DE3001278A1 - Fassade aus keramischer platten - Google Patents
Fassade aus keramischer plattenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fassade aus keramischen Platten die auf ihrer Rückseite hinterschnittene Vorsprünge aufweisen.
Es ist bekannt, Fassaden beispielsweise mit Hilfe von Spaltplatten
zu verkleiden, die auf ihrer Rückseite mit durchgehenden, schwalbenschwanzförmigen
Querschnitt aufweisenden Stegen versehen sind. Diese Stege werden in ein Mörtelbett eingebettet, um das Mörtelbett dünner
zu halten, hat man die Stege fortschreitend verkleinert soweit, daß sie lediglich noch Rudimente von Verbindungsstegen der beiden Rücken an
Rücken stehenden Spaltplatten darstellten.
Die Verlegung solcher keramischer Platten auf der Außenfassade eines
Gebäudes führt jedoch zu Schwierigkeiten. Eine dieser Schwierigkeiten besteht darin, daß durch die unvermeidbaren Wärmedehnungen an solchen
Außenfassaden die eingebetteten Spaltplatten sich lockern und abfallen. Ferner ist es unvermeidbar, daß bei der Verlegung Im Mörtelbett kleine,
gegebenenfalls aber auch größere Hohlräume verbleiben, in die über die Fugen Feuchtigkeit eintritt. Die sich dort sammelnde Feuchtigkeit
führt beim Absinken der Temperatur unter den Gefrierpunkt zur Eisbildung, damit zur entsprechenden Volumenvergrößerung und schließlich zum Absprengen
der derart verlegten Platten. Auch von innen her kann sich in solchen Hohlräumen Feuchtigkeit sammeln und zu dem gleichen Effekt
führen.
Bei großformatigen Platten, die gegebenenfalls auch aus keramischen
Material bestehen können, ist man bereits dazu übergegangen, diese Platten im Abstand vom Mauerwerk mit Hilfe von Klammern zu befestigen. Sie sind
damit nicht mehr unmittelbar der Einwirkung des Mauerwerks ausgesetzt
und hinterlüftet.
Ein in jüngerer Zeit entstandener Vorschlag geht dahin, keramische Platten
mit Löchern zu versehen, durch die Nägel oder Schrauben geführt werden
können, mit deren Hilfe diese keramischen Platten an einem Leistenwerk,
vorzugsweise aus Holz befestigt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Fassade unter Vermeidung eines
Mörtelbettes und von sie durchdringenden Befestigungselementen, wie
Sehrauben oder Nägeln, an einer Unterkonstruktion in einfacher Weise zu
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befestigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man ausgehend
von keramischen Platten mit nach rückwärts vorstehenden hinterschnittenen
Vorsprüngen in die Hinterschneidungen eingreifende Befestigungselemente
anbringt, die in einem Gitterwerk als ünterkonstruktion einhängbar sind.
Dieses Gitterwerk kann dabei beispielsweise aus Aluminiumstäben bestehen, so daß genaueste Abmessungen gewährleistet sind.
Bei den Vorsprüngen kann es sich um Stege handeln, wie sie beispielsweise
bei der Herstellung von Spaltplatten mit nach hinten vorstehenden schwalbenschwanzförmigen Ansätzen entstehen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann man zur Aufnahme der bei
keramischen Material unvermeidbaren Toleranzen die Rückseite solcher Platten mit Kunststoff überziehen derart, daß unter Beibehaltung der
Teilung, d. h. der Abstände von Steg zu Steg die Hinterschneidungen unter sich gleichmäßig werden. Damit wird nicht nur das Anbringen
solcher Platten wesentlich erleichtert, sondern auch vermieden, daß zur Verhinderung eines Klapperns der angehängten Platten besondere
Festziehvorrichtungen in der Aufhängung vorgesehen werden müssen. Der Kunststoffüberzug kann dabei soweit verstärkt werden, daß in ihm
selbst eine entsprechende Profilierung durch Ansätze, Stege o. dgl. vorsehbar ist.
Durch die Erfindung ist es somit möglich trotz der bei keramischen Platten
unvermeidbaren vergleichsweise großen Toleranzen zu einer hinterlüfteten Fassadenverkleidung zu kommen, die in der wechselseitigen Zuordnung der
einzelnen Platten außerordentlich exakt ist, wobei durch die Art der Befestigung die Uhterkonstruktion eine zusätzliche Versteifung erhält.
Die Zeichnung zeigt in einer einzigen Figur einen Ausschnitt aus einer
Fassade, die gemäß der Erfindung gestaltet ist.
Dabei zeigen
Fig. 1 eine perspektivische Teilansicht einer Spaltplatte mit einer
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Befestigungseinrichtung; und in
Fig. 2 die Befestigungsvorrichtung in Stirnansicht.
Fig. 2 die Befestigungsvorrichtung in Stirnansicht.
In Fig.- 1 ist mit 1 eine Spaltplatte bezeichnet, die bei 2 schwalbenschwanzförmige
Stege aufweist. Diese schwalbenschwanzförmigen Vorsprünge entstehen im Zuge des Auspressens der Spaltplatte und sind mit einem
gegenüberliegenden schwalbenschwanzförmigen Vorsprung mit Hilfe eines
Steges verbunden, der beim Trennen der beiden Rücken an Rücken stehenden
Spaltplatten zerstört wird.
Normalerweise dienen diese schwalbenschwanzförmigen Vorsprünge zum Einbetten
in ein Dickbettmörtelbett. Gemäß der Erfindung werden sie jedoch zum Einhaken einer Befestigungsvorrichtung 3 verwendet. Diese Befestigungsvorrichtung
weist nach Fig. 2 schwalbenschwanzförmige Ansätze 4 und 5 auf, die gegebenenfalls
in entsprechenden Langlöchern in der Befestigungsvorrichtung 1 gegeneinander
verschiebbar und feststellbar sind, um sie derart den Abständen der schwalbenschwanzförmigen Vorsprünge 2 auf der Spaltplatte anpassen zu
können.
Am Ende weist die Befestigungsvorrichtung 3 einen Haken auf, mit deren
Hilfe sie an der Unterkonstruktion befestigbar ist.
Selbstverständlich kann der Haken auch andere Form aufweisen, um ihn entsprechend
an die Teile der Unterkonstruktion anzupassen.
Um die Konstruktion noch stabiler zu machen, kann man auf die Verstellbarkeit
der Ansätze 4 und 5 verzichten, dafür aber die Rückseite der Spaltplatte mit Kunststoff überziehen und dafür Sorge tragen, daß die entstehenden
schwalbenschwanzförmigen Rücksprünge ohne Toleranz exakte Abstände voneinander aufweisen. Der Kunststoff kann ein selbstschmierender Kunststoff seir, so daß
sich die entsprechenden Ansätze 4 und 5 in der Befestigungsvorrichtung 3 ohne Schwierigkeiten längs der schwalbenschwanzförmigen Hinterschneidungen
verschieben lassen.
Man kann gemäß der Erfindung aber auch so vorgehen, daß man die Rückseite
der Spaltplatte, gegebenenfalls nach Wegschlagen der schwalbenschwanzförmigen
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Vorsprünge vollständig mit Kunststoff überzieht, in dem auf der freien Oberfläche entsprechende Rücksprünge eingeformt werden.
Die Befestigungsvorrichtungen 3 bestehen vorzugsweise aus einem Metall, können aber auch aus Kunststoff hergestellt sein.
Die Ausbildung der keramischen Platte selbst ist frei, sie kann mit
einem Stufenfalz versehen sein, so daß sich benachbarte Platte entsprechend an den Rändern überlappen. Selbstverständlich ist die Erfindung
auch nicht auf die Maße einer normalen Spaltplatte beschränkt. Es kann sich um kleinere, vorzugsweise aber um größer dimensionierte
Platten handeln.
Verwendet man eine Kunststoffbeschichtung auf der Rückseite der zum
Einsatz kommenden keramischen Platte, dann kann man diese Kunststoffbeschichtung
in Art eines Stufenfalzes über die seitlichen Begrenzungen der Platte überstehen lassen. Anstelle einer Kunststoffbeschichtung
ist es selbstverständlich auch möglich, die Rückseite der keramischen Platte mit einer Metal!beschichtung o. dgl. zu versehen.
Eine weitere Möglichkeit, die Erfindung zu gestalten, besteht darin,
daß man unmittelbar auf der Unterkonstruktion vorspringende Elemente in Form von Knöpfen, Leisten o. dgl. vorsieht, die aus einem verformbaren,
aber rückstellbaren Kunststoff oder einem ähnlichen Materia] bestehen
und in Art eines Druckknopfes wirken, so daß die keramische Platte unmittelbar mit ihren schwalbenschwanzförmigen Rücksprüngen auf diese
Vorsprünge aufdrückbar und damit die beiden ineinander einrastbar sind. Es gibt also bei der erfindungsgemäßen Fassade die Möglichkeit, die
Platte sowohl auf die entsprechenden Haltevorrichtungen aufzuschieben, als unmittelbar durch Druck aufzudrücken und einzurasten. Die hinterschnittenen
Elemente brauchen selbstverständlich nicht unbedingt winkelig zu sein, sie können auch ballig ausgebildet sein.
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Claims (8)
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4690 Home 1,
SchaeferstraBe 18
Postfach 1140Ban^a^rite'Heme'1 DipLrlng. ft,.H. JSahr _::..: 8000 München 40, Pat.-Anw. Htrrmann-TrenUpohl
Fernsprecher: 0 23 23 / 51013Telex 08 229 853 Dlpl.-Phye. Eduard Betzier Eleenacher StraBe 17
Poatfoch 40 0.16951014 Dlpl.-Ing. W. Herrmann-Trentepohl Pat.-Anw. Batzier
Fernsprecher: 089 / 36 30 11Γ PATENTANWÄLTE 36 30 12
38 3013Tolegrammanschrlft: Babetzpat München Telex 5 215 360 Bankkonten: Bayerische Vereinsbank München 952 Dresdner Bank AQ Herne 7-520 Postscheckkonto Dortmund 558 68-467Ref.: μ 06 791In der Antwort bitte angebenZuschrift bitte nach:Abholfach 3 DPA München15. Januar 1980Annawerk Keramische Betriebe QnbH, Postfach 44 8633 RödentalFassade aus keramischen PlattenPatentans ρ r ü c h e(i.IFassade bestehend aus keramischen Platten, die auf ihrer Rückseite mit hinterschnittenen Vorsprüngen versehen sind, dadurch gekennzeichnet , daß in die hinterschnittenen Vorsprünge eine Befestigungsvorrichtung eingreift, die an einer Unterkonstruktion aufgehängt ist. - 2. Fassade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet ,daß die Befestigungsvorrichtung mit vorstehenden schwalbenschwanzförraigen Elementen versehen ist, die in ihrem Abstand gegeneinander verstellbar sind.
- 3. Fassade nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückseite der keramischen Platte mit einem Kunststoffüberzug versehen ist.130031/0047
- 4. Fassade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet ,daß in den Kunststoffüberzug schwalbenschwanzförmige Hinterschneidungen eingeformt sind.
- 5. Fassade nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die Rückseite der keramischen Platte mit einem überzug aus Metall o. dgl. versehen ist.
- 6. Fassade nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der auf der Rückseite vorgesehene Überzug in Form eines Stufenfalzes über die seitlichen Begrenzungen der Platte vorsteht.
- 7. Fassade nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß die keramische Platte mit einem Stufenfalz an ihren wenigstens einem ihrer Ränder versehen ist.
- 8. Fassade nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß auf der Uhterkonstruktion Haltevorrichtungen in Form von rückstellfähigen Knöpfen, Leisten c. dgl. vorgesehen sind, auf die die Platte mit ihren schwalbenschwanzförmigen Hinterschneidungen unmittelbar aufrastbar ist.130031/0047
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