DE3040795A1 - Foerderbandstrasse mit einer mehrzahl von geraden foerderbaendern - Google Patents
Foerderbandstrasse mit einer mehrzahl von geraden foerderbaendernInfo
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Description
- Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Förderband-
- straße, insbesondere für die Aufhaldung von z.B. Waschbergen, Koks, Kohle sowie für den Abbau von Halden und für die Trockengewinnung von Kies, Sand und dergleichen, - mit einer Mehrzahl von geraden Förderbändern, Übergabestation zwischen jeweils einem ankommenden und einem abgehenden Förderband, Aufgabestation und Abwurfeinrichtung, wobei die Übergabestation ein Übergabegestell sowie einen darauf befestigten Übergabebock aufweisen. - Der Ausdruck Förderbandstraße steht für Aggregate aus Förderbandgestell mit Trag- und Umlenkwalzen, Fördergurt und Antrieb. Förderbandstraßen dieser Art werden sowohl als sogenannte Bandabsetzer für die Anlage von großen Haldenflächen, so für die Aufhaldung von Waschbergen, Kohle, Koks und dergleichen als auch für wandernde Abbaus tel len, beispielsweise in der Trockengewinnung von Kies, Sand oder in Steinbrüchen eingesetzt. Die einzelnen Förderbänder sind z.B. 10 bis 20 m lang, wobei häufig zehn Förderbänder und mehr zu einer Förderbandstraße zusammengesetzt werden. Bei der vorgenannten Förderbandzahl ergibt sich ein Einsatzradius von 200 m.
- Das bedeutet, daß mit einer solchen Förderbandstraße eine 2 Fläche von über 60 000 m bestrichen werden kann.
- Bei den (aus der Praxis) bekannten, gattungsgemäßen Förderbandstraßen sind die Übergabestationen zwar versetzbar, jedoch im übrigen stationär angeordnet. Sie sind mit Hilfe von einstellbaren Aufstellfüßen auf dem Boden abgestützt.
- Daraus resultieren aufwendige Arbeiten, wenn es sich darum handelt, die Förderbandstraße insgesamt nach Maßgabe der fortschreitenden Aufhaldung bzw. des fortschreitenden Abbaus -umzusetzen. Daran ändert nichts die Tatsache, daß bei den bekannten Förderbandstraßen die Abwurfeinrichtung sowie die Aufgabestation im allgemeinen mittels zugeordneter Fahrzeuge beweglich sind. - Bei schwimmenden Förderbandstraßen ist es bekannt, die Übergabeböcke auf Pontons anzuordnen, die ihrerseits im schwimmenden Zustand allseitig beweglich sind, nach Einrichtung der schwimmenden Förderbandstraße aber verankert werden. Durdidiese bekannten Maßnahmen sind die vorstehend beschriebenen Probleme beim Umsetzen der gattungsgemäßen Förderbandstraßen bisher nicht beeinflußt worden.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Förderbandstraße so weiter auszubilden, daß die Förderbandstraße insgesamt nach Maßgabe einer fortschreitenden Aufhaldung bzw. eines fortschreitenden Abbaus umsetzbar und nach der Umsetzung so festsetzbar ist, daß alle auftretenden Beanspruchungen aufgenommen werden. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung soll die Umsetzung mit Antrieben erfolgen, die mit der Förderbandstraße integriert sind.
- Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß das Übergabegestell als Fahrgestell mit zumindest drei im Grundriß im Winkel zueinander angeordneten Fahrgestellbeinen ausgebildet ist, die jedes mit einem Fahrwerk ausgerüstet sind, und daß die Fahrwerke an den Fahrgestellbeinen um vertikale Achsen einstellbar sowie bei vorgegebener Einstellung festsetzbar sind. Nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung sind außerdem die einzelnen Fahrwerke blockierbar. In der Ausführungsform mit drei Fahrgestellbeinen wird man diese im allgemeinen im Winkel von 120° zueinander anordnen. In der Ausführungsform mit vier Fahrgestellbeinen weisen diese im allgemeinen einen Winkel von 900 zueinander auf. - Die Kennzeichnung der Erfindung durch Fahrgestellbeine schließt nicht aus, daß diese Fahrgestellbeine ihrerseits mit Hilfe eines gemeinsamen Rahmens zu einer statischen Einheit vereinigt sind. Die Fahrwerke können als Radfahrwerke mit einem Laufrad oder mit einer Mehrzahl von Laufrädern ausgebildet sein. Die Fahrwerke können aber auch als Raupenfahrwerke ausgebildet sein, die eine oder mehrere Laufraupen besitzen. Der Ausdruck Fahrwerk steht im Rahmen der Erfindung folglich für einfache und mehrfache Laufräder oder Laufraupen, die ohne Antrieb ausgerüstet sind oder aber einen eigenen Antrieb aufweisen. Im ersten Fall werden die Laufräder oder Laufraupen beim Umsetzen gelöst und so eingestellt, daß die Umsetzung erfolgen kann, die Umsetzarbeit selbst erfolgt jedoch mit Fremdkraft, z.B.
- mittels Raupenschlepper. Im zweiten Fall erfolgt die Umsetzung der gesamten Förderbandstraße über die Antriebe der Fahrwerke. Die Erfindung nutzt die Tatsache, daß bei einem Fahrgestell des beschriebenen Aufbaus bei entsprechender Einstellung der Fahrwerke um ihre vertikale Achse ohne weiteres eine Bewegung mit zwei Bewegungsfreiheitsgraden nach allen Koordinaten der Aufstellebene möglich ist, wobei nichtsdestoweniger diese Bewegungsfreiheitsgrade sich durch Verstellung der Fahrwerke blockieren lassen, so daß folglich eine erreichte Aufstellung eindeutig fixierbar ist, indem die Fahrwerke entsprechend so geschwenkt werden, daß sie einander selbst blockieren. Eine besonders wirksame Blockierung erreicht man, wenn mit vier Fahrgestellbeinen gearbeitet wird. Erfolgt die Umsetzung über eigene, mit den Fahrwerken integrierte Antriebe, so lassen sich alle Aufstellungen der Förderbandstraße leicht erreichen, wenn an die Übergabe gestelle das abgehende Förderband, in bezug auf den Grundriß, winkelstarr, das ankommende Förderband mittels Übergabebock und Drehkranz um eine vertikale Achse einstellbar angeschlossen sind; die Einstellung des ankommenden Förderbandes kann dabei ebenfalls blockierbar sein. Die durch diese Gestaltung gegebenen kinematischen Zusammenhänge sind auch von Vorteil, wenn die einzelnen Fahrwerke nicht mit eigenen Antrieben ausgerüstet sind, die Umsetzung also mit fremder Kraft erfolgt. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist endlich dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Fahrwerke eine motorische Lenk- und Blockiervorrichtung aufweisen, und die Lenk- und Blockiervorrichtungen jedes Fahrgestells über eine gemeinsame Steuervorrichtung steuerbar sind. Sind die Fahrwerke mit eigenen Antrieben ausgerüstet, so ist auch deren Steuerung in diese Steuervorrichtung einbezogen. Es kann zweckmäßig sein, zwischen benachbarten Fahrgestellen Zugstangen anzuordnen, die an die Fahrgestelle gelenkig angeschlossen sind, aber die beim Umsetzen auftretenden Kräfte aufnehmen und die einzelnen Förderbänder von diesen Kräften befreien.
- Im Rahmen der Erfindung liegt es, für die Förderbandstraße insgesamt eine Steuervorrichtung vorzusehen, die mit einem Mikroprozessor ausgerüstet ist, mit dem die Förderbandstraße beim Umsetzen lenkbar ist, wobei der Mikroprozessor auf die komplexen kinematischen Zusammenhänge bei der Bewegung einer erfindungsgemäßen Förderbandstraße durch entsprechende Programmierung ohne weiteres Rücksicht nehmen kann.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Förderbandstraße, Fig. 2 den vergrößerten Ausschnitt A aus dem Gegenstand nach Fig. 1 und Fig. 3 eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 2.
- Die in den Figuren dargestellte Förderbandstraße ist insbesondere für die Aufhaldung von z.B. Waschbergen, Koks, Kohle sowie für den Abbau von Halden und für die Trockengewinnung von Kies, Sand und dergleichen bestimmt. Zum grundsätzlichen Aufbau gehören eine Mehrzahl von geraden Förderbändern 1, Übergabestationen 2 zwischen jeweils einem ankommenden und einem abgehenden Förderband 1, eine Aufgabestation 3, im Ausführungsbeispiel mit Aufgabeförderband 4, und eine Abwurfeinrichtung 5.
- Die Übergabestationen 2 weisen ein Übergabegestell 6 sowie einen darauf befestigten Übergabebock 7 auf. Das Übergabegestell 6 ist als Fahrgestell mit im Ausführungsbeispiel vier im Grundriß im Weinkel zueinander angeordneten Fahrgestellbeinen 8 ausgebildet. Jedes Fahrgestellbein 8 ist mit einem Fahrwerk 9 ausgebildet. Die Fahrwerke 9 sind an den Fahrgestellbeinen 8 um vertikale Achsen 10 einstellbar sowie bei vorgegebener Einstellung festsetzbar. Außerdem sind die einzelnen Fahrwerke 9 blockierbar. - Der Winkel, den die Fahrgestellbeine 8 im Grundriß zueinander einnehmen, beträgt im Ausführungsbeispiel jeweils 900. Im übrigen zeigt das Ausführungsbeispiel die Ausführungsform, bei der die Fahrwerke als Radfahrwerke 9 mit jeweils zwei Laufrädern 11 ausgebildet sind. Entsprechend könnten aber auch Raupenfahrwerke vorgesehen sein. Die Fahrwerke 9 mögen mit einem eigenen Antrieb 12 ausgerüstet sein, wie es in Fig. 3 angedeutet worden ist. Im übrigen besitzen die einzelnen Fahrwerke 9 eine motorische Lenk- und Blockiervorrichtung 13. Die Lenk- und Blockiervorrichtungen 13 jedes Fahrwerkes 9 sind über eine gemeinsame Steuervorrichtung 14 steuerbar. An die Übergabestation 2 ist das abgehende Förderband 1, in bezug auf den Grundriß, winkelstarr angeschlossen.
- Das ankommende Förderband 1 ist jedoch mittels Übergabebock 7 und Drehkranz 15 um eine vertikale Achse 16 einstellbar. Die Einstellung des ankommenden Förderbandes 1 ist ebenfalls blockierbar. - Es versteht sich von selbst, daß die Fahrwerke 9 bezüglich der Flächenpressung, die sie auf den Boden übertragen, den jeweils vorliegenden Bodenverhältnissen angepaßt sind.
- Leerseite
Claims (10)
- Förderbandstraße mit einer Mehrzahl von geraden Förderbändern Patentansprüche: 1. Förderbandstraße, insbesondere für die Aufhaldung von z.B. Waschbergen, Koks, Kohle sowie für den Abbau von Halden und für die Trockengewinnung von Kies, Sand und dergleichen, -mit einer Mehrzahl von geraden Förderbändern, übergabestation zwischen jeweils einem ankommenden und einem abgehenden Förderband, Aufgabestation und Abwurfeinrichtung, wobei die Übergabestation ein Übe rgabe gestell sowie einen darauf befestigten Ubergabebock aufweisen, d a d u r c h gek e n n z ei c h ne t, daß das Übergabegestell (6) als Fahrgestell mit zumindest drei im Grundriß im Winkel zueinander angeordneten Fahrgestellbeinen (8) ausgebildet ist, die jedes mit einem Fahrwerk (9) ausgerüstet sind, und daß die Fahrwerke (9) an den Fahrgestellbeinen (8) um vertikale Achsen (10) einstellbar sowie bei vorgegebener Einstellung festsetzbar sind.
- 2. Förderbandstraße nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außerdem die einzelnen Fahrwerke (9) blockierbar sind.
- 3. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 oder 2, in der Ausführungsform mit drei Fahrgestellbeinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrgestellbeine (8) im Weinkel von 1200 zueinander angeordnet sind.
- 4. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 oder 2 in der Ausführungsform mit vier Fahrgestellbeinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrgestellbeine (8) im Winkel von 900 zueinander angeordnet sind.
- 5. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwerke (9) als Radfahrwerke ausgebildet sind.
- 6. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwerke (9) als Raupenfahrwerke ausgebildet sind.
- 7. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrwerke (9) einen eigenen Antrieb (12) aufweisen.
- 8. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an die übergabestation (3) das abgehende Förderband (1), in bezug auf den Grundriß, winkelstarr, das ankommende Förderband (1) mittels Ubergabebock (7) und Drehkranz (15) um eine vertikale Achse (16) einstellbar angeschlossen sind.
- 9. Förderbandstraße nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des ankommenden Förderbandes (1) blockierbar ist.
- 10. Förderbandstraße nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Fahrwerke (91 eine motorische Lenk- und Blockiervorrichtung (13) aufweisen und die Lenk- und Blockiervorrichtungen (13) jedes Fahrgestells (9) über eine gemeinsame Steuervorrichtung (14) steuerbar sind.
Priority Applications (1)
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| DE19803040795 DE3040795C2 (de) | 1980-10-30 | 1980-10-30 | Übergabestation in einer Förderbandstraße |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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