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DE3000773A1 - Lagerlegierung auf al-sn-basis, daraus hergestellter lagerwerkstoff und damit versehenes wellenlager - Google Patents

Lagerlegierung auf al-sn-basis, daraus hergestellter lagerwerkstoff und damit versehenes wellenlager

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Publication number
DE3000773A1
DE3000773A1 DE19803000773 DE3000773A DE3000773A1 DE 3000773 A1 DE3000773 A1 DE 3000773A1 DE 19803000773 DE19803000773 DE 19803000773 DE 3000773 A DE3000773 A DE 3000773A DE 3000773 A1 DE3000773 A1 DE 3000773A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing
alloy
weight
tin
bearing alloy
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19803000773
Other languages
English (en)
Other versions
DE3000773C2 (de
Inventor
Soji Nishio Aichi Kamiya
Tamotsu Toyota Aichi Nara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Taiho Kogyo Co Ltd
Original Assignee
Taiho Kogyo Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Taiho Kogyo Co Ltd filed Critical Taiho Kogyo Co Ltd
Priority to DE19803000773 priority Critical patent/DE3000773C2/de
Publication of DE3000773A1 publication Critical patent/DE3000773A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3000773C2 publication Critical patent/DE3000773C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C21/00Alloys based on aluminium
    • C22C21/003Alloys based on aluminium containing at least 2.6% of one or more of the elements: tin, lead, antimony, bismuth, cadmium, and titanium
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C33/00Parts of bearings; Special methods for making bearings or parts thereof
    • F16C33/02Parts of sliding-contact bearings
    • F16C33/04Brasses; Bushes; Linings
    • F16C33/06Sliding surface mainly made of metal
    • F16C33/12Structural composition; Use of special materials or surface treatments, e.g. for rust-proofing
    • F16C33/121Use of special materials

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  • Sliding-Contact Bearings (AREA)

Description

  • Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis, daraus hergestellter Lagerwerk-
  • stoff und damit versehenes Wellenlager Die Erfindung bezieht sich auf eine Lager legierung auf Aluminium-Zinn(Al-Sn)-Basis, die hergestellt wird, indem Zinn einer Aluminiummatrix und einem Lagerwerkstoff zugesetzt wird, der hergestellt wird, indem die Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis auf eine Stahlunterlage durch Preßschweißen aufgebracht wird. Insbesondere ist die Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerlegierung hinsichtlich mehrerer Eigenschaften verbessert wird, indem verschiedene Arten von Zusatzelementen benutzt werden. Das heißt die Dauerfestigkeit wird sehr tzrbessert, indem das Absinken der Härte bei hohen Temperaturen verringert wird und indem insbesondere die Vergröberung der Zinnteilchen vermieden wird. Außerdem wird die Verschleißfestigkeit der Lagerlegierung erhöht, um die Haltbarkeit gegenüber einer zu lagernden Welle zu verbessern, die eine harte und rauhe Oberfläche hat. In dem Fall, in welchem die Lagerlegierung nach der Erfindung für Lagervorrichtungen an Kurbelwellen von Verbrennungsmotoren benutzt wird, die harte Bedingungen verlangen, können demgemäß beträchtliche Vorteile erwartet werden.
  • In den vergangenen Jahren ist es erforderlich geworden, Kraftfahrzeugverbrennungsmotoren kompakt und mit hoher Leistung herzustellen. Außerdem müssen sie als Gegenmaßnahme zu den Abgasbestimmungen mit Rückfördervorrichtungen u.dgl. versehen werden, die ins Kurbelgehäuse übergetretenes unverbranntes Gemisch tdurchblasendes Gas) rückfördern.
  • Die Gebrauchsbedingungen für die Lagerwerkstoffe in Verbrennungsmotoren sind deshalb bei hohen Belastungen und hohen Temperaturen härter geworden. Unter solchen harten Bedingungen neigen die herkömmlichen Lagerwerkstoffe zum Ausfall durch Ermüdung und zu anomalen Verschleiß, durch die verschiedene Störungen der Motoren hervorgerufen werden.
  • In Verbindung mit den Wellen, die mit den Lagerwerkstoffen in Berührung gebracht werden, besteht die Tendenz, daß die bislang hergestellten Schmiedewellen durch weniger teuere Wellen aus Sphäroguß oder anderem rauhen Material ersetzt werden, um die Herstellungskosten zu senken. Die Verbesserung in der Verschleißfestigkeit, in der Beständigkeit gegen Fressen und in der Dauerfestigkeit bei hohen Temperaturen ist deshalb um so mehr erforderlich.
  • Beispiele für die Legierung auf Al-Sn-Basis, die zum Herstellen der Lager von Verbrennungsmotoren im Stand der Technik benutzt wird, sind: Al (Rest) - Sn (3,5 - 4,5) - Si (3,5 - 4,5) - Cu (0,7 - 1,3); Al (Rest) - Sn (4 - 8) - Si (1 - 2) - Cu (0,1 - 2) - Ni (0,1 - 1); Al (Rest) - Sn (3 - 40) - Pb (0,1 - 5) - Cu (0,2 - 2) -Sb (0,1 - 3) - Si (0,2 - 3) - Ti (0,01 - 1); Al - (Rest) -Sn (15 - 30) - Cu (0,5 - 2); und Al (Rest) - Sn (1 - 23) -Pb (1,5 - 9) - Cu (0,3 - 3) Si (1 - 8), wobei die in Klammern gesetzten Werte die Gewichtsprozentsätze der Werkstoffkomponenten angeben.
  • Wenn diese herkömmlichen Legierungen für die Lager von Kraftfahrzeugverbrennungsmotoren unter harten Beuingungen, wie sie oben beschrieben worden sind, benutzt werden, kommt-es manchmal in kurzer Zeit zum Ausfall infolge Ermüdung, wenn die Motoren ständig unter starken Belastungen betrieben werden. Das ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Temperatur des Schmieröls in einem Verbrennungsmotor während des durchgehenden Vollastbetriebes sehr hoch wird, und beispielsweise kann die Temperatur des Schmieröls in einer dlwanne 130 OC bis 150 OC erreichen, so daß die Temperatur der Gleitflächen von Lagern ebenfalls sehr stark erhöht wird.
  • Infolgedessen wird, da der eutektische Punkt einer solchen Legierung in der Größenordnung von 225 OC liegt, die Härte der Legierung unter den Hochtemperaturbedingungen schnell gering, was das Schmelzen und das Wandern der Sn-Komponente verursacht und zur Folge hat, daß die Dauerfestigkeit gesenkt wird. Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben eine Legierung hergestellt, deren Härte bei hohen Temperaturen nicht verringert wird und bei der die Sn-Komponente kaum beweglich ist. Aus der Legierung wurden durch Bearbeitung Lager für Verbrennungsmotoren hergestellt und diese wurden Dauerversuchen unter dynamischen Belastungen bei hohen Öltemperaturen ausgesetzt. Dabei konnte die Verbesserung der Dauerfestigkeit, über die oben Überlegungen angestellt worden sind, festgestellt werden.
  • Zusätzlich zu dem Verringern der Dauerfestigkeit aufgrund des Verlustes an Härte bei hohen Temperaturen, wie oben erwähnt, bewirkt die Vergröberung von Zinn teilchen in dem Gefügebild von herkömmlicher Al-Sn-Legierung ebenfalls ein Absinken der Dauerfestigkeit. Das heißt der Aluminíumlagerwerl-stoff wird im allgemeinen hergestellt, indem eine Al-Sn-Legierung durch Preßschweißen auf eine Stahlunterlage aufgebracht wird, wobei ein Glühschritt nach dem Preßschweißen erforderlich ist, um die Haftfestigkeit zwischen beiden Metallen zu verbessern.
  • Das Glühen erfolgt im allgemeinen bei einer Temperatur unterhalb des Punktes, an welchem sich eine intermetallische Al-Fe-Verbindung abscheidet, und je höher die Behandlungstemperatur ist und je länger die Behandlungszeit ist, um so grösser wird die Haftfestigkeit. Tatsächlich wird, wenn die herkömmliche Al-Sn-Legierung während des Glühens in einen Hochtemperaturzustand gebracht wird, die Vergröberung der Aluminiumkorngrenzen und Zinnteilchen nachteiligerweise in dem Legierungsgefügebild hervorgerufen. Das heißt, wenn die herkömmliche Aluminiumlagerlegierung einem Glühvorgang ausgesetzt wird, um die Haftfestigkeit an der Stahlunterlage zu verbessern, kommt es zur Vergröberung der Zinnteilchen, was das Verringern der Dauerfestigkeit der Al-Sn-Legierung bei hohen Temperaturen zur Folge hat.
  • Weiter sind diese -herkömmlichen Al-Sn-Lagerlegierungen hinsichtlich ihrer Verschleißfestigkeit nicht gut genug. Insbesondere wenn Wellen mit harten und rauhen Oberflächen, beispielsweise solche aus Sphäroguß, mit den Lagerlegierungen in Berührung gebracht werden, wird die Verschleißfestigkeit stark verringert und es kommt zu Ausfällen aufgrund von Ermüdung, was im Stand der Technik ein ernstes Problem darstellt.
  • Zum Beseitigen der oben beschriebenen Nachteile der herkömmlichen Lager legierung auf Al-Sn-Basis schafft die Erfindung demgemäß eine Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis, bei der es zu einem relativ geringen Verlust an Härte bei hohen Temperaturen kommt und die demgemäß eine hohe Dauerfestigkeit hat.
  • Weiter schafft die Erfindung eine verbesserte Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis, in der es nicht oder nur zu mäßiger Vergröberung der Zinnteilchen während des Glühschrittes oder während des Gebrauches unter Hochtemperaturbedingungen kommt, was eine höhere Dauerfestigkeit ergibt.
  • Ferner schafft die Erfindung eine Lager legierung auf Al-Sn-Basis mit einer relativ hohen Verschleißfestigkeit, insbesondere gegenüber Wellen aus harten und rauhen Materialien, wie Sphäroguß, der zum Herstellen von Kurbelwellen von Verbrennungsmotoren benutzt wird Schließlich schafft die Erfindung einen Lagerwerkstoff, der hergestellt wird, indem die obige Lagerlegierung auf die Oberfläche einer Stahlblechunterlage aufgebracht wird, und Lagervorrichtungen für Verbrennungsmotoren, die aus dem obigen Lagerwerkstoff hergestellt sind.
  • Gemäß der Erfindung enthält die Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis grundsätzlich über 7 bis 35 Gew.% Sn, 0,1 - 1,0 Gew.% Cr; insgesamt 1 - 10 Gew.% von einem oder mehreren der spezifizierten Zusätze W, Ce, Nb, V, Mo, na, Ca und Co; Rest Aluminium. Zum Verbessern der Lagereigenschaften kann die LaSerlegierung auf Al-Sn-Basis nach der Erfindung weiter insgeamt 3 Gew.% oder weniger Cu und/oder Mg und/oder insgesamt 9 Gew.% oder weniger von einem der Elemente Pb, i, Tl, Cd und In enthalten. In Verbindunq mit den oben genannten Zusätzen verringert der Zusatz an 0,1 bis 1,0 Gew.% Cr insbesondere das Absinken der Härte bei hohen Temperaturen und ausserdem die Vergröberung der Sn-Teilchen. Weiter ist anzunehmen, daß die spezifizierten Zusätze eine beträchtliche Auswirkung auf die Verbesserung der Verschleißfestigkeit haben.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 Diagramme, welche die Änderungen im Reibungsmoment bei Belastungserhöhungen zeigen; Fig. 2 ein Diagramm, welches die Verschleißverluständerungen von Legierungen mit der Zunahme von Belastungen zeigt, die auf Stahlwellen ausgeübt werden, welche mit den Legierungen in Kontakt sind; und Fig. 3 ein Diagramm, welches die Verschleißverluständerungen von Legierungen mit der Zunahme von Belastungen zeigt, die auf Wellen aus Sphäroguß ausgeübt werden, welche mit den Legierungen in Kontakt sind.
  • Die Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis nach der Erfindung wird hergestellt, indem die oben genannten Elemente Sn, Cr und einer oder mehrere der obigen spezifizierten Zusätze der Aluminiummatrix zugesetzt werden.
  • In Verbindung mit der Zinnmenge können die Paßfähigkeit und die Schmiereigenschaften mit zunehmender Zinnmenge insgesamt verbessert werden, wobei jedoch die Härte gesenkt wird. Die Belastbarkeit eines Lagers wird deshalb gering. Wenn dagegen die Zinnmenge gering wird, wird die Belastbarkeit erhöht, die Legierung ist aber als Lagerwerkstoff zu hart und die Paßfähigkeit wird schlechter. Im Stand der Technik ist die obere Grenze für den Zinngehalt im allgemeinen etwa 15% und die untere Grenze etwa 3%. Bei der Erfindung wird der Zinngehalt auf den Bereich von mehr als 7% beschränkt, in welchem die Paßfähigkeit gut genug ist. Zum Absondern und Dispergieren des Zinnbestandteils ist die obere Grenze für das Zinn im Stand der Technik, wie oben beschrieben, auf etwa 15% festgesetzt worden.
  • Das bedeutet, daß, wenn mehr als 15% Zinn enthalten sind, die Zinnteilchen in der Legierung nicht unabhängig in dem Aluminium dispergiert werden können und in durchgehendem Zustand vorhanden sind, was die Härte verringert. Bei der Erfindung können jedoch Dank der Auswirkung des Zusatzes von anderen Elementen bis zu 35% Zinn zugesetzt werden, ohne daß irgendein praktischer Nachteil hervorgerufen wird. Deshalb werden 35% als obere Grenze für das Zinn bei der Erfindung angenommen. Unter einem anderen Gesichtspunkt kann die zugesetzte Zinnmenge, wenn die Gefahr des Fressens besteht, in dem Bereich von 7%, ausschließlich, bis 35% erhöht werden, während, wenn keine Gefahr dec Fressens besteht, die Zinnmenge verringert werden kann. In kutigen Fällen wird jedoch die Lagertemperatur aufgrund der hohen Öltemperatur hoch, was zur Verformung des Lagers gefolgt von Fressen und Ermüdung führt. Die Zusatzmenge an Zinn kann deshalb unter dem Gesichtspunkt der Verringerung der Verformung bei hohen Temperaturen festgelegt werden.
  • Der Zusatz von Chrom (Cr) bewirkt, daß die Härte der Legierung vergrößert wird und die Legierung am Erweichen bei hohen Temperaturen gehindert wird, so daß die Vergröberung der Zinnteilchen selbst beim Glühen nicht auftritt. Zuerst werden die Effekte zum Erhöhen der Härte und zum Vermeiden des Erweichens der Legierung bei hohen Temperaturen beschrieben. Wenn die Menge an Chrom kleiner als 0,1 Gew.% ist, kann die Verbesserung det Härte bei hoher Temperatur nicht erwartet werden. Wenn die Chromzusatzmenge 1,0 Gew.% übersteigt, kann die intermetallische Al-Cr-Verbindung nicht fein und gleichmäßig dispergiert werden, was weiter unten noch näher beschrieben ist, weshalb die Auswirkung des Zusatzes gering wird. Demgemäß wird die Chromzusatzmenge auf den Bereich von 0,1 bis 1,0 Gew.% beschränkt. Insbesondere bildet in Verbindung mit der Verbesserung der Härte bei hoher Temperatur das Chrom eine feste Lösung in dem Aluminium, die die Rekristallisationstemperatur des Aluminiums erhil1t, und darühr hinaus verbessert die feste Lösung selbst die Härte der Aluminiummatrix. Gleicnzeitig wird die härte der Chrom e untnaltenden Legierung höher, selbst wenn sie mehrmals gewalzt wird, was einen Gegensatz zum Gießen darstellt. Mit der Erhöhung der Rekristallisationstemperatur des Aluminiums können die Motorenlager, die hohen Temperaturen ausgesetzt werden, ihre mechanischen Eigenschaften beibehalten. Insbesondere kann das Absenken der Härte bei hohen Temperaturen verringert werden und das Erweichen von Lagern in einem Hochtemperaturbereich kann gut vermieden werden, wodurch die Haltbarkeit der Lager verbessert wird. Weiter hat die intermetallische Al-Cr-Vcrbindung, die über der Grenze der festen Lösung ausgeschieden wird, eine Vickershärte von mehr als etwa 370, so daß die Dispersion dieser Verbindung der Lagerlegierung hilft, die Härte bei hoher Temperatur aufrechtzuerhalten. Die Dispersion einer solchen intermetallischen Verbindung in richtiger Menge hat deshalb eine günstige Auswirkung. Der bevorzugte Bereich der Chrommenge ist wie oben beschrieben, 1,0 Gew.% oder weniger, und, wenn die Chrommenge innerhalb dieses Bereiches liegt, ergibt sich eine feine und gleichmäßige Abscheidung der intermetallischen Verbindung und die Härte der Lagerlegierung wird erhöht.
  • Im folgenden wird die Auswirkung des Chromzusatzes zur Vermeidung der Vergröberung der Zinnteilchen beschrieben. Die Vergröberung der Zinnteilchen ist eine Erscheinung, die auf das Wandern von Aluminiumkorngrenzen und Zinnteilchen bei sich auf hoher Temperatur befindlicher .Nl-Sn-Legierung zurückzuführen ist. Da das Chrom als die oben erwähnte intermetallische Al-Cr-Verbindung ausgeschieden wird, die in der Aluminiumlecgierungsmatrix feinst verteilt wird, blockiert diese intermetallische Verbindung direkt das Wandern der Aluminiumkorngrenzen und behindert gleichzeitig das Wachstum von Aluminiumkristallkörnern. Das Wandern von Zinnteilchen wird deshalb ebenfalls behindert und infolgedessen kann die Vergröberung der Zinnteilchen vermieden werden. Das steht in Beziehung zu der Tatsache, daß die feinst verteilten Zinnteilchen während der Wiederholung des Walzens und Glühens dort gehalten werden, wo sie sich befinden, so daß die oben erwähnten verschiedenen Auswirkungen erzielt werden können. Diese Erscheinung kann beobachtet werden, wenn die Menge an Zinn klein ist, die Auswirkung wird jedoch größer, wenn die zunge an Zinn relativ groß ist (mehr als etwa 10 Gew.%). Insbesondere in dem Fall, in welchem die Zinnmenge etwa 15 Gew.% übersteigt und in welchem die Zinnteilchen in einem kontinuierlichen Zustand vorhanden sind, wird die Auswirkung des Zusatzes merklich. Weiter ist selbst dann, wenn die Menge an Zinn kleiner als 10 Gew.% ist, die Auswirkung des Chromzusatzes selbstverständlich gemäß den Verwendungsbedingungen und Einsatz zwecken der Legierung erwartungsgemäß ausreichend.
  • Weiter kann die Verfliissigung von Zinnteilchen, die einen niedrigen Schmelzpunkt von etwa 232 OC haben, unter Hochtemperaturbedingungen wirksam verhindert werden, weil die Zinnteilchen in einem feinst verteilten Zustand in der Aluminiummatrix gehalten werden. Unter diesem Gesichtspunkt wird die Auswirkung des Verhinderns des Absenkens der Härte verständlich.
  • Vorstehend ist die Auswirkung des Verhinderns der Vergröberung der Zinnteilchen in dem Glühschritt beschrieben.
  • Diese Auswirkung kann auch in dem Bearbeitungszustand des Lagerwerkstoffes erwartet werden,in dem die Temperatur gleich der im Glühzustand ist. Demmgemäß kann die Dauerfestigkeit im praktischen Gebrauch auch mit dem Blockieren des Erweichens verbessert werden.
  • Hauptsächlich zur Verbesserung der Verschleißfestigkeit werden ein oder mehrere Elemente der Gruppe der spezifizierten Zusätze, wie Wolfram (W), Cäsium (Ce), Niob (Nb), Vanadium (V), Molybdän (Mo), Barium (Ba), Calcium (Ca) und Kobalt (Co) zugesetzt. Die Zusatzmenge jedes dieser Elemente liegt innerhalb des Bereiches einer Linie bis 1C Gew.%, während die Gesamtmenge dieser Elemente nicht mehr als 10 Gew.% beträgt und vorzugsweise in dem Bereich von 1 bis 6 Gew.% liegt, wobei diese Menge gemäß dem Verwendungszweck festgelegt werden kann. Der Grund für die vorstehende Beschränkung ist folgender. Die ausgeschiedenen Substanzen (oder kristallisierten Substanzen, dasselbe soll im folgenden gelten) dieser Elemente sind in der Aluminiummatrix dispergiert, weshalb die Verschleißfestigkeit verbessert werden kann. Wenn die Zusatzmenge des spezifizierten Zusatzes kleiner als 1 Gew.% ist, kann sich die Auswirkung des Zusatzes nicht ergeben, während, wenn die Zusatzmenge mehr als 10 Gew.% beträgt, zuviel Substanz ausgescheden wird, so daß die Anpaßbarkeit an das Walzen schlecht wird und das Wiederholen von Walzen und Glühen schwierig wird. Weiter wird die Bildung der feinen Zinnteilchen blockiert. Um diese unerwünschten Effekte vollständig zu beseitigen, ist die bevorzugte obere Grenze auf 6 Gew.% oder so festgelegt worden.
  • Die Ausscheidungsformen dieser spezifizierten Zusätze sind die ausgeschiedenen Substanzen jedes zugesetzten Elements, die der intermetallischen Verbindungen zwischen den zugesetzten Elementen, die der intermetallischen Verbindungen von Aluminium und zugesetzten Elementen und die der intermetallischen Verbindungen von Aluminium und der intermetallisch Verbindung von zugesetzten Elementen. Die Verschleißfestigkeit kann durch die ausgeschiedenen Substanzen in allen Formen der vorstehenden verbessert werden.
  • Die Vickershärten dieser ausgeschiedenen Substanzen erreichen mehrere hundert, so daß die ausgeschiedenen Substanzen sehr hart sind und der Verschleiß von Lagern, der durch die Reibung mit Wellen verursacht wird, durch die ausgeschiedenen Substanzen beträchtlich verringert werden kann. Demgemäß kann ein ziemlich gutes Resultat erzielt werden, wenn eine richtige Menge der ausgeschiedenen Substanz in der Aluminiummatrix vorhanden ist. Der Bereich der richtigen Menge reicht, wie oben beschrieben, von 1 bis 10 Gew.%, und, wenn die Menge der ausgeschiedenen Substanz in diesem Bereich liegt, kann die ausgeschiedene Substanz gleichmäßig dispergiert werden und die Verschleißfestigkeit kann wirksam verbessert werden, ohne daß nachteilige Effekte, wie das Absenken der Paßfähigkeit, hervorgerufen werden.
  • ner Effekt der Verbesserung der Verschleißfestigkeit ist beträchtlich, wenn das Lager eine Welle trägt, die eine harte und rauhe Oberfläche hat. Die Leistungsfähigkeit des Lagers hängt im allgemeinen von der Härte und der Rauhigkeit des abzustützenden Werkstoffes in großem Ausmaß ab. Wenn beispielsweise der herkömmliche Lagerwerkstoff auf Al-Sn-Basis zum Abstützen einer Welle aus Sphäroguß benutzt wird, werden die Eigenschaften des Lagers hinsichtlich Verhindern des Fressens und hinsichtlich der Verschleißfestigkeit merklich verschlechtert. Da die Wellen aus Sphäroguß billig hergestellt werden können, werden sie in jüngerer Zeit anstelle der geschmiedeten Stahlwellen weitgehend verwendet. In der Eisenmatrix der Welle sind weiche Graphitteilchen verstreut. Wenn die Wellenoberfläche abgeschabt wird, werden deshalb blattartige Schleifgrate um die Graphitteilchen herum gebildet. Wenn die Welle, die solche Schleifgrate aufweist, gegenüber dem Lager unter starker Belastung verschoben wird, bei der die Rauhigkeit der Welle und des Lagers und die Dicke des ölfilm zwischen ihnen einander gleich sind, wird die Lageroberfläche, die weicher als die Welle ist, abgeschliffen. Wenn dieser Zustand andauert, wird die Oberfläche des Lagers rauh und der Spalt zwischen dem Lager und der Welle wird groß, was zum Durchbrechen oder zum Verlust des Ölfilms führt. Infolgedessen kommt es zu einer direkten Berührung zwischen der Welle und dem Lager (d.h. zu einem Metall-Metall-Kontakt), die zum Fressen beider Teile führt.
  • In der Legierung nach der Erfindung ist dagegen die ausgeschiedene Substanz, die in der Aluminiummatrix durch den Zusatz von einem oder mehreren Elementen der oben spezifizierten Zusätze gebildet wird, härter als die oben erwähnten Schleifgrate der Welle aus Sphäroguß. Die ausgeschiedene Substanz beseitigt deshalb die oben erwähnten Schleifgrate von der Oberfläche der Welle und außerdem ist bei der ausgeschiedenen Substanz eine Übertragung und ein Anhaften von Metall kaum möglich. Der Verschleißvorgang der Lageroberfläche kann deshalb innerhalb einer relativ kurzen Zeit aufgehalten werden, um die Bildung eines stabilen ölfilms zu bewirken. Infolgedessen können in bezug auf die Welle aus Sphäroguß die Verschleißfestigkeit und die Eigenschaft des Verhindernsdes Fressens des Lagers verbessert werden.
  • In der Gruppe der spezifizierten Zusätze sind die erwünschtesten Mo und Co, dann Ce und danach Nb, W und V und schließlich Ba und Ca. Diese Reihenfolge wird im Hinblick auf den Grad der gleichmäßigen Dispersion der intermetallischen Verbindungen mit Aluminium oder anderen Elementen und der einfachen Gießbarkeit gewählt. Mo und Co sind hinsichtlich der Korrosionsbeständigkeit etwas schlechter, so daß, wenn insbesondere die Korrosionsbeständigkeit im Gebrauch verlangt wird, es erforderlich ist, die Zusatzmengen dieser Elemente zu verringern und andere Elemente zu benutzen.
  • Zusätzlich zu den oben beschriebenen Zusammensetzungen der Lagerlegierung nach der Erfindung kann diese weiter mehr als null bis 3 Gew.% Kupfer (Cu) und/oder Magnesium (Mg) enthalten. Kupfer und/oder Magnesium werden in Anbetracht der Tatsache zugesetzt, daß sie das Verringern der Härte bei hohen Temperaturen reduzieren. Der bevorzugte Bereich des Zusatzes von ihnen reicht von 0,1 bis2,0 Gew.%. Wenn die Menge, in der sie zugesetzt werden, kleiner als 0,1 Gew.% ist, kann der Anstieg der Härte nicht so sehr erwartet werden, während, wenn die Zusatzmenge mehr als 3,0 Gew.% beträgt, die Legierung zu hart wird und die Walzeigenschaft verschlechtert wird und ausserdem die Rostschutzeigenschaft verschlechtert wird. Weiter erhöht bezüglich Magnesium der Zusatz von mehr als 3 Gew.% die Härte, der Anstieg der Härte während der Walzbearbeitung wird jedoch zu groß, weshalb ein zufriedenstellendes Walzen nicht ausgeführt werden kann und es schwierig wird, ein ziemlich feines Zinngefügebild zu erhalten. Weiter ist es wahrscheinlich, daß sich das als eine feste Lösung in der Aluminiummatrix vorhandene Magnesium während des Glühens abscheidet und deshalb die Verstärkung der Aluminiummatrix durch die feste Lösung dank der Abscheidung des überschüssigen Magnesiums nicht erwartet werden kann. Das bevorzugte Zusatzverhältnis beträgt deshalb nicht mehr als 2,0 Gew.%. Weiter zeigt sich die Ausirkung des Zusatzes an Kupfer und/oder Magnesium, wenn Chrom gleichzeitig zugesetzt wird, und der Effekt des Erhöhens der Härte bei hohen Temperaturen ist nicht zu erwarten, wenn nur Kupfer und/oder Magnesium zugesetzt werden. Wenn Kupfer und/oder Magnesium der Aluminiummatrix zugesetzt werden, wird also die Härte beim Walzen stark erhöht, was im Vergleich zu dem Fall, in welchem andere Elemente der Aluminiummatrix zugesetzt werden, bemerkenswert ist. Es ist jedoch zu beachten, daß die Kupfer und/oder Magnesium enthaltende Aluminiumatrix bei etwa 200°C leicht erweicht werden kann, weshalb nicht erwartet werden kann, daß die Härte bei hohen Temperaturen aufrechterhalten wird. Wenn dagegen Kupfer und/oder Magnesium zusammen mit Chrom zugesetzt werden, wird dagegen die Härte, die während des Walzens aufgrund der Auswirkung des Zusatzes von Kupfer und/oder Magnesium erhöht wird, durch das Glühen nicht so stark gesenkt, was der Zusatz des Chroms mit sich bringt. Diese Härte kann unter Hochtemperaturbedingungen aufrechterhalten werden, weshalb die Lager legierung nach der Erfindung im Vergleich zu den bekannten Legierungen eine höhere Härte bei hohen Temperaturen hat, die die Verbesserung der Dauerfestigkeit ergibt. Wenn Kupfer und Magnesium gleichzeitig zugesetzt werden, ist es erwünscht, daß die Gesamtmenge von ihnen nicht mehr als 3 Gew.% beträgt, wobei die Menge des Kupfers selbst nicht mehr als 2 Gew.% beträgt.
  • Weiter kann bei der Lagerlegierung nach der Erfindung die Eigenschaft, ein Zinn enthaltendes Gleitmetall zu sein, weiter verbessert werden, indem insgesamt mehr als null bis 9 Gew.% von einem oder mehreren der Elemente Blei (Pb), Wismut (Bi), Thallium (Tl), Cadmium (Cd) und Indium (In) zugesetzt werden. Die Auswirkung des Zusatzes von Blei, Wismut, Indium, Thallium und Cadmium zeigt sich, wenn sie zusammen mit Chrom zugesetzt werden. Im Stand der Technik ist ins Auge gefaßt worden, diese Elemente Legierungen auf Al-Sn-Basis zuzusetzen, und der Zusatz ist in einigen Fällen angewandt worden. Wenn jedoch nur diese Elemente der Legierung auf Al-Sn-Basis zugesetzt werden, bilden sie Legierungen, bei denen der Nachteil, daß der Schmelzpunkt des Zinns niedrig wird, nicht vermieden werden kann. Somit kommt es bei der bekannten Legierung auf Al-Sn-Basis wahrscheinlich zum Schmelzen und zum Wandern des Zinns bei niedrigen Temperaturen, wodurch das Wachstum von Zinnteilchen zu größeren und gröberen Teilchen verursacht wird. Wenn eine solche Legierung als Lagerwerkstoff benutzt wird, kommt es bei einem Betrieb unter ständiger starker Belastung zum teilweisen Schmelzen und zum Abschabcn. Erfindungsgemäß werden dagegen die Zinnteilchen durch den Zusatz von Chrom fein gemacllt und das Gefügebild wird bei hohen remperaturen in der Lagerlegierung nach der Erfindung beibehalten.
  • Selbst wenn eines oder mehrere der oben genannten Elemente Blei, Wismut, Indium, Thallium und Cadmium der Legierung zugesetzt werden, kann die Schmiereigenschaft des Zinns verbessert werden, ohne daß die Nachteile des Standes der Technik auftreten. Weiter kann die Lager legierung nach der Erfindung für ein Lager benutzt werden, welches eine hohe Dauerfestigkeit haben muß, und ausserdem wird es möglich, die Paßfähigkeit des Lagerwerkstoffes zu verbessern.
  • Die Zusatzmenge an einem oder mehreren der Elemente Blei, Wismut, Indium, Thallium und Cadmium, die die obigen Auswirkungen haben, liegt, wie oben beschrieben, in dem Bereich von mehr als null bis 9 Gew.% insgesamt. Unter diesen Elementen sind Blei und Indium am meisten vorzuziehen, und an diese schließen sich Wismut und Cadmium und dann Thallium an. Das ist von der Tatsache abhängig, daß Blei und Indium unter Druck am fließfähigsten sind, so daß die Gleiteigenschaften und die Paßfäbigkeit gut werden. Die nächsten Elemente, Wismut und Cadmium, sind im Vergleich zu Blei und Indium etwas härter und haben höhere Schmelzpunkte. Das letzte Element, Th-1lium, hat ähnliche Eigenschaften wie Blei und Indium, Aie Produktionsmenge von Thallium ist jedoch gering und es ist ein teueres Element. Weiter ist es erwünscht, daß die Gesamtzusatzmenge an Blei, Wismut, Indium, Thallium, Cadmium und Zinn nicht mehr als 35 Gew.% beträgt. Eines oder mehrere der Elemente Blei, Wismut, Indium, Thallium und Cadmium kann zusammen mit dem oben erwähnten Kupfer und/oder Magnesium zugesetzt werden, wodurch das Absinken der Hochtemperaturhärte verringert und gleichzeitig die Schmiereigenschaften des Zinns verbessert werden können.
  • Die oben beschriebene Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis wird hauptsächlich für Gleitlager in Kraftfahrzeugverbrennungsmotoren u.dgl. benutzt, wobei die Lagerlegierung im allgemeinen auf Stahlblechunterlagen durch Preßschweißen aufgebracht und daran anschließend zum Erhöhen der Haftfestigkeit geglüht wird.
  • Bei den bekannten Legierungen auf Al-Sn-Basis kommt es jedoch zur Verringerung der Härte, zum Schmelzen der Zinnteilchen usw., weil die Aluminiumkorngrenzen und die Zinnteilchen in dem Legierungsgefüge wandern, was die Vergröberung der Zinnteilchen zur Folge hat. Bei der Erfindung werden das Wandern der Aluminiumkorngrenzen und das Wachstum von Aluminiumkristallteilchen wirksam vermieden, und zwar durch die ausgescEIiedene Substanz der intermetallisclien Al-Cr-Verbindung, die in clcn Preßschweiß- und Glühschritten erzeugt wird. Die Lagerlegierung nach der Erfindung ist deshalb frei von den obigen nachteiligen Einflüssen des Glühens und infolgedessen kann die 11aftfestigkeit zwischen der Legierung auf Al-Sn-Basis und den Stahlblechunterlagen durch Erhöhen der Glühtemperatur hoch gemacht werden. Da die obige Tatsache auf den Fall angewandt werden kann, in welchem die Lagerlegierung nach der Erfindung in Umstände versetzt wird, die der Temperatur des Glühens entsprechen, ist es ziemlich bedeutsam, daß die Dauerfestigkeit durch das Verhindern der Erweichung verbessert werden kann. Weiter wird auch die Verbesserung der Verschleißfestigkeit beobachtet und die Lagerlegierung ist besonders wirksam, wenn sie in Verbindung mit Wellen aus Sphäroguß benutzt wird.
  • Wenn alle Eigenschaften in Betracht gezogen werden, wie die Anpaßbarkeit an Gießen und Walzen, das Haftvermögen an einer Stahlunterlage, die Bearbeitbarkeit, die Eigenschaft des Verhinders des Fressens, die Verschleißfestigkeit und die Gleiteigenschaft, so beträgt die bevorzugte Zusammensetzung der Lagerlegierung nach der Erfindung 7,5 - 25 Gew.% Sn; 0,1 - 0,7 Gew.% Cr; 1,0 - 6,0 Gew.% aus der Gruppe der spezifizierten Zusätze; 0,1 - 2,0 Gew.% Cu und/oder Mg; 0,5 - 5,0 Gew.% Pb, Bi, In, Tl und/ oder Cd; Rest Al. Wenn die obengenannten Elemente Pb, Bi, In, Tl und/oder Cd nicht zugesetzt werden, kann die Menge an Zinn auf 10 - 30 Gew.% erhöht werden. Weiter kann der Zusatz an Cu und/ oder Mg entfallen.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Beispielen ausführlicher beschrieben.
  • Die folgende Tabelle A zeigt die Zusammen setzungen von Legierungen (Proben)l bis 16 nach der Erfindung sowie von Vergleichs legierungen (Proben) 17 bis 21.
  • Bei der Herstcllung der Legierungen 1 bis 16 wurde ein Aluminiummaterial in einem Gas ofen geschmqlzen und gemäß den Formeln von Tabelle A wurden Legierungen auf(Äl-Cr A--Cu , Al-Mg und Al mit spezifizierten usätzen in dem geschmolzenen Aluminium aufgelöst. Anschließend daran wurden Sn und Pb, Bi,In, Tl und Cd zugesetzt und es wurde eine Entgasung vorgenommen. Dann wurde das Metall in Formen gegossen und anschließend wiederholt gewalzt und geglüht (350 OC) um Proben herzustellen. Die Hochtemperaturhärte der Proben wurde dann gemessen. In dem nächsten Schritt wurden diese Proben gewalzt und daran anschließend wurden die Legierungsproben auf Stahlblechunterlagen durch Preßschweißen befestigt, um bimetallische Proben herzustellen. Diese wurden dann geglüht und zu ebenen Lagern verarbeitet und ihre Dauerfestigkeit unter dynamischen Belastungen wurde getestet. In gleicher Weise wie oben wurden die Legierungen 17 bis 21 für Vergleichstests hergestellt und den gleichen Tests unterworfen.
  • Die Tabelle B zeigt die Ergebnisse der Messung der Vickershärten von mehreren Legierungen bei einer gewöhnlichen Temperatur und bei 200 °C, die Ergebnisse von Dauerfestigkeitstests unter dynamischen Belastungen und die Ergebnisse von Freßtests mit Stahlwellen und Sphärogußwellen. Die obigen Dauerfestigkeitstests wurden ausgeführt, indem jede Legierung mit 107-maliger Wiederholung unter den folgenden Bedingungen belastet wurde und die Stärke der Belastungen, bei denen es zur Ermüdung kommt, gemessen wurde, d.h. der Druck an der Dauerfestigkeitsgrenze durch diese Anzahl von Wiederholungen.
  • Testmaschine: Soda Dynamic Load Tester Gleitgeschwindigkeit: 400 - 470 m/min Schmieröl: SAE 10W30 Schmierung: Druck schmierung öltemperatur: 140 + 5 OC öldruck: 0,5 MPa Material in Kontakt: Art: S 55 C Rauhigkeit: 1 pm Härte: HV 500 - 600 Lagergestalt: Durchm. x Breite: 52 x 20 mm halb geteiltes Metall Rauhigkeit: 1 - 3 pm In den obigen Freßtests wurden die Belastungen beim Fressen bei um 5 MPa (50 Kg/cm²) zunehmenden Belastungen alle 20 min unter folgenden Bedingungen gemessen. Das folgende Material (1) in Kontakt mit dem Lager wurde als Stahlwelle benutzt und das Material (2) in Kontakt mit dem Lager wurde als Sphärogußwelle benutzt.
  • Testmaschine: Ultrahochdruck-Freßtester Gleitgeschwindigkeit: 468 m/min Belastung: 5 MPa,stufenweise Erhöhung alle 20 min Schmieröl: SAE 10W30 Schmierung: Druckschmierung Öltemperatur: 140#5°C Material (1) in Kontakt: Art: S 50 C Rauhigkeit: 0,3 - 0,8 pm Härte: HV 500 - 600 Material (2)in Berührung Art: Sphäroguß (DCI) Rauhigkeit: 0,3 - 0,8 pm Härte: HV 200 - 300 Tabelle B zeigt, daß die Legierungen nach der Erfindung im Vergleich zu den Vergleichslegierungen eine größere Härte im Hochtemperaturbereich haben.
  • Weiter ergaben im Vergleich zu den Vergleichs legierungen die Leaierungen nach der Erfindung relativ gute Ergebnisse hinsichtlich der Dauerfestigkeit. Weiter ergaben bei den Freßtests unter Verwendung von Sphärogußwellen die Legierungen nach der Erfindung ausgezeichnete Ergebnisse. T a b e l l e A
    Legier.
    Beisp.- Legierungsbestandteile (Gew.%)
    Nr. Al Sn Cu Mg Pb Bi In Ti Cd Cr W Ce Nb V Mo Ba Ca Co
    1 Re 1,0 0,3 5,0
    2 Re 7,5 0,2 1,5 1,0 0,5 2,0
    3 Re 10 1,0 0,8 9,0
    4 Re 15 2,0 0,5 0,1 3,0
    5 Re 15 1,0 2,0 3,0 0,5 3,0
    6 Re 17 1,0 2,0 0,5 0,2 3,0
    7 Re 17 1,0 3,0 0,5 2,0
    8 Re 17 1,0 9,0 0,8 2,0
    9 Re 20 1,0 3,0 0,5 2,5
    10 Re 20 1,0 0,5 1,5
    11 Re 25 3,0 0,5 0,5 3,0
    12 Re 25 5,0 2,0 1,0 3,0
    13 Re 30 1,5 0,5 0,5 2,0
    14 Re 35 1,0 7,0 0,5
    15 Re 15 0,7 2,0 0,5 4,0
    16 Re 25 1,0 3,0 1,0
    17 Re 4 1,0 4,0 0,2
    18 Re 6 1,0 1,5 0,5
    19 Re 17 1,0 3,0 2,0 2,5
    20 Re 20 1,0
    21 Re 20 1,0 3,0 3,0
    Anm.: Re=Rest T a b e l l e B
    Legier.
    Dauer- Belast.b.Fress.
    Beisp.- a rt R { EV} Dauer- festigkeit (MPa)
    Nr. gewöhnl. 1 200C (MPa) Stahl-
    Temperatur welle D C I
    1 q 3a < ho
    2 2 74 20
    3 0
    4 4f, 3
    5 45 tg 620 zu 99
    fi 42 26 »
    7 $aW ß 20 ?
    8 3 35 .oo
    LI(I 33 VU
    9 30 o 44 22 mm o0 - Co
    10 0 0
    h t 1~ 4$;T S N0 2° 5S
    12 351 2.S gCo 29 60
    13 Ei4. 0
    14 L53 26 til ~LM 0
    15 4g 3 1 EQo ?0 30
    16 Tp\ 20
    7 t) 20 W zu 1 0
    8 t7 gt B 80~ lo
    s .L
    20 20
    rd
    4 2 1 R W 1 2 v 80 9
    22
    Fig. 1 zeigt die Änderungen der Reibungsmomente bei zunehmenden Belastungen in Verbindung mit der Legierung 5 und den Vergleichslegierungen 18 und 20. Bei diesen Tests wurden abgeschreckte Wellenwerkstoffe S 55 C bei einer Drehzahl von 1000 U/min und bei Hochdruckschmierung mit konstanter öltemperatur (140 OC) benutzt und die Änderung des Reibungsmoments mit zunehmender Belastung wurde unter Verwendung eines Oszillographen gemessen.
  • Gemäß den Diagrammen von Fig. 2 treten Reibungsmomentspitzen bei zunehmender Belastung bei der bekannten Legierung 18 auf und die Werte sind stark schwankend. In dem Fall der Legierung 20 nimmt das Reibungsmoment allmählich zu, ohne daß es zur Bildung irgendeiner Spitze kommt, und die kuppelförmigen Änderungen im Reibungsmoment werden bei der Beendigung des Belastungsanstiegs beobachtet. In dem Fall der Legierung 5 nach der Erfindung wird das Reibungsmoment mit zunehmender Belastung allmählich erhöht und es wird keine unerwünschte Änderung in dem Reibungsmoment beobachtet. Es ist deshalb zu erkennen, daß die Legierungen nach der Erfindung in ihrer Paßfähigkeit ausgezeichnet sind und nicht fressen. Die schwankenden Spitzenwellen bei der bekannten Legierung 18 bedeuten mit anderen Worten, daß der ölfilm auf der Gleitfläche teilweise durchbrochen ist, wodurch ein fester Kontakt verursacht wird, und, wenn dieser Kontakt sich wiederholt, der volle Durchbruch (Fressen) erfolgt. Die Legierung 5 nach der Erfindung, die solche Wellenformen nicht aufweist, ist hinsichtlich der Paßform und der Eigenschaft des Verhinderns des Fressens vorteilhafter.
  • Fig. 2 zeigt die Ergebnisse von Reibungstests, in welchen die Legierungen 1, 4 und 7 nach der Erfindung und die Vergleichslegierungen 20 und 21 miteinander verglichen werden. In Fig. 3 sind die Ergebnisse von weiteren Reibungstests gezeigt, in denen die Legierungen die gleichen wie in Fig. 3 sind und Wellen aus Sphäroguß (Oberflächenrauhigkeit: 1 pm, Härte: EV 200 - 300) unter gleichen Testbedingungen benutzt wurden. Aus Fig. 2 ist zu erkennen, daß die Verschleißverluste der Legierungen 1, 4 und 7 nach der Erfindung im Vergleich zu denjenigen der Vergleichslegierungen 20 und 21 ziemlich gering sind. Im Vergleich mit den Fällen von Fig. 2 sind die Unterschiede in den Verschleißverlusten zwischen den Legierungen 1, 4 und 7 und den Vergleichslegierungen 20 und 21 in Fig. 3 groß.
  • Es sei beachtet, daß in der Zusammensetzung der Legierung nach der Erfindung das Aluminium selbstverständlich eine Spurenmenge an Verunreinigungen enthalten kann, die durch die gewöhnl5nhen Verfeinerungsverfahren nicht beseitigt werden können.
  • Zusammenfassung: Die Erfindung bezieht sich auf Lagerlegierungen auf Aluminium-Zinn(Al-Sn)-Basis sowie auf Lagermaterialien, die durch Aufbringen dieser Legierungen auf eine Stahlblechunterlage durch Preßschweißen hergestellt werden. Die Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis enthält über 7 bis 35 Gew.% Sn; 0,1 bis 1,0 Gew.% Cr; 1 bis 10 Gew.% insgesamt von einem oder mehreren der spezifizierten Zusätze W, Ce, Nb, V, o, Ba, Ca und Co; der Rest kann Aluminium sein. Die Legierung kann weiter 3 Gew.
  • oder wenige insgesamt Cu und/oder Mg und 9 Gew.% oder weniger insgesamt von einem oder mehreren der Elemente Pb, Bi, Tl, Cd und In enthalten, wodurch die Lagereigenschaften verbessert werden. In einer Legierung nach der Erfinc:nq können die Vergröberung der Zinnteilchen und das Absinken der Härte unter Hochtemperaturbedingungen-relatj'-7 gering gehalten werden, so daß die Verschleißfestigkeit und die Dauerfestigkeit der Legierung verbessert werden. Lagerlegierungen nach der Erfindung können für die Lager von Verbrennungsmotoren benutzt werden, in denen im allgemeinen Sphärogußeisen für die Kurbelwellen benutzt wird.

Claims (17)

  1. Patentansprüche:-1. Lagerlegierung auf Al-Sn-Basis, gekennzeichnet durch im wesentlichen über 7 bis 35 Gew.% Sn; 0,1 bis 1,0 Gew.% Cr; 1 bis 10 Gew.% insgesamt von einemtoder mehreren der spezifizierten~Zusätze W, Ce, Nb, V, Mo, Ba, Ca und Co; Rest Al.
  2. 2. Legierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie 10 bis 30 Gew.% Sn; 0,1 bis 0,7 Gew.% Cr; und 1,0 bis 6,0 Gew.% an spezifizierten Zusätzen enthält.
  3. 3. Lagerwerkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Aufbringen der Legierung nach Anspruch 1 oder 2 auf eine Stahlblechunterlage durch Preßschweißen hergestellt ist.
  4. 4. Lagerlegierung oder Lagerwerkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerlegierung oder der Lagerwerkstoff in einem Lager in Kontakt mit einer Welle aus Sphäroguß benutzt wird.
  5. 5. Al-Sn-Lagerlegierung, gekennzeichnet durch im wesentlichen über 7 bis 35 Gew.% Sn; 0,1 bis 1,0 Gew.% Cr; 1 bis 10 Gew.% insgesamt von einem oderXmehreren der spezifizierten Zusätze W, Ce, Nb, V, Mo, Ba, Ca und Co; 3 Gew.% oder weniger insgesamt an Cu und/oder Mg; Rest Al.
  6. 6. Legierung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzmenge an Cu und/oder Mg in dem Bereich von 0,1 bis 2,0 Ges.% liegt.
  7. /. Legierung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch 10 bis 30 Gew.% Sn; 0,1 bis 0,7 Gew.% Cr; 1,0 bis 6,0 Gew.% an spezifizierten Zusätzen; und 0,1 bis 2,0 Gew.% Cu und/oder Mg.
  8. 8. Lagerwerkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Aufbringen der Lagerlegierung nach einem der Ansprüche 5 bis 7 auf eine Stahlblechunterlage durch Preßschweißen hergestellt ist.
  9. 9. Lagerlegierung oder Lagerwerkstoff nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerlegierung oder der Lagerwerkstoff in einem Lager in Kontakt mit einer Welle aus Sphäroguß benutzt wird.
  10. 10. Al-Sn-Lagerlegierung, gekennzeichnet durch im wesentlichen über 7 bis 35 Gew.% Sn; 0,1 bis 1,0 Gew.% Cr; 1 bis 10 Gew.% insgesamt von einem oder mehreren der spezifizierten Zusätze W, Ce, Nb, V, Mo, Ba, Ca und Co; 9 Gew.% oder weniger insgesamt von einem oder mehreren der Elemente Pb, Bi, Tl, Cd und In; Rest Al.
  11. 11. Legierung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch wenigstens 3 Gew.% oder weniger Cu und/oder Mg.
  12. 12. Legierung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch 7,5 bis 25 Gew.% Sn; 0,1 bis 0,7 Gew.% Cr; 1,0 bis 6,0 Gew.% der spezifizierten Zusätze; 0,1 bis 2,0 Gew.% Cu und/oder Mg; und 0,5 bis 5,0 Gew.% von einem oder mehreren der Elemente Pb, Bi, Tl, Cd und In.
  13. 13. Lagerwerkstoff, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Aufbringen der Lagerlegierung nach einem der Ansprüche 10 bis 12 auf eine Stahlblechunterlage durch Preßschweißen hergestellt ist.
  14. 14. Lagerlegierung oder Lagerwerkstoff nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerlegierung oder der Lagerwerkstoff in einem Lager in Kontakt mit einer Welle aus Sphäroguß benutzt wird.
  15. 15. Lagerwerkstoff, gekennzeichnet durch eine Lagerlegierung nach einem der Ansprüche 1, 5 und 10.
  16. 16. Wellenlager, gekennzeichnet durch eine Lagerlegierung nach einem der Ansprüche 1, 5 und 10 und/oder einen Lagerwerkstoff nach Anspruch 15.
  17. 17. Verbrennungsmotor, gekennzeichnet durch eine Welle aus Sphäroguß, die in mehreren Lagern nach Anspruch 16 gelagert ist.
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