DE3003322C2 - Anordnung zur automatischen Regelung der Austast-Vorspannung einer Kathodenstrahlröhre - Google Patents
Anordnung zur automatischen Regelung der Austast-Vorspannung einer KathodenstrahlröhreInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur automatischen Regelung der Austast-Vorspannung einer über
Gitter und Kathode intensitätssteuerbaren Bildröhre, wie sie im Oberbegriff des Anspruchs 1 vorausgesetzt
ist. Insbesondere handelt es sich um eine Schaltung, welche für jedes der Elektronenstrahlsysteme der
Bildröhre den richtigen Austaststrompegel einstellt
Eine Farbbildröhre in einem Farbfernsehempfänger enthält mehrere Elektrodenstrahl-Erzeugungssysteme
(»Strahlsysteme«), deren jedes durch ein besonderes Farbsignal angesteuert wird. Bei diesen Farbsignalen
handelt es sich um Signale, die für jeweils eine der drei Farben Rot, Grün und Blau charakteristisch sind und aus
einem Farbfernsehsignalgemisch abgeleitet werden. Da
ein wiedergegebenes Farbbild durch einzelne oder durch eine Kombination dieser Farbsignale definiert
wird, müssen zur optimalen Wiedergabe eines Farbbildes die relativen Anteile dieser Farbsignale bei allen
Ansteuerpegeln der Bildröhre, die von Weiß über Grau bis Schwarz gehen, korrekt sein. Beim Ansteuerpegel
für Schwarz sollten die drei Strahlsysteme eine beträchtlich verminderte Leitfähigkeit haben bzw.
gesperrt sein.
Die optimale Wiedergabe des Farbbildes und die Grauskala-Dynamik der Bildröhre können beeinträchtigt
werden, wenn die Vorspannung der Strahlsysteme gegenüber einem vorbestimmten Wert variiert oder
abweicht, so daß die Einsatzpunkte, an denen die Strahlsysteme vom ausgeschalteten in den aktiven
Zustand übergehen, nicht richtig liegen. Solche unerwünschten Einsatzfehler der Bildröhre äußern sich bei
einem Schwarzweißbild als Farbtönung und führen bei einem Farbbild zur Verfälschung der Farbtreue. Die
Einsatzfehler können verschiedene Ursachen haben, unter anderem z. B. Änderungen in den Betriebskennlinien
der Bildröhre und der zugeordneten Schaltungen (z. B. infolge Alterung), Temperatureinflüsse und vorübergehende
Überschlage der Bildröhre.
Um sicherzustellen, daß die relative Bemessung der auf die Bildröhre gegebenen Farbsignal bei allen
Helligkeitswerten des Bildes korrekt ist. sind in Farbfernsehempfängern gewöhnlich Maßnahmen getroffen,
um die Bildröhre und die zugehörigen Schaltungen in einer Einstell- oder Service-Betriebsart
des Empfängers mittels bekannter Methoden justieren zu können. Zu diesem Zweck ist mit den signalverarbeitenden
Schaltungen des Empfängers und mit der Bildröhre ein sogenannter Service-Schalter kombiniert,
der zwischen Stellungen »normal« und »Service« umschaltbar ist. Bei der Schalterstellung »Service« sind
die Videosignale von der Bildröhre abgekoppelt und die Vertikalablenkung auf Null gebracht. In diesem Zustand
wird die Vorspannung jedes Strahlsystcms so justiert. daß sich ein gewünschter Austaststrom (z. B. wenige
Mikroampere) in jedem Strahlsystem ergibt. Diese Justierung stellt sicher, daß die Bildröhre richtig
ausgetastet ist, wenn das angelegte Videosignal fehlt oder wenn es einen als Bezugswert festgelegten
Schwarzpegel hat. Ferner stellt die genannte |ustierung sicher, daß die Farbsignale bei allen Helligkeitswerten
im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Anschließend werden die den ein/einen Strahhyslcmen
zugeordneten Treiberschaltungen auf jeweils eine gewünschte Verstärkung eingestellt (z. B. um unterschiedliche
Wirkungsgrade der Biklrnhren-Lcuchistoffe auszugleichen), damit die Anstcuerungen für Rot. Griin
und Blau im richtigen Verhältnis zueinander stehen, wenn der Empfänger normal arbeitel.
Die Austastjustierung der Bildröhre ist zeitraubend
und unbequem und muß typischerweise mehrmals während der Lebensdauer der Bildröhre durchgeführt
werden. Außerdem beeinflussen sich die Austastjustierung der Bildröhre und die Verstärkungsjustierung oft
gegenseitig, so daß mehrere aufeinanderfolgende Justiervorgänge erforderlich sind. Es ist daher vorteilhaft,
die Notwendigkeit einer solchen Justierung zu beseitigen, z. B. indem msn die entsprechenden Einstellungen
automatisch von innerhalb des Empfängers vorgesehenen Schaltungen durchführen üßt.
Die DE-AS 20 11 252 beschreibt eine Anordnung zur
automatischen Regelung der Austast-Vorspannung einer über Gitter und Kathode intensitätssteuerbaren
Bildröhre, deren Elektronenstrahlsystem über eine Koppelschaltung ein periodische Bild- und Austastintervalle
enthaltendes Videosignal zugeführt wird, mit einer Bezugsspannungsschaltung zum Anlegen einer Bezugsspannung an die Kathode der Bildröhre während eines
mit einem Teil des Austastintervalls zusammenfallenden Meßintervalls und mit einer Hilfsimpulsschaltung, die
innerhalb des Meßintervalls einen Hilfsimpuls für die Erzeugung eines Korrektursignals an das Gitter der
Bildröhre anlegt, und mit einer Meßschaltung zur Bestimmung der Differenz aus den während des
Hilfsimpulsintervalls bzw. des übrigen Teils des Meßintervalls fließenden Strömen, die einen zu
korrigierenden Fehler enthalten, und mit einer Regelsignalschaltung zur Erzeugung eines Regelsignals auf
Grund des Korrektursignals zur Nachregelung der Bildröhrenvorspannung auf den konstant zu haltenden
Austastwert. Bei dieser bekannten Schaltung wird das Videosignal dem Gitter der Bildröhre zugeführt, und
während des Meßintervalls wird die Bildröhre über den ebenfalls an dieses Gitter gelegten Hilfsimpuls in den
Ultraschwarzbereich, also in den Sperrzustand gesteuert. In diesem Sperrzustand erfolgt dann eine
Strommessung, und wegen des außerordentlich kleinen Ultraschwarzstromes wird ein Stromverstärker benötigt,
damit man überhaupt zu einem Meßergebnis kommt. Dieser Ultraschwarzstrom wird mit dem beim
normalen Schwarzpegel durch die Bildröhre fließenden Schwarzstrom verglichen, indem die die verstärkten
Kathodenstromimpulse in Regelgrößen umgewandelt und voneinander subtrahiert werden. Auf diese Weise
werden einerseits nur Störströme und andererseits Strahlstrom plus Störströme ermittelt, und durch die
Differenzbildung wird ein Regelsignal für die Schwarz pegelnachregelung erzeugt, in welches die Störströme
nicht eingehen.
Der Erfindung lieg! die Aufgabe zugrunde, eine Regelschaltung anzugeben, welche nicht auf der relativ
ungenauen Messung der außerordentlich kleinen Ultraschwarzströme basiert und welche in beiden
Richtungen fließende Leckströme beträchtlicher Größe zu kompensieren gestattet.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Anstatt mit der unsicheren Messung sehr kleiner Ströme arbeitet die Erfindung mit einer Spannungsmessung,
nämlich einer Messung der Kathodenspannung der für den Hilfsimpuls als Kathodenfolger arbeitenden
Bildröhre. Die Messung der Ausgangsspannung eines Kathodenfolgers ist jedoch völlig unproblematisch. Im
Gegensatz zu der erwähnten Auslegeschrift, nach welcher der relative Fehler im Differenzsignal, aus dem 6j
letztlich das Regdsignal erzeugt wird, wegen der Differenzbildung aus zwei mit ziemlicher Unsicherheit
behafteten Meßgrößen erhebliche Werte annehmen kann, ergeben sich bei der Erfindung bei der
Bestimmung der Spannungsdifferenz für den Fall des Auftretens des normalen Schwarzimpulses und des
Auftretens des Hilfsimpulses praktisch nur vernachlässigbar kleine Fehler. Ferner beeinflussen Leckströme
zwischen Kathode und Heizung das Meßergebnis nicht Bei der bekannten Schaltung können zwar Leckströme,
die vom Heizer zur Kathode der Bildröhre fließen, auch mit kompensiert werden, sofern sie genügend klein sind,
um den erwähnten Stromverstärker nicht zu überlasten; jedoch können in umgekehrter Richtung von der
Kathode zum Heizer fließende Ströme nicht kompensiert werden, weil der Gleichstromverstärker nur auf in
den Emitter seines Eingangstransistors hineinfließende Ströme reagieren kann. Dagegen kann die erfindungsgemäße
Schaltung nicht nur in beiden Richtungen fließende Leckströme kompensieren, weil der verwendete
Spannungssensor in beiden Polaritätsrichtungen arbeitet, sondern sie kann auch beträchtlich große
Lecksträ.ie kompensieren, weil in der Praxis mögliche
Leckströme die Spannung am Einging des Sensors nur
um weniger als ein Volt verschieben, so daß der Spannungssensor nicht überlastet werden kann. Ein
weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß kein Hochspannungstransistor zum Abfühlen des Kathodenaustar
^stromes der Bildröhre benötigt wird, so daß die erfindungsgemäße Schaltung mit relativ preiswerten
Transistoren aufgebaut werden kann.
Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen an Hand von Zeichnungen näher erläutert.
F i g. 1 zeigt das Blockschaltbild eines eine erfindungsgemäße Anordnung enthaltenden Teils eines Farbfernsehempfängers;
F i g. 2 zeigt den Schaltungsaufbau eines Teils der in F i g. 1 dargestellten Anordnung;
F i g. 3 bis 8 zeigen Signalverläufe, um den Betrieb der Anordnung nach Fig.] verständlicher erläutern zu
können;
F i g. 9 und 10 zeigen den Schaltungsaufbau für andere
Teile der Anordnung nach Fig. 1;
Fig. 11 bis 16 zeigen Signalverläufe, um den Betrieb
der Schaltung nach Fig. 10 verständlich zu machen;
Fig. 17 und 18zeigen alternative Ausführungsformen
von Teilen der Schaltung nach F i g. 9.
Gemäß F i g. 1 liefert eine fernsehsignalverarbeitende Schaltungsanordnung 10 (die z. B. einen Videodetektor
sowie Verstärker- und Filterstufen enthält) getrennt die Leuchtdichtekomponente (Y) und die Farbartkomponente
(C) eines Farbfernsehsignalgemischs an eine Demodulatormatrix 12. Die Matrix 12 liefert mit
niedrigem Pegel Ausgangssignale r, gund b, die für die
Primärfarben des Farbbildes charakteristisch sind. Diese »Farbsignale« erfahren eine Verstärkung und
mdvTv/eitige Behandlung durch Schaltungen innerhalb
zugeordneter Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerke 14a, 14i? und 14c, die verstärkte, mit hohem Pegel
auftretende Farbsignale R, Gund Z?zur Intensitätssteuerung
an zugeordnete Kathoden 16a, 16/> und 16c einer Farbbildröhre 15 liefern. Beim hter beschriebenen
Beispiel ist die Bildröhre 15 eine selbstkonvergierende Inline-Röhre mit einem gemeinsamen Gitter 18 für die
die Kathoden 16a, 166 und 16c aufweisenden Strahlsysteme.
Die Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerke 14a, 14i>
uiiJ \4c s;nd bei der hier beschriebenen
Ausführungsform einander gleich. Die nachfolgende Beschreibung des Aufb?.ur. und der Arbeitsweise des
Verarbeitungsnetzwerks 14a gilt daher auch für die
Netzwerke 146 und 14c.
Im Netzwerk 14s ist eine gel istetc Torschaltung 20
(z. B. ein elektronischer Schalter) enthalten, die abhängig von einem Tastsignal VK einen Videosignaleingang
einer Bildröhren-Treiberschaltung 21 mit dem r-Ausgang
der Matrix 12 koppelt bzw. von diesem Ausgang abkoppelt. Der Treiber 21 enthält eine Signalverstärkungsschaltung
zur Erzeugung des Hochpegel-Ausgangssignals R, das der Bildröhrenkathode 16a angelegt
wird. Mit der Kathode 16a ist ferner ein Eingang einer to spannungsführenden Schaltung 22 gekoppelt, die durch
Signale Vn und Vs getastet wird. Ausgangssignale der
Fühlschaltung 22 gelangen zu einer Vorspannungssteuerstufe 24. die an ihrem Ausgang als Antwort auf die von
der Fühlschaltung empfangenen Eingangssignale ein Steuersignal liefert. Das Steuersignal von der Stufe 24
wird auf einen anderen Eingang des Treibers 21 gegeben, um die Vorspannung der im Treiber 21
enthaltenen Verstärkprsrhaltungen zu ändern und
damit den Austast- oder Schwarzpegel des über die Kathode 16a geleiteten Stroms zu regeln, wie es im
einzelnen noch erläutert werden wird.
Die Anordnung nach F i g. I enthält ferner eine Steuerlogik 28. Die Steuerlogik 28 spricht auf die
anderswo im Empfänger abgeleiteten Horizontal- und 2ί
Vertikalaustastsignale (H und V) an, um das Tastsignal Kv für die Torschaltung 20 und die Tastsignale VB und
Vs für die Fühlschaltung 22 zu erzeugen. Die Steuerlogik
28 erzeugt ferner einen Ausgangsspannungsimpuls V1,
währen^ bestimmter Intervalle, in denen der Kaihodenaustaststrom
der Bildröhre 15 gemessen werden soll. Der Ausgang der Steuerlogik 28, von dem das Signal K,;
abgegeben wird, liefert außerdem zu anderen Zeiten, die
außerhalb des Gitterimpulsintervalls liegen, eine passende Vorspannung für das Gitter 18 (praktisch Null
Volt beim vorliegenden Beispiel).
Eine Schaltungsanordnung für die Steuerlogik 28 ist in Fig. 2 dargestellt. Diese Schaltung enthält mehrere
logische Inverter 30 bis 36 und Flipflop-Stufcn 40 bis 42. die in der gezeigten Weise angeordnet sind. Die
Flipflops 40 und 41 sind als Zähler geschaltet, und das Flipflop 42 ist als monostabiler Multivibrator angeordnet,
ledes Flipflop hat Eingänge C und D, zueinander
komplementäre Ausgänge Q und Q. einen Setz-Steuereingang Sund einen kucksetz-Steuereingang R.
Die Horizontalaustastsijrnale (H) werden dem Inverter
30 und die Vertikalaustas'signale (VJdem Inverter 32
angelegt. Die ausgangsseitigtn Tastsignale Ks. Vb. Vc
und VK erscheinen als Ausgangssignale der Inverter 33,
34, 35 und 36 (in dieser Reihenfolge). Die Fig. 3 bis 8
zeigen den Verlai/f dieser Tastsignale gemeinsam mit
den Horizontal- und Vertikalaustastsignalen H und V und veranschaulichen die gegenseitige zeitliche Beziehung
zwischen diesen Signalen.
Wie eine gemeinsame Betrachtung der F i g. 1 mit den F i g. 3 bis 8 erkennen läßt, erfolgt die Überwachung des
Kathodenaustaststroms der Bildröhre während jedes Vertikalaustastintervalls nach dem Ende des Vertikalrücklaufs
zu einem Zeitpunkt fo, jedoch vor dem Beginn der Bildabtastzeit Diese Zeitspanne umfaßt einige
Horizontalablenkintervalle, während derer eine Bildinformation fehlt. Eine Überwachung des Kathodenstroms
zu dieser Zeit hat keine sichtbaren Einflüsse auf ein wiedergegebenes Bild, da die Bildröhre zu dieser
Zeit »überabgetastet« ist (d. h. der Elektronenstrahl der Bildröhre ist so weit abgelenkt, daß er oberhalb des
Biidwiedergabefeldes auf die Frontseite der Bildröhre trifft!.
Die Torschaltung 20 wird als Antwort auf 'las Signal
Vk gesperrt, um das Signal r von der Matrix 12 am
Durchgang /um Treiber 21 zu hindern. Dies geschieht während eines Meßintervalls zwischen Zeitpunkten '<
und fr, (vergleiche F i g. 8) im Verlauf der beiden ersten
Horizontalzeilen nach dem Ende des Vertikalrücklaufs. In dieser Zeit ist der Ausgangsruhewert des Treibers 21
und damit die Kathodenvorspannung auf einen festen Bezugspegel eingestellt, der durch ein Vorspannungsnetzwerk
innerhalb des Treibers 21 bestimmt wird. Ebenfalls in dieser Zeit wird ein positiver Impuls K,,
relativ niedriger Spannung an das Steuermittel· 18 der
Bildröhre gelegt. W ■■ man in F i g. 7 erkennt, erscheint
der Gitterimpuls Vc. während der Zeitspanne f;-fi
innerhalb des Meßintervalls t\-!* Der pusitivi·
Gitterimpuls sitzt auf einem niedrigeren Sockelsveit,der
beim vorliegenden Beispiel dem normalen Gittervorspannungswert von Null Volt entspricht.
Um festzustellen, ob die Elektronenkanone der Bildröhre richtig ausgetastet ist (d. h. keinen Strom oder
einen vorbestimmten sehr kleinen Austaststrom leitet) oder ob sie einen zu hohen Austaststrom leitet, wird eine
Differenzspannung herangezogen, die proportional der Differenz in den über die D;tucr des Mcßintcrvalls /1 - tr
gemessenen Kathodenströmen ist. Im Meßbetrieb wirkt die Bildröhre als Kathodenfolger für den Gitterimpuls
Vc,. so daß während der Zeitspanne h-h eine
gleichphasige Version des Gitteriinpulses Γ, an der
Kathode erscheint. Die Amplitude des so erzeugten Kathodenimpulses ist proportional dem Wert des
geleiteten Kathodenstroms, jedoch ist sie wegen der relativ niedrigen Vorwärts-Transkonduktanz, die sich
aus der Charakteristik der Röhre bei Gitteranstcuerung des Strahlsystems ergibt, etwas gedämpft gegenüber
dem Gitterimpuls Vc,- Die Amplitude des Kathodenimpulses
ist sehr klein, wenn der Kathodenaustaststrom den gewünschen Austastpegel hat.
Unter Bedingungen eines zu hohen Kathodenaustaststroms wird die Differenzspannung nach geeigneter
Verarbeitung in der Fühlschaltung 22 an die Vorspannungssteuerstufe 24 gelegt. Ein Steuersignal vom
Ausgang dieser Stufe 24 gelangt zum Vorspannungs-Steuereingang des Treibers 21, um dessen Gleichstromarbeitspunkt
in einer solchen Richtung zu ändern, daß am Ausgang des Treibers 21 ein Vorspannungspegel
entwickelt wird, der zur Erzeugung des gewünschten Werts des Kathodenaustaststroms genügt. Es ergibt sich
somit ein geschlossener Regelkreis für den Kathodenaustaststrom. Die Torschaltung 20 kehrt am Ende des
Meßintervalls (nach dem Zeitpunkt u, in Fig. 8) in den
durchgeschalteten Zustand zurück, um Farbsignal^ vom
Ausgang der Matrix 12 zum Treiber 21 durchzulassen.
Die Fig.9 und 10 zeigen scbaltungstechnische Einzelheiten des Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerks
14a (F ig. 1). Gleiche Schaltungen befinden sich in den Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerken 142) und
14c
Die F i g. 9 zeigt eine Anordnung der Torschaltung 20, die aus einem elektronischen Transistorschalter bestehen
kann, gemeinsam mit der Treiberverstärkerschaltung 21. Das Signal r von der Matrix 12 wird über eine
Eingangsklemme Ti auf die Torschaltung 20 gegeber,, die an einem Steuereingang Tastsignale V* über eine
Klemme T3 empfängt (die Torschaltung 20 ist hier in
ihrem undurchlässigen Zustand für den Meßbetrieb gezeigt).
Der Treiber 21 enthält einen Verstärker mit einem Verstärkertransistor 54 und einer aktiven Lastschaltung,
die einen Transistor 55 enthält. Eine mit der basis des
Transistors 55 gekoppelt Eingangsschaltung enthält ein Frequenzkompensationsnetzwerk 50 mit einem
veränderbaren Widerstand 51 zur Verstärkungseinstellung. Die Ausgangssignale erscheinen an einem
Emitteranschluß des Transistors 54 und werden über eine ein Impedan/netzwerk 60 enthaltende Ausgangsschaltung
und eine Ausgangsklemme T2 auf die Kathode 16a üer Bildröhre gekoppelt. Zwischen der Kathode
loader Bildröhre und einem Punkt mit Bezugspotential (Masse) liegt ein spannungsfühlender spannungsfühlen-(lcr
Spannungsteiler, der aus Widerständen 65 und 66 besteht. Eine mit dem Emitter des Transistors 55
gekoppelte Zenerdiode 58 stellt eine Bezugsvorspannung für Jie Transistoren 54 und 55 ein. Beim hier
beschriebenen Beispiel wird dir von der Zenerdiode 58 erzeugte Bezugsvorspannung außerdem über eine
Klemme Tt entsprechenden Verstärkerschaltungen in den Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerken 146 und
14c- angelegt.
Während des Meßintervalls, in dem die Torschaltung 20 wie erwähnt undurchlässig ist, sind der Ausgangsruhepegel
des Treibers 21 und somit die an der Ausgangsklemnic T2 erscheinende Spannung auf einen
festen Be/ugspegel eingestellt, der durch die Zenerdiode 58 gemeinsam mit einem durch Widerstände 52, 53
und 57 gebildeten Vorspannungsnetzwerk bestimmt wird. Eine am Verbindungspunkt der Spannungsteilerwiderstände
Ί5 und 66 abgegriffene Ausgangsspannung wird über eine Klemme Ti auf die Fühlschaltung 22
gekoppelt. Die Dämpfung der vom Spannungsteiler 65, 66 kommenden Spannung wild durch die Verstärkung
von Schaltungen innerhalb der Fühlschaltung 22 kompensiert. Über eine Klemme T, wird an den
Widerstand 57 eine Vorspannungs-Steuerschaltung gelegt, die am Ausgang der Vorspannungssteuerstufe
entwickelt wird. Diese Steuerspannung bewirkt, daß über den Widerstand 57 ein Korrekturstrom zur Basis
des Transistors 55 fließt, der den Ruhepegel am Ausgang des Verstärkers 21 und an der Klemme T2 in
einem solchen Sinne beeinflußt, daß unrichtige Werte des Kathodenaustaststroms in Richtung auf den
gewünschten Austaststrompegel geändert werden.
Das an der Klemme T2 erscheinende Kathodensignal
ist mit Si bezeichnet und im einschlägigen Teil der Fig. 13 dargestellt. Bei dem in Fig. 13 gezeigten
Signalverlauf ist mit /IV ein positiver Kathodenimpuls
bezeichnet, der durch den Gitterimpuls Vc während der
Zeitspanne t2— fj des Meßintervalls beim Vorhandensein
zu hohen Kathodenaustaststroms erzeugt wird (AV liege beispielsweise in der Größenordnung von 100
Millivolt). Die Fig. 11 und 12 zeigen die zeitliche Beziehung zwischen einerseits dem Kathodenaustastsignal
H und dem Tastimpuls Vk und andererseits dem in
Fig. 13 dargestellten Kathodensignal Su
Beim hier beschriebenen System wird die Korrektur des Kathodenaustaststroms nicht durch Kathodenleckströme
(z. B. Leckströme zwischen Kathode und Heizung) beeinflußt, denn das System mißt nicht direkt
den Wert der sehr niedrigen Kathodenströme in der Umgebung des Einsatzpunktes der Bildröhre, die eine
Leckkomponente unbekannten Betrags haben.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß bei der Ausführungsform nach Fig.9 während des gesamten
Meßintervalls ein Strom von ungefähr 1,7 Milliampere, einschließlich des Kathcdenaustaststroms, ir. den
Spannungsteiierwiderständen 65, 66 fließt Dieser Strom ist bestimmt durch die Spannung, die zu diesem
Zeitpunkt über die Widerstände 65, 66 an der Bildröhrenkathode abfällt (ungefähr + 180 Volt), geteilt
durch den Wert der Widerstände. Daher stellt der Kathodenaustaststrom von einigen wenigen Mikroampere
nur einen unbeträchtlichen Teil des im Spannungsteiler 65, 66 fließenden Stroms dar. Während der Zeit
t2-tj des Meßintervalls, wo der Gitterimpuls VG
erscheint, gibt es eine entsprechende Zunahme im Kathodenstrom und damit verbunden eine Zunahme
ίο des im Spannungsteiler 65,66 fließenden Stroms. Daher
ist eine am Widerstand 66 entwickelte Spannung proportional zu der sich im Kathodenstrom über das
Meßintervall ergebenden Differenz. Anstatt den Absolutwert des sehr kleinen Kathodenaustaststroms zu
is einem gegebenen Zeitpunkt zu messen, spricht die hier
beschriebene Anordnung auf die am Widerstand 66 bewirkte Spannungsdifferenz an. Das Maß der sich
infolge des Gitterimpulses ergebenden Spannungszunahme und der Wert der Differenzspannung werden
durch Kaihodenieckströme riichi beeinfiuBi. da die
Signalübertragung vom Steuergitter zur Kathode durch Strahlstromleitung über Kathodenfolgerbetrieb der
Bildröhre geschieht, unbeeinflußt durch Leckströme zwischen Kathode und Heizung. Ein spezielleres
Beispiel wird weiter unten noch gegeben werden.
Bei der Abwesenheit des Gitterimpulses VV; während des MeßintervalK leitet die Bildröhre einen sehr
niedrigen Kathodenstrahlstrom (/«.). Beim Erscheinen
des Gitterimpulses wird ein höherer Kathodenstrahlstrom geleitet (itn)- Der Gesamtstrom, der vom
Spannungsteiler 65, 66 in Abwesenheit und beim Vorhandensein des Gitterimpulses geleitet wird, sei mit
/Vi bzw. /rn bezeichnet. Diese Ströme enthalten eine
Leckstromkomponente (i\, ungefähr 5 Mikroampere), die oben erwähnten Strahlstromkomponenten /f,L und
/(,η und eine Ruhestromkomponente (i'o, ungefähr 1,6
Milliampere), die vom Treiberverstärker geliefert wird. Es gilt also:
/Vl. = /M. + ή + Zo
/Vh = 'tu + zi + Z0
Die Amplitude der am Spannungsteilerwiderstand 66
über das Meßintervall erscheinenden Spannung (V^) ist
proportional dem Wert des Widerstands (Rot) und den
vorstehend erwähnten Strömen, gemäß folgender Gleichung:
= /WV- 'Vl) =
Man sieht also, daß die am Widerstand 66 über das Meßintervall erzeugte Differenzspannung, die an die
Fühlschaltung 22 gelegt wird, vorteilhafterweise unbeeinflußt vom Strom i und vom Leckstrom h ist und nur
von der Kathodenstromdifferenz (im — ita) abhängt.
Diese Stromdifferenz und somit der Wert der entsprechenden Differenzspannung ('Vk) am Widerstand
66 wird kleiner, wenn sich der Kathodenstrom dem gewünschten Austastwert in der Umgebung des
Einsatzpunktes der Bildröhre nähert
Beim hier beschriebenen Beispiel empfiehlt sich für den Gitterimpuls Vc eine Amplitude im Bereich von +5
bis +15 Volt vorzugsweise mit einer Amplitudentoleranz von ± 10 Prozent Während das Signal Vc an das
Steuergitter zu legen ist z. B. an das bei selbstkonvergierenden !nüne-Bildröhren verwendete einzige gemeinsame
Steuergitter, kann das ansteuernde Videosignal entweder wie dargestellt an die Kathode der
Bildröhre oder an das Steuergitter gelegt wurden.
Es sei erwähnt, daß die Kathode der Bildröhre auch über eine Wechselstromkopplung statt über die
gezeigte Gleichstromkopplung mit der Fühlschaltung gekoppelt sein kanu, indem man einen zusätzlichen
Kondensator (nicht dargestellt) zwischen den Widerstand 65 und den gemeinsamen Anschluß des Impedanznetzwerks
60 ..nd der Bildröhrenkathode (Fig. 9) einfügt. In diesem Fall ist der im Spannungsteiler 65, 66
fließende Gleichstrom /o (der oben definiert wurde) gleich Null. Die obigen Erläuterungen und mathematischen
Ausdrücke bleiben in diesem Fall gültig, wobei die vom Widerstand 66 geleiteten Ströme /71.. /'m, /m.. /mi und
/i nunmehr Wechselstromwerte statt Gleichstromwerte darstellen.
Genauer gesagt besteht im Falle einer Wechselstromkopplung der Gesamtstrom, der von der Impedanz 60
bei Abwesenheit und Vorhandensein des Gitterimpulses geleitet wird, aus dem S'rnm i-n bzw. dem Strom /Vn.
Diese Ströme enthalten eine Leckkomponente ή und den jeweiligen Kathodenstrahlstrom iu. bzw. /mi, der
von der Bildröhrenkathode zum Ausgang des Videoverstärkers 21 fließt. Es gelten also hier folgende
Gleichungen:
/n. = /w.+ i\
'ni = /mi + <i
'ni = /mi + <i
Der Betrag der über das Meßintervall an der Impedanz 60 erscheinenden Spannung ^V60) ist proportional
zum Wert der Impedanz 60 (Zw) und den
vorstehend angegebenen S'.. Omen, gemäß folgender
Gleichung:
VNi = ZtafibH - /ti.).
Diese Spannung ist vom Leckstrom i\ unbeeinflußt.
Die Spannung V60 ist wegen der niedrigen Wechselstromsignal-Ausgangsimpedanz
des Videoverstärkers 21 als eine auf Masse bezogene Spannung anzusehen und wird von dem der Kathode zugewandten Ende der
Impedanz 60 über den zusätzlich eingefügten Kondensator abgeleitet. Die Spannung Vn, wird über den
Spannungsteiler 65, 66 auf die Fühlschaltung 22 gekoppelt.
Die Fig. 10 zeigt schaltungstechnische Einzelheiten
der Fühlschaltung 22 und der Vorspannungssteuerstufc 24. Die Fühlschaltung 22 ist eine mit Niederspannungstransistoren 70 bis 79 gebildete Anordnung, und die
Vorspannungssteuerstufe 24 ist eine mit Niederspannungstransistoren 80 bis 82 gebildete Schaltung.
Das am Widerstand 66 (Fig.9) entwickelte Kathodensignal
Si wird über die Klemme T3 auf den
Basiseingang des Transistors 70 in der Schaltung 22 gekoppelt. Ein im Emitterkreis des Transistors 70
befindlicher Stromquellentransistor 71 ist Bestandteil einer (weiter unten beschriebenen) Rückkopplungs-Klemmschaltung,
um den Gleichstrompegel an einem Emitterwiderstand 90 zu verschieben. Ein Tastsignal Ve
(F i£. 6) wird über eine Klemme Ti auf die Basis des
Transistors 71 gekoppelt und dient zur Steuerung des Leitfähigkeitszustandes des Transistors 71.
Eine im Emitterkreis des Transistors 70 erscheinende Version des Eingangssignals Si wird zu allen Zeiten mit
Ausnahme während der Zeitspannen ij — Γ3 und U— ts
ausgetastet bzw. gesperrt. Ein resultierendes Signal S2. das in Fig. 14 dargestellt ist, wird einem mit
Transistoren 76 und 77 gebildeten Verstärker angelegt. Eine verstärkte u d inveiüerte Version dieses Signals
erscheint an einem Widerstand 91. Dieses verstärkte und invertierte Signal ist m't Sj bezeichnet und in
Fig. 15 dargestellt.
Das Signal S2 enthält einen ersten Impuls P. zwischen
den Zeitpunkten ?2 und ?j und einen zweiten Impuls P:
zwischen den Zeitpunkten u und r-,. Die Amplitudcndifferenz
AV' zwischen den Impulsen Pi und P^ ist dem
Kathodenimpuls AV (Fig. 13) zuzuschreiben, der als
Antwort auf den Gitterimpuls Vc, erzeugt wird. In
diesem Fall bedeutet das Vorhandensein eines Impulses AV und einer Amplitudendifferenz AV, daß der
Kathodenaustaststrom zu hoch ist. Die Amplitude JV des Kathodenimpulses (F i g. 13) und somit die Amplitudendifferenz
zwischen den Impulsen Pl und P2-(Fi g. 15) wird kleiner, wenn sich der Kathodenaustaststrom
dem richtigen Austastpegcl nähert.
Die negativ gerichteten Spitzenausschäge des Signals
S) erfahren eine weitere Verarbeitung in einer
Rückkopplungs-Klemmschaltung, die einen mit zwei
Transistoren 74 und 75 gebildeten Vergleichcr und eine
spitzenwerterfassende und -hallende Schaltung aufweist,
die durch Transistoren 72 und 73, einen Kondensator 92, Widerstände 93, 94 und einen
Widerstand 70 gebildet ist. Diese Schaltung dient du/u, den negativ gerichteten AmDlitudenausschlag des
Impulses PI im Signal St auf einen Pegel zu klemmen,
der einem Bezugsspannungswert von + 5,b Volt entspricht, welcher mittels einer Zenerdiode 95 an der
Basis des Vergleichertransistors 74 eingestellt ist. Ein resultierendes Signal vom Kollektorausgang des Transistors
75 wird zur Basis des gesteuerten Stromquellentransistors 71 übertragen, um den Gleichstrompegel des
J5 am Widerstand 90 entwickelten Eingangssignal zu
verschieben. Das Maß der Pegelverschiebung ist proportional der Ladung am Kondensator 92 und dient
zur Stabilisierung des Pegels des Signals Sj. Genauer gesagt hält die Rückkopplungs-Klemmschaltung durch
Pegelverschiebung das Signal Ss beim Vorhandensein von Bedingungen, die ansonsten den Gleichstrompegel
dieses Signals ändern würden (z. B. it..olge von Schwankungen der Versorgungsspannungen oder der
Elektrodenspannungen an der Bildröhre), auf dem korrekten Arbeitspegel innerhalb der Fühlschaltung 22.
Das Signal Sj wird einem durch Transistoren 78 und
79 gebildeten Vergleicher zugeführt, der ein Signal S1
(Fig. 16) am Kollektorausgang des Transistors 79 erzeugt. Die Schaltschwelle des Vergleichers 78,79 liegt
beim hier beschriebenen Beispiel bei +6.2 Volt, bestimmt durch eine Vorspannung, die der Basis des
Vergleichertransisiors 79 über einen Widerstand % von einem Vorspannungsnetzwerk 100 angelegt wird. Die
+ 6.2-Volt-Schaltschwelle des Vergleichers 78, 79 ist
etwas höher als der 5.6 Volt betragende Klemmpegel des Signals S3.
Das Vorspannungsnetzwerk 100 ist im vorliegenden Fall allen Kathodensignal-Verarbeitungsnetzwerken
(d. h. den Netzwerken 146,14£>und 14c,Jgemeinsam. Das
Netzwerk 100 enthält einen Widerstand 102, eine Diode 105 und eine Zenerdiode 95, die in Reihe zueinander
zwischen ein positives Gleichspannungspotential (+12 Volt) und das Bezugspotential (Masse) geschaltet sind.
Der +6,2 Volt betragende Wert für die Schaltschwelle des Vergleichers 78, 79 ist gleich der Summe der an der
Diode 105 abfallenden Spannung ( +0,6 Volt) und der an der Diode 95 abfallenden Spannung (+5.6 Volt). Ober
die Klemmen 7e und Tio wird eine Bezugsspannung von
+ 5,6 Volt zur Verwendung in den entsprechenden Schaltungen der Kathodensignai-Verarbeitungsnetzwerke
14b und 14c (Fig. I) abgegeben. Die Sch=iltschwellenspannungen
( + 6,2 Volt) für die entsprechenden Schaltungen in den Netzwerken 14öund 14cwerden
über die Klemmen 7Ή und Tu dem Vorspannungsnetzwerk
100 abgenommen.
Der Vergleicher 78, 79 wird während der Zeitspanne t2-h, in welcher der Impuls P\ erscheint (Fig. 15),
durch das Signal Vs ausgeschaltet. In dieser Zeitspanne liefert der Vergleicher einen kontinuierlichen positiven
Gleichstrom-Ausgangspegel entsprechend dem Signal St., in Fig. 16. Im Falle zu hohen Austaststroms wird
dieser Ausgangspegel auch während der Zeitspanne U- is erzeugt, in welcher der Impuls Pi erscheint.
Im Falle zu hohen Kathodenaustaststroms wird der
kontinuierliche positive Ausgangspegel des Vergleichers 78,79 (Signal Steinern die Transistoren 80,81,82
und einen ladungsspeichernden Kondensator 85 enthaltenden Spitzendetektor angelegt, wodurch an der
Klemme Ti nach Filterung am Kondensator 88 eine
Vorspannungs-Korrekturspannung erscheint. Diese Korrekturspannung wird dem Treiberverstärker über
die Klemme Tt in einem solchen Sinne angelegt, daß der
Ausgangsruhepegel des Verstärkers 21 erhöht und damit die Kathodenvorspannung in einer positiven
Richtung erhöht wird, um den Karthodenaustaststrom in
Richtung auf den gewünschten Wert zu reduzieren.
Der Ausgangsruhepegel des Verstärkers 21 steigt weiter an. und der Wert des i'.athodenaustaststroms
nimmt weiter ab, bis die Amplitude des Impulses Pi des
Signals 5j (Fig. 15) das Niveau der Schaltschwelle des
Vergleichers 78, 79 erreicht. Ab diesem Zeitpunkt arbeitet der Vergleicher und erzeugt einen negativ
gerichteten Ausgangsimpuls entsprechend dem Signal S\b in Fig. 16. Der invertierende Spitzendetektor fühlt
und speichert eine Spannung, die charakteristisch für den Spitzenwert des Signals Stb am Kondensator 88 ist.
Wegen der invertierenden Wirkung der Spitzendetektor-Transistoren 81 und 82 ist diese Spannung positiv
gegenüber dem vom Vergleicher 78, 79 kommenden Signal und wirkt erhöhend auf die Ladung am
Kondensator 88. Dementsprechend hat die Vorspannungs-Korrekturspannung, die vom Signal Stb abgeleitet
und Ober die Klemme Ti zum Verstärker 21 gegeben
wird, eine solche Richtung, daß ein weiteres Ansteigen des Ausgangsruhepegels des Treiberverstärkers 21
verhindert wird, wenn der gewünschte Wert des Kathodenaustaststroms erreicht ist.
Bei der hier beschriebenen Ausführungsform wird davon ausgegangen, daß der korrekte Wert des
Austaststroms ein sehr kleiner, von Null verschiedener Wert ist. Daher entspricht ein inkorrekter Kathodenaustaststrom
einem Zustand, in welchem ein den sehr kleinen gewünschten Wert übersteigender übermäßiger
Strom geleitet wird, oder einem Zustand, in welchem der Kathodenaustaststrom gleich Null ist Der erstgenannte
Fehlerzustand ist bereits behandelt worden. Im Falle des letztgenannten Fehlerzustandes, also eines
Austaststroms vom Wert Null, wird das Vorspannungs-Steuersignal von der Schaltung 24 dem Verstärker 21 in
eif.em Sinne angelegt, bei welchem der Auisgangsruhewert
des Verstärkers 2i und somit die Kathodenvorspannung
in einer solchen Richtung geändert wird, daß der Kathodenaustaststrom auf den korrekten, sehr
kleinen Wert hin erhöht wird. In diesem Fall hat der
negative Impuls des Sig.ials .Stt einen, weniger positiven
Pegel. Dies bedeutet für das Sigpai Sz (F i g. ; 5), daß die
Amplitude des Impulses Pi näher an der Amplitude dts
Impulses P\ zu liegen kommt und daß die Amplitudendifferenz AV kleiner wird. In der Praxis wird die
Ampiitr'.K" des Impuls P/ zwischen der Schaltschwelle
von -»■ o,2 Volt und dem Klemmpegel von +5,6 Volt des
Signals S3 liegen, so daß der Vergleicher'-ansistor 79 stärker leitet und die Kollektorausgangsspannung des
Transistors 79 entsprechend weniger hoch ist. Somit wird der Pegel des am Kollektor des Transistors 79
erzeugten Impulses S*b weniger positiv.
Beim vorliegenden Beispiel nimmt die Korrektur der Vorspannung der Bildröhre eine über mehrere Teilbildperioden
gehende Zeit in Anspruch, da mehrere Impulse (Signal S*b) notwendig sind, um den Kondensator 85 auf
Jen Spitzenwert Sk, aufzuladen. Auch sind für eine
entsprechende Entladung des Kondensators 85 mehrere Teilbildperioden erforderlich. Die Lade- und Entladezeitkonstanten
für den Kondensator 85 sind so gewählt, daß die am Filterkondensator 88 entwickelte Vorspannungs-Korrekturspannung
keine mit Teiibiidfrequenz auftretende Welligkeit hat. Eine solche Welligkeit
würde dazu führen, daß sich die Bildhelligkeit von oben nach unten im wiedergegebenen Bild ändert.
Das in F i g. 9 gezeigte Impedanznetzwerk 60 diei,t
dazu, eine übermäßige Dämpfung des erzeugten Kathodenausgangssignals (z.B. des Impulses AV in
Fig. 13) durch Erhöhung der äußeren Kathodenimpedanz
zu verhindern. Eine solche Dämpfung könnte ansonsten auftreten, da die innere Kathodenimpedanz
der Bildröhre relativ hoch ist, insbesondere bei niedrigen Kathodenströmen, während die Ausgangsimpedanz
des Treiberverstärkers 21 sehr niedrig ist. Die F i g. 17 zeigt alternative Schaltungsanordnun.gen für die
Impedanz 60.
Die Impedanz 60 kann ein einzelner Widerstand (R)
sein, wie es mit der Schaltung 60a gezeigt ist, oder eine Parallelschaltung eines Widerstandes (R) und einer
Kapazität (C), wie es die Schaltung 606 zeigt. Die zuletzt erwähnte Schaltung erlaubt die Verwendung eines
Widerstandes R höheren Werts, ohne daß damit ein Verlust der Bandbreite des Videosignals verbunden ist.
Zu diesem Zweck sollte der Wert der Kapazität C niedrig genug sein, um bei Frequenzen, die zum
Kathodenansteuersignal gehören, eine hohe Ir-iedanz
darzustellen. Geeignete Werte für den Widerstand R und die Kapazität Csind in der Zeichnung eingetragen.
Das Netzwerk 60 kann auch aus zwei Dioden
bestehen, die in entgegengesetzter Polung parallel zueinander geschaltet sind, wie es das Schaltbild 60c
zeigt. Diese Diodenschaltung hat eine niedrige Impedanz für starke Kathodensignale und eine hohe
Impedanz für schwache Kathodensignale, wie sie während des beschriebenen Meßintervalls erscheinen.
Eine hohe Diodenimpedanz ergibt sich, wenn bei Vorspannung der Dioden in der Umgebung ihres
Sperrpunktes sehr wenig oder überhaupt kein Diodengleichstrom fließt Diese Bedingung wird erhalten bei
Wechseistromkopplung zwischen der Kathode und der Fühlschaltung 20, wenn im wesentlichen gleiche
Spannungen an den Eingangs- und Ausgangsklemmen der Diodenschaltung erscheinen, wie es während des
Meßintervalls der Fall ist, wenn der Wert des
Kathodenaustaststroms dem gewünschten Wert nahekommt Bei Gleichstromkopplung zwischen der Büdröhrenkathode
und der Fühlschaltung 22 über Widerstände 55,65 (wie in den F i g. 9 und !0 gezeigt) fließt ein
Strom io (wie er oben definiert wurde) durch eine der
Oiedsn in <fcr Schaltung 60c; so daß ständig eine
niedrige Diodenimpedanz aufrechterhalten wird. Weitere Alternativen sind die geschalteten Impedanznetzwerke
6Od und 6Oe. Jedes dieser Netzwerke enthält einen elektronisch betätigten Schalter S und zwei
Impedanzwege Z\ und Zj. In beiden Fällen wird der
Schalter 5 während der Bildabtastzeit so eingestellt, daß die Netzwerke eine niedrige Impedanz zwischen
Eingang und Ausgang bilden; während des Kathodenstrom-Meßintervalls wird der Schalter S so eingestellt,
daß die Netzwerke eine hohe Impedanz zwischen Eingang und Ausgang darstellen.
Die Fig. 18 zeigt Abwandlungen des zwischen den
Ausgang des Treiberverstärkertransistors 54 (Fig.9) und die Bildröhrenkathode geschalteten Netzwerks. Die
Schaltbilder a und b in F i g. 18 zeigen alternative Artei
der Kopplung eines lichtbogenunterdrückenden (strom begrenzenden) Schutzwiderstsndes Rp zwischen Ver
Stärkertransistor 54 und Bildröhrenkathode.
Die vorstehend beschriebenen Schaltungen sine lediglich als vorteilhafte Ausführungsformen der Erfin
dung anzusehen. So wurde beispielsweise in Verbinduni mit F i g. 9 erwähnt, daß während des Meßintervalls eil
Bezugs-Ruhepegel durch Zusammenwirken der Wider stände 52, 53, 57 und der Diode 58 eingestellt wire
Dieser Bezugspegel kann jedoch auch dadurch bereitge stellt werden, daß von den Videosignalen ein geeignete
Bezugspegel abgeleitet wird, der dann den Bildröhren treibern während des Meßintervalls zugeführt wird.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Anordnung zur automatischen Regelung der Austast-Vorspannung einer über Gitter und Kathode
intensitätssteuerbaren Bildröhre, deren Elektronenstrahlsystem
über eine Koppelschaltung ein periodische Bild- und Austastintervalle enthaltendes
Videosignal zugeführt wird, mit einer Bezugsspannungsschaltung zum Anlegen einer Bezugsspannung
an die Kathode der Bildröhre während eines mit einem Teil des Austastintervalls zusammenfallenden
Meßintervalls und mit einer Hilfsimpulsschaltung, die innerhalb des Meßintervalls einen Hilfsimpuls für
die Erzeugung eines Korektursignals an das Gitter der Bildröhre anlegt, und mit einer Meßschaltung
zur Bestimmung der Differenz aus den während des Hilfsimpulsintervalls bzw. des übrigen Teils des
Meßintervalls fließenden Strömen, die einen zu korrigiereaöen Fehler enthalten, und mit einer
DSr,e|s;tTr>aischa!tung zur Erzeugung eines Regelsignals
auf Grund desltorrektursignals zur Nachregelung
der Bildröhrenvorspannung auf den konstant zu haltenden Austastwert, dadurch gekennzeichnet,
daß das Videosignal der Kathode (beispielsweise 16a; der Bildröhre (15) zugeführt ist
und der ihrem Gitter zugeführte Hilfsimpuls (Vc in
Fig.7) in Durchlaßrichtung liegt, und daß die Meßschaltung (22) eine den auf Grund des
Hilfsimpulses entstehenden Kathodenstromimpuls fJVin Fig. * ^) als Differenz zu der im restlichen Teil
des Meßintervalls vorhandenen Kathodenspannung messende Spannungsineßschurtung ist, und daß die
Regelsignalschaltung (24) eine das Regelsignal zur Regelung dieser Differenz juf ein Minimum
erzeugende Schaltung ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßschaltung (22) eine Spannungsteilerschaltung (65, 66) enthält, die zwischen die
Kathode (z.B. 16a; der Bildröhre (15) und einen Betriebspotentialpisnkt gekoppelt ist, und daß der
Hilfsimpuls ein Spannungsimpuls ist.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsteilerschaltung (65, 66)
ein ohmsches Netzwerk ist.
4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsimpuls unabhängig
von dem der Bildröhrenkathode zugeführten verstärkten Videosignal erzeugt wird.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßintervall innerhalb eines
Bildaustastintervalls des Videosignals liegt.
6. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildröhre (15) mehrere Kathoden
(16a, 16£>, 16c; und eine diesen Kathoden gemeinsame
Gitterelektrode (18) aufweist.
7. Anordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die Koppelschaltung (21) und die Kathode (z. B. 16a;eine Impedanz (60) gekoppelt
ist, die für Kathodensignale während des Meßintervalls einen ersten Impedanzwert darstellt und
während der übrigen Zeiten einen zweiten niedrigeren Impedanzwert darstellt.
40
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