätsbereich der Felder (As^S^)
bzw. (As^) gemäß Fig. 2. Das hauptsächlich As^ enthaltene
Abgas 29 verläßt über den Abzug 30 den Etagenofen 1 und gelangt über die Gaszufuhrleitung 4 zum Reaktor 2. Entsprechend
der im Abgas 29 befindlichen Arsenmenge werden dem Reaktor 2
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bestimmte Mengen an Schwefel-, Brennstoff- und Sauerstoffträgern
über den Schwefelbrenner 8 und den Zusatzbrenner 9 zugeführt, so daß ein Sauerstoff- und Cchwefelpotential
bei der gewählten Arbeitstemperatur gemäß dem Stabilitätsbereich, von Arsensulfid (kSrSr) eingehalten wird. Die im
Reaktor 2 vollständig in Arsensulfide überführten arsenhaltigen Stoffe, die teilweise den Reaktor Z als Flugstaub
11 über die Austragsschleuse 10 verlassen, gelangen hauptsächlich über den Gasabzug 5 in den Kühler 3. flier erfolgt
eine Abkühlung der Arsensulfide mittels umlaufender Waschflüssigkeit 32, die über die Sprüheinrichtungen 16 in den
Kühler 3 eingebracht wird und die gemeinsam mit den festen Arsensulfiden (As-S,) den Kühler 3 über den trichterförmigen
Flüssigkeitsauslaß 18 verläßt und in den Rührbehälter 19 gelangt. Die Waschflüssigkeit 32 wird über die Pumpe 33
im Kreislauf geführt. Über eine Entnahmevorrichtung 34 wird
die Waschflüssigkeit 32 von Zeit zu Zeit einer Filterpresse.-35
zugeführt, in der die Arsensulfide (As2S^) abgetrennt
und als Filterrückstand 36 abgelöst und deponiert werden. Das Filtrat 37 wird über eine Rohrleitung einem Rührbehälter
38 zugeführt, in den zur Neutralisierung des Filtrats 37 zusätzlich Kalkmilch 39 eingebracht werden kann, so daß
neutrales Wasser 40 dem Kreislauf entzogen wird.
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Co kann beispielsweise ein Zinnerzkonzentrat mit folgender
Zusammensetzung (in Gewichtsprozent) geröstet werden: Cn ■-■ 50,0, As = 4,0, S = 7,5, Sb - 0,1, Pb = 0,2, Fe = 8,5,
GiOp - 14,0 und AIpO7 = 2,0. Die Aufgabemenge beträgt 48
Tonnen pro Tag, wobei eine Kohlemenge von 1,5 Tonnen pro Tag zugesetzt wird.
Die RÖsbung dieses Erzes wird nun so durchgeführt, daß das
Arsen im Etagenofen 1 vollständig in As/-Dampf überführt wird. Das erfolgt in den oberen 5 Etagen des in Fig. 1 dargestellten
Etfigenofens 1 unter reduzierenden Bedingungen bei einer
Temperatur von etwa 1.000 0K und einem Sauerstoffpartialdruck
von ungefähr 10 bar. In den unteren Etagen des Etagenofens
1 wird die Röstung derart durchgeführt, daß die restijr-hen
Sulfidverbindungen, insbesondere SnS vollständig oxidiert werden. Das aus dem Reduktionsteil entnommene Abgas
29 wird dem Reaktor 2 zugeleitet,in dem bei einer Temperatur von 1.000 0K die Zusammensetzung der Gasphase mit
Hilfe des Schwefelbrenners 8 und des Znsatzbrenners 9 kontinuierlich
aufrechterhalten wird. Die Gasphase (ohne AsiS,)
im Reaktor 2 hat dabei die folgende Zusammensetzung in Volumen-Prozenten:
Mp = 74 bis 75, CO2 = 16,0, CO = 0,05, SO2 = 5,0,
HpO ·■- 4,0, H2 = 0,02. Diese Gaszusammensetzung entspricht
-2
einem Schwefelpartialdruck von 10 und einem Sauerstoffpartialdruck von 10" bar.
einem Schwefelpartialdruck von 10 und einem Sauerstoffpartialdruck von 10" bar.
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K H D - 16 - R SO/3
Über dieses geschilderte Beispiel hinaus sind verschiedenste Gaozusammensetzungen und Arbe its temperatur en denkbar-, die
den Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht verlassen. Den Figuren 2 und 3 können die Arbeitsfelder der einzust*illen.deο
Gaszusaiümensetzung i;n Reaktor, begrenzt durch ilen
Stabilitätsbercich des A7-sensulfids (A:^. S^1) f..owic die Gleichgewicht
siinie für 30„ bei PgQ - 1 bar beispielhaft entnommen
werden. Auf der Abzisse ist der dekadische Logarithmus
des Sauerstoffpartialdrucks aufgetragen, auf der Ordinate dor dekadische Logarithmus des Schv/efelpartialdrucks.
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Claims (9)
1. Verfahren zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien,
insbesondere bei der Röstung und Reduktion von arsenhaltigen NE-Metallerzen, wobei das in den Materialien enthaltene
das Arsen verflüchtigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß Arsen unter Aufrechterhaltung von vorgegebenen Sauerstoff- und
Schwefelpotentialen bei erhöhten Temperaturen in der Gasphase wenigstens eines Reaktors (2), gegebenfalls durch
Zufuhr von Sauerstoff- und Schwefelträgern,in
Arsensulfide (As^S.) überführt und in einer weiteren Verfahrensstufe
kondensiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gasphase des Reaktors (2) der thermodynamisch vorgegebene
Stabilitätsbereich des Arsensulfids (As^S,) durch Einstellung
der entsprechenden Sauerstoff- und Schwefelpotentiale bei einer Temperatur zwischen 900 und 1.200 0K eingehalten wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schwefelträger vorzugsweise elementarer Schwefel
oder Metallsulfide verwendet werden, wobei der Schwefelträger mit Luft in vorbestimmter Menge in einem Schwefelbrenner (8)
reagiert und das Sauerstoffpotential durch partielle Verbrennung eines vorzugsweise kohlenstoffhaltigen Brennstoffes
mit Luft in einem Zusatzbrenner (9) eingestellt wird.
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4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arsensulfide selektiv und durch indirekte
und/oder direkte Abkühlung in feste Form kondensiert und abgeschieden werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Kühlmedium Luft und/oder Wasser verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arsensulfide aus der Gasphase in einen als Waschturm ausgebildeten Kühler (3) eingeleitet werden,
wobei die Arsensulfide im Waschwasser (32) abgefangen, danach abgetrennt und deponiert werden und wobei das Waschwasser (32)
im Kreislauf geführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Überführung des Arsens in Arsensulfide katalytisch wirksame, insbesondere auch inerte Stoffe verwendet
werden.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen
1 bis 7, gekennzeichnet durch wenigstens einen Reaktor (2), verbunden mit einem Kühler (3) durch einen Gasabzug
(5), wobei der Reaktor (2) eine Gaszufuhrleitung (4), einen Schwefelbrenner (8), einen Zusatzbrenner (9) sowie
eine Austragsschleuse (10) für anfallenden Flugstaub (11)
aufweist. - 3 -
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* KHD
" ° " H 80/3
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet 9 daß
daß bei mehreren Reaktoren wenigstens ein Reaktor (2) als Rohr- oder Wirbelschichtreaktor ausgebildet ist.
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Priority Applications (3)
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| DE3003635A DE3003635C2 (de) | 1980-02-01 | 1980-02-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien |
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| DE3003635A1 true DE3003635A1 (de) | 1981-08-06 |
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Family
ID=6093476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3003635A Expired DE3003635C2 (de) | 1980-02-01 | 1980-02-01 | Verfahren und Vorrichtung zur Entarsenierung arsenhaltiger Materialien |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE3003635C2 (de) |
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